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	<title>African Paper &#187; The Leaf Label</title>
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		<title>Sidings: Neuer Longplayer von Craven Faults</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 03:22:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Craven Faults]]></category>
		<category><![CDATA[The Leaf Label]]></category>

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		<description><![CDATA[Der oft und gerne als enigmatisch bezeichnete englische Soundartist und Synthie-Virtuose Craven Faults legt mit &#8220;Sidings&#8221; sein neues Vollzeitalbum als Doppel-LP vor. Wie bereits frühere Releases inspiriert von den auch auf Coverartwork festgehaltenen nordenglischen Landschaften mit dem Schwerpunkt eines &#8220;post-industriellen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/11/11/sidings-neuer-longplayer-von-craven-faults/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der oft und gerne als enigmatisch bezeichnete englische Soundartist und Synthie-Virtuose Craven Faults legt mit &#8220;Sidings&#8221; sein neues Vollzeitalbum als Doppel-LP vor. Wie bereits frühere Releases inspiriert von den auch auf Coverartwork festgehaltenen nordenglischen Landschaften mit dem Schwerpunkt eines &#8220;post-industriellen Yorkshire&#8221; und der <a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/sidings.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-48899" title="Sidings Packhots" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/sidings.jpg" alt="" width="1000" height="1000" /></a><span id="more-48898"></span></p>
<p>Tradition analoger Synthieproduktionen und Kosmischer Musik, entfaltet sich, wie es sinngemäß im Begleittext heißt, eine Reise durch Tunnel, Viadukte und verlassene Industrielandschaften. Downtempo, minutiöse Detailarbeit und räumliche Tiefe prägen die Kompositionen, man wird durch eine Szenerie aus Arpeggios, leicht vertrackten Rhythmen und sanften Melodien geführt. Craven Faults zeigt sich erneut als Chronist eines paradox stillen und doch intensiv pulsierenden Nordens. Das Album erscheint am 23. Januar als 2LP, CD und zum Download über sein Stammlabel The Leaf Label.</p>
<p><strong>@ <a href="https://www.theleaflabel.com/releases/sidings/">The Leave Label</a> | <a href="https://cravenfaults.bandcamp.com/music">Bandcamp</a></strong></p>
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		<title>The Abyss: Zweite Soloplatte von Malcolm Pardon auf The Leaf Label</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 00:31:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Malcolm Pardon]]></category>
		<category><![CDATA[Roll The Dice]]></category>
		<category><![CDATA[The Leaf Label]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 20. September veröffentlicht das britische Leaf Label die zweite Solo-LP des schwedischen Pianisten und Producers Malcolm Pardon, bekannt u.a. über sein Duo Roll The Dice. Der Track &#8220;Enter the Void&#8221; ist bereits erhältlich. Das Album enthält elf soundtrackartige Kompositionen, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/24/the-abyss-zweite-soloplatte-von-malcolm-pardon-auf-the-leaf-label/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 20. September veröffentlicht das britische Leaf Label die zweite Solo-LP des schwedischen Pianisten und Producers Malcolm Pardon, bekannt u.a. über sein Duo Roll The Dice. Der Track &#8220;Enter the Void&#8221; ist bereits erhältlich. Das Album enthält elf soundtrackartige Kompositionen, die konzeptuell um schon das Vorgängeralbum prägende Themen des Sterbens kreisen. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/07/theabyss.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-41960" title="theabyss" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/07/theabyss.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-41958"></span>&#8220;Für Malcolm Pardon liegt Schönheit in unserem universellen, unausweichlichen Untergang&#8221;, heißt es beim Label. &#8220;Wie die romantische Vorstellung, dass das Orchester an Bord der Titanic sein Repertoire spielt, während das Schiff untergeht, blickt Pardon auf seinem zweiten Soloalbum über das Trostlose oder Makabre hinaus und betrachtet den Tod als eine vielschichtige, lebenslange Bekanntschaft&#8221;.  Dazu Pardon: „Es soll in keiner Weise bedrohlich oder schrecklich sein [...] Es gibt diesen ständigen Dialog, den wir mit uns selbst darüber führen, wie wir irgendwann sterben werden. Es ist wie ein ständiger Begleiter, also kannst du es genauso gut kennenlernen und dich mit ihm anfreunden.“ Das Album erscheint in zwei Vinyl-Editionen, auf CD und zum Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=786445435/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Syo8ZoYjY5Q?si=lU1H-5WnZhMVBtjm" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>KEELEY FORSYTH: Limbs</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Apr 2022 04:17:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Keeley Forsyth]]></category>
		<category><![CDATA[The Leaf Label]]></category>

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		<description><![CDATA[Als die britische Schauspielerin Keeley Forsyth vor zwei Jahren ihr Debütalbum „Debris“ veröffentlichte, war das eine beeindruckende emotionale Tour de Force,  sie selbst sprach davon, dass ihre Stücke “like blocks of metal that drop from the sky” seien. War bei &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/04/16/keeley-forsyth-limbs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/04/a2599752377_161.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29436" title="a2599752377_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/04/a2599752377_161-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als die britische Schauspielerin Keeley Forsyth vor zwei Jahren ihr Debütalbum<a href="http://africanpaper.com/2020/01/25/keeley-forsyth-debris/"> „Debris“</a> veröffentlichte, war das eine beeindruckende emotionale Tour de Force,  sie selbst <a href="https://keeleyforsyth.bandcamp.com/album/debris">sprach</a> davon, dass ihre Stücke “like blocks of metal that drop from the sky” seien. War bei „ Debris“ der Titel Programm, war es <a href="https://thequietus.com/articles/27536-keeley-forsyth-interview-2">„a path through darkness“</a>, ist es nicht so, dass der Zweitling mit dem ins Cover ragenden Unterarm entspannter sei, meinte Forsyth doch in einem kürzlich veröffentlichten <a href="https://clashmusic.com/features/the-world-just-stopped-keeley-forsyth-interviewed">Interview</a>, es handele sich bei den zwei Alben um „two different acts of the same thing“.<span id="more-29432"></span></p>
<p>Die ersten Zeilen des Openers „Fires“ verdeutlichen dies unmittelbar: „Go into the chair/Where sadness lies“ &#8211; untermalt von Synthflächen intoniert Forsyth diese Worte. Dabei ist bei allen Stücken die Instrumentierung dezent, wird die Stimme ganz klar ins Zentrum gerückt. Auf dem traurigen „Bring Me Water“ tönen die Synths wie Geigen, wenn Forsyth einen Neuanfang herbeisehnt:  „Let Me Begin Again“. Im Titelstück mit ruhigem perkussiven Pochen findet sich abschließend die simple Feststellung: &#8220;The frost catches/I am adrift&#8221;. Der Anfang von &#8220;Land Animal&#8221; erinnert an die melancholischen Ambientminiaturen <a href="http://africanpaper.com/tag/tor-lundvall/">Tor Lundvalls.</a> Das Zusammenspiel von Elektronik und Cello auf dem von der Choreographin<a href="https://imogenknight.com/"> Imogen Knight</a> inspirierten &#8220;Blindfolded&#8221; gibt dem Stück gegen Ende einen &#8211; zumindest im Rahmen dieses reduzierten Albums &#8211; einen fast schon symphonischen Charakter. „Wash“ endet mit einer fast schon sakral anmutenden Orgelpassage, auf dem reduzierten „Silence“ werden die gleichen zwei Zeilen wiederholt, während vereinzelt Töne von Klavier und Hackbrett kommen. Beendet wird das etwa 20-minütige Album von dem von Cello und Harmonium dominierten „I stand alone“, zu dem es ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qCwTfksgPcw&amp;ab_channel=TheLeafLabel">Video</a> gibt, das auch ein Teaser für einen Film von Robert Eggers sein könnte.</p>
<p>Sucht man Vergleiche und Referenzen, die dieses Album natürlich nicht nötig hat, könnte man durchaus auf <a href="http://africanpaper.com/tag/tara-burke/">Tara Burke </a>verweisen oder aber auch darauf, wie im Spätwerk David Sylvians (natürlich bei komplett anderer Instrumentierung und Arrangements) Stimme und Musik zusammenkommen. Forsyth selbst <a href="https://thequietus.com/articles/31166-keeley-forsyth-bakers-dozen-favourite-albums?page=10">sprach </a>vor einiger Zeit noch von der Wichtigkeit Scott Walkers bei der Genese ihrer Musik: „I wanted to sing, but there was a voice in my head that said &#8216;you can’t, because it won’t fit anywhere&#8217;. I faced this inner voice with Tilt, which had meshed up electronic sounds with a classically trained voice. Tilt is always my answer to these kinds of destructive thoughts, because it paved the way for the sort of music I wanted to make. This record was closest to the world I wanted to be in and it reminded me that this person was doing it. “ Unweigerlich muss man auch an John Cales <a href="https://thequietus.com/articles/11094-nico-the-marble-index-trilogy">Äußerung </a>über <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/nico-the-frozen-borderline/">Nicos</a> „The Marble Index“ denken: “The Marble Index was an artefact, not a commodity.” (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.theleaflabel.com/en/news">The Leaf Label</a></strong></p>
<p><strong></strong><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2870681369/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Fernando Corona alias Murcof mit umfangreichem Score</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2021 04:39:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fernando Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Murcof]]></category>
		<category><![CDATA[The Leaf Label]]></category>

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		<description><![CDATA[Der im spanischen Girona lebende mexikanische Komponist Fernando Corona bringt ein neues, diesmal zwei CDs bzw. drei LPs umfassendes Album heraus. Der Titel &#8220;The Alias Sessions&#8221; bezieht sich auf die Performance-Gruppe Alias unter der Leitung des Choreografen Guilherme Botelho, für &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/04/30/fernando-corona-alias-murcof-mit-umfangreichem-score/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der im spanischen Girona lebende mexikanische Komponist Fernando Corona bringt ein neues, diesmal zwei CDs bzw. drei LPs umfassendes Album heraus. Der Titel &#8220;The Alias Sessions&#8221; bezieht sich auf die Performance-Gruppe Alias unter der Leitung des Choreografen Guilherme Botelho, für deren Tanzstück &#8220;Contre-Mondes&#8221; ein Großteil des vorliegenden Materials geschrieben wurde. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/murcofthealiassessions.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25235" title="murcofthealiassessions" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/murcofthealiassessions.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-25234"></span>Wie viele Arbeiten Murcofs bewegt sich auch &#8220;The Alias Sessions&#8221; an der Schnittstelle elektronischer Musik und zeitgenössischer &#8220;E-Musik&#8221; und bringt elektronische und akustische Elemente wie Piano und Streicher, subtile Rhythmen, feinsinniges Klangdesign zwischen Ambient, Glitch und Minimal Techno, geisterhafte Samples und eine von unberechenbaren Überraschungen geprägte, leicht somnambule Atmosphäre unter einen Hut. Das Release erscheitn Ende Mai einmal mehr beim Leaf Label.</p>
<p><a href="http://www.theleaflabel.com/en/artists/view/24/Murcof"><strong>@ The Leaf Label</strong> </a></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/4Ti6u3IRnx4" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Domenique Dumont mit neuem Soundtrack zu Menschen am Sonntag</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/10/20/domenique-dumont-mit-neuem-soundtrack-zu-menschen-am-sonntag/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2020 01:44:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Dominique Dupont]]></category>
		<category><![CDATA[The Leaf Label]]></category>

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		<description><![CDATA[Der in Riga ansässige Komponist Domenique Dumont hat einen neuen Soundtrack zu dem semifiktionalen Dokumentarfilm Menschen am Sonntag (People on Sunday) komponiert. Der Stummfilm entstand 1930 als deutsche Produktion unter der Regie von Robert und Curt Siodmak sowie Edgar G. Ulmer und Billy Wilder und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/10/20/domenique-dumont-mit-neuem-soundtrack-zu-menschen-am-sonntag/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der in Riga ansässige Komponist Domenique Dumont hat einen neuen Soundtrack zu dem semifiktionalen Dokumentarfilm <a href="https://www.imdb.com/title/tt0020163/"><em>Menschen am Sonntag</em> (<em>People on Sunday</em>) </a>komponiert. Der Stummfilm entstand 1930 als deutsche Produktion unter der Regie von Robert und Curt Siodmak sowie Edgar G. Ulmer und Billy Wilder und gilt als ein zentrales Filmwerk der Neuen Sachlichkeit. Der ursprüngliche, primär orchestrale Score stammt von Otto Stenzeel. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/dominiquedupontpeopleonsundaysoundtrack.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-22745" title="dominiquedupontpeopleonsundaysoundtrack" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/dominiquedupontpeopleonsundaysoundtrack.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-22710"></span>Dupont Musik, die schwerpunktmäßig auf gewollt einfachen und partiell geradezu poppigen Piano- und Synthesizer-Arrangements basiert und in seiner teils verträumt-verschwommenen Klanggestalt einige Reminiszenzen an seine Arbeiten mit mediterranen Themen bereithält, entstand als Auftragsarbeit für eine Aufführung beim französischen Les Arcs Film Festival 2019 und wurde live eingespielt. Da die Musik schnell eine Form annahm, die auch als eigenständiges Werk ohne Filmkontext funktioniert, wurden die dreizehn Tracks für ein Album aufbereitet, das Mitte November in unterschiedlichen Vinyleditionen bei The Leaf Label erscheint.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/TkUwzj-I7_M" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>“The main challenge for me when working with a movie this old was to find a sweet spot in the sound so it doesn’t become a pastiche of retro and at the same time is in harmony with the film. Sound-wise, it was more about removing than adding, constantly pushing back the sound to more simple forms, resulting in something that I’d call my ode to sine waves. Working with a moving picture is always great – it immediately shows you what sound works and what doesn’t. [...] The film shows people and their surroundings shortly before all of it was destroyed. [...]Ironically, watching this movie with the eyes of today, it looks more surreal than documentary. And I can’t help but think and reflect about the times we are living in now. We might have similar desires people had a hundred years ago, but we now have a completely different approach to life. [...] Working on this score strengthened my belief that the time we currently live in, although far from perfect, might be the best time to be alive. All the bells and whistles, all the advantages that we have the opportunity to enjoy in the 21st century, are things people couldn’t have dreamt of only a hundred years ago. At the same time, we haven’t yet transformed away from our sense of humanity. As absurd and optimistic as it may sound, we are living in a utopia compared it to what came before and, perhaps, what is to come. Somehow this movie made me think of the present more than the past.” (Dominique Dupont)</p>
<p><a href="http://www.theleaflabel.com/en/news"><strong>@ The Leaf Label</strong></a></p>
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		<title>KEELEY FORSYTH: Debris</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/01/25/keeley-forsyth-debris/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 Jan 2020 08:22:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Keeley Forsyth]]></category>
		<category><![CDATA[The Leaf Label]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Künstler das Medium wechseln, dann muss das nicht notwendigerweise, kann aber durchaus zu interessanten und originellen Resultaten führen, wie im Fall der britischen Schauspielerin Keeley Forsyth, die nun 40-jährig mit „Debris“, einem Album, das seinen Ursprung in einer Erkrankung &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/01/25/keeley-forsyth-debris/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/01/keeley.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20009" title="keeley" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/01/keeley-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn Künstler das Medium wechseln, dann muss das nicht notwendigerweise, kann aber durchaus zu interessanten und originellen Resultaten führen, wie im Fall der britischen Schauspielerin Keeley Forsyth, die nun 40-jährig mit „Debris“, einem Album, das seinen Ursprung in einer Erkrankung hat, die 2017 dazu führte, dass Forsyth für einen Monat nicht dazu in der Lage war, ihre Zunge zu bewegen, debütiert. <span id="more-20007"></span>Man muss für Musik, die sich nicht dem Mainstream andient, nicht direkt Scott Walker als<a href="https://www.theguardian.com/music/2020/jan/09/keeley-forsyth-how-the-happy-valley-actor-became-the-new-scott-walker"> Vergleich</a> ins Feld führen, denn vielleicht verstellt das nur den Blick auf ein beeindruckendes Debütwerk, das auf acht Songs die titelgebenden psychischen „Trümmer“ vor dem Hörer ausbreitet und das fast durchgängig dunkler ist als das Stück<a href="https://www.youtube.com/watch?v=EVpvOpFbFDs"> &#8220;Then there came a time&#8221;</a>, das Forsyth vor einigen Jahren veröffentlicht hat.</p>
<p>Auf dem Titeltrack, der fast unhörbar beginnt, bevor einzelne verhallende Klaviertöne einsetzen, wird das Setting direkt zu Beginn klar: „The streets are filled with debris“ [...] like you lied to me&#8221;. Die Stimme ist – wie auch auf den anderen sieben Stücken – ganz klar im Zentrum. Forsyth singt: „the shadows have passed us by“. Ihr Vortrag erinnert auf diesem Stück etwas an Kim Gordon auf dem ersten Body/Head-Album. Im dazugehörigen<a href="https://www.youtube.com/watch?v=mjirtZ4gCPI"> Video </a>entsteigt sie dem Waldboden und streift als somnambule Wiedergängerin umher. &#8220;It&#8217;s Raining“ wird durchzogen von einem getragenen Cello. Das Stück ist ein Klagegesang &#8220;from an island they call home“. Von einer jüngst eingespielten BBC-Session kann man ein Video des spärlich interumentierten „Look to Yourself“ <a href="https://www.youtube.com/watch?v=cOs9DdoeOrw">online </a>sehen, wodurch das Physische von Forsyths Art des Vortrag(en)s noch einmal unterstrichen wird. Auf „Lost“ ist ihre Stimme kaum zu hören, sie flüstert, zuerst ohne jedwede instrumentale Begeleitung: „Is this what madness feels like?“ Später stellt sie fest: „All boundaries have been dissolved“. Im Hintergrund spielt ein Harmonium und es heißt: „We are lost“. Für dunkle Musik, die von einer Frau gemacht wird, muss man nicht fast<a href="https://www.pressreader.com/uk/mojo-uk/20200201/page/88"> refelxartig</a> Nico aus dem Hut<a href="https://www.loudandquiet.com/reviews/keeley-forsyth-debris/"> zaubern</a>. Wenn überhaupt, erinnert das beeindruckende von einem Harmonium dominierte „Butterfly“ an Christa Päffgen. „She built a house“, heißt es dort, &#8220;started at the roof“ und mit einem „garden of snakes to protect it“. Man fürchtet sich fast zu fragen wovor. Der Abschlusstrack „Start Again“ hebt sich leicht von den anderen ab: Die ersten Töne erinnern an The Cures „A Forest“ (das<a href="https://www.youtube.com/watch?v=8B4-I03LTcs"> Video</a> spielt bezeichnenderweise auch wieder im Wald), es setzt elektronisches Pulsieren ein und  wenn man so will, ist das das poppigste Stück des Albums, auch wenn hier die Bedrohung präsent ist: „ I waited for the lightning to strike“. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.theleaflabel.com/en/index.php">The Leaf Label</a></strong></p>
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		<title>JULIA KENT: Temporal</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jan 2019 04:11:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Julia Kent]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach ihrem 2015 erschienenen Album &#8220;Asperities&#8221; hat Cellistin Julia Kent mehr als zuvor Musik zu verschiedenen Theater- und Tanzprojekten komponiert und im Livekontext aufgeführt – eine Erfahrung, die sie mehr als alles andere mit der Zerbrechlichkeit physischer Existenz konfrontiert hat. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/01/19/julia-kent-temporal/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/12/jktemporal.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16911" title="jktemporal" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/12/jktemporal-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach ihrem 2015 erschienenen Album &#8220;Asperities&#8221; hat Cellistin Julia Kent mehr als zuvor Musik zu verschiedenen Theater- und Tanzprojekten komponiert und im Livekontext aufgeführt – eine Erfahrung, die sie mehr als alles andere mit der Zerbrechlichkeit physischer Existenz konfrontiert hat. Im Unterschied zu ihr selbst als Musikerin, die immer wieder mit Cello und<span id="more-16898"></span> technischem Equipment eine überpersönliche Einheit bildet, sind Schauspieler und v.a. Tänzer ganz auf den eigenen Körper als Instrument zurückgeworfen, nichts steht zwischen diesem Körper und den Gesetzen der Schwerkraft und der Zeit. Zwangsläufig mussten diese Eindrücke auch ihren Weg in die Tonspuren finden, die sie in der Zeit für verschiedene Performances herausgearbeitet hat, und so bilden sie einen wenn auch nur vage benennbaren roten Faden durch die sieben Stücke, die zu dem Album &#8220;Temporal&#8221; zusammengewachsen sind.</p>
<p>Der erste Track &#8220;Last Hour Story&#8221; geht ohne Umschweife ins Zentrum des Geschehens, stimmungsvolles Pizzicato öffnet die Tür für schnell ziehende Saiten, und schon ist man mitten in einem atmosphärischen, zwölfminütigen Track, in dem immer weitere Melodieschichten hinzukommen – Handlungsstränge, die Teil einer sich stets verändernden, nie festgeschriebenen Geschichte sind. Dramatisch-dunkle Striche beinahe wie Riffs, wehmütig in die Höhe ragende Melodiebögen, leise Passagen, in die akzentuierende Zupfer immer neue Wendepunkte einleiten, ein schwerer, erdender Schluss: In all dem erkennt man Julia Kent, die hier aber weit organischer als beim letzten Longplayer arbeitet, und – vielleich auch wegen der geringeren oder zumindest subtileren Nachbearbeitung – viel unmittelbarer auf die Emotionen abzielt, die bis zum tiefen, schlummernden Ausklang von &#8220;Crepusculo&#8221; in den unterschiedlichsten Facetten zum Ausdruck kommen.</p>
<p>Veränderlichkeit von einer unvorhersehbaren Art ist ein Merkmal, das sich in allen Stücken mehr oder weniger stark findet, und somit auch immer wieder die Brücke zum Titel schlägt, denn die unterschiedliche Zeiterfahrung durch nie gleichbleibendes Tempo, durch Wiederholungen und Brüche, sind allerorts spürbar. Unter den ziehenden Flächen, die im schon als Single erhältlichen &#8220;Imbalance&#8221; von leichten Takten durchzogen sind, ist eine versteckte Unruhe auszumachen, die nicht nur von den an Schere und Papier erinnerden Sounds herrührt – ein Eindruck, der sich bald bestätigt, denn irgendwann spitzt sich eine nervöse Hektik zu, die nur durch etwas, das ebenso eine Explosion wie eine Implosion sein könnte, ihrem rauschenden Ende zugeführt wird. Auch im Widerstreit zwischen den begehrlichen Pizzicatos und den traumhaften Klaviertupfern im fast poppigen &#8220;Floating City&#8221; und der lieblichen Melodik von &#8220;Through the Window&#8221; ist diese Unsicherheit zu spüren, ganz zu schweigen vom eher soundscapigen &#8220;Conditional Futures&#8221;, dem unstetigsten Track des ganzen Albums, bei dem das wabernde Cello in stets anderer Klangfärbung nach und nach den ganzen Raum ausfüllt, immer wieder aufgemischt von leisem Bimmeln und weiteren Spannungsmomenten.</p>
<p>Der ganze Kontext der Entstehung der Musik ist nicht nur stimmungsmäßig präsent, sondern von der Musikerin auch subtil in die Stücke eingewebt in Form von bis auf wenige Stellen fast zur Unkenntlichkeit verfremdeten Samples von Performances, meist von den Stimmen der Schauspieler, die den Stücken ein weiteres menschliches Element beigeben. Stimmen werden zu Textur, und ein weiteresmal verschwimmen die Grenzen zwischen den klanglichen Elementen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.theleaflabel.com/en/index.php">The Leaf</a></strong></p>
<p><iframe src="https://player.vimeo.com/video/300771099" frameborder="0" width="640" height="360"></iframe></p>
<p><a href="https://vimeo.com/300771099">Julia Kent &#8211; Imbalance (Official Video)</a> from <a href="https://vimeo.com/thesisproductions">THESIS</a> on <a href="https://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
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		<title>JULIA KENT: Character</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Mar 2013 00:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antony And The Johnsons]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Kent]]></category>
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		<category><![CDATA[Minimal Music]]></category>
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		<description><![CDATA[Man muss nicht gleich an etwas so Offensichtliches wie den Bildungsroman denken, wenn jemand das Leben mit einer literarischen Erzählung vergleicht. Jenseits kohärenter Geschichten mit all ihren Ausschmückungen und Auslassungen ist das menschliche Bewusstsein ein stets neu befeuerter narrativer Prozess, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/03/09/julia-kent-character/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/02/juliakentcharacter.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6183" title="juliakentcharacter" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/02/juliakentcharacter-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man muss nicht gleich an etwas so Offensichtliches wie den Bildungsroman denken, wenn jemand das Leben mit einer literarischen Erzählung vergleicht. Jenseits kohärenter Geschichten mit all ihren Ausschmückungen und Auslassungen ist das menschliche Bewusstsein ein stets neu befeuerter narrativer Prozess, voll von ineinander verschlungenen Fragmenten erzählender, beschreibender und kommentierender Art. Was daraus entsteht ist ein Selbstbild als work in progress. Die Seelenkunde trägt dem vielfältig Rechnung, und für manche Schulen der Psychoanalyse ist der sogenannte Neurotiker primär jemand, der eine unvorteilhafte Autobiografie entwirft und lernen sollte, an Stil, Modus und Motiven zu feilen.<span id="more-6182"></span></p>
<p>Natürlich fehlte es nie an Versuchen, sich solchen Fragen künstlerisch anzunähern. Bei den Meistern des literarischen stream of consciousness, die den Prozess so authentisch wie möglich imitieren wollten, geriet das Moment des Selbstentwurfes ins Hintertreffen, in der repetitiven Wortmühle Thomas Bernhards dagegen erlangte er vielleicht den größten Grad an Bewusstheit. Besonders reizvoll ist es, sich dem Thema ganz oder fast ganz ohne Sprache anzunähern. Die Cellistin Julia Kent unternimmt dies auf die musikalisch vielleicht naheliegendste Art, und muss ihren über die Jahr gewachsenen Stil dafür nicht einmal verbiegen, denn ihre Musik scheint für das Thema wie geschaffen. Schon auf ihren vorangegangenen Soloalben, die sie parallel zu ihrer Arbeit bei Antony And The Johnsons, Larsen und anderen eingespielt hat, treten musikalische Motive auf den Plan, fast schüchtern zum Teil, um sich durch wiederholtes Durchexerzieren ihrer selbst zu vergewissern. Doch wie ein bedeutsamer Gedanke, der sich festsetzt, weiterentwickelt und irgendwann in anderen Gedanken aufgeht, verschwindet eine Tonfolge Julias nicht einfach, sondern entwickelt in der Wiederholung eine hypnotische Evokativkraft und ändert ihren Charakter meist unbemerkt – und dies oft zeitgleich zu anderen Klangschichten, die sie kunstvoll und stimmig übereinander anordnet.</p>
<p>Es wäre falsch zu behaupten, Julia Kent würde sich erst auf den neuen Album „Character“ der menschlichen Gefühls- und Gedankenwelt zuwenden, denn auch „Delay“, eine Hommage an internationale Flughäfen, und „Green and Grey“, eine Reflexion über den Clash zwischen Natur und Kultur, handelten nur oberflächlich betrachtet von Äußerlichkeiten. Bei genaueren Hinhören sind sie stimmungsvolle Meditationen über das, was die in Titeln auftauchenden Orte und Dinge im Menschen auslösen. Was „Character“ davon unterscheidet, ist die direkte Hinwendung zum Ich, das sich selbst im Spiegelbild betrachtet. Vielleicht wirkt die Musik deshalb an manchen Stellen klarer und einheitlicher. Ein inhaltlicher Sprung und im Themenkontext auch eine qualitative Stärke manifestiert sich im ausgewogenen Verhältnis von Konzentration und Zerstreuung, was zuvor meist je nach Stück unterschiedlich gewichtet war.</p>
<p>In einem Album, das so entschieden der Narration gewidmet ist, darf Julias drittes Markenzeichen neben Celloklang und Looptechnik nicht fehlen: Gemeint sind die dezenten Feldaufnahmen und Soundsamples, welche die Struktur und Verlauf vorgebenden Wiederholungsfiguren mit konkreten, wenn auch nicht immer klar erkennbaren Motiven anreichern. Auf diesem Weg bekommt man kleine slices of life einer Person, die (noch stilvoll mit der Hand) schreibt, vielleicht raucht oder Kerzen anzündet und gelegentlich mit einem Glas Wein anstößt.</p>
<p>„Character“ verdient eine Menge lobender Worte, und welche man auch wählt, souverän, persönlich und schnörkellos sollten darunter vorkommen. Ich würde aber das gleiche von ihren früheren Alben sagen, und bin überhaupt der Ansicht, dass Julia Kent zu denen zählt, deren Werk man als Ganzes betrachten muss, in dem einzelne Wegmarken immer wieder aufeinander Bezug nehmen und vergangene Wege neu aufgreifen. Jeder, der für die Magie der Wiederholung empfänglich ist, versteht, dass dies keine Statik ist, sondern das Schrittweise Ausgestalten eines kunstvollen Mosaiks. Das neue Steinchen erschien am 05. März bei The Leaf Label. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.theleaflabel.com">The Leaf Label</a></strong></p>
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