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	<title>African Paper &#187; Twelve Thousand Days</title>
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		<title>TWELVE THOUSAND DAYS: They Have All Gone Into The World Of Light</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Sep 2024 04:23:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die englische Dark Folk-Band Twelve Thousand Days – unsere Leser wissen längst, dass sich dahinter die Musiker Alan Trench und Martyn Bates verstecken – ist ein scheinbar nie versiegender Quell an neuen musikalischen Ideen, und Gerüchten zufolge soll es stets &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/09/07/twelve-thousand-days-they-have-all-gone-into-the-world-of-light/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/theyhaveall.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42292" title="theyhaveall" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/theyhaveall-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die englische Dark Folk-Band Twelve Thousand Days – unsere Leser wissen längst, dass sich dahinter die Musiker Alan Trench und Martyn Bates verstecken – ist ein scheinbar nie versiegender Quell an neuen musikalischen Ideen, und Gerüchten zufolge soll es stets einen beachtlichen Fundus an schon angefangenen und zum Teil noch fragmentarisch gebliebenen Songs geben, die darauf warten irgendwann – wenn sich beispielsweise wie von <span id="more-42289"></span>Zauberhand ein leitmotivisches musikalisches oder lyrisches Thema abzuzeichnen beginnt – Teil eines kohärenten Albums zu werden.</p>
<p>Genauso lief es auch beim aktuellen Album &#8220;They Have All Gone Into This World Of Light&#8221; ab: Im Laufe der Zeit sammelten sich immer mehr Songs an, teils aus eigener Feder, aber auch neu arrangierte Songs anderer oder Traditionals, die um Themen von Tod und Vergänglichkeit kreisten und einen gewissen Memento Mori-Charakter aufwiesen. Als die beiden dann noch auf das Werk des aus Wales stammenden Metaphysical Poet Henry Vaughan stießen, dem dann auch der Albumtitel entlehnt wurde, zeichnete sich immer mehr die Struktur des nun vorliegenden Albums ab.</p>
<p>Eine nocturnale Dunkelheit, irgendwo im weitläufig labyrinthischen Grenzbereich psychedelischen Ambients und apokalyptisch eingefärbter Folkmusik, zeichnet sich gleich im ersten Stück &#8220;The Werwolf&#8221; ab, einem viel zu unbekannten Folksong der frühen 70er aus der Feder des amerikanischen Sängers Michael Hurley und zugleich der einzige Song, bei dem Alan Trenchs ungehobelte Stimme im Zentrum steht. Im Vergleich zum fast anheimelnden Original, einem dunkelbesinnlichen Walzer mit Gitarren und Violine, tendiert die 12000 Days-Version in eine nur leicht aber dennoch merklich abstrahiertere Richtung. Die Gitarren, deren metallischer Klang stellenweise fast an den Banjo erinnert, lässt Reminiszenzen an spanische und nordafrikanische Gitarren anklingen, wie man sie z.B. von Richard Bishop her kennt, und verselbstständigen sich immer wieder zu schwungvollen melodischen Ornamenten, während im Hintergrund die Violine zusammen mit einem kratzigen Sturm ein spannungsvolles Sirren erklingen lässt. &#8220;The Bitter Withy&#8221;, ein gnostisch angehauchtes englisches Traditional vermutlich aus dem 15 Jahrhundert, erzählt eine dramatische Geschichte aus dem Leben des kindlichen Jesus, wie sie im Kindheitsevangelium des Thomas überliefert ist, von dem auch der berühmte &#8220;Cherry Tree Carol&#8221; inspiriert war. Bates charakteristische Stimme, die weit ausladende Figuren auf die imaginäre Leinwand zeichnet, tritt zusammen mit einer traumverlorenen Querflöte in einen markanten Kontrast mit dem fast trocken klingenden, krautigen Klang eines Hackbretts.</p>
<p>Dieses spröde Moment, das normalerweise eher ein Markenzeichen von Trenchs anderem, vielleicht spontanerem Projekt Tempel Music ist, findet sich hier in einigen der Stücke wieder, so in &#8220;I&#8217;m not the stranger&#8221;, das – nicht primär wegen des Zusammenspiels von elektrischen und  akustischen Gitarren – viel von einem aufs Wesentliche reduzierten Rocksong hat mit einem bluesig angehauchten Takt, der mit Bates&#8217; impressionistischer Stimmarbeit wunderbare Kontraste eingeht. Auch genannt werden kann hier &#8220;My golden bird the sun&#8221;, dessen akustisches Fingerspiel auch ein bisschen spröde wirkt, und gerade von dem fast schon noisig elektrifizierten Auftakt, der als stabile Grundlage während des Stücks bestehen bleibt, noch unterstützt wird. Vor diesem Hintergrund und der kratzigen E-Gitarre, die sich gelegentlich zu Wort meldet, wirkt Bates sanfte Stimme hier fast etwas aufgescheucht.</p>
<p>Ganz anders, viel offener emotional, gestalten sich Songs wie das sanfte T.Rex-Cover &#8220;Evenings of Damask&#8221;, aus dessen Sixtiessound ein a capella eingeleitetes, bimmelnd rituelles Interludium wird, oder das auf die Sagenwelt Lincolnshires verweisende &#8220;Five and six and seven&#8221;, zu dessen Folksound mit Gitarre und Akkordeon noch eine erdende Orgel hinzukommt. Ein Höhepunkt an melancholischer Wehmut ist der auf den besagten Dichter zurückgehende Titeltrack, der sich aus einem gebündelten Ambientstrahl erhebt, in dessen himmelhohe Töne bald Dunkles hineinbricht.</p>
<p>In den finalen Minuten des Albums, in der wieder rockig angehauchten Grummeligkeit von &#8220;Your beauty&#8221; und mehr noch in dem heiteren &#8220;The Green Wood&#8221;, kommt wieder mehr Bewegung ins Bild. Das Album endet mit griechischen Instrumenten und einer rasseligen Feier der Welt des Pan, wie um zu demonstrieren, dass das Sterben nicht das einzige ist, auf das man vorbereitet sein sollte. Übrigens haben die Spatzen von den Dächern gepfiffen, dass &#8220;They Have All Gone Into This World Of Light&#8221; bereits den Embryo eines neuen Temple Music-Albums oder zumindest eines Teils davon enthält. Mehr dazu natürlich, wenn alles spruchreif ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Final Muzik</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_240825_181433_224.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3475248584/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Orange Ice &amp; Wax Crayons: Compilation von Eyeless In Gaza digital erhältlich</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Nov 2023 05:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die im Kern aus Martyn Bates und Peter Becker bestehenden und nach dem geblendeten Samson benannten Eyeless in Gaza haben ihre frühe Compilation &#8220;Orange Ice &#38; Wax Crayons&#8221; erstmals digital wiederveröffentlicht. Die 1991 für das polnische Cat Sun-Label zusammengestellte und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/11/04/orange-ice-wax-crayons-compilation-von-eyeless-in-gaza-digital-erhaltlich/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die im Kern aus Martyn Bates und Peter Becker bestehenden und nach dem geblendeten Samson benannten Eyeless in Gaza haben ihre frühe Compilation &#8220;Orange Ice &amp; Wax Crayons&#8221; erstmals digital wiederveröffentlicht. Die 1991 für das polnische Cat Sun-Label zusammengestellte und ein Jahr darauf bei Martin Pattons Document Records etwas breiter vertriebene Sammlung enthält drei Handvoll Songs aus der ersten Hälfte der 80er, die damals noch auf keinem weiteren Tonträger erhältlich waren. Dem Compilation-Charakter geschuldet ist sicher auch das stark<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/11/R-1458558-1221257650.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-38208" title="R-1458558-1221257650" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/11/R-1458558-1221257650.jpg" alt="" width="400" height="403" /></a><span id="more-38207"></span></p>
<p>durchmischte Stilpanorama, bei dem Bates&#8217; ornamentaler und nicht selten weltentrückt anmutender Gesang und die traumhafte Atmosphäre der Tracks immer wieder andere musikalische Gewandungen &#8211; von synthiedominierten Wavestücken über basslastigen Postpunk bis hin zu experimentierfreudigen Kompositionen und ersten Ansätzen der später so wichtigen folkigen Tendenzen &#8211; anlegen. Verstärkt wird diese Qualität durch einzelne Gastbeiträge und den gelegentlich zu hörenden Gesang 8Elisabeth S. Auf diese Weise gibt die Compilation auch einen guten Einblick in die Bandbreite der ersten Abschnitte der Bandkarriere. &#8220;Orange Ice &amp; Wax Crayons&#8221; ist über die Plattformen der Band erhältlich.<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_231103_085835_349.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1732789202/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TWELVE THOUSAND DAYS: The Boatman On The Downs</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Apr 2023 05:46:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der griechischen Mythologie ist Charon der Seelenführer, der als Fährmann der Unterwelt die Seelen derer, denen Bestattungsriten gegeben wurden, über die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten, die Flüsse Acheron und Styx geleitet. Als Symbol für &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/04/01/twelve-thousand-days-the-boatman-on-the-downs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/theboatmaninthedowns.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-34813" title="theboatmaninthedowns" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/theboatmaninthedowns-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In der griechischen Mythologie ist Charon der Seelenführer, der als Fährmann der Unterwelt die Seelen derer, denen Bestattungsriten gegeben wurden, über die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten, die Flüsse Acheron und Styx geleitet. Als Symbol für den Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Dimensionen, mögen sie räumlich, zeitlich oder anders geartet sein, hat der Fährmann bis heute überlebt, und er prägt auch ganz wesentlich die Symbolik auf dem <span id="more-34805"></span>neuen Album von Twelve Thousand Days.</p>
<p>Auf &#8220;The Boatman On The Downs&#8221;, das geografisch auf ein Marschland im Süden Englands referiert, inszenieren Martyn Bates und Alan Trench eine geheimnisvolle, initiatisch wirkende Reise durch die Nacht, bei der einem bei dunklen Folkklängen Gefühle des Begehrens, aber auch der Trauer und das besondere Lebensgefühl am Übergang vom Frühling zum Sommer auf eine ganz ungewohnte Weise bewusst werden.</p>
<p>Mit &#8220;Comely&#8221; startet das Album in einer verzaubert märchenhaften Abendstunde und lässt Bates mit mit seiner unverkennbar feierlichen Stimme vor einer glitzernden Ambientkulisse etwas Geliebtes beschwören und damit zugleich den Frühling mit all seinen Düften. Tiefer in der Nacht spielt die Handlung von &#8220;A Frankish Casket&#8221;, das in einer von Efeu umrankten und nach Weihrauch duftenden Szenerie, in der die Eule schreit und eine Orgel für Feierlichkeit sorgt, die Geschichte von Wieland dem Schmied und dem bleichen Gott zum neuen Leben erweckt.</p>
<p>Dominierten in den ersten Tracks eher leicht angefolkte Ambientklänge, setzen die für Twelve Thousand Days typischen Akustikgitarren in dem bekannten irischen Folksong &#8220;Arthur McBride&#8221; ein. Das zunächst ebenfalls mit einem erwartungsvoll spannenden Dröhnen beginnende Stück beschreibt einen angstgeplagten Fiebertraum, in welchem die beklemmende Furcht vor diffusen Gefahren Regie führt. Im Hintergrund rumort es bedrohlich, Gerumpel und Trenchs typische E-Gitarre verschlucken die Stimme fast und geben dem Song etwas zerfleddertes. &#8220;Tale from a Silver City&#8221;, das auf einem Text von John Masefield basiert, findet ebenfalls in einer somnambulen Traumrealität statt, doch die von pastoralem Gitarrenpicking und einem gelegentlichen Glöckchenanschlag begleitete Geschichte einer Heiligen Stadt hat diesmal etwas hell kristallines. Doch die vermeintlich heile Welt täuscht hier, denn auch dieser Song entpuppt sich im weiteren Verlauf als Diskurs über die Vergänglichkeit, und das ganze Leben am Ende als die Geschichte eines Reisenden in einem Traum.</p>
<p>Eine wahre Sinnenfeier ist &#8220;The Summer Tree&#8221;, von dessen Entwurf Bates wohl anfangs gar nicht so begeistert war, doch Trench bestand darauf diesen Song mit auf das Album zu nehmen und lud sogar den griechischen Kontrabassisten Petros Lampridis mit ins Studio. Hier riecht man geradezu den harzig-verrauchten Duft von Birkenteer, wenn man wie mit einer Drohnenkamerafahrt durch die nächtlichen Downs fährt und die von anfangs pastoralen, später energischen Akustikgitarren und dem erdenden Bass begleitete Geschichte hört, die nur wenig mehr als ein impressionistisches Stillleben ist. Der leicht experimentelle Grundton, der sich schon länger dezent andeutet, entfaltet sich vollends in dem von unerhörten Wundern kündenden &#8220;The Emerald Tablet&#8221;: dieses Stück, das auch auf ein Temple Music-Album gepasst hätte, klingt wie nach links gedreht mit seinen verdrehten Stimmen und seinen im Hintergrund tobenden Gitarren und anderen klingelnden Objekten.</p>
<p>Die dunkelsten Momente ereignen sich wie so oft in den Abschnitten kurz vor dem Licht am Ende des Tunnels. &#8220;Under What Scars&#8221; ist die melodisch rauschende, kratzende und dröhnende Hommage an einen verstorbenen Freund und hat trotz der einfachen, fast spröden Gitarrenarbeit etwas feierliches, das auch zu einem Weihnachtslied gepasst hätte. Dann &#8220;The Boatman&#8221;: So spannend und endzeitlich ist kein Moment dieses Albums, auch wenn sich die dunklen Motive, bei denen sich Lieblichkeit und düsteres Rauschen und Rumpeln die Hand geben, in der einen oder anderen Art durch das Album ziehen. Etwas, dass an eine Jahrmarktsorgel erinnert und schreiende Möven beenden diesen Song. Dann ist Zeit für die morgendliche Sonne und das Licht des Frühlings, für das auf einem aus Lesbos stammenden A Capella-Song basierende &#8220;As the Sun&#8221;, in dessen mediterranes Setting ganz geschickt das Kinderlied &#8220;Early One Morning&#8221; verwoben ist &#8211; und letztlich für die erwachenden &#8220;Brides of May&#8221;, die diesmal von Alans Gesang in einem idyllischen Tableau beschworen werden, dessen entspannte Euphorie durch das unaufgeräumte Instrumentenspiel genau den richtigen Grad an Tiefe erlangt und auch beim harmonischen Schluss nicht in die Falle des nur noch Schönen tappt.</p>
<p>&#8220;The Boatman on the Downs&#8221; ist ein Album mit doppeltem Boden: Es enthält einige Stücke, die als Ideen oder manchmal auch Entwürfe schon eine Weile in den Schubladen von Bates und Trench lagen und klingt doch vergleichsweise wie aus einem Guss. In seiner Bildlichkeit der Schwelle und des nächtlich unternommenen Transits in eine morbide Unterwelt stellt es düsteres in Aussicht, das durchaus nicht auf sich warten lässt. Trotzdem ist die frühlingshafte Sinnlichkeit ebenso greifbar. Eindeutig ist, dass es die beinahe perfekte Platte für die aktuelle Jahreszeit ist.</p>
<p><strong>Label: Final Muzik</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230331_082017_669.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1692444285/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Summer, Cat’s Cradle: Drittes Album von Kodax Strophes</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2022 04:55:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Martyn Bates bringt mit &#8220;Summer, Cat’s Cradle&#8221; das dritte Album seines Eyeless In Gaza-Nachfolgeprojektes Kodax Strophes heraus. Es entstand solo mit dem Einsatz von Stimme, elektrischer Gitarre, Becken, Kybd, Percussion, Tapes und Radio. Der Musiker nennt im Begleittext eine Art &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/12/23/summer-cat%e2%80%99s-cradle-drittes-album-von-kodax-strophes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martyn Bates bringt mit &#8220;Summer, Cat’s Cradle&#8221; das dritte Album seines Eyeless In Gaza-Nachfolgeprojektes Kodax Strophes heraus. Es entstand solo mit dem Einsatz von Stimme, elektrischer Gitarre, Becken, Kybd, Percussion, Tapes und Radio. Der Musiker nennt im Begleittext eine Art katharticher Intention als Grundmovens für die Entstehung des Albums: &#8220;I’ve been feeling kinda disconnected lately, due to lots of personal reasons that it isn’t really the time or place to go into – &amp; so, when I got to the studio I found that I wanted to reflect that feeling – make something positive, cathartic. I wanted to capture it all by making something painterly/splashy – aleatoric, riddled with chance: improvisational, with the occasional found sound – &amp; yet still full with plenty of lyrical/pastoral SONG, for all that. Music &amp; Words &amp; Sound for emptying dreams to: music to free-associate by&#8221;. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/kodaxstrophes.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32861" title="kodaxstrophes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/kodaxstrophes.jpg" alt="" width="1133" height="1200" /></a><span id="more-32860"></span></p>
<p>Die Vielgestaltigkeit des Resultats kam auch für Bates eher überraschend: &#8220;Turned out to feel pretty psychedelic, pretty damn folk-punky, overall. Also, to my surprise all this music, and all these melodies, they came out a lot ‘richer’, the whole thing presenting itself as quite the expressive/romantic animal throughout&#8221;. Die Diskrepanzen zwischen der inneren und der äußeren Welt sind ein wesentlichen Thema, das sich auch in den Texten der Songs niederschlägt. &#8220;Listening back, I can also see that both music &amp; lyrics could well be said to be about the will, the actualizing of events &amp; energies. It would seem to be all about FOCUS/fixing the picture, making good the reality: leaning to know/learning to become conversant with &amp; learn something essential about the self&#8221;.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=1750104652/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Auch zusammenfassend äußert er seine eigene Überraschung: &#8220;Altogether I have to say &#8211; this music is a hell of a lot gentler than I imagined it be when I was writing &amp; recording the thing. Yes, that’s it: this is an album offering SONGS &amp; SOUNDS of unashamedly LOW-FI, INDUSTRIAL-PSYCHEDELIC SOUNDSCAPING – with a whole other thing happening as well&#8221;. Es erscheint am 6. Januar auf CD und im Download bin Hive-Arc Recordings.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/PVBaR7Ud4jE" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>TEMPLE MUSIC: Primitive Mercenaries</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2022 00:34:40 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wahrscheinlich sind die beiden Betreiber von Temple Music so weit von jeder Diskussion über wiedererkennbare Stile oder gar Genrezugehörigkeiten entfernt, dass sie über jegliche Verwunderung über ihre stilistische Wechselhaftigkeit nur ebenfalls mit Verwunderung reagieren würden. In der Vergangenheit haben Alan &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/12/17/temple-music-primitive-mercenaries-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/tmpm.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-32754" title="tmpm" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/tmpm-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wahrscheinlich sind die beiden Betreiber von Temple Music so weit von jeder Diskussion über wiedererkennbare Stile oder gar Genrezugehörigkeiten entfernt, dass sie über jegliche Verwunderung über ihre stilistische Wechselhaftigkeit nur ebenfalls mit Verwunderung reagieren würden. <span id="more-32750"></span></p>
<p>In der Vergangenheit haben Alan Trench und Steve Robinson immer wieder spontane Wandlungen vollzogen, brachten <a href="http://africanpaper.com/2018/02/17/temple-music-further-faster-closer-slower/">deftige Space Rock-Alben</a> heraus, <a href="http://africanpaper.com/2011/12/24/temple-music-soon-you-will-all-die-and-your-lives-will-have-been-as-nothing/">Werke von beinahe hörspielartiger Abstraktion</a>, <a href="http://africanpaper.com/2019/02/02/temple-music-%ce%b5%cf%80%ce%bf%cf%87%ce%ad%cf%82-vol-li/">rituelle Dröhnung</a>, <a href="http://africanpaper.com/2012/05/05/temple-music-children-of-the-sun/">rumpeligen Postpunk</a> und verdrehte <a href="http://africanpaper.com/2022/02/26/temple-music-the-cockatrice-and-the-storm-cock/">Psychedelic-Alben</a>, die vielleicht am ehesten zwischen all diesen Extremen verortbar sind. Dass einem mit der Zeit auch Verbindendes auffällt, seien es ein immer wieder rituell-esoterischer Schwerpunkt, eine mal deutlichere, mal weniger manifeste folkige Schlagseite oder letztlich Alans unverkennbare, auch von <a href="http://africanpaper.com/tag/orchis/">Orchis</a> und anderen Projekten her bekannte elektrifizierte Gitarrensounds, steht freilich auf einem anderen Blatt.</p>
<p>All diese Wechselseitigkeit verdankt sich sicher auch den vielfachen Interessen der beiden, was man besonders an den Hintergründen des bereits vor einigen Monaten herausgekommen und nach wie vor aktuellen Albums &#8220;Primitive Mercenaries&#8221; sehen kann. Hier waren laut eigener Angabe weibliche Rembetika-Sängerinnen aus Alans griechischer Wahlheimat, die Ideen des Vortizismus und ein Gemälde des diesem einmal nachegestandenden Duncan Grant sowie Robinsons ebenfalls vortizistisch inspirierter Lieblingsplatte &#8220;Hex Enduction Hour&#8221; von The Fall einflussgebend &#8211; ein für Uneingeweihte wahrscheinlich eher diffuser Mix, der aber zumindest durch eine kämpferische Protesthaltung verbunden ist.</p>
<p>Recht diffus und offen wirkt auch der Auftakt des Openers &#8220;Politissa&#8221;, in dessen dumpf-verrauschter Textur Gitarren und eine säuselnde Frauenstimme zu hören sind. Bei dieser handelt es sich vermutlich um ein Sample der <a href="https://www.youtube.com/channel/UC_fsZHh3QaUaRYWcs4NL3Vg">titelgebenden Sängerin</a>, die im Athen der zwanziger und dreißiger Jahre als Protestsängerin berühmt war und bürgerlich Marika Frantzeskopoulou hieß. In diesem Track passiert einiges, das man zunächst nur verschwommen wahrnimmt, doch irgendwann scheint sich eine Tür zu einem Raum zu öffnen, in dem man klarer sieht: Lautes, beschwörendes Geflüster erscheint auf der Bildfläche und eine ekstatische Perkussion. Der Track gibt sich mehr und mehr kraftvoll und tageslichttauglich, und bleibt doch so unkalkulierbar wie zu Beginn.</p>
<p>Im Verlauf des Albums setzt sich eine mitunter einfach gestrickte akustische &#8220;Folk&#8221;-Struktur durch. In &#8220;Yellow Eye&#8221; interagiert eine sanfte Akustikgitarre mit einem strömenden Harmonium, einer trillenden Flöte und der typisch langgezogenen E-Gitarre Alan Trenchs. Die Entrücktheit, die hier entsteht, lässt immer auch Raum für Chaos und Entgrenzung. Alans kräftiger Gesang, der in vielen seiner Releases eher im Hintergrund bleibt, verwandelt das anfangs eher rituelle und leicht asiatisch angehauchte &#8220;Bitter Bud&#8221; mit seinen filigranen Metallsounds in eine Art soliden Neofolksong – das wäre ähnlich wie der ausladende Titelsong eine Art proglastiger Dark Folk mit verrauschten Sounds, der in den späten 80ern vielleicht ein paar räudigere Pfade eingeschlagen und somit eine etwas sprödere, unverkitschtere Richtung durchgesetzt hätte.</p>
<p>Natürlich ist die Musik viel zu unberechenbar für solche klaren stilistischen Strukturen, und der Song &#8220;Nets&#8221; bringt all diese Überlegungen endgültig an ihre Grenzen &#8211; mit rauen Noiserockgitarren, die sich über das freundliche Picking layern und hektischen Beats aus der Asservatenkammer eines hybriden Crossovers. Alans vom Wind herangewehter Gesang bleibt in seiner melancholisch eingefärbten Space Rock-Attitüde von all dem unberührt. Noch mehr aufgelöst in Winden hoch am Firmament ist das abschließende &#8220;Dialogue in a Harem&#8221;, das all die melodischen und rhythmischen Strukturen des Albums, seine revoltierenden Stimmungen und seinen Hauch von Mystizismus in ein großes, mehrfarbiges Dröhnen auflöst, in welchem auch die Stimme einer weiteren klassischen Rembetissa - Kyria Koula &#8211; zu hören ist.</p>
<p>&#8220;Primitive Mercenaries&#8221; ist ein Album, das auf verschiedenen Ebenen rezipiert werden kann. Es ist reich an historischen Bezügen, die weit über das rein Musikalische hinausgehen. Dass die meisten dieser Referenzen aber eher andeutungshaft in der Luft hängen und für viele wahrscheinlich nur vage erkennbar sind, tut dem ganzen keinen Abbruch, denn die Songs funktionieren alle auch aufgrund ihrer unmittelbaren Attraktivität. Zudem zeigt &#8220;Primitive Mercenaries&#8221; erneut, dass man bei Temple Music immer wieder auf Überraschungen gespannt sein darf. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4134965055/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Dance of Hours: Digitale Reissue von Martyn Bates&#8217; Minialbum</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2022 05:14:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Elisabeth S.]]></category>
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		<description><![CDATA[Gut 21 Jahre nach der Erstveröffenlichung auf CD bei NDN Records bringt Martyn Bates sein Minialbum &#8220;Dance of Hours&#8221; digital neu heraus &#8211; Minialbum steht hier für eine knappe halbe Stunde Musik, die manch einer noch versuchen würde, als Longplayer &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/11/07/dance-of-hours-digitale-reissue-von-martyn-bates-minialbum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut 21 Jahre nach der Erstveröffenlichung auf CD bei NDN Records bringt Martyn Bates sein Minialbum &#8220;Dance of Hours&#8221; digital neu heraus &#8211; Minialbum steht hier für eine knappe halbe Stunde Musik, die manch einer noch versuchen würde, als Longplayer durchgehen zu lassen. &#8220;Dance of Hours&#8221; war der dritte Teil einer primär auf Bates&#8217; charismatischem Stimmeinsatz fokussierten und fast im Alleingang aufgenommenen Reihe, die 1982 mit &#8220;Letters Written&#8221; (Cherry Red) begann und 1995 mit &#8220;Mystery Seas&#8221; (Ambivalent Scale/World Serpent) fortgesetzt wurde. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/danceofhours.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32127" title="danceofhours" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/danceofhours.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-32126"></span></p>
<p>Die acht Stücke, zu denen ein beinahe a capella intonierten Intro und ein Reprise zählen, basieren auf eigens eingespielten Piano-, Orgel- und Bassparts und dem Einsatz einer hawaiianischen Gitarre und offenbaren auch in ihren monumentaleren Momenten stets Spuren des Folk, Tony Dale zog in seiner Besprechung in Ptolomaic Terrascope Vergleiche zu überwiegend weiblichen Acts der vorausgegangenen Generation: Martin Carthy, June Tabor, Anne Briggs, Shirley Collins. Weitere Spuren hinterlassen seine langjährige Gefährtin Elisabeth S., die auf zwei Stücken zusätzliche Vocals beisteuert, sein Weggefährte aus Eyeless in Gaza-Zeiten Peter Becker, der im Studio zur Hand war, sowie James Joyce, aus dessen Lyrik zitiert wird. Ganz im Zentrum allerdings steht Bates&#8217; aufwühlend deklamatorischer Gesang, der in diesen Songs wie so oft bereits nach wenigen Versen die volle Aufmerksamkeit der Hörer auf sich zieht. Das Album ist über Bandcamp erhältlich.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2234132990/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>The Devil In The Grain: Digitales Rerelease des zweiten Twelve Thousand Days-Albums</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Nov 2022 03:14:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Trisol]]></category>
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		<description><![CDATA[Martyn Bates und Alan Trench bringen das Zweitwerk ihres Dark Folk-Duos Twelve Thousand Days erstmals digital über Bandcamp heraus. Das zehn Songs umfassende &#8220;The Devil In The Grain&#8221;, an dem Orchis-Sängerin Tracy Jeffery an einem Stück mitwirkte, erschien 2001 auf &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/11/05/the-devil-in-the-grain-digitales-rerelease-des-zweiten-twelve-thousand-days-albums/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martyn Bates und Alan Trench bringen das Zweitwerk ihres Dark Folk-Duos Twelve Thousand Days erstmals digital über Bandcamp heraus. Das zehn Songs umfassende &#8220;The Devil In The Grain&#8221;, an dem Orchis-Sängerin Tracy Jeffery an einem Stück mitwirkte, erschien 2001 auf CD beim Trisol-Sublabel Iceflower.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/fotor_1667617770777.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32100" title="fotor_1667617770777" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/fotor_1667617770777.jpg" alt="" width="717" height="710" /></a><span id="more-32099"></span></p>
<p>Besprechungen, unterirdischster Art allerdings, gab es im deutschsprachigen Raum interessanterweise v.a. im Metalbereich, wo u.a. stand, Bates&#8217; Gesang klänge wie jeder andere beliebige Sänger &#8211; und weitere Unbegründbarkeiten, bei denen den Experten nicht klar zu sein schien, dass sie sich auf ungewohnten Terrain befanden (bei Interesse bitte selbst recherchieren). Ab &#8220;The Devil In The Grain&#8221; war klar, dass Twelve Thousand Days kein kurzlebiges Seitenprojekt sein sollten, sondern dabei waren, sich als feste Band zu etablieren. Ihr neues Album &#8220;The Boatman on the Downs&#8221; wird in den nächsten Wochen erscheinen. <!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_221105_041107_481.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=666629144/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2186417578/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=666629144/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2101455657/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>From the Walled Garden: Reissue von Twelve Thousand Days</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2022 03:11:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Martyn Bates]]></category>
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		<description><![CDATA[Martyn Bates macht &#8220;From the Walled Garden&#8221;, das zweite Album seines mit Alan Trench betriebenen Duos Twelve Thousand Days, das 2006 auf Shining Day erschien, über Bandcamp digital zugänglich. Die LP gilt heute als klassisches Werk, das den Stil des &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/08/08/from-the-walled-garden-reissue-von-twelve-thousand-days/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martyn Bates macht &#8220;From the Walled Garden&#8221;, das zweite Album seines mit Alan Trench betriebenen Duos Twelve Thousand Days, das 2006 auf Shining Day erschien, über Bandcamp digital zugänglich. Die LP gilt heute als klassisches Werk, das den Stil des Duos &#8211; auf diesen Seiten war von einem &#8220;ornamentalen, verwunschen wirkenden und trotz aller traditionellen Referenzen experimentierfreudigen Dark Folk&#8221; und von der strahlenden Kopfstimme des Sängers die Rede &#8211; beinahe in Reinkultur verkörpert.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/08/fromthewalledgarden.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-30808" title="fromthewalledgarden" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/08/fromthewalledgarden.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><br />
<span id="more-30798"></span>Obwohl man (nicht nur damals) das Echo anderer Gruppen der beiden Musiker (spätere Eyeless in Gaza, Orchis) problemlos heraushören konnte, ist Twelve Thousand Days doch immer mehr als die summe seiner Teile, was nur partiellan der Mitwirkung von Gastmusikern wie Stephen Robinson (The Beloved, Temple Music) liegt. Gleichwohl die Musik auf &#8220;From the Walled Garden&#8221; stark in der Tradition englischer Musik steht und es auch in denteilweise traditionellen Songs immer wieder um so etwas wie den Spirit of Albion geht, verwenden die beiden neben verschiedenen Gitarren und anderen Saiteninstrumenten, Tin Whistle, Dulcimer,Percussion und Elektronik auch außereuropäisches wie Tibeten Bells, Kalimba und Moseño-Flöte.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=676763440/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TWELVE THOUSAND DAYS: The Birds Sing As Bells</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/01/15/twelve-thousand-days-the-birds-sing-as-bells/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Jan 2022 07:23:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bedenkt man, wieviel Zeit und Energie Martyn Bates und Alan Trench allein in den vergangenen Jahren in ihre zahlreichen Projekte (siehe Tags am Ende der Besprechung) investiert haben, wundert es, dass sie immer noch in relativ kurzen Intervallen längere Aufnahmen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/01/15/twelve-thousand-days-the-birds-sing-as-bells/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/thebirdssingasbells.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28208" title="thebirdssingasbells" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/thebirdssingasbells-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bedenkt man, wieviel Zeit und Energie Martyn Bates und Alan Trench allein in den vergangenen Jahren in ihre zahlreichen Projekte (siehe Tags am Ende der Besprechung) investiert haben, wundert es, dass sie immer noch in relativ kurzen Intervallen längere Aufnahmen ihres Duos Twelve Thousand Days zustande bekommen. &#8220;The Birds Sing As Bells&#8221; ist ihr neuester, aber auch älteres Material enthaltender Streich und enthält <span id="more-28206"></span>alle Komponenten, die für den ornamentalen, verwunschen wirkenden und trotz aller traditionellen Referenzen experimentierfreudigen Dark Folk des Duos typisch sind.</p>
<p>Was zu Beginn wie ein stoisch gestimmter Vorspann heraufdämmert, ist die traditionelle schottische Murder Ballad &#8220;The Cruel Brother&#8221;, die die Geschichte eines tödlich endenden Familienzwistes erzählt &#8211; wobei sie genau genommen erst mit den Auswirkungen eines Fluchs endet. Vor einer Kulisse hypnotisierender Gitarren beschwört Bates&#8217; strahlende Kopfstimme den grausamen Stoff als fast biblisch anmutendes Narrativ und lässt die Ornamente seines sanft exaltierten Gesangs wie die Gesten einer Pantomime ihre Akzente setzen.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2691268399/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=752726618/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Rückgriffe auf Vergangenes bilden einen zentralen Schwerpunkt des Albums, und nicht immer muss es sich dabei um Traditionals handeln. &#8220;The Fair Of St. Botolph&#8221; beschwört mit seinem galoppierenden Strumming und der von einer Winböe durch den Raum gewehten Stimme die besseren Tage der englischen Kleinstadt Boston und ihres legendären Hawk Fair. Der aufgeweckte Esprit im Zusammenhang mit der surrealen Entrücktheit gibt dem Song eine besondere Exzentrik und macht ihn zu einem Höhepunkt des Albums. Das im Duett gesungene &#8220;Taile Of A Charme&#8221; huldigt einer archaischen Volksmagie und klingt wie aus einem geheimnisvollen Fantasieland herübergeweht, und am Ende fragt man sich, ob die märchenhafte Stimmung lediglich einem Traum entsprungen sind.</p>
<p>Ähnliches gilt für urige, von entrückten Flöten begleitete Folksongs wie &#8220;The Hare&#8221; und natürlich für &#8220;Two Ravens&#8221;, ein schottisches, auch unter dem Titel &#8220;Twa Corbies&#8221; bekanntes Traditional, bei dem die Erkenntnis, dass des einen Tod des anderen Brot ist, in eine derbe Fabel transponiert wird. Die seltsame, &#8220;weirde&#8221; Fremdheit in solchen Songs trägt viel zum nicht-nur-schönen, z.T. avantgardistisch anmutenden Unterton von Twelve Thousand Days bei, hier findet diese sich weniger im Duett der hellen und dunklen Stimmen wieder, sondern im wahnhaft trillernden Spiel der Flöte.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2691268399/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=1304782220/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Es finden sich aber auch getragenere Momente auf &#8220;The Birds Sing As Bells&#8221;, ansatzweise in dem auf Ben Jonson referierenden, ihn aber nicht zitierenden &#8220;Drink, Drink To Me, Only With Thine Eye&#8221;, in dem zaghaft um ein Glas Wasser geschmachtet wird, und nicht zuletzt in der abschließenden &#8220;Winter Suite&#8221;, in der das Land, in dem die Vögel wie Glocken singen, in einem epischen Gegenzoom in ein die Unwirklichkeit verschwindet.</p>
<p>Twelve Thousand Days müssen keine klar definierten Konzeptalben produzieren um ein musikalisches Statement zu setzen. Ihre Musik selbst ist Statement genug, ein vielleicht diffuses, doch wem auffällt, wie oft Begriffe wie ornamental, verweht, entrückt und andere in (nicht nur) dieser Besprechung fallen, kann sich darunter schon etwas ausreichendes vorstellen.</p>
<p><strong>Label: Final Muzik<br />
</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2691268399/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ELIZABETH S.: Gather Love</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/11/20/elizabeth-s-gather-love/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Nov 2021 05:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum Elizabeth S., langjährige Mitwirkende bei der Band Eyeless in Gaza, erst nach Jahrzehnten ein Album im Alleingang produziert hat, ist nicht weiter bekannt. Schon die ersten beiden Tracks ihres vor kurzem erschienenen Debüts &#8220;Gather Love&#8221; geben jedoch bereits eine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/11/20/elizabeth-s-gather-love/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/gg384_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-27782" title="DIGIPACK3-1 druk 305D4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/gg384_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Warum Elizabeth S., langjährige Mitwirkende bei der Band Eyeless in Gaza, erst nach Jahrzehnten ein Album im Alleingang produziert hat, ist nicht weiter bekannt. Schon die ersten beiden Tracks ihres vor kurzem erschienenen Debüts &#8220;Gather Love&#8221; geben jedoch bereits eine Vorstellung von der enorm aufwühlenden Emotionalität, die sich in<span id="more-27781"></span> unterschiedlichen Facetten durch das ganze Werk zieht. Ein solches Album braucht nicht nur eine Weile, um fertig gestellt zu werden, sondern noch mehr Zeit, um überhaupt als Idee heranzureifen.</p>
<p>Ein solches Album ist, so will es die Redensart, keine leichte Geburt, und so beginnt &#8220;Gather Love&#8221; wie ein Donnerschlag mit dem heftigen &#8220;Misborn&#8221;, bei dem die Sängerin inmitten einer lärmenden Karambolage aus Drums, Noiserockgitarren und anderen Instrumenten beschwörende Verse anstimmt, während kleine Melodiefragmente auch hier bereits die Sanftheit ahnen lassen, die im weiteren Verlauf immer deutlicher in den Vordergrund treten wird. Alles dreht sich um den titelgebenden Begriff, und es scheint, als wollten Gesang und Lärm durch eine unsichtbare Wand dringen. Hinter der verbirgt sich vielleicht die gelöste, sehnsuchtsvolle Trauer, in die das darauffolgende &#8220;Will Your Love&#8221; getaucht ist &#8211; dieser vielleicht eingängigste Song des Albums, dessen eindringliches Gitarrenspiel und feuriger Gesang die Energie des Folkrevivals der 70er channelt, stellt die Frage nach einer Liebe, die den Tod überdauert. Alles in diesem Stück scheint dem Schmerz abgerungen und ist dabei frei von jeder lieblichen Romantik.</p>
<p>Die zwölf Stücke, in denen die oftmals verschwimmenden Klänge von Gitarre, Piano, Melodica, dezenter Elektronik und Streichern den Sound prägen, drehen sich immer wieder um Themen des Verlusts und des Vermissens und strahlen dabei eine große Zärtlichkeit aus, die mehr als alles andere die Wertschätzung des Verlorenen deutlich macht. Der Journalist Lee Henderson, der einiges über die persönlichen Hintergründe des Albums weiß, erwähnt den Bezug einiger der Songs auf die Familie der Sängerin. So enthält das verweht dröhnende &#8220;The Carter Girl&#8221; eine Tape-Aufnahme, die Elizabeth als Kind von ihrer Mutter, einer Opernsängerin, machte, die später an Alzheimer erkrankte. Andere Songs wie das so entrückte wie exaltierte &#8220;Weathered Life&#8221; erzählen in ihren Texten von den Herausforderungen, mit denen der Sängerin nahestehende Personen leben und kämpfen mussten.</p>
<p>Was die Opulenz der Stücke betrifft, die in ihrem unklaren Ort zwischen dunklen Folkballaden und abstrakteren Soundscapes immer wieder auch an Elizabeths Stammband erinnern, könnte &#8220;Gather Love&#8221; durchaus das Werk einer Band sein. Und doch bleibt stets der Eindruck einer persönlichen, autobiografischen Stimme, wie sie nur in wirklichen Soloarbeiten sprechen kann &#8211; ganz gleich, ob die Sängerin sich dabei wie in dem schleppenden, fast an No Wave erinnernden &#8220;No Rain&#8221; oder im gemächlich rauschenden &#8220;The Long Farewell&#8221; eher zurücknimmt und den Instrumenten den vorderen Platz überlässt, oder ob sie auch gesanglich wie in &#8220;The Hill&#8221; oder dem monumentalen &#8220;Measured Greed&#8221; alle Barrieren durchbricht und sich in fast wahnhafter Ekstatik Ausdruck verschafft.</p>
<p>Zu den gemächlicheren Stücken zählt auch das Mason Williams-Cover &#8220;Wanderlove&#8221;, bei dem mit Alan Trench (Temple Music, 12 Thousand Days u.v.a.) und Ehemann Martyn Bates auch Gäste mit Drones und begleitendem Gesang zu Wort kommen. In das sanfte Dröhnen mischt sich etwas unruhig drängendes, das sich durch die emotionale Grund-DNA des ganzen Albums zieht, eine sich heftig aufbäumende Eruption, die gleichermaßen rastlos und konzentriert, magisch und kathartisch ist. Erst im kurzen Abspann von &#8220;To&#8221; glätten sich die Wogen &#8211; wie auf der letzten, versöhnlichen Seite einer autobiografischen Erzählung. Zweifelsohne ein mehr als gelungenes Debüt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Klanggalerie</strong></p>
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