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	<title>African Paper &#187; William Blake</title>
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		<title>JOZEF VAN WISSEM / JIM JARMUSCH: An Attempt to Draw Aside the Veil</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Feb 2019 05:04:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/02/sbr218-jvwjj-300_1024x1024.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17176" title="sbr218-jvwjj-300_1024x1024" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/02/sbr218-jvwjj-300_1024x1024-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der Lautenspieler <a href="http://africanpaper.com/2016/02/27/jozef-van-wissem-when-shall-this-bright-day-begin/">Jozef van Wissem</a> und Jim Jarmusch haben schon häufiger zusammengearbeitet: Von ihrem Soundtrack für Jarmuschs großartige Vampirmeditation „Only Lovers Left Alive“ bis zu einer Reihe von weiteren Alben. Nach einigen Jahren kommt mit „An Attempt to Draw Aside The Veil“ ein weitgehend instrumentales Album, auf dem sich die beiden auf drei Personen beziehen, die alle auf <span id="more-17175"></span>ihre Art versucht haben, eigene Gedankengebäude zu errichten: William Blake, Emanuel Swedenborg und Madame Blavatsky, wobei der Scharlatanquotient bei der Dame aus Südrussland sicher höher ist als bei dem „Cockney visionary“ (Peter Ackroyd) Blake, der einst verkündete „I must create a system, or be enslaved by another man&#8217;s. I will not reason and compare: my business is to create“ &#8211; und genaus das tat er dann auch: Sein literarisches Werk, insbesondere seine prophetischen Bücher, die er selbst, nicht lediglich illustrierte, sondern „illuminierte“, gehört mit zum originellsten in der englischen Literatur. Zu Swedenborg, der mit Naturwissenschaft begann, um sich dann immer stärker der Theosophie zuzuwenden, hatte Blake ein ambivalentes Verhältnis: Er besaß einige Werke, wandte sich aber dann ab und spielte in „The Marriage of Heaven and Hell“ ironisch an Swedenborgs vorher erschienenes Werk &#8220;Heaven and Hell&#8221; an, löste dessen manichäischen Gegesätze auf und man muss vielleicht unweigerlich daran denken, was Robert de Grimston einige Jahrhunderte später machen sollte.</p>
<p>Wie genau die Werke der drei das Album beeinflusst haben, lässt sich kaum wirklich sagen, finden sich doch fast nur instrumentale Stücke und man kann lediglich anhand der Titel sagen, auf wen sich jeweils bezogen wird („When The Sun Rises, Do You Not See A Round Disc“ verweist auf Blake, „Lost Continent“ auf Madame Blavatsky und ihre Überlegungen zu Hyperborea).</p>
<p>Auf „White Horse“, dem ersten Stück des Albums,  kann man wenig von van Wissems so charakteristischem Lautenspiel hören, das schon das Werk von Brethren Of The Free Spirit so prägte, stattdessen erklingt eine Gitarre, als habe sich Dylan Carson dazugesellt. „Dark Matter“ ist dagegen mit der verrauschten Laute weniger dissonant. „The Unclouded Day“ wird geprägt vom harmonischen Zusammenspiel von Laute und Gitarre.und ist eines der melodischsten Stücke des Albums. „The Two Paths“ präsentiert dem Titel entsprechend eine Kontrastierung von zaghaft gespielter Laute und droniger E-Gitarre. „Lost Continent“ wird von merkwürdigen Drones geprägt, wodurch das Stück einen dezent mysteriösen Charakter bekommt. Abgeschlossen wird das Album von „When The Sun Rises, Do You Not See A Round Disc“: einem Monster aus Gitarrendrones, Noise und Sprachsamples. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.sacredbonesrecords.com/">Sacred Bones</a></strong></p>
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		<title>SOL INVICTUS: Necropolis</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Mar 2018 07:58:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Necropolis.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15166" title="Necropolis" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Necropolis-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eigentlich passt die Platte gar nicht recht in die Jahreszeit: Raue, dröhnende Sounds bilden das Fundament für einen trauernden Chorgesang, der in den ersten Minuten von „Necropolis“ ein molllastiges Mantra anstimmt, das an ein Requiem erinnert. Gut kann man sich den Eingang zur besungenen Totenstadt wie das Tor der viktorianischen Waterloo Station im Herzen Londons vorstellen, die in Dunkel getaucht das Cover des neuen Albums ziert und dabei so bedrohlich wie ein Geisterhaus auf den Betrachter herabblickt. Diese<span id="more-15165"></span> durchaus schöne, aber auch in herbstliche Farben des Niedergangs getauchte Stimmung passt jedoch gut zu einer Platte, die Tony Wakeford als Abgesang und Totenklage für London konzipiert hat, den Ort seiner Geburt, an dem er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte.</p>
<p>In meiner <a href="http://africanpaper.com/2017/06/03/the-hare-and-the-moon-wood-witch/">Besprechung eines Albums von The Hare and the Moon</a> schrieb ich vor einiger Zeit, dass nur wenige der bekannten englischen Darkfolk-Bands einen stärkeren Fokus auf die Gespenster des eigenen Landes haben. Ich bezog mich dabei eher auf die spukhaften Folkballaden, die es in Großbritannien zuhauf gibt &#8211; versteht man die Geister weniger im übernatürlichen Sinne, sondern als Last einer unaufgearbeiteten Vergangenheit mit all ihren Leichen im Keller, als Alpdruck einer unauflösbaren Hassliebe für den Ort der Herkunft, muss einem sofort Tony Wakeford einfallen, in dessen Werk &#8211; und somit auch bei seiner Hauptband Sol Invictus &#8211; immer wieder das Hadern mit England und London zur Sprache kommt.</p>
<p>Am deutlichsten geschah dies bisher in dem Song „Old London Weeps“ vom „The Devil&#8217;s Steed“-Album, in dem die Stadt an der Themse als Ort von Intrigen, Crime und Punishment, aber auch als Heimat zauberhafter wie derber Geschichten in gebrochener Wehmut besungen wird. All dies wirkt wie ein lange verblichener Mythos in einer Zeit, in der einen die Manager der City of London niederstarren, und bezeichnenderweise erschien der Song auch auf einem Sampler namens „A Mythological Prospect Of The Citie Of Londinium“, wo es in einem weiteren Sol-Stück heißt „England is funny, but sometimes she scares me“. Man kann Tony Wakefords gespaltenes Verhältnis zu seiner Stadt nicht ohne seine ambivalente Haltung zur eigenen Englishness sehen, und ein zwiespältiges England kommt oft zur Sprache: als dubioses Geheimnis, das in „An English Garden“ einen verwunschenen, aber um Normalität bemühten Ort heimsucht. Als bornierter Egoismus in „Mr. Cruel“. Als Konsumantreiber in „Toys“. Als doppelbödiges edwardianisches Erbe in <a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/orchestra-noir-what-if%e2%80%a6/">„What if&#8230;“ von Tonys anderer Band Orchestra Noir</a>. Als dadaistischer Spaß in The Wardrobe, seiner Kollaboration mit Andrew Liles.</p>
<p>Muss man in dem Zusammenhang auch über Wakefords frühe Irrungen und Wirrungen im Hinblick auf den englischen Nationalismus und den einen oder anderen ideologischen Fehlgriff sprechen, die ihm einige, trotz seiner klaren Positionen zum Brexit und zur Rechten allgemein, trotz Wiederbelebung seiner linken Punkband Crisis, noch heute vorwerfen, wie jüngst recht unrühmlich im Wire? Mann kann, aber damit würde man nur einen Diskurs befeuern, bei dem aus unterschiedlichen Ecken viel Halbwissen nachgeplappert wird, v.a. von denen, die seit zwanzig Jahren kein Sol Invictus mehr gehört haben. Wakefors Musik, seine Texte, seine aktuellen Kollaborationen und die Objekte seines Spotts sprechen für sich, und all dies ist jedem zugänglich, der sich informieren will.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/NC1ua1YYSkw" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Auf „Necropolis“ erscheint London, wie Wakeford selbst sagt, als „eine Stadt, die von den Gepflogenheiten und Verbrechen der Toten und der Lebenden wie von Gespenstern heimgesucht wird“, zudem als eine im Verfall befindliche Stadt der Mausoleen. Ganz passend also, das Album nach der viktorianischen London Necropolis Railway zu benennen, die die Stadt mit dem im Südwesten gelegenen (und recht schönen) <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Brookwood_Cemetery">Brookwood-Friedhof</a> verbindet. Lässt man die Musik und die Texte auf sich wirken, hat man kaum den Eindruck, einer Klage über den Wandel der Dinge beizuwohnen (denn dafür erscheint Old London als viel zu gebrochener Schauplatz), sondern einem morbide eingefärbten, und dennoch abgeklärten Stimmungsbild.</p>
<p>Musikalisch hat „Necropolis“ in der Hinsicht einiges zu bieten und vereint einige Charakteristika früherer Werke. Die instrumentelle Vielseitigkeit, ein gewisser Hang zum Klassischen und der Einsatz weiblicher Stimmen schlägt im vielleicht eingängigsten Song „See Them“ und an einigen weiteren Stellen die Brücke zu den Alben von „In A Garden Green“ bis „Thrones“ &#8211; ein besonderer Bonus ist diesmal die Mitwirkung des Green Army Choir, eines gemischten Londoner Kammerchores aus dem Umfeld von <a href="http://africanpaper.com/2016/05/07/jo-quail-five-incantations/">Cellistin Jo Quail</a>. Aber auch das leicht jazzige Drumming z.B. in der Abendmahlsparodie „Set The Table“ deutet in diese Richtung, ebenso das immer wieder anklingende feierlich monotone Finger picking, das an barocke Tänze erinnert und seit „Sawney Beane“ zu Wakefords Markenzeichen gehört. Auch an die letzten Alben, an das trotz guter Produktion rumpelige <a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/sol-invictus-the-cruellest-month/">„The Cruellest Month“</a> und das stark von Don Andersons Gitarrenspiel geprägte <a href="http://africanpaper.com/2014/10/25/sol-invictus-once-upon-a-time/">„Once Upon A Time“</a> wird man erinnert &#8211; so etwa bei den Pauken und Flöten von „Shoreditch“ oder bei „Old Father Thames“, dessen stockender Takt die wechselhaften Bewegungen des Flusslaufs nachzuahmen scheint. Im Zentrum des Stückes steht ein Doku-Sample, das den Fluss als „Serpent in the bosom of London“ beschreibt und den mystischen Charakter der Stadt in Erinnerung ruft. Wakefords wie immer etwas eigenwilliger Gesang versteckt sich dahinter und ist stellenweise kaum zu verstehen.</p>
<p>In den Texten zeichnet sich ein derbes, morbides und gleichsam zauberhaftes Bild der Stadt ab. London erscheint als ein Ort steten Kommens und Gehens, in der sich die Kirchenglocken die Geschichte von Schuldnern zuläuten, mit denen &#8211; „chop, chop“ &#8211; kurzen Prozess gemacht wird, als Ort grausiger Menschenopfer, wo Landstreicher von den abergläubischen Anwohnern in den Fluss geworfen werden, bis die London Bridge über den Gebeinen einstürzt, als Ort der großen Pest und des großen Feuers, und es entbehrt nicht eines gewissen Sarkasmus, wenn es dabei „There isn&#8217;t any dance“ heißt, und Wakefords Gitarre wie eine Mischung aus Saltarello und Totentanz klingt. Das gleiche London erscheint aber auch als verlorener Liebesgarten, der sich &#8211; unter Rückgriff auf <a href="https://www.poetryfoundation.org/poems/45950/the-garden-of-love">ein bekanntes William Blake-Gedicht</a> &#8211; als die titelgebende Totenstadt entpuppt.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/pakjOJShngM" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Inmitten ihrer Totenstadt stimmen Sol Invictus ihren großartigen Abgesang an, der das verbleichende London weder verflucht, noch sentimental verklärt &#8211; eine ernsthafte, von schwarzem Humor und einer Menge experimentierfreudiger Ideen durchdrungene Musik irgendwo zwischen Prog und (diesmal irgendwie buchstäblich) Apocalyptic Folk, die man im Soundtrack hören sollte, falls Peter Ackroyds <em>London: The Biography</em> jemals verfilmt werden sollte. Gerüchten zufolge soll „Necropolis“ auch den zumindest vorläufigen Endpunkt der Bandgeschichte markieren. Schade wäre das allemal, denn Wakefords wechselhafte Combo zählt zu den raren Beispielen unter den Darkfolkern der ersten Generation, die primär durch solide Musik und weniger durch das Beanspruchen von Extrawürsten in Erscheinung getreten sind. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://de.prophecy.de/startseite/">Auerbach / Prophecy</a></strong></p>
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		<title>THE HARE AND THE MOON: Wood Witch</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jun 2017 05:04:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„To fuck up tradition“ &#8211; mit diesem Schlagwort hat Alan Trench wiederholt die Notwendigkeit bezeichnet, traditionelle Stoffe, Motive und Spielweisen im Folk eben nicht nur wiederzukäuen oder platt in Rock- und Popstrukturen zu übersetzen, sondern ihnen durch kreatives Gegen den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/06/03/the-hare-and-the-moon-wood-witch/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/thehareandthemoonwoodwitch.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13831" title="thehareandthemoonwoodwitch" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/thehareandthemoonwoodwitch-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„To fuck up tradition“ &#8211; mit diesem Schlagwort hat Alan Trench wiederholt die Notwendigkeit bezeichnet, traditionelle Stoffe, Motive und Spielweisen im Folk eben nicht nur wiederzukäuen oder platt in Rock- und Popstrukturen zu übersetzen, sondern ihnen durch kreatives Gegen den Strich-Bürsten eine neue Vitalität einzuhauchen. In unserem von einigen Jahren geführten Interview nannte er in dem Zusammenhang auch das englische Duo The Hare And The Moon als gelungenes Beispiel. Diese Band verfolgt seit<span id="more-13830"></span> Jahren ihre ganz eigene Vision und Version der englischen Balladenkunst mit ihren dunklen, oft brutalen und gespenstischen Geschichten.</p>
<p>The Hare and the Moon sind in vielerlei Hinsicht eine eigenwillige und mysteriöse Formation. Beide, der Multiinstrumentalist und die Sängerin, bleiben konsequent anonym, geben keine Konzerte und veröffentlichen keine Bilder von sich im unmaskierten Zustand. Dass über die Identität dieser Residents des Dark Folk schnell Spekulationen die Runde machten, versteht sich von selbst.</p>
<p>Musikalisch sind sie ein interessantes hybrides Gewächs. Im Unterschied zu unzähligen Klampfbarden bauen sie ihre Traditionals meist auf Piano, auf vielschichtige halborganische Drones, ab und an auch auf raue E-Gitarren und nicht zuletzt auf einen etherischen Gesang ohne glatte Manierismen, der ganz in der Tradition des Sängerinnen des englischen Folkrevivals steht. In den 90ern hätte ihnen mit der Mixtur ein ganz eigenes Feld irgendwo zwischen Orchis, Sol Invictus und Andrew King zugestanden, und mit ihren perkussiveren Stücken, deren Pauken und Rasseln immer einen starken Ritualtouch haben, hätten sie sicher auch die Tänzer in den Goth Clubs auf ihrer Seite. „Wood Witch“, ihr zweiter Longplayer und mit seinen knapp 80 Minuten Spieldauer eigentlich ein Doppelalbum, ist das Werk, um The Hare and the Moon kennen zu lernen, denn mehr noch als das Debüt demonstriert es die große Bandbreite an Ideen, mit denen sie alten Traditionals und vertonten Gedichten, deren Inhalte um verwunschene Orte, dämonische Liebhaber, Magie und Gewalt kreisen, neues Leben einhauchen.</p>
<p>Ein nächtliches Vogelkonzert eröffnet das auf einem John Masefield-Gedicht basierende „Midnight Folk“, die schwungvoll angeschlagene Harfe verbreitet eine Aufbruchstimmung, die auch im Text besungen wird: Um Mitternacht werden die Pferde gesattelt, doch sind es geisterhafte Rappen ohne Fleich und Blut, und das dunkle Klagen einer Klarinette lässt einen gespenstischen Schauplatz lebendig werden. Das Mitternachtsvolk, die quirligen, verhuschten und keinesfalls immer harmlosen Elfen und ihre Sippschaft begegnen einem noch mehrmals auf „Wood Witch“, in den Irrlichtern, die in „The Bard of Eve“ zu rituellem Tamtam und filmreifem Chorgesang tanzen, in der kindlichen Beschwörungsformel in „Come Unto the Corn“ und natürlich in der hastigen Erzählung vom „Erl-King“.</p>
<p>Im weiteren Verlauf des Albums tauchen aber auch vermehrt menschliche Charaktere auf, deren allzumenschliches Verhalten um einiges tragischer, aber auch schwächlicher erscheint als das frivole Treiben der Geistert: Obsessive Begierde, ein Ringen um Macht, Besitz und Vergeltung treiben sie an, Kummer, Lebensüberdruss und andere Anhaftungen geben „Cruel Henry“, „The Wife of Usher&#8217;s Well“, The Cruel Mother“ und „The Willow Tree“ (mit großartig abgeklärten Gastvocals von Tony Wakeford) ihre Stoffe, aus denen man in besseren Zeiten großartige Filme hätte machen können.</p>
<p>Ohne ihren Fokus auf dunklen, entrückten Ambientfolk aus den Augen zu verlieren, entfalten The Hare and the Moon im Laufe des Albums eine beachtliche Bandbreite an Stilelementen: entrückter, hallunterlegter A Capella-Gesang mit betörenden Melodien, schwere Orgelparts, melodramatische Streicher, Rasseln und Tamburin, ein leichter Hauch von Dream Pop in der William Blake-Vertonung „The Dream“, dunkle, zwiespältige Schlaflieder, reißerische Pauken und Filmsamples, vermutlich aus der Hammer-Ära. Nicht zuletzt der etwas an Jay Munly erinnernde Gesang eines gewissen God&#8217;s Little Eskimo, hinter dem sich laut Gerüchten die männliche Hälfte des Duos verstecken soll.</p>
<p>Die englische Folktradition ist voll an tragischen und spukhaften Geschichten und immer direkt oder indirekt an die alte, heidnische Mythenwelt gekoppelt – fast ist es etwas verwunderlich, dass all dies, also eine speziell englische Färbung dieser Überlieferungen, nicht viel breiter in der Dark Folk-Tradition der letzten Dekaden aufgegriffen wurde. Klar finden sich Spuren davon in Current 93s „Thunder Perfekt Mind“ oder bei Sol Invictus, auch bei Fire and Ice, die aber viel allgemeiner „nordisch“ orientiert sind, mehr noch in den Arbeiten von Sharron Kraus, die all dem aber mit einem gewissen Forscherinteresse nachgeht. Abgesehen von Orchis sind es v.a. The Hare and the Moon, die sich diesen genuin britischen Themenkreisen intensiver widmen. Dies und die überzeugende Qualität von Platten wie „Wood Witch“ macht sie zu würdigen Nachkommen von Shirley Collins. Jüngst erschien das Werk noch einmal auf 77 Tapes bei Brave Mysteries. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Brave Mysteries</strong></p>
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		<title>THE GREEN MAN: From Irem To Summerisle</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:12:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit “From Irem To Summerisle” wird das Debüt des italienischen Duos in leicht veränderter Form wiederveröffentlicht. Die ersten vier Tracks verweisen auf den Orient, auf die sagenumwobene Stadt Irem, die auch H.P. Lovecraft (in “The Call Of Cthulhu”) erwähnt und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/the-green-man-from-irem-to-summerisle/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/TheGreenManIsle-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-564" title="TheGreenManIsle-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/TheGreenManIsle-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit “From Irem To Summerisle” wird das Debüt des italienischen Duos in leicht veränderter Form wiederveröffentlicht. Die ersten vier Tracks verweisen auf den Orient, auf die sagenumwobene Stadt Irem, die auch H.P. Lovecraft (in “The Call Of Cthulhu”) erwähnt und auf alternative, häretische Quellen (etwas, mit dem sich die Italiener auf ihrem zweiten Album ex- und intensiver beschäftigen sollten).<span id="more-563"></span></p>
<p>Gerade die dem Sujet geschuldeten orientalischen Einflüsse heben diese vier Stücke aus dem Durchschnitt des Neofolks hervor – “Irem” mit dem für THE GREEN MAN so typischen Sprechgesang (der an manche Stücke von NAEVUS erinnert) gehört zu den Höhepunkten. Mit den vier Tracks, die zu “Summerisle gehören, verweist die Band natürlich auf einen der zentralen audiovisuellen Texte der ursprünglichen Apokalyptik Folker: den “Wicker Man” (der jüngst in Deutschland in einer ganz passablen Version endlich auf DVD veröffentlicht worden ist). Ein auf den ersten Blick wenig originell betiteltes Stück wie “Europa” verweist auf Blakes prophetisches Buch gleichen Namens. Tracks wie z.B. “Death Of Reason” sind leider nur durchschnittlicher Neofolk und fallen gegenüber dem ersten Teil merklich ab. Das zweite Album “The Teacher And The Man Of Lies” macht(e) dann aber deutlich, dass sich THE GREEN MAN auf ihre Stärken besonnen haben. Dass als Bonusstück eine Interpretation von “Corn Rigs”, das sich auch auf dem “Wicker Man”-Soundtrack fand, enthalten ist, passt durchaus ins Konzept, warum allerdings eine Vertonung von Passagen des “Liber Al Vel Legis” zu finden ist, wird nicht ganz klar. Insgesamt weist das Album ein paar Schwächen auf, ist aber durchaus lohnenswert – Englisch mit einem stark italienischen Akzent mag in geringen Dosen einen gewissen Charme haben, ich bin allerdings froh, dass Vokalist Eliahu Giudice fast akzentfrei Englisch singt/spricht. Ein weiterer Punkt, der für dieses Album spricht. (M.G.)</p>
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