Für spontan Entschlossene empfehlen wir noch last minute den heute stattfindenden Konzertabend mit Sanam und gleo im Berliner Silent Green Kulturquartier. Das libanesische Sextett Sanam bringt dabei seinen vielschichtigen, zwischen Psychedelic, Krautrock, Jazz, Elektronik und einigen anderen Einflüssen changierenden Sound auf die Bühne. Gegründet 2021 nach einer Supergroup-Performance beim Irtijal Festival, vereint die Band Mitglieder aus Projekten wie Kinematik, Postcards und Al Rahel al Kabir und verbindet experimentellen Rock mit traditioneller Musik und moderner arabischer Poesie.
Im Zentrum steht ihr zweites Album “Sametou Sawtan” (Constellation Records 2025), dessen Titel (Ich hörte eine Stimme) bereits die offene, ambivalente Grundstimmung andeutet: Themen wie Verlust, Migration und Entfremdung treffen hier auf eine Musik, die gleichermaßen verwurzelt und suchend wirkt. Sängerin Sandy Chamoun prägt das Klangbild gemeinsam mit Antonio Hajj (Bass), Farah Kaddour (Buzuq), Anthony Sahyoun (Gitarre, Synthesizer), Pascal Semerdjian (Schlagzeug) und Marwan Tohme (Gitarre). Zwischen eruptiven Passagen, hypnotischen Grooves und ruhigen, fast liturgischen Momenten entfaltet sich eine dichte, oft kontrastreiche Dramaturgie, in der traditionelle Motive, freie Improvisation und elektronische Texturen ineinandergreifen. Ein Soloalbum der Sängerin erscheint übrigens in einigen Wochen bei Ruptured Records. 
Als Support ist das Berliner Ambient-Duo gleo [glō] dabei, bestehend aus Cathal Berkeley und Ben Higgins. Mit manipulierten Samples, Field Recordings und Tape-Loops entwickeln sie laut Programmtext live improvisierte Sets, die zwischen Intimität und unterschwelliger Unruhe oszillieren.
Dienstag, 28.04.2026
Einlass: 19:00 Uhr
Silent Green
Betonhalle
Gerichtstraße 35
13347 Berlin