Avi Engel legt mit “Seedhead” ein neues Album vor. Zwischen Folk, experimenteller Songkunst und atmosphärischer Klangarbeit entfaltet sich dabei eine eigentümlich verwunschene Welt, in der Natur, Mythologie, Unterwelten und menschliche Innenräume ineinander übergehen. Auch lyrisch bewegt sich das Album zwischen Natur, Mythologie und inneren Landschaften. Wälder, Wurzeln, Samen, Tiere und unterirdische Welten werden zu Bildern für Verwandlung, Verfall und Erneuerung, während Motive aus Mythologie und Literatur – darunter die Elysischen Felder, Psyche, Mary Shelley und eventuell auch William Hazlitt – mit persönlichen Bildern von Trauer, Entfremdung und dem Wunsch nach einem anderen Ort verbunden werden.
Immer wieder geht es um das Abtauchen unter die Oberfläche und um die Hoffnung, dort etwas Verlorenes oder noch Ungeborenes zu finden. Engel hat das Album weitgehend selbst eingespielt und produziert und verbindet dabei elektrische und akustische Gitarren, Bass, Percussion, die bereits von früheren Aufnahmen her bekannte Gudok und Keyboards. Unterstützt wird sie von einem internationalen Ensemble: Jeff Bird steuert Kontrabass und Lap Steel bei, Adrian Copeland und Lori Goldston Cello, Brad Deschamps atmosphärische Gitarren, Lys Guillorn Field Recordings und Lap Steel, Naomi McCarroll-Butler Bassklarinette und Micajah Sturgess Waldhorn. Besonders die zahlreichen organischen Instrumentalfarben verleihen dem Album ein ebenso kammermusikalische wie folkiges Gepräge. “Seedhead” erscheint am 14. August als CD und Download bei Elephant Shrew Editions.