Am Mittwoch, dem 20. Mai, lädt die Berliner Reihe Music for Cinemas erneut zu einem interdisziplinären Abend zwischen Konzert, Klangkunst und Bewegtbild ein. In der charakteristischen Situation vor der Kinoleinwand entfalten sich Performances, die musikalische und visuelle Ebenen eng miteinander verschränken. Das aus Ksenia Bashmakova und Fyodor Stepanov bestehende Duo TraumaZone präsentieren zusammen mit dem Komponisten und Klangkünstler Francis Heery eine hauntologische Performance, in der, wie es im Begleittext heißt, Nostalgie als eigentümlich gegenwärtige, gleichwohl entrückte Erscheinung im Zentrum steht. 
Modulare Synthies und Live-Coding verbinden sich zu einer klanglichen Reflexion über Erinnerung als fortwirkende, instabile Größe. Munsha präsentiert mit “Akrasia” ein audiovisuelles Set für Cello, Stimme und generative Software. Zeit erscheint hier, wie es ferner heißt, als fragmentierter und gedehnter Zustand, in dem musikalische Prozesse ins Stocken geraten, sich überlagern und unvermittelt neue Richtungen einschlagen. Mit “Mucus” stellt Hendrik Klatte schließlich eine videoreaktive Mehrkanal-Komposition vor, die Wachstumsprozesse von Schleimpilzen in organische Klangstrukturen überträgt. Zwischen wissenschaftlicher Referenz und künstlerischer Abstraktion entsteht ein vielschichtiges Spiel aus Bildern, Daten und Klang.
Mittwoch, 20.05.2026
Beginn 19:30 Uhr
Filmrauschpalast Moabit
Lehrter Str. 35
10557 Berlin