Mit “Chant” legt die in Berlin lebende Pianistin und Komponistin Magda Mayas ihr neues Album bei Unsounds vor und erweitert ihre über Jahre entwickelte Praxis des präparierten Klaviers um eine weiter gefasste klangliche Perspektive. Die drei Stücke der Veröffentlichung verbinden die fein austarierte Arbeit im Inneren des Instruments mit einer verstärkten Hinwendung zu Harmonie, Wiederholung und Resonanz.
Ausgangspunkt ist laut Label eine künstlerische Haltung, die auf Kohärenz und klangliche Kontinuität zielt, ohne den materiellen Klangreichtum zu glätten. So beschreibt Peter Margasak in den Liner Notes Mayas’ Ansatz als einen, der “stets Wert auf Kohärenz und Fluss legt und niemals zulässt, dass ihre dynamische Sprache ihre angeborene Musikalität überschattet”. Diese Balance wird auf “Chant” neu justiert, indem die unterschiedlichsten Motive in verschiedene Konstellationen gebracht werden. Die Stücke erkunden dabei je eigene Settings zwischen akustischem und elektronischem Sound und anderen vermeintlichen Gegensätzen.
Wiederholung erscheint nicht als statisches Prinzip, sondern als offener Prozess, in dem subtiler Wandel möglich ist. Die Veröffentlichung erscheint am 15. Mai bei Unsounds.
Foto: Lee Daniel Tran