Mit “Funfair” veröffentlicht der in Teheran lebende Komponist, Klangkünstler und Performer Farid Beheshti ein neues digitales Album bei Post Orientalism Music. In sieben Stücken entwickelt er eine eigentümlich entrückte Musik, in der verrauschte, verfremdete Klaviermotive auf kurze, beinahe mechanisch wirkende Tonfolgen, bassartige Strukturen und vereinzelte perkussive Elemente treffen. Die Tempi verändern sich immer wieder und oft subtil, während Obertöne und begleitende Klänge ihre Gestalt wandeln. 
Das zentrale musikalische Motiv bleibt dabei oft erstaunlich unbeirrt bestehen – und erzeugt gerade durch diese Spannung immer neue akustische Verschiebungen und Illusionen. Alles scheint von einem dichten Rauschen umhüllt, als dringe die Musik nur gedämpft durch eine Schicht aus Stoff zum Ohr. Das Zirkuläre zieht sich als Leitmotiv durch das Album: Schon die Titel der Stücke verweisen auf Kreise, Zyklen und Übergänge zwischen ihnen. So entsteht eine Musik, die zwischen Wiederholung und Veränderung, Vertrautheit und Verfremdung oszilliert und dabei bisweilen an die verzerrte Erinnerung an eine Jahrmarktsmelodie denken lässt.
Farid Beheshti, 1995 geboren, beschäftigt sich mit elektroakustischer Musik, Klangkunst und audiovisuellen Ausdrucksformen. Seine Arbeit umfasst unter anderem Motion-Sensor-Technologien und audioreaktive Visuals. Seit 2018 studiert er Komposition bei Nader Mashayekhi. “Funfair” erscheint Anfang Dezember.