Piernicola Di Muro, der unter dem Namen Bewider Musik für Filme und andere Medien komponiert und nebenbei im Feld tanzbarer Elektronik zuhause ist, hat während des Lockdowns im letzten Frühjahr Erik Saties drei Gymnopedies-Stücke mit modularen Synthies neu arrangiert. Die Aufnahmen sind unter dem Titel “Gymnopedies rework” als Download über Di Muros eigenes Netlabel erhältlich.
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Archiv der Kategorie: News
Nurse With Wound mit Neuauflage von Gyllensköld auf Rotorelief
Das im Wiederveröffentlichen geschichtsträchtiger Alben erfahrene Rotorelief-Label bringt als Teil seiner Silver Edition Serie eine Neuauflage von Nurse With Wounds siebtem Album “Gyllensköld, Geijerstam And I At Rydberg’s” heraus. Das Werk erschien 1983 auf L.A.Y.L.A.H. Antirecords, neben Stephen Stapleton, von dem nahezu alle Sounds stammten, wirkten David Tibet und die beiden Vokalistinnen Christine Glover (vom Duo Produktion, der Combo Societe Anonomie sowie der einmaligen Soupergroup The Murray Fontana Orchestra) und Flora McCrindell (ebenfalls The Murray Fontana Orchestra) mit.
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United Bible Studies mit Album für Café OTO u.a. mit Joolie Wood und Grey Malkin
“The Night Fell Off Its Axis” heißt der neue Longplayer der irischen Experimentalfolk-Combo United Bible Studies. Das Album, das im Spätsommer mit akustischen und elektronischen Instrumenten aufgenommen wurde, ist digital über die Homepage der Konzertlocation Café OTO erhältlich und dient dem Fundraising, um das durch die Pandemie finanziell angeschlagene Haus zu unterstützen. Es ist Teil einer Reihe, für die das OTO eigens das Takuroku-Label ins Leben gerufen hat. Neben der Stammbesetzung sind einige Gastmusiker an der Aufnahme beteiligt, u.a. Joolie Wood und Grey Malkin.
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Birdengine mit neuem Album im März
Entgegen früherer Pläne bringt Lawry J. Tilbury alias Birdengine im März sein neues Album “Somnam” heraus. Die Musik basiert zu großen Teilen auf Feldaufnahmen, die Tilbury per Diktiergerät zuhause oder bei Wanderungen in seiner Wahlheimat Seaside und Umgebung festgehalten hat.
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Veronika Harcsa, Anastasia Razvalyaeva und Márton Fenyvesi interpretieren Debussy
Sängerin Veronika Harcsa, Harfenistin Anastasia Razvalyaeva und Gitarrist und Sounddesigner Márton Fenyvesi interpretieren auf ihrem gemeinsamen Album “Debussy NOW!” ausgewählte Arbeiten Claude Debussys und überführen diese in eine komplett eigene musikalische Sprache, die zahlreiche Genrebegrenzungen bewusst überschreitet. Eine ebenso markante Neuerung in der Wirkungsgeschichte des Impressionisten ist der improvisierende Ansatz des Trios. Das Album erscheint beim Budapester Label BMC Records.
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Komposition von Yannis Kyriakides auf Unsounds und Roma Publications
Unsounds und Roma Publications bringen die Aufnahme einer Multimedia-Komposition von Yannis Kyriakides heraus. “Face” basiert auf Beiträgen von Diamanda Dramm alias Electra (Violine), Susanna Borsch (Flöte), Michaela Riener (Sooran) und Saskia Lankhoorn (Piano), die Elekronik wurde von Kyriakides selbst eingespielt. Die Texte entstammen einem zwölfseitigen Libretto von Maria Barnas, Bildelemente von Johannes Schwartz und Designs der Gruppe Experimental Jetset runden die Arbeit ab, die in den letzten Jahren mehrfach aufgeführt wurde. Im Zentrum stehen Software zur Gesichts- und Emotionserkennung und somit Fragen der Interaktion zwischen Mensch und Technologie und deren Auswirkungen auf künstlerische Prozesse. Das Album erscheint als LP und Download, die digitale Version enthält das Textbuch als PDF.
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Zahlreiche Neuauflagen bei Woodland Recordings
Das in Fürth ansässige DIY-Label Woodland Recordings, das seit mehr als 80 Releases dem ursprünglich als Verlegenheitsmedium betrachteten Format CDr mittels individueller, handgefertigter Verpackungen eine ungeahnte Würde gegeben hat und nebenbei das im deutschsprachigen Raum emsigste Qualitätslabel in Sachen Folk und
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Music for Empty Flats: Martina Bertoni auf Karlrecords
Die Cellistin und Klangkünsterin Martina Bertoni, bekannt u.a. für ihre Arbeiten mit Munsha, Blixa Bargeld und Teho Teardo, bringt ende Januar ein neues Album heraus. “Music for Empty Flats” enthält sieben feinsinnig ausgestaltete Ambienttracks, basierend auf vielfältig bearbeiteten Cellospuren – Fans der dronelastigen Celloarbeiten von Hildur Guðnadóttir und John Contreras oder dem ambienten Klanglandschaften von Lawrence English oder Tomasz Bednarczyk werden an diesem Album Gefallen finden. Das Album erscheint als LP, Tape und digital bei Karlrecords.
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Neue 12″ mit zwei Tracks von Kode9
Über fünf Jahre nach seinem jüngsten Longplayer “Nothing” und nach einer ganzen Reihe an anderen Aktivitäten bringt Hyperdub- und Burial-Frontmann Kode9 Mitte Januar eine neue 2-Track-12″ heraus. “This two-tracker features a couple of speedy little rollers; A-side ‘The Jackpot’ is a toxic, off-key zigzagger that coils and recoils, while the reprieve comes on B-side ‘Rona City Blues’, with its lush pads, stuttering synth melody and coasting drums”, heist es in Kode9s eigenen Worten. Die Platte erscheint in fünfhundertmal auf transparentem Vinyl in einem ebenso transparenten PVC-Sleeve bei Hyperdub.
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Rasha Nahas’ Debütalbum erscheint Ende Januar
Ende des Monats und rund fünf Jahre nach ihrer EP “I Am” bringt die in Berlin lebende palästinensische Sängerin und Musikerin Rasha Nahas ihren ersten Longplayer heraus. Nahasspielt nebenbei in dem internationalen Quartett Kallemi und dem Sodassi Project, in ihrer Berliner Zeit hat sie ihre Musik zudem in verschiedene Tanz- und Performance-Kontexte eingebracht – all dies und die zahlreichen kulturellen Einflüsse in ihrer Heimatstadt Haifa haben
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Ennio Morricone: Neuauflage eines Fulci-Soundtracks von 1964
Das auf die Erst- und Wiederveröffentlichung alter Soundtracks und anderer Library Music spezialisierte Label SONOR Music Editions bringt einen lange vergriffenen Morricone-Score für Lucio Fulcis Mafiafilm I due evasi di Sing Sing (Das Großmaul) von 1964 heraus. Das im Easy Listening-Stil der Zeit mit Jazz- und Bossanova-Anleihen produzierte frühe Werk des berühmten Filmkomponisten erschien bislang einmal in einer limitierten, nur für Archive bestimmten Auflage und liegt nun in neu gemasterter Fassung vor. Neben dem Download erscheint der Score in einer 500 Exemplare umfassenden LP-Version.
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Dust Breathing: Neues Album von Møster!
Der norwegische Multiinstrumentalist Kjetil Møster und sein Quartett bringen zehn Jahre nach Bandgründung ihr fünftes Album heraus. “Dust Breathing” ist eine kraftvolle Arbeit kollektiver Improvisation mit einem elektronisch unterfütterten Jazz-Instrumentarium, bei dem immer wieder einzelne Soli – allem voran Møster selbst mit Klarinette und seinen zwei Saxophones – den vorderen Bühnenbereich einnehmen. Das Album erscheint auf LP, CD und als Download bei Hubro Music.
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Who Can I Turn To Stereo: Wiederveröffentlichung des Klassikers von Nurse With Wound
25 Jahre nach der Erstveröffentlichung auf CD bringen Nurse With Wound ihren Longplayer “Who Can I Turn To Stereo” neu und erstmals auf Doppel-LP heraus. Vom rezitierten Auftakt des obskuren Sprechers Davide Meroni entfaltet sich über gut zwei Handvoll Kracher – die Exotica von “Yagga Blues”, das maschinelle Brummen von “Livin’ Fear of James Last”, die Pitch-Orgie von “Space Funk With Springs”, dieorientalischen Loops von “Easy Snapping”, den düsteren Score von “Home Is Where The Heart Is”, den hypnotisierenden Desert Rock von “Monument To Perez Prado”, der wie ein
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Deison und Maurizio Bianchi mit neuer Kollaboration
Fünfeinhalb Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Album “Black Panorama” haben die italienischen Musiker Deison und Maurizio Bianchi (M.B.) einen weiteren gemeinsamen Longplayer fertiggestellt. “White Landscape”, dessen Titel sicher auf den Vorgänger Bezug nimmt, entstand bereits 2017 und harrte einige Jahre seiner Veröffentlichung. Die vier jeweils gut zehn Minuten langen Tracks basieren auf Tapetechnik und verschiedener Elektronik und bauen auf kühle, dröhende Ambientsounds, in deren Rahmen dezenter Noise integriert ist. Das Album erscheint als CD und im Download bei Final Muzik.
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Neuer Song aus In Gowan Rings Moonlit Missive-Reihe
Keine wirkliche News mehr, aber immer noch eine Empfehlung wert ist die jüngste und elfte Folge von In Gowan Rings Moonlit Missive-Songreihe, die diesmal zur Wintersonnenwende erschienen ist. “Blazing Ways” ist ein angenehm besinnlicher Folksong, der auch auf älteren Alben von In Gowan Ring oder auch Birch Book einen würdigen Platz hätte
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Tiziano Popoli mit Compilation auf Rvng Intl und Freedom to Spend
Unter dem Titel “Burn the Night / Bruciare la Notte: Original Recordings, 1983–1989″ bringen die Labels Rvng Intl und Freedom to Spend Ende Januar eine Anthologie an alten Aufnahmen des italienischen Musikers Tiziano Popoli heraus. Popoli, der Ende der 70er am Conservatorio Giovanni Battista Martini in Bologna studiert hatte, etablierte eine ganz eigene musikalische Handschrift zwischen Minimal Music amerikanischer Prägung und experimentellem Pop, der auch die Zeitsignatur des New Wave und der elektronischen Avantgarde um 1980 trägt.
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Lost Themes III: Alive After Death: Neues Album von John Carpenter auf Sacred Bones
Sacred Bones veröffentlicht Ende Februar unter dem Titel „Lost Themes III: Alive After Death“ ein neues Album von John Carpenter. Auf den Alben der „Lost Themes“-Reihe spielt der Regisseur Musik, die er versteht als “a soundtrack for the movies in your mind.” Musik also, die nicht als Soundtracks für (seine) Filme entstanden ist. Musikalisch knüpft er an seine genredefinierenden Filme und Filmmusiken aus den 80ern an. In den letzten Jahren hat Carpenter seine Musik auch vermehrt live aufgeführt.
Wiederveröffentlichung des Masstishaddhu-Albums Shekinah auf Old Europa Café
Old Europa Cafe bringt das ursprünglich auf Steven Stapletons Label United Dairies 1988 veröffentlichte Album „Shekinah“ von dem Metgumbnerbone-Seitenprojekt Masstishaddhu, bei dem auch Richard Rupenus von den New Blockaders mitwirkte, auf CD neu heraus. Mit den teils perkussiv-tribalen Momenten, seltsamen Blasinstrumenten und merkwürdigen Stimmen, die zwischen Kehlkopfgesang und Delirium changieren, lässt sich das Album in die Tradition industrieller Ritual-Musik einordnen.
Altın Gün mit neuem Album bei Glitterbeat
Ende Februar bringt Glitterbeat das dritte Album der Amsterdamer Band Altın Gün um Merve Dasdemir und Erdinç Ecevit heraus. “Yol” greift den Einfluss türkischer Psychedelik des Vorgängers “Gece” auf und kombiniert diesen nicht nur mit Folk, dezenten Reggae-Anleihen und lateinamerikanischen Einflüssen, sondern auch mit poppigen Dance- und Synthie-Elementen, was der Musik einen deutlichen Eighties-Touch verleiht. Ein weiteres Novum ist die Kooperation mit den Produzenten Oliver Geerts und Gilles Noë (Asa Moto), die ebenfalls nicht unwesentlich zur Signatur der Songs beigetragen haben.
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