Unter dem Titel “A Separation of Being” escheint auf Constellation Records Mitte März das dritte Album von Jay Crockers Projekt JOYFULTALK. Basierend auf dem einsatz zahlreicher selbstgefertigter Instrumente und von Jese Zubrot beigesteuerten Streicherpassagen vereint das Album Minimalismus mit Einflüssen von Folktraditionen verschiedener Kontinente.
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Re-Issue und Europa-Tour von Old Time Relijun
Ein ganzes Jahrzehnt ist es her, dass die aus dem Nordwesten der USA stammende Trio Old Time Relijun die Aktivitäten an den Nagel gehängt hatten. Im letzten Jahr ershien erstmals wieder ein löebenszeichen in Form der EP “See Now and Know”. Im April wird die EP bei ihrem Stammlabel K Records neu aufgelegt, zu dem Anlass wird die Band auf zwei Kontinenten Touren. Nach einer Reihe von Konzerten jenseits des Atlantiks wird sie im April und Mai auf zwanzig europäischen Bühnen zu sehen sein und dabei auch in Mannheim, Halle, Wien und Schaffhausen Station machen.
Neues Zelienople-Album erscheint Mitte März bei Miasmah
Fünf Jahre nach “Show Us The Fire” ist Zelienople, das Chicagoer Trio um Sänger Matt Christensen, zurück mit einem neuen Album, das erstmals beim Berliner Label Miasmah erscheint. “Hold You Up” enthält sechs getragene, verwunschene, cinematische Songs zwischen Rock, Americana und einem Touch von Dark Jazz, deren fast heimelige Ausstrahlung durch die Ernsthaftigkeit des Gesangsvortrags und zahlreiche Spannungsmomente gebrochen ist.
Mutter bringen ihr Album Du bist nicht mein Bruder von 1993 neu heraus
Von den sechs Alben des von 1986 bis 2001 reichenden Frühwerks, die die Berliner Band Mutter neu herauszubringen plant, sind bislang zwei im eigenen Label Die Eigene Gesellschaft erschienen, namentlich “Ich schäme mich Gedanken zu haben die andere Menschen in ihrer Würde verletzen” (1990) und das sowohl Musik als auch dokumentarisches Material enthaltende “Komm!” (1991), auf dem u.a. auch David Lynch zu hören ist. Mit “Du bist nicht mein Bruder”, das von der deutschen Wiedervereinigung und ihren Auswirkungen inspiriert war, kommt im März die dritte der Wiederberöffentlichungen heraus. Mutter spielen eine schwer zu klassifizierende Rockmusik, deren Ort seit jeher mit mäßigem Erfolg zwischen No Wave, Postpunk und Rammstein, zwischen den Genialen Dilletanten und dem Diskurspop der Hamburger Schule auszumachen versucht wurde.
Hunted: Anna Calvi bringt Album mit Neuinterpretationen heraus
Eineinhalb Jahre nach ihrem von Fans und Kritikern gelobten Album “Hunter” bringt Anna Calvi im März ein komplettes Album mit Neuinterpreationen von sieben der darauf enthaltenen Songs heraus. Eine Besonderheit der neuen Versionen sind Gastauftritte von Kolleginnen und Kollegen wie Coutney Barnett, Joe Talbot, Julia Holter und Charlotte Gainsbourg. 
Stille Kammer #11: Espeth Anne, Alexandre Babel u.a. im Berliner Donau115
Stille Kammer, die von Rowan Coupland und Ben Osborn kuratierte Neuköllner Veranstaltungsreihe, ist mittlerweile bekannt für ihre vielseitige und doch immer stimmige Musikauswahl. Auch am 5. März wird wieder eine respektable Bandbreite geboten: Zum einen führt der Schweizer Drummer und Perkussionist Alexandre Babel, unseren Lesern bekannt durch seine Mitwirkung bei Sudden Infant, führt ein Set für Snaredrum sowie eine Alvin Lucier-Interpretation auf der Triangel auf. Die Sängerin und Musikerin Elspeth Anne rangiert zwischen Psych Folk und Riot Grrl und wird gelegentlich als Missing Link zwischen PJ Harvey und Current 93 bezeichnet. Das Duo VVeber & LEMMA rundet den Abend mit einem ambienten Minimal-Electronica-Set ab.
Black Sarabande: Neues Album von Robert Haigh auf Unseen Worlds
Robert Haigh, der in den 80ern mit Elektronik- und Noise-Arbeiten unter den Pseudonymen SEMA und Omni Trio bekannt wurde und im neuen Jahrzehnt ambientere Richtungen erkundete, überraschte vor zwei Jahren mit dem getragenen Piano-Album “Creatures of the Deep”. Mit “Black Sarabande”, bei dem die gerne gezogenen Vergleiche zu Harold Budd, Erik Satie oder Max Richter erneut gezogen werden können, setzt er diesen Weg fort. Die elf Stücke sind Erinnerungen an Haighs Kindheit in Yorkshire gewidmet, in denen die typischen Sounds der Kohlearbeiter allgegenwärtig waren.
Yvonne Reiners Work 1961-73 erscheint als Faksimile bei Primary Information

Bulgarian Voices-Single mit Lisa Gerrard erscheint im April
Vor zwei Jahren erschien mit “BooCheeMish” das Comeback-Album der berühmten Les Mystères Des Voix Bulgares, die sich nun, nach einer rund zwanzigjährigen Pause The Mystery Of The Bulgarian Voices nannten. Auf dem Album wirkte auch die von Dead Can Dance und einigen Filmscores her bekannte Sängerin Lisa Gerrard mit. Prophecy Productions bringt am 17. April eine Single mit sieben Tracks des Albums (ein Live-Track, ein exklusives Stück und mehrere überarbeitete Songs) heraus, auf denen Gerrard ebenfalls mit den bulgarischen VokalistInnen interagiert. Die Single erscheint als CD und auf verschiedenfarbigem Vinyl.
Ghédalia Tazartès bringt 1979er Debüt Diasporas neu heraus
Ende März erscheint bei Dais Records eine offizielle Neuauflage von Ghédalia Tazartès Debütalbum “Diasporas”. Das 1979 beim französischen Cobald-Verlag erschienene Werk mit den hypnotischen Klagegesängen und den zerfetzten Mallarmé-Zitaten gilt als Meilenstein der französischen Musik-Avantgare im letzten Quartal des 20. Jahrhunderts und war, nach diversen Neuauflagen im letzten Jahrzehnt, erneut vergriffen. 
Rowan Coupland, Eirini Fountedaki und Ruby Bilger im Berliner KussKuss
Für ein Konzert im eher kleinen Rahmen treffen sich Rowan Coupland (Gesang, Gitarre, Harfe) und Eirini Fountedaki (Violine) seit einiger Zeit erstmals wieder zu einem gemeinsamen Set feinsinniger und gleichsam eigenwilliger “Anglo-Greek-Weird-Folk” Songs. Eröffnet wird der Abend im Neuköllner KussKuss von der Sängerin Ruby Bilger, spontane Kollaborationen sind nicht auszuschließen.
Diámánda Galás bringt frühes Album The Litanies of Satan neu heraus
Am 1. Mai bringt Diámánda Galás ihr Album “The Litanies of Satan” auf ihrem eigenen Intravenal Sound Operations-Label neu heraus. Das zwei längere Tracks umfassende Werk, das zum Teil auf dem Gedicht “Les Litanies de Satan” aus Charles Baudelaires Les Fleurs du Mal basiert, erschien erstmals 1982 by Y Records und wurde für die neue Auflage neu gemastert. Für Sommer sind außerdem neue Arbeiten angekündigt.
Phobos XI: Dark Ambient-Festival mit Nam-Khar, Aidan Baker u.a.
Zum elften Mal findet am 21. März das vom Projekt Phelios veranstaltete Phobos Festival in der Wuppertaler Sphienkirche statt. Der rote Faden der Konzertreihe ist Dark Ambient, wobei von Beginn an kein allzu großes Gewicht auf rigide Genregrenzen gelegt wurde und von Ritual über Gitarrendrone bis zu härteren Spielarten des Industrial so mache Musik integriert wurde, die dem Konzept eine gebührende Vielgestaltigkeit gab. Auch in diesem Jahr gibt es mit Atomine Elektrine, Nam-Khar, Aidan Baker und Ex.Order ein abwechslungsreiches Programm.
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Discrepant veranstalten SOUK Records-Labelabend in Berlin
Mit SOUK haben die heute auf den Kanaren ansässigen Discrepant Records vor zwei Jahren ein Sublabel ins Leben gerufen, das ihrem eigensinnigen Mix aus Weltmusik und verspielter Exotik eine rhythmusbetontere Seite engegensetzt. Ende März findet im Neuköllner arkaoda ein Konzertabend mit einigen Acts des Ablegerhauses statt. Zu sehen sind u.a. der aus Ramallah stammende Act Muqata mit seinen Hiphop- und Grime-inspirierten Sounds. Ferner das in San Francisco beheimatete Projekt Only Now mit seiner rhythmschen, oftmals brachialen Elektronik. Headliner ist der Field Recording- und Sound Artist Ross Alexander, der zuletzt seine Aufnahmen aus dem Atlasgebirge und benachbarten Regionen zu einem vielgestaltigen Ambientalbum zusammengesetzt hat und hier mit Band auftreten wird. Labelchef Gonzo rundet den Abend am Plattenteller ab.
Future Predictions: Neues Celer-Album erscheint bei Two Acorns
Im März erscheint bei Two Acorns ein neues Album von Will Long alias Celer. Die vier Stücke auf “Future Predictions” basieren auf Tape Loops von digitalen und akustischen Instrumenten, Field Recordings und weiteren Sounds. Jedes der instrospektiv ausgerichteten Stücke der CD korrespondiert mit Bildern und Texten, die im umfangreichen Booklet abgedruckt sind. Als Download ist das Album bereits erhältlich.
My Dear Killer im Berliner Rhinoceros
Am 12. Februar gibt das italienische Solo-Projekt My Dear Killer eines seiner raren Konzerte in Berlin. Seit den 90ern verfeinerte sich der folkige und zugleich mit leichten Shoegazer- und Noise-Elementen angereicherte Songwriterstil, das vor anderthalb Jahren erschienene “The Cold Plan” stellte einen bisherigen Höhepunkt seines Schaffens dar.
Nadja bringen ihr Album mit Akustikversionen neu heraus
Vor zweieinhalb Jahren veröffentlichten Aidan Baker und Leah Buckareff alias Nadja “Stripped”, ein Album mit sechs akustischen Versionen älterer Songs heraus. Die folkig angehauchten Tracks, deren dröhnende Originalfassungen auf Alben wie “Touched”, “Bodycage” oder “Truth Becomes Death” erschieden sind, wurden bereits vor zehn Jahren aufgenommen und kommen nun als limitierte LP beim bandeigenen Broken Spine-Label neu heraus.
Stille Kammer #10: Kei Watanabe, Sofia Salvo und Interbellum im Berliner Donau115
Für ihre dritte Folge haben die Betreiber der Berliner Konzertreihe Stille Kammer einmal mehr ein internationales Line-up in die Donaustraße 115 eingeladen. Der aus Libanon stammende Berliner Singer Songwriter Karl Mattar alias Interbellum eröffnet den Abend mit einer Musik zwischen eingängigem Folkpop und verrauschtem, experimentierfreudigem Ambientsound. Die argentinische Saxophonistin Sofia Salvo spielt ein expressives Solo-Set. Die Multi-Instrumentalistin Kei Watanabe mit Wurzeln in Sri Lanka und Japan kombiniert experimentelle, improvisierte Elektronik mit einem Mix aus meist traditionellen Instrumenten.
Drew McDowall führt Time Machines in Köln auf
Im Rahmen des seit 2011 jährlich in Köln stattfindenden Festivals Acht Brücken, das sich verschiedensten Spielarten zeitgenössischer Musik widmet, führt Drew McDowall am 02. Mai 2020 „Time Machines“ auf. Zusammen mit John Balance und Peter Christopherson entstand 1997 das gleichnamige Album, auf dem vier lange, nach verschiedenen Halluzinogenen benannte Tracks unter dem Motto „persistence is all“ zu hören waren und von denen es hieß, sie würden eine Reise durch die Zeit ermöglichen. Die Hörerfahrung wird sicher eine interessante sein, kann man doch im Innern des 1998 veröffentlichten Albums lesen: “artifacts generated by your listening environment are an integral part of the experience”.