SUNLIGHT ALTAR: Twilight Altar

Vielleicht mag es der eine oder andere als zu polemisch formuliert abtun, aber oft hat man den Eindruck, dass im Bereich des etwas dunkleren Folk wenig Inspirierendes zu hören ist: Bei Projekten vornehmlich aus den USA wirken die Sänger häufig so, als wolle man mehr (sehr) schlecht als recht einen Andrew Eldritch-Bariton imitieren, Weiterlesen →

CORPSE MAGNETISM: Magnetic Tapes 1-7

Rudolf Eb.er hatten wir zuletzt als Teil von Controlled Death hier besprochen, gerade hat er zusammen mit Johnny van de Koolwijk unter dem Projektnamen Corpse Magnetism ein Tape veröffentlicht. Van de Koolwijk hat unter zahlreichen Namen veröffentlicht und betreibt das Label Dead Mind Records, Weiterlesen →

KJOSTAD / MAGNETIC CORONER: Sanctuary Against Shadow

Auf dem in Vermont 2025 stattfindenden Festivals anlässlich des 15-jährigen Jubiläms von New Forces traten u.a. Kjostad und Magnetic Coroner auf. Kurz davor hatten Stefan Aune und Weston Czerkies Aufnahmen gemacht, auf denen “Sanctuary Against Shadow” basiert

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DANIEL DECKER: Dysthymnia

Daniel Decker hat bisher u.a. politisch engagierten Indiepop gespielt (etwa hier), dem auch eine gewisse Melancholie innewohnen konnte. Sein neues, gerade auf Hauch Records erschienenes Album „Dysthymnia“ geht allerdings in eine musikalisch andere Richtung. Auf seiner Instagramseite geht Decker auf den Entstehungskontext ein: „Suffering a so called Double Depression, I lost my ability to listen to conventional music. Weiterlesen →

CURRENT 93: Hallucinate, Children

Bei „Hallucinate, Children“ handelt es sich nicht um den Nachfolger des letzten songorientierten Current 93-Albums „If a City is Set Upon a Hill“ aus dem Jahre 2022, vielmehr knüpft es an die experimentelleren Arbeiten der letzten Jahre an, etwa an die 12” „If A Star Turns Into Ashes“ oder aber die Soloalben David Tibets „Ferelith“ und „Fontelautis“. Weiterlesen →

CONTROLLED DEATH: Music For The Ritual Desecration Of Corpses

Nachdem Maso Yamazaki über Jahrzehnte als Masonna manisch-eruptiven Noise spielte und absurd kurze Auftritte absolvierte, macht er seit einigen Jahren eine Musik, die den Fokus eher auf die Depression legt:  Als Controlled Death hat er sich auf kurzen wie auch expansiven Veröffentlichungen am Tod abgearbeitet und wüste LoFi-Aufnahmen von düsterdräuenden Synthesizern, entmenschlichten Vokals und leiernden Orgelpassagen veröffentlicht. Weiterlesen →

Communique: Album von Salford Electronics auf Cold Spring

Trevor Ward war in den letzten Jahren unter dem Projektnamen Salford Electronics sehr aktiv und hatte über seine Bandcampseite zahlreiche nur als Download verfügbare Zusammenstellungen unter den durchnummerierten Titeln „Communique“ veröffentlicht. Nun erscheint auf Cold Spring eine auf 300 Exemplare limitierte LP, die Material dieser Compilations enthält. Das Artwork ist minimal und das Label beschreibt die Musik nicht unpassenderweise als „lo-fi electronic urban nightmares spiralling through Industrial decay, rain-drenched dark ambient, abrasive loops, brooding noise, and shards of scintillating electronics“. Weiterlesen →

TROUM: EmphasYs

Das seit 1997 aktive Bremer Duo Troum hat in all den Jahrzehnten auf akustischen Instrumenten basierende Musik gespielt, die (auch) immer wieder Bewusstseinszustände (ver-)ändern sollte und hat auf zahlreichen Veröffentlichungen eine wahre Klangmythologie erschaffen. Das geschah auch in Zusammenarbeit mit anderen (etwa mit Martyn Bates oder Nadja) – Weiterlesen →

MODELBAU: Muster

Unter dem Namen Modelbau macht Frans de Waard Musik, der sich seit Jahrzehnten sowohl als (Geräusch-)Musiker (als Kapotte Muziek oder Beequeen, um exemplarisch zwei seiner zahlreichen Projekte zu nennen) als auch als Labelbetreiber (Korm Plastics) randständiger Musik gewidmet hat und zuletzt auch neben Tonträgern Bücher veröffentlicht. Weiterlesen →

VOICE OF EYE / THOMAS DIMUZIO / SORIAH: Aphelion

Im Rahmen der Sym-Reihe von Drone Records erscheint diese Zusammenarbeit von Künstlern, die lange Karrieren im Feld experimenteller Musik haben. Das Duo Voice Of Eye hat über Jahrzehnte hinweg Drones mit perkussiven Elementen kombiniert, Thomas Dimuzio, der sich auf „Aphelion“ für den Buchla-Synthesizer verantwortlich zeigt, ist seit Ende der 80er aktiv und Soriah hat solo oder mit anderen zahlreiche von seinem Kehlkopfgesang geprägte Alben veröffentlicht. Weiterlesen →

IRR. APP. (EXT.): Hyms To The Extrusiarch

Jüngst sind drei neue Veröffenlichungen im Rahmen von Drones Sym-Reihe erschienen, u.a. die auf 250 Exemplare limitierte CD von Irr. App. (Ext.), dem Projekt von Matt Waldron, der in den vergangenen Jahrzehnten, ob als Mitglied von Nurse With Wound  oder solo, originelle Geräuschmusik veröffentlicht hat und als Zeichner oftmals seltsame Hybridwesen erschafft, die häufig auch seine Cover bevölkern – so auch auf der neuen Veröffentlichung „Hyms To The Extrusiarch“. Weiterlesen →

NOVEMBER NÖVELET: All Your Love

Vor zwei Wochen besprachen wir hier mit dem Tape „Mangfall“ Material aus der Frühphase Haus Arafnas, Karl Runaus und Galakthorrös. „All Your Love“ dagegen bildet die Gegenwart ab. Ursprünglich als etwas weniger rabiates Seitenprojekt Haus Arafnas konzipiert, haben November Növelet im Laufe von vier Alben und drei EPs ihren Sound ausdifferenziert und perfektioniert. Weiterlesen →

The Pulse Of Atoms: Zusammenarbeit von Brian Lustmord und Dave Lombardo

Brian Williams hatte spätestens auf seiner Zusammenarbeit mit den Melvins gezeigt, dass Genregrenzen für ihn nur existieren, um überschritten zu werden. Über Melvins-Frontmann Buzz Osbourne lernte Williams dann den damaligen Slayerdrummer Dave Lombardo kennen, mit dem er nun einige Jahrzehnte später unter dem Projektnamen Lustmord Lombado „The Pulse Of Atoms“ eingespielt hat. Das Album erscheint am zweiten Oktober auf Ipecacrecordings als Doppelvinyl (in verschiedenen Farben), CD und Download.

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Collected Tape Works 08′ – 17′: Compilation früher Aufnehmen von Ak’chamel

Anlässlich der Veröffentlichung von „Spiritually Unemployed“, des letzten Albums von Ak’chamel, beschrieben wir die unglaublich idiosynkratische Musik des texanischen Duos so, „als hätte eine (wirkliche) Weird Folk-Band sich eine Infusion World Music verordnet, um dann nach dem Genuss eines Daturasudes auf einem Kassettenrekorder schamanische Rituale aufzunehmen.“ Bevor Ak’chamel, den Beinamen The Giver Of Illness tragend, in den letzten Jahren auf dem französischen Label Akuphone vier hervorragende Alben veröffentlicht haben, erschienen zahlreiche Tapes, die noch wilder waren. Wir besprachen auf diesen Seiten etwa „Death Chants“ und „Transmissions From Boshqa“. Nun erscheint unter dem sprechenden Titel „Collected Tape Works 08′ – 17′“ eine Zusammenstellung ausgewählter Aufnahmen aus dieser Zeit.

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KJOSTAD / MATRIARCH: Split

New Forces wiederveröffentlichen dieses kurze Splittape, das urspünglich anlässlich der 2023 Tour der beiden Projekte entstand. Kjostad ist „[b]enannt nach dem gleichnamigen See im Norden Minnesotas, [...] die meisten Tracks [basieren] auf dort gemachten Feldaufnahmen, die aber teils stark bearbeitet werden. Passenderweise hieß eine frühere Veröffentlichung des Projekts ‘Environment Electronics’, Weiterlesen →

DEMONOLOGISTS w/VAINORAS: Plantae Arcanvs

Das Cover dieses Albums sieht aus, als habe Botanist (den toten, aber träumenden) Cthulhu als Alraune auf(er)stehen lassen. „Plantae Arcanvs“, dessen Titel allesamt auf allerlei pharmakologisch verwendbare Pflanzen verweisen, ist eine Zusammenarbeit zwischen Demonologists aus Indiana, die auf einer ganzen Reihe von Veröffentlichungen „blackened horror electronix“ gespielt haben, und dem australischen Saxophonisten Vainoras, der seine Musik selbst als „Doom ridden jazz music“ bezeichnet Weiterlesen →

DAVID EUGENE EDWARDS: Mercurial Silence

Was alle Arbeiten, an denen David Eugene Edwards beteiligt ist, gemeinsam haben – ob mit den (zumindest für eine Tour) reformierten 16 Horsepower, die jüngst noch in (ausverkauften) Hallen spielten, mit Wovenhand, auf der Zusammenarbeit mit Alexander Hacke oder jetzt auf dem zweiten Soloalbum –, ist die Stimme, die alle Aufnahmen und Auftritte prägt – in diesem Fall ist das überstrapazierte Adjektiv „unverkennbar“ ganz sicher keine Hyperbel. Weiterlesen →