Mit “The Heart of a Whale” erscheint dieser Tage das erste gemeinsame Album von Dana Schechter und Paul Wallfisch bei Trost Records erschienen ist. Entstanden ist es auf Grundlage der Musik zur Wiener Theaterproduktion “Die Politiker” von Wolfram Lotz in der Regie von Kay Voges, die 2022 am Volkstheater zu sehen war. Schon dort war die Musik mehr als bloße Untermalung: ein eigenständiger, ausdrucksstarker Teil des Geschehens tritt sie nun im Albumformat noch klarer hervor.
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Archiv der Kategorie: News
Rosa Beton: Konzert in der Kasseler Goldgrube
Rosa Beton kehrt zurück auf die Bühne – und das mit einem Sound, der ebenso roh wie präzise ist. Was 1983 in einem Kinderzimmer in Hönow bei Berlin mit einem selbst aufgenommenen Tape begann, wurde schnell zum Mythos des ostdeutschen Undergrounds: ein Punk-Kassettenprojekt, das sich ohne Wissen der ursprünglichen Urheber Thomas und Mausi durch die DDR kopierte und dort zum Kult wurde.
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New Radiations: Neue Single und neues Album von Marissa Nadler
Ankündigung: Am 15. August erscheint mit “New Radiations” das zehnte Studioalbum von Marissa Nadler bei Sacred Bones. Die amerikanische Sängerin und Musikerin knüpft stilistisch an den Vorgänger “The Path of the Clouds” an und verleiht ihrer Handschrift hier eine besonders rohe und intime Note. Das Album versammelt elf Stücke im Grenzbereich zwischen Dreampop, Folk und weiteren Traditionen der populären Musik, deren feine Arrangements sich durch Fingerpicking, analoge Synthies, Orgel, Slide-Gitarre und dezente Verzerrung auszeichnen. Nadlers unverwechselbarer Gesang steht dabei im Zentrum. Thematisch bewegt sie sich durch verschiedenste Erzählperspektiven und schafft dabei eine cinematische Atmosphäre, die ebenso persönlich wie universell wirkt. Die erste Single, der Titeltrack “New Radiations”, ist bereits samt einem von Nadler selbst realisierten (und mit diverse Motiven von Jenni Hensler angereicherten) Video zu hören. Das Album erscheint als LP und CD mit handsignierter Postkarte sowie digital und kein bereits vorbestellt werden.
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Planatia, Acrartep, Aerside, Inbuilt Obsolescence und Bad Actor im Berliner Block1
Für Kurzentschlossene: In Spreenähe im Osten Berlins findet am heutigen Donnerstag, den 5. Juni, die zweite Ausgabe von “Destroy/Rebuild” statt – eine kollektive Showcase-Reihe, die sich der experimentellen Musik in all ihren prozesshaften, fragmentierten und rohen Formen widmet. Was als konzeptueller Ausgangspunkt dient, ist ebenso schlicht wie radikal gedacht: Etwas wird klanglich erschaffen, dann zerstört, und genau dieser Akt der Zerstörung, die entstehenden Fragmente, Rückstände und Artefakte werden selbst wieder zur Grundlage neuer Musik.
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Electropoem Series One: Neuer Longplayer von Ali Balighi
Mit “Electropoem Series One” erscheint im September das sechzehnte Album des in Texas lebenden, iranischstämmigen Komponisten und Soundkünstlers Ali Balighi bei Post Orientalism Music. Die Veröffentlichung versammelt zehn elektroakustische Kompositionen, die ursprünglich im Mehrkanalformat konzipiert wurden und nun in sorgfältig gestalteten Stereoversionen zugänglich gemacht werden. Ausgangspunkt jedes Stücks ist ein poetischer Impuls, der in Klang übersetzt wird – Balighi versteht Poesie nicht nur als sprachlichen, sondern auch als klanglichen Ausdruck.
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Give Water To Birds: Zöj mit ihrem zweiten Album
Am 20. Juni erscheint mit “Give Water to Birds” das zweite Album des iranisch-australischen Duos ZÖJ bei Parenthèses Records. Die Veröffentlichung folgt anderthalb Jahre nach dem vielfach gelobten Debüt “Fel O Fenjoon” und vertieft dessen besondere musikalische Handschrift. ZÖJ, bestehend aus Gelareh Pour (Kamancheh, Qheychak, Gesang) und Brian O’Dwyer (Schlagzeug), erweitert auf dem neuen Werk ihr Klangspektrum durch den Gitarristen Brett Langsford. Seine Beiträge wirken nicht als zusätzlicher Baustein, sondern verändern subtil die Lichtverhältnisse innerhalb des musikalischen Gefüges. Es entsteht ein fein gesponnenes Zusammenspiel von Instrumenten, Stimmen und natürlichen Klängen, das sich spannungsvoll, oft langsam steigernd entfaltet.
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Weitere Reissue der Sun City Girls auf Three Lobed
Neben der Wiederveröffentlichung von “Famous Asthma / Tibetan Jazz 666″ bringen Three Lobed Recordings im Juli mit “Extra-Sensory Defection / Graverobbing in the Future” ein weiteres Album mit älterem Material der Sun City Girls a.k.a. Alan Bishop, Richard Bishop und Charles Gocher heraus – ebenfalls im Rahmen ihrer Reihe von Reissues der legendären Cloaven-Cassetten. Das ursprünglich 1989 erschienene Material umfasst Live-Aufnahmen und rare Studio-Mitschnitte aus der mittleren Phase der Band. “Extra-Sensory Defection” versammelt drei sehr unterschiedliche Stücke: Die fiebrig-verdichtete Komposition “Scarlet Prism Death Dance”, aufgenommen 1987 im Haus von David Oliphant, stammt laut Label aus der bislang schwer erhältlichen Kassette “The Multiple Hallucinations of an Assassin”.
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Marjaa: Rework des Albums von Mayssa Jallad durch Civilistjävel!
Ankündigung: In den kommenden Tagen erscheint bei Ruptured Records und Six of Swords Records eine besondere Veröffentlichung: Civilistjävel! legt mit “Marjaa: The Battle of the Hotels (Versions)” eine radikale Neuinterpretation des gleichnamigen Albums von Mayssa Jallad vor. Das Album erscheint als limitierte LP sowie digital. Das 2023 erschienene Originalalbum war eine vielschichtige Reflexion über einen zentralen Abschnitt der libanesischen Geschichte, den sogenannten Hotelkrieg in Beirut zu Beginn des Bürgerkriegs. Es verband Mayssa Jallads musikalisches Schaffen mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit über die urbane Archäologie dieses umkämpften Terrains. Nun transformiert Civilistjävel! – der schwedische Produzent Tomas Bodén – dieses Material in ein neues, düsteres und entrücktes elektronisches Gefüge.
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Spaceport One: CD und Fotobuch von Scolpaig
Gerade erscheint „Spaceport One“, das neue Album des unter dem Namen Scolpaig aktiven schottischen Künstlers beim Label Difficult Art And Music. Entstanden auf der schottischen Insel North Uist, dokumentiert das Werk eine Klangwelt, die durch den geplanten Bau eines kommerziellen Raumfahrtzentrums in ihrem Fortbestand bedroht ist.
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Reissue der Sun City Girls bei Three Lobed Recordings
Am 11. Juli erscheint bei Three Lobed Recordings eine Neuauflage zweier bislang nur auf Kassette veröffentlichter Arbeiten der seinerzeit aus Alan Bishop, Richard Bishop und Charles Gocher bestehenden Sun City Girls: “Famous Asthma” (1987) und “Tibetan Jazz 666″ (1988). Die beiden Titel gehörten zur sogenannten Cloaven-Kassettensammlung, einem zwischen 1987 und 1990 realisierten Tape-Projekt der Band, mit dem sie sich früh von herkömmlichen Veröffentlichungstakten lossagten. Spontaneität, Übermut und freie Form, so heißt es beim Label, standen im Vordergrund, vieles entstand in improvisierten Sessions, aufgenommen in Studios, Wohnwagen oder privaten Räumen, teils mit einfachsten Mitteln vervielfältigt und bei Konzerten verkauft.
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Sametou Sawtan: Album und Tour von Sanam
Die libanesische Band Sanam kündigt für den 19. September ihr zweites Album mit dem Titel “Sametou Sawtan” an, das bei Constellation erscheinen wird. Der Albumtitel bedeutet „Ich hörte eine Stimme“ – eine Formulierung, die offenlässt, ob man es mit etwas Unheimlichem oder Erleuchtendem zu tun hat. Diese Spannung durchzieht laut abel auch das neue Werk der sechsköpfigen Combo aus Beirut, das sich mit Fragen von Distanz, Verlust und Erinnerung auseinandersetzt. In einer Zeit zunehmender Migration aus dem Libanon verarbeitet die Band ein Lebensgefühl, das zugleich von Verankerung und Entfremdung geprägt ist.
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Eiko Yamada, Seiji Morimoto, Michael Doneda und Simon Rose im Berliner Kühlspot Social Club
Im Berliner Kühlspot Social Club treffen sich am 4. Juni zwei Duos, die auf sehr unterschiedliche Weise das akustische Zusammenspiel erkunden. Im ersten Set begegnen sich Eiko Yamada und Seiji Morimoto – sie mit Blockflöte, er mit Summern und Alltagsobjekten. Im zweiten Set stehen sich zwei Musiker gegenüber, die
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Organ Sequences: Fortsetzung der Konzertreihe in der Berliner Taborkirche
Die 26. Ausgabe der Konzertreihe Organ Sequences bringt erneut Acts der internationalen Klangkunst in die Taborkirche in Berlin-Kreuzberg und widmet sich der Orgel als einem Experimentierfeld zeitgenössischer Musik. Vier eigenständige Sets zeigen, wie vielschichtig und ungewöhnlich das Instrument gedacht und eingesetzt werden kann. Biliana Voutchkova und Dylan Kerr eröffnen den Abend mit einer intensiven, körperlich geprägten Klangperformance. Voutchkova, bekannt für ihren interdisziplinären Zugang zu Improvisation, Komposition und Bewegung, trifft hier auf Kerrs ritualhafte Theatralik, die Einflüsse aus liturgischer Musik ebenso aufgreift wie Elemente aus Protest- und Alltagskultur.
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Sunwise: Neuer Longplayer von Brìghde Chaimbeul
Brìghde Chaimbeul veröffentlicht am 27. Juni ihr neues Album “Sunwise” bei Glitterbeat. Bekannt für ihren unverwechselbaren Stil auf den schottischen Smallpipes, bewegt sich die Musikerin hier zwischen ihrer tiefen Verwurzelung in den gälischen Traditionen und subtiler Experimentierfreude. Das Werk folgt auf das gefeierte “Carry Them With Us” (2023) und stellt dem Label zufolge Chaimbeuls bisher stärkste Hinwendung zum Solospiel dar, wobei auch ihr zurückhaltender Gesang eine Rolle spielt.
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Der Industriepalast: Neuer Longplayer von Louise Rossiter
Gerade erscheint mit “Der Industriepalast” ein neues Album der Komponistin Louise Rossiter auf CD und als Download bei Oscillations. Nach der erfolgreichen digitalen EP-Teilveröffentlichung erscheint nun das vollständige Album, das in zwei Abschnitten ihre faszinierende Klangwelt in voller Länge präsentiert. Inspiriert von dem Materialisten Fritz Kahn und seiner berühmten Darstellung des menschlichen Körpers als Fabrik, verbindet Rossiter in diesem Werk “realistische” und imaginäre Soundscapes.
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Besides Myself: DJ Haram debütiert auf Hyperdub
“Beside Myself”, das Debütalbum von DJ Haram, erscheint am 18. Juli bei Hyperdub und setzt ein eindrückliches Zeichen inmitten einer Zeit verschiedener Krisen. Die in Brooklyn lebende Produzentin beschreibt das Album als ein Ventil für Wut und Trauer, aber auch als Ausdruck eines Gefühls der Entfremdung, der inneren Zerrissenheit und einer bewusste, durchaus auch kämpferisch verstandenen Außenseiterposition. Musikalisch versammelt das Album, wie es auch vom Label betont wird, ein dichtes, stilistisch kaum einzuordnendes Geflecht: DJ Harams charakteristische Handschrift zeigt sich in der Verbindung aus vorderasiatisch inspirierten Rhythmen und Sounds, noisigen Live-Produktionen, Jersey Club, Punk, Sampling, elektroakustischer Instrumentierung und tranceartigen Synth-Linien.
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Dictaphone und Andrea Belfi in Berlin
Ein Abend – zwei Konzerte: Am 29. Juni treten im Berliner HAU zwei Künstler auf, deren Arbeiten sich dem Experiment verschreiben, dabei aber ganz unterschiedliche Wege gehen. Oliver Doerell bringt mit Dictaphone eine neue Formation und die Musik seines kommenden sechsten Albums “Unstable” auf die Bühne. Der aus Brüssel stammende und in Berlin lebende Komponist verweist laut Programmtext in seinen neuen Stücken auf Einflüsse der belgischen Underground-Szene der 1980er-Jahre. Es entstehen spannungsreiche Verbindungen aus Jazz, Musique concrète und Anklängen an Post Punk.
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Omni Selassi, Prince Istari, PsicoViolenza, Tiziano Jian und Linxi: Konzernacht in Berlin
Am Freitag, den 6. Juni, findet in Berlin-Kreuzberg ein Konzertabend mit internationalen Gästen statt, deren Arbeiten in den Grenzbereichen experimenteller Elektronik angesiedelt sind. Es geht, wie es in der Ankündigung heißt, um Lärm, Bass, Improvisation, unerwartete Kontraste und das bewusste Ineinanderfließen unterschiedlichster Formen. Mit dabei sind Omni Selassi aus Bern, Prince Istari aus Hamburg, PsicoViolenza aus Neapel sowie die Berliner Acts Tiziano Jian und Linxi.
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mmPop: Neue Single von The Gray Field Recordings
Mit der Single “mmPop” meldet sich das Projekt The Gray Field Recordings der in Griechenland lebenden Musikerin R.Loftiss erneut zu Wort. Die amerikanische Künstlerin, bekannt auch durch ihre Mitwirkung bei Formationen wie Howling Larsens und den Black Lesbian Fishermen, lässt hier ein Stück hören, das in ruhigem, aber eindringlichem Aufbau ein subtiles Spannungsfeld entfaltet. “mmPop” ist ein langsames, warm tönendes Stück, dessen dröhnende, aber melodische Grundierung an Orgel- und Harmoniumklänge oder auch an Schiffssirenen erinnert. Dahinter arbeitet eine kaum merkliche Unruhe wie ein inneres Brodeln, das sich nicht in den Vordergrund drängt, aber das Gesamtbild prägt. Inmitten dieser schwebenden Klänge steht Loftiss’ klare Stimme: ein Folksopran, ungekünstelt und direkt, der dem Stück Erdung und eine sehr persönliche Note verleiht.
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