Für Kurzentschlossene empfehlen wir die heute eröffnende Die Ausstellung “Über Klang” in der Brotfabrik Galerie in Berlin-Weißensee. Die Veranstaltung widmet sich künstlerischen Arbeiten, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Phänomen Klang auseinandersetzen. Zu sehen sind Objekte, Installationen, Videos, Zeichnungen, Malereien und musikalische Grafiken von insgesamt 16 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Bezirk, namentlich Andreas Burger, Horst Dietzel, Daniela Fromberg, Stella Geppert, Cornelia Gutsche, Christian Kesten, Nadja Kracunovic, Brandon LaBelle, Tom Meier, Elke Mohr und Ingeborg Lockemann als Duo, Mirka Pawlik, DAG Przybilla, Inken Reinert, Stefan Roigk sowie Tim Tetzner.
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Archiv der Kategorie: News
The Fall of Spring Blooms: Auftakt der Berliner Konzertreihe Confronting Shadows
Für spontan Entschlossene: Mit “The Fall of Spring Blooms” beginnt im Petersburg Art Space eine neue Veranstaltungsreihe unter dem Titel “Confronting Shadows”, die an die frühere “Confronting Noises”-Reihe anknüpft. Kuratiert von Noise à Noise-Gründer Soheil Soheili mit Unterstützung von bringt dieser erste Abend einige prägnante Stimmen der Berliner Experimental- und Noise-Szenen zusammen, darunter auch Acts, die bereits bei vergangenen Ausgaben beteiligt waren. Eröffnet wird der Abend von den Howling Mystics, einer Zusammenarbeit zwischen Alexandra Kopelian (alias Growthrings) und Margaret Unknown. Ihr Auftritt steht für ein Wechselspiel zwischen kontrolliertem Lärm und improvisatorischer Verdichtung.
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Reise der Schatten: Soundtrack von Anthony Pateras auf LP
Mit “Reise der Schatten” erscheint auf Hallow Ground gerade das neue Album von Anthony Pateras, komponiert als eigenständiger Soundtrack zum gleichnamigen Animationsfilm des Schweizer Künstlers Yves Netzhammer. Die 29 meist kurzen Stücke entfalten eine faszinierend entrückte Klangwelt: mal zart instrumentiert, mal orchestral, manchmal fast hörspielhaft und von undefinierbaren Geräuschen durchzogen, stets jedoch geprägt von einer anrührenden, manchmal märchenhaft anmutenden Atmosphäre. Pateras verbindet hier Elemente experimenteller Klangkunst mit Anleihen bei Folk und elektroakustischer Soundbearbeitung. Ausgangspunkt waren eigens in Basel aufgenommene Metallophonparts, ergänzt durch weitere internationale Aufnahmesessions mit Musiker*innen aus Berlin, Zürich, Sydney und dem irischen Castlemaine.
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Forming Haze: Retrospektive von The Crippled Flower
Mit “Forming Haze” erscheint am 2. Mai auf dem Düsseldorfer Label TAL eine Retrospektive der Band The Crippled Flower – einer kaum bekannten Formation, die Mitte der 1980er zwischen Post-Punk, New Wave und einer auffallend sanften, introspektiven Melodik ihren eigenen Weg suchte. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1985 und 1986 und wurden im Heimstudio auf Vierspurgerät produziert. Dass die Band stilistisch nicht festgelegt sein wollte, zeigt sich in der Vielfalt der Stücke – mal elektronisch flirrend, mal fast poppig, dann wieder fragmentarisch und rau.
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The Might of Stars Sublime: Dirk Serries mt neuem Album auf Audiophob
Mit “The Might of Stars Sublime” veröffentlicht der belgische Musiker Dirk Serries sein erstes Album auf dem Leipziger Label Audiophob. Aufgenommen mit elektrischer Gitarre und Effektgeräten, bewegt sich das Werk im Spannungsfeld zwischen warmer, vielfarbiger Klangschichtung und rauen, körnigen Texturen, oft mit einem spürbar melancholischen Unterton. Weiterlesen
Shoedazey: Neuer Longplayer von Karen Zanes
Mit “Shoedazey” erscheint dieser Tage der neue Longplayer von Karen Zanes, ein Album, das sich zwischen verspielter Leichtigkeit und nachdenklicher Zurückhaltung bewegt. Die Sängerin, Songschreiberin und Mehrfachinstrumentalistin aus Neuengland hat alle Stücke selbst geschrieben, arrangiert, eingespielt und produziert, begleitet wird sie punktuell von befreundeten Musikerinnen und Musikern, etwa von Sheila Bommakanti (Pedal-Steel-Gitarre) oder von Ben Hillier und Ben Hampson (Live-Drums). Die Drumloops auf einigen Tracks stammen von Laurent Wirz.
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David Eugene Edwards und Al Cisneros mit gemeinsamer EP
Mit ihrer ersten gemeinsamen Veröffentlichung legen David Eugene Edwards (Wovenhand, 16 Horsepower) und Al Cisneros (Sleep, OM) eine 10″-EP vor, die zwei dichte, eindringliche Instrumentalstücke enthält. Beide Musiker nähern sich hier von unterschiedlichen Seiten einem dunkel konturierten, rituell-psychedelischen Sound an, der trotz seiner reduzierten klanglichen Breite auch aufgrund seines Detailreichtums beeindruckt.
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Gonçalo Almeida, Barbara Togander und Vasco Trilla debütieren als Rapid Zen
Das neu gegründete Trio Rapid Zen, bestehend aus Kontrabassist Gonçalo Almeida, Sängerin und Turntable-Virtuosin Barbara Togander und Schlagzeuger und Percussionist Vasco Trilla, veröffentlicht dieser Tage sein Debütalbum. Auf “Fried Brains” kreieren sie eine dynamische und wechselhafte Mischung einzigartiger Musik, indem sie rhythmische Muster mit Klangexperimenten verschmelzen. Dies erreichen sie durch die Kombination von Turntable-Sampling und Scratching, die einen ganz eigenen Klang erzeugt und mit einer breiten Palette verschiedener Techniken an Kontrabass, einem zwischen Spannung und Eskalation changierenden Schlagzeug und einer markanten Stimmarbeit interagiert. Das Album erscheint als LP und digital bei Deflaz Records.
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Debütalbum des Sverre Sæbø Quintet auf Sauajazz
In den kommenden Tagen erscheint beim Label Sauajazz das Debütalbum des bereits durch Konzerte bekannten und beliebten Sverre Sæbø Quintet mit dem Titel “If, however, you have not lost your self control”. Der norwegische Bassist und Komponist Sverre Sæbø versammelt in seinem Quintett einige der markantesten jüngeren Stimmen der lokalen Szene: Aksel Røed, Heidi Kvelvane, Andreas H. Hatzikiriakidis und Amund Nordstrøm. Die Stücke wurden gezielt für diese Besetzung geschrieben und zeichnen sich durch eine Mischung aus verspielter Energie und struktureller Klarheit aus.
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Zone 19: Ali Balighi erforscht das 19-ED-System auf neuem Album
Mit “Zone 19: An Algorithmic Journey Through the 19-EDO Soundscape” setzt der in den USA lebende iranische Komponist Ali Balighi seine Auseinandersetzung mit alternativen Tonsystemen fort. Nach früheren Arbeiten im 12-EDO- und 24-EDO-System sowie mit persischen Modi widmet sich Balighi nun den 19 gleichstufig geteilten Oktavschritten, die ihm neue melodische und harmonische Möglichkeiten eröffnen. Das Album entstand in enger Zusammenarbeit mit eigens entwickelten Algorithmen: “By automating time-consuming tasks, artificial intelligence allowed me to focus on the aesthetic and structural aspects of the music,” erklärt Balighi. Dennoch bleiben die endgültigen Entscheidungen klar menschlich geprägt.
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Out Of The Blue: Neuer Longplayer von Tomo-Nakaguchi
In Kürze erscheint mit “Out Of The Blue” das neue digitale Album des japanischen Musikers und Klangkünstlers Tomo-Nakaguchi bei Audiobulb. In seiner dritten Veröffentlichung bei dem Label vertieft Nakaguchi seinen vielschichtigen Ansatz zwischen songhaft eingefärbten Experimenten, akustischer Texturarbeit und elektroakustischer Klangkomposition. Der in Yokohama lebende Künstler, verbindet auf dem neuen Album gezielt bearbeitete Gitarrenschichten mit Sampler, Field Recordings, manipulierten
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Katapult: Neue LP von Pierre Borel
Pierre Borels neues Album “Katapult” erscheint in Kürze bei Umlaut Records und ist eine Art Selbstversuch mit offenem Ausgang: ein Solo für Saxophon und Schlagzeug – gleichzeitig gespielt. In vier Stücken erkundet der Musiker, wie weit sich die Gleichzeitigkeit von Melodie, Rhythmus und Körperkoordination treiben lässt. Was zunächst wie eine technische Herausforderung wirkt, entwickelt sich, wie es vom Label heißt, zu einem fein ausbalancierten System aus Überlagerungen, Brüchen und punktgenauer Spannung.
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Leonie Roessler, Soheil Soheili, Simon Rose und Matthias Bauer im Berliner PAS
Im Rahmen eines Doppelkonzertabends im Petersburg Art Space treffen am 30. April zwei improvisierende Duos aufeinander, deren Ansätze sich durch unterschiedliche ästhetische Schwerpunkte auszeichnen. Der britische Saxophonist Simon Rose und der Berliner Kontrabassist Matthias Bauer – beide seit Jahrzehnten in der freien Szene aktiv – arbeiten mit spontanen Verdichtungen und Kontrasten. Ihr Zusammenspiel lebt vom Wechsel zwischen klanglicher Reduktion und eruptiven Ausbrüchen, ohne sich festen Formen zu unterwerfen. Neben zahlreichen anderen Aktivitäten ist der zunächst im Bereich Drama in Erscheinung getretene Rose durch seine Arbeit
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The Prosperity Of Vice, The Misfortune Of Virtue: Merzbow-Reissue auf Room40
Mit “The Prosperity Of Vice, The Misfortune Of Virtue” erscheint am 9. Mai eine wiederveröffentlichte Merzbow-Arbeit aus dem Jahr 1996 neu bei Room40 – von Lawrence English vollständig remastered und um eine zusätzliche Aufnahme aus den ursprünglichen Sessions ergänzt. Entstanden ist das Album ursprünglich als Theatermusik für eine Produktion der Gruppe Romantica, basierend auf Texten des Marquis de Sade. Masami Akita lotet hier eine breitere Palette an Ausdrucksformen aus als in vielen seiner bekannteren Veröffentlichungen der Ära, neben massiv verdichteten Noise-Strukturen treten z.B. auch rhythmische. Das Werk gehört zu jenen Merzbow-Alben, die bislang nur in sehr eingeschränktem Umfang zugänglich waren und zeigt eine Seite seines Schaffens, die auf die Anforderungen theatraler Kontexte reagiert, ohne seine charakteristische Materialbehandlung aufzugeben.
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Caspar Brötzmann Massaker und Aidan Baker im Berliner Bi Nuu
Caspar Brötzmann Massaker kehren am 11. Juni für ein seltenes Berliner Konzert ins Kreuzberger Bi Nuu in den Räumen des U-Bahnhofs Schlesisches Tor zurück. Das Trio um Gitarrist Caspar Brötzmann, dessen musikalische Handschrift geprägt ist von schroffen Riffs, eruptiven Lautstärkeverschiebungen und einem kompromisslosen Ausdruckswillen, bleibt auch nach Jahrzehnten ein Ausnahmefall im Kosmos experimentierfreudiger Musik. In der Kombination aus kontrollierter Wucht und improvisatorischer Offenheit setzt die Band auf physische Direktheit, ohne je ins bloß Effektvolle zu kippen.
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Minimum Gaudium und Aunt: Doppelkonzert in Berlin
Für Kurzentschlossene: Heute am 25. April 2025, präsentieren Minimum Gaudium und Aunt ihre Debüt-EPs in der von Munsha kuratierten Veranstaltungsreihe GLASS in Berlin-Kreuzberg. Abgerundet wird der Abend durch ein DJ-Set des Turntable-Duos Cate Hops und Junktion. Minimum Gaudium, ein Berliner Trio italienischer Herkunft bestehend aus Luca Canciello (Elektronik), Marco Bianciardi (Drums) und Tiziano Jian (E-Bass), verbinden in ihrer Musik experimentellen Rock, elektronische Texturen und Einflüsse aus Neuer Musik.
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Before the Skeletal Dance of our Festering Jesters: Comeback und Albumdebüt der Flesh Eating Society
Gerade erscheint mit “Before the Skeletal Dance of our Festering Jesters” das erste vollständige Album der Flesh Eating Society seit 2018. Das Duo Blind Johnny Smoke und The Juddaman verarbeitet darauf sowohl politische Frustration als auch persönliche Umbrüche. Nach einem plötzlichen, weitgehenden Hörverlust Ende 2023 ist Blind Johnny, der bis auf einen Gastbeitrag alle Songlyrics verfasst hat, nur noch in der Lage, tiefe Frequenzen wahrzunehmen – ein Umstand, der das basslastige Klangbild des Albums entscheidend mitprägt. Musikalisch bewegt sich das Werk im weiten Feld zwischen Drum’n’Bass, Electronic Body Music und noisigen Fragmenten. Die oft rhythmisch vorgetragenen Texte wirken wie eine persönliche Abrechnung – sprachlich vielschichtig, direkt, zornig. Melodische Synthiepassagen setzen Kontraste, doch insgesamt bleibt der Sound rau und unversöhnlich. “Before the Skeletal Dance of our Festering Jesters” ist eine kompromisslose Auseinandersetzung mit einer Welt im Zerfall – und dem Versuch, trotz wachsender Einschränkungen künstlerisch Haltung zu bewahren. Es erscheint als streng imitiertes Tape und digital bei Cruel Nature Records.
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Tristwch y Fenywod: Erstes Konzert in Berlin
Am Mittwoch, den 14. Mai, gastiert das walisischsprachige Trio Tristwch y Fenywod im Berliner Urban Spree und somit erstmals live in der Stadt. Die im englischen Leeds gegründete Band, bestehend aus Gwretsien Ferch Lisbeth, Leila Lygad und Sidni Sarffwraig, spielt einen düster-experimentellen Mix aus Gothic Rock, elektronischen Beats und folkloristisch geprägter Instrumentierung. Nach nur wenigen Konzerten in ihrer Heimat und einem Live-Demo hat die Band Anfang des Jahres ihr Studio-Debüt über Night School veröffentlicht.
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Thoracian Blue: Soloalbum von Jeremy Hunt alias Moss And The Cowpunchers
Mit “Thoracian Blue” legt Jeremy Hunt alias Moss & The Cowpunchers den letzten Teil der NoiseFeast-Reihe vor – einer Serie, die sich als Ableger des inzwischen kultisch rezipierten QOHELETH-Albums “Black Kite Broadcasts” versteht. Hinter dem Namen verbirgt sich ein Projekt aus dem Umfeld eben dieser amerikanischen Experimentalformation QOHELETH, die sich nach dem biblischen Buch Kohelet benannt hat, bekannt für seine zumindest vordergründig betrachtet untypische Botschaft und die an einen dramatischen Monolog erinnernde Sprache.
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