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	<title>African Paper &#187; Alif</title>
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		<title>Khyam Allami am 17.08. im Freiluftkino Kreuzberg</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Aug 2017 10:29:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alif]]></category>
		<category><![CDATA[Khyam Allami]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstag den 17. August stellt der Komponist, Musiker und Musikethnologe Khyam Allami zusammen mit einem vierköpfigen Ensemble im Freiluftkino Kreuzberg seine neuesten Arbeiten vor, präsentiert wird das ganze im Rahmen des &#8220;Wish You Were Here &#8211; AFAC MUSIC and &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/08/10/khyam-allami-am-17-08-im-freiluftkino-kreuzberg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag den 17. August stellt der Komponist, Musiker und Musikethnologe Khyam Allami zusammen mit einem vierköpfigen Ensemble im Freiluftkino Kreuzberg seine neuesten Arbeiten vor, präsentiert wird das ganze im Rahmen des &#8220;Wish You Were Here &#8211; AFAC MUSIC and FILM Summer Festival&#8221;. Im Anschluss an das Konzert wird Layla Bouzids Film &#8220;As I Open My Eyes&#8221; (Tunesien/Frankreich 2015) gezeigt, für den Allami die Musik komponierte. Allami, dessen Familie aus dem Irak stammt und der heute zwischen London und Beirut pendelt, spielt zahlreiche moderne und traditionelle Instrumente, v.a. aber die Oud-Laute, die 2011 auch im Zentrum seines Debüts &#8220;Resonance/Dissonance&#8221; stand. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/khyamallami.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14146" title="khyamallami" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/khyamallami.jpg" alt="" width="960" height="540" /></a><span id="more-14145"></span></p>
<p>In der Zeit darauf tourte er ausgiebig in verschiedenen Konstellationen, oft in Begleitung von Perkussionisten wie Vasilis Sarikis, in Berlin gastierten beide 2013 bei Club Transmediale im Vorprogramm von Sunn O))). Neben seinen Solo-Aktivitäten und Arbeiten für Film und Tanz ist er Mitglied von Gruppen wie Alif, die auf ihre Art traditionelle Musik mit Psychedlia, Funk und vielen anderen Einflüssen zusammenbringen.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/Ahf4mPNnVAU" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Auchs eine aktuellen Arbeiten beinhalten ein Mix aus ganz unterschiedlichen musikalischen Strömungen: &#8220;Multi-instrumentalist musician and composer Khyam Allami premiers a new work, commissioned by AFAC, featuring Layale Chaker (Violin), Christine Zayed (Qanun) Daniele Camarda (Bass Guitar) and Andrea Belfi (Drums &amp; Percussions). A cinematic and soundtrack-inspired exploration of Arabic electro-acoustic plucked strings and microtonal synthesis, as equally influenced by Gustavo Santaollala and Bohren und der Club of Gore as by Middle Eastern maqamand the slow complex rhythmic cycles of the Andalusian muwashshahat.&#8221;</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/X-0K2A-WnHE" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Donnerstag, 17. August, 20-21 Uhr<br />
Freiluftkino Kreuzberg<br />
Zugang über die Rückseite des Bethanien<br />
10997 Berlin-Kreuzberg</p>
<p>Eintritt: 7,50 € (ermäßigt 5 €)</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/events/321353218275930/">Event und Wegbeschreibung auf FB</a> </strong><br />
<strong><a href="http://www.khyamallami.com">Webseite Kham Allamis </a></strong></p>
<p><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/Ws-yrRADTZg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>THE DWARFS OF EAST AGOUZA: Bes</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/04/23/the-dwarfs-of-east-angouza-bes/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Apr 2016 05:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan Bishop]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Band, die aus Sam Shalabi, Alan Bishop und Maurice Louca besteht, nennt sich natürlich nur höchst ironisch Dwarfs, denn musikalisch sind die drei, die sich vor einigen Jahren eine Wohnung im Kairoer Bezirk Agouza teilten, alles andere als Zwerge. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/04/23/the-dwarfs-of-east-angouza-bes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/THEDWARFSOFEASTANGOUZA.jpe"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12017" title="THEDWARFSOFEASTANGOUZA" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/THEDWARFSOFEASTANGOUZA-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine Band, die aus Sam Shalabi, Alan Bishop und Maurice Louca besteht, nennt sich natürlich nur höchst ironisch Dwarfs, denn musikalisch sind die drei, die sich vor einigen Jahren eine Wohnung im Kairoer Bezirk Agouza teilten, alles andere als Zwerge. Eigentlich gab es in der Zeit gerade genug zu tun. Bishop hatte mit den<a href="http://africanpaper.com/tag/the-invisible-hands/"> Invisible Hands</a> gerade einen würdigen Nachfolger für die <a href="http://africanpaper.com/tag/sun-city-girls/">Sun City Girls</a> ins Leben gerufen, Shalabi arbeitete emsig mit dem <a href="http://africanpaper.com/2013/11/30/land-of-kush-the-big-mango/">Land of Kush</a>-Kollektiv und Louca, der wahrscheinlich schon Ideen zu seiner künftigen Band <a href="http://africanpaper.com/2015/09/05/alif-aynama-rtama/">Alif</a> ausbrütete, hatte gerade sein Solodebüt in den Regalen stehen.<span id="more-12016"></span></p>
<p>Da man sich aber ohnehin bei all diesen und weiteren Unternehmungen unter die Arme griff, bleib immer wieder Zeit zum ungezwungenen Jammen, und so waren irgendwann die Dwarfs of East Agouza geboren, eine Supergroup, in der das kreative Input aller drei gleichermaßen einfließen sollte.</p>
<p>Ein grooviger Bass, ein zeterndes Tenorsaxophon, eine von allerhand trikontinentalen Einflüssen geprägte Jazzgitarre und nordafrikanische Perkussion in allen möglichen und unmöglichen Variationen – wer bei diesen instrumentellen Zutaten funkige Psychedelic mit west- und nordafrikanischem Einschlag erwartet, liegt ganz richtig, doch die Musik verströmt auch den Geist leichtfüßiger Easy Listening-Musik, wie sie Mondo- und sonstige Genrefilmer in den 70ern liebten. Irgendwie passt das auch perfekt zu der titelgebenden altägyptischen Gottheit Bes, die nicht nur Beschützer der Menschen war, sondern auch ein sehr unterhaltsamer Gott mit einem Faible  – siehe Artwork – für&#8217;s Tanzen, einem Hang zur Groteske und zur Dreibeinigkeit.</p>
<p>Man kann „Baka of the Future“ gar nicht goutieren, ohne zumindest mit dem Fuß zu wippen, denn der repetitive Groove und die stylischen Handdrums sind so tanzbar wie <a href="http://africanpaper.com/2014/11/15/maurice-louca-benhayyi-al-baghbaghan-salute-the-parrot/">das letzte Solowerk Loucas</a>, der hier sämtliche Register seines Metiers zwischen traditionellen Rhythmen und vom <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wGbYG41-6wU">Mahraganat</a> beeinflusster Elektronik zieht. Coole Gitarrenparts und eine filmreife Mundharmonika sorgen für Kolorit, was die Musik allerdings am ehesten von jedem Easy Listening unterscheidet, ist ihre manchmal ins sperrige kippende Eindringlichkeit, wegen der man sie kaum ohne volle Aufmerksamkeit nebenbei rezipieren kann.</p>
<p>Bei jedem Stück und auch innerhalb jedes Stücks brechen sich neue &#8211; instrumentelle, melodische, rhythmische, harmonische &#8211; Ideen Bahn und oft leiten recht spontane Brüche neue Episoden ein. Manchmal gebärdet sich das Gitarrenspiel etwas kniedelig, just weil man es kann, dann jaulen die Saiten bluesig, weil es verdammt gut passt, dann sind arabische Einflüsse unüberhörbar, und ähnlich wie bei Shalabis Hauptband Land of Kush findet man sich in einem Kairoer Szenario wieder, das im besten Sinne einen Begriff wie polykulturell verdient. Subtile Synthietupfer und perkussive Ekstatik gehören da ebenso mit ins Bild.</p>
<p>Dann die zweite Scheibe: nach dem soliden Auftakt „Resinance“ das monumentale halbstündige „Museum of Stranglers“, das mit seinen Twangs und den klagenden und summenden Drones und mitreißenden Gitarrenparts so etwas wie ein Album im Album darstellt – unglaublich, denn „Bes“ wäre auch ohne dieses Finale furios gewesen. Just bei Nawa erschienen als Doppel-CD, Doppel-LP und dem obligatorischen Download. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nawarecordings.com/">Nawa Recordings</a></strong></p>
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		<title>ALIF: Aynama-Rtama</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/09/05/alif-aynama-rtama/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2015 05:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man muss viel regelmäßiger Musik aus dem nordafrikanischen und vorderasiatischen Raum hören, um ein Gespür für die Poptauglichkeit des Arabischen zu bekommen. Gesungen und im Kontext einer Musik, die mit westlichen Popkategorien kompatibel ist und trotz Wurzeln in der traditionellen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/09/05/alif-aynama-rtama/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/08/alifaynamartama.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10719" title="alifaynamartama" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/08/alifaynamartama-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man muss viel regelmäßiger Musik aus dem nordafrikanischen und vorderasiatischen Raum hören, um ein Gespür für die Poptauglichkeit des Arabischen zu bekommen. Gesungen und im Kontext einer Musik, die mit westlichen Popkategorien kompatibel ist und trotz Wurzeln in der traditionellen arabischen Musik zu unkitschig ist, um Exotismus zu befriedigen, bekommt die Sprache, die man hierzulande wohl doch meist nur im Vorbeigehen oder in politischen Nachrichten streift, einen ganz anderen Klang. Ihr für westliche Ohren oft etwas abgehackter Rhythmus entfaltet dabei eine ganz eigene Poesie. Eine Band, die sich in der Hinsicht<span id="more-10718"></span>hervorragend zum Einstieg eignet, ist Alif &#8211; ein Kollektiv, dessen derzeit fünf Mitglieder in den ungleichen Musikhochburgen Kairo und Beirut leben <a title="MAURICE LOUCA: Benhayyi Al-Baghbaghan (Salute The Parrot)" href="http://africanpaper.com/2014/11/15/maurice-louca-benhayyi-al-baghbaghan-salute-the-parrot/">und über deren Keyboarder Maurice Louca hier schon berichtet wurde</a>. Mit &#8220;Aynama-Rtama&#8221; (dt. &#8220;Wo immer es hinfällt&#8221;) legt das Quartett ein Debüt vor, das ich &#8211; wenngleich vom Schwerpunkt der Instrumentierung her wesentlich traditioneller geraten als Loucas Solodebüt &#8211; als durchweg poptauglich bezeichnen würde.</p>
<p>Die acht Stücke auf &#8220;Aynama-Rtama&#8221; sind wie kleine Vexierbilder, denn stets beginnen sie solide und greifbar und entpuppen sich im Verlauf doch immer als Irrgärten mit vielen unberechenbaren Abzweigungen. &#8220;Holako&#8221; geht gleich zur Sache und umgeht jedes langatmige Intro. Loucas Tasten und die hypnotische Oud von ex Sunn O)))-Supporter Khyam Allami legen das Fundament für Tamer Abu Ghazalehs leidenschaftlichen Gesang, Bass und eine treibende Drumsection kommen hinzu und bauen ein stabiles Songgebilde auf, nur um es am Ende, nach einigen kleinen Detonationen, explodieren zu lassen. Ich weiß nicht, ob sein textlicher Inhalt auch so destruktiv ist, der Text aus der Feder des irakischen Dichters Sorgon Boulus jedenfalls besingt einen Hulagu &#8211; so hieß auch der Mongolenführer, der im 14. Jahrhundert Boulus Heimatstadt Baghdad und mit ihr das Abbassidenreich in Schutt und Asche legte (aus Gründen des Respekts wurde die Kalifenfamilie nicht enthauptet, man wickelte sie stattdessen in Teppiche und ließ sie von einer Herde Pferde zertrampeln, aber das nur am Rande.)</p>
<p>Alle Songs haben ihren eigenen Charakter, steht bei einen mehr der Rhythmus in Zentrum, so ist es bei anderen der basslastige Groove, das gekonnte Zusammenspiel von Oud und Buzuq oder die berührenden Gesangsmelodien, bei denen Abu Ghazaleh stilvoll die Vokale langzieht und an ausgewählten Stellen schon mal ins Falsett kippt. Ich bin eigentlich niemand, der darauf Wert legt, dass jeder Ton immer an der richtigen Stelle sitzt, doch hier &#8211; sei es bei den Ornamenten des Oudspiels oder beim Stimmeinsatz &#8211; beeindruckt die Präzision schon deshalb, weil sie die Musik immer wieder in die Entgrenzung führt. Mal kulminieren Songs in eruptiven Höhepunkten, in denen für Augenblicke alle Regeln suspendiert scheinen, dann wiederum gleiten die instrumentellen Muster immer mehr ins spontan Improvisierte, bei dem man einen gewissen Jazzcharakter herauszuhören meint und alles wie ein chaotisches Jam wirkt.</p></div>
<div>
<p>&#8220;Aynama-Rtama&#8221; erscheint wie &#8220;Salute the Parrot&#8221; auf Allamis eigenem Nawa-Label und kann als weiterer Botschafter einer interessanten Metropole mit einer immer ergiebigeren Alternativkultur gelten &#8211; und ist, das nicht nur nebenbei, ungemein berührend und kurzweilig zugleich. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nawarecordings.com/">Nawa Recordings</a></strong></p>
</div>
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		<title>MAURICE LOUCA: Benhayyi Al-Baghbaghan (Salute The Parrot)</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/11/15/maurice-louca-benhayyi-al-baghbaghan-salute-the-parrot/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2014 07:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In seiner Geburtsstadt Kairo ist Maurice Louca eine der umtriebigsten Figuren der lokalen Musikszene, die so vielfältig in Erscheinung tritt, dass man kaum noch von Underground reden kann. Mit einheimischen Musikern gründete er Bands wie Alif, Bikya und die Dwarves &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/11/15/maurice-louca-benhayyi-al-baghbaghan-salute-the-parrot/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/11/mloucaparrot.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9559" title="mloucaparrot" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/11/mloucaparrot-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In seiner Geburtsstadt Kairo ist Maurice Louca eine der umtriebigsten Figuren der lokalen Musikszene, die so vielfältig in Erscheinung tritt, dass man kaum noch von Underground reden kann. Mit einheimischen Musikern gründete er Bands wie Alif, Bikya und die Dwarves of East Agouza, dazu kommen zahlreiche internationale Kollborationen und Arbeiten für Film und Theater. Unter dem Titel &#8220;Benhayyi Al-Baghbaghan (Salute The Parrot)&#8221; erscheint gerade sein zweites &#8220;Solo&#8221;-Werk, das natürlich alles andere als solo eingespielt wurde. Vielmehr versuchte er in einer zweijährigen Arbeitsphase, seine wichtigsten<span id="more-9557"></span>Einflüsse und Erfahrungen in ein zusammenhängendes Konzept zu bringen und ließ darin auch einer ganzen Reihe an alten und neuen musikalischen Mitstreitern zu Wort kommen.</p>
<p>Wer eine Ahnung von Loucas musikalischen Interessen hat und seine Bandbreite von Psychedelik über experimentell-elektronisches bis zu traditionell nordafrikanischen Musikarten kennt, rechnet bei dem Vorhaben mit der Quadratur des Kreises, und mag sich beim ersten Hörversuch sogar bestätigt fühlen: Wie eine von Detonationen durcheinandergeschüttelte Wunderkammer an diversen Klangzitaten scheint die Mixtur, die man hier recht verschwommen durch trunkene Augen erblickt. Die perkussive Grundierung aller acht Tracks stiftet am ehesten Kohärenz und bewahrt die Musik davor, nach allen möglichen und unmöglichen Richtungen auseinander zu driften. Eine perfekte Symbiose aus orientalischen Rhythmen und Zitaten aus dem Warenhaus elektronischer Beats, die ein Kollege treffend mit maschineller Straßenmusik assoziierte, zieht sich durch das Album, stets begleitet von groovigen Basslinien, für die gleich drei Virtuosen ins Boot geholt wurden. Der Gruß an den Papagei ist eine ausgesprochen tanzbare Sache, die mal grindigen, mal forsch-aufgeweckten Vocals des Kairoer MC Alaa 50 wirken dem keineswegs entgegen. Wenn Gastmusiker Alan Bishop (<a title="SUN CITY GIRLS: Eye Mohini (Sun City Girls Singles Volume 3)" href="http://africanpaper.com/2013/07/13/sun-city-girls-eye-mohini-sun-city-girls-singles-volume-3/">Sun City Girls</a>, <a title="THE INVISIBLE HANDS: s/t" href="http://africanpaper.com/2013/05/25/the-invisible-hands-st/">Invisible Hands</a> &#8211; zusammen mit <a title="LAND OF KUSH: The Big Mango" href="http://africanpaper.com/2013/11/30/land-of-kush-the-big-mango/">Sam Shalabi aus dem Land of Kush</a> wohl der auch im Westen bekannteste Beitragende) sein Saxophon verschwommen über die unruhige Szenerie streichen lässt, entsteht v.a. urbanes Kolorit. Nur ein Trottel stellt die CD ins Weltmusik-Regal, denn sie hat soviel mit Orientalismus ungefähr so viel zu tun wie Krautrock mit deutscher Folklore.</p>
<p>Trotz bauchtanzkompatiblen Rhythmen, trotz alter Streich- und Blasinstrumenten, trotz des fantasievollen Farbenrausches im Artwork von Maha Maamoun ist &#8220;Benhayyi Al-Baghbaghan&#8221; eher Mahlstrom als Idyll, dafür sorgen nicht nur schräge Computersounds und gelegentliches Feedbackgetöse, sondern ebenso die zahlreichen Brüche und Wendungen, die weder Hörer noch Tänzer zur Ruhe kommen lassen. So klingt er wohl noch am ehesten, der Big Mango am Nil, falls man ihn denn überhaupt in ein musikalisches Konzept pressen kann. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nawarecordings.com/">Nawa Recordings</a></strong></p>
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