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	<title>African Paper &#187; Angels of Light</title>
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		<title>SWANS: The Beggar</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jul 2023 02:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wucht, mit der die Swans 2010 mit &#8220;My Father Will Guide Me up a Rope to the Sky&#8221; nach ihrer selbst so betitetelten „reconstitution“ wiederkehrten, beeindruckte und wer die darauf folgenden (Doppel-)Alben „The Seer“, „To Be Kind“ und  &#8220;The &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/07/01/swans-the-beggar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/a3082583285_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36303" title="a3082583285_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/a3082583285_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> Die Wucht, mit der die <a href="http://africanpaper.com/tag/swans/">Swans </a>2010 mit &#8220;My Father Will Guide Me up a Rope to the Sky&#8221; nach ihrer selbst so betitetelten „reconstitution“ wiederkehrten, beeindruckte und wer die darauf folgenden (Doppel-)Alben <a href="http://africanpaper.com/2012/10/04/swans-the-seer/">„The Seer“</a>, <a href="http://africanpaper.com/2014/05/24/swans-to-be-kind/">„To Be Kind“</a> und  <a href="http://africanpaper.com/2016/06/25/swans-the-glowing-man/">&#8220;The Glowing Man“ </a>und die Konzerte  erlebte, die abseits der Lautstärke in ihrer schieren physischen Präsenz, Exzessivität und Überschreitung Band wie  Zuschauer an ihre Grenzen führten und dabei (auch) deutlich machten, was Musik noch immer kann, dem war klar, dass ein Ende irgendwann da sein würde und wenn auch nur aufgrund des fortschreitenden Alters der Beteiligten.<span id="more-36301"></span></p>
<p>Als Gira dann die Beendigung der Swans als feste Band verkündete, um sie als lose(re)s Kollektiv weiterzuführen, zeigte <a href="http://africanpaper.com/2019/10/26/swans-leaving-meaning/)">„Leaving Meaning“</a>  dann auch ein Zurückfahren des Eruptiven zu einem  etwas kontemplativeren Sound, u.a. mit fantastischen Gastbeiträgen von den Necks oder Baby Dee.</p>
<p>Der Nachfolger „The Beggar“, dessen Aufnahmen, wie in den letzten Jahren üblich geworden, Gira mit Vorabveröffentlichungen akustischer (Demo-)Aufnahmen der Stücke finanzierte, knüpft zum Teil daran an, erweitert das Klangbild aber auch.</p>
<p>„The Parasite“ beginnt mit ein paar Tönen der akustischen Gitarre, dazu Giras getragener Gesang: „Here I am, just empty skin“, hört man da und dann fordert er fast dämonisch flüsternd: „Come to me. Feed on me“ und leitet damit den zweiten Teil des Songs ein, der den Gesang mit Drones kombiniert und fast schon <em>uplifting </em>klingt. Auf „Paradise Is Mine“ wird mit repetetivem Bass und Schlagzeug eine dichte Soundwand kreiiert. Gira singt: „Learn to speak. Learn to fuck“ und stellt dann die zentralen Fragen: „Is there really a mind? “ […] Am I ready to die?“ <iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/HgtGHp2kfPQ" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe>„Los Angeles: City of Death“ hätte mit seinem druckvollen Schlagzeug und leicht hymnischen Charakter vielleicht auch gut auf <a href="http://africanpaper.com/2017/08/12/swans-the-great-annihilator-inkl-michael-gira-drainland/">„The Great Annihilator“ </a>gepasst. Gira entwirft hier eine apokalyptische Vision: „Here I am&#8230;Sucking colors from the root, of the syphilis fruit, flattening this land, scattering the sand, burning every tree, burning every book, pulverizing the ruins of the city that he shook“. „Michael is done“ legt durch Titelgebung eine autobiographische Lesart nah: „When Michael is gone, some other will come“: Die Thematisierung des Weiterreichens des Stabes oder die ewige Wiederkehr. Stücke wie „Unforming“, „No More Of This“ oder „Ebbing“ erinnern an Giras zurückhaltendere von Americana geprägte Arbeiten als Angels of Light. Das Titelstück ist eine dämonische Intonation: „I am the slaughter at your alter“ [sic]. Zwischendurch hört man Schreien und Gurgeln und wuchtiges Schlagzeug, Gitarre und Bass. „Why Can&#8217;t I have What I Want Any Time That I Want?“ beendet die erste CD mit Glocken und Drones. Dass Gira laut eigener Aussage hier versuchte, wie Chris Isaak in „Wicked Game“ zu singen, dabei aber scheiterte (vgl. auch den <em>signature tune</em> „Failure“ auf <a href="http://africanpaper.com/2015/12/05/swans-white-light-from-the-mouth-of-infinity-love-of-life/">&#8220;White Light From The Mouth Of Infinity&#8221;</a>), ist durchaus amüsant. Die zweite CD wird fast komplett eingenommen von „The Beggar Lover (Three)“, einem 43-minütigen Monster (das auf der LP-Version nur als Download verfügbar ist), auf dem Elemente von „The Glowing Man“, „Leaving Meaning“ und „The Beggar&#8221; collagiert werden. Das letzte Stück „Memorious“ ist ein druckvoller, rabiater Song mit Sprechgesang und unheimlichen Schreien &#8211; ein letztes Aufbäumen vor dem Ende.</p>
<p>Ob man daraus <a href="https://www.spiegel.de/kultur/musik/swans-todessehnsuechte-eines-toxikers-abgehoert-album-der-woche-a-56efb861-d322-45b8-abc3-867463fde6a8">„Todessehnsüchte eines Toxikers“</a> erkennt, wie kürzlich im Spiegel zu lesen war, sei dahingesellt. Giras Thematisierung von menschlichen Grenzerfahrungen, von Leiden, Vergeblichkeit, Schmerz und dem Batailleschen Heterogenen scheint für ihn offenbar einen kathartischen Charakter zu haben, wie er noch jüngst in einem <a href="https://glidemagazine.com/292896/swans-michael-gira-seeks-out-ghost-notes-and-offers-supplication-for-the-beggar-interview/">Interview </a>bemerkte: &#8220;I think a lot about abjection, and shame, and humiliation, and I’ve come to the conclusion that they are ultimately healthy states of mind, in that they act as a scalpel on one’s illusory sense of self.&#8221; Das ist vielleicht auch nicht die schlechteste Beschreibung dieses Albums. (MG)</p>
<p>Label:<a href="https://younggodrecords.com/"> Young God Records </a>/ <a href="https://mute.com/">Mute Records </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1716561523/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=611506183/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SWANS: Leaving Meaning</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Oct 2019 03:16:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer ursprünglich glaubte, Michael Giras Insistieren, dass es sich bei der Wiederbelebung der Swans vor knapp zehn Jahren nicht um eine Reunion, sondern um eine „reconstitution“ handele, sei bloß eine semantische Spitzfindigkeit, den sollten die in den letzten Jahren entstandenen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/10/26/swans-leaving-meaning/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/10/Swans_LeavingMeaning_artwork1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19183" title="Swans_LeavingMeaning_artwork" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/10/Swans_LeavingMeaning_artwork1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wer ursprünglich glaubte, Michael Giras Insistieren, dass es sich bei der Wiederbelebung der Swans vor knapp zehn Jahren nicht um eine Reunion, sondern um eine „reconstitution“ handele, sei bloß eine semantische Spitzfindigkeit, den sollten die in den letzten Jahren entstandenen Alben und insbesondere die Auftritte eines Besseren belehrt haben: Das erste Album der neuen <span id="more-19180"></span>Formation „My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky“ basierte auf Songs, die Gira ursprünglich für sein Folk/Americana-Projekt Angels of Light geschrieben hatte und auch wenn das eine beeindruckende und wuchtige Rückkehr war, so bewegte man sich weitgehend noch im herkömmlichen Songformat. Die darauf folgenden drei Doppelalben <a href="http://africanpaper.com/2012/10/04/swans-the-seer/">„The Seer“</a>, <a href="http://africanpaper.com/2014/05/24/swans-to-be-kind/">„To Be Kind“</a> und <a href="http://africanpaper.com/2016/06/25/swans-the-glowing-man/">„The Glowing Man“</a>, die sich durchaus als Trilogie verstehen lassen, lösten sich mit ihren eruptiven Stücken, die auch schon einmal eine halbe Stunde lang sein konnten, davon und auf den dazugehörigen Touren verzichtete man weitgehend darauf altes Material zu spielen. Die zwei bis drei Stunden dauernden Auftritte waren eine für Band wie Publikum physische Erfahrung bis an die Grenze zur Erschöpfung und es dürfte wohl kaum jemanden gegeben haben, der davon unberührt geblieben wäre.</p>
<p>Als Gira vor Veröffentlichung von „The Glowing Man“ verkündete, die Swans in dieser festen (Band-)Form aufzulösen und auf künftigen Veröffentlichungen mit einem losen Kollektiv von Musikern zu arbeiten, mag das nur konsequent gewesen sein, denn ähnlich wie man sich Ende der 90er fragen konnte, was nach dem monumentalen, fragmentierten und fragmentarischen <a href="http://africanpaper.com/2018/08/18/swans-soundtracks-for-the-blind-die-tur-ist-zu/">„Soundtracks for the Blind“</a> kommen solle/könne, schien auch nun ein Stadium erreicht worden zu sein, das nicht mehr zu halten war und nicht mehr überboten werden konnte.</p>
<p>Verglichen mit den letzten drei Doppelalben ist „Leaving Meaning“  (zumindest partiell) etwas zurückhaltender, weniger eruptiv, was schon mit dem kurzen Intro „Hums“ deutlich wird. „Annaline“ ist mit seinen vereinzelten Pianotönen ein ruhiges nachdenkliches Stück, bei dem Giras Gesang und die ganze Stimmung an seine Arbeit mit Angels of Light erinnern. Dagegen knüpft das treibende und repetetive „The Hanging Man“ &#8211; nicht nur aufgrund des Titels – mit seinem Zusammensiel von Perkussion und Bass an die letzten Alben an. Gira ruft (an): „Healer, come here soon“ und lässt den 11-Minüter mit den fast homophonen Ausrufen „NOT! SHOT. NOT. THOUGHT. KNOT! NOT! “ enden. Ursprünglich auf „Love Of Life“ veröffentlicht und für „Leaving Meaning“ neu arrangiert und instrumentiert, ist „Amnesia“ ein ruhiges von Akustikgitarre dominiertes Stück mit hymnischen Backing Vocals von Anna and Maria von Hausswolff. Auf dem Titelstück erschaffen die Australier von The Necks eine ruhige, leicht angejazzte Klangfläche, zu der Gira „I can see it / but not see it. I can feel it / but not keep it. I can touch it / but not hold it. I can be it / But not know it. I can reach it / But won’t touch it“ intoniert, um am Ende dann aber die Aufforderung zu geben: „Let’s go! Glorious“. Das drastisch betitelte, zehnminütige „Sunfucker“ reiht sich in die lange Liste der Stücke mit Sonnenmetaphorik ein und erinnert mit seiner unruhigen, dichten Klanglandschaft, zu der ab der Hälfte wuchtige Perkussion dazukommt, an die letzten Aufnahmen und wenn es heißt:„Surrender, surrender, go under bright water. The flooding is coming, give up to Sun Fucker. The naked, the crawling &#8211; they become us while burning “, dann kann man das fast als Beschreibung der Auftritte der Swans der letzten Jahre sehen. Selbst in seiner <a href="https://www.youtube.com/watch?time_continue=10&amp;v=8gjKazkHqZg">Demoversion</a> ist das Stück irritierend. Einen Moment des Innehaltens gibt es auf „Cathedrals Of Heaven“. Auf dem 12-minütigen „The Nub“, wieder mit The Necks, entsteht eine melancholische Klangfläche, &#8220;expansive soulscape&#8221;, heißt es auf dem neuen Album, zu der Baby Dee hypnotisch singt. „What Is This“ könnte man sich auch auf einem Angels Of Light-Album vorstellen. Beendet wird das Album von dem harschen und von karger Perkussion durchzogenen „My Phantom Limb“, auf dem die <em>spoken words</em> von Gira fast schon programmatisch klingen: &#8220;The imbecile is sacred. My spit in the dust is sacred.Your lover&#8217;s sentient hand is sacred. Fucking is sacred. Music is sacred.To give up is sacred. Silence is sacred. Mindlessness is sacred.&#8221;</p>
<p>Wenn als<a href="https://www.slantmagazine.com/music/review-swans-leaving-meaning-depicts-a-grim-and-unrelenting-hellscape/"> Kritikpunkt</a> gegen dieses Album vorgebracht wird, die Welt, die Gira in seinen Texte beschreibe, sei keine schöne, dann sagt das vielleicht mehr über den Rezensenten als über die Qualität dieses Doppelalbums und vielleicht mag man sagen, dass das neue Album<a href=" http://www.riffmagazine.com/album-reviews/swans-leaving-meaning/"> „verdaulicher“</a> als die letzten ist, aber die wohlwollend attestierte<a href=" https://www.sueddeutsche.de/kultur/popkolumne-oh-mama-halt-mich-aus-1.4650839"> „fast beschwingte Geisterbeschwörung.“</a> trifft es nicht, denn dafür ist &#8220;Leaving Meaning&#8221; im positivsten Sinne zu ver-störend.  (MG)</p>
<p><strong>Label:<a href="https://younggodrecords.com/"> Young God Records</a> (USA) / <a href="http://mute.com/">Mute</a></strong></p>
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		<title>SWANS: The Glowing Man</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2016 04:04:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Richard Powers Roman The Time of Our Singing sagt der Ich-Erzähler an einer Stelle: „most people wanted from music not transcendence but simply companionship, a tune just as bound by gravity as its listeners were“. Wer die Swans bei &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/06/25/swans-the-glowing-man/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/Swans.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12359" title="Swans" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/06/Swans-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In Richard Powers Roman <em>The Time of Our Singing</em> sagt der Ich-Erzähler an einer Stelle: „most people wanted from music not transcendence but simply companionship, a tune just as bound by gravity as its listeners were“. Wer die Swans bei einem ihrer zahlreichen Auftritte erlebt hat, der braucht nicht einmal auf Michael Giras <a href="http://younggodrecords.com/products/the-glowing-man">Äußerung</a> zum neuen Album zu verweisen (“I’m decidedly not a Deist, but on a few occasions – particularly in live performance – it’s been my privilege, through our collective efforts, to just barely grasp something of the infinite in the sound and experience generated by a force that is definitely greater than all of us combined.”), <span id="more-12358"></span>der weiß auch so, dass die Musik, die die Swans in den letzten Jahren gespielt haben, tatsächlich weit davon entfernt ist, dem Gesetz der Gravitation zu folgen – wenn man die Metapher wieder aufgreift -, zu sehr waren die Auftritte physische wie die Songform erschöpfende Momente &#8211; vielleicht letztlich ein gigantischer Potlatch (wie ich bezogen auf den Vorgänger &#8220;To Be Kind&#8221;<a href="http://africanpaper.com/2014/05/24/swans-to-be-kind/"> schrieb</a>).</p>
<p>Insofern ist es eventuell letztlich nicht so überraschend, dass Gira einige Zeit vor Veröffentlichung des Albums davon sprach, dass „The Glowing Man“ das letzte in der jetzigen Inkarnation der Band sei, denn nach vier Alben (drei davon Doppelalben) und vielen Tourneen ist vielleicht ein Punkt erreicht, an dem ein Weitermachen in dieser Form einfach nicht mehr möglich ist.</p>
<p>Das Album wird von dem 12-minütigen „Cloud of Forgetting“ eröffnet: Drones, zu denen eine Akustikgitarre und ein Piano hinzukommen. Dann ein Anruf Gottes „Save us“ (Gira selbst nennt das Stück „Gebet“), um am Ende dann „I am blind“ auszustoßen. Das ist ein fast meditatives Stück, das allerdings mit perkussiver Wucht ausklingt. “Cloud of Unknowing” knüpft daran an: Geigen driften ins Atonlale, erst nach sechs Minuten setzt das Schlgazeug ein. Zuerst das Changieren zwischen „Ah I am, I am NOT“, dann schließlich die Ausrufe:„Jesus feeler, Zombie sucker, Zombie healer, Monster eater&#8221;.  Das kurze „People Like Us“ weist Amerikanaeinflüsse auf, knüpft vielleicht an Angels of Light an. Hieß es schon auf &#8220;The World Looks Red / The World Looks Black&#8221;  &#8220;Follow the Sleeper&#8221;, so singt Gira hier: “People like us need a dream to escape. People like us, we need to sleep to awake”, damit dem Somnambulen einen Moment des Erkennens zuweisend. Das Drogenabusus thematisierende “Frankie M” wird von Drones eröffnet und die Stimmen Giras und Kaela Sinclairs erzeugen fast eine transzendente Atmosphäre– dass Gira Charlemagne Palestine-Fan ist und vor Jahren auf Young God Records<a href="http://younggodrecords.com/pages/palestine-coulter-mathoul"> ein Album </a>von ihm veröffentlichte, überrascht nicht. Natürlich gibt es  hier wieder Passagen, die endlos so weitergehen könnten. Überhaupt wird hier erneut stark mit Wiederholung(en) gearbeitet. Auch das Crescdendohafte der meisten Tracks knüpft an die beiden Vorgänger an. Das Titelstück enthält sogar eine Passage aus „Bring the Sun“ von „To Be Kind“. Dennoch hat man den Eindruck, dass das Album leichter/lichter als die beiden Vorgänger ist und es trotz aller Wucht Momente der Kontemplation gibt: „Cloud of Unknowing“ hat Passagen, auf denen Thor Harris‘ Perkussion fast wie Kirchengocken klingen. Textlich gibt es aber immer noch und immer wieder Momente der Gewalt, was exemplarisch an Zeilen wie „Break a glass, stab his eye, choke his neck, nothing’s left“ („Frankie M“), “The sky shows a bruise where our fingers have touched“ („Peolple Like Us“) oder „Joseph is cutting my arm on his bed“ (&#8220;The Glowing Man“) deutlich wird. Das von Giras Frau Jennifer gesungene folkige „When Will I Return?“ beschreibt offensichtlich eine Sexattacke auf sie: “When will this pig-man stop?“ singt sie, um dann aber die Kraft des Überstehens zu feiern: „Then I crawl across the road […] I’m alive“. Das Stück ist vor dem Hintergrund der Anschuldigungen Larkin Grimms sicher doppelt kontrovers. Eine <a href="http://www.tinymixtapes.com/music-review/swans-glowing-man">ganze</a> <a href=" http://thequietus.com/articles/20439-swans-the-glowing-man-album-review">Reihe</a> <a href="http://consequenceofsound.net/2016/06/album-review-swans-the-glowing-man">von</a> <a href=" http://drownedinsound.com/releases/19480/reviews/4150146">Besprechungen </a>des Albums thematisieren die Problematik des Rezensierens vor diesem Hintergrund durchaus differenziert. Dass Gira in seinem Werk (anders als z.B Cliff Richard oder Bill Cosby)  selten(st) eine heile Welt präsentiert hat, sondern sich immer mit den Schatten-,  und Nachtseiten des (Zusammen-)Existierens auseinandergesetzt hat und dabei auch schon einmal Realität und Fiktion<a href=" https://www.youtube.com/watch?v=GeNc4tI5km8"> vermischt </a>hat, macht die Sache vielleicht nicht einfacher, gleichzeitig sollten Urteile nicht von dem entfesselten Mob in den sozialen Netzwerken gefällt werden.</p>
<p>Abschließend kann man noch sagen, dass sich wieder eine Lichtmetaphorik findet, die es schon weitaus länger als erst seit den letzten Alben gibt (vgl. das ambivalente „I am the Sun“ auf „The Great Annihilator“ oder „God Damn the Sun“ auf dem von Gira gehassten Album „The Burnng World“). Auf dem Abschlusstrack „Finally, Peace“ wird die Sonne zu „A ruinous eyesore&#8221;, bevor es dann „all creation is hollow – and a picture’s a shadow“ heißt. Beendet wird das Album dann aber &#8220;friedlich&#8221; (?) mit den endlos wiederholten Worten „your glorious mind“. Sieht man das Album als Abschluss einer Trilogie, wie es einige Rezensenten getan haben, dann kommt dieser letzte Teil einem <em>happy ending </em>vielleicht nicht nahe, aber näher als e<em>s </em>den Swans je zuvor gelungen ist. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://mute.com/">Mute</a> / <a href="http://younggodrecords.com/">Young God Records</a></strong></p>
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		<title>SWANS: The Seer</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Oct 2012 20:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als die Swans 1996 mit „Soundtracks For The Blind“ das letzte Studioalbum für 14 Jahre  veröffentlichten, waren das zwei CDs voller Loops, Collagen, Fragmente, ausufernder Stücke, die das vorwegnahmen, was später Postrock genannt werden sollte und auf gewisse Weise war &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/10/04/swans-the-seer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/10/Swans-seer.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5435" title="Swans seer" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/10/Swans-seer-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als die Swans 1996 mit „Soundtracks For The Blind“ das letzte Studioalbum für 14 Jahre  veröffentlichten, waren das zwei CDs voller Loops, Collagen, Fragmente, ausufernder Stücke, die das vorwegnahmen, was später Postrock genannt werden sollte und auf gewisse Weise war das auch ein Eingestehen, dass man das, was musikalisch möglich war, ausgeschöpft und erschöpft hatte, ähnlich vielleicht wie das Spätwerk Shakespeares Theaterkonventionen und das, was zur damaligen Zeit aufführungstechnisch möglich war, sprengte.<span id="more-5434"></span> Als Gira dann verkündete, er wolle nach sieben Alben mit seinem Folkprojekt Angels of Light ein neues Album mit den Swans aufnehmen, betonte er, es handele sich nicht um eine Reunion, sondern um eine<a href=" http://www.rockfeedback.com/feature/1324/swans-to-reconstitute-an-open-letter-from-michael-gira"> „reconstitution“</a>. Man mag das als semantische Spitzfindigkeit abtun, aber als dann „My Father Will Guide Me Up A Rope To The Sky“ 2010 erschien, war man erstaunt ob der Wucht der Stücke, die sich allerdings alle in einem relativ überschaubaren Songformat bewegten, und die das Epische und Fragmentarische des 1996 veröffentlichten Doppelalbums zurücknahmen, was sicher auch damit zu tun hatte, dass der Großteil der Songs eigentlich für ein Angels of Light-Album gedacht war. Schon in damals entstandenen Interviews thematisierte Gira allerdings den Wunsch aus diesen Formaten auszubrechen und die dann folgende lange Tour zeigte dann eine Band, die diese Strukturen tatsächlich aufbrach und überschritt – nachzuhören auf dem Livedoppelalbum „We Rose From Your Bed With The Sun In Our Head“.</p>
<p>Schon „Lunacy“, der Opener des neuen Doppelalbums &#8220;The Seer&#8221;,  verdeutlicht, dass man sich von dem Vorgänger entfernt, dabei scheinen die Texte bei den ausufernden Songs nur eine untergeordnete Rolle zu spielen und Gira hat schon mehrfach<a href="http://www.guardian.co.uk/music/2010/oct/19/swans-michael-gira-lyrics"> darauf hingewiesen</a>, dass sich das oft von Slogans beeinflusste Texten für die Swans von der Herangehensweise bei den eher narrativen Angels of Light-Stücken unterscheidet. Auf sechs Minuten wird ein Klangwall erzeugt, bei dem es überrascht, dass Giras Gesang recht sanft ausfällt, auch dann, wenn er mit der Unterstützung der Low-Mitglieder Al und Mimi Zeilen wie „hide beneath / your monkey skin / feel his love / nurture him / kill the truth /or speak the name: Lunacy!“ intoniert. Das zehnminütige „Mother of the World“ wird von Singen und Stammeln und repetetiven Momenten bestimmt und die Wiederholung spielte schon immer eine zentrale Rolle im Werk Giras, was David Keenan vor einiger Zeit zu der Metapher der „paucity of architectural vision behind [Gira's] songwriting“ greifen ließ. Dass das aber sogar bei akustischen Stücken gelingen kann, beweist <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1UkctuGlOug">dieser Auftritt</a><a>.</a></p>
<p>Im Gegensatz zu diesen vitalistischen Tracks gibt es aber auch so etwas wie den Eineinhalbminüter „The Wolf“, auf dem Giras Stimme nur von Rauschen im Hintergrund begleitet wird und dessen letzte Zeilen man fast unter das Erlebnis eines Swans-Auftritts setzen könnte: „I am bruised/but I am raised“. Das Titelstück ist eine Kakophonie, die fast gänzlich ohne verständliche Worte auskommt. Auf „The Seer Returns“ (mit Backing Vocals von Jarboe) vernimmt man ebenfalls Ekstase und Entgrenzung und den ruhigen, fast dämonischen Sprechgesang: „All the people are fucking: they&#8217;re just a pile of writhing, selfish bliss“. Man könnte fast glauben, der oftmals Cowboyhut tragende Gira habe „love“ und „hate“ auf die Knöchel seiner Hände tätowiert. Etwas ruhiger, aber nicht weniger verstörend, fällt die Wüstenharmonianummer „93 Ave. B Blues“ aus, die in einem Crescendo aus Schlagzeug und Gitarre untergeht, bevor die erste CD mit der reduzierten Akustiknummer „The Daughter Brings The Water“ ausklingt. Das von der Yeah Yeah Yeahs-Sängerin Karen O vorgetragene folkige „Song For a Warrior“, das das zweite Album eröffnet, wirkt – wie schon an <a href="http://www.brainwashed.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=9373:swans-qthe-seerq&amp;catid=13:albums-and-singles&amp;Itemid=133">anderer Stelle </a>bemerkt wurde, trotz des brachialen Textes („use your sword, use your voice and destroy, and destroy, then begin again“) etwas deplatziert, was vielleicht (auch) daran liegen mag, dass die Swans in ihrer jetzigen Inkarnation eine extremst maskuline Band, die kein bisschen das ist, was von manchen Personen mit dem äußerst unschönen Wort &#8220;durchgegendert&#8221; bezeichnet wird. „Avatar“ dagegen ist ein weiterer von Phil Puleos und Thor Harris&#8217; Perkussion geprägtes Stück; die beiden erzeugen eine wahre Klangmauer, in die Giras vergleichsweise milder Gesang einbricht. „A Piece Of The Sky“ beginnt mit unidentifizierbaren knisternden Klängen, bevor Jarboes Vokalfragmente und dann dichte Streicherdrones einsetzen. Nach etwa zehn Minuten Experiment beginnt dann ein Song, den man fast auf einem der Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre verröffentlichten Alben verorten könnte, die die melodischste Phase der Bandgeschichte dokumentieren. Aber auch hier ist der Text weit von Entspannung entfernt: „in the blood of the swans as the sun fucks the dawn“. Abgeschlossen wird das Album von &#8220;The Apostate“, das nach einem mehrminütigen Vorspiel zu einer aus Perkussion und Gitarren bestehenden Klangwand wird und an dessen Ende Gira singt, stammelt und in Zungen spricht: „We&#8217;re on a ladder to god / we are blessed! We are blessed! Fuck! Bliss! Fuck! Bliss!“</p>
<p><a href="http://networkawesome.com/mag/article/the-road-gang-an-interview-with-michael-gira-of-the-swans">Kürzlich </a>meinte Gira: „the actual, human-generated sounds are what interest me. I don’t really like music that isn’t made physically by a human being. I like some electronic music, but I really like performers that, kind of&#8230; have to struggle. It’s like working on the road gang, or something.“  In diesem Zitat steckt vieles drin, was die Swans ausmacht(e): Die Betonung des „Ringens“ und das (sowohl für die Musiker als auch für die Zuschauer und Zuhörer) extrem Physische der Musik. Man könnte jetzt ein Riesenfass aufmachen und das Dionysische der Musik betonen, Georges Bataille aus dem Hut zaubern und das Erreichen von Ekstase und Transzendenz durch Entgrenzung und Überschreitung thematisieren, aber vielleicht führt das alles zu weit und es reicht zu sagen, dass „The Seer“ ein Album ist, das das besitzt, was gute Musik ausmachen sollte: Es ist aufregend! Und obwohl die Texte des Albums von einer Lichtmetaphorik durchzogen sind, sollte man bedenken, dass auf dem Cover von Coils &#8220;Love&#8217;s Secret Domain&#8221; zu lesen war:„out of light cometh darkness“. Nach dem Hören von „The Seer“ kann man das glauben. Falls Gira dann der &#8220;Seher&#8221; des Titels ist, ist er ein Haruspex.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p>Label: <a href="http://younggodrecords.com/">Young God Records </a></p>
<p>Band: <a href="http://www.facebook.com/pages/Swans/13879391977">Facebook</a></p>
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