Am 16. April 1746 ereignete sich auf dem schottischen Culloden Moor die letzte und zugleich wohl brutalste Schlacht auf dem Boden des neuzeitlichen Großbritannien. In nur etwas mehr als einer Stunde besiegte eine rund neuntausend Mann starke englische Regierungsarmee eine etwa halb so große Zahl erschöpfter Jakobiten während eines ihrer Aufstände. „In one hour and eight minutes by bayonet, musket fire, round shot and grape shot the Highland Clansmen, armed with bull skin shields and claymores, are reduced to ‘twitching limbless corpses’“, heißt es im Abspann von Peter Watkins Spielfilm „Culloden“ (1964), der die Ereignisse mit Gräueltaten des Vietnam-Krieges in Verbindung bringt. Auch nach der Schlacht kam es zu Übergriffen marodierender Regierungstruppen an der regionalen Bevölkerung.
Die Schlacht bei Culloden ist auch Thema einer neuen Bilderserie des schottischen Künstlers Andrew Gilbert, über den African Paper schon mehrfach berichtet hat, u.a. im Zusammenhang seiner letztjährigen Ausstellung mit David Tibet in Berlin. Weiterlesen