Mit “Garry Kasparov vs Deep Blue” erscheint Anfang Mai bei Flaming Pines ein neues Album von Francis Heery, das sich einem historischen Schachduell widmet. Ausgangspunkt ist das Match von 1997 zwischen dem berühmten Schackmeister Garry Kasparov und dem IBM-Computer Deep Blue. Heery, so erfährt man vom Label, übertrug die Spielzüge zunächst per Hand und entwickelte daraus eine Komposition, die er selbst als eine Art biologischen Algorithmus beschreibt.
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Punctum: Petr Válek, Jara Tarnovski und Ondřej Merta erkunden die Klänge eines Ortes
Gerade erscheint “Punctum” von Válek Merta Tarnovski als CD und zum Download bei Flaming Pines. Das in Tschechien ansässige Trio bestehend aus Petr Válek, Jara Tarnovski und Ondřej Merta nähert sich der Frage, wie ein Aufführungsort selbst klingen kann, auf konkrete Weise. Für die Aufnahmen wurden Gegenstände aus dem bekannten Prager Venue Punctum zusammengetragen: Töpfe, Pfannen, ausrangierte Haushaltsgeräte, alte Fahrräder sowie Steine und Äste aus dem Außenbereich.
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Soundwalkscapes: Zweiter Teil der Sammlung von Viv Corringham
Viv Corringham veröffentlicht mit “Soundwalkscapes (Volume 2)” eine neue Sammlung ihrer stimmlich geführten Klangbeobachtungen, erneut entstanden aus monatlichen Spaziergängen, vor Ort aufgenommenen Geräuschen und improvisierter Stimme. In ihrer Methode geht es nicht um Zurückhaltung, sondern um Präsenz: Corringham mischt sich hörbar in ihre Umgebung ein, sei es mit einem bestellten Cappuccino, einem gesanglich imitierten Insekt oder dem Nachzeichnen der Konturen eines unterirdischen Flusses.
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A Storm and its Aftermath: Gemeinsames Album von David Donohoe und Kate Carr
Am 18. Juli erscheint das gemeinsame Album “A Storm and its Aftermath” von David Donohoe und Kate Carr bei Flaming Pines. Das Werk basiert auf einer Performance beim letztjährigen Open Ear Festival auf Sherkin Island (Irland), wo beide mit Feldaufnahmen, Instrumenten und Fundstücken von der Insel gearbeitet haben. Die Komposition widmet sich, wie es in der Liner Notes von Jack Chuter heißt, weniger dem dramatischen Höhepunkt eines Unwetters als dessen Rändern: dem Vorher und dem Danach, die sich nicht eindeutig voneinander trennen lassen. “Carr and Donohoe eschew the typical depiction of a storm as a linear escalation”, heißt es weiter. Statt eines eindeutigen Anfangs oder Endes zeichnen sie flüchtige Zustände auf – das Verdichten des Winds, das Verstummen der Vögel, das sich verändernde Rauschen des Regens. Der Donner setzt erst spät ein, und wenn er kommt, ist er leise, fast beiläufig.
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