North European Primitive: Andrew Gilberts Neue Ausstellung in München

Wenn sich Andrew Gilbert, der schottische Maler und Karikaturist, mit dem Primitivismus Nordeuropas befasst, kann das eine ganze Menge bedeuten. Viele kennen ihn als verqueren Chronisten der englischen Kolonialgeschichte, dessen alter ego fantastische Episoden im Afrika und Indien des 19. Jahrhunderts erlebte, dabei u.a. zum Zulukönig gekrönt wurde. Es wäre naheliegend, würde er die indigenen Elemente Europas, das “barbarische” Erbe, porträtieren und dessen Weiterleben bis in die Moderne bloßlegen – wie so oft in seiner Darstellung englischer Militärs. Bedenkt man seinen Malstil und die vielfältigen Referenzen, kommt einem der Primitivismus auch als kunsthistorischer Begriff in den Sinn. Nicht nur Werke des Expressionismus wurden so bezeichnet, auch Techniken der Altniederländischen Malerei des 15. Jahrhunderts.

In seiner Ausstellung “North European Primitive” geht es tatsächlich um all dies: Weiterlesen