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	<title>African Paper &#187; Helena Espvall</title>
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		<title>ANAHITA: Tourmaline</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jul 2017 07:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange bevor Folk als Weird oder Freak hip wurde, veröffentlichten (leider inzwischen nicht mehr existierende) Label wie Secret Eye aus den USA oder Camera Obscura aus Australien Musik, die oftmals Wurzeln im Folk hatte, aber sich allzu einfachen Kategorisierungen entzog. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/07/29/anahita-tourmaline/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/07/AnahitaR-10400307-1496689888-6914.jpeg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14095" title="AnahitaR-10400307-1496689888-6914.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/07/AnahitaR-10400307-1496689888-6914.jpeg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Lange bevor Folk als Weird oder Freak hip wurde, veröffentlichten (leider inzwischen nicht mehr existierende) Label wie Secret Eye aus den USA oder Camera Obscura aus Australien Musik, die oftmals Wurzeln im Folk hatte, aber sich allzu einfachen Kategorisierungen entzog. Jeanette Leech nannte in <em>Seasons They Change</em>, ihrer Abhandlung über &#8220;psychedelic und acid folk&#8221;, als Speerspitze, Avantgarde, aber letztlich als Zu-früh-Gekommene (um von dem Boom profitieren zu können), die Trias aus <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/timothy-renner-interview/">Stone Breath</a>, The Iditarod und<a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/bee-birch-bookin-gowan-ring-interview/"> In Gowan Ring</a><span id="more-14094"></span> Kurz darauf kamen Bands wie <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/spires-that-in-the-sunset-rise-interview-2/">Spires That in the Sunset Rise</a> , das Projekt Fursaxa von Tara Burke oder <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/espers-interview/">Espers</a>.</p>
<p>Fursaxa hatte mit <a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/fursaxa-mycorrhizae-realm/">„Mycorrhizae Realm“</a> 2010 ein recht songorientiertes Album veröffentlicht, um letztes Jahr mit dem Nachfolger <a href="http://africanpaper.com/2016/04/02/fursaxa-immured/">„Immured&#8221;</a> &#8220;ein archaisches, ursprüngliches Album [aufzunehmen], wahre Ur-Musik, die in der Lage ist, Daturaträume im Hörer zu erzeugen.“ Die Esperscellistin Helena Espvall hat in den letzten Jahren mit einer Vielzahl von Künstlern zusamengearbeitet. Auf ihrem inzwischen dritten &#8211; allerdings schon 2010 und 2011 aufgenommenen- Album als Anahita, spielen Burke und Espvall eine wie aus der Zeit gefallene Musik: Auf „Catharus“ singt Burke mit einer Stimme, in der sich Getragenheit und Entrücktheit gleichermaßen widerspiegeln, während elektronischer Wind zu wehen scheint. Das instrumentale „Spirea of Ulmaria“ ist geprägt vom leicht dissonanten Zusammenspiel von Cello und Flöte. Auf dem 12-minütigen „Mabon“ erklingen Drones, das Cello kratzt, Burkes Stimme ertönt. „Nascent Wings“ ist etwas melodischer. Burke intoniert etwas, während das Cello gezupft wird, Streicher und Flöte kommen hinzu.</p>
<p>Beendet wird das Album auf &#8220;A Tapestry to Weave&#8221; von Cellodrones, Glöckchen und Burkes in der Ferne tönender Stimme. Vielleicht ist der Tracktitel eine geeignete Metapher, um das zu beschreiben, was Burke und Espvall auf diesem Album machen. Auf &#8220;Tourmaline&#8221; finden sich weniger Songs als Stücke, die immer so weitergehen könnten. Passagenwiese muss man an Nico auf Psilocybin statt Heroin denken. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.three-four.net/">Three:four Records</a></strong></p>
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		<title>CHARALAMBIDES: Exile</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Jun 2012 06:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über das texanische Duo Charalambides wurde bei uns noch nicht berichtet, und ihr letztes offizielles Studioalbum „Exile“ erschien auch bereits letzten Herbst beim amerikanischen Ausnahmelabel Kranky. Die Eheleute Carter, welche den Nukleus und oftmals auch die einzige Besetzung der Band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/06/23/charalambides-exile/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/06/charalambidesexile.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4682" title="charalambidesexile" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/06/charalambidesexile-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Über das texanische Duo Charalambides wurde bei uns noch nicht berichtet, und ihr letztes offizielles Studioalbum „Exile“ erschien auch bereits letzten Herbst beim amerikanischen Ausnahmelabel Kranky. Die Eheleute Carter, welche den Nukleus und oftmals auch die einzige Besetzung der Band ausmachen, verdienen aber jede Aufmerksamkeit. Aufgrund weniger angenehmer Umstände (dazu unten mehr) ist im Hause Charalambides momentan auch jede Unterstützung willkommen. Aber das ist nicht der einzige Grund, weshalb ihr Album auch nachträglich noch eine Empfehlung verdient.<span id="more-4681"></span></p>
<p>Das Besondere an der Musik der Charalambides, deren Name eventuell einmal als Hommage an einen zypriotischen Dichter gewählt wurde, in wenigen Worten zu benennen, wäre mühsam, denn ihre Musik irgendwo in dem weiten Feld zwischen minimalem Acoustic-Folk und schwermütigem Dronesound zu klassifizieren, hätte trotz formaler Relevanz einen profanen Beigeschmack. Ihrer persönlichen Version des elektronisch verstärkten, doomig eingefärbten Americana-Sound haftet etwas Auratisches an, das ungreifbar bleibt, ebenso das mehr als nur angedeutete Gefühl des Entrückten, das Sängerin Christina stets mit recht einfachen stimmlichen Mitteln hervorzurufen weiß. Dass all dies nicht aufgesetzt wirkt und Legionen von Neofolkern, Hipstern und Metalkids hinter sich lässt, hinterlässt einen Eindruck des Souveränen, der auch beim Blick auf die mittlerweile beachtliche Diskographie aufkommt: Charalambides haben es (Solo und als Band) immer verstanden, Einflüsse von anderen in ihr Schaffen zu integrieren, und dabei trotz allem nie ihr Gesicht verloren. Die vor rund zwei Jahren erschienene Songsammlung „Likeness“ ist da vielleicht am deutlichsten exemplarisch, denn sie enthält überwiegend alte amerikanische Songs – primär Balladen, deren Ursprünge sich im Dunkel des 19. Jahrhunderts verlieren, aber musikalisch und inhaltlich ist es ein lupenreines Charalambides-Album mit eigener Aussage.</p>
<p>Auch der Nachfolger „Exile“, der den momentanen Stand der Dinge markiert, hat einen narrativen Schwerpunkt. Im Zentrum des lyrischen Interesses stehen Themen der Trennung und Entwurzelung, oft im Rahmen von Alltagsszenarien, denen vielleicht etwas Profanes anhaften würde, gerade dann, wenn sie mit mehr Pathos oder auch mit mehr Hysterie umgesetzt wären. Die Herangehensweise der Carters, all dies unverblümt und doch ohne ironische Brechung anzugehen, lässt die existenzielle Tragweite umso mehr durchscheinen. Auf diese Weise geraten Songs wie das finale „Pity Pity Me“ und „Immovable“ zu Höhepunkten des Albums. „Pity Pity Me“ schildert eine menschliches Sackgasse, deren einziger Ausweg das offene Eingeständnis sein könnte. Aber im Song ist es nicht einfach nur irgendein Eingeständnis. Die getragenen Figuren auf Piano und Gitarre, die an minimale Kompositionen von Arvo Pärt erinnern, und die leitmotivische Hervorhebung des Titels wirken zunächst bewusst penetrant, doch durch die schier endlos ritualisierte Wiederholung und das gelegentliche Hinzukommen weiterer Motive schaffen es die Charalambides, das Ganze am Ende kraftvoll erscheinen zu lassen – spätestens nachdem der Song sich in doomigen Psych Rock verwandelt hat, dessen schwere Gitarrenwälle mit Christinas heiserem Sopran kontrastieren.</p>
<p>Das langsame, latent bluesige „Immovable“ bietet inhaltlich Stoff für einen ganzen Roman, doch die Geschichte einer Begegnung mit den Schattenseiten eines Bildungs-, Medien und Gesundheitssystems hat wenig von resignativer, sozial eingefärbter Popliteratur, und auch hier dominiert viel eher eine charismatische Ernsthaftigkeit, die letztlich dem ganzen Album einen unterschwellig robusten und trotz aller Bedächtigkeit trotzigen Grundtenor verleiht. Die ganz eigene Schönheit der Musik kommt hinzu, die gerade im Kontrast zur Fremdheits- und Entfremdungsthematik einen kontemplativen, aber stets kitschfreien Zug bewahrt – beim gehemnisvollen Folk des Instrumentalstücks „Autums Leaves“ ebenso wie beim dronigen „Before You Go“, das mit dem Cello von Helena Espvall und dem Kontrabass der Portugiesin Margaride Garci das Klangspektrum erweitert.</p>
<p>Die Charalambides waren gerade auf Tour in Europa, allerdings mussten wegen einer schweren Lungenentzündung Tom Carters alle Konzerte abgesagt werden. Der Gitarrist befindet sich derzeit immer noch in einem deutschen Krankenhaus und wird einer längeren und kostspieligen Behandlung unterzogen. Interessierte finden nähere Informationen dazu auf der Webseite von <a href="http://volcanictongue.com/tomcarterappeal">Volcanic Tongue</a>, die zu diesem Anlass einen umfangreichen Benefizkatalog mit Carter/Charalambides-bezogenem Material zusammengestellt haben.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.kranky.net/">Kranky</a></strong></p>
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		<title>ESPERS &#8211; Interview</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/08/31/espers-interview/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:27:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1584" title="Espers-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>ESPERS sind eine amerikanische Band, deren musikalische Wurzeln aber eher auf der britischen Insel oder im restlichen Europa zu verorten sind. Ebenso wie auf dem schlicht “Espers“ titulierten Erstling oder dem Coveralbum “The Weed Tree“ spielt die inzwischen auf sechs Personen angewachsene Band auf  ihrem neuen Album “Espers II“ keinen reinen Folk, sondern verwendet E-Gitarren und auch atonale Momente kommen nicht zu kurz. <span id="more-1583"></span>Wenn im folgenden Interview  Gründungsmitglied Meg Baird davon spricht, dass Filme, die für eine musikalische Untermalung durch ESPERS die Eigenschaft des Unterirdischen besitzen sollten, hat man dem so boomenden Feld der Kategorisierungen  somit den Begriff des Subterranean Folk hinzugefügt.</strong></p>
<p><strong></strong><strong><em>Als ich damals euer erstes Album gekauft habe, habe ich mich etwas über den Namen gewundert, weil ich den selbst in sehr umfangreichen Englisch-Englisch-Lexika nicht finden konnte. Bei Wikipedia stößt man dann schließlich auf parapsychologische Erklärungen. </em></strong></p>
<p>Ich kann mich nicht mehr an den genauen Namen des Textes erinnern, aus dem der Name stammt, aber es war ein Buch, das Greg hatte. Es war eine Studie über soziale Devianz und es gab einiges über Kulte, subkulturelle Aktivitäten usw. Es gab einen religiösen Kult in North Carolina. Dieser Kult konnte seinen Namen nicht aussprechen, deshalb wurde die Bezeichnung Espers benutzt. Das ist der Ursprung des Namens.</p>
<p><strong><em>Das Artwork von Espers und Espers II weist Parallelen auf. Wolltet ihr da auf Gemeinsamkeiten hinweisen? </em></strong></p>
<p>Das stammt alles von Brooke Sietinsons. Sie ist eine großartige Graphikdesignerin. Sie verwendet Aspekte unserer gemeinsamen Bildwelt und lässt es dadurch sehr konsistent aussehen.</p>
<p><strong><em>Ihr seid ja von drei auf sechs Musiker angewachsen. Hattet ihr nach einigen Konzerten den Eindruck, dass das nötig war, um die Musik angemessen umzusetzen? </em></strong></p>
<p>Es war keine so bewusste Entscheidung, neue Mitglieder hinzuzufügen. Wir hatten irgendwann die Möglichkeit mit diesen anderen Musikern zu spielen und das war dann eine ganz natürliche Erweiterung. Wir schaffen mit einem größeren Ensemble mehr als nur als Trio.</p>
<p><strong><em>In den letzten Jahren sind ziemlich viel verschiedene Begriffe verwendet worden, um eure Musik zu beschreiben, Psychedelic Folk, New Weird America etc. Gibt es da irgendeine Bezeichnung, mit der ihr euch wohlfühlt? </em></strong></p>
<p>Na ja, die sind alle ok; es scheint zum Musikjournalismus dazuzugehören, dass man nach Bezeichnungen sucht. Keiner von den Begriffen regt uns auf, aber wir versuchen nicht uns unter einen zu fassen. Vielleicht würden wir uns einfach als Psychedelic Folk bezeichnen – als wir zusammen angefangen haben, war das wohl das Verbreitetste. Auch bezogen auf die Aufnahmen, die uns beeinflusst haben.</p>
<p><strong><em>Ihr habt einige britische Folkbands als Einflüsse genannt. Wie hat sich das entwickelt und warum nennt ihr relativ wenige amerikanische Bands? </em></strong></p>
<p>Ich glaube, das liegt einfach an dieser besonderen Zeit und diesem besonderen Klang, der uns so angezogen hat. Insbesondere Greg liebt italienische und französische Progrockbands; diejenigen mit einer etwas folkigeren Note. Es lag etwas an unseren Plattensammlungen, man sollte der Geographie nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.</p>
<p><strong><em>Ihr benutzt ja auch häufig Instrumente, die Puristen nicht gerade dem Folk zuordnen würden. Wenn ihr E-Gitarren benutzt, wollt ihr dann bewusst aus einem zu engen Korsett ausbrechen? </em></strong></p>
<p>Nicht wirklich, weil nur wenige von uns aus einer traditionellen Folkecke kommen. Für die meisten in der Band ist es eher so, dass sie in traditionelleren Rockbands angefangen haben.</p>
<p><strong><em>Ihr habt ja auch eine Menge Droneelemente und auch eine unangenehme Geräusche in eurer Musik. Z.B. bei “Byss &amp; Abyss“ gibt es da diese komischen Klänge im Hintergrund. Ich glaube, einer von euch hat mal gesagt, dass es darum gehe, ein angenehmes Gefühl des Unbehaglichen zu schaffen. </em></strong></p>
<p>Es geht um das Erfahren von Atonalität; es ist eine sehr kraftvolle Technik und erzeugt so etwas wie Angst – gleichermaßen ist es wunderschön, wenn auch nicht im Sine von hübsch. Wir interessieren uns für diese Art von Ästhetik, ein beunruhigendes Gefühl zu erzeugen.</p>
<p><strong><em>Ich denke schon, dass einige eure Musik als recht düster wahrnehmen. Würdest du sagen, dass das eurer Musik gerecht wird? </em></strong></p>
<p>Ich würde da schon zustimmen (lacht). Wir bewegen uns schon mal in einem dunklen Terrain.</p>
<p><strong><em>Ich habe gelesen, dass Greg plant einen Horrorfilm zu drehen. </em></strong></p>
<p>Ja, er arbeitet schon seit einiger Zeit an einem Drehbuch und ich denke, da wird etwas sehr Interessantes rauskommen.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers2-300x295.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1585" title="Espers2-300x295" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Espers2-300x295.jpg" alt="" width="300" height="295" /></a>Könntet ihr euch vorstellen, eure Musik für einen Soundtrack zu verwenden? </em></strong></p>
<p>Ich denke, wir würden das sehr gerne machen, denn auf diese Weise reden wir miteinander über Musik; das machen wir auf eine sehr bildhafte Art und Weise. Ich denke, jeder Film, der unterirdische Eigenschaften hat, wäre gut. Das Thema spielt dann nicht so eine große Rolle. Er sollte nur dieses unterirdische Gefühl haben. Das wäre toll.</p>
<p><strong><em>Glaubst du, dass eure Musik in einem Film von David Lynch funktionieren würde? </em></strong></p>
<p>Oh ja. Wir denken das zumindest. Ob er das so sieht, weiß ich nicht (lacht).</p>
<p><strong><em>Einige eurer Songtitel (wie z.B. “Dead Queen“, “Dead King“, auch vielleicht “The Moon Occults The Sun“, “Meadow“) hören sich recht archaisch an. Was wollt ihr damit bezwecken? </em></strong></p>
<p>Es geht etwas darum, dass man nicht einer bestimmten Zeit zuzuordnen ist, dass es nichts Zeitgenössisches ist.</p>
<p><strong><em>Geht es um so etwas wie Zeitlosigkeit? </em></strong></p>
<p>Ja genau. Wir vermeiden ganz bewusst Bildhaftigkeit, die eng mit der aktuellen Zeit verbunden ist.</p>
<p><strong><em>Euer Stück “Widow’s Weed“ ist dann also keine Anspielung auf das Stück von Marc Almond namens “Widow Weeds“? </em></strong></p>
<p>Ich kann jetzt nicht für uns alle sprechen, aber mir war das nicht bewusst. Vielleicht unbewusst.</p>
<p><strong><em>Na ja, ihr habt keins eurer Lieder “Tainted Love“ genannt. </em></strong></p>
<p>Nein (lacht).</p>
<p><strong><em>Würdet ihr euer (Cover)Album “The Weed Tree“ als Zwischenstop bezeichnen oder ist es ein richtiges Album?</em></strong></p>
<p>Na ja, es ist ein richtiges Album, aber wir sehen es nicht als den Nachfolger unseres ersten Albums. Wir denken, dass “Espers II“ sich definitiv aus dem ersten entwickelt hat, während “Weed Tree“ anders ist. Es hat sich sehr aus unseren Auftritten entwickelt, da dort eben eine Reihe von Coverversionen drauf enthalten ist, die wir live spielen bzw. gespielt haben. Die Aufnahmen waren auch stärker an einem Liveauftritt orientiert, als das sonst der Fall ist. Insofern war es ein ganz anderer Ansatz. Und es war einfach schön, die Songs aufzunehmen, die wir ein Jahr lang live gespielt hatten.</p>
<p><strong><em>Obwohl ihr ja oft recht düster seid, finde ich, dass eure Version von Nicos “Afraid“ etwas weniger finster als das Original ist. </em></strong></p>
<p>Das Stück ist eine Hommage an die Zeit, in der sie es aufgenommen hat und wir wollten dem Stück dann eine spätere Behandlung geben, für uns hat das ganz gut funktioniert. Es war nicht nur so, dass wir mit der Neuinterpretation des Songs gut klargekommen sind, es ist auch gleichzeitig eine Art Denkmal.</p>
<p><strong><em>Manchmal haftet Folkmusic etwas Reaktionäres an – dann wenn sie sich auf eine mythische Vergangenheit bezieht, die natürlich nie so existiert hat. </em></strong></p>
<p>Ich denke, dass pastorale Fantasien vielleicht einfach nur das sind, nämlich Fantasie. Aber das heißt nicht, dass sie deswegen weniger Wert sind. Es wird auch dadurch nicht weniger interessant, dass es kein realistisches “Museum“ ist. Es ist nicht die Porträtierung durch einen Historiker, es ist eine eher künstlerische Sache.</p>
<p><strong><em></em></strong><strong><em>Spielen eure Bandfotos auf das berühmte Cover von The Incredible String Bands  ”The Hangman’s Beautiful daughter“ an? </em></strong></p>
<p>Die Bilder sind entstanden, als wir gerade auf Tour waren. Es war nicht beabsichtigt. Es ist vielleicht eine Art von Ästhetik, die wir miteinander teilen. Es war aber kein direktes Zitat, wie bei einigen anderen Covern, die sehr deutlich darauf Bezug nehmen.</p>
<p><strong><em>Habt ihr – abgesehen von den jetzt anstehenden Konzerten – weitere Pläne? </em></strong></p>
<p>Nichts allzu Spezifisches. Wir werden – wie du schon gesagt hast – viel touren, und uns dann auf den Winter vorbereiten, schreiben und arbeiten.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p>&nbsp;</p>
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