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	<title>African Paper &#187; Land of Kush</title>
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		<title>LAND OF KUSH: Sand Enigma</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Oct 2019 03:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/10/CST146_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18977" title="CST146_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/10/CST146_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ganze sechs Jahre ist es nun her, dass Sam Shalabi sein Großprojekt Land of Kush zuletzt zum Leben erweckte. Damals, in den Nachwehen des kurzen arabischen Frühlings, ging es darum, mit einem Ensemble von über zwanzig MusikerInnen und einer Tonne gesampleter Sounds ein sinnenforderndes und ungeschminktes <a href="http://africanpaper.com/2013/11/30/land-of-kush-the-big-mango/">Porträt des &#8220;Big Mango&#8221; zu zeichnen</a>, wie die Einheimischen die ägyptische Hauptstadt nennen. &#8220;Sand Enigma&#8221; steht erneut in<span id="more-18976"></span> vielfachen Bezügen zum Ursprungsland des in Alexandria geborenen Bandleaders, doch scheinen diese weitaus offener, unklarer &#8211; enigmatischer &#8211; zu sein.</p>
<p>&#8220;Sand Enigma&#8221; ist ein ungemein intensives Werk geworden, dennoch wundert es, wie sehr die verschiedenen Komponenten &#8211; die Einflüsse von Jazz, Rock, Noise, westlicher und nordafrikanischer Folkmusik, die verschiedenen Sängerinnen, ein Instrumentarium, das Saxophon, Elektronik, Perkussion, Santur, Klarinette, Drumkit, Harfe und einiges mehr beinhaltet, dazu die doch oft sehr wechselhafte Struktur der Kompositionen &#8211; miteinander harmonieren. Dabei hat man sich sicher nicht an erster Stelle darum bemüht, die Musik besonders eingängig zu gestalten: Der balladeske arabische Gesang Nadah El Shazlys, der in &#8220;Aha&#8221; mit kristallinem Saitenspiel und lieblichen Bläsern in ein funkiges Inferno mündet, müsste eigentlich kontrastierend wirken, ebenso das hochtönende Feedback, das sich wie eine Rostschicht über die entspannten Handtrommeln und die melodische Klarinette in &#8220;Domyat 1331&#8243; legt und fast das ganze Lied über anhält. Und doch gibt es in der Musik etwas fließendes, dass all dies in ein gemeisames Flussbett lenkt und miteinander versöhnt.</p>
<p>Jeder Song verarbeitet seine ganz eigenen Ideen, sprudelt geradezu über davon, und doch strahlen die Songs trotz ihrer Exzentrik eine solide Ernsthaftigkeit aus. &#8220;Safe Space&#8221; ist &#8211; man könnte sagen, dem Titel entsprechend &#8211; das smootheste und aufgeräumteste Stück des Albums, und doch hat der überraschende japanische Gesang, begleitet von der tiefen Melancholie einer ägyptischen Klarinette, einen sehr speziellen, auch der Ungewohntheit geschuldeten Reiz. Dagegen ist &#8220;Broken Maqams&#8221;, das sich auf ein arabisches Tonleitersystem bezieht, ausgesprochen ekstatisch, besonders wenn kleines perkussives Gefrickel wie eine Welle am Ohr vorbeirollt. Im Brigadoon-Gesang von &#8220;Recuerdo&#8221; fühlt man sich dagegen in die verwunschene Märchenwelt eines englischen Musicals versetzt &#8211; was immer hier für ein Ort entworfen wird, ein paar Tracks später wird er mit noisigem Saitengekratze und entfesseltem Saxophonspiel zum kochen gebracht.</p>
<p>Viele Stücke sind in sich wechselhaft, episodisch aufgebaut und in ihren Konturen schwer greifbar, und überhaupt wirkt die Musik streckenweise wie eine Rundreise durch eine Welt, die weder mit dem realen Ägypten, noch mit dem im Sudan gelegenen Hochland Kush, noch mit irgendeinem anderen Ort identisch ist, und doch untrennbar mit dieser Topografie verbunden. Dies und die eigene Logik der musikalischen Verknüpfung machen &#8220;Sand Enigma&#8221; zu einem besonders reichhaltigen Erlebnis. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://cstrecords.com/">Constellation Records</a></strong></p>
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		<title>THE DWARFS OF EAST AGOUZA: Bes</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Apr 2016 05:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Band, die aus Sam Shalabi, Alan Bishop und Maurice Louca besteht, nennt sich natürlich nur höchst ironisch Dwarfs, denn musikalisch sind die drei, die sich vor einigen Jahren eine Wohnung im Kairoer Bezirk Agouza teilten, alles andere als Zwerge. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/04/23/the-dwarfs-of-east-angouza-bes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/THEDWARFSOFEASTANGOUZA.jpe"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12017" title="THEDWARFSOFEASTANGOUZA" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/THEDWARFSOFEASTANGOUZA-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine Band, die aus Sam Shalabi, Alan Bishop und Maurice Louca besteht, nennt sich natürlich nur höchst ironisch Dwarfs, denn musikalisch sind die drei, die sich vor einigen Jahren eine Wohnung im Kairoer Bezirk Agouza teilten, alles andere als Zwerge. Eigentlich gab es in der Zeit gerade genug zu tun. Bishop hatte mit den<a href="http://africanpaper.com/tag/the-invisible-hands/"> Invisible Hands</a> gerade einen würdigen Nachfolger für die <a href="http://africanpaper.com/tag/sun-city-girls/">Sun City Girls</a> ins Leben gerufen, Shalabi arbeitete emsig mit dem <a href="http://africanpaper.com/2013/11/30/land-of-kush-the-big-mango/">Land of Kush</a>-Kollektiv und Louca, der wahrscheinlich schon Ideen zu seiner künftigen Band <a href="http://africanpaper.com/2015/09/05/alif-aynama-rtama/">Alif</a> ausbrütete, hatte gerade sein Solodebüt in den Regalen stehen.<span id="more-12016"></span></p>
<p>Da man sich aber ohnehin bei all diesen und weiteren Unternehmungen unter die Arme griff, bleib immer wieder Zeit zum ungezwungenen Jammen, und so waren irgendwann die Dwarfs of East Agouza geboren, eine Supergroup, in der das kreative Input aller drei gleichermaßen einfließen sollte.</p>
<p>Ein grooviger Bass, ein zeterndes Tenorsaxophon, eine von allerhand trikontinentalen Einflüssen geprägte Jazzgitarre und nordafrikanische Perkussion in allen möglichen und unmöglichen Variationen – wer bei diesen instrumentellen Zutaten funkige Psychedelic mit west- und nordafrikanischem Einschlag erwartet, liegt ganz richtig, doch die Musik verströmt auch den Geist leichtfüßiger Easy Listening-Musik, wie sie Mondo- und sonstige Genrefilmer in den 70ern liebten. Irgendwie passt das auch perfekt zu der titelgebenden altägyptischen Gottheit Bes, die nicht nur Beschützer der Menschen war, sondern auch ein sehr unterhaltsamer Gott mit einem Faible  – siehe Artwork – für&#8217;s Tanzen, einem Hang zur Groteske und zur Dreibeinigkeit.</p>
<p>Man kann „Baka of the Future“ gar nicht goutieren, ohne zumindest mit dem Fuß zu wippen, denn der repetitive Groove und die stylischen Handdrums sind so tanzbar wie <a href="http://africanpaper.com/2014/11/15/maurice-louca-benhayyi-al-baghbaghan-salute-the-parrot/">das letzte Solowerk Loucas</a>, der hier sämtliche Register seines Metiers zwischen traditionellen Rhythmen und vom <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wGbYG41-6wU">Mahraganat</a> beeinflusster Elektronik zieht. Coole Gitarrenparts und eine filmreife Mundharmonika sorgen für Kolorit, was die Musik allerdings am ehesten von jedem Easy Listening unterscheidet, ist ihre manchmal ins sperrige kippende Eindringlichkeit, wegen der man sie kaum ohne volle Aufmerksamkeit nebenbei rezipieren kann.</p>
<p>Bei jedem Stück und auch innerhalb jedes Stücks brechen sich neue &#8211; instrumentelle, melodische, rhythmische, harmonische &#8211; Ideen Bahn und oft leiten recht spontane Brüche neue Episoden ein. Manchmal gebärdet sich das Gitarrenspiel etwas kniedelig, just weil man es kann, dann jaulen die Saiten bluesig, weil es verdammt gut passt, dann sind arabische Einflüsse unüberhörbar, und ähnlich wie bei Shalabis Hauptband Land of Kush findet man sich in einem Kairoer Szenario wieder, das im besten Sinne einen Begriff wie polykulturell verdient. Subtile Synthietupfer und perkussive Ekstatik gehören da ebenso mit ins Bild.</p>
<p>Dann die zweite Scheibe: nach dem soliden Auftakt „Resinance“ das monumentale halbstündige „Museum of Stranglers“, das mit seinen Twangs und den klagenden und summenden Drones und mitreißenden Gitarrenparts so etwas wie ein Album im Album darstellt – unglaublich, denn „Bes“ wäre auch ohne dieses Finale furios gewesen. Just bei Nawa erschienen als Doppel-CD, Doppel-LP und dem obligatorischen Download. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nawarecordings.com/">Nawa Recordings</a></strong></p>
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		<title>MAURICE LOUCA: Benhayyi Al-Baghbaghan (Salute The Parrot)</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2014 07:37:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In seiner Geburtsstadt Kairo ist Maurice Louca eine der umtriebigsten Figuren der lokalen Musikszene, die so vielfältig in Erscheinung tritt, dass man kaum noch von Underground reden kann. Mit einheimischen Musikern gründete er Bands wie Alif, Bikya und die Dwarves &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/11/15/maurice-louca-benhayyi-al-baghbaghan-salute-the-parrot/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/11/mloucaparrot.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9559" title="mloucaparrot" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/11/mloucaparrot-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In seiner Geburtsstadt Kairo ist Maurice Louca eine der umtriebigsten Figuren der lokalen Musikszene, die so vielfältig in Erscheinung tritt, dass man kaum noch von Underground reden kann. Mit einheimischen Musikern gründete er Bands wie Alif, Bikya und die Dwarves of East Agouza, dazu kommen zahlreiche internationale Kollborationen und Arbeiten für Film und Theater. Unter dem Titel &#8220;Benhayyi Al-Baghbaghan (Salute The Parrot)&#8221; erscheint gerade sein zweites &#8220;Solo&#8221;-Werk, das natürlich alles andere als solo eingespielt wurde. Vielmehr versuchte er in einer zweijährigen Arbeitsphase, seine wichtigsten<span id="more-9557"></span>Einflüsse und Erfahrungen in ein zusammenhängendes Konzept zu bringen und ließ darin auch einer ganzen Reihe an alten und neuen musikalischen Mitstreitern zu Wort kommen.</p>
<p>Wer eine Ahnung von Loucas musikalischen Interessen hat und seine Bandbreite von Psychedelik über experimentell-elektronisches bis zu traditionell nordafrikanischen Musikarten kennt, rechnet bei dem Vorhaben mit der Quadratur des Kreises, und mag sich beim ersten Hörversuch sogar bestätigt fühlen: Wie eine von Detonationen durcheinandergeschüttelte Wunderkammer an diversen Klangzitaten scheint die Mixtur, die man hier recht verschwommen durch trunkene Augen erblickt. Die perkussive Grundierung aller acht Tracks stiftet am ehesten Kohärenz und bewahrt die Musik davor, nach allen möglichen und unmöglichen Richtungen auseinander zu driften. Eine perfekte Symbiose aus orientalischen Rhythmen und Zitaten aus dem Warenhaus elektronischer Beats, die ein Kollege treffend mit maschineller Straßenmusik assoziierte, zieht sich durch das Album, stets begleitet von groovigen Basslinien, für die gleich drei Virtuosen ins Boot geholt wurden. Der Gruß an den Papagei ist eine ausgesprochen tanzbare Sache, die mal grindigen, mal forsch-aufgeweckten Vocals des Kairoer MC Alaa 50 wirken dem keineswegs entgegen. Wenn Gastmusiker Alan Bishop (<a title="SUN CITY GIRLS: Eye Mohini (Sun City Girls Singles Volume 3)" href="http://africanpaper.com/2013/07/13/sun-city-girls-eye-mohini-sun-city-girls-singles-volume-3/">Sun City Girls</a>, <a title="THE INVISIBLE HANDS: s/t" href="http://africanpaper.com/2013/05/25/the-invisible-hands-st/">Invisible Hands</a> &#8211; zusammen mit <a title="LAND OF KUSH: The Big Mango" href="http://africanpaper.com/2013/11/30/land-of-kush-the-big-mango/">Sam Shalabi aus dem Land of Kush</a> wohl der auch im Westen bekannteste Beitragende) sein Saxophon verschwommen über die unruhige Szenerie streichen lässt, entsteht v.a. urbanes Kolorit. Nur ein Trottel stellt die CD ins Weltmusik-Regal, denn sie hat soviel mit Orientalismus ungefähr so viel zu tun wie Krautrock mit deutscher Folklore.</p>
<p>Trotz bauchtanzkompatiblen Rhythmen, trotz alter Streich- und Blasinstrumenten, trotz des fantasievollen Farbenrausches im Artwork von Maha Maamoun ist &#8220;Benhayyi Al-Baghbaghan&#8221; eher Mahlstrom als Idyll, dafür sorgen nicht nur schräge Computersounds und gelegentliches Feedbackgetöse, sondern ebenso die zahlreichen Brüche und Wendungen, die weder Hörer noch Tänzer zur Ruhe kommen lassen. So klingt er wohl noch am ehesten, der Big Mango am Nil, falls man ihn denn überhaupt in ein musikalisches Konzept pressen kann. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nawarecordings.com/">Nawa Recordings</a></strong></p>
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		<title>LAND OF KUSH: The Big Mango</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/11/30/land-of-kush-the-big-mango/</link>
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		<pubDate>Sat, 30 Nov 2013 05:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sehr szenisch beginnt diese Hommage an den „Big Mango“, wie die Ägypter ihre Haupttadt in Anlehnung an den „Big Apple“ New York nennen, und wenn man den vielen Berichten über die Stadt glaubt, dann ist der beste Einstieg in der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/11/30/land-of-kush-the-big-mango/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/landofkushthebigmango.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7829" title="landofkushthebigmango" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/landofkushthebigmango-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sehr szenisch beginnt diese Hommage an den „Big Mango“, wie die Ägypter ihre Haupttadt in Anlehnung an den „Big Apple“ New York nennen, und wenn man den vielen Berichten über die Stadt glaubt, dann ist der beste Einstieg in der Tat, sich relativ orientierungslos ins wilde Treiben zu stürzen. In dem Film, der hier vor geschlossenen Ausgen abläuft, erweist sich die Metropole Al-Qāhira ihrem Ruf entsprechend als Ort solch kruder Gegensätze, dass sich die heterogenen Eindrücke kaum auf etwas Typisches, auf einen verbindlichen Kern reduzieren lassen. Es sei denn, man versteht darunter die Heterogenität selbst und die Geballtheit der Herausforderungen an die Sinne.<span id="more-7828"></span></p>
<p>Die ersten Momente des eröffnenden „Faint Praise“ vermitteln dem Hörer ein (je nach Naturell unangenehmes oder lustvolles) Gefühl des Indiskreten, der relativen Distanzlosigkeit, ausgelöst durch die liebestrunkenen Stimmen eines unsichtbaren Paares und der Vorstellung einer allzu dünnen Zimmerwand. Doch ihr Stöhnen ist nur Teil eines viel umfassenderen Stimmen- und Geräuschmosaiks, in dem die Klänge von Motoren, von fließendem Wasser, von Gesprächsfetzen und Tierstimmen zu einem Orchester anschwellen, das jederzeit in der Lage wäre, sich ins Grenzenlose auszuweiten, würden Land of Kush nicht das Heranzoomen von Ausschnitten bevorzugen. Wäre es nicht so bar jeder Beklemmung, dann könnte es sich mit den Großstadtbildern deutscher Expressionisten messen, die unsere heimischen Metropolen in ähnlich ungewissen Zeiten in grellen Worten und Farben porträtiert haben.</p>
<p>Unter einer Hommage an Kairo hätte man vor wenigen Jahren vermutlich noch einen musikalischen Reiseführer erwartet, mittlerweile wohl eher einen Kommentar über die vielen nach wie vor unberechenbaren Umwälzungen mit all ihren sozialen, religiösen und ideologischen Zerwürfnissen. „The Big Mango&#8221; ist keines davon und transportiert doch das beste, das man aus einem Kulturpanorama wie aus einem ungeschminkten Bild realer Zustände ziehen kann. Allem voran vermittelt das Album eine Synthese aus einheimischen und „westlichen“ Blickwinkeln. Sam Shalabi, der Gründer des Großprojektes, ist für deratige Überblendungen prädestiniert. Geboren in Alexandria pendelt er seit Jahrzehnten zwischen Ägypten und seiner zweiten Heimat Kanada, ist Teil der Montréaler und der Kairoer Musikszenen.</p>
<p>Nahezu alle der über zwanzig Teilnehmer des Projektes sind KanadierInnen, was Land of Kush in gewisser Weise zum spiegelverkehrten Pendant von Alan Bishops The Invisible Hands macht. Doch bei den meisten Stücken setzt sich die Melange aus freien Versatzstücken des Jazz, des Rock und diverser (nord-)afrikanischer Stilrichtungen neu und mit unterschiedlicher Gewichtung zusammen. Verschiedene Orte, auch außerhalb der Nilmegalopole, schreiben an den Stücken mit. „Second Skin“ wirkt mit seinen dramatischen Pianoparts anfangs wie klassische europäische Barmusik, es ist vom schweren Pathos der leichten Muse durchdrungen, doch Klarinetten und ein summendes Saxophon lösen es bald im Abstrakten auf.</p>
<p>Der Titel lässt an Kleidung denken, vermag die Diskussion über Kleidungsvorschriften muslimischer Frauen in Erinnerung zu rufen, vielleicht auch deshalb, weil das Geschlechterthema in den Texten immer wieder anklingt, und die meisten Gesangspassagen auch von Frauen bestritten werden. Manchmal meint man in all dem jazzigen Vorantasten, zwischen wabernden Bläsern und entgrenzten brasilianischen Rhythmen sogar das Echo von Kate Bush zu hören.</p>
<p>Warum all dies in Kairo? Vielleicht weist die beste Antwort darauf hin, dass dies schlicht Realität ist. Europäer und Nordamerikaner neigen beim Anblick orientalischer Städte dazu, das Fremde zu sehen, und automatisch fällt der Blick dabei auf „Kulturelles“: Die Musik, die Architektur, das Design und natürlich auch die Religion mit ihren Normen und Bräuchen. Versucht man einmal darauf zu achten, wie viele Aspekte im medialen, technologischen und wirtschaftlichen Alltag die gleichen Wurzeln haben wie die Dinge unseres Alltags, erscheint einem der Gegensatz zwischen Orient und Okzident, zumindest als Dichotomie, schon geringer, wenn nicht fiktiv. Plötzlich fällt einem auch im kulturellen Bereich – von der Markenjeans bis zur Popmusik – viel Internationales auf. Auch Bandleader Shalabi ist in vieler Hinsicht international geprägt. Nicht nur, weil er vor Jahren seinen Vornamen von Osama in Sam ändern ließ.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://cstrecords.com/">Constellation Records</a></strong></p>
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