Der italienische Theater- und Performanceforscher Luca Zanchi widmet sich in seinem kommenden Buch “Gorgon in the Blue Room: Diamanda Galás and the Divine Monster of Grief” dem Werk und der künstlerischen Praxis von Diamanda Galás. Im Zentrum steht die Frage, wie die Sängerin, Komponistin und Performancekünstlerin Schrecken durch Stimme und Komposition verkörpert und in einen Akt der Abwehr und der Vergeltung verwandelt. Zanchi entwickelt dafür den Begriff des “mimetischen Apotropaismus”: das bewusste Annehmen und Darstellen des Horrors, um dessen zerstörerische Wirkung abzuwehren.
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