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	<title>African Paper &#187; Mark Valentine</title>
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		<title>DAVID TIBET: Ferelith / Fontelautus</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2021 03:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/Ferelith3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25011" title="Ferelith" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/Ferelith3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als in der Prä-Coronazeit, die sich inzwischen Äonen entfernt anfühlt,<a href="http://africanpaper.com/tag/david-tibet/"> David Tibet</a> zwei (von insgesamt fünf) Soloalben ankündigte, da war man schon etwas erstaunt, denn zum einen ist jedes Projekt, an dem Tibet beteiligt ist, durch seinen Vortrag, seine Texte und Konzepte enorm stark von ihm geprägt, zum anderen benötigte er von Anfang an immer (musikalische) Partner, um seine Visionen klanglich umzusetzen.<span id="more-25010"></span> Das war zu Beginn, als die Stücke oft „a side long“ waren, wie es in den<a href="https://current931.bandcamp.com/album/emblems"> Linernotes einer frühen Compilation</a> hieß, <a href="http://africanpaper.com/tag/steven-stapleton/">Steven Stapleton</a> (eine Rolle, die in den letzten Jahren von <a href="http://africanpaper.com/tag/andrew-liles/">Andrew Liles</a> übernommen worden ist) und später dann die Reigen der Gitarristen, Pianisten etc., am konstantesten wohl in den 90ern<a href="http://africanpaper.com/tag/michael-cashmore/"> Michael Cashmore</a>, von dem im nächsten Monat ebenfalls ein Soloalbum bei<a href="http://africanpaper.com/tag/house-of-mythology/"> House of Mythology </a>erscheinen wird.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/Fontelantus.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25012" title="Fontelantus" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/Fontelantus-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist es durchaus sinnvoll, die beiden Alben gemeinsam zu besprechen, denn sowohl ästhetisch als auch musikalisch haben die beiden viel gemeinsam, sind insofern Zwillnge.</p>
<p>Ursprünglich erschienen „Ferelith“ und „Fontelatus“ 2020 auf Tibets eigenem kleinen Label <a href="https://www.cashensgap.com/">Cashen&#8217;s Gap</a> in je zwei limitierten Fassungen: Insgesamt wurden von jedem Album 170 Kopien veröffentlicht. Nun kommen die Alben bei House of Mythology als Vinyl und CD (und leicht verändertem Artwork) neu heraus.</p>
<p>Für Tibet war(en) Sprache(n) enorm wichtig, seine Beschäftigung mit alten und/oder untergegangen Sprachen wie dem Koptischen, Sumerischen oder Akkadischen prägten die Alben der letzten Jahre, in seinen Texte, die immer umfangreicher wurden, gab es immer wieder Verweise auf „grammar“, auf den Logos und insofern erstaunt es um so mehr, dass die beiden Soloalben fast komplett instrumental sind, zumindest Tibets Stimme absent ist. Sucht man Anknüpfungs- und Referenzpunkte bei den <a href="http://africanpaper.com/tag/current-93/">Current 93</a>-Arbeiten der letzten Jahren, dann vielleicht noch am ehesten bei den weniger songorientierten Alben, wie z.B. der letzten Veröffentlichung „If A Star Turns Into Ashes“. Infomationen, wer außer Tibet noch beteiligt war, fehlen, aber<a href="http://www.andrewliles.com/discography/"> offensichtlich </a>wurde er von Andrew Liles unterstützt.</p>
<p>Das Artwork mit seinen verschwimmenden und sich im Äther auflösenden Figuren und einem <a href="https://img.discogs.com/om488uNItFoyL_UsFX5j_fFpYWI=/fit-in/300x300/filters:strip_icc():format(jpeg):mode_rgb():quality(40)/discogs-images/R-15762641-1597332976-6439.jpeg.jpg">Ektoplasma ausströmenden</a> Tibet geben einen guten Hinweis auf die geisterhafte, somnambule Atmosphäre, die die jeweils zwei Stücke,<a href="https://www.discogs.com/David-Fontelautus/release/15762978"> „there is no Side A and no Side B—both sides are Side A and both sides are also Side B“</a>, durchziehen. „Ferelith“ verweist (wahrscheinlich) auf gleichnamigen (Schauer-)Roman von Lord Kilmarnock, dem Mark Valentine <a href="https://www.amazon.de/Ferelith-English-Lord-Kilmarnock-ebook/dp/B07CMNDG8Q/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=ferelith&amp;qid=1618578926&amp;sr=8-1&amp;asin=B07CMNDG8Q&amp;revisionId=&amp;format=2&amp;depth=1">attestierte</a> „one of the strange great visions in the library of the Gothic“ zu sein und in dem es um die Liebe zu einem Geist geht. Man hört geisterhaft-entrückte Stimmen, denen ein Moment des Sakralen innewohnt, vielleicht läuten irgendwo im Nebel Glocken. Das ist nicht notwendig düstere Musik, aber sie ist kaum greifbar. Das andere Stück wird von einem an- und abschwellenden Melodieloop durchzogen. Der Name „Fontelantus“ entstammt eventuell Jonas Dennis&#8217; <a href="https://www.goodreads.com/book/show/41745544-subversion-of-materialism-by-credible-attestation-of-supernatural-occur?from_choice=false&amp;from_home_module=false"><em> Subversion of Materialism, by Credible Attestation of Supernatural Occurrences</em></a>. Hier findet man ähnlich flächige Sounds, kristallin und verschwommen, irgendwo meint man eine Geige zu hören und von der Stimmung ist das nicht ganz so weit entfernt von dem <a href="http://africanpaper.com/2020/11/21/william-basinski-lamentations/">letzten Album</a> William Basinskis. Ansonsten fallen einem The Caretaker ein, Begriffe wie Hauntology. Vielleicht ist das Ektoplasma-Musik, gechannelt aus dem Zwischenreich von Leben und Tod und bei der die Erzeuger abwesend zu sein scheinen. Musik, die in Anlehnung an Mark Fishers Studie <em>The Weird And The Eerie</em> insofern tatsächlich „eerie“ ist. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.houseofmythology.com/">House Of Mythology</a></strong></p>
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		<title>THE MYSTIC UMBRELLAS: Journey to the West</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Sep 2017 06:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Valentine]]></category>
		<category><![CDATA[The Mystic Umbrellas]]></category>
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		<description><![CDATA[In einer der berühmtesten Passagen aus Eliots Four Quartets (aus „Burnt Norton“) heißt es: “Time present and time past/Are both perhaps present in time future,/And time future contained in time past./If all time is eternally present/All time is unredeemable”. Oder &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/09/09/the-mystic-umbrellas-journey-to-the-west/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/09/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14263" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/09/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In einer der berühmtesten Passagen aus Eliots<em> Four Quartets</em> (aus „Burnt Norton“) heißt es: “Time present and time past/Are both perhaps present in time future,/And time future contained in time past./If all time is eternally present/All time is unredeemable”. Oder etwas profaner und verkürzt(er), wie es am Ende der phänomenalen dritten Twin Peaks-Staffel heißt: „The past dictates the future“. <span id="more-14262"></span></p>
<p>In den vergangenen Jahren sind eine Reihe von Arbeiten veröffentlicht worden, in denen es aufgrund des verwendeten Klangmaterials um das Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart geht: Von William Basinskis Kompositionen aus jahrzehntealten Tapeloops (jüngst noch auf<a href="http://africanpaper.com/2017/01/21/william-basinski-a-shadow-in-time/"> „A Shadow in Time“</a>) bis zu der „Haunted Ballroom“-Musik von The Caretaker. Und auch „Journey to the West“ von The Mystic Umbrellas besteht aus/basiert auf Aufnahmen der Vergangenheit.</p>
<p>Mark Valentine, der Mann hinter The Mystic Umbrellas, ist eigentlich bekannt(er) als <a href="https://www.youtube.com/watch?v=SYsL7BUO6c4">Büchersammler</a>, Autor unheimlicher Literatur und Kenner obskurster literarischer Werke, wie er z.B. im von ihm herausgegebenen Magazin <a href="http://wormwoodiana.blogspot.com/">Wormwood</a> oder jüngst noch auf <a href="http://www.tartaruspress.com/valentine-a-country-still-all-mystery.html"><em>A Country Still All Mystery</em> </a>unter Beweis gestellt hat- kurz: er ist jemand, der von Büchern <a href="http://www.tartaruspress.com/valentine-haunted-by-books.html">&#8220;heimgesucht&#8221;</a> wird. Valentine hat aber auch Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger Musik aufgenommen, die seine literarischen Interessen und seine Grunddisposition widerspiegelt, vorwegnimmt. Das kurze Titelstück entstand 1979 auf einem Spielzeugharmonium. In den Linernotes heißt es, dass der Zwanzigjährige, der diese Aufnahmen gemacht hat, nichts von Musik verstanden habe, aber eine „mystische Sehnsucht“ zum Ausdruck habe bringen wollen. Und die simplen Melodiefolgen lassen tatsächlich vor den Augen des Hörenden eine Klanglandschaft entstehen, die etwas Außerweltliches hat. „Further to the West“, eine erweiterte, und (Jahrzehnte später) umfangreicher instrumentierte Fassung des Titels, ist verrauschter, versetzt den Hörer für zwanzig Minuten in eine mystische, leicht pastorale Landschaft, der aber dennoch ein Moment des leicht Unheimlichen innewohnt, ganz so, als würden gleich Arthur Machens „little people“ um die Ecke schauen. „Rainsboroughs Grave I“ wird von Vogelzwitschern eingeleitet. Dann setzt in der Ferne Dröhnen ein. Nach etwa fünf Minuten kommen flächige Keyboardsequenzen hinzu.  Der zweite Teil ist entspannter, ganz so, als stehe man in der Erwartung des Sonnenaufgangs auf der Heide. Folk Horror, Hauntology sind Schlagworte und Kategorisierungen, die einem bei dieser Musik schnell einfallen, aber letztlich sind das Anachronismen und Vereinfachungen. Wir befinden uns einfach in zeitlichen und klanglichen<a href="http://www.imdb.com/title/tt2781832/"> Borderlands</a>. Valentine selbst spricht in den umfangreichen Linernotes von dem Verlangen danach, „das Ungesehene zu erkunden“, vom &#8220;zerbrechlichen Kontakt von einem Bereich zu einem anderen, über Dimensionen hinweg“.</p>
<p>„Journey to the west“ ist  aber auch nicht frei von Humor; etwa dann, wenn Valentine erklärt, wie es zum Projektnamen kam: Die titelgebendende Reise nach Westen führte ihn und einen Schulfreund nach Glastonbury. Im Dialog der beiden im Nieselregen stehenden Freunde heißt es: „Well, here we are, in quest of mythic enlightenment.“. „And an umbrella“ retorted Graham. „Or better still, a mystic umbrella“, I&#8217;d said.&#8221; Das Heilige und Profane dicht beieinander. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://watchrepair.bandcamp.com/">Watch Repair</a></strong></p>
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