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	<title>African Paper &#187; Nawa Recordings</title>
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		<title>TWO OR THE DRAGON: Prelude to the Triumpant Man</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2020 07:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die drei Stücke, die auf der vorliegenden EP unter dem Titel &#8220;Prelude to the Triumpant Man&#8221; eingespielt wurden, wirken tatsächlich wie ein Vorspiel, ein erstes Zusammenbrauen von etwas Wuchtigem, das sich im dritten und letzten Teil Bahn bricht und dessen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/05/02/two-or-the-dragon-prelude-to-the-triumpant-man/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/2otd.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20810" title="2otd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/2otd-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die drei Stücke, die auf der vorliegenden EP unter dem Titel &#8220;Prelude to the Triumpant Man&#8221; eingespielt wurden, wirken tatsächlich wie ein Vorspiel, ein erstes Zusammenbrauen von etwas Wuchtigem, das sich im dritten und letzten Teil Bahn bricht und dessen endgültige Gestalt doch eine Leerstelle bleiben muss. Fraglos liegt darin ein zentrales Faszinosum des knapp zwanzigminütigen Minialbums.<span id="more-20809"></span></p>
<p>Um das Pferd bzw. den Drachen nicht vollends von hinten aufzuzäumen zunächst der Reihe nach: Two or the Dragon sind ein 2014 gegründetes Duo aus dem Großraum Beirut, deren Kunstfertigkeit im Umgang mit diversen Handdrums und der Buzuq genannten Langhalslaute tief in der traditionellen Musik ihrer Region verwurzelt ist. Die allgegenwärtige Verfremdung mit diversen elektronischen Effekten und der oftmals aggressive Drive ihrer Darbietungen offenbart aber ein ebenso großes Interesse an experimentellen Herangehensweisen und eventuell ein Faible für an allerhand Noise, Industrial und linkshändiger Elektronik. In diversen Statements haben Abed Kobeissy und Ali Hout bereits die Geräusche ihrer städtischen Umgebung, den Mix aus Motoren und anderen Maschinen und natürlich das allgegenwärtige Hupen als Vorbild für ihre Musik angegeben und diese somit in einen quasi politischen Zusammenhang mit der Stadtentwicklung nach dem libanesischen Bürgerkrieg in all ihrer Ambiguität gesetzt. Dies könnte auch auf &#8220;Prelude to the Triumpant Man&#8221; zutreffen, dessen Titel die Frage nach blanker Ironie aufwirft, dessen Texte aber Kenntnisse im Arabischen voraussetzen.</p>
<p>Im ersten Teil stimmt eine schräge, aber überschaubare Kakophonie aus verzerrten Buzuq-Saiten und diverses hintergündiges Summen, Rauschen und Klappern auf eine urbane Tour de Force ein, die durch bizarre Melodieansätze weniger durchbrochen wird, als dass ihre lärmenden Saiten dadurch noch unterfüttert werden. Levantinisches ist hier allgegenwärtig, aber in einer Form, die das Herz eines jeden romantisch gestimmten Orientalisten stocken ließe.</p>
<p>Im zweiten Teil laden hektische funky Takte zum kratzigen (Veits-)Tanz, das Scheppern der Perkussion applaudiert dem Wolf, den sich der hypnotisierte Hüpfer hier tanzt. Für Sitzenbleiber eröffnen sich mit der Zeit faszinierende Muster in den immer heftigeren Trommelwirbeln und dem scheinbar nie endenen Gekratze, währen die Tänzer schon im Delirium torkeln. Doch all das ist nichts gegen den dritten Teil, der mit hallastigen Schlägen, snarigen Wirbeln und Alarmsirenen einen monumentalen Kampfschauplatz eröffnet. Hektische Proklamation wie aus einer im Radio übertragenen Rally stellt eine dubiose Macht bloß oder zumindest zur Schau und lässt für Momente den Schluss aufblitzen, dass gefühlt neunzig Prozent dessen, was sich Martial Industrial schimpft nichts als eine unsexy Fußnote zu diesen rund sechs Minuten Two or the Dragon ist.</p>
<p>Die EP hat bereits drei Jahre auf dem Buckel, und in der Zwischenzeit gab es nur ein paar Live-Tracks auf <a href="https://soundcloud.com/two-or-the-dragon">Soundcloud</a> als weitere Lebenszeichen. Man sollte also die Antennen auf Empfang stellen um das Album, das hoffentlich bald kommen wird, nicht zu verpassen.</p>
<p><strong>Label: Nawa Recordings</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3098249660/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2434903128/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>THE DWARFS OF EAST AGOUZA: Bes</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/04/23/the-dwarfs-of-east-angouza-bes/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Apr 2016 05:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/THEDWARFSOFEASTANGOUZA.jpe"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12017" title="THEDWARFSOFEASTANGOUZA" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/THEDWARFSOFEASTANGOUZA-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine Band, die aus Sam Shalabi, Alan Bishop und Maurice Louca besteht, nennt sich natürlich nur höchst ironisch Dwarfs, denn musikalisch sind die drei, die sich vor einigen Jahren eine Wohnung im Kairoer Bezirk Agouza teilten, alles andere als Zwerge. Eigentlich gab es in der Zeit gerade genug zu tun. Bishop hatte mit den<a href="http://africanpaper.com/tag/the-invisible-hands/"> Invisible Hands</a> gerade einen würdigen Nachfolger für die <a href="http://africanpaper.com/tag/sun-city-girls/">Sun City Girls</a> ins Leben gerufen, Shalabi arbeitete emsig mit dem <a href="http://africanpaper.com/2013/11/30/land-of-kush-the-big-mango/">Land of Kush</a>-Kollektiv und Louca, der wahrscheinlich schon Ideen zu seiner künftigen Band <a href="http://africanpaper.com/2015/09/05/alif-aynama-rtama/">Alif</a> ausbrütete, hatte gerade sein Solodebüt in den Regalen stehen.<span id="more-12016"></span></p>
<p>Da man sich aber ohnehin bei all diesen und weiteren Unternehmungen unter die Arme griff, bleib immer wieder Zeit zum ungezwungenen Jammen, und so waren irgendwann die Dwarfs of East Agouza geboren, eine Supergroup, in der das kreative Input aller drei gleichermaßen einfließen sollte.</p>
<p>Ein grooviger Bass, ein zeterndes Tenorsaxophon, eine von allerhand trikontinentalen Einflüssen geprägte Jazzgitarre und nordafrikanische Perkussion in allen möglichen und unmöglichen Variationen – wer bei diesen instrumentellen Zutaten funkige Psychedelic mit west- und nordafrikanischem Einschlag erwartet, liegt ganz richtig, doch die Musik verströmt auch den Geist leichtfüßiger Easy Listening-Musik, wie sie Mondo- und sonstige Genrefilmer in den 70ern liebten. Irgendwie passt das auch perfekt zu der titelgebenden altägyptischen Gottheit Bes, die nicht nur Beschützer der Menschen war, sondern auch ein sehr unterhaltsamer Gott mit einem Faible  – siehe Artwork – für&#8217;s Tanzen, einem Hang zur Groteske und zur Dreibeinigkeit.</p>
<p>Man kann „Baka of the Future“ gar nicht goutieren, ohne zumindest mit dem Fuß zu wippen, denn der repetitive Groove und die stylischen Handdrums sind so tanzbar wie <a href="http://africanpaper.com/2014/11/15/maurice-louca-benhayyi-al-baghbaghan-salute-the-parrot/">das letzte Solowerk Loucas</a>, der hier sämtliche Register seines Metiers zwischen traditionellen Rhythmen und vom <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wGbYG41-6wU">Mahraganat</a> beeinflusster Elektronik zieht. Coole Gitarrenparts und eine filmreife Mundharmonika sorgen für Kolorit, was die Musik allerdings am ehesten von jedem Easy Listening unterscheidet, ist ihre manchmal ins sperrige kippende Eindringlichkeit, wegen der man sie kaum ohne volle Aufmerksamkeit nebenbei rezipieren kann.</p>
<p>Bei jedem Stück und auch innerhalb jedes Stücks brechen sich neue &#8211; instrumentelle, melodische, rhythmische, harmonische &#8211; Ideen Bahn und oft leiten recht spontane Brüche neue Episoden ein. Manchmal gebärdet sich das Gitarrenspiel etwas kniedelig, just weil man es kann, dann jaulen die Saiten bluesig, weil es verdammt gut passt, dann sind arabische Einflüsse unüberhörbar, und ähnlich wie bei Shalabis Hauptband Land of Kush findet man sich in einem Kairoer Szenario wieder, das im besten Sinne einen Begriff wie polykulturell verdient. Subtile Synthietupfer und perkussive Ekstatik gehören da ebenso mit ins Bild.</p>
<p>Dann die zweite Scheibe: nach dem soliden Auftakt „Resinance“ das monumentale halbstündige „Museum of Stranglers“, das mit seinen Twangs und den klagenden und summenden Drones und mitreißenden Gitarrenparts so etwas wie ein Album im Album darstellt – unglaublich, denn „Bes“ wäre auch ohne dieses Finale furios gewesen. Just bei Nawa erschienen als Doppel-CD, Doppel-LP und dem obligatorischen Download. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nawarecordings.com/">Nawa Recordings</a></strong></p>
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		<title>ALIF: Aynama-Rtama</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2015 05:09:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/08/alifaynamartama.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10719" title="alifaynamartama" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/08/alifaynamartama-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man muss viel regelmäßiger Musik aus dem nordafrikanischen und vorderasiatischen Raum hören, um ein Gespür für die Poptauglichkeit des Arabischen zu bekommen. Gesungen und im Kontext einer Musik, die mit westlichen Popkategorien kompatibel ist und trotz Wurzeln in der traditionellen arabischen Musik zu unkitschig ist, um Exotismus zu befriedigen, bekommt die Sprache, die man hierzulande wohl doch meist nur im Vorbeigehen oder in politischen Nachrichten streift, einen ganz anderen Klang. Ihr für westliche Ohren oft etwas abgehackter Rhythmus entfaltet dabei eine ganz eigene Poesie. Eine Band, die sich in der Hinsicht<span id="more-10718"></span>hervorragend zum Einstieg eignet, ist Alif &#8211; ein Kollektiv, dessen derzeit fünf Mitglieder in den ungleichen Musikhochburgen Kairo und Beirut leben <a title="MAURICE LOUCA: Benhayyi Al-Baghbaghan (Salute The Parrot)" href="http://africanpaper.com/2014/11/15/maurice-louca-benhayyi-al-baghbaghan-salute-the-parrot/">und über deren Keyboarder Maurice Louca hier schon berichtet wurde</a>. Mit &#8220;Aynama-Rtama&#8221; (dt. &#8220;Wo immer es hinfällt&#8221;) legt das Quartett ein Debüt vor, das ich &#8211; wenngleich vom Schwerpunkt der Instrumentierung her wesentlich traditioneller geraten als Loucas Solodebüt &#8211; als durchweg poptauglich bezeichnen würde.</p>
<p>Die acht Stücke auf &#8220;Aynama-Rtama&#8221; sind wie kleine Vexierbilder, denn stets beginnen sie solide und greifbar und entpuppen sich im Verlauf doch immer als Irrgärten mit vielen unberechenbaren Abzweigungen. &#8220;Holako&#8221; geht gleich zur Sache und umgeht jedes langatmige Intro. Loucas Tasten und die hypnotische Oud von ex Sunn O)))-Supporter Khyam Allami legen das Fundament für Tamer Abu Ghazalehs leidenschaftlichen Gesang, Bass und eine treibende Drumsection kommen hinzu und bauen ein stabiles Songgebilde auf, nur um es am Ende, nach einigen kleinen Detonationen, explodieren zu lassen. Ich weiß nicht, ob sein textlicher Inhalt auch so destruktiv ist, der Text aus der Feder des irakischen Dichters Sorgon Boulus jedenfalls besingt einen Hulagu &#8211; so hieß auch der Mongolenführer, der im 14. Jahrhundert Boulus Heimatstadt Baghdad und mit ihr das Abbassidenreich in Schutt und Asche legte (aus Gründen des Respekts wurde die Kalifenfamilie nicht enthauptet, man wickelte sie stattdessen in Teppiche und ließ sie von einer Herde Pferde zertrampeln, aber das nur am Rande.)</p>
<p>Alle Songs haben ihren eigenen Charakter, steht bei einen mehr der Rhythmus in Zentrum, so ist es bei anderen der basslastige Groove, das gekonnte Zusammenspiel von Oud und Buzuq oder die berührenden Gesangsmelodien, bei denen Abu Ghazaleh stilvoll die Vokale langzieht und an ausgewählten Stellen schon mal ins Falsett kippt. Ich bin eigentlich niemand, der darauf Wert legt, dass jeder Ton immer an der richtigen Stelle sitzt, doch hier &#8211; sei es bei den Ornamenten des Oudspiels oder beim Stimmeinsatz &#8211; beeindruckt die Präzision schon deshalb, weil sie die Musik immer wieder in die Entgrenzung führt. Mal kulminieren Songs in eruptiven Höhepunkten, in denen für Augenblicke alle Regeln suspendiert scheinen, dann wiederum gleiten die instrumentellen Muster immer mehr ins spontan Improvisierte, bei dem man einen gewissen Jazzcharakter herauszuhören meint und alles wie ein chaotisches Jam wirkt.</p></div>
<div>
<p>&#8220;Aynama-Rtama&#8221; erscheint wie &#8220;Salute the Parrot&#8221; auf Allamis eigenem Nawa-Label und kann als weiterer Botschafter einer interessanten Metropole mit einer immer ergiebigeren Alternativkultur gelten &#8211; und ist, das nicht nur nebenbei, ungemein berührend und kurzweilig zugleich. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nawarecordings.com/">Nawa Recordings</a></strong></p>
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		<title>MAURICE LOUCA: Benhayyi Al-Baghbaghan (Salute The Parrot)</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/11/15/maurice-louca-benhayyi-al-baghbaghan-salute-the-parrot/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2014 07:37:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/11/mloucaparrot.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9559" title="mloucaparrot" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/11/mloucaparrot-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In seiner Geburtsstadt Kairo ist Maurice Louca eine der umtriebigsten Figuren der lokalen Musikszene, die so vielfältig in Erscheinung tritt, dass man kaum noch von Underground reden kann. Mit einheimischen Musikern gründete er Bands wie Alif, Bikya und die Dwarves of East Agouza, dazu kommen zahlreiche internationale Kollborationen und Arbeiten für Film und Theater. Unter dem Titel &#8220;Benhayyi Al-Baghbaghan (Salute The Parrot)&#8221; erscheint gerade sein zweites &#8220;Solo&#8221;-Werk, das natürlich alles andere als solo eingespielt wurde. Vielmehr versuchte er in einer zweijährigen Arbeitsphase, seine wichtigsten<span id="more-9557"></span>Einflüsse und Erfahrungen in ein zusammenhängendes Konzept zu bringen und ließ darin auch einer ganzen Reihe an alten und neuen musikalischen Mitstreitern zu Wort kommen.</p>
<p>Wer eine Ahnung von Loucas musikalischen Interessen hat und seine Bandbreite von Psychedelik über experimentell-elektronisches bis zu traditionell nordafrikanischen Musikarten kennt, rechnet bei dem Vorhaben mit der Quadratur des Kreises, und mag sich beim ersten Hörversuch sogar bestätigt fühlen: Wie eine von Detonationen durcheinandergeschüttelte Wunderkammer an diversen Klangzitaten scheint die Mixtur, die man hier recht verschwommen durch trunkene Augen erblickt. Die perkussive Grundierung aller acht Tracks stiftet am ehesten Kohärenz und bewahrt die Musik davor, nach allen möglichen und unmöglichen Richtungen auseinander zu driften. Eine perfekte Symbiose aus orientalischen Rhythmen und Zitaten aus dem Warenhaus elektronischer Beats, die ein Kollege treffend mit maschineller Straßenmusik assoziierte, zieht sich durch das Album, stets begleitet von groovigen Basslinien, für die gleich drei Virtuosen ins Boot geholt wurden. Der Gruß an den Papagei ist eine ausgesprochen tanzbare Sache, die mal grindigen, mal forsch-aufgeweckten Vocals des Kairoer MC Alaa 50 wirken dem keineswegs entgegen. Wenn Gastmusiker Alan Bishop (<a title="SUN CITY GIRLS: Eye Mohini (Sun City Girls Singles Volume 3)" href="http://africanpaper.com/2013/07/13/sun-city-girls-eye-mohini-sun-city-girls-singles-volume-3/">Sun City Girls</a>, <a title="THE INVISIBLE HANDS: s/t" href="http://africanpaper.com/2013/05/25/the-invisible-hands-st/">Invisible Hands</a> &#8211; zusammen mit <a title="LAND OF KUSH: The Big Mango" href="http://africanpaper.com/2013/11/30/land-of-kush-the-big-mango/">Sam Shalabi aus dem Land of Kush</a> wohl der auch im Westen bekannteste Beitragende) sein Saxophon verschwommen über die unruhige Szenerie streichen lässt, entsteht v.a. urbanes Kolorit. Nur ein Trottel stellt die CD ins Weltmusik-Regal, denn sie hat soviel mit Orientalismus ungefähr so viel zu tun wie Krautrock mit deutscher Folklore.</p>
<p>Trotz bauchtanzkompatiblen Rhythmen, trotz alter Streich- und Blasinstrumenten, trotz des fantasievollen Farbenrausches im Artwork von Maha Maamoun ist &#8220;Benhayyi Al-Baghbaghan&#8221; eher Mahlstrom als Idyll, dafür sorgen nicht nur schräge Computersounds und gelegentliches Feedbackgetöse, sondern ebenso die zahlreichen Brüche und Wendungen, die weder Hörer noch Tänzer zur Ruhe kommen lassen. So klingt er wohl noch am ehesten, der Big Mango am Nil, falls man ihn denn überhaupt in ein musikalisches Konzept pressen kann. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nawarecordings.com/">Nawa Recordings</a></strong></p>
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