<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Nightshade Records</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/nightshade-records/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Fri, 15 May 2026 03:44:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>SHARRON KRAUS: Kin</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/10/15/sharron-kraus-kin/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/10/15/sharron-kraus-kin/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2022 06:10:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Nightshade Records]]></category>
		<category><![CDATA[Sharron Kraus]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=31652</guid>
		<description><![CDATA[Sharron Kraus hat sich in den letzten Jahren mit einem umfangreichen und diversen Werk, zum Teil alleine, zum Teil mit anderen zusammen, einen ganz eigenen Folkkosmos erschaffen. Zuletzt interpretierte sie zusammen mit Justin Hopper Gedichte von Victor Neuburg. Ihr neues &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/10/15/sharron-kraus-kin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/a1769949712_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-31653" title="a1769949712_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/a1769949712_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://africanpaper.com/tag/sharron-kraus/">Sharron Kraus </a>hat sich in den letzten Jahren mit einem umfangreichen und diversen Werk, zum Teil alleine, zum Teil <a href="http://africanpaper.com/2011/10/15/sharron-kraus-michael-tanner-in-the-rheidol-valley/">mit</a> <a href="http://africanpaper.com/2013/12/21/sharron-kraus-harriet-earis-winter-songs-caneuon-y-gaeaf/">anderen</a> zusammen, einen ganz eigenen Folkkosmos erschaffen. Zuletzt <a href="http://africanpaper.com/2022/05/14/justin-hopper-sharron-kraus-swift-wings/">interpretierte sie </a>zusammen mit Justin Hopper Gedichte von Victor Neuburg. <span id="more-31652"></span></p>
<p>Ihr neues Album „Kin“, der eigentliche Nachfolger von dem 2018 erschienenen „Joy&#8217;s Reflection Is Sorrow“, knüpft an den Vorgänger von der Stimmung durchaus an, <a href="http://africanpaper.com/2018/10/06/sharron-kraus-joys-reflection-is-sorrow/">hieß</a> es doch hier über dieses Album:  „Kraus selbst bezeichnet das Werk als fröhlicher und lebensbejahender als viele ihrer früheren Aufnahmen, und in den Texten stellt sie der Dunkelheit, in die man durch persönlichen Verlust, aber auch durch die großen Ereignisse in der Welt gestoßen wird, den Fokus auf Freude am Bestehenden und Möglichen entgegen.“ „Kin“ ist ebenfalls tatsächlich weniger stark im teils doch dunkle(re)n Frühwerk verankert. Zugleich verlässt Kraus auf &#8220;Kin&#8221; mit der Instrumentierung zum Teil einen allzu engen Folkkosmos stärker als auf dem Vorgänger, zumindest auf einigen Stücken.</p>
<p>„Tell Me Death“ eröffnet das Albun mit einem Gespräch mit dem titelgebenden „Tod“ und hat durch Einsatz von E-Gitarre und Schlagzeug Folkrockcharakter. „The Way We Hurt“ beginnt mit dezenter, leicht schleppender Perkussion, etwas Bass kommt hinzu. Das Ambivalente des Titels wird im Text direkt aufgegriffen: „How shall we count the ways/We hurt each other/How shall we count the ways/We hurt“, um am Ende die direkte (und nicht beantwortete oder beantwortbare) Frage zu stellen: „And can we change?“ Ihre Stimme steht in diesem Stück klar im Zentrum. „The World Within The World“ mit einer pastoralen Flöte und an ein Akkordeon erinnerndes Keyboard klingt  dem Text entsprechend unbeschwert: &#8220;While the storm/Rages around you/There&#8217;s a calm/Centre&#8221;. „Do It Yourself“ löst sich mit elektronischen Beats von einem konventionellen Folkidiom. Dagegen ist „The Trees Keep On Growing“ mit dem ruhigen Fingerpicking und der melancholischen Flöte im weitesten Sinne traditioneller und auch dunkler: Hier wird  eine von Menschen entvölkerte Welt gezeigt: „Who will mourn us?/Who will mourn?“. „The Locked Garden“ ist dagegen wieder elektronischer und erinnert thematisch entfernt an Blakes „The Garden of Love“. Wo es in Blakes Text die Prieser sind, die (naturgemäß) die Verbote aussprechen, sind es bei Kraus die „men at the entrance“, an denen sie sich vorbeischleichen muss, um in den Genuss der „scents“ und „trees“ zu kommen. „Weft and Warp“ wäre sicher auch auf einem frühen Album Kraus&#8217; nicht fehl am Platz gewesen. Auf dem eher direkten Liebeslied „More Of Your Thoughts“ hört man im Hintergrund leicht mysteriöse Synthsounds und ein paar Gitarrentöne. Das schöne Folkstück „Shot Thorugh With You“ endet mit Zeilen, die wie ein mehr als adäquater Kommentar zur volatilen Gegenwart wirken: „We may not make it through/These dangerous times/I may not see you again/Except whenever I close my eyes“. „A Kind (Of Human)“ schließt das Album dann aber  trotz der Beschreibung des Menschen als „rotten through and through“ positiv ab: „There&#8217;s something to strive for too“. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://sharronkraus.com/">Nightshade Records</a></strong><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3394349733/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/10/15/sharron-kraus-kin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>JUSTIN HOPPER / SHARRON KRAUS: Swift Wings</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/05/14/justin-hopper-sharron-kraus-swift-wings/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/05/14/justin-hopper-sharron-kraus-swift-wings/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 May 2022 03:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alistair Crowley]]></category>
		<category><![CDATA[Justin Hopper]]></category>
		<category><![CDATA[Nightshade Records]]></category>
		<category><![CDATA[Sharron Kraus]]></category>
		<category><![CDATA[Victor Neuburg]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=29790</guid>
		<description><![CDATA[Sharron Kraus hat in den vergangenen Jahren ein beachtliches Oeuvre an verschiedensten Spielarten des Folk veröffentlicht. Sie selbst verortet ihre Songs thematisch wie folgt: &#8220;Her songs tell intricate tales of rootless souls, dark secrets and earthy joys“. Neben ihren Soloveröffentlichungen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/05/14/justin-hopper-sharron-kraus-swift-wings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/a3946564463_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29791" title="a3946564463_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/a3946564463_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://africanpaper.com/tag/sharron-kraus/">Sharron Kraus </a>hat in den vergangenen Jahren ein beachtliches Oeuvre an verschiedensten Spielarten des Folk veröffentlicht. Sie selbst <a href="https://sharronkraus.bandcamp.com/album/swift-wings">verortet</a> ihre Songs thematisch wie folgt: &#8220;Her songs tell intricate tales of rootless souls, dark secrets and earthy joys“. Neben ihren Soloveröffentlichungen erschienen auch immer wieder Zusammenarbeiten mit anderen:<span id="more-29790"></span> So nahm sie etwa zusammen mit Gillian Chadwick als <a href="http://africanpaper.com/tag/rusalnaia/">Rusalnaia </a>zwei Alben in<a href="http://africanpaper.com/2016/10/22/rusalnaia-time-takes-away/"> &#8220;einem oftmals folkrockigen Gewandt und [...] gelegentlichen fuzzigen Eruptionen&#8221; </a>auf, mit Harriet Earis vertonte sie <a href="http://africanpaper.com/2013/12/21/sharron-kraus-harriet-earis-winter-songs-caneuon-y-gaeaf/">„winter songs“</a>. Dabei verließ sie in den letzten Jahren auch immer wieder das Songformat, spielte etwa<a href="http://africanpaper.com/2011/10/15/sharron-kraus-michael-tanner-in-the-rheidol-valley/"> mit Michael Tanner</a>  Soundscapes ein.</p>
<p>Mit dem Autoren Justin Hopper (u.a. „The Old Weird Albion“) arbeitete sie schon auf der Ghost Box-Veröffentlichung <a href="https://sharronkraus.bandcamp.com/album/chanctonbury-rings zusammen, einem Spoken Word-Album">„Chanctonbury Rings“</a>zusammen, &#8220;poetical, autobiographical and psychogeographical account of his experiences at Chanctonbury Ring on the West Sussex Downs&#8221; und auch &#8220;Swift Wings&#8221;, die neue Zusammenarbeit der beiden, ist wieder konzeptionell dicht ausgefallen. Auf dem Album vertonen die beiden Gedichte des englischen Autors Victor Neuburg, der u.a. Dylan Thomas verlegte und Alistair Crowley verfiel, mit dem er unter dem magischen Namen Frater Omnia Vincam in der algerischen Wüste die Entität Choronzon heraufzubeschwören versuchte. Für das vorliegende Album bzw. die zugrundeliegenden Texte spielt The Great Beast aber keine Rolle bzw. höchstens als Negativfolie, denn das schmale Gedichtbändchen &#8220;Swift Wings&#8221; beschäftigte sich primär mit der Landschaft von Sussex, wo Neuburg frisch verliebt im Haus seiner Tante in Steyning lebte. Im Begleitext heißt es, diese Region sei eine „new spiritual landscape&#8221; geworden, die dort von ihm wahrgenommene &#8220;Magie des Lichts&#8221; habe dazu geführt, dass er sich &#8220;frei&#8221; gefühlt habe. Es ist wahrscheinlich auch ein (nicht nur) atmosphärischer Unterschied, ob man unter der sengenden Sonne Algeriens Dämonen beschwört oder aber verliebt auf die<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/South_Downs#/media/File:Seven_Sisters_cliffs_and_the_coastguard_cottages,_from_Seaford_Head_showing_Cuckmere_Haven_(looking_east_-_2003-05-26).jpg"> South Downs </a>blickt.</p>
<p>Dies alles spiegelt sich auch in der musikalischen Umsetzung wider: Das ganze, recht kurze Album &#8211; die insgesamt acht Stücke sind zwischen zwei und dreieinhalb Minuten lang -  ist tatsächlich geprägt von einer Leichtigkeit, einer Unbeschwertheit und die meisten Stücke haben einen fast schon pastoralen Charakter ohne aber dabei jemals verkitscht oder eskapistisch zu klingen. Justin Hopper rezitiert die Gedichte, zum Teil zusammen mit Sharron Kraus, die mal singend, mal flüsternd zu hören ist. Auf dem Eröffnungsstück &#8220;Ivory&#8221; hört man beide zusammen, untermalt von Streichern und Flöte. Auf dem &#8220;Orchard Songs&#8221; hört am Kraus lachen, während Flöte und Synth für eine unbeschwerte Atmosphäre sorgen. Im &#8220;Frenchlands&#8221; rückt die Flöte ins Klangzentrum, auf &#8220;Rock Pool&#8221; sorgen die Synthklänge für entrückt-kristalline Momente. Das abschließende &#8220;Rottingdean&#8221; überrascht durch den Einsatz von Schlagzeug.</p>
<p>Wer sich näher mit Neuburger und seinem Verlag The Vine Press beschäftigen möchte, der kann das  mit dem demnächst bei Strange Attractor Press erscheinenden Band <a href="http://strangeattractor.co.uk/news/obsolete-spells/">&#8220;Obsolete Spells&#8221;</a> machen, der von Hopper editiert wurde. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://sharronkraus.bandcamp.com/music">Nightshade Records</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3422787380/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/05/14/justin-hopper-sharron-kraus-swift-wings/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>SHARRON KRAUS: Joy&#8217;s Reflection is Sorrow</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/10/06/sharron-kraus-joys-reflection-is-sorrow/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2018/10/06/sharron-kraus-joys-reflection-is-sorrow/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Oct 2018 05:47:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Nightshade Records]]></category>
		<category><![CDATA[Sharron Kraus]]></category>
		<category><![CDATA[Sunstone Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=15767</guid>
		<description><![CDATA[Unter den Folksängerinnen der letzten Jahrzehnte gilt Sharron Kraus immer als die Spröde, deren Songs &#8211; v.a. wegen ihres ungeglätteten Gesangs &#8211; kaum zum Studentenfolk des letzten Jahrzehnts passten und auch denjenigen nicht wirklich entgegen kommen, die es bieder und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/10/06/sharron-kraus-joys-reflection-is-sorrow/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/06/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15768" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/06/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Unter den Folksängerinnen der letzten Jahrzehnte gilt Sharron Kraus immer als die Spröde, deren Songs &#8211; v.a. wegen ihres ungeglätteten Gesangs &#8211; kaum zum Studentenfolk des letzten Jahrzehnts passten und auch denjenigen nicht wirklich entgegen kommen, die es bieder und altbacken mögen. Ihr neuster Longplayer ist gewiss nicht deshalb geworden, was er ist, weil sie ein für allemal beweisen wollte, dass sie auch ein veritables Popalbum auf die Beine bringen kann, und ein solches wäre &#8220;Joy&#8217;s Reflection is Sorrow&#8221; auch nur bei<span id="more-15767"></span> relativer Betrachtung &#8211; letztlich ist das Album aber hinsichtlich der Produktion, der Eingängigkeit und der Instrumentierung so &#8220;radiotauglich&#8221; ausgefallen, dass es mit etwas Glück ihr bislang meistbeachtetes Werk werden könnte. Aber die charmante Zugänglichkeit ist nicht das Einzige, was es an der Musik hervorzuheben gibt.</p>
<p>In ihren frühen Aufnahmen machte die Britin Kraus keinen Hehl daraus, dass sie neben den Traditionen ihrer Heimat auch von der Musik der anderen Seite des Atlantiks wie Apallachian Folk geprägt wurde, spielte neben der Gitarre öfters Banjo und kollaborierte mit amerikanischen Musikern wie Meg Baird oder Greg Weeks. Im Vergleich zu jüngeren Soloarbeiten tritt dies wieder deutlicher in den Fokus, mit dezenten Orgeln, E-Bass und einer allgegenwärtigen Slideguitar sorgt ihre sechsköpfige Begleitband für einen Americana-Sound, der bei Songs wie &#8220;Figs and Flowers&#8221; so weit ins Rock&#8217;n'Roll- und Roadmovie-Terrain geht, dass es angesichts des Artworks fast Wunder nimmt.</p>
<p>Lässt die subtil verfremdete Stimme und ein hypnotischer Takt diesem Stück noch eine leicht unkonventionelle Note, so folgen mit &#8220;The Man Who Says Goodbye&#8221; und dem melancholische Titelstück zwei Songs, denen man guten Gewissens Popappeal attestieren kann (oder angesichts der elektronischen Downtempobeats bei erstgenanntem vielleicht sogar muss). Kitsch? Durchaus nicht, wenngleich es immer wieder Kritiker gab, die nur den Fehler sehen wollen, sobald Folkmusik schön und schwärmerisch gerät, aber das muss nicht Sharron Kraus&#8217; Problem sein. Letztlich ist es aber vor allem die der Instrumentierung und Produktion geschuldete Üppigkeit, die das Album von früheren Aufnahmen der auch sonst selten wirklich experimentellen Musikerin unterscheidet, in geringerem Maß vielleicht noch der Stimmeinsatz, der diesmal mehr denn je auf Harmonie getrimmt ist. Innerhalb dieses Rahmens finden sich jedoch etliche kleine Brüche, die die Musik interessanter machen: leichtes Feedbackdröhnen bei &#8220;My Danger&#8221;, dessen Takt darüber hinaus nur scheinbar zu Melodie und Harmonie passen will, etwas unterschwellig Desolates im leicht soundscapigen &#8220;Sorrow&#8217;s Arrow&#8221;, leichte Unsicherheiten im Tempo bei &#8220;Death and I&#8221;, das dem Album einen vielleicht morbiden, aber doch versönlichen Ausklang bereitet.</p>
<p>Kraus selbst bezeichnet das Werk als fröhlicher und lebensbejahender als viele ihrer früheren Aufnahmen, und in den Texten stellt sie der Dunkelheit, in die man durch persönlichen Verlust, aber auch durch die großen Ereignisse in der Welt gestoßen wird, den Fokus auf Freude am Bestehenden und Möglichen entgegen. Die daraus zwangsläufig resultierende Ausgewogenheit, bei der weder Licht noch Schatten verleugnet werden, ist sicher ein wesentlicher Energiebrunnen, von dem die Musik auf &#8220;Joy&#8217;s Reflection is Sorrow&#8221; zehrt. Irgendwelche &#8220;Quo Vadis&#8221;-Fragen erscheinen da sekundär. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Sunstone Records / Nightshade Records</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2018/10/06/sharron-kraus-joys-reflection-is-sorrow/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
