RUSALNAIA: Time Takes Away

Als nach dem Debüt von Sharron Kraus’ und Gillian Chadwicks Rusalnaia-Projekt zunächst keine weiteren Lebenszeichen mehr kamen, neigte man zunächst mal dazu, das ganze als eine einmalige Sache abzutun, hatten die beiden Folksängerinnen mit ihren eigenen Solo- und Bandprojekten doch genug zu tun. Als der Erstling jedoch vor ein paar Monaten neu herauskam, war zum ersten mal von einem Nachfolger die Rede, der nun seit einigen Wochen in den Regalen steht. Weiterlesen

RUSALNAIA: s/t

In den Jahren nach 2000 verbrachte die englische Ausnahmesängerin Sharron Kraus einige Jahre in den USA, um als an englischen Traditionen geschulte Musikerin amerikanische Spielarten des Folk kennen zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen. Schnell fand sie Anschluss an eine kleine Szene in Philadelphia, wo im Umfeld von Greg Weeks’ Language of Stone-Label und den Hexham Head Studios gerade interessante Folkgewächse aus dem Boden schossen. Weiterlesen

SHARRON KRAUS: Friends and Enemies, Lovers and Strangers

Sharron Kraus hat in ihrer umfangreichen Diskographie Folk in verschiedensten Ausprägungen gespielt – ob sie als Interpretin ihrer eigenen Stücke „Lieder der Liebe und des Verlusts“ sang oder Traditionals („Songs for the Twins“) interpretierte, selbstgeschriebene („Right Wantonly A-Mumming“) und fremde (wie etwa auf „Winter Songs“ zusammen mit Harriet Earis) die Jahreszeiten thematisierenden Alben aufnahm oder mit Christian Kiefer auf „The Black Dove“ improvisierte, immer konnte man eine Musikerin erleben, die sich musikalischer Traditionen bewusst war – und sie deswegen auch aufbrechen konnte. Weiterlesen

SHARRON KRAUS & HARRIET EARIS: Winter Songs, Caneuon Y Gaeaf

Sharron Kraus, die ursprünglich aus Oxfordshire stammt, verdankt ihr Wissen über traditionelle Musik auch ihrer Leidenschaft für das Reisen. Allerdings ist sie keineswegs eine Vagabundin, die an den jeweiligen Orten nur als Gast ihre Zelte aufschlägt, um alsbald wieder in neue Richtungen aufzubrechen. Gerne lebt sie in den Gegenden ihrer Wahl etwas länger, schlägt vorübergehend Wurzeln und nimmt sich die Zeit, Freundschaften zu schließen und etwas tiefer in die lokale Folkmusik einzutauchen. Zwar ist sie primär auf das Angelsächsische fokussiert, doch immerhin schließt das zwei Seiten eines Ozeans ein, weshalb ihre Musik Weiterlesen

SHARRON KRAUS & MICHAEL TANNER: In The Rheidol Valley

Sharron Kraus und Michael Tanner alias Plinth arbeiten nicht zum ersten mal zusammen, schon auf Sharrons Album „The Fox’s Wedding“, seinerzeit bei Durtro Jnana erschienen, hinterließ der Brite als zweiter Gitarrist seine Spuren. Beide Künstler sind einer modernisierten Auffassung des Folk verbunden, beide loten dies jedoch auf ganz unterschiedliche Weise aus. Weiterlesen

V. A.: The Devil In Love

Compilations sind eine seltsame und oftmals wenig befriedigende Art von Tonträger, da man  sich häufig die sprichwörtlichen Rosinen aus dem Teig des Mediokren herauspicken muss. Noch etwas anders verhält es sich bei thematisch gebundenen Samplern: Die Gefahr liegt darin, dass sich ein paar Vertreter einer Subkultur einem dieser Subkultur vermeintlich angemessenen Thema widmen –  einem Thema, das oft schon zum Klischee geronnen ist –,  was zu einer – positiv gewendet – gewissen Kohärenz beiträgt, aber auch – böse (oder ehrlich) gesagt – zu einer ziemlichen Monotonie führen kann. Weiterlesen

SHARRON KRAUS: The Woody Nightshade

Die englische Folksängerin Sharron Kraus wurde vielen unserer Leser wohl durch ihr letztes Studioalbum „The Fox’s Wedding“ bekannt, das 2008 auf dem Durtro Jnana-Label von David Tibet und Mark Logan erschien. In dem kurz darauf geführten Interview vermittelte sie einen Einblick in ihre vielseitige Persönlichkeit, die ein leidenschaftliches Interesse an kulturellen Traditionen mit modernen Ansichten in sich vereint, ohne dass es wie ein Widerspruch anmuten würde. Weiterlesen

FURSAXA: Mycorrhizae Realm

Seit Jahren veröffentlicht Tara Burke unter dem Namen Fursaxa Alben, die sich einer einfachen Kategorisierung (Schublade „Weird Folk“ auf und wieder zu) widersetzen. Was Stimmung wie Stimme anbelangt, könnte man fast soweit gehen und sagen, dass Fursaxa näher an Nico als an Vashti Bunyan oder Shirley Collins ist (eine Einschätzung, die einige andere Rezensenten zu teilen scheinen). Teilweise erinnert Burke auch etwas an Sharron Kraus (mit der sie auf dem Projekt Tau Emerald zusammengearbeitet hat). Weiterlesen

SHARRON KRAUS – Interview

Seit einigen Jahren veröffentlicht die Britin Sharron Kraus solo oder mit anderen Tonträger, die verschiedenste Facetten des Folk ausloten. Ihre Stimme und die Stimmung ihrer Alben mögen manchmal an die Grande Dame des britischen Folk – Shirley Collins – erinnern (deren Einfluss auch von ihr selbst genannt wird), aber Sharron Kraus verleiht jeder Aufnahme etwas Eigenes, Unverwechselbares. Weiterlesen

V.A.: John Barleycorn Reborn. Dark Britannica

Das Weblabel Woven Wheat Whispers ist eine Anlaufstelle für legale Downloads verschiedenster Arten von Folk. Als meines Wissens erster “greifbarer“ Tonträger erscheint ein Album unter einem Projektnamen, der vielen etwas sagen sollte: John Barleycorn, ein Gedicht über die Herstellung (und Wirkung!) von Alkohol, ist (auch) immer wieder als Restspur heidnischer Riten gedeutet worden, das legt das Zyklische, der darin beschriebene Kreislauf von Geburt und Tod nahe. Weiterlesen