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	<title>African Paper &#187; Quindi Records</title>
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		<title>ROUDI VAGOU / LÄUTEN DER SEELE: Taghelle Nacht</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Feb 2026 07:01:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Brannten Schnüre]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Schoppick]]></category>
		<category><![CDATA[Läuten der Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Kremsreiter]]></category>
		<category><![CDATA[Quindi Records]]></category>
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		<description><![CDATA[In den letzten Jahren hat Christian Schoppick zusammen mit Katie Rich als das Duo Brannten Schnüre, von dem zuletzt 2025 „Landschaft aus Tränen“ erschien, eine zutiefst originelle, kaum kategorisierbare Musik, die irgendwo zwischen Folk, Ambient und allerlei anderem zu situieren ist, gemacht. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/07/roudi-vagou-lauten-der-seele-taghelle-nacht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/a4248904502_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49868" title="a4248904502_16" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/a4248904502_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den letzten Jahren hat <a href="https://africanpaper.com/tag/christian-schoppick/">Christian Schoppick</a> zusammen mit Katie Rich als das Duo<a href="https://africanpaper.com/tag/brannten-schnure/"> Brannten Schnüre</a>, von dem zuletzt 2025 „Landschaft aus Tränen“ erschien, eine zutiefst originelle, kaum kategorisierbare Musik, die irgendwo zwischen Folk, Ambient und allerlei anderem zu situieren ist, gemacht. Unter dem Projektnamen <a href="https://africanpaper.com/tag/lauten-der-seele/">Läuten der Seele</a> hat Schoppick eine Reihe weitgehend instrumentale, loopbasierte Alben veröffentlicht, <span id="more-49866"></span>wobei zuletzt noch auf dem großartigen Album <a href="https://africanpaper.com/2025/12/06/lauten-der-seele-unterhaltungen-mit-larven-und-uberresten/">„Unterhaltungen mit Larven und Überresten“</a> <a href="https://africanpaper.com/tag/novy-svet/">Novy Svets </a><a href="https://africanpaper.com/tag/jota-solo/">Jota</a> Vocals beisteuerte.  Im Namen des Projekts klingt fast schon ein Manifestmachen von etwas Nichtgreifbarem an, was sich letztlich auch in der Musik widerspiegelt.</p>
<p>Auf &#8220;Taghelle Nacht&#8221; teilt er sich ein Album mit Matthias Kremsreiter, über den auf der Seite der Münchener Kammerspiele zu<a href=" https://www.muenchner-kammerspiele.de/de/wir/8607-matthias-kremsreiter "> lesen</a> ist: „geboren 1993 in der deutschen Prärie, lebt in Berlin, studierte Philosophie und ist autodidaktischer Sounddesigner. Er spielt seit seiner Jugend in verschiedensten DIY-Bands und macht seit 2018 als Solokünstler unter seinem Pseudonym alibikonkret musikalische Experimente mit konventionellen sowie unkonventionellen Instrumenten.“ Erstmalig nimmt er nun auf „Taghelle Nacht“ unter dem Namen Roudi Vagou auf. Die ersten sieben Stücke stammen von ihm und direkt hört man eine enge Verwandtschaft zu Läuten der Seele, was die Stimmung und die Herangehensweise anbelangt.</p>
<p>Auf dem Titelstück kommen verrauschte, knisternde Streichersounds zusammen, man wird an einen Ballsaal zu Beginn des 20. Jahrhunderts erinnert, es gibt Schläge auf ein Becken und Stimmen murmeln. Nach gut zwei Minuten ist dieser Ausflug in eine schemenhafte, geisterhafte Welt vorbei. „Halb So Schwer“ kombiniert eine getragene, traurige Geige mit Vogelgezwitscher. „Iss mich ganz auf“ ist durchzogen von Weinen, Schluchzen und die Aufnahme scheint zu leiern. „Grenzüberschreitung“ beginnt mit einem italienischen Sprachsample. Die neun Beiträge von Läuten der Seele beginnen mit „Komischer Anruf“, auf das Knistern des Ausgangsmaterials deutlich wird. Bei „Punkt Mitternacht“ meint man, ein Stapfen durch den Schnee zu hören, Stimmen tauchen auf, man hört ein Glockenspiel. <span style="text-decoration: underline;">Auf</span> dem 40-sekündigen Interludium „Nur für uns zwei“ hört man einen leiernden Schlagerloop („Heute ist ein Tag nur für uns zwei“). „Rathausdach“ ist ein Zusammenkommen von Fagott und etwas, das nach einem Spinett, klingt. Das entspannte „Ein Kitzeln in den Gräbern“ mischt Vogelzwitschern und Gesprächsfetzen.</p>
<p>Der scheinbar oxymoronische Titel, der laut Label verstanden werden will als Illustration  von „vignettes that revel in the cognitive dissonance and seductive magic of moonlight at midnight.“, trifft als Beschreibung auf die numinose Musik der beiden zu, denn die insgesamt 16 Stücke lassen sich in einem seltsamen Zwielicht verorten, das Schatten wirft. Das hier mitgedachte Mondlicht erleuchtet diese seltsame Zwischenwelt mit ihren schemenhaften Entitäten aber immer wieder. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=489527889/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>PLANTS HEAL: Forest Dwellers</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/12/13/plants-heal-forest-dwellers/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Dec 2025 08:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Plants Heal, das aus einem Albumtitel hervorgegangene und heute aus Dan Nicholls, Dave De Rose und Lou Zon a.k.a. Louise Boer bestehende audiovisuelle Trio, ist zurück mit einem furiosen Longplayer, dessen acht Tracks wie konzentrierte Ergebnisse eines freien Zusammenspiels wirken &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/12/13/plants-heal-forest-dwellers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/plantshealforestdwellers.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49247" title="plantshealforestdwellers" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/plantshealforestdwellers-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Plants Heal, das aus einem Albumtitel hervorgegangene und heute aus Dan Nicholls, Dave De Rose und Lou Zon a.k.a. Louise Boer bestehende audiovisuelle Trio, ist zurück mit einem furiosen Longplayer, dessen acht Tracks wie konzentrierte Ergebnisse eines freien Zusammenspiels wirken und dies wohl auch sind – irgendwo im weitläufigen Grenzgebiet zwischen Improvisation, Clubästhetik und <span id="more-49246"></span>experimentierfreudiger, organisch anmutender Elektronik.</p>
<p>Dass die Beteiligten zusammen in einem Athener Studio standen, statt Dateien hin und herzuschicken, glaubt man sofort, denn auf &#8220;Forest Dwellers&#8221; (nicht zu verwechseln mit <a title="FOREST DWELLING: s/t" href="https://africanpaper.com/2020/08/08/forest-dwelling-forest-dwelling/">diesem Projekt</a>) brodelt und atmet es durchgehend auf beeindruckend vitale Weise. Mal zischt eine Acidlinie wie heißes Fett in der Pfanne, mal knarzen holzig-perkussive Strukturen, wenn De Rose seine Drumsticks gegeneinander schlägt oder anderweitig sein Instrument traktiert. Ein stetes basslastiges Synthiebrummen hält das Ganze zusammen, während die Rhythmen mal stolpern, mal nach vorn preschen, mal in dubverhallte Weiten abtauchen. Dazwischen öffnen sich kurz ambiente Lichtungen, bevor es wieder auf hypnotische (oder drängende) Art weitergeht.</p>
<p>Die Musik bewegt sich in genau dem Spannungsfeld, das Plants Heal seit jeher ausmacht: Sie kann ebenso einen Club erbeben lassen wie einen stillen Kopfraum füllen. Einflüsse aus Triphop, Dub, kosmisch angehauchtem Kraut und den avantgardistischeren Momenten eines Punk&#8217;n'Wave schimmern durch, ohne dass je eine Referenz plump hervortritt. Stattdessen entsteht etwas erstaunlich Organisches – rhythmisch flexibel, klanglich klar konturiert und doch immer ein bisschen rumpelig, als wäre das Menschliche wichtiger als die Perfektion.</p>
<p>Lou Zons visuelle Arbeit (siehe Bandcamp) gehört untrennbar dazu. Während der Live-Sessions bearbeitet sie analog Pflanzen wie Schafgarbe, Weißdorn, Brennnessel und Distel &#8211; Spuren davon landeten auch auf dem Cover. So wird das Album zum Dokument eines größeren, fortlaufenden Prozesses: ein Kreislauf aus Wachstum, Verfall und kollektiver Energie, der sich gleichermaßen im Tanz, in der freien Improvisation und im gemeinsamen Moment entfaltet.</p>
<p><strong>Label: Quindi Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=831394989/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>COSIMO QUERCI: Rimane</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/11/29/cosimo-querci-rimane/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 03:43:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Cosimo Querci]]></category>
		<category><![CDATA[Quindi Records]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Jahren hat sich das italienische Label Quindi  Records als wahre Fundgrube origineller, zum Teil nicht immer leicht kategorisierbarer Musik erwiesen, die wir auf diesen Seiten auch immer wieder besprochen haben – zuletzt hatte uns der Italiener Fortunato &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/11/29/cosimo-querci-rimane/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/a3152597939_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49228" title="a3152597939_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/a3152597939_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den letzten Jahren hat sich das italienische Label <a href="https://africanpaper.com/tag/quindi-records/">Quindi  Records </a>als wahre Fundgrube origineller, zum Teil nicht immer leicht kategorisierbarer Musik erwiesen, die wir auf diesen Seiten auch immer wieder besprochen haben – zuletzt hatte uns der Italiener <a href="https://africanpaper.com/2025/08/02/fortunato-durutti-marinetti-bitter-sweet-sweet-bitter/">Fortunato Durutti Marinetti </a>begeistert, jetzt folgt mit „Rimane“ das Debüt eines weiteren Musikers aus Italien: Cosimo Quierci, der fast alle Instrumente spielt <span id="more-49227"></span>– einzig für Schlagzeug und Perkussion zeigt sich Walter Bellini verantwortlich – und auf insgesamt fünf zwischen knapp vier und 11 Minuten langen Stücken eine wilde Melange spielt, in der Psychedelic und der Motorikbeat des Krautrock nur zwei der zahlreichen Zutaten sind.</p>
<p>„Rimanemai“ erzeugt eine beschwingte, luftig-sommerliche Atmosphäre, die von einer leichten Melancholie durchzogen ist. In den letzten zwei Minuten wird der Track zu einer ambientartigen Fläche mit tropfenartigen Sounds und ausklingenden Bassläufen. „Nina Ferale“ beginnt mit rätselhaften Klängen: exotisch anmutende Perkussion, flötenartige Töne wie aus einem Dschungel, rhythmische Momente, die an das Ticken einer Uhr erinnern; der entrückte Gesang scheint mitten in der Musik zu schweben. Gegen Ende verwandelt sich der Song dann in eine Fläche, die einen meinen lässt, ein Dudelsack erklinge in der Ferne. „Chaotico Dramatico“, mit fast 11 Minuten das längste Stück des Albums, startet mit hektischen Beats aus der Drummaschine, bevor eine Gitarre einsetzt und eine beinahe traumartige Atmosphäre schafft. Erst nach vier Minuten setzt der Gesang ein, der erneut klingt, als käme er aus weiter Ferne. In den letzten beiden Minuten hört man ein leicht blubberndes, an Wasser erinnernde Sounds. „Manina Nera“, bereits vorab als Single veröffentlicht, beginnt erneut mit markanter Perkussion, worauf verträumte Keyboards und eine psychedelische Grundstimmung folgen. &#8220;Rimane&#8221; hat einen gewissen LoFi-Charakter, der die Aufnahmen in einem seltsam zeitlosen Vakuum situiert. Das liegt auch an dem Gesang, der sich nicht in den Vordergrund drängt, sondern wirkt, als käme er aus einer dichten Nebelwand. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3521292372/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>FORTUNATO DURUTTI MARINETTI: Bitter Sweet, Sweet Bitter</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/08/02/fortunato-durutti-marinetti-bitter-sweet-sweet-bitter/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2025 05:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Fortunato Durutti Marinetti]]></category>
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		<description><![CDATA[Der gebürtige Italiener und nun in Toronto ansässige Daniel Colussi nimmt seit einigen Jahren unter dem Namen Fortunato Durutti Marienetti auf und hat gerade sein viertes Album veröffentlicht. Man kann ihn irgendwo in einem Spannungsfeld von Rock und Jazz verorten. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/08/02/fortunato-durutti-marinetti-bitter-sweet-sweet-bitter/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/a3750736260_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47299" title="a3750736260_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/a3750736260_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der gebürtige Italiener und nun in Toronto ansässige Daniel Colussi nimmt seit einigen Jahren unter dem Namen Fortunato Durutti Marienetti auf und hat gerade sein viertes Album veröffentlicht. Man kann ihn irgendwo in einem Spannungsfeld von Rock und Jazz verorten. Im Zentrum ist sicher seine Stimme, der es mühelos gelingt, zwischen Lakonie, Wärme und gezügeltem Pathos zu changieren.<span id="more-47297"></span></p>
<p>War 2023 ebenso bei <a href="http://africanpaper.com/tag/quindi-records/">Quindi Records</a> der Vorgänger „Eight Waves In Search Of An Ocean“ erschienen, folgt nun ein mit „Bitter Sweet, Sweet Bitter“ der mit insgesamt 14 Personen eingespielte Nachfolger.</p>
<p>Eröffnet wird das Album von „Full Of Fire“, das mit den lapidar gesprochenen Zeilen „You were full of fire/I was in need“ beginnt, bevor dann Piano, Streicher und Saxophon eins durchaus beschwingte Atmosphäre erzeugen. „Beware“ hat mit dem Zusammenspiel von Klavier, getragenen Streichern und dezenter Perkussion funkige Momente: „beware of the water, beware of the air“, kann man da hören. Auf „Do You Ever Think?“ mit wunderschön traurigen Streichern wird die Frage gestellt: „What&#8217;s the weight of ash?“ Colussis Stimme nähert sich oftmals einem sprechgesangartigen Vortrag (an) und auf „Call Me the Author“ meint man dann in Passagen, einen Lou Reed-Wiedergänger zu hören. Das instrumentale „Theme 1“ ist mit dem Zusammenspiel von Piano und akustischem Bass entspannte Barmusik, während „Theme 2“ opulenter und etwas rockiger instrumentiert ist.  Schließlich findet das Album mit dem großartigen „My Funeral“, auf dem das eigene Begräbnis imaginiert wird, ein Ende. Eine traurige Trompete tönt und Colussi singt: „remember my failures“ und „remember me drowning“. Er selbst spricht bezogen auf das Album von <a href="https://www.quindirecords.it/bitter-sweet-sweet-bitter-fortunato-durutti-marinetti/">„Maximally Graceful Funky Eloquence“</a>, was vielleicht auch nicht die schlechteste Beschreibung für „Bitter Sweet, Sweet Bitter“ ist, dessen insgesamt neun Stücke durchgängig begeistern. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1676911294/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>IE: Reverse Earth</title>
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		<pubDate>Sat, 17 May 2025 04:12:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[IE]]></category>
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		<description><![CDATA[Im aktuellen Wire beklagt ein Leserbriefschreiber die (angenommene) Fokussierung auf Metal in all seinen (für den Schreibenden zu) düsteren Spielarten und fordert stattdesssen „uplifting, righteous and positive subject matter“. Abgesehen davon, dass diese Forderung vielleicht (allzu)viel über den Schreiber verrät, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/05/17/ie-reverse-earth/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/a0061361188_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-46311" title="a0061361188_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/a0061361188_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im aktuellen Wire beklagt ein Leserbriefschreiber die (angenommene) Fokussierung auf Metal in all seinen (für den Schreibenden zu) düsteren Spielarten und fordert stattdesssen „uplifting, righteous and positive subject matter“. Abgesehen davon, dass diese Forderung vielleicht (allzu)viel über den Schreiber verrät, würde er vielleicht an dem (hervorragenden) aktuellen Album des Quintetts aus Minneapolis Gefallen finden, was allerdings nicht gegen dieses Album spricht. <span id="more-46310"></span></p>
<p>Über die Band <a href="https://iesounds.bandcamp.com/album/junk-body">hieß</a> es einmal: „Since 2016, IE has been exploring slow, heavy, long-form hypnotic landscapes.“ Dieser Ansatz spiegelte sich etwa auf dem aus zwei langen Stücken bestehenden Tape „Aune“ mit seinem<a href="https://iesounds.bandcamp.com/album/aune"> „hypnotic minimalism“</a>. Auf dem 2023 erschienenen Album „Junk Body“ wurde dann erstmalig der Gitarre ein größerer (Klang-)Raum zur Verfügung gestellt.</p>
<p>„Reverse Earth“ knüpft bedingt an den Vorgänger an. Auf dem das Album eröffnenden Titelstück werden ein entspannter Beat, verspielte Melodie und leicht entrückter Gesang kombiniert.   Im weiteren Verlauf kommt dann eine E-Gitarre dazu. Auf „Divination Bag“ hört man eine orientalische Flöte. Dann gibt es Momente, an denen das Band zu leiern scheint. Die Vocals haben eine fragile Entrücktheit, die manchmal gar nicht so weit von Tor Lundvalls Arbeiten entfernt ist. „Babel“ ist durchzogen von spoken words. Mein Favorit ist der letzte Track „Dark Rome“ mit einen schon fast sakralen Gesang und einem Keyboard, das an ein Spinett denken lässt. Das ist ein fein gewobenes Stück mit Anklängen an Dream Pop für eine nächtliche Fahrt durch kaum greifbare Orte. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=118746070/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>DEAD BANDIT: Dead Bandit</title>
		<link>https://africanpaper.com/2025/03/08/dead-bandit-dead-bandit/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Mar 2025 06:47:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dead Bandit]]></category>
		<category><![CDATA[Quindi Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Letztes Jahr hatten uns die Amerikaner von Dead Bandit mit ihrem zweiten Album „Memory Thirteen“ begeistert: „Auf 13 Stücken spielen die beiden eine teils durchaus reduzierte Musik, der oftmals eine somnambule, nokturne Stimmung innewohnt, die in Passagen aber dann auch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/08/dead-bandit-dead-bandit/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/a3932426810_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45342" title="a3932426810_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/a3932426810_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Letztes Jahr hatten uns die Amerikaner von Dead Bandit mit ihrem zweiten Album<a href="http://africanpaper.com/2024/02/17/dead-bandit-memory-thirteen/"> „Memory Thirteen“</a> begeistert: „Auf 13 Stücken spielen die beiden eine teils durchaus reduzierte Musik, der oftmals eine somnambule, nokturne Stimmung innewohnt, die in Passagen aber dann auch immer wieder einen Sonnenaufgang (mehr als nur) erahnen lässt.“ Diese Stimmung in einem Spannungsfeld von dezent mysteriösen Momenten hin zu einer gewissen Leichtigkeit findet sich auch auf dem inzwischen dritten Album des Duos aus Chicago wieder.<span id="more-45340"></span> 18 teils kurze Stücke enthält der wieder bei <a href="http://africanpaper.com/tag/quindi-records/">Quindi Records </a>erschienene selbstbetitelte Nachfolger. Dabei ist das Cover des Albums mit der im Nebel verschwindenden Natur eine durchaus angemessene Illustration dieser immer leicht verschwommenen Musik.</p>
<p>Dead Bandit spielen wieder eine, ihre eigene Form von Postrock. „Milk“ eröffnet das Album mit einer aus dem Äther tönenden Gitarre, „Weeds“ erinnert mit dem Zusammenspiel von leicht verzerrterem Bass, Schlagzeug und den Melodiepassagen mit ihrer dezenten Melancholie durchaus an das Spätwerk von The Cure. „Glass“ beginnt mit einem ruhig pochenden Drumcomputer, der (ver)hallt, dazu kommt dann der Twang der Gitarre, Twin Peaks&#8217; Roadhouse ist nicht weit entfernt. Auf „Half Smoked Cigarette“ verdichten sich Bass, Drumcomputer und Gitarre zu einem Instrumental, das von der Melancholie der frühen 80er durchzogen ist. „Sheets“ ist reduziert, man hat den Eindruck, Geister griffen im Nebel zu Instrumenten, die Gitarre lässt kurzzeitig an einen Ventilator denken. Auf „Let The Dog Decide“ spielen einsame Gitarren im Spiel mit dezenter Perkussion eine wunderschöne Melodie. Die flächigen Sounds von &#8220;One Eye&#8221; beenden ein Album, auf dem das Duo auf 16 Stücken illustriert, wie vielleicht ein Hybrid aus GY!BE und Earth (ca. &#8220;Hex&#8221;) klingen könnte. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a> <iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=486453326/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>EXPOSE: ETC</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jan 2025 07:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Expose]]></category>
		<category><![CDATA[Quindi Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Die in LA ansässige Noiserock-Band Expose liefert mit ihrem zweiten Album &#8220;ETC&#8221; ein kraftvolles und kompromissloses Werk ab, das sich zwischen roher Gewalt und einer subtilen Verspieltheit bewegt, mit der sie immer mal wieder mit schalkhafter Miene kleine Fenster in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/01/18/expose-etc/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/etc.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44220" title="etc" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/etc-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die in LA ansässige Noiserock-Band Expose liefert mit ihrem zweiten Album &#8220;ETC&#8221; ein kraftvolles und kompromissloses Werk ab, das sich zwischen roher Gewalt und einer subtilen Verspieltheit bewegt, mit der sie immer mal wieder mit schalkhafter Miene kleine Fenster in Räume voll tiefschwarzer Desolatheit öffnet.<span id="more-44219"></span></p>
<p>Expose ist tief in der kalifornischen Gitarrenlärm-Szene verwurzelt, sprengt jedoch deren Grenzen mit einer Mixtur aus verzerrten Riffs, analogen Synthies und ungewöhnlichen Instrumentierungen, die von einem mal zähen, mal ungestümen Charakter geprägt ist. Das Label beschreibt das Album anschaulich als &#8220;geschmiedet aus schweißtreibenden Jamsessions unter Halogenröhren in ölverschmierten Garagen&#8221;, und dieser raue Ursprung schwingt in jeder Note mit.</p>
<p>ETC beginnt mit dem instrumentalen &#8220;Dutch Field&#8221;, einem nervösen und schrillen Auftakt, der sich immer weiter aufbaut, bis ein orientalisch anmutendes Saxophon eine reizvolle Spannung zwischen rhythmischer Präzision und klanglichem Chaos erzeugt. Diese Fähigkeit zur Kontrastbildung zieht sich durch das gesamte Album. &#8220;Speed Dial&#8221; ist eine rasende Punknummer, deren dumpfe Vocals und roher Sound an die besten Momente des Hardcore erinnern, während ein brachialer Synthie-Ausbruch das Stück zu einem verstörenden Höhepunkt führt. Hier wird deutlich: Expose lieben das Spiel mit Dynamiken. Den Fokus verlieren sie dabei nicht.</p>
<p>Mit &#8220;The Constant&#8221; schlägt die Band melodischere Töne an, nur um sie schnell wieder in sludgegetränkte, schwere Klänge zu tauchen. Die Balance zwischen zarterem Fingerpicking und lärmenden Ausbrüchen verleiht dem Stück eine besondere Ambiguität. &#8220;Road Railing&#8221; hingegen ist reine Ekstase: Ein Wirbelwind aus verzerrten Sounds, überdrehten Synthesizern und kreischendem Saxophon, das schließlich in einer launigen Bratschen-Einlage endet.</p>
<p>Die Energie des Albums wird durch dunklere und bisweilen langsamer angelegte Tracks wie &#8220;Reverse 3&#8243; und &#8220;Zero To Zero&#8221; ergänzt. In solchen besonders dystopisch anmutenden Momenten demonstriert die Band ihre Fähigkeit, atmosphärische Spannung aufzubauen: flirrende Synthiesounds, schleppende Rhythmen und eine klangliche Desolatheit, die das Verstörende nicht fürchtet. Auf &#8220;Self Terror&#8221; beweist die Band schließlich, dass sie auch vermeintlich sanfte Elemente wie verspielte Saxophone oder entrückte Gitarrenakkorde einsetzen kann, um ihre ureigene, raue Schönheit hervorzubringen, bevor alles wieder in eruptiven Lärmkaskaden explodiert. Mein Favorit allerdings sit das kurze &#8220;Sink&#8221;, ein einziger surreal-entrückter Fiebertraum.</p>
<p>Expose zeigen mit &#8220;ETC&#8221; eine fast absurde Verspieltheit, die sich &#8211; ob in spontanen Brücken und Wendungen, in orientalisierenden Trällereinlagen des Saxofons oder in derben Rock&#8217;n'Roll-Zitaten &#8211; immer wieder mit einer harten, düsteren Grundstimmung verbindet. Expose verweben Noise, Sludge und was man Post-Hardcore nennt zu einem schwer fassbaren Ganzen, das keine Kompromisse eingeht und immer wieder neue, unerwartete Wendungen bereithält. Als Zaungast solcher Musik kann ich mir keine Vergleiche anmaßen, aber sollten sie in Europa touren, empfehle ich eine gemeinsame Tour mit Pound Land. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Quindi Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4204185801/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>BALDRUIN: Mosaike der Imagination</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Nov 2024 06:53:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Baldruin]]></category>
		<category><![CDATA[Freundliche Kreisel]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Schebler]]></category>
		<category><![CDATA[Quindi Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Johannes Scheblers Projekt Baldruin hatte uns zuletzt mit dem Album „Relikte aus der Zukunft“ begeistert, er selbst war uns in einem etwas anderen Zusammenhang erst letzte Woche als ein Drittel des Projekts Yayoba, dem hier attestiert wurde, „surreale Exotica“ zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/11/16/baldruin-mosaike-der-imagination/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/a1763583964_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43649" title="a1763583964_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/a1763583964_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://africanpaper.com/tag/johannes-schebler/">Johannes Scheblers </a>Projekt <a href="http://africanpaper.com/tag/baldruin/">Baldruin</a> hatte uns zuletzt mit dem Album <a href="http://africanpaper.com/2023/08/12/baldruin-relikte-aus-der-zukunft/">„Relikte aus der Zukunft“</a> begeistert, er selbst war uns in einem etwas anderen Zusammenhang erst letzte Woche als ein Drittel des Projekts <a href="http://africanpaper.com/2024/11/09/yayoba-a-maze-of-glass/">Yayoba</a>, dem hier attestiert wurde, „surreale Exotica“ zu spielen, erneut begegnet. <span id="more-43647"></span></p>
<p>Der Titel des neuen Baldruin-Albums gibt schon einen guten Hinweis, wie das darauf Enthaltene zu verstehen ist, enthält das Album doch 17 kurze Stücke, die als Mosaik(-Teile) eines Ganzen verstanden werden können. Vor zwei Jahren fiel der Begriff „Miniaturen“ bei der Beschreibung des 2022 erschienenen Albums <a href="http://africanpaper.com/2022/12/17/baldruin-kleine-freuden/">„Kleine Freuden“</a>, was natürlich nicht verstanden werden sollte, als handele es sich bei den Stücken um etwas Sekundäres, zu gehaltvoll und eigen(ständig) ist diese Musik.</p>
<p>Das zweiminütige „Zwischen Planeten“ eröffnet das Album: eine melancholische Fläche, die mit analogen Synth erzeugt worden zu sein scheint, man muss kurzzeitig an den Klang eines Harmoniums denken, dazu einzelne, leicht mysteriöse Sounds. Auch auf „Stimme des Wegelagerers“  hört man Analogsynthsounds, die fast schon eine Art Kindermelodie spielen, bevor dann eine flüsternde Stimme einsetzt. Worte sind auch auf „Aus dem Feuer, aus dem Licht“ zu hören, wo der Titel immer wieder geflüstert wird, dazu ertönen seltsame Stimmen von schattenhafte Wesen. „Immer wieder im Kreis“ dagegen ist von Perkussion und leicht dissonanten Spielzeugsounds, so als ob etwas aufgezogen würde, durchzogen. Auf „In den Tiefen“ kann man eine leicht sakrale Orgel hören, auf &#8220;Gemeinsam hindurch&#8221; getragene Streicher. Das dunkle Summen und die sakralen Stimmen auf &#8220;Mit vebundenen Augen&#8221; lassen entfernt an <a href="http://africanpaper.com/2012/07/27/dead-can-dance-anastasis/">Dead Can Dance </a>zur Zeit von &#8220;Aion&#8221; denken,  bei dem Zusammenspiel von Perkussion und Flöten auf „Purpur-Trank“ meint man,<a href="http://africanpaper.com/tag/ka-baird/"> Ka Baird</a> sei zum Musizieren dazugekommen.</p>
<p>Das leicht perkussive „Der verwunschene Hain“ ließe sich vielleicht auch programmatisch lesen, denn alle der einzelnen Mosaikteile haben gemein, dass sie aus einer ganz anderen Welt zu kommen scheinen, erzeugen einen „Blick nach drüben“ &#8211; wo auch immer das sein mag. Baldruin erzeugen liminale Musik, Schwellen und Grenzen überschreitend.</p>
<p>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2591027228/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TESTBILD!: Bed Stilt</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Sep 2024 04:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Quindi Records]]></category>
		<category><![CDATA[Testbild!]]></category>

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		<description><![CDATA[In den vergangenen Monaten haben uns die Italiener von Quindi Records mit einer Reihe von hervorragenden Veröffentlichungen begeistert, wie etwa mit dem Post Rock von Dead Bandit, dem in einer wahrlich unerhörten Limitierung erschienenen Soloalbum von Jürgen Weber und dem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/09/14/testbild-bed-stilt/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/a2008374073_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42581" title="a2008374073_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/a2008374073_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den vergangenen Monaten haben uns die Italiener von <a href="http://africanpaper.com/tag/quindi-records/">Quindi Records </a>mit einer Reihe von hervorragenden Veröffentlichungen begeistert, wie etwa mit dem Post Rock von <a href="http://africanpaper.com/2024/02/17/dead-bandit-memory-thirteen/">Dead Bandit</a>, dem in einer wahrlich unerhörten Limitierung erschienenen <a href="http://africanpaper.com/2024/01/13/jota-solo-nessuno/">Soloalbum von Jürgen Weber</a> und dem dem Schlund des Vergessens entrissenen Nový Svět-Album <a href="http://africanpaper.com/2024/06/22/novy-svet-degenerazione/">„De Generazione“.<span id="more-42576"></span></a></p>
<p>Testbild!, das <a href="https://www.quindirecords.it/testbild/">„Musikkollektiv“</a> um Petter Herbertsson, stammt aus Malmö und ist seit Ende der 90er Jahre aktiv – eine umfangreiche Retrospektive des ersten Jahrzehnts findet man z.B. <a href="https://bcnvt.bandcamp.com/album/where-did-this-begin-a-testbild-retrospective-2000-2012">hier</a>. Konzeptionell <a href="https://www.quindirecords.it/testbild/">ging</a> es in all den Jahren um auf den ersten Blick scheinbar Disparates: &#8220;Russian space dogs, the writer Isabelle Eberhardt, abandoned houses, surrealist underwater stories or their Swedish hometown of Malmö.&#8221;</p>
<p>„Bed Stilt“ ist ihr insgesamt zwölftes Album; die sechs Songs wurden ursprünglich zwischen 2005 und 2006 aufgenommen, zusätzliche Overdubs erfolgten 2023/2024. Auf „The First New Years Eve“ erklingt ein Vibraphonette, ein Koffervibraphon. Das ganze Stück ist geprägt von einer scheinbar melodisch-melancholischen Fragilität, zu der der leichtfüßige Gesang passt. Im Hintergrund meint man das Wehen von Wind zu hören: &#8220;guide us through landscapes of icicle daze“. Es mag vielleicht etwas häretisch anmuten, aber einige Gesangsharmonien lassen durchaus an die Beach Boys denken, vielleicht klingt das Stück aber auch einfach so, als hätte in einem anachronistischen Paralleluniversum Martin Denny Bohren und den Club of Gore geremixt. „And Her Eyes Are Red“ beginnt direkt mit Gesang, der zwischendurch zweistimmig wird (&#8220;under the snow there is a volcanic light“). Das Zusammenspiel von Orgel, Vibraphonette und Perkussion erzeugt eine beschwingte Atmosphäre &#8211; ebenso wie  „Cardamom Song“ mit der Beschwörung von „bumblebees“, &#8220;night trip at sea&#8221;, cinnamon lighthosues&#8221; und  &#8220;mesmerizing colours in heat&#8221;. Nach drei Minuten bricht das Stück ab, seltsame Drones und Flüstern setzen ein und Stimmen scheinen rückwärts abgespielt zu werden. „Soft Winged And Frail“ (ein Titel, der die Musik auf diesem Album vielleicht gar nicht so unzutreffend beschreibt) ist geprägt von einem beschwingten Klavier, man fühlt sich in einen Saloon versetzt. Schließlich der Abschluss mit „Water On The Moon“, auf dem  Drones, Klavier und weiblicher Gesang zu hören sind. Das von <a href="https://amandadefrumerie.weebly.com/">Amanda de Frumerie</a> gestaltete Cover passt perfekt zu dieser hier erzeugten leicht somnambulen Atmosphäre, die das gesamte Album durchzieht. (MG)</p>
<p>Label: <a href="www.quindirecords.it/">Quindi Records <iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=128926487/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></a></p>
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		<title>NOVÝ SVĚT: DeGenerazione</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jun 2024 04:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frl. Tost]]></category>
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		<category><![CDATA[Jota Solo]]></category>
		<category><![CDATA[Jürgen Weber]]></category>
		<category><![CDATA[Nový Svet]]></category>
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		<category><![CDATA[Ulla Tost]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben schon oft auf diesen Seiten angesprochen, welch reiches Füllhorn verschiedenster Musiken das aus Jürgen Weber und Frl. Tost bestehende (und am 5.5.22 wohl endgültig aufgelöste) Duo über dem Hörer ausschüttet(e). Nový Svět bedienten sich all die Jahre an &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/06/22/novy-svet-degenerazione/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/a3028379758_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41665" title="a3028379758_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/a3028379758_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wir haben schon oft auf diesen Seiten angesprochen, welch reiches Füllhorn verschiedenster Musiken das aus Jürgen Weber und Frl. Tost bestehende (und am<a href="https://soundcloud.com/jotasolo/25452-complete"> 5.5.22 wohl endgültig aufgelöste</a>) Duo über dem Hörer ausschüttet(e).<a href="http://africanpaper.com/tag/novy-svet/"> Nový Svět </a>bedienten sich all die Jahre an so vielen Genres, dass man wohl eher fragen müsste, was bisher noch nicht von ihnen berührt wurde.</p>
<p><span id="more-41664"></span>Die Entstehungsgeschichte von „DeGenerazione “ ist eine für das Duo so typsiche: Das Album wurde ursprünglich sofort nach <a href="http://africanpaper.com/2022/10/08/novy-svet-desde-infiernos-de-flores-redux/">„Desde Infiernos De Flores“</a> aufgenommen, sollte der letzte Teil der mit &#8220;Fin Finito Infinito&#8221; begonnenen, so genannten &#8220;Spanish trilogy&#8221; werden. Als die beiden von Spanien zurück nach Wien zogen, wurden die Aufnahmen aber als <a href="https://novsvt.bandcamp.com/album/degenerazione">&#8220;too spanish&#8221;</a> verworfen und archiviert. Stattdessen erschien dann damals mit „Todas Las Últimas Cosas&#8221; 2008 das wahrscheinlich elektronischste Album der Band. Erst vor einiger Zeit machte Weber  auf <a href="https://soundcloud.com/jotasolo">seinem Soundcloudaccount</a> das Album verfügbar, das jetzt von Quindi Records, die vor einigen Monaten Webers großartiges Soloalbum <a href="http://africanpaper.com/2024/01/13/jota-solo-nessuno/">&#8220;Nessuno&#8221;</a> veröffentlicht haben, auf auf 150 Exemplare limitiertes Vinyl gepresst worden ist.</p>
<p>Dass &#8220;Desde Infiernos De Flores&#8221; ebenfalls erst viele Jahre nach der Fertigstellung endlich veröffentlicht werden sollte, ist <a href="http://africanpaper.com/2022/10/08/novy-svet-desde-infiernos-de-flores-redux/">eine andere Geschichte</a>. Letzt genanntes Album und &#8220;DeGenerazione&#8221;  sind durchaus unterschiedlich, was sie aber beide auszeichnet, ist die Reduktion, die Kürze der Stücke, die partiell durchaus etwas Fragmentarisches haben (können): „Tibidabo“ beginnt so, als schalte jemand ein Tape zum Aufnehmen ein, man mag das als Authentizitätsmarker lesen oder aber als bewusstes Reflektieren über den eigenen Aufnahmeprozess. Man hört ein paar Töne auf dem Glockenspiel (?), Weber flüstert die Worte lediglich &#8211; und dann geht das Stück im Rauschen unter. Auch„Raja“ ist minimal und reduziert: Etwas Gitarre, auch hier ist die Stimme ein Sprechflüstern und verkündet: „la paranoia del momento es la verdad del futuro“. „Ciudacanta“ ist mit dem Strumming der Akustikgitarre ein echter Ohrwurm, der vielleicht auch nicht schlecht auf die Zusammenstellung „The Flies In Dreams And Reality“ oder auf das 2011 erschienene englischsprachige Album <a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/novy-svet-%e2%80%a6into-your-skies/">„Into Your Skies“ </a>gepasst hätte. „Suenos, Anos, Despues“ kombiniert das Geräusch von fließendem Wasser mit dissonanten Momenten und schleppender Perkussion, auf dem instrumentalen „Alarma“ erklingen Geräusche wie von einem Specht und Metallrohre scheinen über den Boden zu rollen. Ein Gegenpol dazu ist „Rexistencia“, ein weiterer schmissiger Song auf der Akustikgitarre. Am Ende singt Weber „rexistencia no es possible no no no“ und lacht dämonisch. Vielleicht ist ein Titel wie „Solo Un Sueno“  programmatisch zu lesen. Musikalisch hört man hier etwas Bass und schleppendes Schlagzeug: Das ist Nový Svět als Jazzcombo. „Torbellinos“ beginnt mit Backwardmasking, Knistern, man hört Geräusche wie von Kinderspielzeug. Ich erinnere mich noch, wie Jürgen Weber einmal in einem vor sehr vielen Jahren mit ihm gemachten Interview zu uns meinte, dass bei &#8220;En posesion de te&#8221; vom „Chappaqua“-Album der irrititierende Sound, der das Stück durchzieht, &#8220;das wichtigste [ist]. Er <em>ist </em>das Lied.&#8221;</p>
<p>Auf insgesamt 15 zwischen einer und knapp fünf Minuten langen Stücken zeigt das Duo erneut seine Sicht auf die Welt und vielleicht zeigen diese Miniaturen, dass Musik, Leben, <em>Existieren</em> nur fragmentarisch gedacht werden kann und darf. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a></strong><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=749734646/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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