In seinem neuen Bildband erkundet der Fotokünstler Marc Baruth die subtilen Effekte, die entstehen, wenn man aus alten Familienfotos sämtliche Personen digital wegretuschiert und die als Hintergrund fungierenden Schauplätze – Landschaften, Hauswände, Zäune – für sich sprechen lässt. Ob es an der für Porträts und Familienfotos gebräuchlichen und z.B. für Landschaftsaufnahmen eher untypischen Einstellung liegt oder vielleicht doch an Spuren des Verschwundenen, die man stets irgendwo zu sehen glaubt – nicht selten sind die Aufnahmen von einer unheimlichen Atmosphäre durchdrungen, die recht sicher den größten Unterschied zu den Originalaufnahmen ausmacht.