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	<title>African Paper &#187; Sharif Sehnaoui</title>
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		<title>FADI TABBAL: I Recognize You From My Scetches</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Feb 2025 05:08:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Fadi Tabbal, Musiker, Produzent und eine zentrale Figur der libanesischen Experimental- und Alternativszene, legt mit &#8220;I recognize you from my sketches&#8221; ein Album vor, das gleichermaßen introspektiv wie klanglich facettenreich ist. In zehn rein instrumental gehaltenen Stücken, die Samples zahlreicher &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/02/08/fadi-tabbal-i-recognize-you-from-my-scetches/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/D_IRFYMS_Cover_1400.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44374" title="D_IRFYMS_Cover_1400" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/D_IRFYMS_Cover_1400-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Fadi Tabbal, Musiker, Produzent und eine zentrale Figur der libanesischen Experimental- und Alternativszene, legt mit &#8220;I recognize you from my sketches&#8221; ein Album vor, das gleichermaßen introspektiv wie klanglich facettenreich ist. In zehn rein instrumental gehaltenen Stücken, die Samples zahlreicher befreudeter Acts enthalten, verhandelt er Themen wie Identität, Erinnerung und die innere Kluft zwischen Wunsch und Realität. Die Arrangements, geprägt von Gitarren, Tape-Loops und Synthies, bewegen sich <span id="more-44373"></span>zwischen melancholischen Soundscapes und dezenten rhythmischen Akzenten.</p>
<p>Bereits das Eröffnungsstück &#8220;(keep beating)&#8221; fällt durch seine klangliche Fülle und Dichte auf. Trotz des Titels fehlt jegliches offensichtliche Pulsieren, stattdessen entfalten sich Tremolos und ein unterschwelliges Rauschen, begleitet von einer melancholischen Grundstimmung. Das surreale, fast orchestrale Ambiente wird durch subtile unterschwellige Bewegungen im Untergrund kontrastiert. Auch &#8220;Absence or death&#8221; operiert mit minimalen, aber wirkungsvollen Mitteln: Eine wiederkehrende akustische Gitarrenfigur entwickelt sich langsam zu einer vielschichtigen Interaktion mit zurückhaltenden Klangelementen.</p>
<p>Hier scheint sich viel im Halbverborgenen zu ereignen, das mit den offensichtlicheren, vordergründigeren Ereignissen nicht kongruent ist und zugleich mit diesem eine interessante Interaktion eingeht. An Stellen wie dieser muss man Tabbals befreundete Musikerinnen und Musiker &#8211; <a title="JULIA SABRA: Natural History Museum" href="http://africanpaper.com/2024/11/02/julia-sabra-natural-history-museum/">Julia Sabra</a>, <a title="CHARBEL HABER: The Delightful Sights And Sounds Of A Decaying Nation" href="http://africanpaper.com/2020/09/12/charbel-haber-the-delightful-sights-and-sounds-of-a-decaying-nation/">Charbel Haber</a>, <a title="JAD ATOUI / JAWAD NAWFAL / SHARIF SEHNAOUI: Modern Individual" href="http://africanpaper.com/2024/06/15/jad-atoui-jawad-nawfal-sharif-sehnaoui-modern-individual/">Sharif Sehnaoui</a>, <a title="ELYSE TABET / PASCAL SEMERDJIAN / YARA ASMAR: Low Toms Bright Bells and Darkest Spells" href="http://africanpaper.com/2023/01/07/elyse-tabet-pascal-semerdjian-yara-asmar-low-toms-bright-bells-and-darkest-spells/">Pascal Semerdjian</a>, <a title="SANDY CHAMOUN / ANTHONY SAHYOUN / JAD ATOUI: Ghadr" href="http://africanpaper.com/2024/12/07/sandy-chamoun-anthony-sahyoun-jad-atoui-ghadr/">Anthony Sahyoun</a>, Marwan Tohme und Ghassan Sahhab &#8211; erwähnen: Personen, die im Leben und Werk des Künstlers immer wieder eine wichtige Rolle gespielt haben und deren Samples und Zitate unter der Oberfläche auch den Sound des vorliegenden Albums prägen, was sehr zu der persönlichen Thematik passt, denn jede Biografie, jede persönliche Erinnerung wäre nicht was sie ist ohne das Wirken anderer. Die Halbdurchsichtigkeit der Sounds jedenfalls erzeugt so eine Spannung, die sich nie vollständig auflöst und auch die Frage offenlässt, ob wirklich nur die Abwesenheit das Leben schützt.</p>
<p>Eine besondere spannungsgeladene Wegmarke des Albums ist &#8220;Oh heart, are you burning&#8221;, das durch metallische Percussion und knarrende, verzerrte Dröhnungen eine bedrohliche Atmosphäre schafft. Die Dynamik steigert sich kontinuierlich, und die Klangwelt wird gegen Ende von obertonreichen Elementen dominiert, die eine beeindruckende Intensität erreichen. &#8220;You were right&#8221; hingegen wirkt unmittelbarer, direkter, kontrastierender: Hier treffen metallene Geräusche und der eine oder andere Goldregen auf einem Saiteninstrument auf dröhnendes, qualmwolkenartiges Rauschen, das sich zu einem intensiven Spannungsbogen verdichtet. Die Unvorhersehbarkeit des Stücks macht es besonders packend.</p>
<p>Im vergleichsweise sanften &#8220;(keep pumping)&#8221; überrascht Tabbal mit einer darkjazzartigen Gitarrenlinie, die in eine gelassen melancholische Stimmung eingebettet ist. Der Titel wirkt dabei wie ein Imperativ, der eine innere Konstantheit trotz aller Herausforderungen betont, und wieder kommt in diesem Stück kein wirkliches rhythmisches Pulsieren vor. Mit &#8220;(keep thumping)&#8221; schließt sich weiter hinten &#8211; nach &#8220;When We Swam Together&#8221;, das wie eine starke Komposition für ein Bläserorchester anmutet &#8211; dann ein Stück an, das rhythmisch geprägt ist – jedoch nicht durch klassische Beats, sondern durch perkussive Anschläge auf Saiten, die mit hohen, dröhnenden Klängen kombiniert werden.</p>
<p>Das finale Stück &#8220;I am all that is left&#8221; bietet einen ergreifenden Abschluss, indem es einmal mehr orchestrale Elemente aufgreift und in einem beeindruckenden Klangbild zusammenführt. Insgesamt überzeugt &#8220;I recognize you from my sketches&#8221; durch seinen minimalistischen Ansatz, der dennoch tief in emotionale und klangliche Schichten vordringt. Der Künstler selbst betont den stark persönlich eingefärbten Schwerpunkt des Albums: &#8220;I’ve struggled with mental health issues for most of my life, always affected by loneliness, missed opportunities, the violence of the city, and the cruelty of some of its inhabitants. I found solace only through composing music. I recognize you from my sketches is an album of ten instrumental pieces, a breakup album between who we want to be and who we turned out to be&#8221;.</p>
<p>In jedem Fall schafft es Fadi Tabbal, all diese persönliche Themen subtil und gleichsam markant in seinen Kompositionen zu verarbeiten, und beweist damit ganz nebenbei einmal mehr, warum er zu den innovativsten Künstlern der Region zählt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Ruptured</strong></p>
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		<title>JAD ATOUI / JAWAD NAWFAL / SHARIF SEHNAOUI: Modern Individual</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jun 2024 05:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/modernindividual.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41342" title="modernindividual" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/modernindividual-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf &#8220;Modern Individual&#8221;, dem for kurzem erschienenen ersten gemeinsamen Longplayer der drei libanesischen Musiker Jad Atoui, Jawad Nawfal und Sharif Sehnaoui, beschleicht einen immer wieder das Gefühl, etwas Unberechenbares braue sich zusammen. Vor einem unruhigen Hintergrund aus Rattern, Knacken und schrill rauschendem Feedback irren bereits in den ersten Minuten hohe Sinustöne durch den Raum, kollidieren mit <span id="more-41331"></span>metallisch klingenden Objekten und lassen mal perkussive, mal quietschend Sounds entstehen, springen weiter in den nächsten Track, wo sie zwischen allerlei Gerumpel eine noisige Brodelstimmung entfachen. Wird dieses immer in Bewegung begriffene, eher trockene und zugleich kraftvolle Soundgebilde irgendwann explodieren oder implodieren?</p>
<p>&#8220;Modern Individual&#8221; ist das Werk dreier Musiker, denen man ihr Händchen für Improvisation und in jedem Fall für spontan entworfene Narrative ohne Längen anmerkt, und alle drei sind im künstlerischen Dialog erfahrene Kollaborateure in unterschiedlichen Bereichen experimenteller Musik. Sehnaoui, bekannt als Mitbegründer des in den libanesischen Bergen stattfindenden Irtijal-Festivals ebenso wie als Meister der Improvisation mit elektrischen und akustischen Gitarren, bewegt sich mit Gruppen wie dem <a title="‘A’ TRIO: Folk" href="http://africanpaper.com/2022/10/15/a-trio-folk/">&#8216;A&#8217; Trio</a> und <a title="AYA METWALLI / CALAMITA: Al Saher" href="http://africanpaper.com/2023/06/10/aya-metwalli-calamita-al-saher/">Calamita</a> irgendwo in Grenzbereichen von Freejazz und Noiserock. Auch Jad Atoui, der als Klangkünstler aus einer ganz anderen musikalischen Richtung kommt und vor allem für seine Biosonics bekannt ist, in der die Fotosynthese und andere &#8220;Verhaltensweisen&#8221; von Pflanzen in kompositorische Strukturen übersetzt werden, hat sowohl im Libanon als auch in seiner zeitweise zweiten Heimat New York mit zahlreichen bekannten Musikerinnen und Musikern (John Zorn, Laurie Anderson, Anthony Seyhoun u.v.a.) zusammengearbeitet. Jawad Nawfal, auch bekannt unter dem Namen <a title="MUNMA: Transient Organ" href="http://africanpaper.com/2024/02/17/munma-transient-organ/">Munma</a>, ist mittlerweile einer der renommiertesten Producer elektronischer Musik des Nahen und Mittleren Ostens. Gleichwohl mehr für seine Soloarbeiten bekannt, gibt es neben den hier öfter thematisierten <a title="TASJIIL MOUJAHED: The Death of Permanence" href="http://africanpaper.com/2016/10/01/tasjiil-moujahed-the-death-of-permanence/">Tasjiil Moujaheed</a> eine ganze Reihe an Kollaborationen, die zum Teil auf seinem eigenen kleinen Label erscheinen. Ich erwähne diese Dinge nicht nur, um die drei Musiker vorzustellen, sondern auch deshalb, weil es die Stimmigkeit des halborganisch anmutenden Klanggebildes auf dem gemeinsamen Album über alle unterschiedlichen musikalischen Herangehensweisen hinweg erklären kann.</p>
<p>Die anfangs genannte Unberechenbarkeit der Musik, die natürlich in unruhigeren Momenten wie im von atemlosem Hecheln und knarrigen Saiten geprägten &#8220;Sends and Returns&#8221; besonders ins Auge fällt, offenbart sich einerseits in abrupten Brüchen, die die Szenarien der einzelnen Stücke vermeintlich neu anordnen, aber auch in allerlei falschen Fährten. So denkt man an vielen Stellen, das zentrale musikalische Motive sich wiederholen, doch bei genauem Hinhören ist dies nur dem Anschein nach der Fall. Dies fällt besonders auf in den propellernden Sounds des noisigen &#8220;Public Outburst&#8221;, in der cinemstischen Spannung inklusive filmreifer Zikaden im Titeltrack, aber auch in der Beschaffenheit der ausladenden noisigen Rauschdröhnung, die das zehnminütige &#8220;Shift the Basis of Differentiation&#8221; einleitet. In seiner wandlungsvollen episodischen Struktur &#8211; nach dem Austoben des verauschten Lärms tastet sich ein angejazztes Saitenspiel in den Vordergrund, irgendwann, nach einer Passage undefinierbaren Klapperns und Gluckerns, überführt ein orgelartiger Sound das Stück in eine halllastige, verrauschte Welt, in der sich alles zu einer zombifizierten Hypnotik steigert &#8211; könnte das Stück eine EP für sich ausfüllen.</p>
<p>Gerade solche Stücke, die zumindest den Verfasser dieser Zeilen anregen, sie im Geiste weiterzuspinnen, sind immer ein Indiz, dass ein gemeinsames musikalisches Konzept noch weitergeführt werden könnte und sollte &#8211; im Falle des Trios wäre dies auf jeden Fall wünschenswert, und eine internationale Community improvisierter Echtzeitmusik wäre ihnen dankbar. In der einen oder anderen Form wird man die drei oder einigen von ihnen aber garantiert noch zusammen zu hören bekommen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Ruptured</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1644857322/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>AYA METWALLI / CALAMITA: Al Saher</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jun 2023 06:33:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon in den ersten Minuten von &#8220;Al Saher&#8221; kann man spüren, dass hier Musiker am Werk sind, die es meisterhaft verstehen, recht unterschiedliche Elemente zu einem runden, wenn auch ungewöhnlichen Ganzen zu verknüpfen. Zwischen prägnanten Donnerschlägen, die sich in regelmäßigen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/10/aya-metwalli-calamita-al-saher/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/alsaher.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35837" title="alsaher" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/alsaher-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Schon in den ersten Minuten von &#8220;Al Saher&#8221; kann man spüren, dass hier Musiker am Werk sind, die es meisterhaft verstehen, recht unterschiedliche Elemente zu einem runden, wenn auch ungewöhnlichen Ganzen zu verknüpfen. Zwischen prägnanten Donnerschlägen, die sich in regelmäßigen Intervallen wiederholen, schlängelt sich ein trancehafter Mezzo-Sppran in Arabisch in den Vordergrund, und wenn irgendwann <span id="more-35832"></span>recht plötzlich funky Gitarren und ein wildes Schlagwerk mit zischelnden Becken und kraftvollem Gerumpel losbrechen, wenn kernige Bässe den Raum füllen, Soli auf den hohen Saiten jaulen, verquere Melodien den Lärm konterkarieren und sich die Sängerin immer wieder davon scheinbar unbekümmert zu Wort meldet, entsteht der Eindruck, dass all dies in den richtigen Momenten passiert und wie für einander gemacht scheint.</p>
<p>&#8220;Al Saher&#8221; ist der erste gemeinsame Tonträger der aus Ägypten stammenden Sängerin Aya Metwalli und der Combo Calamita. Letztere wurde vor einigen Jahren in Beirut von dem Jazz- und Improv-Gitarristen Sharif Sehnaoui und dem in Post Punk, Rock und den dröhnenden Künsten geschulten Tony Elieh gegründet, die bereits in verschiedenen libanesischen Free Form-Gruppen wie Karkhana oder dem <a title="‘A’ TRIO: Folk" href="http://africanpaper.com/2022/10/15/a-trio-folk/">&#8216;A&#8217;-Trio</a> zusammen spielten &#8211; zu Anfang noch mit dem Drummer Davide Zolli, dessen Platz nun von Malek Rozkallah eingenommen wurde, der bereits mit Elieh in The Scrambled Eggs gespielt hat. In Calamita erkunden und entwickeln sie eine ganz eigene Idee von dem, was Rock sein kann.</p>
<p>Mit der vor einigen Jahren zunächst im Live-Kontext begonnenen Kollaboration mit Aya Metwalli begann ein neues Kapitel, in welchem das Songformat noch stärker Einzug in den Calamita-Kosmos hielt. Metwalli, die vor sieben Jahren ihre erste EP herausbrachte und schnell den Stempel Avant Pop und begeistertes mediales Feedback bekam, stammt aus einer musikbegeisterten Kairoer Familie, und bereits vor ihrer formellen Gesangsausbildung tauchte sie immer tiefer in die Welt ägyptischer Populärmusik ein. Ein wichtiger Bezugspunkt dabei war, wie fast zu erwarten, die berühmte Oum Kalthoum, die auch für den vorliegenden Longplayer eine wichtige Inspiration darstellte. Die vier Stücke des Albums stammen in den mir bekannten Fällen aus dem Fundus der großen Sängerin und sind (auch) deshalb heute Klassiker der ägyptischen und generell arabischen Populärmusik. Man ahnt schon aus dem bisher gesagten, dass sie hier eine deutliche Umformung erfahren.</p>
<p>Man kann die Musik auf &#8220;Al Saher&#8221; sehr intensiv erleben, auch dann, wenn einem aus Mangel an Arabischkenntnissen garaniert einiges entgeht. Das von einem pochenden Trommelrhythmus vorangetriebene &#8220;El Khala Wel Dala&#8221;, entfaltet eine ungemein hypnotische Wirkung, und die Ornamente des leidenschaftlichen Gesanges tragen ebenso ihren Teil dazu bei wie die funkensprühenden Becken und die &#8211; für klischeehaft geprägte westliche Ohren &#8220;orientalisch&#8221; klingende &#8211; Melodie, die vermutlich einem elektronischen Instrument entstammt.</p>
<p>Gekonnt setzen die vier Musiker Spannungsmomente und überraschende Effekte ein. Das Titelstück beginnt vorsichtig tastend und entfaltet eine erwartungsvolle Statik, in der alle Klangquellen kurz anklingen und vorsichtig Richtungen andeuten, ohne sie letztlich schon einzuschlagen. Auch über diesen zunächst dünnen Teppich lässt Metwalli ihren Klagegesang wie über ein weites Tal schallen. Doch auch im Hintergrund bleibt die Musik nicht untätig und ein vielfältiges Schleifen und Rasseln und Brummen macht sich bemerkbar, irgendetwas scheint sich anzubahnen, zumindest stimmt die mit der Zeit immer verfremdetere Stimme und das groovige Knarren tiefer Basssaiten darauf ein. Irgendwann setzt tatsächlich eine stärkere Dynamik ein, und nach ein paar entgrenzten Minuten bleibt nur noch Raum für die diffuse Entrücktheit des in ein mysteriöses Halbdunkel getauchten &#8220;Kadni El Hewa&#8221;.</p>
<p>Das intensive Hörerlebnis sollte &#8211; trotz eventueller Sprachbarrieren und Unkenntnis der lklassischen Versionen der Songs &#8211; Grund genug sein, sich dem Zauber des Albums gegenüber zu öffnen. Ein gelungenes Projekt, das hoffentlich weiter verfolgt werden wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Zehra</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=7961696/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>&#8216;A&#8217; TRIO: Folk</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2022 06:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA['A' Trio]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/atriofolk.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-31578" title="atriofolk" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/atriofolk-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass es sich bei dem &#8220;Folk&#8221; betitelten Album des &#8216;A&#8217; Trio nicht um das handelt, was der Begriff vielleicht für die meisten suggeriert, ist sicher schon beim Anblick des Covers zu erahnen. Mehr noch, wenn einem die aus den drei Libanesen Mazen Kerbaj (Trompete), Sharif Sehnaoui (Akustikgitarre) und Raed Yassin (Kontrabass) bestehende Band bereits öfter untergekommen ist, denn das Trio ist bekannt dafür, alles, was es anpackt, vom Kopf auf die Füße zu stellen und umgekehrt.<span id="more-31576"></span></p>
<p>Das &#8216;A&#8217; Trio besteht seit ziemlich genau zwanzig Jahren und gilt heute als die älteste Free Improv-Kapelle des Libanon, und ihr 2003 erschienenes Debütalbum wird oft als die erste arabische Free Jazz-Platte bezeichnet. Zusammengekommen waren die drei ursprünglich nur für ein einzelnes Konzert auf dem bis heute bestehenden Irtijal-Festival, in das Sehnaoui direkt involviert war und ist, aber manchmal kommen Dinge auch ganz ungeplant ins Rollen. Kurze Zeit später dann wurde der Jazzbezug immer stärker dekonstruiert, und irgendwann entstannt eine ungewöhnliche musikalische Textur, die über weite Strecken auf der Präparierung und Umfunktionierung ihres Instrumentariums basiert und bald den Stempel &#8220;Textural Swing&#8221; bekam.</p>
<p>In diesem Jahr tourten die drei ausgiebig durch mehrere Kontinente und in der Zweischenzeit entstanden die Ideen für gleich zwei Veröffentlichungen &#8211; zum einen eine Live-LP namens &#8220;The Binding Third&#8221;, zum anderen das vorliegende Studioalbum &#8220;Folk&#8221;. Das Album verarbeitet zahlreiche Erfahrungen, die das &#8216;A Trio über die Jahre zu dem gemacht haben, was es heute ist. Dazu zählen auch die Einflüsse von Kollaborationen, zu denen auch diverse Zusammenarbeiten mit Alan Bishop (ehem. Sun City Girls, Land of Kush etc.) gehören, für den Folk in verschiedener Form niemals ein Fremdwort gewesen ist.</p>
<p>Wenn sich zu Beginn im holprigen Gallop urige, obertonreiche Klänge entfalten, während stilvoll die Saiten rasseln, kommen zunächst mehr Fragen und weniger Aha-Erlebnisse auf, denn beim Opener &#8220;Folk(s) Music&#8221; weiß man nie, welche Komponente einmal die Oberhand haben wird, und das bleibt auch dann so, wenn neues Brummen und Rumpeln und Dreschen hinzukommt. Viele Kleine Melodie- und Harmonieaspekte liegen im steten Widerstreit, und auch wenn es zwischendrin aggressiver zugeht oder die präparierte Trompete aquatisch plätschernde Klänge einbringt, bleibt der Track ein stets veränderlicher Kosmos, dessen Gestalt nie ganz zu greifen ist. Das bleibt bei den meisten der folgenden Stücke so, auch wenn sie alle recht schnell ihre eigenen Signaturen offenbaren. &#8220;Rugged Land&#8221; kommt ähnlich galloppierend daher, ist aber insgesamt drahtiger, rumpelnder und die Trompete stößt wilde Schreie aus. Dieses Stück steigert sich zur klingelnden Ekstatik, in der man durchaus etwas pagan-folkiges sehen kann, aber man muss dies auch nicht zwanghaft suchen. Ganz anders das folgende &#8220;Cold Blood&#8221;, das &#8211; auf seine Art nicht minder brachial &#8211; mit langsam blubbernder und blasender Brass Section im Vordergrund eher Spannung aufbaut.</p>
<p>&#8220;Songs from the Valley&#8221; mag mit der Illusion lieblicher Flöten Bukolisches suggerieren, doch ebenso illusionäres Bellen und Vogelkrächzen färbt das Idyll dunkel ein, und eine ziehende Dröhnung und all die galloppierenden Geräusche verwandeln diese Motive schon bald ohnehin in eine Dekonstruktion ihrer selbst. Die spannungsgeladene Behäbigkeit im finalen &#8220;A Tower With No Imam&#8221;, in dem langsames Pochen und Brummen einen Trauermarsch anzustimmen scheint, impliziert eines ganz besonders, nämlich dass es auch nach dem Ende von &#8220;Folk&#8221; spannend bleibt.</p>
<p><strong>Label: Al Maslakh Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2802322259/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SHARIF SEHNAOUI: Recoil/Relent</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2022 01:16:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange, improvisierte Solostücke auf der akustischen Gitarre und das ganz ohne technisches Beiwerk &#8211; man vermutet solcherlei vielleicht am Ursprung der Laufbahn eines jeden Gitarristen. Im Werk des seit den 90ern aktiven libanesischen Improv-Gitarristen Sharif Sehnaoui spielten solche vermeintlich einfachen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/03/26/sharif-sehnaoui-recoilrelent/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/recoilrelent.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28860" title="recoilrelent" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/recoilrelent-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Lange, improvisierte Solostücke auf der akustischen Gitarre und das ganz ohne technisches Beiwerk &#8211; man vermutet solcherlei vielleicht am Ursprung der Laufbahn eines jeden Gitarristen. Im Werk des seit den 90ern aktiven libanesischen Improv-Gitarristen Sharif Sehnaoui spielten solche vermeintlich einfachen Alleingänge zunächst kaum eine Rolle, denn soundbezogenes Equipment gehörte bislang immer dazu und meist auch Kollaborateure in unterschiedlicher Zahl.<span id="more-28858"></span></p>
<p>Vielleicht spielten die Einschränkungen und Unsicherheiten der Pandemie eine Rolle, jedenfalls begann Sehnaoui in den vergangenen zwei Jahren die Solo-Improvisation zu erkunden, und bereits 2020 erschien auf einem amerikanischen Label das im Homerecording aufgenommene Two Track-Album &#8220;Concave/Convex&#8221;, dem jüngst das bei Tunefork aufgenommene, ansonsten aber einer ähnlichen Herangehensweise folgende &#8220;Recoil/Relent&#8221; folgte.</p>
<p>Wie sein Vorgänger enthält &#8220;Recoil/Relent&#8221; zwei rund halbstündige, in sich stark wandlungsfähige Gitarrentracks, die aufgrund ihrer Bandbreite an Spielweisen und Stimmungen und ihrem gekonnten Umschiffen jeglicher Längen ein wunderbares Konzert abgeben würden. &#8220;Recoil&#8221; beginnt mit unregelmäßigem Strumming und erinnert an einen stimmungsvollen Score für verregnete Nachmittage &#8211; eine immer deutlicher werdende Unruhe und die wohl bewusst im Unklaren gelassene Stoßrichtung, was Rhythmik und Tonfolgen angeht, wirkt eher befreiend und somit alles andere als uninspiriert. Durch alle Windungen und Wandlungen &#8211; durch laute und leise Passagen mit Momenten der Stille, durch temperamentvolles Allegro, Flammenco-Rhythmen und besinnlichen Fingerstyle von ausnehmlicher Lieblichkeit &#8211; zieht sich etwas diffus Drängendes als unterschwelliges Motiv. &#8220;Relent&#8221; wirkt über einige Wegstrecken zerfledderter, tastender und lässt so die feurigen Schrammelorgien, die die Musik in gewissen Abständen von neuem voranpeitschen, noch markanter herausragen, doch prinzipiell sind beide Aufnahmen von ähnlicher Machart.</p>
<p>Eine weitere Eigenschaft sind in beiden Tracks kurz aufblitzende Deja-vus nicht so sehr bestimmter bekannter Songs aus der Tradition akustischen Saitenspiels, sondern bestimmter Stile, mögen diese nun mit John Fahey oder mit vorderasiatischen Spieltechniken verknüpft sein. Aber wer weiß, vielleicht sprudeln diese Assoziationen auch nur dank der inspirierenden Vielfals dieser Musik.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://almaslakh.bandcamp.com/">Al Maslakh</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2498393402/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://almaslakh.bandcamp.com/album/recoil-relent">Recoil/Relent by Sharif Sehnaoui</a></iframe></p>
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		<title>KARKHANA: Al Azraqayn</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Aug 2021 03:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer den Namen Karkhana hier zum ersten mal liest, könnte trotzdem einigen Mitgliedern der Gruppe schon begegnet sein, denn es handelt sich bei ihr um eine echte Supergroup. Die beteiligten Musiker &#8211; Mazen Kerbaj, Umut Çağlar, Sam Shalabi, Sharif Sehnaoui, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/08/07/karkhana-al-azraqayn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/karkhana.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-26087" title="karkhana" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/karkhana-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wer den Namen Karkhana hier zum ersten mal liest, könnte trotzdem einigen Mitgliedern der Gruppe schon begegnet sein, denn es handelt sich bei ihr um eine echte Supergroup. Die beteiligten Musiker &#8211; Mazen Kerbaj, Umut Çağlar, Sam Shalabi, Sharif Sehnaoui, Maurice Louca, Tony Elieh, Michael Zerang &#8211; stammen überwiegend aus dem östlichen Mittelmeerraum, ihre musikalische Herkunft erstreckt sich von Psych Rock über traditionelle arabische Musikarten bis hin zu<span id="more-26086"></span> Jazz, Improv und weit darüber hinaus. Gegründet wurde die Band bereits vor einer Handvoll Jahren. Die auf der vorliegenden Doppel-LP zu hörenden Songs wurden vor zwei Jahren bei einem Auftritt im Amsterdamer Bimhuis aufgenommen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Das Resultat ist durch die genannten „Stilbegriffe“ gut umrissen und doch nur unzureichend benannt. Wie kraftvoll dieses Gebräu umgesetzt ist, merkt man allerdings schon bei Shalabis Intro auf der Oud. Mit westlichen Hörgewohnheiten im Gepäck mag einem der Klang der Kurzhalslaute immer eher warm und entspannt vorkommen &#8211; hier macht sich aber auch schnell eine unruhig drängende Energiegeladenheit in den melodischen Ornamenten bemerkbar, die sich vollends entlädt, sobald alle Instrumente &#8211; Bläser, Drums, Gitarren, Synthies und einiges mehr &#8211; zu hören sind.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Aus den knapp anderthalb Stunden Musik, die sich über die vier LP-Seiten erstreckt, lassen sich nur schwer einzelne Wegmarken hervorheben, denn wenngleich Momente der Spannung ihren Platz haben, gibt es kaum Längen. Mein Favorit beim ersten Hördurchgang war das aus mehreren Teilen bestehende &#8220;Sidi Mansour&#8221;, eine Neuinterpretation eines tunesischen Folkstücks. Auf ein längeres Intro mit in ihrer Richtung stets variierten Trommelwirbeln folgt ein Psych Rock-Kracher, der wie ein Medley anmutet, da immer wieder andere Instrumente in den Vordergrund treten und besondere Akzente setzen: Funky E-Gitarren, anmutige Bläsersoli, jazzige Drums, deren Groove schnell in spannungsgeladenenes Beckenspiel kippt und irgendwann in einen &#8220;abstrakteren&#8221; Teil überleitet. Hier sorgt Schaben und Kratzen an den Saiten für die Ruhe vor dem Sturm, der sich im treibenden Schlussteil mit seinem atonalen Finale Bahn bricht. Manch eine Band hätte aus dem Stoff ein ganzes Album gemacht, und wie man hört, war das Publikum begeistert.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Einige der Tracks haben diesen epischen Charakter, bei dem sich subtile, bisweilen verspielte Abstraktion mit treibenden, melodischen Passagen abwechselt. Wie ein unberechenbarer Wind pfeifen Umut Çağlars luftige Reeds in &#8220;Huli Huli&#8221; durch eine imaginäre Weite, bis ein wunderbar melodischer Song einsetzt und Fahrt aufnimmt. In &#8220;Al Sal3awa&#8221; spannen kreisende Synthies, rollende Drums und anmutige Flöten das Publikum genüsslich auf die Folter, und erst nach einem längeren Anzug des Tempos sorgen Oud und Handdrums für eine Bewegung, die nach einigen Minuten im puren Lärm gipfelt. Einen letzten Höhepunkt dieser Art gönnen einem die acht Musiker am schrillen Finale von &#8220;Rock Farock&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Alle Karkhana-Mitglieder sind seit langem leidenschaftlicher Kollaborateure, was man der Spontaneität und dem Einfallsreichtum des Auftritts auch auf Platte mehr als deutlich anmerkt. Bleibt zu hoffen, dass es auch in Zukunft weitere Konzerte in dem Line-up geben wird. (U.S.)</span></p>
<p><span style="font-size: small;"><strong>Label: Karlrecords</strong></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2690903120/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Mazen Kerbaj, Sam Shalabi u.a.: Karkhana live in Bonn</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2021 05:18:09 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zeitnah zum Release ihres Live-Albums &#8220;Al Azraqayn&#8221; (Karlrecords) gibt die internationale Allstar-Band Karkhana ein Konzert in Bonn. Die Band besteht aus Mazen Kerbaj, Umut Çağlar, Sam Shalabi, Sharif Sehnaoui, Maurice Louca, Tony Elieh und Michael Zerang &#8211; jeder dieser Musiker &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/07/23/mazen-kerbaj-sam-shalabi-u-a-karkhana-live-in-bonn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeitnah zum Release ihres Live-Albums &#8220;Al Azraqayn&#8221; (Karlrecords) gibt die internationale Allstar-Band Karkhana ein Konzert in Bonn. Die Band besteht aus Mazen Kerbaj, Umut Çağlar, Sam Shalabi, Sharif Sehnaoui, Maurice Louca, Tony Elieh und Michael Zerang &#8211; jeder dieser Musiker wurde hier bereits solo oder als Teil von Bands und Kollaborationen vorgestellt, und wer sich bei diesen Namen eine verspielte und gleichsam kraftvolle Mixtur aus Psych Rock, Improv, traditioneller Musikarten und weiteren Überraschungen vorstellt, liegt richtig. Mehr zur neuen Platte recht bald auf diesen Seiten, die Tickets zum Konzert können unter ticket@in-situ-art-society.de geordert werden.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/karkhanainbonn.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-26256" title="karkhanainbonn" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/karkhanainbonn.jpg" alt="" width="651" height="632" /></a><span id="more-26254"></span></p>
<p>Mittwoch, 28.Jili 2021<br />
Einlass 20 Uhr<br />
Dialograum Kreuzung An St. Helena<br />
Bornheimer Straße 130<br />
53119 Bonn</p>
<p><strong><a href="http://africanpaper.com/tag/mazen-kerbaj/">Mazen Kerbaj</a> | <a href="http://africanpaper.com/tag/umut-caglar/">Umut Çağlar</a> | <a href="http://africanpaper.com/tag/sam-shalabi/">Sam Shalabi</a> | <a href="http://africanpaper.com/tag/sharif-sehnaoui/">Sharif Sehnaoui</a> | <a href="http://africanpaper.com/tag/maurice-louca/">Maurice Louca</a> | <a href="http://africanpaper.com/2018/10/20/v-a-anthology-of-electroacoustic-lebanese-music/">Tony Elieh</a> | <a href="http://africanpaper.com/tag/michael-zerang/">Michael Zerang</a> @ African Paper</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2690903120/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>V.A.: Uchronia</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/05/26/v-a-uchronia/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 May 2018 04:27:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit dem Begriff Uchronia oder Uchronie bezeichnet man alternative geschichtliche Entwicklungen, die entweder als Fiktion oder als Korrektiv die gängige Vostellung von Zeitabläufen herausfordern. In der Geschichtswissenschaft gab es immer wieder Paradigmenwechsel, bei denen der Ablauf historischer Ereignisse unter ganz &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/05/26/v-a-uchronia/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/uchronia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15377" title="uchronia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/uchronia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit dem Begriff Uchronia oder Uchronie bezeichnet man alternative geschichtliche Entwicklungen, die entweder als Fiktion oder als Korrektiv die gängige Vostellung von Zeitabläufen herausfordern. In der Geschichtswissenschaft gab es immer wieder Paradigmenwechsel, bei denen der Ablauf historischer Ereignisse unter ganz neuen Blickwinkeln betrachtet wurde oder der Fokus auf bislang wenig beachtete Ereignisfolgen gerichtet wurde. Im Zuge dessen entstanden neue Fachrichtungen wie die Sozialgeschichte oder die feministische Geschichtsschreibung, um nur<span id="more-15376"></span> zwei Beispiele zu nennen, die als Uchronien angefangen hatten und nun seit langem zu den Mainstream-Disziplinen zählen.</p>
<p>Ob in den schlauen Büchern oder im Plauderton &#8211; wenn in unserer Kultur von Weltgeschichte (oder auch von der Geschichte der Kunst) die Rede ist, sind die meisten assoziierten Gegenstände nach wie vor abendländisch, die Geschichte der Gesellschaften und Kulturen außerhalb der westlichen Kernländer erscheinen als Nebenschauplätze, die meist erst dann mit Interesse betrachtet werden, wenn sie mit unserer Region in Beziehung treten, und im Zuge des Exportes westlicher Wissensbestände wurde dieser Themenkanon in vielen Ländern für lange Zeit adaptiert.</p>
<p>Das in Berlin ansässige Label Syrphe hat unter dem Titel „Uchronia“ gerade eine drei CDs umspannende Sammlung an „elektroakustischer, experimenteller und Noise-Musik“ herausgebracht, auf der lediglich asiatische Künstler vertreten sind. Wie ich dem im Booklet abgedruckten Erfahrungsbericht entnehme, geht es Kurator Cedrik Fermont darum, mit viel Beweismaterial zu zeigen, dass es auch im Bereich experimentierfreudiger Musik eine rege Welt außerhalb Europas und Nordamerikas gibt, deren Erzeugnisse kein randständiger Abklatsch westlicher Musik sind. Asien ist dabei der Kontinent, auf dem Cedrik sich wohl am besten auskennt, doch der Sampler knüpft an den Vorgänger „30.2“ an, der im kleineren Rahmen bereits Afrika dokumentierte. Dass Asien kein homogener Raum ist und dass es geografische, sprachliche und kulturelle Überschneidungen zwischen Regionen Asiens und Europas (sowie Afrikas) gibt und immer gegeben hat, wird in seinem Text ausführlich reflektiert.</p>
<p>Folgt man dem Narrativ, nach welchem experimentelle Musik ihren Anfang bei den Futuristen nahm, von der Musique Concrete weiterentwickelt wurde und durch die Einflüsse von Krautrock, Punk, Wave etc. irgendwann Industrial, Soundart und diverse Technokünste hervorbrachte, ginge man von einer rein okzidentalen Geschichte aus – selbst dann würde die schiere Menge an nichtwestlichen Erzeugnissen in den letzten Jahrzehnten ihre besondere Hervorhebung rechtfertigen. Hört man irgendwann von diversen Pionieren elektronischer Musik aus Nahost, von den Wurzeln vieler Drone- oder Ritualmusik in den unterschiedlichsten regionalen Traditionen oder von der Entstehung eines veritablen Genres wie Harsh Noise im Osaka der 70er, dann bekommt das Bild von der experimentellen Musik als einem rein westlichen Exportartikel weitere Risse.</p>
<p>Damit das Projekt nicht aus den Fugen gerät, wurden musikalisch sinnvolle Grenzen gesetzt, so wurde auf Tanzbares wie Techno, Dubstep, Drum&#8217;n'Bass etc. komplett verzichtet und der Fokus auf etwas abstraktere, auf manipulierten Sounds und teilweise Fieldrecordings basierende Kunstmusik gelegt, und dennoch ein spannendes Panorama vom Libanon bis nach Indonesien, von Korea und Zentralasien bis zu den Golfstaaten und dem indischen Subkontinent ausgebreitet, bei dem sich Gemeinsamkeiten und lokale Unterschiede, die nicht immer in der traditionellen Musik eines Landes begründet sein müssen, die Waage halten.</p>
<p>Um endloses Namedropping zu vermeiden beschränke ich mich hier auf eine subjektive Auswahl an Beiträgen, die mir besonders im Gedächtnis geblieben sind. Dazu zählen schon die beiden ersten, aus dem Libanon stammenden Beiträge: Improv-Gitarrist und Irtijal-Kurator Sharif Sehnaoui eröffnet die Sammlung mit einem geheimnisvoll klingelnden und tremolierenden Stück, das sich stetig zu einer verzerrten und von perkussivem Klappern aufgepeitschten Rauschorgie steigert. Der zwischen New York und Beirut pendelnde Jad Atoui und der von Munma und Tasjiil Moujahed bekannte Jawad Nawfal, beides passionierte Kollaborateure, liefern zusammen ein raues, flächiges, von unregelmäßigen Dröhn- und Klapperwellen durchzogenes Stück ab. Die vielleicht bizarrste Dröhnung, ein schwindeliger Ambient-Irrgarten aus summenden Sounds, stammt aus Singapur und wurde von der Musikerin Lydia Ang eingespielt.</p>
<p>Zwei Beiträge aus dem irakischen Kurdengebiet arbeiten mit unterschiedlich stark verfremdeten Field Recordings. Während der Beitrag von Hardi Kurda wie ein bedrohlicher Kontrollverlust aus fragmentiertem Klangschutt anmutet, gerät Khabat Abas&#8217; Stück, bei dem Gesampletes und eine traditionelle Melodie auf einem Blasinstrument verschmelzen, wie ein surreales Hörspiel. Dinelka aus Sri Lanka setzt ebenfalls stark auf vorgefundene Sounds. Sein „Whistler on the Tree“ klingt zunächst wie ein Readymade, erst mit der Zeit registriert man die Verfremdung, die geloopte Struktur und die Verdichtung des Soundmaterials. Die ebenfalls in Sri Lanka aufgewachsene Kei Watanabe kombiniert spannungsgeladene hintergründige Dröhnung mit einem sich immer mehr zuspitzenden Flötenton und betont so die Wichtigkeit des Atems, der in ihrem Titel &#8220;We have forgotten how to breathe&#8221; betont wird. So atmosphärisch wie ein Thriller ist „Mist on Sea“ von der aus Hongkong stammenden Multimedia-Künstlerin Fiona Lee, die mit Dröhnen und klopfenden Wassertropfen ein Setting von ungeahnter Dichte hervorbringt.</p>
<p>Vokalexperimente, bei denen sich Stimme und Instrumente zeitweilig zu einem Zopf verflechten, sind ein weiterer Schwerpunkt, mit Sounds, die an einen quietschenden Ballon erinnern sowie allerlei Geräuschen mit Kehle, Zunge und Lippen zeigt die aus Malaysia stammende Kok Siew-Wai, dass man mit diesen Organen weit mehr als nur konventionell singen kann und überdies, dass Humor und Atmosphärik sich nicht ausschließen müssen. Experimentell im engsten Sinne gehen Phyu Hnin Thwin, Crazy Eels Society und Ito aus Myanmar zuwerke: Ihr Stück ist eine von Hauchen, Jaulen und Kichern durchzogene „Konversation“ der beteiligten Künstler, die in ihrem Dialog rein musikalische Mittel gebrauchen. Das aus Kasachstan und der Türkei stammende Trio Saadet Türköz, Zeynep Sarikartal und Basar Ünder kippt beständig von einer erschöpften Vokalperformance zu elektronischen Spielereien und verhinderten Songanfängen und wieder zurück. Krach von rein primitivistischer Räudigkeit spielt auf dem Sampler eine untergeordnete Rolle, trotzdem dürfen ein paar Minuten wellenförmiger Japanoise nicht fehlen, und dieser stammt von der hierzulande noch recht unbekannten Yuko Araki – ein tosender Abschluss!</p>
<p>Das Anliegen der Compilation ist ehrenhaft: über eine große, aber immer noch ausschnitthafte Auswahl experimenteller Musik das kreative Potential und Output einiger Regionen zu präsentieren, das von Presse und akademischer Welt oft ignoriert und durch auch dadurch erzeugte Blickverengungen von vielen Veröffentlichungs- und Vertriebswegen abgeschnitten ist. Wieviel Arbeit in einem solchen Projekt steckt, lässt sich allenfalls erahnen – sollte der eine oder andere Name im Gedächtnis von Schreibern, Verlegern, Kuratoren und v.a. Musikliebhabern stecken bleiben, dann war sie nicht vergebens. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://syrphe.com/">Syrphe</a></strong></p>
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		<title>We try to catch lust for life underneath the chaos. Interview mit Oiseaux-Tempête</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jul 2017 07:16:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Oiseaux-Tempête bestehen im Kern aus Frédéric D. Oberland und Stéphane Pigneul, zwei Multiinstrumentalisten, die vor einigen Jahren, als beide noch in zahlreichen anderen Formationen spielten, zu jammen begannen und ihren typischen Stil zwischen schleppenden Rhythmen, dröhnenden Gitarrenriffs, verspielten Saxophonparts und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/07/01/we-try-to-catch-lust-for-life-underneath-the-chaos-interview-mit-oiseaux-tempete/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/01-AL-AN-OT-Kerwax-┬®-As-Human-Pattern.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13935" title="01 AL-'AN OT Kerwax ┬® As Human Pattern" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/01-AL-AN-OT-Kerwax-┬®-As-Human-Pattern-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></strong></em><strong>Oiseaux-Tempête bestehen im Kern aus Frédéric D. Oberland und Stéphane Pigneul, zwei Multiinstrumentalisten, die vor einigen Jahren, als beide noch in zahlreichen anderen Formationen spielten, zu jammen begannen und ihren typischen Stil zwischen schleppenden Rhythmen, dröhnenden Gitarrenriffs, verspielten Saxophonparts und allerlei elektronischen und folkloristischen Beigaben entwickelten. Wenn die beiden ihre Band als ein offenes Projekt begreifen, bezieht sich das aber nicht nur auf die zahlreichen<span id="more-13927"></span> Gastmusiker, die v.a. auf ihrem aktuellen Album &#8220;Al-&#8217;An!&#8221; (Sub Rosa 2017) mitwirkten und das stilistische Repertoire erweiterten. Oiseaux-Tempête sind leidenschaftliche Reisende, und in den bisherigen Zielen ihrer Reisen &#8211; Griechenland, Türkei, Libanon &#8211; hat man immer wieder den Eindruck, dass die jeweiligen Orte und ihre Menschen, Dinge und Ereignisse mehr als blose Motive sind, sondern die Musik aktiv prägen. Eine fast persönliche Präsenz auf allen Aufnahmen der Band hat das Mittelmeer. Im folgenden Interview lernt man Frédéric und Stéphane als freie Geister, leidenschaftliche Musikliebhaber und große Enthusiasten kennen.</strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a title="We try to catch lust for life underneath the chaos. An interview with Oiseaux-Tempête" href="http://africanpaper.com/2017/07/01/we-try-to-catch-lust-for-life-underneath-the-chaos-an-interview-with-oiseaux-tempete/" target="_blank"><strong>English version</strong></a></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Um mit etwas Allgemeinem anzufangen: Wie kam es zu Oiseaux-Tempête? Gab es eine bestimmte Idee, eine Melodie oder eine Stimmung, die nicht in die Gruppen passte, in denen ihr bisher spieltet?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric D. Oberland: Die Wurzeln der Band liegen im reinen Instinkt und der Spontaneität. 2012 ging ich mit dem Fotografen Stéphane Charpentier nach Griechenland; als ich mit einem Sack von Field Recordings zurück in Paris war, fragte ich Stéphane Pigneul, meinen Musikbruder, ob er sich dem Abenteuer anschließen will. Es ging noch gar nicht darum, eine neue Band zu gründen, wir wollten nur ein bisschen um ein paar neue Ideen herumjammen und was neues ausprobieren. Damals spielten Stéphane und ich mit Le Réveil des Tropiques (einer verrückten, rein improvisierten Psychedelic-Band) und in FareWell Poetry (einem Kollektiv, das dunkle Soundscapes mit analogen Filmaufnahmen und Lyrik verbindet). Heute, nach fünf Jahren, kann ich sagen dass Oiseaux-Tempête genau in der Mitte all dieser Richtungen liegt und unsere musikalischen Grenzen zugleich merklich erweitert hat. Die Improvisation ist immer unser grundsätzlicher Gestus bei allen Aufnahmen; für die Konzerte &#8220;lernen&#8221; wir dann nachträglich, die Songs zu spielen, inklusive neuer Momente der Improvisation und freien Interpretation. Es ist wie ein Raum mit beweglichen Wänden.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane Pigneul: Der einzige große Unterschied zu den anderen Projekten, die wir zusammen oder nicht hatten, ist die musikalische Chemie zwischen Fred und mir. Alles ging uns ziemlich leicht von der Hand, es musste nicht viel über die Richtung geredet werden, in die alles gehen sollte. Wenn ich mit einer Bassspur oder einem Akkord ankomme, geht er darauf ein, wenn er ein Riff spielt, weiß ich es in mein Spiel einzubauen, und das alles, ohne viel nachzudenken. Es bringt dich als Musiker in eine sehr komfortable Position, in eine Blase aus Sound und Vertrautheit, wo alles möglich ist, vom einfachen Versuch bis zu anspruchsvollen Konzepten und jeder Menge verrücktem Zeug.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frei zu sein, dass denke ich, ist das wichtigste überhaupt in der Musik.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/02-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13978" title="02 AL-'AN OT Tunefork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/02-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg" alt="" width="4263" height="2869" /></a></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Ihr erwähnt gerade einige Gruppen, in denen ihr bereits vor Oiseaux-Tempête aktiv wart, und auch eure Kollaborateure haben meist ihre eigenen Projekte. Was sind eurer Meinung nach die wichtigsten Eigenschaften all dieser Leute, die Oiseaux-Tempête zu dem machen, was es ist?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Ja, von Anfang an haben wir Gäste und Kollaborateure eingeladen, deren Stil und Musik wir mögen, für einen Track, für ein bestimmtes Album oder für Live Performances. Ähnlich wie das Improvisieren, worüber wir gerade gesprochen haben, ist auch das eine Möglichkeit, die Band und unseren Sound offen zu halten, auszuprobieren, zu experimentieren, Spaß zu haben. Zuallererst sind diese Musiker unsere Freunde, und wir thaben die gleiche Idee, dass Musik ein vitaler Funke ist.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Als ob unsere magische Verbindung ansteckend wäre, macht es immer großen Spaß, mit unseren Freunden zu jammen, oder mit Musikern, die wir respektieren und mit denen wir zusammenarbeiten wollen. Paul, Sharif, Christine, Jos, Charbel oder Abed haben das auch gesagt. Was dann bei aktuellen Album herauskam, war weit mehr als das, was wir erwartet hatten, dank ihres Vertrauens, ihres Könnens und irher Freundschaft. Die Familie wird immer größer!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Eure Veröffentlichungen haben meist mit einer Reise in ein anderes Land zu tun, beim letzten Album “Al-&#8217;An!&#8221; haben dann auch viele Libanesische und Palästinensische Musiker mitgewirkt, und immer gibt es einen Einblick in bestimmte Stimmungen, Diskurse und Probleme des entsprechenden Ortes.. Gab es von Anfang an ein Konzept, das in diese Richtung ging, oder ergab sich das einfach mit der Zeit?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Es gibt da kein Konzept, aber schon einen bestimmten Hintergrund: Als wir nach Giechendland fuhren hatte die Halbinsel mit schweren sozialen und ökonomischen Krisen zu kämpfen, unser Aufenthalt für &#8220;ÜTOPIYA?&#8221; in Istanbul fand nach den Gezi-Protesten statt, und zuletzt im Libanon beeindruckte uns das winzige Land, das von drei undurchdringlichen Grenzen umgeben ist (Israel, das Bürgerkriegsland Syrien und das mittelmeer)- wir nahmen dort die Hälfte unseres aktuellen Albums, &#8220;AL-&#8217;AN!&#8221; auf&#8230; Wir sind natürlich an all diesen Dingen interessiert &#8211; den menschlichen, sozialen, politischen, kulturellen Aspekten &#8211; und wir all unsere täglichen Erfahrungen in unsere Musik einfließen. Ich kann und ich will mich nicht aufteilen in den Musiker und den Menschen, was hätte das für einen Zweck? Ich denke Kunst sollte mit dem realen leben ebenso viel zu tun haben wie mit Träumen. All das ist m.E. Teil des alternativen DIY-Geistes, der uns allen in Beirut aufgefallen ist. Mit Charbel (Haber), Sharif (Sehnaoui) und Abed &amp; Ali von Two Or The Dragon teilen wir alle die gleiche Melancholie, während wir zugleich an underen großen Erwartungen hängen.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Es war ganz logisch, dass Frederic nach seiner Zeit in Griechenland und der Türkei weiter gehen wollte, er besuchte mich in Sizilien, wo ich seit einiger Zeit lebte, während der Aufnahmen zu &#8220;UTOPIYA?&#8221;. Irgendwann wurde uns recht schlagartig klar, wie sehr sich unsere Alben alle um das Mittelmeer drehten, und wie sehr wir mit der ganzen Region verbunden waren, und das brachte uns in den Libanon. Wieder war es ein ganz natürlicher Prozess, und wir ließen es einfach darauf ankommen.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Das Mittelmeer scheint tatsächlich ein verbindendes Element in all euren Arbeiten zu sein&#8230;</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Es ist die Alma Mater. Für mich persönlich ist es das erste Meer, das ich sah und worin ich schwamm, und mein Großvater kommt außerdem aus einem kleinen Ort in der Gegend um Venedig. Es ist schwer zu sagen, warum man sich an einem bestimmten Ort zuhause fühlt, selbst wenn man nicht immer dort ist; aber genau so geht es mir, wenn immer ich in der Nähe dieses Meeres bin, ganz gleich in welchem Land&#8230; In einem breiteren Sinne ist das Mittelmeer eine großartige Wiege der Zivilisationen &#8211; für Europa, den Balkan, den Nahen Osten, Africa &#8211; und für fast zehntausend Jahre Geschichte, Imperien, Demokratien, Wanderungen, KulturEN&#8230; Es kamm/kommt uns wie ein natürlicher Ausgangspunkt vor, um die Dinge etwas anders zu betrachten als wie du es in der Schule gelernt hast (Grenzen und die ganze Scheiße) oder wie du es im Fernsehen oder in austauschbaren politischen Reden hörst&#8230; Dieses geographische Becken ist ein enormer Schmelztigel der unterschiedlichsten Einflüsse. Wir haben so viel gemeinsam und können immer noch so viel aus unseren Unterschieden lernen.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/14-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13979" title="14 AL-'AN artwork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/14-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Stéphane: Die Tatsache, dass es eine Wiege der Zivilisation ist und der Ausgangspunkt der ersten Republike, spricht uns an. Heutzutage ist die Demokratie schwach und bedroht und wird von einer der mächtigsten Personen der Welt mishandelt. Etwas ist im Gange&#8230; … Es ist ziemlich beschissen!  Wir wollten die Dinge mit unseren eigenen Augen sehen und mit all dem Licht, das wir finden konnten, zurückkehren. Und das war eine Menge!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Ich kenne die Situation in Frankreich nur über unsere eigenen Medien, aber mein Eindruck ist, dass die interkulturellen Aspekte des Zusammenlebens nie so sehr im zentrum der Diskussionen standen, wie zur Zeit, und dass sich auch der Riss in der Gesellschaft an diesen Themen abzeichnet. Wie sehr beeinflusst das eure Musik?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Du hast recht, das ist ein großes Thema hier seit fünfzehn Jahren oder so, mit jeder Menge Manipulation von lokalen Politikern und ihrer Marketing-Teams, die das Thema aufbauschen: &#8220;Sei vorsichtig, schließe deine Grenzen, sonst verlierst du deine Identität&#8221;. Ich denke, wir erleben das gerade in ganz Europa: den Aufstiegt einer neuen extremen Rechten, die Unsinn in die öffentlichen Debatten einbringen, als handele es sich um eine geheime Wahrheit, verstärkt von den meisten der anderen Politiker, die pyromanisch genug sind, um mit diesen xenophoben Ideen zu spielen und keine wirkliche Absicht haben, das zu zerstören&#8230; Unsere Identitäten sind so komplex, so multi-irgendwas. Wie viele Europäer, wie viele Franzosen, haben Eltern oder Großeltern, die von woanders herkamen, mit ganz anderen Gewohnheiten, Kulturen, Geschichten oder Religionen? Wieviele Migranten kommen heute eigentlich nach Europa, um offensichtlich nur zu profitieren? Das ist Quatsch. Wie kann man nur darauf kommen, dass jemand, der in seinem eigenen Land dem krieg entronnen ist und mehrfach sein Leben riskiert hat, um irgendwo einen sicheren ort zu finden, der ist, der unseren Sozialstaat zerstört? Bitte&#8230; der Neoliberalismus brauchte keine Kriege und Migrationsbewegunen, um unseren Sozialstaat auf dem Altar des Kapitalismus und der schnellen Profite zu opfern. Natürlich werden Musik, Kunst und all day nicht wirklich was daran ändern, aber es kann helfen, indem du etwas Licht auf andere Sichtweisen wirfst, auch wenn es nur für wenige Leute in einer &#8220;Nische&#8221; sein mag. Ein Sternenhimmel entsteht durch viele kleine Funken.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Als Musiker ist es vielleicht etwas lächerlich zu denken, dass du Bürgerrechte, Pressefreiheit, wissenschaftliche Fakten und den Respekt vor Frauen und Kindern verteidigen musst… Was gerade passiert ist Unsinn. Ein Witz, der hoffentlich bald vorbei ist. Nicht nur in Frankreich, wie gesagt, sondern in allen Demokratien. Ich hab große Hoffnungen auf ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Es wäre eine fantstische Lektion der Hoffnung und ein Erfolg für die Demokratie.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Gibt es Unterschiede in den verschiedenen Ländern, was di Musikszenen und die Art, wie Musiker arbeiten angeht, und wenn ja, hat das eure Aufnahmen mit geprägt?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/04-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13980" title="04 AL-'AN OT Tunefork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/04-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /></a>Frédéric: Ich weiß es nicht&#8230; Wir haben nie darüber nachgedacht während der Auftritte und Studiosessions. Die Musiker, mit denen wir in Beirut gespielt und aufgenommen haben, sind vor allem großartige Künstler, eher als dass sie von einem bestimmte Ort kommen oder zu einer Community gehören&#8230; Wir haben zusammen gewohnt, sind ausgegangen, gereist, wir wurden Freunde. Ich denke, die Musik, die wir spielen, basiert auf einem Prozess des Einander-Zuhörens, auf Respekt, was dem Fluss sehr zugute kommt. Für &#8220;AL-&#8217;AN!&#8221; haben wir uns natürlich schon sehr gut informiert über den Nahen Osten und die Musikszene dort, aber wir waren sehr angetan davon, zu sehen, wie sehr die Szene in Beirut mit der weltweiten Szene verknüpft ist. Wir hatten gemeisame Lieblingsalben, Künstler und sogar Vorlieben für Equipment gemeinsam, das brachte uns weiter!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Ich denke nicht. Was dich kickt und zum Musikmachen antreibt, ist wahrscheinlich universell. Es ist eine Art Feuerfresser, eine Leidenschaft, die die ganze Alltagsarbeit auffrisst und dich dazu bringt, andere Leute zu treffen, Gegensätze zu begrüßen und Grenzen zu erweitern. Wir sind alle auf der gleichen Seite, vielleicht weil wir die gleichen musikalischen Wurzeln und Einflüsse haben, aber in erster Linie, weil wir all dies auf die Beine bringen wollen. Wir sind nicht faul, wenn wir arbeiten, aber wir springen in das alles hinein, Lachen und lassen die Magie entstehen!!!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em>I<strong>n &#8220;Al-&#8217; an!&#8221; kommen westliche Einflüsse aus Rock und Metal mit arabischer Musik zusammen. Habt ihr da eine Art Synthese im Hinterkopf, oder geht es such vielleicht auch um die Gegenüberstellung von Gegensätzen?</strong></em></p>
<p>Frédéric: Das passiert spontan im Studio. Wir kamen ohne konkreten Plan im Tunefork Studio in Beirut an und wollten nur das beste aus uns herausholen. Viele der Improvisationen, die wir dort zusammen aufnahmen, waren so großartig und gingen weit über unsere Erwartungen hinaus&#8230; Dann, zurück Frankreich, gab es einige Overdubs und Extra-Sessions; Wir gaben unserem Drummer Sylvain und Paul alias Mondkopf einige Auszüge aus diesen Beirut-Sessions zu hören. Nach einer kleinen Pause, gingen wir zurück zu Stéphane, um die kompletten Sessions zu hören und daraus das ganze Album zu bauen. Es dauerte einige Monate, um den richtigen Weg zu finden und das Album zu vollenden. Unsere Arbeitsweise ist empirisch, ohne ein Skript&#8230;</p>
<p>Stéphane: Paul (Mondkopf) sagt gerne, dass wir diese oder jene Einflüsse haben und sagt: «Es gibt einige Stoner- oder Doom-Einflüsse in ihrer Musik!». Er ist ein Spezialist für Genres! Er wird euch zeigen, wo die norwegischen black Metal-Einflüsse stecken, wo Death und Grind und Indie! Ich liebe diesen Kerl! Er ist so lustig und gewitzt und unglaublich talentiert. Ich für meinen teil muss zugeben, dass ich gar keine Ahnung von diesen Einflüssen habe. Abgesehen von OM, Earth oder Sunn O))) hören wir kaum diese Art von Musik. Für die Bearbeitung waren Frederic und ich in seinem Magnum Diva-Studio, hörten uns sorgfältig die verschiedenen Takes an, aber die meiste Zeit ist es nur eine einzige Spur, denn alles ist improvisiert. Dann entscheiden wir, ob wir es noch mal auseinanderschneiden oder einiges Material schichten, oder ob wir es lassen, wie es ist. Die einzige Regel ist: Es muss leicht leicht von der Hand gehen und natürlich fließen. Über die Jahre werden wir da immer strenger mit uns selbst.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Euch gefällt das &#8220;Riskante&#8221;, wenn ihr erstmals mit jemand neuem zusammenarbeitet&#8230;</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Definitiv! Du must raus aus deiner Komfortzone, wenn du was neues und Magisches entstehen lassen willst. Scheitern &#8211; oder das Risiko des Scheiterns &#8211; gehört immer dazu, aber was soll&#8217;s, wenn du doch unterwegs irgendwas findest? Deshalb machen wir Musik.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Darum geht es in dem Projekt, es ist wohl die Essenz der Band. Wir haben nie verstanden, wie Bands immer wieder die gleichen Songs spielen können. Wir wollen uns auf neue Leute einlassen, neue Sounds, neue Locations, die uns inspirieren und in Gefahr bringen. Klar schreckt das auch ab. Aber wir haben Vertrauen, auch zu den Leuten, mit denen wir spielen. Damit beginnt es. Vertrauen, Freude und vor allem Spaß für alle, die daran beteiligt sind. Zumindest versuchen wir das, haha!<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/16-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13981" title="16 AL-'AN artwork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/16-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg" alt="" width="3703" height="2492" /></a></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Wie kam es, dass ihr gerade nach Beirut gefahren seid?</strong></em></p>
<p>Frédéric: Ich kannte Charbel von den Scrambled Eggs schon seit Jahren, auch einige Soundtracks, die er für libanesische Filme wie die von Nadim Tabet gemacht hat. Wir kannten auch die Arbeit von Sharif, der eine Zeitlang lebte und in der Improv-Szene um Les Instants Chavirés spielte. Wir schickten Ihnen einige Mails mit unseren bisherigen Alben, sprachen über unser Projekt, und gingen dann nach Beirut, um neues Material aufzunehmen. Es war so aufgeregt! Libanon, mit seiner großen künstlerischen Szene, Geografie und Besonderheiten schien der perfekte Ort, um etwas dort mit einheimischen Musikern auszuprobieren.</p>
<p>Stéphane: Wir hatten auch bereits Kontakt Ziad Nawfal und Roy Arida, sie gaben uns viele Infos über Musik, Menschen, Filme, Bücher. Wir waren noch nie im Libanon. Alles, was wir wussten, war, was wir von den Nachrichten her kannten, und Geschichten von alten libanesischen Freunden. Wir wollten im Mittelmeerraum weiter gehen. Nachdem allem, was wir wussten, waren wir schon ziemlich gut vorbereitet. Aber es war alles so weit entfernt von der Realität!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Auf “Al-&#8217;An!&#8221; haben Beirut und der Libanon viele Spuren hinterlassen, in Form von Samples, Instrumenten und spielweisen. Was hat euch am meisten beeindruckt?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: &#8220;AL-&#8217;AN!&#8221; enthält Auszüge aus unserem Reisetagebuch aus Beirut und dem Libanon. Auszüge aus Gesprächen, Interviews, Alltagsgeräuschen, aber auch einen Track wie &#8220;A l&#8217;Aube&#8221;, eine kleine Live-Improvisation, die aut der Terasse der Wohnung aufgenommen wurde, wie wir mit unserem Freunden von As Human Pattern (die Videokünstler, die uns begleiteten) lebten. Die Freundlichkeit diort, war so tief, so warm, wir fühlten uns von der Stadt umarmt. Despite the chaotic situations you can see first maybe, you get this so-strong will to live which resonates a lot in our minds.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Die Freude der Jugend, aber auch die Stigmata des Bürgerkrieges und der versteckte Kummer…</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>In dem Album gibt es viele Stimmungsnuancen, aber obwohl es einige Momente des Chaos und Aufruhrs gibt, nehme ich es doch als ruhig und freundlich war. Sehr ihr das ähnlich und woher könnte das kommen?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/06-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13982" title="06 AL-'AN OT Tunefork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/06-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Frédéric: Von den Leuten, die wir getroffen haben, von der Freude und dem Spaß, den wir alle zusammen hatten. Dies ist der Schlüssel. Vielleicht wollte wir unbewusst zwischen den Ausbrüchen auch etwas Licht bringen, etwas vond er Hoffnung, die wir fühlten? So war die Stimmung, und wir hben uns darauf eingelassen!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Sehr schön, dass du das so empfindest. Nach fünf Alben kann ich nun sagen, dass dies auch unsere Idee ist. Wir versuchen, die Hoffnung, das Licht und die Lebenslust unter dem Chaos zu finden, unter der Hässlichkeit und den dunklen Gefühlen, die du vorfindest, wenn du zum ersten mal einen Fuß auf die Erde setzt (als Alien, haha!).</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Der palästinensische Dichter Mahmoud Darwish hat euch wie es scheint stark beeinflusst, der Untertitel des Albums als auch ein Song stammen aus seiner Feder. Wie seid ihr auf diesen Autor gekommen?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Ich entdeckte Darwishs Poesie im Jahr 2000 durch sein Buch &#8220;Murale&#8221; (&#8216;Mural&#8217;), das es in französischer Übersetzung von Elias Sanbar gibt, ein Freund von mir gab es mir und sagte &#8220;das wird zu dir sprechen&#8221;. Und so war es. Mahmoud Darwish hat dieses gewisse Feeling, das alles, worüber er schreibt, universell erscheinen lässt. In &#8216;Mural&#8217; beschwört er den Verlust seiner Heimat und den Schmerz von Vertreibung, Exil und Verlust, und er springt von einer Mythologie zur anderen, Koran, Bibel, das Alte Ägypten, referiert auf Al Maari (ein blinder arabischer Dichter aus dem 10. Jahrhundert) oder auf den Franzosen René Char. Darwish ist einer der größten Dichter des letzten halben Jahrhunderts, und eine Quelle des Stolzes für alle Palästinenser; mit seiner kraftvollen Stimme hätte er in der ganzen arabischen Welt sprechen könne, auch in Europa, den USa etc, man kann ihn in unserem Track &#8220;The Offering&#8221; hören. Dieser Mann hat seine Dichtung in Stadien vorgetragen und zu allen Gesellschaftsschichten gesprochen, kannst du dir das vorstellen? Ich denke, dass seine Stimme und seine Weisheit heute ziemlich fehlen&#8230;</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Ehrlich gesagt habe ich Darwish erst sehr spät entdeckt, vielleicht so um 2011, als Rodolphe Burger (ein &#8220;legendärer&#8221; französischer Gitarrist) ein Konzert machte, bei dem seine Texte vorkamen. Ich mochte seine Musik nie wirklich, aber es war auch ein Tribute an Alain Bashung, den ich immer geliebt hatte. So kam die Verbindung zustande. ich mag Querverbindungen in der Musik. Du hörst dir jemanden an, wozu dich ein anderer inspiriert hat, und wenn du neugierig bist, lernst du eine Menge Künstler kennen. Als Teenager lernte ich sehr viel über Bowie kennen… Witzig, dass Youmna Saba auch ein Album mit Burger gemacht hat. Das Rad….</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Während Sharif Sehnaoui und Tamer Abu Ghazaleh auch bei uns recht bekannt sind, hat man von Musikern wie Charbel Haber oder Youmna Saba hierzulande noch wenig gehört. Wer sind die Leute und was könnt ihr über ihre Musik sagen?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Nun, Sharif Sehnaoui ist einer der Begründer von so großartigen Bands wie Karkhana, &#8220;A&#8221; Trio, Omar Orchestra und dem Johnny Kafata Anti-Vegetarian Orchestra, und arbeitet immer wieder zusammen mit Leuten wie Alan Bishop, Sam Shalabi, etc. Er betreibt ebenfalls dasl Irtijal-Festival und die Labels Al Maslakh und Annihaya. Wir entdeckten Tamer Abu Ghazaleh durch die großartige Musik von Alif (Nawa Recordings), einer panarabischen Band, zu der auch Khyam Allami und Maurice Louca gehören; er hat ein paar tolle Soloarbeiten und macht außerdem das Label Mostakell Egyptian. Charbel Haber ist eine unverzichtbare Figur in der neueren Underground-Szene in Beirut, er gründete mit anderen Bands wie Scrambled Eggs, Malayeen, The Bunny Tylers, Johnny Kafta Anti-Vegetarian Orchestra&#8230; Er hat ein paar Soloalben draußen bei Discrepant oder Scum Tapes und schreibt Musik für&#8217;s Kino (Ghassan Sahlab, Khalil Joreidge &amp; Joanna Hadji Thomas) und Theater (Rabih Mroueh &amp; Lina Saneh)&#8230;</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Und zu Youmna, sie hat gerade ein neues Album draußen (Arb&#8217;een (40)) und sie zählt zu den nettesten Leuten, die wir kennen.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Aber wir haben außerdem mit den tollen Musikern von Two or The Dragon, Ali El Hout und Abed Kobeissy, zusammen gearbeitet. Ein Noise-Duo aus elektrischem Buzuk und Perkussion. Sie haben uns auf der letzten Tour begleitet. Ich kann dir sagen, dass sie die besten musiker sind, die ich je getroffen habe, zusammen mit Paul und Charbel und Sharif und… Mein Gott, sie waren alle so gut!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Viele Europäer scheinen eine Vorstellung vom Nahen Osten als einer homogenen Region zu haben. Wenn du dann über Beirut erzählst und experimentelle Musik und Kunst, Yoga-Kurse oder eine Schwulen-Szene und Clubkultur erwähnst, sind sie oft irritiert und scheinen nicht zu glauben, dass dies dort existiert. Was denkst du, sind die härtesten Klischees über diese Region, die westliche Menschen überwinden sollten?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/09-AL-AN-OT-Kerwax-┬®-As-Human-Pattern1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13987" title="09 AL-'AN OT Kerwax ┬® As Human Pattern" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/09-AL-AN-OT-Kerwax-┬®-As-Human-Pattern1-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Frédéric: Sie sollten Klischees generell vermeiden! Es ist verrückt, wie vorgefertigte Bilder und Ideen immer noch so mächtig sein können in einer 2.1-Welt! Es gibt heue so viele Wege Möglichkeiten, um an gute Informationen oder zumindest mehrere Sichtweisen heranzukommen&#8230; Ich denke, viele Klischees, die man hier über den Nahen Osten hat, wachsen auf dem gleichen Nährboden von Rassismus, Angst, Ignoranz und Verwirrung. Ab und zu sollte man mal in den Geschichtsbüchern blättern und sich daran erinnern, inweifern Europa, die Vereinigten Staaten oder Russland mit ihrer Politik für vieles verantwortlich sind, natürlich im Zusammenspiel mit den Alpträumen der lokalen Bevölkerungen in der arabischen Welt&#8230; Der Nahe Osten ist so vielfältig wie Europa und die Zivilisation fing hier an, Jahrhunderte bevor man in Europa so weit war! Natürlich kannst du jetzt nicht einfach mal zum Trekking nach Syrien gehen, du kannst in viele Ländern im Nahen Osten reisen, in den Libanon, nach Jordanien, Iran, Teile Ägyptens, Israel, und dort viele großartige Leute treffen, die oft eine weitaus pragmatische Toleranz und eine herzlichere Aufgeschlossenheit haben, als es bei uns üblich ist! &#8230; Kommt aus eurer Komfortzone und genießt es, wie klein ihr seid! <img src='https://africanpaper.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  (Ach, und das Essen ist so wunderbar!).</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Die Korruption ist natürlich allgegenwärtig, aber das kennt man aus den unterschiedlichsten Regionen, aus Europa und aus dem Nahen Osten. Jeder Lebanese, den wir trafen, erzählte davon, und es scheint das größte Problem des Landes und der Region zu sein. Aber es ist wie mit dem Bäumen, wegen denen du den Wald nicht siehst. Es gibt so viele schöne Dinge hinter all dem, wie die unglaubliche Freude und die sorglose Art, die Freundlichkeit. Und vielleicht gibt es diese Korruption auch viel mehr bei uns. Das ist eines der härtesten Klischees, die wir hinter uns lassen sollten.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Habt ihr auch die traditionelleren und ärmeren Gegenden besucht oder die palästinensischen und armenischen Orte in der Nähe von Beirut?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: In Beirut haben wir tatsächlich fast in Bourj Hammoud gelebt, dem armenischen Vorstadtbezirk. Mit ein paar libanesischen Freunden sind wir in die Beqaa-Ebene gefahren und haben die schöne Stadt Baalbek gesehen, sind in den Süden gefahren nach Nabatieh und Sour/ Tyrus, blieben ein bisschen an der Grenze zur UN-Sicherheitszone mit Israel, gingen nach Norden nach Tripoli&#8230; Fast 800.000 Palästinenser leben heute im Libanon, außerdam fast zwei Millionen syrische Flüchtlinge, und das bei einer libanesischen Bevölkerung von gut vier Millionen Einwohnern aus 18 verschiedenen Communities. Es ist halt nicht das gleiche, ob du im &#8220;Gotham&#8221;-Hauptquartier von Solidere Central Beirut lebst oder in einem palästinensischen Lager im Südlibanon mit großen Problemen mit strom und Wasser für mehr als den halben Tag. Es gibt viele Ungleichhaiten und soziale Spaltungen innerhalb des Landes, und die Mängel der öffentlichen Infrastruktur sind wirklich chaotisch innerhalb dieses fast feudalen Systems&#8230; Jeder muss im Alltag nach praktischen Lösungen und gegenseitiger Hilfe Ausschau halten.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Was mich wirklich überrascht hat, war das Fehlen einer Art Mittelklasse. Du siehst ab und zu Leute, die in den Straßen schlafen, weil es der Mittelmeerraum ist, aber du weißt auch, dass Lager existieren. Du siehst Leute, die mit nichts leben, wirklich Arme, die nur für&#8217;s Überleben arbeiten. Daneben siehst du oft in der selben Straße eine Menge protziger Autos wie Ferrari, Aston Martin und dicke Mercedes-Karossen. Zumindest in Beirut. Das verschlägt dir den Atem. Alles oder nichts. Du musst das akzeptieren, wenn du deinen Kopf nicht verlieren willst. Die Innenstadt ist privatisiert durch diese Firma Solidere. Es ist unglaublich. Direkt von Angesicht zu Angesicht hat du neue, chice Fünf Sterne-Hotels und Gebäude aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg, immer noch voller Einschusslöcher, total leer, zerstört. Es ist schwer, sich das vorzustellen, wenn man es nicht gesehen hat, es ist der Wahnsinn. Aber so sieht es aus.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/19-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13984" title="19 AL-'AN artwork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/19-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg" alt="" width="4263" height="2869" /></a></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>In euren Ideen scheint Zeit so wichtig wie der Raum zu sein (der letzte Albumtitel heißt dann auch auf arabisch &#8220;Jetzt!&#8221;), denn ihr erlebt die Orte ja auch in einem bestimmten Moment oder Zeitabschnitt. Glaubt ihr, dass eure Arbeiten in und über Griechenland und die Türkei eventuell ganz anders klingen würden, wenn ihr sie heute aufnehmen würdet?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Eine gute Feststellung über Raum und Zeit. Ich denke, alle unsere Alben haben dieses Pulsieren einer aktuellen Dringlichkeit als eine gemensame Sprach. ich persönlich bin nicht so nostalgisch, dass ich regelmäßig zurückblicken würde auf unsrere Diskografie, ich schaue liber nach vorn. Wir haben das beste gemacht in der Zeit die wir hatten bei jeder unserer Aufnahmen; ich bin glücklich und stolz über das, was wir erreicht haben, und dass wir nie aufgegeben haben. Das letzte mal, dass ich unser erstes Album gehört habe, war als &#8220;AL-&#8217;AN!&#8221; gerade draußen war, und ich dachte, dass einiges an &#8220;S/T&#8221; etwas kürzer sein könnte, manchmal waren wir vielleicht etwas zu duldsam gegenüber uns selbst; damals war das mit dem Improvisationsansatz noch recht neu und wir fanden gerade unseren Sound und wollten ihn dem Publikum in seiner &#8220;reinsten&#8221; Form weitergeben, zumindest Stellenweise&#8230; Heute bei &#8220;AL-&#8217;AN!&#8221;, wo wir erstmals Material mit lokalen Musiker einspielten und verwendeten, denken wir, dass wir das sicher auch schon bei  &#8220;ÜTOPIYA?&#8221; oder unserem Album so hätten machen können. Vielleicht waren wir noch nicht bereit dazu? Ich weiß es nicht, wie gesagt denke ich nicht viel über das nach, ich freue mich lieber über das Jetzt und die Zukunft, als dass ich unsere vergangenen Platten seziere.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Wir haben uns auf dieses Album viel mehr vorbereitet, vielleicht weil wir auch viel länger unterwegs waren als damals in Griechenland und der Türkei. Aber die Idee war auch nicht die gleiche, wir hatten eigentlich keine. Als Frederic mit Stéphane Charpentier nach Greichenland ging, beim ersten mal, da war es gar nicht geplant, ein Album zu machen. Er kam nur zurück und fragte mich, ob ich vielleicht etwas Musik für einen möglichen Film komponieren würde. Das war ganz anders, die Band entstand erst daraufhin. Er ging dann allein in die Türkei und kam dann zu mir nach Sizilien für das Zweite. Dieses mal gingen wir zusammen in den Libanon mit unseren Freunden Grégoire Couvert und Grégoire Orio, Das Filmemacher-Duo AS HUMAN PATERN. So war der Peozess jedesmal ganz anders, es passt zu einem besonderen Begehren zu einer bestimmten Zeit.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Auf allen Alben finden sich Tracks mit Rezitationen von G.W.Sok, in denen es immer wieder um die Marginalität des Menschen und der Erde geht. Für mich findet sich in “Ütopiya / On Living&#8221;, “The Strangest Creature on Earth&#8221; und “Through the Speech of Stars&#8221; in all der schonungslosen Art auch so etwas wie eine versteckte Sanftheit und etwas mitfühlendes. Gibt es da eine bestimmte Relation zwischen diesen Stücken und dem jeweiligen Album?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Natürlich. Wir haben für oder mit Jos alias G.W.Sok immer bestimmte Gedichte ausgesucht. Wir spielen ja hauptsächlich instrumentale Musik, und somit soll es schon immer was sein, wenn Worte und Vocals vorkommen. Wie bei den Feldaufnahmen soll auch die Poesie Teil einer Narration oder Story des jeweiligen Albums sein. Das erstemal, als wir Jos trafen und fragten, ging es um den Song &#8220;Ütopiya / On Living&#8221;. Wir schickten ihm einen rohen Mix der Instrumental-Spuren und zwei Ausüge von Gedichten des Türkischen Autors Nazim Hikmet in englischer Übersetzung, und Jos fand ganz natürlich seine eigene Interpretaion, so als wäre es sein eigener Text. Für die Live-Shows der ÜTOPIYA?-Tour benutzten wir für &#8220;Someone Must Shout That We Will Build The Pyramids&#8221; einen Auszug aus dem Monolog Domenicos in Tarkovskis <em>Nosthalgia</em>. Spoken Word-Performances sind für mich eine kraftvolle Art, Licht auf winzige individuelle Emotionen zu werfen, und G.W.Sok ist ein meister in seiner Art, diese Gedichte mit uns zu interpretieren. &#8220;Through The Speech Of Stars&#8221; und auch &#8220;The Strangest Creature On Earth&#8221; wurden nur in einem Take aufgenommen. Leidenschaft und Mitgefühl, Zärtlichkeit, Empathie, es ist tatsächlich von all dem etwas.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Das stimmt, Jos hat dieses Talent und die Erfahrung, einen text zu nehmen und in etwas noch Größeres zu verwandeln. Aber er arbeitet ebenso hart wie wir. Er macht sich immer Gedanken um die Bedeutung eines Gedichtes, und wenn er mit irgendwas nicht klar kommt, spricht er mit uns, nimmt Ausschnitte und eigenet es sich so an. So ist er freier beim interpretieren, und die Resultate sind immer großartig! Und ja, es ist viel Sanftheit darin, das ist wahr, es kommt aus den gedichten, aber auch von ihm. Er hat wahrsinnig viel gemacht, ist viel gereist, hat viele Shows gespiel. Er könnte längst total gelanweit sein davon, bei all dem, was er im Kopf hat, aber er ist genau das gegenteil, eine kultivierte Person, höflich, neugierig, freundlich und sehr nett. Er lamentiert nie wegen irgendwas, ist immer fair und steht zu seinen Ansichten, ein großartiger Mensch. Wir haben großen Respekt für ihn und für was er steht, als Musiker und als Mensch.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/17-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13991" title="17 AL-'AN artwork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/17-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Wenn ihr Oiseaux-Tempête in eigenen Worten ohne die typischen Musik-Begriffe beschreiben solltet, was würdet ihr sagen?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Epiphanien!</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Stéphane: Geschichten von anderen Orten und Zeiten, von und für unsere Toten.</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><em><strong>Stehen schon wieder neue musikalische oder geografiche Ausflüge auf dem Plan?</strong></em></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Frédéric: Im Moment denken wir eher über eine zweite Hälfte unserer Tour nach, die uns im Oktober und November von Frankreich nach Belgien und wieder nach Deutschland, die Niederlande, vielleicht auch nach Polen, Großbritannien und eventuelle sogar nach Montreal bringen wird! Wir sollten im nächsten April uch wieder nach Beirut gehen und dort spielen. Und versuchen, zwischen diesn und anderen Projekten etwas Ruhe zu bekommen&#8230; Der Plan ist, keinen Plan zu haben!</p>
<p style="text-align: left;">Stéphane: So ist es!</p>
<p align="JUSTIFY">(A.K. &amp; U.S.)</p>
<p align="JUSTIFY">Fotos: Frédéric D. Oberland &amp; As Human Pattern</p>
<p align="JUSTIFY">Übersetzung: U.S. &amp; N. Seckel</p>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://www.oiseaux-tempete.com/"><strong>Oiseaux-Tempête @ Home </strong></a></p>
<p style="text-align: left;"><strong><a href="https://oiseaux-tempete.bandcamp.com/">Oiseaux-Tempête @ Bandcamp</a></strong></p>
<p style="text-align: left;"><strong><a href="https://www.subrosa.net/en/catalogue/soundworks/oiseaux-tempete-al-an.html">Oiseaux-Tempête @ Sub Rosa</a><br />
</strong></p>
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		<title>We try to catch lust for life underneath the chaos. An interview with Oiseaux-Tempête</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jul 2017 06:59:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Oiseaux-Tempête&#8217;s core consists of Frédéric D. Oberland and Stéphane Pigneul, two multi-instrumentalists, who began to jam some five years ago, when they were still playing in numerous other groups. Rather spontaneously, they developed their typical style, moving between down-tempo rhythms, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/07/01/we-try-to-catch-lust-for-life-underneath-the-chaos-an-interview-with-oiseaux-tempete/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><span style="font-family: Arial;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/01-AL-AN-OT-Kerwax-┬®-As-Human-Pattern1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13990" title="01 AL-'AN OT Kerwax ┬® As Human Pattern" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/01-AL-AN-OT-Kerwax-┬®-As-Human-Pattern1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Oiseaux-Tempête&#8217;s core consists of Frédéric D. Oberland and Stéphane Pigneul, two multi-instrumentalists, who began to jam some five years ago, when they were still playing in numerous other groups. Rather spontaneously, they developed their typical style, moving between down-tempo rhythms, droning guitar riffs, playful saxophone parts and all sorts of electronic and accoustic adjuncts.<span id="more-13925"></span> If the two of them conceive their band as an open project, this does not only refer to the numerous guest musicians, who participated in their records and mainly on their new album &#8220;AL-&#8217;AN !&#8221; (Sub Rosa 2017) and extended their style to a high degree. Oiseaux-Tempête are also passionate travelers, and their previous destinations &#8211; Greece, Turkey, Lebanon &#8211; lead one to assume that the respective places and their people, things and events are more than mere motives, but factors that actively shape the music. Most of all the Mediteranean Sea as a geographical and somehow also mythical entity has an almost personal presence on all recordings of the band. In the following interview, you get to know Frédéric and Stéphane as free spirits and passionate music lovers with great enthusiasm for everything they touch.</span></strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>To start with something common: How did Oiseaux-Tempête happen? Was there a certain idea, a tune or an atmosphere, that didn&#8217;t seem to fit in the groups you had until then?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric D. Oberland: The roots of the band lie in pure instinct and spontaneity. In 2012, I travelled to Greece with photographer Stéphane Charpentier; back to Paris with some rushes and field recordings, I asked Stéphane Pigneul, my sonic brother, if he would like to join the adventure. We were not talking about creating a new band then, we just liked to jam around ideas and to try something else. At the time, Stéphane and I were playing with Le Réveil des Tropiques (a crazy full improv psych band) and in FareWell Poetry (a collective intertwining dark soundscapes with analog films and poetry). Now 5 years later, I can say that Oiseaux-Tempête is straight in the middle of all these directions, and even pushed our limits as musicians further away. We&#8217;re always using improvisation as a primal gesture in all our recordings; then for the concerts we &#8216;learn&#8217; how to play the songs, including new moments of improvisation or free interpretation, like a room with flexible walls.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane Pigneul: The only huge difference between Oiseaux-Tempête and the other projects we had together or not, was the musical chemistry that Fred and I shared. Everything was easy with no one to complain about our directions, skills, tastes. If I start with chords or a bassline, he will follow, if he got his riff, I will find a way to enhance it, without thinking too much. It puts you in a very confortable position as a musician, in a familiar bubble of sound, where everything is possible, from tests and trials to achieved concepts and crazy stuff.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">This is, as I think, the most important thing in music, to be free.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/02-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13978" title="02 AL-'AN OT Tunefork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/02-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg" alt="" width="4263" height="2869" /></a></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>You play(ed) in various bands besides Oiseaux-Tempête, and also your collaborators mostly have their own renowned projects. What would you say are the major qualities and experiences of all these people, that flew into Oiseaux-Tempête and make the band what it is?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: Yes, since the beginning we&#8217;re inviting guests and collaborators, whose work we love, to participate with us, for a track, a specific album or alive performances. Like the improvisation process we were mentioned first, this is another way to keep the band and our sound open, to try, to experiment and to have fun. First of all, these collaborators are our friends, and we share the idea that music is a vital spark.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: It is as if our magic link was contagious, so it’s always fun and easy to jam with our friends or the respected musicians we wanted to play with. Paul, Sharif, Christine, Jos, Charbel or Abed told us so. What came out once again with the last album, is far beyond anything that we could expect &#8211; thanks to their trust, skills and friendship.. The family is growing bigger and bigger! </span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>Most of your recordings as Oiseaux-Tempête have to do with a trip to another country, the latest album “Al-&#8217;An!&#8221; also includes contributions by various Lebanese and Palestinian musicians.  An insight into specific moods, discourses and problems of the very place always plays a role.. As you founded the band, was there already a concept about these things, or did this just happen once you started?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: There is no concept. But there was some background: The trips to Greece, we did for the first album, as the Peninsula was struggling hard with the economic and social crisis, the ones for ÜTOPIYA? to Istanbul on the Gezi insurrection&#8217;s ashes, or the recent journey to Lebanon &#8211; this tiny country surrounded by three impenetrable borders (Israel, Syria in war and the Mediterranean Sea) &#8211; where we recorded half of our last album, AL-&#8217;AN!&#8230; We are interested and curious about these things -human, politic, social, cultural- and we bring all of our everyday experiences into our music. I can&#8217;t &#8211; and I don&#8217;t want to &#8211; divide myself as the musician and the human being. What would be the point to do so? I think art should be connected with real life as much as with dreams. That&#8217;s part -at least for me &#8211; of the DIY / alternative spirit and something we all noticed in the Beirut scene for example: with Charbel (Haber), Sharif (Sehnaoui), Abed &amp; Ali from Two Or The Dragon, we were all sharing the same melancholy, building our great expectations in the now.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: The desire to go further after Frédéric&#8217;s journeys to Greece or Turkey was just logical. He joined me to Sicily where I used to live for a while during the UTOPIYA? process. Suddenly, the fact that we were doing all our albums around the Mediterranean Sea and our link to this area popped up and pushed us to Lebanon. Again, it was a natural process. We just gave it a try.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>So you would also say that the Mediterranean Sea in its separating and connecting nature plays a major role in your work?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: It is the Alma Mater. Personally, it&#8217;s the first sea I saw and swam in when I was a kid, the one my grandfather is originally from &#8211; a little village in the Venetian area. That&#8217;s kind of hard to explain, why you&#8217;re feeling at home somewhere, even when you&#8217;re not living there everyday; it is just how I feel when I&#8217;m close to this sea, wherever the specific country is&#8230; More broadly, the Mediterranean basin is an exciting cradle of civilizations &#8211; for Europe, the Balkans, Middle-East, Africa &#8211; and almost 10.000 years of history, empires, democracy, migration, cultureS&#8230; It seems/ed as a natural starting point for us to try and see things differently from what you can study at school (borders and shit), see on T.V or listening from short-term political speeches without memories&#8230; This geographic basin is a huge melting-pot of so many different influences. We do have so much things in common, and even still so much things to learn from our differences.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/14-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13979" title="14 AL-'AN artwork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/14-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Stéphane: The fact that it is some cradle of civilization, the beginning of the first and strong republics speaks to us. Nowadays, it’s so obvious that democracy is weak and threatened, and mistreated by one of the most powerful persons in the world. Something’s going on… It’s so fucked up!  We wanted to see by our own eyes and come back with all the light we could find. Which was huge!  </span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>I know the situation of French society mostly via our own media, but my impression is, that the inter-cultural aspects of life were never so intensely discussed as in recent years, and that to a large extend, the split in the society is marked by these topics. How much do the later developments in politics and society influence what you do as musicians?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: You&#8217;re right, that&#8217;s a big topic here since fifteen years or so, with a lot of manipulations from local politicians and their marketing teams to push this subject on the highlight: &#8216;be careful, close your borders or you will loose your identity&#8217;. I guess we&#8217;re all experiencing almost the same in Europe now: the rise of a new extreme right bringing non-sense on the public debate as if it was some hidden truth, maintained by most of the other politicians who are pyromaniac enough to play with those nauseous xenophobic ideas without any real will to destroy it&#8230; Our identities are so complex, so multi-something. How many Europeans, how many French do not have parents or grandparents coming from somewhere else, with different habits, cultures, even history or religion? How many migrants are coming to Europe now for obviously &#8216;taking profits&#8217; from the European countries? That&#8217;s just bullshit. How is it possible to think like that, as if someone escaping from war and the risk of death in his own country just to find a shelter, would actually be the guy destroying our welfare state? Please&#8230; Neo-liberalism didn&#8217;t need wars and migrants to kill first our social state on the altar of capitalism and short-profits. Of course music, art or whatever will not change all these things, but it can help, even in the manner you&#8217;re doing it, to bring light to other points of view and ways of being alive, even for few people, even in a &#8216;niche&#8217; thing. Starry skies are made of tiny little sparks. </span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: As a musician, it is trivial and obvious to think that you must act as a hard defender of civil rights, freedom of press, cartesian and scientific facts, kindness and respect towards the different communities, women and and on and on… What’s happening is non-sense. A joke that I hope will end soon. Not only in France, but as I said, in all the contemporary democracies. I got great expectations about a Trump impeachment. It would be a fantastic lesson of hope and cartesian success for democracy. </span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>Are the music communities and the ways to work very different in various countries and cities, and if yes, did this have an effect on the way you worked on your recordings?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/04-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13980" title="04 AL-'AN OT Tunefork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/04-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /></a>Frédéric: I don&#8217;t know&#8230; We never thought like that during the concerts and the studio sessions. The musicians we played and recorded with in Beirut are first awesome artists before being from Beirut or Lebanese or belonging to any specific community&#8230; We were sharing life together, hanging out, travelling; we became friends. I guess the music we&#8217;re playing is based on the listening-to-each-other process, on respect, which is helping the fluidity of the whole a lot. For &#8220;AL-&#8217;AN!&#8221;, we made of course some big researches about Middle-East and local music before travelling there, but we were so delighted to see that the actual underground scene in Beirut is so well connected to the worldwide scene. We had albums, artists and even gear tastes in common in our backgrounds, that helps!</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: I don’t think so. The process that kicks you and pushes you to make music is probably universal. It’s kind of a fire eater, a passion that sometimes burns the everyday day administrative work, that makes you meet other people, embrace contradictions, push new boundaries. We were all on the same page, maybe because yes, we&#8217;re sharing the same roots and musical influences, But most of all because we all wanted this to happen. We are not lazy when we work but we just jump into it, smile and summon the magic!!! </span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em>I<strong>n “Al-&#8217;An!&#8221;, elements of western origin like rock and metal are connected with Arabic influences. Did you have a sort of synthesis in mind, or are you more focused on the juxtaposition of the several aspects?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: That&#8217;s what happens in the studio in a spontaneous way. We arrived at Tunefork studio in Beirut completely free, just wanting to give the best of what we could do. Big parts of the improvisations we recorded there together with the different teams were so blissful and were finally going further than we could expect&#8230; Then when we jumped back to Brittany, France, for some overdubs and extra recording session, we gave some extracts from these Beirut sessions to our drummer Sylvain and to Paul aka Mondkopf to listen to. After a small break, we went back with Stéphane to listen to the complete sessions and we started to edit -as in a movie- and to build the whole album. It took some months to find the proper way to give birth to the opus. Our way of working is empiric, without a written scenario&#8230; </span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: Paul (Mondkopf) uses to say that we got these kinds of influence, he goes like this : « there’s some stoner or doom influence in your music ! » . He’s a specialist of genres! He will tell you what is Black Norwegian or Death or Grind or Indie influences in your music! I love this guy! He’s so funny, and cleaver and incredibly gifted. For our part, I have to admit that I got no clue from where all these influences are coming. Apart OM, Earth or Sunn O))), we never listen to this kind of music. For the editing phase, Fred and I worked in his Magnum Diva studio, listening carefully to the different takes, but most of the time it’s just only one take because everything is improv. Then we&#8217;re deciding if we have to cut it, or let it drift off, or trying some layers of pieces. The only rule is: it has to work easily, it must flow naturally. As the years are passing by, we’re becoming harder and harder with ourselves. </span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>To start a new collaboration always contains the risk, that the ideas might not correspond, and I&#8217;m sure in an intercultural co-operation this might be even more the case. Do you enjoy this somehow &#8220;risky&#8221; side of the new, when you work abroad?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: Of course! You need to go out of your comfort zone to make something new and magical happening, as to keep going the continuous pleasure of having some band. Failure -or the risk of failure- is always part of the process, but who cares if you find something in the way? That&#8217;s our purpose, and why we are playing music.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: That’s the deal of the project. The essence of the band I think. We never understood how bands could play the same songs over and over again on stage. Our approach is to dive with different people, new sounds, new locations that could inspire us and put us in danger. Of course it’s scary. But we have faith and we put an entire trust in the people in the room when we all play together. That’s the starting point. Giving trust, joy, pleasure and most of all, fun to everyone, making everyone involved proud of a big everything. At least, we&#8217;re trying! Ahahahah!<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/16-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13981" title="16 AL-'AN artwork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/16-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg" alt="" width="3703" height="2492" /></a></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>I guess your improvisational approach is quite beneficial to the variety of the music and the stylistic directions&#8230;</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: Stéphane, I, as a lot of our collaborators, are multi-instrumentalists. For example, the improv will not go in the same direction if I&#8217;m playing the saxophone rather than the guitar, if Stéphane is playing synths instead of his Fender VI, if there is a buzuk, some vocals, machines, specific percussion or ondes martenot somewhere! You have to focus on the tone of the instruments, about the sound you&#8217;re actually having while playing with the other guys, about the space and frequencies, about what you want to say inside this collective thing in the now. These are the &#8216;rules&#8217;. We are music lovers, we do listen to a lot of music beside any genres. As a player, you have to dig to extend your language!</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: Yes, it just popped up, like this. We never said « let’s try something in the way of… ».  The key is that everyone is free to do whatever he wants to play or to try. In my opinion, this is the most important thing. Having this kindness and familiarity between the people, it&#8217;s just pushing you to do the best you can. No fear, no worry. I know my friends will like this. And if it’s not working, we feel it instantly. No big deal. We stop then, take a rest and move on. I’ve got dozens of memories like this. Searching for the right approach during the improv itself. Someone will start something, and you see people in the studio grabbing an instrument and drop it after ten seconds, then taking another one. And suddenly it works! Then everyone is smiling and feeling that we’re catching the right fish. It’s one of the best feelings in the everyday life of a musician.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>How did you decide to focus on Beirut? Have you been (and played) there before?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: I knew Charbel for years from Scrambled Eggs and some soundtracks he made for Lebanese movies like the ones of Nadim Tabet. We also knew the work of Sharif who was living in Paris for a while and playing in Les Instants Chavirés improv scene. We sent them some mails with our previous albums, talking about our project to come to Beirut to record the basis of the new one. They were so excited! Lebanon, with his great artistic scene, geography and specificities seemed the perfect spot to try something with local musicians.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: We did also contact Ziad Nawfal and Roy Arida, they gave us plenty of links about music, people, movies, books.. We never went to Lebanon before, neither ever played over there. All we knew about it was what we could remember from the news when we were children, or stories from old Lebanese friends. We wanted to go further into the Mediterranean area. After all we read and watched and listened, we were a bit prepared for what we could expect. But all this was so far from the reality! </span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>The traces of Beirut and Lebanon on “Al-&#8217;An!&#8221; are manifold, you have local moods and topics on the vocal side of it, but also typical sounds from the streets and a variety of musical ideas like instrumentation and styles. Which were the things that impressed you most in this country?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: &#8220;AL-&#8217;AN!&#8221; includes life extracts from our travel diary into Beirut and Lebanon. Excerpts from conversations, interviews, sounds/noises from all day life, or even a track like &#8216;A l&#8217;Aube&#8217; which was a short live improv recorded on the terrace of the flat we were renting with our friends As Human Pattern (the video-artists duo who joined us for the journey and the project). The generosity we all felt in Beirut since we arrived was so deep, so warm. We felt embraced by the city. Despite the chaotic situations you may notice at first, you get this so-strong will to live which resonated a lot in our minds. </span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: The joy and the happiness of the youth, but also the civil war stigmas and the hidden sorrow…</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/06-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13982" title="06 AL-'AN OT Tunefork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/06-AL-AN-OT-Tunefork-┬®-Frederic-D-Oberland-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>There are a variety of moods and atmospheres in the album, but even if there are moments of chaos and outburst I have experienced it&#8217;s mood as peaceful and friendly. Can you agree, and if yes, where would you think might this come from?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: From the people we met, from the joy and the fun we all had together. This is the key. Maybe in our unconscious we also wanted to bring in some of the light that we also felt inbetween those outbursts? That was the mood, anyway, and we surfed it!</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: Very happy you feel this way. This is our main idea I can tell now after five albums. We try to catch the hope, the light, the lust for life underneath the chaos, ugliness and maybe dark feelings, when you first touch ground on Earth (if you’re an alien of course ! Ahahahah).</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>Late Palestinian poet Mahmoud Darwish seems to be a big inspiration for the album, as it&#8217;s subtitle and one of the songs are taken from his poetry. How did you discover this author, and which qualities of his works did inspire and impress you?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: I discovered Darwish&#8217;s poetry early 2000&#8242;s with his book &#8216;Murale&#8217; (&#8216;Mural&#8217;) translated into French by Elias Sanbar. A friend of mine gave it to me saying: &#8216;this will speak to you&#8217;. And it obviously -and deeply- did. Mahmoud Darwish has this so specific and personal feeling that made everything he wrote kind of universal. In &#8216;Mural&#8217; he evokes the loss of his homeland and the pain of dispossession, exile and loss. He jumps from  politics to love and to different mythologies, Quran, Bible, Ancient Egypt, refers to Al Maari (a blind Arabic poet from the 10th century) or to French author René Char. Darwish is one of the greatest poets of the last half-century, and a source of pride for all Palestinians; he could have spoken to the whole Arabic world &#8211; and further, in Europe, in the US, etc &#8211; with his so powerful voice (you can actually hear him in our track &#8216;The Offering&#8217;). This guy used to perform poetry in stadiums, embracing all the communities, could you imagine that? His voice and his wisdom are missing so much nowadays, I guess&#8230;</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: To be honest I discovered Darwish very late, maybe around 2011 when Rodolphe Burger (a French « legend » guitarist) did a show around his poetry. I never really liked his music but it was a tribute also to Alain Bashung, whom instead I always loved. So the connection was done like this. I cherish the idea of ricochets in music. You listen to someone inspired by someone else, and if you&#8217;re curious, you discover a lot of artists. As a teenager I discovered so many things through Bowie… The funny thing is that Youmna Saba, who also joined us on the record, did also join Burger on the album I mentione. The wheel….</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>Whilst collaborators Sharif Sehnaoui and Tamer Abu Ghazaleh are quite renowned over here, musicians like Charbel Haber or Youmna Saba are still relatively unknown. Who are these people and what can you tell us about their work?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: Well, Sharif Sehnaoui is one of the co-founders of awesome bands like Karkhana, &#8220;A&#8221; Trio, Omar Orchestra and Johnny Kafata Anti-Vegetarian Orchestra, and is regularly collaborating with Alan Bishop, Sam Shalabi, etc. He&#8217;s also running the essential Irtijal festival, and the labels Al Maslakh and Annihaya. We discovered Tamer Abu Ghazaleh through the stunning work of Alif (Nawa Recordings), a panarabic band also including Khyam Allami and Maurice Louca; he got some great solo work as well and is running the Egyptian Mostakell label. Charbel Haber is an unmissable figure of the new Beirut underground scene, he co-founded bands like Scrambled Eggs, Malayeen, The Bunny Tylers, Johnny Kafta Anti-Vegetarian Orchestra&#8230; He putted up few solo albums on labels like Discrepant or Scum Tapes and is regularly composing for cinema (Ghassan Sahlab, Khalil Joreidge &amp; Joanna Hadji Thomas) and theater (Rabih Mroueh &amp; Lina Saneh)&#8230;</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/09-AL-AN-OT-Kerwax-┬®-As-Human-Pattern.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13985" title="09 AL-'AN OT Kerwax ┬® As Human Pattern" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/09-AL-AN-OT-Kerwax-┬®-As-Human-Pattern-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>Stéphane: To come back to Youmna, she just released a new album (Arb&#8217;een (40)) and she’s one of the kindest person I ever known.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">But we also collaborated with the insanely gifted musicians Two or The Dragon, Ali El Hout and Abed Kobeissy. A noise duet made of an electric buzuk and percussion. They were with us during the last tour. I can tell that they are the best musicians I ever met with Paul and Charbel and Sharif and… my god they were all so good !</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>Many Europeans seem to have an idea of the Middle East as a homogeneous area. When you then tell about Beirut and mention experimental music and arts, yoga courses or a gay scene and club culture, they&#8217;re often irritated and seem not to believe that this exists. What do you think are the hardest clichés about this region that Western people should overcome?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: They should just avoid all the clichés in general in their life! That&#8217;s crazy how canned images and pre-conceived ideas could still be so powerful in a 2.1 world! There are so many ways now to find the right info or at least several documented points of view on things happening/ed here and there&#8230; I guess loads of the clichés we can hear from some Western people about Middle-Eastern countries are coming from the same soil of racism, fear, ignorance and confusion. Never forget to open some history books and to remind how European, US and Russian politics share a huge responsibility in collusion with the nightmare, that some of the local population are actually experiencing in the Arab world&#8230; The Middle East is as varied as Europe, and civilizations just begun here many centuries before we followed in the Western world! Of course, you will not go right now to have some funky trekking in Syria, but you can travel in a lot of countries of the Middle East, in Lebanon, Jordan, Iran, parts of Egypt, Israel and meet a lot of great people having often a far more pragmatic tolerance and a warm welcome that the one we&#8217;re endowing ourselves here!&#8230; Get out of your comfort zone and enjoy how little you are! <img src='https://africanpaper.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  (Oh, and the food is so wonderful!). </span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: The corruption is omnipresent of course, and that is well known from both parts actually, Europe and Middle East. Every Lebanese we met told us about it, and it seems to be the main problem of the country and in the area. But it’s like the black tree hiding the forest. There are so many other beautiful things behind that, like the incredible joy and the carefree attitude, the happiness and the kindness. And again this corruption is also and maybe more present in Europe and Occident in general. That is in my opinion the hardest cliché we should fight and overcome.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>Have you also got impressions of the more traditional and poorer areas in the south or the Palestinian or Armenian places around Beirut?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: In Beirut, we were actually living almost in Bourj-Hammoud, the Armenian district adjoining the city. With few Lebanese friends we crossed over the country to the Beqaa Valley and saw the stunning Baalbek, went South to Nabatieh and Sour/ Tyre, stayed a bit at the border of the UN security zone with Israel, went North to Tripoli&#8230; Almost 800.000 Palestinians are now living in Lebanon, as almost 2 millions of Syrian refugees, for a Lebanese population of 4 millions of people with 18 different communities. Of course it&#8217;s not the same to live in the &#8216;Gotham&#8217; headquarter of Solidere Central Beirut than to live in a Palestinian camp in South Lebanon with more than half-a-day with no electricity and big water problems. There are a lot of inequities and social disparities inside the country and the lack of public infrastructures is a real mess in this near-feudal system&#8230; Everyone needs to find pragmatic solutions and mutual aid for day-to-day life.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: What was really surprising was the quasi lack of middle class. You see few people sleeping in the streets, because it’s the Mediterranean area but you know camps exist. You see people living with nothing, really poor or working for survival. And on the other hand, you see an amount of flashy cars like Ferrari, Aston Martin and huge Mercedes that you can’t imagine in the same street. At least in Beirut. It is very choking. Everything or nothing. You have to accept that if you don’t wanna lose your head. The center of the city is privatized by this company Solidere. It’s unbelievable. Face to face you got the new fashionable five stars hotel buildings and the pre civil war ones, still full of bullets impacts, and totally empty, destroyed. It’s really hard to conceptualize if you didn’t see it. It’s insane. But it is how is it. Reality. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/19-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-13984" title="19 AL-'AN artwork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/19-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg" alt="" width="4263" height="2869" /></a></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>In your concepts, time seems as important as space (so the latest album title in Arabic means &#8220;Now!&#8221;), in the sense that when you give the impression of a place, it&#8217;s always the place in the moment or period of time. Do you think your work in and about Greece and Turkey would be very different, if you would record these albums today?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: This is a good remark about space and time. I guess all of our albums get this pulsation of some contemporary urgency as a common language. Personally, I&#8217;m not that much nostalgic to regularly think backward inside our discography, I&#8217;m more looking forward. We did the best we could in the tempo we had for every record we made; I&#8217;m happy and proud about that, also that we never gave up. Last time that I was listening back to our first album was when &#8220;AL-&#8217;AN!&#8221; was just released, and I was thinking that some songs from &#8220;S/T&#8221; could have been shorter, that sometimes we were maybe a bit too self-indulgent with ourselves; at the time we were really into this first fragile transcription of the improvisation process, discovering our global sound, wanting to give it to the audience in the most &#8220;pure&#8221; way, timewise at least&#8230; Also, probably now with &#8220;AL-&#8217;AN!&#8221;, using some sessions we improvised with local musicians as basic material, we may think that we could have done the same for &#8220;ÜTOPIYA?&#8221; or our first album. Maybe were we not yet ready for this? I don&#8217;t know. As I said, I don&#8217;t care about this that much, I prefer to be excited by the now and the future rather than to dissect our past discography.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: We were digging much more for this album, maybe because we stayed over there so much longer than in Greece and Turkey. But the idea wasn’t the same at the time. We didn’t really had one. When Frederic went to Greece with Stéphane Charpentier for the first time, it wasn’t even planned that we&#8217;ll make an album. He just came back and asked me if I would be interested to compose some music for a possible film. This is really different, the band came up after that. Then he went to Turkey on his own and then joined me in Sicily for the second. This time we went to Lebanon together with our friends Grégoire Couvert and Grégoire Orio, the film makers duo AS HUMAN PATERN. So I would say that the process is always different. It matches a certain desire at a certain time.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>There are several tracks with recitations by G.W.Sok on your records, which all more or less deal with the marginality of the human race and Planet Earth. In my perception, “Ütopiya / On Living&#8221;, “The Strangest Creature on Earth&#8221; and “Through the Speech of Stars&#8221; in all their unsparing nature contain also something like a hidden tenderness and compassion. Would you say that there is some specific relation between them and the particular album?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: Of course. We&#8217;re choosing the specific poems for/with Jos aka G.W.Sok. We&#8217;re mainly playing instrumental music so each time, when words and vocals appear somewhere in our sound, it has to be something. For the field recordings, as for the poetry we use, it has to be part of a kind of narration / story in the album. First time that we asked -and met- Jos was for the song &#8220;Ütopiya / On Living&#8221;. We sent him a rough mix of the instrumental track and two extracts from poems by Turkish author Nazim Hikmet translated into English, and Jos naturally found his way as of it was his own text. Playing live during the &#8220;ÜTOPIYA?&#8221; Tour, we used some words extract from the Domenico&#8217;s monolog in Tarkovski&#8217;s &#8220;Nosthalgia&#8221; for a track like &#8216;Someone Must Shout That We Will Build The Pyramids&#8217;. In my opinion, spoken words are a powerful way of putting light on tiny and individual emotions, and G.W.Sok is a maestro in the way he&#8217;s interpreting those poems with us. &#8216;Through The Speech Of Stars&#8217; as &#8216;The Strangest Creature On Earth&#8217; were just recorded in one take. Passion and compassion, tenderness, empathy, it&#8217;s exactly all of these.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: It&#8217;s true, Jos got this talent and the experience to get a text and turn it into something bigger. But he works as hard as we do. He always check the meaning of the poems, when sometimes he got some difficulties, he will tell it to us, cut into it, turns it into something of his own. Then he feels more free to interpret, and the results are always amazing, far beyond from what we&#8217;re expecting! The tenderness is here, it’s also true. It’s into the poems, but also in him. He did so many things, so many shows, travelled so much. He could be just bored witha  big head and stuff like that. He’s just the opposite. A cultivated person, polite, curious, gentle and sweet. He&#8217;s never complaining about anything, he’s always fair and he still fights for his opinions. He’s a great man. We have so much respect for him and for what he represents, as a musician and a human being.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/17-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13991" title="17 AL-'AN artwork ┬® Frederic D Oberland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/06/17-AL-AN-artwork-┬®-Frederic-D-Oberland-300x201.jpg" alt="" width="300" height="201" /></a>If you had to describe Oiseaux-Tempête in your own words besides the typical music terminology, how would you call what you do?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: Epiphanies!</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: Some bright tales from different places, time and locations, from and for our dead.</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>Are there already some new musical or geographical journeys on your schedule?</strong></em></span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Frédéric: For the moment, we&#8217;re more thinking about a second half of a live tour which could bring us next October / November from France and Belgium again to Germany, Netherlands, probably Poland and the UK, maybe up to Montreal! We should go back to Beirut to play next April as well. And try to rest in between of these and the other projects we have&#8230; The plan is to get no plan!</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><span style="font-family: Arial;">Stéphane: That’s it!</span></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">(A.K. &amp; U.S.)</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY">Fotos: Frédéric D. Oberland &amp; As Human Pattern</p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><a href="http://www.oiseaux-tempete.com/"><strong>Oiseaux-Tempête @ Home </strong></a></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><a href="https://oiseaux-tempete.bandcamp.com/">Oiseaux-Tempête @ Bandcamp</a> </strong></p>
<p style="text-align: left;" align="JUSTIFY"><strong><a href="https://www.subrosa.net/en/catalogue/soundworks/oiseaux-tempete-al-an.html">Oiseaux-Tempête @ Sub Rosa</a></strong></p>
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