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	<title>African Paper &#187; Tara Burke</title>
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		<title>ANAHITA: Tourmaline</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jul 2017 07:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lange bevor Folk als Weird oder Freak hip wurde, veröffentlichten (leider inzwischen nicht mehr existierende) Label wie Secret Eye aus den USA oder Camera Obscura aus Australien Musik, die oftmals Wurzeln im Folk hatte, aber sich allzu einfachen Kategorisierungen entzog. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/07/29/anahita-tourmaline/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/07/AnahitaR-10400307-1496689888-6914.jpeg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14095" title="AnahitaR-10400307-1496689888-6914.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/07/AnahitaR-10400307-1496689888-6914.jpeg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Lange bevor Folk als Weird oder Freak hip wurde, veröffentlichten (leider inzwischen nicht mehr existierende) Label wie Secret Eye aus den USA oder Camera Obscura aus Australien Musik, die oftmals Wurzeln im Folk hatte, aber sich allzu einfachen Kategorisierungen entzog. Jeanette Leech nannte in <em>Seasons They Change</em>, ihrer Abhandlung über &#8220;psychedelic und acid folk&#8221;, als Speerspitze, Avantgarde, aber letztlich als Zu-früh-Gekommene (um von dem Boom profitieren zu können), die Trias aus <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/timothy-renner-interview/">Stone Breath</a>, The Iditarod und<a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/bee-birch-bookin-gowan-ring-interview/"> In Gowan Ring</a><span id="more-14094"></span> Kurz darauf kamen Bands wie <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/spires-that-in-the-sunset-rise-interview-2/">Spires That in the Sunset Rise</a> , das Projekt Fursaxa von Tara Burke oder <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/espers-interview/">Espers</a>.</p>
<p>Fursaxa hatte mit <a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/fursaxa-mycorrhizae-realm/">„Mycorrhizae Realm“</a> 2010 ein recht songorientiertes Album veröffentlicht, um letztes Jahr mit dem Nachfolger <a href="http://africanpaper.com/2016/04/02/fursaxa-immured/">„Immured&#8221;</a> &#8220;ein archaisches, ursprüngliches Album [aufzunehmen], wahre Ur-Musik, die in der Lage ist, Daturaträume im Hörer zu erzeugen.“ Die Esperscellistin Helena Espvall hat in den letzten Jahren mit einer Vielzahl von Künstlern zusamengearbeitet. Auf ihrem inzwischen dritten &#8211; allerdings schon 2010 und 2011 aufgenommenen- Album als Anahita, spielen Burke und Espvall eine wie aus der Zeit gefallene Musik: Auf „Catharus“ singt Burke mit einer Stimme, in der sich Getragenheit und Entrücktheit gleichermaßen widerspiegeln, während elektronischer Wind zu wehen scheint. Das instrumentale „Spirea of Ulmaria“ ist geprägt vom leicht dissonanten Zusammenspiel von Cello und Flöte. Auf dem 12-minütigen „Mabon“ erklingen Drones, das Cello kratzt, Burkes Stimme ertönt. „Nascent Wings“ ist etwas melodischer. Burke intoniert etwas, während das Cello gezupft wird, Streicher und Flöte kommen hinzu.</p>
<p>Beendet wird das Album auf &#8220;A Tapestry to Weave&#8221; von Cellodrones, Glöckchen und Burkes in der Ferne tönender Stimme. Vielleicht ist der Tracktitel eine geeignete Metapher, um das zu beschreiben, was Burke und Espvall auf diesem Album machen. Auf &#8220;Tourmaline&#8221; finden sich weniger Songs als Stücke, die immer so weitergehen könnten. Passagenwiese muss man an Nico auf Psilocybin statt Heroin denken. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.three-four.net/">Three:four Records</a></strong></p>
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		<title>FURSAXA: Immured</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2016 07:05:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/FursaxaR-7777379-1448558824-3439.jpeg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11938" title="FursaxaR-7777379-1448558824-3439.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/FursaxaR-7777379-1448558824-3439.jpeg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als vor sechs Jahren Tara Burke unter ihrem Projektnamen Fursaxa auf ATP Records „Mycorrhizae Realm“ veröffentlichte, da war das das bislang fertigste, eventuell auch (im weitesten Sinne) zugänglichste, weil songorientierteste Album. Ein Album, das so klang, als habe eine die Bezeichnung Weird Folk verdienende Band sich entschieden, sich nicht an der glasklaren Stimme von Comus‘ Bobbie Watson zu orientieren, sondern eine Wiedergängerin Nicos als Chanteuse auszuwählen: „Was Stimmung wie Stimme anbelangt, könnte man fast soweit gehen und sagen, dass Fursaxa näher<span id="more-11937"></span> an Nico als an Vashti Bunyan oder Shirley Collins ist“,<a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/fursaxa-mycorrhizae-realm/"> schrieb ich damals</a>. Das Album zeigte, dass (gute) Folkmusik oftmals von jedweder Betulichkeit meilenweit entfernt ist.</p>
<p>„Immured“, das erste Album seit 2010, erinnert wieder etwas stärker an frühere Alben, ist –wenn man so will – weniger poppig (wobei das Adjektiv nur im sehr weitesten Sinne auf Fursaxa zutrifft). Man hört Glocken, Drones an der Grenze zur Dissonanz, Stimmen murmeln: Das das Album eröffnende „Moon in Cancer“ kann man sich in seiner Archaik auch gut auf dem Soundtrack zu Justin Kurzels „Macbeth“-Verfilmung vorstellen.Vielleicht könnte man sagen, dass hier fast schon das Verschwimmen von „foul“ und „fair“ musikalisch umgesetzt wird. &#8220;Ancient Anodyne“ wird von Burkes Klagegesang dominiert, der von Flöten und wenigen Gitarrentönen untermalt wird. &#8220;Concertina“ lässt in seiner Mischung aus Harmoniumdrones und Gesang an Charlemagne Palestine denken. Dabei setzt Burke nicht nur auf akustische Instrumente: Auf „Yksi“ wird Burkes Stimme von elektronischem Brummen untermalt. Das die erste Seite des auf 300 Exemplare limitierten Albums abschließende „Troglodytes“ ist ein Trauerlied aus sich überlagernden Stimmen, das wie eine LoFi-Version von Dead Can Dance zu Zeiten von „The Serpent’s Egg“ klingt. „Standing Stone“ lässt einen glauben, Machens „little people“ hätten Backward Masking für sich entdeckt, bevor sie mit Rasseln den großen Gott Pan anrufen. Auf „A Pomeranian Rite“ spielt Burke das Harmonium, während sie rezitiert, beschwört. Dass ihr Album an einem als „The Hestian Den“ bezeichneten Ort aufgenommen wurde, passt da sehr gut. Das Album wird von „Serpents Twisted“ beendet: Inmitten von Dröhnen und Brummen ertönt Burkes geisterhafte Stimme, die aus dem Äther zu kommen scheint, aus dem Zwielicht, das die Heide/den Heiden nur fahl beleuchtet.</p>
<p>„Immured“ ist ein archaisches, ursprüngliches Album, wahre Ur-Musik, die in der Lage ist, Daturaträume im Hörer zu erzeugen. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://sloowtapes.blogspot.com/">Sloowax</a></strong></p>
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		<title>SHARRON KRAUS: Friends and Enemies, Lovers and Strangers</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Apr 2015 06:47:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Clay Pipe Music]]></category>
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		<description><![CDATA[Sharron Kraus hat in ihrer umfangreichen Diskographie Folk in verschiedensten Ausprägungen gespielt – ob sie als Interpretin ihrer eigenen Stücke „Lieder der Liebe und des Verlusts“ sang oder Traditionals („Songs for the Twins“) interpretierte, selbstgeschriebene („Right Wantonly A-Mumming“) und fremde &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/04/25/sharron-kraus-friends-and-enemies-lovers-and-strangers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/Sharron-Krausfront_lo_res3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10192" title="Sharron Krausfront_lo_res" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/04/Sharron-Krausfront_lo_res3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Sharron Kraus hat in ihrer umfangreichen Diskographie Folk in verschiedensten Ausprägungen gespielt – ob sie als Interpretin ihrer eigenen Stücke „Lieder der Liebe und des Verlusts“ sang oder Traditionals („Songs for the Twins“) interpretierte, selbstgeschriebene („Right Wantonly A-Mumming“) und fremde (wie etwa auf „Winter Songs“ zusammen mit Harriet Earis) die Jahreszeiten thematisierenden Alben aufnahm oder mit Christian Kiefer auf „The Black Dove“ improvisierte, immer konnte man eine Musikerin erleben, die sich musikalischer Traditionen bewusst war – und sie deswegen auch aufbrechen konnte.<span id="more-10185"></span></p>
<p>Kraus ist stimmlich an verschiedenen Stellen mit Shirley Collins, der Grande Dame des englischen Folks, oder mit Vashti Bunyan verglichen worden &#8211; was natürlich auf ihre klare Stimme zurückzuführen ist, die zwar vielleicht in einem ähnlichen Kosmos angesiedelt ist wie die der beiden Genannten, aber etwas so Eigenständiges hat, dass man sie aus hunderten anderer Sängerinnen heraushören könnte.</p>
<p>Vor zwei Jahren veröffentlichte sie mit „Pilgrim Chants and Pastoral Trails“ ein weniger songorientiertes Album, das stärker von flächigen Passagen geprägt war – schon mit Tara Burke von Fursaxa hatte Kraus ein recht experimentelles Album unter dem Projektnamen Tau Emerald eingespielt &#8211; , das aber dennoch bedingt mit ihrem jüngst erschienenen Debüt für Clay Pipe Music zu tun hat, denn die Pilgergesänge waren stark von ihrer (temporären) Rückkehr nach Wales beeinflusst: So sprach sie von der „Magie“ des Ortes, die/der sie fasziniere und „Friends and Enemies; Lovers and Strangers“ ist dann auch fast schon unweigerlich von dieser Region geprägt, von ihrer Geschichte und ihren Geschichten, genauer gesagt, von den „Mabinogi“, einer Sammlung frühe(ste)r britischer Prosa. Kraus schreibt, dass ihre Songs eine Auseinandersetzung mit diesen Geschichten waren, für sie (auch) ein Versuch verwirrende Elemente dieser zu verstehen und in eine Songform zu (b)ringen.</p>
<p>Kraus&#8217; klarer Stimme wohnt immer ein Moment des Melancholischen inne, was das Eröffnungsstück des Albums „My Friend&#8217;s Enemy“ erneut zeigt: (Die von Harriet Earis gespielte) Harfe, Flöte und Kraus&#8217; Gesang erzeugen eine Art Klagegesang und auch das darauf folgende „The Hunter“, auf dem ihr Gesang von dezent gepickter Gitarre und Flöte(n) untermalt wird, ist von der Stimmung ähnlich. Nancy Wallace (von The Owl Service) unterstützt Kraus stimmlich auf „The Birds of Rhiannon“. Wer glaubt, ein Titel wie „A Hero&#8217;s Death“ redete einer naiven Kriegs(v)erklärung ins Wort, der höre auf Zeilen wie „I&#8217;ve a talent for destruction [...]/chaos is my only fun“, um eines Besseren belehrt zu werden. Kraus hatte auch schon auf „The Prophet“ von dem auf Durtro veröffentlichten Album „The Fox&#8217;s Wedding“ gezeigt, dass ihr Kritik an Autoritäten nicht fremd ist – mystifizierendes Raunen dann schon eher. „Branwen“ zeigt deutlich, welche Konsequenzen der Krieg der Männer für die Zuhausegebliebenen hat. Dass Kraus mit ihren Songs nicht so weit von den Gedanken der Ausgangstexte entfernt ist, zeigt sich, wenn man sich Bernhard Maiers Nachwort zur deutschen Übersetzung der „Mabinogi“ anschaut: „Mit ihrer nahtlosen Verbindung von Mythos, Märchen und zeitgenössischer Wirklichkeit, ihrer Veranschaulichung abendländisch-christlicher Werte durch Gestalten der vorchristlichen Überlieferung, ihrer subtilen Kritik überkommener heroischer Ideale und ihrem impliziten Votum für Besonnenheit und Mitmenschlichkeit gehören die<em> Vier Zweige der Mabinogi</em> zweifellos zum Schönsten, was die mittelalterlichen keltischen Literaturen hervorgebracht haben.&#8221; Dass das auf 500 Exemplare limitierte Vinyl mit einem <a href="http://1.bp.blogspot.com/-fbkWoE5KtNE/VSmOEhGybCI/AAAAAAAACKg/kJkNQODpv7Q/s1600/booklet.jpg">umfangreichen Booklet</a> ausgestattet ist, ist dann noch das sprichwörtliche i-Tüpfelchen. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.claypipemusic.co.uk/">Clay Pipe Music</a></strong></p>
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		<title>TARA BURKE / FURSAXA &#8211; Interview</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/09/01/tara-burke-fursaxa-interview/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:12:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Folk]]></category>
		<category><![CDATA[Fursaxa]]></category>
		<category><![CDATA[Tara Burke]]></category>

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		<description><![CDATA[“O, mickle is the powerful grace that lies/In herbs, plants, stones, and their true qualities:/For nought so vile that on the earth doth live/But to the earth some special good doth give,/Nor aught so good but, strain’d from that fair &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/tara-burke-fursaxa-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/furtara2-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1803" title="furtara2-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/furtara2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><strong>“O, mickle is the powerful grace that lies/In herbs, plants, stones, and their true qualities:/For nought so vile that on the earth doth live/But to the earth some special good doth give,/Nor aught so good but, strain’d from that fair use,/Revolts from true birth, stumbling on abuse./Virtue itself turns vice, being misapplied;/And vice sometimes by action dignified./Within the infant rind of this weak flower/Poison hath residence and medicine power:/For this, being smelt, with that part cheers each part;/Being tasted, stays all senses with the heart./Two such opposed kings encamp them still/In man as well as herbs, grace and rude will;/And where the worser is predominant,/Full soon the canker death eats up that plant.”</strong></p>
<p align="JUSTIFY"><strong>William Shakespeare, Rome and Juliet, II.3</strong><span id="more-284"></span></p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Tara Burke gehört zu denen, die seit Jahren abseits des Mainstreams eine ganz eigene Klangwelt erschaffen, die experimenteller Musik vielleicht genauso viel schuldet wie Folk, die an die Schwere von Nico erinnert, in der organische Drones Platz neben Akustikgitarre und Harfe haben und in der der Barock neben dem 21. Jahrhundert stehen kann. Ob sie alleine als Fursaxa oder zusammen mit Sharron Kraus (als Tau Emerald) oder Helena Espvall (als Anahita) aufnimmt, immer erwarten den Hörer Klänge, die es ihm nicht zu einfach machen, die Erwartungen unterlaufen, Beliebigkeit und Kitsch vermeiden und damit weit von der Biedermeierhaftigkeit mancher Formen akustischer Musik entfernt sind. Auf ihrem jüngsten auf ATP Recordings veröffentlichten Album “Mycorrhizae Realm” findet sich jetzt eine stärkere Fokussierung auf den Song. Die Gründe dafür legt Tara im folgenden Interview dar, ebenso wie die Relevanz von Pflanzen für ihre Musik.</strong></p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Ich denke, dass die meisten deine Musik als eine Art Folk bezeichnen würden. Viele Folkmusiker von heute werden mit dem Folkrevival der 60er/70er verglichen und sehen sich selbst als von dieser Generation beeinflusst. Denkst du, dass deine Musik Teil von all dem ist und was ist deine Meinung zum Folk von heute im Allgemeinen?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Ich würde sagen, dass der Folk der 60er/70er meine Musik beeinflusst hat, aber mehr bezogen auf den Gegensatz von Gesang und Instrumenten. Ich bin ganz sicher von Sängerinnen wie Sandy Denny, Jacqui McShee, Joni Mitchell, Buffy Sainte-Marie beeinflusst – um nur ein paar zu nennen. Ich benutze viele traditionelle Folkinstrumente in meiner Musik, aber spiele sie nicht auf traditionelle Weise, insofern ist meine Musik in diesem Sinne kein „Folk“. Mir ist es lieber, meine Musik eher als experimentell als als Folk zu bezeichnen und ich denke, dass mich andere Genres mehr als Folk beeinflusst haben.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Ursprünglich war eine der Funktionen von Folk Wissen zu bewahren. Sicherlich hat sich das während des letzten Jahrhunderts geändert. Worin siehst du die Funktion von zeitgenössischem Folk und was würdest du denen sagen, die Folk konservativ schimpfen?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Wenn du sagst, dass eine der Funktionen von Folk das Bewahren von Wissen ist, nehme ich an, dass du dich auf die Texte beziehst und auf die Geschichten, die erzählt werden. Ich denke, dass die Texte von Folksongs auch von Liebe und Verlust und den Problemen des Alltags handelten, und ich bin mir sicher, dass es da auch in aktueller Folkmusik Beispiele gibt. Ich denke, die heutige Funktion ist Ausdruck von Kreativität und eine Möglichkeit diese kreative Energie herauszulassen. Was das Konservative anbelangt, hängt das wohl von der Musik ab, auf die du dich speziell beziehst.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Diese Frage hängt mit der letzten zusammen: Wenn du dich auf Nachschattengewächse beziehst, auf Alraunen und Pilze, machst du das, weil sie für dich eine verborgene Wahrheit oder ein uraltes Wissen symbolisieren? Woher stammt dein Interesse an all diesen Pflanzen und was hältst du von so genannter “Ethnobotanik”?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/fursaxa-mandrake-insert-b1-300x300.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1805" title="fursaxa-mandrake-insert-b1-300x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/fursaxa-mandrake-insert-b1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Mein Interesse an Pflanzen ist in ihrem Potential für Heilung als auch Schädigung begründet. Sie haben eine wundervolle magische Macht. Wenn man sich meine Texte und Songtitel näher anschaut, wird man feststellen, dass ich nicht nur über die potentiell giftigen Nachtschattengewächse, Alraunen und Pilze spreche, sondern dass ich mich auch auf Heilpflanzen wie Kamille, Schafgarbe und Hahnenkamm beziehe. Eines meiner Hauptinteressen ist das Anbauen von Pflanzen. Ich baue viele medizinische Kräuter und einheimische Wildblumen hier bei meinem Haus an. Für mich spenden Pflanzen Schönheit, Heilung und sind eine Möglichkeit ein Habitat für Insekten und andere Tiere zu schaffen.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Viele deiner Kompositionen sind auf der Oberfläche simpel, da sie repetitive Strukturen verwenden. Was hältst du von den psychologischen (oder magischen) Wirkungen, die das haben kann? Was bedeutet dir der (ewige) Drone?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Musik, Kunst, Literatur und Film sind alles Arten, die ich wähle, um dieser Welt zu “entfliehen”. Ich benutze Wiederholungen als eine Möglichkeit, es anderen – wie auch mir selbst – zu erlauben sich zu entspannen und den Stress des Alltags zu vergessen. Für mich ist Wiederholung ein inhärenter Prozess, den ich benutze um zu versuchen Hörer in andere Regionen zu transportieren. Drone ist die ultimative Wiederholung.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Wenn man deine letzte Veröffentlichung mit Alben wie “Kobold Moon“ oder “Alone in the dark wood” vergleicht, dann scheint “Mycorrhizae Realm” etwas weniger von Drones, vom Singen ohne Worte beeinflusst. Es scheint so etwas wie dein “Songalbum“ zu sein, wenn das der richtige Begriff dafür ist. Siehst du das ähnlich?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Ja, ich würde dir zustimmen, dass es mein “Songalbum” ist. Die Art des Komponierens war anders als sonst. Da ich in einem Studio aufnahm, wollte ich einige Songs/Demos haben, bevor ich ins Studio ging. Wenn ich zuhause aufnehme, nehme ich ein oder zwei Tracks auf und lege sie dann übereinander, wenn die Ideen zu mir kommen (manchmal kommen sie ein Jahr später) und schließlich ist das Album empfangen. Ein paar der Songs des neuen Albums hatte ich mindestens ein Jahr, bevor ich sie aufnahm, live gespielt. Für mich ist das sehr ungewöhnlich. Normalerweise komponiere ich und spiele die Stücke dann live. Und zwei der Lieder habe ich mit Mary Lattimore (die auf dem Album Harfe spielt) geschrieben, wir hatten also die dezidierte Absicht ein paar Songs zusammen zu schreiben.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Würdest du sagen, dass der eigentliche Aufnahmeprozess deines neuen Albums sich von anderen unterscheidet, da es das erste Album ist, das in einem “richtigen” Studio aufgenommen wurde? Welche Rolle hat Greg Weeks bei den Aufnahmen gespielt?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Na, ich glaube, dass ich einiges schon in meiner letzten Antwort beantwortet habe. Ich denke, für mich war das Schwerste bei der Arbeit im Studio, die Zeit, in der ich plötzlich kreativ sein musste. An manchen Tagen bin ich einfach nicht inspiriert um Musik zu machen, aber wenn man im Studio ist, hat man keine große Wahl. Zum Glück war Greg sehr geduldig mit mir und erlaubte mir nach Hause zu gehen und darüber nachzugrübeln, was ich gemacht hatte und zu sehen, in welche Richtung es dann gehen sollte, weil es einige Tage gab, wo ich den Eindruck hatte, dass ich gerade “festsaß“. Was Gregs Rolle anbelangt, denke ich, dass er viele gute Ideen beisteuerte und natürlich hat er das Album sowohl aufgenommen als auch abgemischt. Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis und glaube, dass er einen guten Job gemacht hat!</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Du hast Alben auf einer Reihe von verschiedenen Labeln veröffentlicht. Denkst du, dass es manchmal nötig ist, verschiedene “Heimstätten” zu haben?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Wenn ich gefragt werde, ob ich eine Veröffentlichung für ein Label machen möchte, das ich bewundere, dann tue ich es für gewöhnlich – besonders dann, wenn das Album auf Vinyl veröffentlicht wird.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Du bist auch ein Teil von The Valerie Project gewesen, eine Art Supergruppe, die gegründet wurde um einen neuen Soundtrack für Jaromil Jireš’ Film “Valerie and Her Week of Wonders” aufzunehmen. Was kannst du uns über deine Erfahrungen sagen, die du während der Aufnahmen und später bei der Aufführung des neuen Soundtracks gemacht hast?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/furasaxa_cover1-300x300.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1806" title="furasaxa_cover1-300x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/furasaxa_cover1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ich war sehr aufgeregt darüber, ein Teil von The Valerie Project zu sein, da es eine Chance war, Musik und Film zusammen zu bringen: eine Verbindung des Visuellen und Auditivem. Ich denke, dass das Projekt mir besonders dabei geholfen hat, zu lernen mit anderen Musikern zu arbeiten und dadurch wurde auch das Fundament für die Aufnahmen von „Mycorrhizae Realm“ mit Greg, Mary und Helena gelegt, da ich mit denen allen in The Valerie Project gespielt hatte. Ich dachte, es würde mich langweilen, den Film immer und immer wieder zu sehen, aber das ist nicht passiert. Die 35mm-Rolle, zu der wir spielten, war so exzellent. Es wurde nie öde.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Was denkst du sind die Hauptqualitäten des Films, die dazu geführt haben, dass er für viele solch ein Kultfilm geworden ist?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Es gibt Vampire und lüsterne Priester und es ist ziemlich frevlerisch. Und wie ich schon vorhin gesagt habe, ist es (meiner Ansicht nach) ein visuelles Kunstwerk.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Wir haben den Eindruck, dass es in Philadelphia eine lebhafte alternative Musikszene um Hexham Head, Language of Stone etc. gibt und dass Leute wie du, Greg Weeks, Helena Espvall und andere wie ein Teil einer großen kreativen Familie oder zumindest eines (gegen-)kulturellen Netzwerks sind. Wie würdest du diese Szene beschreiben?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Es gibt immer noch eine Gemeinschaft von Musikern in Philadelphia, der ich mich zugehörig fühle, aber Tatsache ist, dass es nicht mehr so ist, wie es früher einmal war. Für mich hat der Tod von Jack Rose eine große “Lücke“ in dieser Gemeinschaft hinterlassen. Auch gibt es Hexham Head nicht mehr, da Greg sein Equipment verkaufen musste. Und er ist gerade Vater geworden, und ich bin mir sicher, dass ihn das auch ziemlich beschäftigen wird. Ich lebe nicht mehr in Phily…Ich bin vor etwa vier Jahren weggezogen und lebe jetzt zwei Stunden nördlich der Stadt. Aber es gibt dort noch immer Musiker, mit denen ich befreundet bin und ich versuche, in die Stadt zu fahren, wenn ich kann. Alles in allem passiert musikalisch noch immer viel in Phily, ich denke, ich fühle mich etwas außen vor, weil ich augenblicklich nicht dort wohne.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Mit Sharron Kraus hast du Tau Emerald gegründet. Kannst du unseren Lesern etwas über die Idee dahinter und wie es entstanden ist erzählen? Gibt es Pläne für ein zweites Album?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Nun, Sharron und ich hatten zusammen gespielt, aber nie viel aufgenommen. Das “Travellers Two“-Album entstand, als wir zusammen nach Finnland gehen wollten, aber unseren Flug verpassten und uns entschieden in der Woche stattdessen ein Album aufzunehmen. Ich denke, es war Schicksal, da ich noch nie zuvor in meinem Leben einen Flug verpasst habe! Das war auch eine Übung mit vorgegebener kreativer Zeit, aber irgendwie habe ich es geschafft. Vielleicht hat mich die englische Landschaft inspiriert. Ich denke, die Tatsache, dass wir vorher zusammen gespielt hatten, hat geholfen, da wir beide ähnliche Ideen bezüglich Instrumentierung etc. hatten. Wir beschlossen auch beide, dass wir Spaziergänge um Oxford herum und andere Ausflüge machen würden um dazu inspiriert zu werden, das Album zu machen. Es ist also ein Album, das von alten heiligen Bäumen, Grabhügeln und natürlich englischem Bier inspiriert ist. Wir haben darüber gesprochen, ein weiteres Album aufzunehmen, aber es gibt bislang keine konkreten Pläne.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Dein Gesang erinert mich oft an Singen in einem “klassischen” Kontext. Was für eine Art von Gesangstraining hast du? Gibt es spezielle Werke klassischer Musik, die dich inspieriert und dein Werk beeinflusst haben?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Ich habe keine Gesangsausbildung, ich habe mir alles selbst beigebracht. Ich höre mir klassische Musik an, aber besitze nicht viele klassische Platten und höre mir Klassik meistens nur im Radio an.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Dies ist noch eine Frage zu deiner Stimme. Einige Rezensenten sehen Parallelen zu Nico. Hat sie dich in irgendeiner Weise beeinflusst?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Na ja, ich bin ein großer Nicofan. Ich nehme an, dass mein Gesang irgendwie von ihr beeinflusst ist. “Desert Shore” und “Marble Index” sind meine Favoriten.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong><em>Man sagt, (der) Heide (heathen) käme von Heide (heath), d.h. einem Ort weit entfernt vom Licht der Stadt, ein Ort, der nicht erleuchtet ist. Ist das für dich ein Ort, an dem du dich gerne aufhalten möchtest? Kann es manchmal eine intensive Erfahrung sein “allein in den dunklen Wäldern“ zu sein?</em></strong></p>
<p align="JUSTIFY">Ich weiß, dass “pagan“ vom lateinischen “paganus“ abgeleitet ist und das bezeichnet jemandem, der auf dem Land lebt und da “pagan“ und “heathen“ synonym sind, würde das Sinn machen. Und na ja, ich denke, dass ich da wohne. Ich lebe in den Wäldern am Fuß der Appalachen in Pennsylvania. Ich lebe jetzt hier seit vier Jahren und davor habe ich 15 Jahre lang in Philadelphia gelebt. Ich lebe gerne hier, da ich der Natur nahe sein will und ich habe nicht den Wunsch wieder in der Stadt zu leben. Gleichzeitig merke ich aber, dass ich Städte besuchen muss, da ich andernfalls zu unaufgeklärt und engstirnig werde.</p>
<p align="JUSTIFY">- M.G., U.S. -</p>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://www.fursaxa.net/">fursaxa.net</a></p>
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		<title>FURSAXA: Mycorrhizae Realm</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:17:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Jahren veröffentlicht Tara Burke unter dem Namen Fursaxa Alben, die sich einer einfachen Kategorisierung (Schublade „Weird Folk“ auf und wieder zu) widersetzen. Was Stimmung wie Stimme anbelangt, könnte man fast soweit gehen und sagen, dass Fursaxa näher an Nico &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/fursaxa-mycorrhizae-realm/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Fursaxa.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-1794" title="Fursaxa" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Fursaxa.jpeg" alt="" width="150" height="148" /></a>Seit Jahren veröffentlicht Tara Burke unter dem Namen Fursaxa Alben, die sich einer einfachen Kategorisierung (Schublade „Weird Folk“ auf und wieder zu) widersetzen. Was Stimmung wie Stimme anbelangt, könnte man fast soweit gehen und sagen, dass Fursaxa näher an Nico als an Vashti Bunyan oder Shirley Collins ist (eine Einschätzung, die einige andere Rezensenten zu teilen scheinen). Teilweise erinnert Burke auch etwas an Sharron Kraus (mit der sie auf dem Projekt Tau Emerald zusammengearbeitet hat).<span id="more-1791"></span> Betrachtet man das Cover, das einen Teil einer Heide zeigt, darf man nicht vergessen, dass der Heide nach der Landschaft benannt ist, also nach einem Platz abseits (des Lichts) der Stadt, ein Ort, der nicht greifbar ist, an dem die Ratio ausgeschaltet ist, der von einem „Kobold Moon“ (Titel eines 2008 veröffentlichten Albums) beleuchtet wird und an dem Mysterien noch immer existieren. „Mycorrhizae Realm“ ist das erste in einem „richtigen“ Studio aufgenommene Album, nämlich in Greg Weeks’ Hexham Head, der das Album auch produziert hat. „Lunaria Exits the Blue Lodge“ ist ein zweiminütiges Stück, das sich als Intro verstehen lässt und die Stimmung und Instrumentierung vorgibt: Glöckchen, Flöten, (von Mary Lattimore gespielte) Harfe und getragener Gesang erzeugen eine rätselhafte Atmosphäre. „Poplar Moon“ klingt nach mittelalterlicher Musik; das Cello wird (wie auch auf zwei weiteren Tracks) von Helena Espvall, mit der Tara Burke das Projekt Anahita betreibt, gespielt: Das ist Klagemusik mit einer manchmal an Christa Päffgen erinnernden Schwere. Wenn Burke auf „Celosia“ „now is the season of the harvest time“ singt, dann kann, dann muss man das fast schon unweigerlich als Drohung auffassen, und an eine durch Mutterkorn vergiftete Ernte, an vom St. Antoniusfeuer zerstörte Gliedmaßen, an den Schnitter, den <em>grim reaper, </em>der die Menschen aberntet, denken. „Well of Tuhala“, auf den gleichnamigen Hexenbrunnen in Estland verweisend, ist erneut getragene, fast schon sakral zu nennende Musik. In „Ode to Goliards” preist Burke die so genannten Goliarden, die im Mittelalter satirische, die Kirche kritisierende Dichtung verfassten. Der Titel des Albums bezeichnet eine Symbiose, die Pilze mit anderen Pflanzen eingehen, und denkt man bei Fursaxa an Pilze, muss man unweigerlich an Psilozybin denken, an die Reinigung der Pforten der Wahrnehmung – ein frühes Album heißt bezeichnenderweise „Mandrake“. Mit Bands wie Spires That In The Sunset Rise gehört Fursaxa zu denen, deren Folk nicht von einem hippieesken „Love, Peace and Harmony” (Morrissey) geprägt ist.  Früher steckte  man Pferden Stechapfel in den Anus um sie für den Verkauf etwas aufzufrischen. Fursaxa geben dem (Weird) Folk eine willkommene Infusion aus Datura und Tollkirsche um ihn wieder lebendig zu machen – nur dürfte bei Fursaxa die Wirkung länger anhalten als bei einem lahmen Gaul.</p>
<p>(M.G.)</p>
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