Assault Bouquet ist Zen Zsigo, der bei zahlreichen Noiseprojekten aktiv ist – u.a. bei Cremation Lilly, die uns auf der Outsider Art-Compilation „True Listening Is Love In Action“ zu der Aussage brachten: „Als Abschluss hört man Cremation Lilly auf dem desolaten ‘How To Believe In Yourself When You’ve Been Dead For Years’ mit melodischen flächigen Sounds und traurigem Gesang, der am Ende in völlige Verzweiflung umschlägt. “
Jetzt erscheint nach einem selbst herausgebrachten Tape die bislang zweite Veröffentlichung, die von der Länge allerdings eher an eine Single erinnert: Auf zwei je etwa sechsminütigen Stücken begibt sich Zsigo in die Tiefen der Depression: „The Heart To Dive For Love“ ist durchzogen von einem Hochton, der aber nicht im Vordergrund steht wie bei manchen Power Electronics-Veröffentlichungen. Dazu hört man in der Ferne todtraurige Drones und kaum lokalisierbare Sounds, die an Knirschen erinnern; gegen Ende hin verdichten sich diese und werden noisiger. Zwischendurch glaubt man gar Scott Conner habe sich im Äther verirrt und wolle von Unglück künden. Der Track klingt nach einem organischen Dark Ambient. „Flowers Bloom From Every Wound“ lässt todtraurige Melodie in der dräuenden Atmosphäre tönen und auch hier wird im letzten Teil die Lautstärke nach oben gedreht, bevor der Track dann in Knirschen ausklingt.
Titel der Stücke wie der Musik situieren das Projekt in einer Zone der Finsternis, das Label selbst spricht von „tape noise & ambient up from the sunken depths of depressive mulch“. Sicher nicht die schlechteste musikalische Begleitung einer Zeit, in der jeder morgendliche Blick in die Nachrichten Wahnsinn erkennt. (MG)
Label: Outsider Art