KJOSTAD / MATRIARCH: Split

New Forces wiederveröffentlichen dieses kurze Splittape, das urspünglich anlässlich der 2023 Tour der beiden Projekte entstand. Kjostad ist „[b]enannt nach dem gleichnamigen See im Norden Minnesotas, [...] die meisten Tracks [basieren] auf dort gemachten Feldaufnahmen, die aber teils stark bearbeitet werden. Passenderweise hieß eine frühere Veröffentlichung des Projekts ‘Environment Electronics’, ein vielleicht ganz passender Verweis auf seinen Modus Operandi.“, konnte man vor einigen Jahren anlässlich der Veröffentlichung des Albums „Warlord“ hier lesen.

Das Label spricht von „crashing debris whirlwind“ , den das Projekt auf dem knapp zehnminütigen „Hoosic Impact“ entfesselt. Tatsächlich beginnt der Track mit einem recht statischen Ton, hinzu kommen Knirschen und metallische Schläge. Das klingt so in etwa, als stöbere jemand durch eine Fabrik, greife nach Röhren und Stangen. Im weiteren Verlauf verdichtet sich der Track aber, wird hektischer und dissonanter, um dann gegen Ende wieder – den Anfang aufgreifend – auszuklingen.

Matriarch steuert „damaged ambient electronics“, wie es das Label formuliert, bei. Im Interview mit uns meinte Julia Spots vor einigen Jahren: „The majority of my influence comes from memory, reinterpreting moments in time- or their emotional dynamics- sonically.“ „In Fur“ kombiniert leicht melodische an- und abschwellende Momente, in die sich atonale Sounds hineinfräßen. Es gibt Passagen, bei denen kaum noch zu unterscheiden ist, ob die Klänge von einer Stimme kommen oder der Elektronik entstammen und durchaus etwas Furchteinflößendes haben.

Das sind natürlich nur kurze Einblicke in die Klangwelt dieser beiden Projekte, aber als Einstieg durchaus empfehlenswert. (MG)

Label: New Forces