Im November erscheint mit „Lamentations“ ein neues Studioalbum von William Basinski auf Temporary Residence. 2020 hatte Basinksi bereits den in den späten 80ern/frühen 90ern aufgenommenen Songzyklus „Hymns Of Oblivion“ veröffentlicht. Zuletzt war noch unter dem Titel „Something From The Pink House“ eine zusammen mit Richard Chartier einsgepielte Liveaufnahme herausgekommen. „Lamentations“, auf dem 12 Stücke enthalten sind und das wieder auf teilweise jahrzehntealten Tapeloops aus Basinkis schier unerschöpflichem Archiv basiert, wird beschrieben als “over 40 years of mournful sighs meticulously crafted into songs”. Einen ersten Eindruck bekommt man durch das Stück „O, my daughter, o, my sorrow“ und hier scheint es tatsächlich so zu sein, dass es Basinski gelingt “operatic tragedy into abyssal beauty” zu transformieren.
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Atlantis, Utopia & Ulvedrømmer von Marianne Baudouin Lie erscheint auf Doppel-CD
Die norwegische Cellistin, Musiklehrerin und Wissenschaftlerin Marianne Baudouin Lie bringt ein Album mit auf Cello und Stimme basierenden Stücken heraus, die auf Kompositionen von Maja Ratkje, Stine Sørlie, Eirik Hegdal, Lene Grenager und Ellen Lindquist sowie Texten von Baudouin Lie selbst basieren. Das Album erscheint als 2CD und mit zwanzigseitigem Booklet beim Trondheimer Label Particular Recordings.
Zweites Album von Julia Laura auf Woodland Recordings
Knapp drei Jahre nach ihrem Debüt “A Merry Company of Noble Men” bringt die deutsche Sängerin und Gitarristin Julia Laura ihr zweites Album heraus, und auch bei “I Lock the Door Upon Myself” sollte man sich nicht dadurch abschrecken lassen, dass die Musikerin ihr Songwriting als cheesy und ihr Spiel auf der akustischen Gitarre als shitty bezeichnet, sondern ein tiefgehendes, facettenreiches Werk erwarten. Zehn Songs von ungekünstelter, raumlassender Melancholie, bei denen verschiedene KollegInnen Horn, Akkordeon, Percussion sowie zusätzliche Gitarren und Gesang beisteuern, sind in den lyrischen Rahmen zweier Texte von Christina Rosetti und George Farina gepackt, gelesen einmal vom Dichter selbst sowie von Patricia Burch, der Mutter des Kollegen und Labelgründers Stephen J. Burch alias The Great Park. Das Album erscheint als CDr und digital mit farbigem Bild- und Textmaterial.
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Takuma Watanabe, Akira Rabelais und Félicia Atkinson mit überarbeitetem Filmscore
Takuma Watanabe, Akira Rabelais und Felicia Atkinson bringen die überarbeitete Version eines Soundtracks heraus. Der Komponist und Produzent Takuma schrieb im vorigen Jahr die Musik für den japanischen Kurzfilm まだここにいる (I’ m Still There), für den das in Japan renommierte Schauspielerehepaar Rinko Kikuchi und Shota Sometani selbst das Drehbuch verfasste und Regie führte. Da die teils klassische, teils elektrische Musik ihrem Produzenten zu sehr auf die Bildern ausgerichtet schien, entschied er sich im Falle der separaten Veröffentlichung für eine Überarbeitung, für die er die beiden renommierten Experimentalmusiker Akira Rabelais und Félicia Atkinson sowie ein Streicherensemble engagierte, die zusammen mit ihm in immer wieder neuen Konstellationen die einzelnen Tracks interpretierten. Das Album erscheint Anfang September digital bei Impartmaint Inc.
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Bob Rutman und Ab Uno im Kreuzberger Andenbuch
Am 11.09. ist Klangkünstler und Steel Cello-Legende Bob Rutman erstmals wieder live in Berlin zu sehen, diesmal in der Kreuzberger Buchhandlung Andenbuch. Eröffnet wird der Abend vom experimentellen Elektronik-Duo Ab Uno. Aufgrund der limitierten Tickets empfielt sich eine rechtzeitige Vorbestellung unter andenbuch@andenbuch.de
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Gemeinsames Album von Lemur und Reinhold Friedl
Das norwegische Quartett Lemur und der deutsche Pianist und zeitkratzer-Gründer Reinhol Friedl bringen Anfang September ein gemeinsames Album heraus. “Alloy” entstand auf der Schnittstelle von Improvisation und Komposition und lässt die Beiträge mit Klavier, Bläsern, Cello und Bass zu immer wieder neuen Einheiten verschmelzen, bei denen immer neue Konstellationen von Solo bis Quintett entstehen.
First Room: Debüt von Martin Taxt auf SOFA
Nach einigen Arbeiten in festen Bands und temporären Kollaborationen bringt der norwegische Experimentalmusiker und Tuba-Virtuose Martin Taxt nun sein erstes Album in Eigenregie heraus. “First Room” ist im Zusammenarbeit mit Inga Margarethe Aas an Bratsche und Bass entstanden und ist als erster Teil einer Reihe gedacht, die die vielfältigen Interferenzen zwischen Klang und Architektur erforschen sollen – hier steht ganz das traditionelle japanische Teehaus und sein Interieur als Klangraum und assoziativ aufgeladener Ort im Zentrum des Geschehens. Das Album erscheint als CD am 18. September bei SOFA.
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A Guide for Beginners: Drekka präsentiert ausgewähltes Material von 1996-2020
Im kommenden Jahr feiert Michael Anderson sein 25jähriges Jubiläum als Drekka. Während des Lockdowns nahm er sich die Zeit, sein ganzes bisheriges Material zu sichten und repräsentative Tracks seines zwischen Ambient und ritueller, experimenteller Elektronik rangierenden Werks auszuwählen. Die so entstandene “Best of”-Compilation enthält
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Zeros and Twos: Neues Album von IIITAIII
Der New Yorker Multiinstrumentalist IIITAIII bringt Ende des Monats ein neues Album heraus, das primär auf modularen Synthies und Stimme basiert. “Zeros and Twos” befasst sich in zwölf Tracks mit Aspekten des Transhumanismus, wobei der Fokus primär auf den Übergangsphasen, der prozesshaften Transformation zwischen organischen, humanen und maschinellen Existenzformen sowie dem Potenzial, das schon immer im menschlichen Organismus liegt, gerichtet ist. “Zeros and Twos” erscheint digital bei Truthtable.
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Ingrid Schmolliner, Raed Yassin und Paed Conca im Berliner Petersburg Art Space
Am Sonntag den 23. August finden zwei Improv-Shows im in Berlin-Moabit gelegenen Petersburg Art Space statt. Paed Conca eröffnet den Abend mit einem Soloset auf der Klarinette, Ingrid Schmolliner und Raed Yassin folgenden mit einem Duett für Klavier und Bass.
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I Am Panda: Erstes Album von Chiminyo
Etwa ein Jahr nach seiner Debüt-EP “I am Ciminyo” legt der gleichnamige englische Perkussionist und Producer mit einer ersten LP nach. Die zehn Tracks auf “I am Panda”, die mit einer Reihe an Gastmusikern eingespielt wurden, lassen auf der Basis von z.T. schwerer Schlagzeugarbeit und elektronischen Sounds, die sich perfekt in die rhythmischen Muster einweben, einen ganz eigenen Klangkosmos entstehen. Das Album erscheint in allen gängigen Formaten Anfang September bei Gearbox Records.
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The Sacred Rage: Fundraising-Compilation für Beirut auf Morphine Records
Das in Berlin ansässige Label Morphine Records hat eine genreübergreifende Fundraising-Compilation herausgebracht, deren Erlös den Betroffenen der Explosionen zugute kommt, die sich am 4. August im Hafen der libanesischen Hauptstadt Beirut ereigneten. Empfänger der Einnahmen sind verschiedene Organissationen, die sich vor Ort um Lebensmittel, medizinische und technische Unterstützung kümmern. Musikalisch decken die zwölf Tracks eine Bandbreite von Neuer Musik über Soundkollagen, Improv und diverse Electronica bis zu folkig angehauchten Akustikstücken ab.
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Neues Album von Yui Onodera mit Material für John Cage-Doku
Serein bringen Mitte September mit “Ray” ein neues Album des japanischen Elektroakustikers Yui Onodera heraus. Das Album, das perkussives Pianospiel und andere akustische Instrumente mit jeder Menge Treatments und markanten Synthiepassagen verbindet, enthält den Score für Markus Heidingsfelders noch unveröffentlichten Film Cage 64 über John Cage, das Cover zeigt Ausnahmen des Set-Designs von Cages Opern-Serie Europeras, die vor einigen Jahren zum hundertsten Geburtstag des Komponisten bei der Ruhrtriennale von Heiner Goebbels inszeniert wurden.
Philip Corner und Carles Santos bringen altes Material auf Unseen Worlds
Unseen Worlds bringen Ende des Monats eine seit den 80ern vergriffene Aufnahme von Philip Corner und Carles Santos heraus – die beiden Komponisten waren 1978 bei Charlemagne Palestine in New York zu Gast und spielten auf dessen Bösendorfer-Flügel vierhändig je eine Version von Corners Stücken “Chord” und “Gong!”, “…a long-flowing distillation of the source of
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Memória Aumentada: Neues Druuna Jaguar-Tape bei Dais Records
Der portugiesische Sound Artist Jorge Mantas, der vor einigen Jahren unter dem Nom de Guerre The Beautiful Schizophonic mit dem Zauber atmosphärischer Drones experimentierte und heute als Druuna Jaguar aktiv ist, bringt ein neues Tape mit Artwork der Künstlerin Margarida Garcia heraus. “Memória Aumentada”, das an die vor einigen Monaten erschienene CD “Musa Utópica” anknüpft, basiert v.a. auf Field Recordings aus Natur und Alltag, die in
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Tashi Dorji mit neuem Album auf Drag City
Der in Bhutan geborene und heute in den USA lebende Gitarrist und Improvisationsmusiker Tashi Dorji bringt am 25. September seine neue LP “Stateless” bei Drag City heraus. Das Album basiert auf einem z.T. bewusst minimalistisch gehaltenen Solospiel auf der Akustikgitarre. Dorji hat auch als Musiker weite Reisen unternommen und mit zahlreichen internationalen KollegInnen kollaboriert. Fragen der Migration und der Bezug zu einem Zuhause haben dabei immer wieder sein Interesse gefunden und zu Reflexionen angeregt. Stateless ist ein unmittelbares Resultat dieser Überlegungen und entstand auf aktueller internationaler Herausforderungen.
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Music for Violin Alone: Aisha Orazbayeva mit Interpretationen u.a. von Bach, Matteis und Cage
Aisha Orazbayeva bringt ein Album mit Interpretationen verschiedener Stücke für Violine heraus, die in ihrer Umsetzung trotz des programmatischen Titels recht unterschiedlich ausfallen. Interpretiert werden u.a. eine Sonate von Bach und eine Arbeit des barocken Komponisten Nicola Matteis jr., aus dem 20. Jahrhundert wurden Stücke von John Cage und James Tenney ausgewählt. Neuere Arbeiten stammen von Angharad Davies, Oliver Leith und Orazbayeva selbst.
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Home Taping Is Music Volume 4: Neue Compilation auf Woodland Recordings
Woodland Recordings bringen den vierten Teil ihrer Samplerreihe “Home Taping is Music” heraus, die erneut eine musikalische Mischung von akustischer Songwritermusik unterschiedlicher Art und experimentellen Ansätzen enthält. Neben bekannten Acts wie The Great Park, Thirty Pounds of Bone, The Diamond Family Archive, Saint Woodpecker (a.k.a. Woodpecker Wooliams)
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Mountains are Mountains: Solo-LP von Berke Can Özcan
Berke Can Özcan, auch gelegentlich unter dem Kürzel BCO angeführt, ist hierzulande v.a. bekannt als Drummer bei Big Beats Big Times oder seiner früheren Combo Konstrukt, der vermutlich renommiertesten experimentellen Jazzband Istanbuls. Sein am 7. August erscheinendes Soloalbum “Mountains are Mountains” ist eine Serie stimmungsvoller und feinsinnig verwebter Soundscapes, die trotz der Fülle an
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