DJ and Soundabenteurer Nick Luscombe (Late Junction, Musicity) hat auf “Fieldwave Vol.1″ einen interessanten Überblick über die neueste Welle auf Fielddrecordings basierender Musik zusammengestellt. sound oft naturbelassen. Viele der beitragenden Künstler haben mit ihren Kompositionen bestimmt Orte anhand ihrer typischen Sounds porträtiert, die verwendeten Geräusche stammen von Tieren, den Witterungen und verschiedenen Maschinen, doch auch gesamplete Instrumente sind zu hören, und meist sind die Sounds nur subtil bearbeitet. Die Compilation erscheint bei Nonclassical auf 100 Tapes und im Download.
Archiv der Kategorie: News
Dune Messiah im Berliner Urban Spree
Die dänische Band Dune Messiah um Sänger Magnus Westergaard hat im letzten Jahr ihr zweites Vollzeitalbum “Moments of Bliss” herausgebracht, und einmal mehr beeindruckt der Reichtum an Referenzen – der an Frank Herbert angelehnte Name, das an Brian Ferry erinnernde Cover mit dem Apfel vom Baum der Erkenntnis, der Stil zwischen Post Punk, Singer Songwriter, Neofolk, Gothic Americana – ebenso sehr wie die emotionale Tiefe der Songs. In den nächsten Monaten touren Dune Messiah durch mehrere Länder Westeuropas und machen am 1. März in Berlin Station.
David Lynch und Jack Cruz veröffentlichen neue Single auf Sacred Bones
Zusammen mit dem bislang wenig bekannten Sänger Jack Cruz hat David Lynch für seinen aktuellen Kurzfilm What Did Jack Do den Song “True Love’s Flame” produziert. Sacred Bones bringt diesen und einen weiteren Song auf der 7” “The Flame of Love” heraus. Die Single ist im Frühjahr erhältlich.
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Abstract Musette: Joke Lanz, Jonas Kocher und Alessandra Eramo im Berliner West Germany
Turntabelist Joke Lanz und der Akkordeonspieler Jonas Kocher bringen bei Corvo Records das Album “Abstract Musette” heraus. Die beiden präsentieren das Werk erstmals am 13. Februar auf einer Release-Party im Berliner West Germany. Alessandra Eramo eröffnet den Abend mit einem Set, das angelehnt an ihr letztjähriges Album “Tracing South” vorwiegend auf experimentellem Stimmeisatz und Field Recordings basiert. 
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Simon Fisher Turner und Edmund de Waal veröffentlichen gemeinsames Album
Simon Fisher Turner komponierte 2018 eine komplementäre Klangarbeit für eine Architekturinstallation des Künstlers Edmund de Waal. Nachdem die gemeinsame Arbeit unter dem titel “- one way or other – ” im Haus Schindler in Los Angeles gezeigt wurde, entwickelte sich die Musik zu einem eigenständigen Album, das Ende März unter dem Titel “A Quiet Corner In Time” bei Mute/[PIAS] erscheinen wird.
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Celestial Birds: Elektronische Arbeiten von Muhal Richard Abrams auf neuer Compilation
Muhal Richard Abrams, eine zentrale Figur der Chicagoer Jazz-Szene und Mitbegründer der Association for the Advancement of Creative Musicians (AACM) interessierte sich schon in frühen Jahren für elektronische Musik und nahm zahlreiche Stücke mir Synthesizer auf. Im damals weitgehend “akustischen” Jazz war dies eine Ausnahme, zum einen wegen der nur schwer zugänglichen elektronischen Musikstudios, zum anderen auch wegen Vorbehalten der eigenen Community und Fangemeinde.
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Signals: Neues Album von Daniel Davies auf Sacred Bones
Der Komponist Daniel Davies ist eng mit John Carpenter verbunden und assistierte – quasi als zweiter Komponist – auch beim berühmten Helloween-Soundtrack, bei anderen Arbeiten wirkte er im Doppelpack mit seinem Vater, The Kinks-Gitarrist Dave Davies, mit. Auf seinem neuen Album “Signals”, dessen cinematische Klänge ebenfalls einem Filmscore der frühen 80er entsprungen sein könnten, wurden die Rollen vertauscht, denn hier stammt das Gros der Kompositionen von Davies, während Carpenter ein paar einzelne Passagen beigesteuert hat. Das Album erscheint bei Sacred Bones.
Strom: Festival für elektronische Musik in der Philharmonie Berlin
Am Wochenende des 7. und 8. Februar steht die Philharmonie Berlin unter Strom. Das gleichnamige von Stefan Goldmann kuratierte Festival für elektronische Musik verbindet die besondere Architektur des Konzerthauses mit der Musik und den Performances von Künstlern wie Kruder & Dorfmeister, Ryoji Ikeda, Goldmann selbst, Cristian Vogel Deena Abdelwahed und einigen mehr. Abgerundet wird das ohnehin sehr raumspezifische Konzertptogramm durch eine Installation von Robert Henke.
Bruital Nights Vol. X: Munsha, Ask Thor, Dr. Nexus, Utku Tavil und andere im Berliner Loophole
In Vorbereitung auf das kommende Festival auf der MS Stubnitz bringen die Macher von Fraction.Bruit am 1. Februar einmal mehr rund zwei Handvoll Musiker zwischen Imrpovisation, Lärm, Dröhnung und weiteren experimentierfreudigen Klängen ins Neuköllner Loophole. Bis jetzt stehen sechs Kollaborationen und Soloacts auf dem Programm, u.a. ein neues Duett der Cellistin Munsha, das neue Duo Ask Thor um den von My Beloved und Of the Wand and the Moon her bekannten Iver Ask Overgaard und ein aus Dr. Nexus, Utku Tavil, Marcello Busato und einigen mehr bestehendes Allstar-Projekt.
Quantum Entanglement: Best-of-Compilation der Royal Trux
Fat Possum Records bringt eine vierzehn Tracks umfassende Compilation mit ausgewählten Stücken des von 1987-2000 bestehenden Duos heraus. Die im Kern aus Jennifer Herema und Neil Hagerty bestehende Band spielte eine eigenwillige, mit Psychedelic und Blues-elementen angereicherte Form des (Noise-)Rock und fand nach ihrer Auflösung vor rund zwanzig Jahren ihr Nachleben in den Projekten The Howling Hex und RTX.
Espers bringen ihre ersten beiden Alben neu heraus
Die im Nordosten der USA gegründeten Espers um Meg Baird und Greg Weeks zählten zu den wichtigsten Vertretern der neuen Folkgeneration in den Jahren nach 2000. Ihre beiden ersten Alben, das selbstbetitelte Debüt und das aus neuinterpretierten Traditionals und Coverversionen bestehende “The Weed Tree” waren lange vergriffen und werden Mitte März von Drag City in allen gängigen Formaten neu herausgebracht. 
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Laurisilva: Neues Album von Saxophonistin und Elektroakustikerin Laura Agnusdei
Unter dem Namen „Laurisilva“ bringt die in Bologna lebende Saxophonistin und Elektroakustikerin Laura Agnusdei ein neues Album heraus, auf dem neben ihrem wichtigsten Instrument und jeder Menge Effekte noch unterschiedliche Percussion und weitere Blaßinstrumente wie Trompete, Flöte und Klarinette zu hören sind. Der Zusatz „Silva“ passt ganz gut zur Urwaldatmosphäre der leicht weltmusikalisch eingefärbte Klänge, der Holzbläser, der Rasseln und der kunstvoll bearbeiteten Sounds, die bisweilen an Froschkonzerte erinnern. „Laurisilva“ vereint eine Mischung aus Homrecordings und Aufnahmen, die letztes Jahr im Den Haager Institute for Sonology aufgenommen wurden, wo die klassisch ausgebildete Musikerin ihren Master in zeitgenösischer Elektronik absolvierte. Das Album erscheint auf dreihundert Vinylscheiben beim Tapeworm-Ableger the Wormhole.
Valerie Renay im Berliner Eschloraque
Nach mehreren Konzerten auf internationalen Bühnen ist die ehemalige Noblesse Oblige-Sängerin Valerie Renay Ende Januar wieder in Berlin zu sehen: Im Eschloraque wird sie mit ihren Begleitern, zu denen diesmal auch ein Cellist zählt, eine neu arrangierte Version ihres postpunkigen Chanson-Stils spielen.
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Bushfire Relief: Konzert zur Unterstützung der australischen Feuerwehr und anderer Hilfsorganisationen im Berliner Marie Antoinette
Ein Line-up experimentierfreudiger Rock-, Drone- und Songwriter-Acts spielt am 25. Januar im Berliner Marie Antoinette – das Konzert dient dem Fundraising für die australische Feuerwehr und weiterer Hilforganisationen im Kampf gegen die nach wie vor anhaltenden Buschfeuer. Zu sehen sind u.a. TAU and the Drones of Praise, Ghost Pony, Dead Sentries, Eilis Frawley und Drama, deren Mitglieder z.T. selbst aus Australien stammen. Im Anschluss legt Jimmy Trash Platten auf.
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Purple Pilgrims und Fausto Majistral beim Vorspiel zur CTM 2020
Als Auftakt zur diesjährigen CTM veranstalten Swamp Bookings und das Label Kitchen Leg ein Konzert der beiden Duos Purple Pilgrims und Fausto Majistral im Berliner West Germany. Purple Pilgrims aus dem Hause Flying Nun Records spielen einen leicht folkig angehauchten Dream Pop, Fauso Majistral, die jüngst ein Album bei Encore herausgebracht haben, stehen für subtil verarbeitete Feldaufnahmen, verfremdete Instrumentalparts und Dröhnung. Beide Acts stammen partiell aus Neuseeland.
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Occulto 6: Neue Ausgabe des Magazins zum Thema Leben inkl. Musik-Compilation
Einmal mehr widmet sich das in Berlin herausgegebene englischsprachige Magazin Occulto den Schnittstellen von Wissenschaft und Künsten sowie deren Möglichkeiten, sich gegenseitig zu erhellen. Die vor kurzem erschienene sechste Ausgabe steht ganz im Zeichen der Idee, den Menschen als Variable zu sehen. Fokussiert wird in fünf längeren Artikel u.a. eine Evolution vor, nach und ohne das Horstmann’sche Untier, der zugleich die reale Dystopie des Anthropozäns gegenübergestellt wird. Abgerundet werden die mal sachlich-nüchternen, mal humorvoll-verspielten und niemals moralingesäuerten Beiträge der Autoren Alice Cannavà, Amanda Crompton, Giulia Liberti, Stefano Spataro und Stephano Stephanowic zum einen durch Bildstrecken mit Kunstprojekten von Ana Botezatu, Catalin Ilie und der Gruppe POT, zum anderen durch eine als DL-Code beiliegende Musik-Compilation. Das Label Boring Machines hat eine ausgewogene Mischung aus psychedelischer Dröhnung, rituellem Lärm und analoger Elektronik zusammengestellt, vertreten sind Newcomer wie Vivien Le Fay und renommierte Künstler wie Hermetic Brotherhood of Lux-Or, Marta de Pascalis und DIVUS mit dem Saxophonisten von ZU.
Agata Melnikova alias Sign Libra veröffentlicht neues Album auf RVNG Intl.
Die lettische Komponistin und Musikerin Agata Melnikova, die mit ihrer dem tropischen Regenwald gewidmeten Ballettstück “Closer to the Equator” internationale Beachtung fand, veröffentlicht Mitte Februar ein Album mit neun mystisch angehauchten Stücken zwischen elektronischer Avantgarde und etwas, das man mit einer Brise Pathos als außerirdische Weltmusik bezeichnen könnte. Jedes Stück auf “Sea to Sea”, die verspielte Rhythmen, verfremdeten Gesang, mitreisende Bläser und nostalische Synthies aufeinandertreffen lassen, ist einer der großen Talmulden auf der Oberfläche des Mondes gewidmet, die von frühen Astronomen für Seen gehalten wurden und deshalb noch heute unter dem Begriff Lunar Maria subsumiert werden. 
StereoAkuma: Neues Merzbow-Album zum Fundraising für australisches Naturschutzprojekt
Ende Februar bringt das im nordaustralischen Brisbane beheimatete Label Room40 mit “StereoAkuma” ein neues Merzbow-Album heraus, auf dem der bekannte Japanoise-Dauerproduzent Masami Akita Material seiner letztjährigen Auftritte in Melbourne und Sydney zusammengestellt hat. Der Erlös des Albums geht an die Organisation Wildlife Rescue (WIRES), die sich dem Schutz und der Versorgung der durch die verheerenden und nach wie vor unberechenbaren Wald- und Buschbrände betroffenen Fauna des Landes widmet.
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