Split Personality: Gruppenausstellung mit Alex Tennigkeit, Fleur Helluin, Sally M. Jaber und Kae in Berlin

Vom 14. bis zum 16. Dezember findet in Berlin-Neukölln die Gruppenausstellung “Split Personality” statt, bei der vier Berliner KünstlerInnen stark aufeinander bezogene Arbeiten an zwei verschiedenen Orten zeigen – dem Artspace EXPO BERLIN und der Bar HELMUT KOHL. Neben Arbeiten von Kae und Sally M. Jaber werden Werke von Alex Tennigkeit zu sehen sein, mit der African Paper bereits ein Interview führte und deren Zusammenarbeit mit dem Musiker Anemone Tube mehrfach Thema unserer Berichte war. Ebenfalls zu sehen sind Gemälde von Fleur Helluin, die neben der Malerei im Bereich Performance aktiv ist und als Musikerin Teil der Gruppen Mille und Plateau Repas ist.

“Curatorial concepts are severely overrated. If the art work you see is good, so is the exhibition and vice versa. However, one is always inclined to say and explain a little more. We decided to invite a group of artists to show (at least seemingly) very different aspects/directions of their artistic work. Furthermore we agreed to emphasize the difference by keeping the dissimilar art works divided by space. Each artist is represented Weiterlesen

Little Annie und Baby Dee: Album, Konzerte, Bücher

Little Annie und Baby Dee muss man Lesern unserer Seite wohl nicht extra vorstellen. Genrebegriffe prallen ohnhin ab an der Vielfalt ihrer Ausdrucksformen, und das Namedropping zu ihren zahlreichen musikalischen Kollaborationen wäre mit Current 93, Crass, Antony und Marc Almond gerade mal auf der ersten Seite angekommen. Dass die beiden Künstlerinnen nun endlich ihre Drohung wahr und gemeinsame Sache machen, ist allerdings eine Ankündigung wert. Die beiden Sängerinnen haben zusammen ein Album aufgenommen, das Ende des Jahres bei Tin Angel Records in London erscheinen wird, zu den Gastmusikern gehören u.a. Will Oldham und Eric Chenaux.

Auf das Zusammenspiel von Annies souligem Alt und Dees fragilem Falsett darf man ebenso gespannt sein wie auf die Fusion ihrer jeweils eigenen Ideen des Songwritings. Zuvor gibt es eine kleine Europa-Tournee, bei der die beiden, zum Teil in Begleitung von Paul Wallfisch und dem Violinisten Jordan Hunt, auch auf drei deutschen Bühnen zu sehen sind:

Di., 16. Okt. Roter Salon der Volksbühne, Berlin

Fr., 26. Okt. Stadttheater, Dortmund (im Rahmen von Paul Wallfischs „Small Beast“-Reihe)

Sa., 27. Okt, Kampnagel, Hamburg

Zudem ist von Annie vor kurzem ein illustriertes Buch namens „Sing, Don’t Cry“ erschienen, in welchem die Sängerin teils in Prosa, teils in Versen die Geschichte eines Mexico-Aufenthaltes erzählt, der ihr Leben verändert hat. In Kürze erscheint ihre komplette Autobiografie „You Can’t Sing The Blues While Drinking Milk “. Zum Album und den Büchern demnächst mehr in unserem Rezensionen-Teil.

Soundcloud

Delphic Oracle: Soundscapes von Christiana Key (Cult of Youth)

Der Name Christiana Key tauchte in den letzten Jahren öfter in den Medien auf, meist im Zusammenhang mit angesagten Bands wie Zola Jesus oder Cult of Youth, an deren Aufnahmen die New Yorker Geigerin beteiligt war. Weniger bekannt sind ihre Beiträge zu bereits renommierteren Bands wie Backworld und Mercury Rev, erst recht allerdings, dass sie auch ein eigenes Projekt betreibt. Unter dem Namen Delphic Oracle spielt sie hintergründige, organische Soundscapes, die meist in Multimedia-Kontexten ihren Einsatz finden und darüber hinaus auf CD veröffentlicht wurden. Gerade ist sie auf der Suche nach einer Besetzung für eine Tanzperformance in Brooklyn. Warum ihre aktuelle EP kürzlich in einer Limitierung auf achtzehn Exeplare erschien, und keine On Demand-Aktion daraus wurde – man müsste das Orakel von Delphi fragen… Hier die Songs im Stream:

Daisuke Ichiba: Zeichnungen und Holzschnitte in der Tradition des “Ero Guro”

Über den japanischen Künstler Daisuke Ichiba berichteten wir zuletzt, als er im Rahmen der “Angura”-Show im Berliner Staalplaat/Le Petit Mignon-Showroom ausstellte. Seine Zeichnungen und Holzschnitte, überwiegend provokante erotische Grotesken in der Ero Guro-Tradition, sorgten damals sogar für Diskussionsstoff – erfreulicherweise, denn viele Underground-Kunst zirkuliert heute überwiegend in Fankreisen, was unvorhersehbare Effekte dann meist auf ein Minimum reduziert. Hier einige seiner gelungensten Arbeiten jüngeren Datums:

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H. Gudjonsson: The Darkness And… – Slow Motion Folk aus Bremen

Hlynur Gudjonsson ist einigen unserer Leser vielleicht noch im Zusammenhang der Compilation “Home Taping Is Music, Vol. II” bekannt, die Stephen Burch (The Great Park, Woodland Recordings) letzten Herbst zusammengestellt hatte. Sein ruhiger, meditativer und betont unspektakulärer Akustikfolk, den er entweder im Alleingang oder zusammen mit seiner Partnerin Susanne Stanglow alias Haruko spielt, erschien bereits auf zwei Tonträgern. Mit ihrem leichten Blues-Touch kippen die introvertierten Songs niemals ins Weinerliche und offenbaren ihre charakteristische Stimmung erst nach und nach – Musik also, die Konzentration fordert und keineswegs als seichte Hintergrundbeschallung funktioniert, aber mit mehrmaligem Hören deutlich dazugewinnt. Weiterlesen

Nick Zedd started Crowd Funding-Kampagne für seinen Film „Love Spasm“

Nick Zedd, einer der Protagonisten des Cinema of Transgression, bereitet gerade seinen neusten Langfilm names „Love Spasm“ vor, der im nächsten Jahr in Berlin gedreht werden soll – nach eigenen Angaben ein „cutting edge drama in which young lovers struggle to maintain their sanity in the big city by surrendering to temptation“. Seit einigen Wochen läuft eine Crowd Funding-Kampagne auf Kickstarter. Neben weiteren Informationen und einigen von Zedds Gemälden findet sich dort auch ein Trailer, oder besser eine sechsminütige Einführung in sein bisheriges Werk, u.a. mit Kommentaren von John Waters, Jim Jarmush, Lydia Lunch, JG Thirlwell, Richard Hell, John Mekas und Steve Buscemi:

Love Spasm auf Kickstarter

Verleih: Naivsuper Film

La Ratita Mili: Kurzfilm von Carmen Burguess mit Musik von Tomás Nochteff

“La Ratita Mili”/”Mili The Rat” ist der erste Kurzfilm von Carmen Burguess, der weiblichen Hälfte des argentinischen Post Punk-Duos Mueran Humanos. Der Film ist ihre erste visuelle Arbeit seit ihren Lovecraft-Illustrationen und der Kollagenserie “Seventeen”:

 

 

 

Untitled by Carmen Burguess from SCARY MOVIE PARTY on Vimeo.

Mueran Humanos