Nach ihrem eindrucksvollen Auftritt im vergangenen Jahr kehren The Necks am 31. Oktober in den Heimathafen Neukölln zurück. Die drei Australier Chris Abrahams (Klavier), Lloyd Swanton (Bass) und Tony Buck (Drums) gelten mit ihrem jazzig eingefärbten Soundscapes seit Jahrzehnten als Meister der musikalischen Langform: Stücke entwickeln sich langsam, verweilen in minimalen Strukturen, verdichten sich behutsam und lösen sich wieder auf. Jeder Auftritt ist einzigartig, ein Prozess ständigen gegenseitigen Zuhörens, Reagierens und Veränderns.
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Archiv der Kategorie: News
Mud Flats: Digitale EP von Felicity Mangan
Just erscheint bei dem italienischen Label Superpang die rund zwanzigminütige One-Track-EP “Mud Flats” der in Berlin lebenden australischen Klangkünstlerin und Komponistin Felicity Mangan als Download. Für diese Arbeit kombiniert Mangan Tonaufnahmen aus dem Wattenmeer, jener weiten Gezeitenlandschaft an und nahe der Mündung der Elbe, mit modularen Syntheseprozessen, die sie, wie man im Begleittext erfährt, während Residenzen bei INA GRM in Paris und EMS in Stockholm entwickelt hat.
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Cut: Neuer Longplayer von Nadja
Am 24. Oktober erscheint mit “cut” das neue Album von Nadja, dem in Berlin lebenden kanadischen Duo Aidan Baker und Leah Buckareff und mehr als einer Handvoll Gäste. Die Band geht, was in früheren Karriereabschnitten undenkbar gewesen wäre, hier nicht rein instrumental zuwerke, sondern setzt verstärkt auf Stimmen, darunter neben den eigenen auch Gastauftritte von Tristen Bakker, Oskar Bakker-Blair und Lane Shi Otayonii. Der Sound bleibt schwer, wuchtig und von kratzig-rumpelnder Textur, getragen von schleppenden, aber kraftvollen Rhythmen, zwischen denen sich immer wieder schöngeistige Passagen öffnen, in denen etwa Otayoniis exaltierter, hoch tönender Sopran präsent ist, jedoch bewusst etwas zurückgenommen wirkt.
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Wiederveröffentlichung von Kevin Drumms Sheer Hellish Miasma
Gerade erscheint bei Editions Mego die Wiederveröffentlichung von Kevin Drumms “Sheer Hellish Miasma” als 2LP. Ursprünglich 2002 auf CD beim damaligen Label Mego erschienen, gilt das Werk bis heute als einer der kompromisslosesten Beiträge des experimentellen Noise und als Referenzpunkt innerhalb der radikalsten Spielarten elektronischer Klangkunst. Drumm setzt hier auf Gitarre, Tonbandbearbeitung, Mikrofone, Effektpedale, analoge Synthies und dezenten Digitaleinsatz, um ein Klangbild zu schaffen, das gleichermaßen überwältigend wie präzise gebaut ist.
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Chris Pitsiokos, Zeynep Ayşe Hatipoğlu, Fulya Uçanok, Marina Cyrino, Michael Vorfeld und Takitorn in der Berliner Tanzhalle Wiesenburg
Am Mittwoch, den 15. Oktober, präsentiert die Berliner Tanzhalle Wiesenburg einen Abend mit unterschiedlichen Facetten experimenteller und improvisierter Musik. Zu hören sind zunächst Chris Pitsiokos am Saxophon und Michael Vorfeld mit Percussion, deren Duo von Direktheit und spontaner Interaktion geprägt ist.
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On Beacon Hill: Kollaboratives Album von Anthony Moore, Keith Rodway und Amanda Thompson
Am 21. November erscheint bei Drag City das Album “On Beacon Hill” von Anthony Moore with AKA & Friends, erhältlich in den gängigen Formaten. Der ehemalige Slapp-Happy-Mitbegründer greift darin auf Songs aus sechs Jahrzehnten zurück, die er gemeinsam mit Keith Rodway und Amanda Thompson (als AKA) sowie weiteren Weggefährten in neuem Licht erscheinen lässt.
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Unfolding: Neues Soloalbum und Tour von Jessica Moss
Am 24. Oktober erscheint das neue Soloalbum “Unfolding” von Jessica Moss bei Constellation als LP und CD. Das Werk zeigt die kanadische Violinistin und Komponistion, bekannt vom Black Ox Orkestar und den Silver Mt. Zion-Variationen, von einer besonders meditativen, fast ambienten Seite, ohne dabei ihre charakteristische Verschmelzung aus Post-Classical, Drone und verschiedenen experimentellen Einflüssen aufzugeben. Unterstützt wird Moss auf einzelnen Tracks von Tony Buck (The Necks) an der Percussion und vom Produzenten Radwan Ghazi Moumneh.
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In Gowan Ring auf Tour in Europa
Der amerikanische Folksänger und Mehrfachinstrumentalist B’ee geht im Oktober mit seinem immer wieder anders besetzten, aber auch solo funktionierenden Projekt In Gowan Ring auf eine kleine Europatour und macht dabei in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz Halt. Sein filigraner “Symbolist Folk” verbindet Einflüsse aus mittelalterlich anmutenden Balladen, mystischer Färbung und dunkler Psychedelik zu einer ganz eigenen Poesie.
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Chashitsu: Album mit Eigenkompositionen von Midori Komachi
Am 10. Oktober erscheint beim Label MSCTY EDN das Album “Chashitsu: Auditory Tea Room” von Midori Komachi. Es ist das erste Werk der Geigerin und Komponistin, das ausschließlich eigene Kompositionen versammelt. Das Album ist, wie es vom Label heißt, inspiriert von der japanischen Teezeremonie (Chado) und dem architektonischen wie kulturellen Konzept des Chashitsu, des Teeraums. In enger Zusammenarbeit mit MSCTY und mit Klangaufnahmen von Nick Luscombe verbindet Komachi traditionelle japanische Ideen wie das Prinzip des Ma – Stille und Zwischenräume als bedeutungstragende Elemente – mit zeitgenössischen Klanggestaltungen.
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Modærn Qualitet: Studio- und Live-Version des Werks von Not Normal
Am 17. Oktober erscheint bei Sauajazz das Album “Modærn Qualitet” des Projekts Not Normal von Posaunist und Komponist Emil Bø. Ursprünglich als Auftragswerk für das Oslo Jazz Festival 2024 entstanden und dort von der Presse gefeiert, hat Bø die Kompositionen später mit einer festen Band im Øra Studio in Trondheim neu eingespielt.
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Opus Five Vol. 1: Auftakt einer neuen Reihe bei Post Orientalism Music
Ende des Jahres erscheint bei Post Orientalism Music “Opus Five Vol. 1″ als Auftakt einer neuen Reihe. Die Compilation versammelt Werke von Bruce Hamilton, Dave Seidel, Ehsan Saboohi, RDKPL sowie dem Duo Hubert Heathertoes und Zan Hoffman. “Opus Five” versteht sich als Hommage an eine Tradition philosophisch ausgerichteter Komposition: Bezugspunkte sind Arnold Schönbergs “Fünf Orchesterstücke”, op. 16, und Anton Weberns “Fünf Orchesterstücke”, op. 10 – Schlüsselwerke der frühen Moderne, die für den Bruch mit der Tonalität, die Neubewertung des Klangs und eine extreme Verdichtung stehen. Darauf verweist auch der Titel eines der Stücke: “13 September 1874″, Schönbergs Geburtsdatum.
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A Shimmering Road: Digitale Single von Haco und Tsuneo Imahori
Gerade erscheint die digitale Single “A Shimmering Road” von Haco und Tsuneo Imahori. Das Stück verbindet akustische Gitarre und dezente elektronische Perkussion von Imahori mit Hacos Gesang, Sampler, Synthies und eigenen Field Recordings.
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Puritan Themes: Neue LP von Holy Sons
Am 31. Oktober erscheint mit “Puritan Themes” das neue Album von Holy Sons bei Thrill Jockey. Es handelt sich dabei um das mittlerweile 17. Werk des amerikanischen Musikers Emil Amos, der neben seinen Soloarbeiten unter anderem bei Grails, Om und Lilacs & Champagne mitwirkt. Eingespielt, aufgenommen und gemischt hat er es vollständig selbst, lediglich für die Bläser des Stücks “Chain Gang” holte er sich Unterstützung von Kelly Pratt (David Byrne, M Ward).
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Communion: Neuauflage des Longplayers von Temple Of Clear Light
Am 31. Oktober und somit nur wenige Monate nach der Erstveröffentlichung erscheint bei der Live Bait Recording Foundation das Album “Communion” von Temple Of Clear Light in neuer Form. Nachdem die ursprüngliche Ausgabe vom Juli in einer winzigen Auflage von nur 20 Exemplaren innerhalb kürzester Zeit vergriffen war, liegt nun eine auf 200 Stück limitierte CD-Edition vor, gestaltet von Dan Serbanescu selbst, dem Kopf hinter dem Projekt.
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Stefan Strasser, Johannes von Wrochem, Ernesto Rodrigues und Hunter Underwater im Berliner Kiezraum
Am Freitag, den 10. Oktober, findet in Berlin-Kreuzberg im Rahmen der Ausstellung “No Facts” im Kiezraum auf dem Dragonale ein Doppelkonzert statt. Der Abend beginnt um 20 Uhr mit Hunter Underwater, die zusammen mit Ernesto Rodrigues ein Celloquartett präsentieren.
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Julia Witas, Vū, Nathan Plante und Submissive Gods: Konzertabend von VūMantra Records in Berlin
Am Donnerstag, den 9. Oktober, lädt das Berliner Label VūMantra Records zu einem Konzertabend in Kreuzberg ein. Auf dem Programm stehen vier sehr unterschiedliche Live-Acts, die sich zwischen experimenteller Elektronik, instrumentaler Intensität und ritueller Performance bewegen.
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Howl: Wiederveröffentlichung des Albums von Daisy Rickman
Ende Oktober erscheint Daisy Rickmans zweites Album “Howl” erstmals in einer größeren Veröffentlichung beim als Label fungierenden Weird Walk Record Cult. Die Künstlerin aus Cornwall singt auf Englisch und der in Cornwall traditionell gesprochenen gälischen Sprache Kornisch und hat jedes Instrument auf dem Album von Gitarre, Cello und Bouzouki bis hin zu Sitar, Banjo und Synthesizer selbst eingespielt. Der Titel “Howl”, der keine Verbindung zu dem berühmten Gedicht von Allen Ginsburg hat, bedeutet auf Kornisch “Sonne”, die Stücke sind inspiriert von den Zyklen des Jahres, vom goldenen Lauf der Sonne und den Sternbildern.
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Hilary Jeffery, Romain C. Beertheau, Chris Abrahams u.a.: Neue Folge der Reihe Organ Sequences in der Berliner Taborkirche
Am Sonntag, den 5. Oktober, findet in der Taborkirche in Berlin-Kreuzberg die 28. Ausgabe der Reihe “Organ Sequences” statt und bringt erneut internationale Musikerinnen und Musiker aus unterschiedlichen Kontexten zusammen, um die dortige Orgel in experimentellen Konstellationen im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten und Klangquellen neu zu erkunden.
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Hyperentasis: Umfangreiche Zusammenarbeit von A. Sakata, G. Di Domenico, G. Damianidis, P. Damianidis, A. Škorić, P. Nilssen-Love und T. Yamamoto
Bei Defkaz Records kommt in Kürze das Album “Hyperentasis” als 2LP und zum Download heraus. Im Mittelpunkt steht der japanische Saxophonist Akira Sakata, dessen enge Verbindung zur Stadt Thessaloniki hier dokumentiert wird – einem Ort, der ihn seit vielen Jahren immer wieder empfängt und an dem auch das Label Defkaz seinen Sitz hat. Die erste LP enthält ein Konzert vom 27. März 2023 im Duende Upstairs, gespielt mit Giovanni Di Domenico am Klavier, Giotis Damianidis an der E-Gitarre, Petros Damianidis am Kontrabass und Aleksandar Škorić am Schlagzeug.
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