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	<title>African Paper &#187; BMG</title>
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		<title>MARC ALMOND: I&#8217;m Not Anyone</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Oct 2024 06:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[BMG]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Almond]]></category>
		<category><![CDATA[Warner]]></category>

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		<description><![CDATA[Marc Almonds neues Album &#8220;I&#8217;m Not Anyone&#8221; knüpft an seine lange Tradition an, Songs mit einer ganz persönlichen Note neu zu interpretieren, ohne dabei ihre grundsätzlichen Charakteristika allzu stark zu verändern. Schon immer hat Almond mit seinen Coverversionen auch weniger &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/10/19/marc-almond-im-not-anyone/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/marcalmondimnotanyone.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42939" title="marcalmondimnotanyone" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/marcalmondimnotanyone-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Marc Almonds neues Album &#8220;I&#8217;m Not Anyone&#8221; knüpft an seine lange Tradition an, Songs mit einer ganz persönlichen Note neu zu interpretieren, ohne dabei ihre grundsätzlichen Charakteristika allzu stark zu verändern. Schon immer hat Almond mit seinen Coverversionen auch weniger bekannte Stücke ins Rampenlicht geholt und ihnen damit im besten Fall neues Leben eingehaucht. Diese Fähigkeit beweist er erneut auf <span id="more-42938"></span>seinem ersten Coveralbum seit <a title="MARC ALMOND: Shadows and Reflections" href="http://africanpaper.com/2018/02/24/marc-almond-shadows-and-reflections/">&#8220;Shadows And Reflections&#8221; (2017)</a>, das bereits im Sommer herauskam. Dabei bleibt er auch seinen breitgefächerten musikalischen Interessen treu, die von französischen Chansons über populäre russische Musik bis hin zu Northern Soul und überhaupt verschiedener Musik der 60er Jahre reicht (wozu auch immer wiederd <a title="MARC ALMOND WITH MICHAEL CASHMORE: Gabriel &amp; The Lunatic Lover" href="http://africanpaper.com/2011/08/31/marc-almond-with-michael-cashmore-gabriel-the-lunatic-lover/">Gedichtvertonungen von Stenbock</a> über <a title="OTHON: Digital Angel" href="http://africanpaper.com/2011/08/31/othon-digital-angel/">Crowley</a> bis zu <a title="MARC ALMOND &amp; MICHAEL CASHMORE: Feasting With Panthers" href="http://africanpaper.com/2011/09/04/marc-almond-michael-cashmore-feasting-with-panthers/">Jean Cocteau und Jeremy Read</a> kommen).</p>
<p>Der Albumtitel &#8220;I&#8217;m Not Anyone&#8221; greift den Hit Paul Ankas auf, dessen Interpretation gewissermaßen das Zentrum des Albums markiert: Der Song ist eine kraftvolle, mit viel Emotion vorgebrachte Hymne an Individualität und Freiheit, unterlegt von opulenten orchestralen Arrangements. „Ich bin nicht irgendwer“, verkündet Almond, während Streicher und Bläser eine filmische Atmosphäre schaffen, und erinnert daran, sich nicht mit dem bloßen Dahinleben abzufinden – ein zentrales Motiv, das sich durch viele seiner Interpretationen zieht, man denke z.B. an das Aznavour-Cover &#8220;I Have Lived&#8221;.</p>
<p>Almonds anscheinend niemals alternde Stimme bleibt so wandelbar wie eh und je, ob bei epischen Stücken wie dem bluesig eingefärbten &#8220;I&#8217;m The Light&#8221; (im Original von den Doom-Pionieren Blue Cheer), dessen lyrisches Ich den angesprochenen anderen zu sanften Gitarren zum Bleiben überredet, oder bei dem fast folkig startenden und schnell zu einem eingängigen Popsong mutierenden &#8220;Reflections Of My Life&#8221; von der heute eher vergessenen Popgruppe Marmalade, das mit einem Hauch von Wehmut an vergangene Tage erinnert. Mit Backgroundchor, anrührenden Streichern und dem einen oder anderen soliden Gitarrensolo strotzt der Song vor Ideen und demonstriert ein weiteres Mal Almonds Liebe zu den Kleinodien aus der popkulturellen Schatzkammer. Ein besonderer Höhepunkt ist das exaltierte &#8220;Gone With The Wind (Is My Love)&#8221;, das mit aufrüttelnden Synthies beginnt und in einen soullastigen Uptempo-Track mit lauten Gitarren übergeht. Die Geschichte einer Liebe, die sich als vergeblich erweist, wird von Almond mit einer eindringlichen Dramatik dargeboten, die Molltöne mit Uptempo verbindet und textlich an seine besten Brel-Coverversionen erinnert, der bittersüß gefärbte Wunsch nach Rückkehr der verlorenen Person ist ein oft wiederkehrendes, geradezu archetypisches Motiv Thema bei Almond. Besonders interessant ist auch das Fans zwangsläufig an einen Vers aus &#8220;If You Go Away&#8221; erinnernde &#8220;I Talk To The Wind&#8221;, bei dem Ian Anderson von Jethro Tull mit seiner Querflöte zu Klavierbegleitung dem King Crimson-Klassiker eine neue, kammermusikalische Note verleiht. In Kombination mit Almonds Stimme entsteht ein lange nachhallender Earcatcher.</p>
<p>Eine Überraschung bietet das bossa-nova-artige &#8220;Elusive Butterfly&#8221;, ein Song, der einen mit seinen nostalgischen Backing-Vocals und seinem ganz eigenen Groove sofort in einen Tanzclub der 60er versetzt, der &#8211; dafür ist das ganze Szenario zu wehmütig &#8211; nicht wirklich an die Coppa Cabana passen würde, aber dank seines filmischen Kolorit allemal an die Côte d’Azur. Der Text erinnert an die zärtlichen Worte eines geisterhaften Liebhabers, der die geliebte Person als schmetterlingshafter Wiedergänger heimsucht. Die größte emotionale Tiefe erreicht das Album aber in den eher düsteren Stücken. &#8220;Smokey Day&#8221;, ein Duett mit Bryan Chambers und im Original von dem hierzulande eher wenig bekannten Sänger Colin Blunstone, zieht alle Pathosregister und baut eine musikalische Spannung auf, die von tiefen, pulsierenden Celloriffs und dramatischen, in lichte Höhen schießenden Violinen untermalt wird. Ebenso beeindruckend ist &#8220;Trouble Of The World&#8221;, eine Coverversion von Mahalia Jackson, die mit dunklen Klavierakkorden und einem summenden Backgroundchor die letzten Dinge und das Loslassen in Szene setzt. Diese berührende Interpretation könnte genauso gut aus dem Repertoire von Anohni stammen und gehört zweifellos zu den Höhepunkten des Albums.</p>
<p>Auch &#8220;Chain Lightning&#8221; sticht als eines der stärksten Stücke heraus. Der Song, im Original Ende der 70er von &#8220;American Pie&#8221;-Sänger Don McLean III herausgebracht, entfaltet sich langsam, beginnt mit monotonem Gitarrenstrumming und explodiert dann förmlich in einem orchestralen Blitz, der die Einsamkeit einer in Schwarz getauchten Welt ohne Sound in Liebe verwandelt. Der gospelhafte Chor im Hintergrund verleiht dem Stück eine schwülheiße Americana-Atmosphäre, die wie eine Zeitreise in frühere Epochen des Country  und Blues anmutet, und vielleicht ist das Stück so kurz vor dem Ende des Albums tatsächlich sein eigentlicher Höhepunkt. Der Abschluss des Albums, &#8220;Lonely Looking Sky&#8221;, eine Neil-Diamond-Coverversion, zieht mit seiner berührenden Melodie einen wehmütig versöhnlichen Schlussstrich unter dieses beeindruckende Werk.</p>
<p>&#8220;I&#8217;m Not Anyone&#8221; bietet die Möglichkeit, großartige emotionale Songs kennenzulernen, die von Almonds exquisitem Geschmack und von seinem Gespür für musikalische und textliche Tiefe getragen werden. Dabei beeindruckt es umso mehr, dass er die Stücke bewusst nicht allzu sehr verändert und ihnen keinen forcierten eigenen Stempel aufdrückt. Vielmehr lässt er den Songs ihren Raum, sich zu entfalten und zu strahlen.</p>
<p><strong>Label: BMG / Warner</strong></p>
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		<title>A Way Of Life: Suicides drittes Album erscheint zum 35-jährigen Jubiläum in erweiterter Form</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Apr 2023 03:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Alan Vega]]></category>
		<category><![CDATA[BMG]]></category>
		<category><![CDATA[Martin Rev]]></category>
		<category><![CDATA[Mute]]></category>
		<category><![CDATA[Suicide]]></category>

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		<description><![CDATA[1988 erschien Suicides drittes Album „A Way Of Life“. Gute 10 Jahre nach dem an Einfluss kaum zu überschätzenden Debüt, das Alan Vega und Martin Rev 1977 veröffentlichten, enthält das von Ric Ocasek produzierte Werk starke Tracks, wie etwa die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/04/08/a-way-of-life-suicides-drittes-album-erscheint-zum-35-jahrigen-jubilaum-in-erweiterter-form/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>1988 erschien <a href="http://africanpaper.com/tag/suicide/">Suicides</a> drittes Album „A Way Of Life“. Gute 10 Jahre nach dem an Einfluss kaum zu überschätzenden Debüt, das <a href="http://africanpaper.com/tag/alan-vega/">Alan Vega</a> und Martin Rev 1977 veröffentlichten, enthält das von Ric Ocasek produzierte Werk starke Tracks, wie etwa die obligatorische Ballade „Surrender“ („the perfect prom theme for Twin Peaks High“, wie <a href="https://pitchfork.com/reviews/albums/7558-a-way-of-life/">in einer Rezension</a> zu lesen war), das apokalyptische „Rain Of Ruin“ oder den Rockabilly-Elektro-Hybrid „Jukebox Baby 96“. Nun wird das Album über<a href="http://africanpaper.com/tag/bmg/"> BMG</a>/<a href="http://africanpaper.com/tag/mute-records/">Mute</a> mit Bonustracks wiederveröffentlicht.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/81UzoR050sL._SL1500_.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-34949" title="81UzoR050sL._SL1500_" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/81UzoR050sL._SL1500_.jpg" alt="" width="1500" height="1500" /></a><span id="more-34948"></span>„This anniversary edition is available on Limited Edition Transparent Blue Vinyl, CD as well as Digital and sees the album fully remastered by Denis Blackham (Skye Mastering). Featured on each format are bonus tracks ‘Heat Beat’ and a newly unearthed live cover of Bruce Springsteen’s ‘Born in the USA’. Three other previously unreleased recordings are featured exclusively on the CD &amp; Digital versions.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>LP</p>
<p>Side A.</p>
<ol>
<li>Wild In Blue (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Surrender (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Jukebox Baby 96 (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Rain Of Ruin (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Sufferin&#8217; In Vain (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
</ol>
<p>Side B.</p>
<ol>
<li>Dominic Christ (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Love So Lovely (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Devastation (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Heat Beat (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Born In The USA (Single Edit &#8211; Live in Paris 1988)*</li>
</ol>
<p>Previously Unreleased*</p>
<p>CD</p>
<p>Wild In Blue (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</p>
<ol>
<li>Surrender (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Jukebox Baby 96 (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Rain Of Ruin (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Sufferin&#8217; In Vain (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Dominic Christ (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Love So Lovely (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Devastation (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Heat Beat (88&#8242; Version &#8211; 2023 Remaster)</li>
<li>Born In The USA (Single Edit &#8211; Live in Paris 1988)*</li>
<li>Devastation (Live in Paris 1987)*</li>
<li>Dominic Christ (Early Studio Version)*</li>
<li>Cheree (Live in Paris 1988)*</li>
</ol>
<p>Previously Unreleased*</p>
<p>@ Mute:<a href="https://mutebank.co.uk/products/suicide-a-way-of-life-35th-anniversary-edition-cd-mut"> CD</a> / <a href="https://mutebank.co.uk/products/suicide-a-way-of-life-35th-anniversary-edition-transparent-blue-vinyl-mu?_pos=3&amp;_sid=a05aceaa1&amp;_ss=r">LP  </a><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Ksexm3gkBSQ" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>In Amber: Neues von Hercules &amp; Love Affair</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2022 03:21:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Andy Butler]]></category>
		<category><![CDATA[Anohni]]></category>
		<category><![CDATA[BMG]]></category>
		<category><![CDATA[Hercules & Love Affair]]></category>

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		<description><![CDATA[Gut vier Jahre nach dem Vorgänger &#8220;Omnion&#8221; steht diesen Sommer mit &#8220;In Amber&#8221; eine neue Langzeitveröffentlichung von Hercules &#38; Love Affair, dem Projekt um Andy Butler, in den Regalen &#8211; der Song &#8220;Grace&#8221; ist bereits als Videoclip erschienen. Neben einem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/04/08/in-amber-neues-von-hercules-love-affair/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut vier Jahre nach dem Vorgänger &#8220;Omnion&#8221; steht diesen Sommer mit &#8220;In Amber&#8221; eine neue Langzeitveröffentlichung von Hercules &amp; Love Affair, dem Projekt um Andy Butler, in den Regalen &#8211; der Song &#8220;Grace&#8221; ist bereits als Videoclip erschienen. Neben einem weiterentwickelten Soundkonzept bieten die 12 neuen Tracks Butler die Gelegenheit, intemsive Emotionen auszuloten, die seiner Ansicht nach bislang wenig oder nur auf stereotype Weise im Kosmos elektronischer Musik zur Sprache kamen. &#8220;Across this record, there are emotional fields I hadn’t ventured into previously with Hercules &amp; Love Affair&#8221;, beschreibt Butler die inhaltliche Ausrichtung des Albums. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/03/inamber.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-28871" title="inamber" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/03/inamber.jpg" alt="" width="600" height="600" /></a><span id="more-28870"></span>&#8220;Destruction, rage, loss, but also redemption and journeying towards empowerment are all touchstones on the album. It has taken years to make, but I am happy to put it forward now, at a moment in time where we have all been confronted with such heightened feelings collectively and on an unprecedented scale. [...] In dance music, the focus tends to be more on celebration, joy, desire, heartbreak [...]. But rage? Existential contemplation? Not so much&#8230;certain emotions seemed to be off limits&#8221;. Wieder an Bord ist Budgie von Siouxsie an the Banshees und The Creatures ist diesmal Anohni, mit der Butler ein großes Interesse an transgressiver elektronischer Musik teilt. &#8220;In Amber&#8221; erscheint am 17. Juni in den üblichen Formaten bei Skint/ BMG.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/hmbDJFHqpoQ" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Neues Album von Soft Cell im Februar</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2021 05:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[BMG]]></category>
		<category><![CDATA[Dave Ball]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Almond]]></category>
		<category><![CDATA[Soft Cell]]></category>

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		<description><![CDATA[Marc Almond und Dave Ball arbeiten derzeit am neuen Soft Cell-Album &#8220;*Happiness Not Included&#8221;, das am 25. Februar 2022 in verschiedene Formaten (CD, LP, Tape, Picture Disc und diversen Mixed Media-Editionen) bei BMG erscheinen soll. Der Longplayer, dessen Sternchen im &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/07/29/neues-album-von-soft-cell-im-februar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Marc Almond und Dave Ball arbeiten derzeit am neuen Soft Cell-Album &#8220;*Happiness Not Included&#8221;, das am 25. Februar 2022 in verschiedene Formaten (CD, LP, Tape, Picture Disc und diversen Mixed Media-Editionen) bei BMG erscheinen soll. Der Longplayer, dessen Sternchen im Titel die Klausel mit dem Glück wohl in den Bereich der Fußnoten, des Kleingedruckten verweisen soll, knüpft an das vor zwanzig Jahren herausgekommene Album &#8220;Cruelty Without Beauty&#8221; an. Auf einigen Shows, die noch in diesem Jahr das vierzigjährige Jubiläum von &#8220;Non-Stop Erotic Cabaret&#8221; feiern, werden einige der Tracks auch erstmals live präsentiert, bislang sind allerdings nur Termine in Großbritannien angekündigt.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/schappynessnotincluded.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-26322" title="schappynessnotincluded" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/07/schappynessnotincluded.jpg" alt="" /></a><span id="more-26321"></span></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/100044334674202/videos/pcb.410306163790536/120660286851553"><strong>Trailer @ Facebook</strong> </a></p>
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		<title>MARC ALMOND: Chaos and a Dancing Star</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/02/29/marc-almond-chaos-and-a-dancing-star/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 Feb 2020 07:16:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[BMG]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Braide]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich Nietzsche]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Almond]]></category>

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		<description><![CDATA[Trotz seiner vielseitigen Ideen und Interessen hat Marc Almond eine starke persönliche Signatur, die ihn unter vielen Popgrößen seiner Generation hervorhebt. Jedes seiner Alben, ganz gleich ob es mehrheitlich eigene oder gecoverte Songs enthält, ist voll von musikalischen und lyrischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/02/29/marc-almond-chaos-and-a-dancing-star/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/chaosandadancingstarmarcalmond.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20223" title="chaosandadancingstarmarcalmond" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/chaosandadancingstarmarcalmond-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Trotz seiner vielseitigen Ideen und Interessen hat Marc Almond eine starke persönliche Signatur, die ihn unter vielen Popgrößen seiner Generation hervorhebt. Jedes seiner Alben, ganz gleich ob es mehrheitlich eigene oder gecoverte Songs enthält, ist voll von musikalischen und lyrischen Details, die seine unverkennbare Handschrift tragen, und wenn man im Booklet seines neuen Albums &#8220;Chaos and a Dancing Star&#8221; blättert und das Auge zufällig auf Zeilen wie<span id="more-20222"></span> &#8220;Diamonds in the gutter / Blinded by the light&#8221; fällt, weiß man als Fan sofort, dass man wieder in dem märchenhaften Marc Almond-Land ist, das man schon so oft bereist hat.</p>
<p>In den letzten Veröffentlichungen &#8211; in &#8220;Shadows and Reflexions&#8221;, aber ebenso sehr in &#8220;A Lovely Life to Live&#8221; zusammen mit Jools Holland und dem Rhythm and Blues Orchestra &#8211; hat sich Almond deutlich den 60ern zugewandt: als Inspirationsquelle, als Fundus für Songs, aber auch als zeitliches Setting, das Sehnsüchte nährt und erfüllt und zugleich Stoff bereithält, an dem man sich im Interesse der eigenen Selbstreflexion abarbeiten kann. &#8220;Chaos and a Dancing Star&#8221;, bei dem Almond wieder mit Produzent Chris Braide zusammen gearbeitet hat, knüpft stilistisch zwar an diese Arbeiten an, doch ist die Referenz an die Zeit weniger deutlich, und der glamourös-morbide Opener &#8220;Black Sunrise&#8221; erinnert tatsächlich so sehr an die frühen 80er, dass man ihn für einen verschollenen und neu eingespielten Soft Cell-Song halten könnte. Ein Hauch von Endlichkeit weht hier durch die getragenen Synthies, die stoischen Midtempo-Takte und die wehmütige Melodie des hochtönenden Gesangs, und die Lyrics sprechen eine deutliche Sprache: Eine letzte Erfüllung, ein letztes Aufbäumen der Leidenschaft wird mit aller Kraft ersehnt, bevor die Dunkelheit uns holt.</p>
<p>Dieses fast aggressive Carpe Diem angesichts der Vergänglichkeit allen Lebens, aller Lust scheint mir das zentrale Thema des Albums, dessen Titel nicht grundlos auf ein bekanntes Motiv aus Nietzsches &#8220;Also Sprach Zarathustra&#8221; anspielt. Der über die allzu menschliche Enge erhabene Geist setzt auf den besonderen Augenblick und bejaht das Chaos und die Unsicherheit, weil er Freiheit und Schöpferkraft darin findet, verbildlicht im Zeugen eines tanzenden Sterns. Dass dies etwas kitschig klingt und vor Pathos trieft, könnte Marc Almond wohl kaum egaler sein.</p>
<p>In den meisten Songs wird ein lebensbejahender Hedonismus als Antwort auf den Schrecken der Vergänglichkeit gefeiert. Am deutlichsten geschieht das vielleicht in &#8220;Dust&#8221;, dessen fast luftig-leichte Morbidität an das von Antony vorgetragene kurze &#8220;The Beautiful Dancing Dust&#8221; von Current 93 erinnert, auf dem auch Almond zu hören war. In &#8220;Hollywood Forever&#8221;, einer wehmütigen Hommage an die klassische Traumfabrik, wird der Scham vor der Tragikomik des Alterns, der sein &#8220;Cabaret Clown&#8221; auf &#8220;Varieté&#8221; noch erlegen ist, eine Absage erteilt und zugleich eine Lanze für die schöne Illusion gebrochen. &#8220;When the Stars are Gone&#8221; erzählt vom Weitersingen auf dem sinkenden Schiff, und &#8220;The Crow&#8217;s Eyes Have Turned Blue&#8221; mahnt zur Dringlichkeit, das Leben im Angesicht des Todes zu umarmen. Dass &#8220;Chaos and a Dancing Star&#8221; aber keineswegs eine nur traurige Angelegenheit ist, wird bei den Stücken deutlich, bei denen Huysmans-, Crowley-, Stenbock- und de Sade-Leser Almond den frivolen Genuss besonders deutlich in den Fokus rückt: beim elektrifiziert knisternder 80s-Pop des Titelsongs, der das Nietsche-Zitat enthält, beim schwülheißen Glamrock von &#8220;Fighting a War&#8221; und dem einmal mehr den 60ern verpflichteten &#8220;Slow Burn Love&#8221;. Einen besonderen Höhepunkt stellt &#8220;Lord of Misrule&#8221; dar, bei dem Almonds Held Ian Anderson (Jethro Tull), mit dem er bereits auf der Bühne stand, sein feuriges Spiel auf der Querflöte beisteuert.</p>
<p>Ein Happy End? Für dieses Album fraglos in ästhetischer Hinsicht, doch Almond wäre nicht Almond, würde nicht hinter der einen oder anderen Ecke immer noch die unheilbare Seelenqual &#8211; der Torch Song &#8220;Chevrolet Corvette Stingray&#8221; besingt eines seiner Lieblingsthemen, die Liebe zu einem empathielosen Narzißten &#8211; oder der Wahnsinn &#8211; in &#8220;Giallo&#8221; begleiten lateinische Chöre und Morriconesounds die subjektive Kamera des lyrischen Ichs, das in die Rolle des rachsüchtigen Handschuhmörders aus zahlreichen italienischen Thrillern schlüpft &#8211; lauern.</p>
<p>So wirkt auch &#8220;Chaos and a Dancing Star&#8221;, das wie ein Tour de Force-Ritt in 80 Tagen um die Welt fliegt und dabei im Swinging London, in Hollywood Babylon, im Italien Argentos und Fulcis und am Ende in den Wave- und Gothic-Hochburgen der 80er Station macht, an keiner Stelle saturiert, und man kann sicher sein, dass Marc Almond weiterhin wie ein Getriebener fantastiche Alben aufnehmen wird. Wo er in den letzten Jahren diese Menge an Ideen und Energie hernimmt, muss ein Mysterium bleiben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: BMG Rights Management</strong></p>
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		<title>SUICIDE: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jun 2019 05:02:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenige Alben konnten im letzten Drittel der 70er den Rock&#8217;n'Roll so überzeugend zu Grabe tragen und zugleich als untoten Zombie seiner selbst wiederbeleben wie &#8220;Suicide&#8221; von Suicide. Die Hauptzutaten des 77 erschienenen und seinerzeit wenig beachteten Debüts der beiden New &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/06/29/suicide-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/cover_1557828015462003.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17968" title="cover_1557828015462003" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/cover_1557828015462003-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenige Alben konnten im letzten Drittel der 70er den Rock&#8217;n'Roll so überzeugend zu Grabe tragen und zugleich als untoten Zombie seiner selbst wiederbeleben wie &#8220;Suicide&#8221; von Suicide. Die Hauptzutaten des 77 erschienenen und seinerzeit wenig beachteten Debüts der beiden New Yorker <a href="http://africanpaper.com/tag/alan-vega/">Alan Vega</a> und Martin Rev(erby) sind schnell aufgezählt: Ein monotoner, rhythmischer Synthiesound, der mit oder ohne Taktschläge in nervöser Hypnotik durch ein staubiges Endzeitszenario rattert. Ein ekstatischer Gesang hart an der Grenze zum atemlosen<span id="more-17967"></span> Gestammel. In den Texten dystopische Bilder von Typen aus dem Antihelden-Repertoire der zurückliegenden Jahrzente amerikanischer Populär- und Gegenkultur: Cute, mean, tough, alive, desperate, dead.</p>
<p>Die beiden ersten Songs, &#8220;Ghost Rider&#8221; und &#8220;Rocket USA&#8221;, haben mehr als alle folgenden Stücke das im kulturellen Gedächtnis hängen gebliebene Bild des Albums geprägt, das für viele als wichtigster No Wave-Auftakt gilt und definitiv die Brücke zwischen Synthie Pop und Industrial geschlagen hat wie allenfalls frühe Cabaret Voltaire und Throbbing Gristle in ihren songorientierteren Tracks. In den kurz aufblitzenden Bildern cartoonhafter Desperados, die mit Motorrad oder Rennwagen dem Horizont entgegenpreschen, schlägt einem zunächst die futuristische Feier des Dynamischen entgegen, schon wegen des Sounds und Alan Vegas dionysisch-entrücktem Gesangs, der ebenso gut zu einer sumpfig schwülen Rockabilly-Band gepasst hätte. Doch die Brüche in der Utopie sind zu offensichtlich: die bedrogte und vor Ironie triefende Ausweitung alldessen ins Kosmische, der lakonisch zur Kenntnis genommene Tod der &#8220;Rakete&#8221;, der abtritt wie ein kurz gehypter und schnell vergessener Star.</p>
<p>Deutlicher dystopisch der dritte &#8220;Hit&#8221; des Albums, das mit seinen zehn Minuten Spieldauer aus dem zwei bis drei Minuten-Schema herausfallende &#8220;Frankie Teardrop&#8221;: Der Song über einen schlecht bezahlten Fabrikarbeiter, der aus Verzweiflung zunächst seine Familie, dann sich selbst erschießt, endet in der Feststellung, dass wir alle Frankie Teardrop sind, begleitet von immer brodelnderem, sägenderem, obertonreicherem Noise inklusive Hecheln und Todesschrei &#8211; einer Lärmorgie, gegen die man sich kaum aufzulehnen wagt.</p>
<p>Während der Schlusstrack &#8220;Che&#8221; einem schon damals als Erlöserfigur und T-Shirt-Motiv omnipräsenten Commandante, der u.a. auch Anordner von Erschießungen und Befürworter der Bombariderung westlicher Metropolen war, den Heiligenschein vom edlen Haupt reißt &#8211; in aller Beiläufigkeit natürlich -, sind die drei restlichen Songs reine &#8211; pardon: gebrochene &#8211; Rock&#8217;n'Roll-Freakshow. &#8220;Johnny&#8221; lässt erneut den cruisenden Outlaw auftreten, der in vitaler Verzweiflung nach Liebe lechtzt. &#8220;Cheree&#8221; und &#8220;Girl&#8221; sind von sleazigen Orgelsounds untermalte erotische Lovesongs an der Grenze zur sexuellen Erschöpfung, gerade so dick aufgetragen, dass man in ihnen ebenso sehr die Bloßlegung von Macho-Klischees als auch die naive Feier ihrer &#8211; zumindest gelegentlichen &#8211; Harmlosigkeit heraushören könnte. Schade, wie sehr derartige Offenheit für Interpretationen (oder auf schlau: Unterdeterminiertheit) über die Jahre zurückgegangen ist, aber vielleicht ist das auch nur ein Anflug von Nostalgie.</p>
<p>Hin und wieder hört man, dass Suicides Debüt ein paar Jahre zu früh erschienen und deshalb erst zeitversetzt gewürdigt worden sei. Ich denke, dass es gerade zum richtigen Zeitpunkt herauskam und drei bis vier Jahre später in seiner frischen, bruitistischen Unbekümmertheit kaum mehr möglich gewesen wäre. Jedenfalls haben sich &#8211; von R.E.M bis <a href="http://africanpaper.com/tag/m-i-a/">M.I.A.</a>, von Jesus And Mary Chain bis <a href="http://africanpaper.com/tag/merzbow/">Merzbow</a>, von <a href="http://africanpaper.com/2017/04/01/marc-almond-soft-cell-hits-and-pieces/">Soft Cell</a> bis <a href="http://africanpaper.com/tag/mueran-humanos/">Mueran Humanos</a> &#8211; immer wieder jüngere Bands in unterschiedlicher Form auf das Album bezogen, Suicide selbst bauten bis zum Tod Vegas&#8217; vor drei Jahren immer wieder Songs daraus als Highlights in ihre Shows ein. Jüngst machte einer der Produzenten, der legendäre Soundartist <a href="http://africanpaper.com/2019/05/18/craig-leon-anthology-of-interplanetary-folk-music-vol-2-the-canon/">Craig Leon durch ein Album</a> von sich reden. Zeit für ein ordentliches Re-Release, das nun u.a. auf rotem Vinyl mit exklusiven Fotos und einem ausführlichen Text vorliegt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Mute / BMG</strong></p>
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		<title>MARC ALMOND: Shadows and Reflections</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Feb 2018 08:26:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn ein Popstar oder Musiker mit einer bestimmten Zeit in Verbindung gebracht wird, dann sind es meist die Jahre, in denen er zum ersten mal von sich hören macht und seine ersten Hits abliefert, im Falle Marc Almonds sind das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/02/24/marc-almond-shadows-and-reflections/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/marcalmondshadowsandreflections.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15012" title="marcalmondshadowsandreflections" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/marcalmondshadowsandreflections-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn ein Popstar oder Musiker mit einer bestimmten Zeit in Verbindung gebracht wird, dann sind es meist die Jahre, in denen er zum ersten mal von sich hören macht und seine ersten Hits abliefert, im Falle Marc Almonds sind das also die frühen und mittleren 80er. Wer sich mit dem Stil seiner Songs, auch schon in der damaligen Zeit, etwas eingehender befasst, und im Fall der nicht wenigen Coverversionen mit deren Vorgeschichte, stößt jedoch unweigerlich auf die Sixties. Viele seiner Hits stammen ursprünglich aus dieser Ära, sein Hang zu orchestralen<span id="more-15011"></span> Arrangements und zu chansonartigen Torch Songs verweisen auf das Swinging London, die großen Tage der Music Hall und die Klassiker des Motown-Labels.</p>
<p>Was man selbst in vielen Soft Cell-Stücken heraushören konnte und was auf späteren Alben wie „Stardom Road“ und „The Velvet Trail“ (besonders im großartigen Cover von „I Close my Eyes and Count to Ten“) schon stilprägend war, wird auf „Shadows and Reflections“ nun Programm. Begonnen hatte alles vor ein paar Jahren mit der Idee, eine Konzerttour mit Orchester zu bestreiten, und als zusammen mit dem Komponisten John Harle bereits der Song „No-One to Say Goodnight to“ entstanden ist, keimte immer mehr die Idee für eine Reihe an Coversongs und später für ein Album, das einem konkreten Konzept folgte.</p>
<p>Almond erzählt in einem Interview, dass „No-One to Say Goodnight to“ von den zahlreichen Luxus-Appartments inspiriert war, die seit einigen Jahren über den Dächern von London wuchern. Er fragte sich, wer wohl in diesen Wohnungen leben mag und stellte sich einen reichen, aber einsamen Menschen vor, der auf der Dachterasse den Erinnerungen an ein gescheitertes Leben nachhing, den geplatzten Seifenblasen der Liebe, die auch die luxuriöseste Penthouse-Wohnung nicht kompensieren kann. In Almonds Idee spielte der gealterte, von Leben enttäuschte Nihilist abends seine von der Welt zum Teil vergessenen Lieblingsplatten, die aus einer Zeit stammen, als er noch an etwas glaubte, und die doch schon auf die Wehmut seiner späten Tage vorausweisen. Und so sammelten sich nach und nach vierzehn Songs an, die auf dem Album dem finalen „No-One to Say Goodnight to“ vorangehen. Benannt wurde die Sammlung nach einem Song von The Action, der selbstverständlich mit dabei ist.</p>
<p>Herbstlich, blumig, aber auch auf eine seltsam beschwingte Art heiter, enthält die stimmungsvolle Ouvertüre im Kleinen schon die Grundstimmung des Albums, die eine barocke, stylische Welt aufleben lässt, die an die Giallo-Scores von Morricone und Bruno Nicolai, aber auch an die verwegene Mod-Szene im London dieser Zeit erinnert &#8211; immer mit etwas orchestralem Zuckerguss und säuselnden Frauenchören angereichert, die das Ganze zu einem ästhetisierten Fest der Empfindsamkeiten machen. Aus einigen der folgenden Stücken sind typische Almondsongs geworden, allen voran das das emotional aufwühlende „Interlude“ (im Original von der Amerikanerin Timi Yuro), das die Liebe trotz ihrer Vergänglichkeit als ewigen Jungbrunnen feiert, oder die Interpretation von Billy Furrys weniger illusionärem Rhyhtm and Blues-Hit „I&#8217;m Lost Without You“, in dem noch viel 50er-Jahre-Pathos steckt. Ganz vorn mit dabei der schmachtend morbide Torch Song „Embers“ aus Almonds eigener Feder, der sich jedoch nahtlos in die Sammlung einreiht.</p>
<p>Doch nicht alle der Songs sind pure Kopfhängerei, es findet sich eine tänzelnde Eleganz, eine wie ein kostbarer Schatz gehegte Leichtigkeit in „How Can I Be Sure“, in dem The Young Rascals (und später David Cassidy) der Sehnsucht nach einem Anker in einer unzuverlässigen Wirklichkeit Ausdruck verliehen, der Titelsong hat auch in Almonds Version eine Menge an Swinging London mit Handclaps, Harpsichord und allem, was dazu gehört. Der Groove in Bobby Darins „Not for me“, die zackigen Streicher und die Rock&#8217;n'Roll-Spuren wirken fast sarkastisch angesichts der abgeklärte Klage eines, der in allem leer ausgegangen ist. Gefasster, frei von jeder Sentimentalität und einer der Hits des Albums ist „Still I&#8217;m Sad“, das sehr nah am Original der Yardbirds bleibt.</p>
<p>Mit den Songs anderer seine eigene Geschichte erzählen &#8211; Marc Almonds Stärke war das schon immer, und mit seiner Mischung aus Glamour und Bescheidenheit hatte er dazu auch schon immer die passenden Voraussetzungen. Diesmal ist eine Charakterzeichnung daraus geworden, die Geschichte einer Person, die sich &#8211; anders als Almond selbst &#8211; nur heimlich, in den eigenen desperate hours, seine Schwächen eingesteht: sein vergebliches Schmachten, seine wehmütigen Fragen wie &#8220;Where did our Love go?&#8221;, seine Flucht vor der Abhängigkeit, der Almond ein weiteres mal eine Stimme verleiht.</p>
<p>Ganz abgesehen davon ist „Shadows and Reflections“ aber auch das Monument einer Ära, und welcher Sänger, der älter ist als die Last Shadow Puppets, hätte das noch so unverfälscht hinbekommen? Marc Almond, der Zeilen wie „Time is like a dream / Let&#8217;s hold fast to the dream / That tastes and sparkles like wine“ heraushaut, und sich schon deshalb nie verhipstern ließ, ist wie niemand sonst dazu berufen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.bmg.com/de/">BMG</a></strong></p>
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