Michael Hanekes Ende der 80er entstandenes Spielfilmdebüt Der siebente Kontinent schildert den Zerfall einer bürgerlichen Familie, deren Alltag in langweiligen Routinen und emotionaler Entfremdung erstarrt ist, schon die eröffnende Waschstraßenszene illustriert die Normalitätshölle in all ihrer hohlen Ödnis. Der titelgebende siebente Kontinent erscheint dabei weniger als geografischer Ort denn als Chiffre für eine unerreichbare Utopie – oder vielleicht für jenen letzten Fluchtpunkt jenseits einer als unerträglich empfundenen Wirklichkeit. Weiterlesen