FEE REEGA: Die Entführerin

Nie mehr Schule, nie mehr Gemüse, stattdessen Schokolade, süße Träume und ein Leben fernab all der anderen Deppen, die sowieso nur stören – wer wünscht sich das nicht ab und zu, vor allem wenn er dafür erst einmal von einer so schrägen Gangsterfrau entführt werden muss, wie sie sich in diesem Video auf Tischen und Sofas räkelt. Natürlich ist man dann, zumindest laut Karl Abraham, oral fixiert, aber das ist ebenso wie die Komplementärneurose des kidnappenden Vamps normale Härte in der Welt Fee Reegas, die seit ein paar Wochen ein neues Album draußen hat. Es liegt gleich zweimal vor, auf Deutsch unter Weiterlesen

Woodland Recordings planen ihre 50. Veröffentlichung

Beim Label Woodland Recordings (The Great Park, Vivian Void, Fee Reega u.v.a.) steht demnächst die fünfzigste Veröffentlichung ins Haus, wofür die Macher gerade eifrig Pläne schmieden. Hier ihr “Call for Songs” in eigenen Worten:

“We’re planning something special for our 50th release. Without saying too much we’d like to do something that includes 50 artists – people we’ve worked with and people we don’t know yet. If you would like to be involved it’s easy enough:

• Emails only please to woodlandrecordings@gmail.com. No FB messages or tweets.

• We’d like 2 songs / pieces of music from each artist. Or any single piece that stands on it’s own.

• Send all files as attachments or give us a link to download – no streaming music please.

• Unreleased stuff only if possible. We’re not into things that have been online for any time beforehand.

• Don’t worry about asking before sending. Yes it’s fine.

woodlandrecordings.com

2012 Field Recordings: Free Dowload Sampler von Woodland Recordings mit The Great Park, Vivian Void, Mute Swimmer, Fee Reega u.v.m.

Für die Fans von Woodland Recordings sollte 2012 ein gutes Jahr gewesen sein. The Great Park, Vivian Void, Fee Reega und andere haben tolle Alben herausgebracht, mit Pablo und Destruktion sowie Vincent von Flieger (zu ihm demnächst mehr…) erschienen ein paar neue Namen im Dunstkreis von Stephen Burch und seiner Mitstreiter. Andere wiederum wie Mute Swimmer sind unermüdlich getourt und machen mit neuen Songs im Repertoire gespannt auf zukünftige Releases. Zum Jahresende gibt es vom mittlerweile in Nürnberg heimischen DIY-Label ein kleines Geschenk in Form einer kostenlosen Download-Compilation.

“Field Recordings” heißt sie deswegen, weil jedes der elf Stücke von Stephen selbst mit minimalem Equipment bei den jeweiligen Konzerten mitgeschnitten wurde. Wie immer liegt der Schwerpunkt bei hintergründigen, mitunter dunklen Akustiksongs, doch wer Vivian Void oder die neueren Elektronica-Vorlieben von Woodpecker Wooliams kennst, weiß, dass man sich darauf nicht grundsätzlich verlassen sollte. Musik und Hintergrundinformationen gibt es hier.

Tracklist:

01. Fee Reega ‘Es gibt andre Länder’
02. Vivian Void ‘No Choice Boys’
03. Vincent von Flieger ‘Yolk’
04. Own Road ‘Mmhh…’
05. Allysen Callery ‘The Hunstman’
06. Pablo Und Destruktion ‘Me quieres como a un perrín’
07. Fiona Sally Miller ‘Paco’
08. Dead Rat Orchestra ‘ The Captain’s Apprentice’
09. Woodpecker Wooliams ‘Red Kite’
10.The Great Park ‘Limmat’
11. Mute Swimmer ‘Ocean Home’

PABLO UND DESTRUKTION: Animal Con Parachoques

Es gibt eine Menge Versuche, traditionell akustische Klänge mit moderner Experimentierfreude zu kombinieren, doch der direkte Versuch, Urtümlichkeit mit Abstraktion und Disharmonie zusammen zu führen, wird seltener unternommen. Zu groß ist wahrscheinlich der Reiz, beim Erforschen des Ursprünglichen das vermeintlich Authentische zu suchen, die nostalgische Schwermut oder gleich den Kitsch. Ausnahmen gibt es, und vermutlich denkt jetzt so mancher an Animal Collective, deren Anhängern ich bis zum St. Nimmerleinstag die weniger hippen, aber umso usprünglicheren Sun City Girls empfehlen werde. Von irgendwelchen ganz obskuren Projekten einmal ganz abgesehen. Wendet man den Blick nach Europa, Weiterlesen

FEE REEGA: Savagery, Salvajada, Wildheit

Mit etwas Glück und der Gunst des Zufalls könnte es passieren, dass einem irgendwann in einer urigen Kaschemme ein etwas schräges, aber ungemein treffsicheres Tremolieren entgegen schallt. Ins Gespräch mit der Begleitung vertieft und mit dem Drink seiner Wahl in der Hand nimmt man das stimmungsvolle Spiel der stromlosen Gitarre zuerst nur als Hintergrundbeschallung wahr, und erst wenn die eigensinnige Frauenstimme, fragil und energisch zugleich, die Geschichte eines ungeduldigen Pyromanen anstimmt, der ein ganzes Stadtviertel abfackelt, lässt man sich dann doch etwas bereitwilliger ablenken. Weiterlesen