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	<title>African Paper &#187; Sieben</title>
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		<title>Language of Stone: Neue Kollaboration von Matt und Keith Howden</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Oct 2025 05:24:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen bereits erschien mit &#8220;Language For Stone&#8221; die dritte Zusammenarbeit von Matt Howden und seinem Vater, dem Dichter Keith Howden. Die Veröffentlichung bildet, wie man im Begleittext erfährt, den Auftakt einer Reihe, die sich mit dem klanglichen Potenzial sogenannter &#8220;musikalischer Steine&#8221; beschäftigt – inspiriert von den Entdeckungen des exzentrischen englischen Gelehrten Peter Crosthwaite im 18. Jahrhundert, der im nordenglischen Lake District die ersten europäischen Lithophone konstruierte.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/languageofstone.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-48590" title="languageofstone#" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/languageofstone.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-48589"></span></p>
<p>Wie Crosthwaite folgt auch Matt Howden dem Fluss Greta bis zu den sogenannten singenden Steinen, deren Klänge er sammelte und in neun Kompositionen einarbeitete. Die Texte seines Vaters, entstanden als poetische Hommage an den Mount Skiddaw, bilden dazu das erzählerische Fundament. Herausgekommen ist ein stilles, zugleich vielschichtiges Werk zwischen Folk, zeitgenössischer Kammermusik und experimenteller Klangarchäologie und -Geologie. Die typischen, cinematisch anmutenden Streicherarrangements Howdens – bekannt vor allem durch sein in den vergangenen Jahren immer rockiger gewordenen Soloprojekt Sieben – treffen hier auf die eindringliche, erzählerische Stimme seines Vaters, die durchaus eine gewisse Familienähnlichkeit der Stimmen erkennen lässt. Musik und Sprache fügen sich zu einem szenischen Ganzen, das mitunter fast hörspielhaft wirkt: besinnlich, manchmal verspielt, getragen von einer feinen Balance aus Intimität und kleinen subtil dramatischen Gesten. &#8220;Language For Stone&#8221; wurde von Michael Lawrence (Bladud Flies) gemastert und erscheint bei Archaeological Records als LP, CD und zum Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3825960414/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SIEBEN: Brand New Dark Age</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Sep 2024 05:36:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/brandnewdarkage.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42235" title="brandnewdarkage" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/brandnewdarkage-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Gleichwohl das nach einer kurzen initialen Phase als Trio schon bald von Matt Howden solo betriebene Projekt Sieben in den mehr als fünfundzwanzig Jahren seines Bestehens viele kleine Wandlungen und Alben mit eigenen Charakteristika hervorgebracht hat, kann man schon festhalten, dass der in den zurückliegenden Jahren vollzogene Übergang von einem latent folkigen Klang und der dazu passenden melancholisch-romantischen Stimmung zu einem extrovertierten <span id="more-42231"></span>Rocksound den bislang deutlichsten Richtungswechsel markiert &#8211; ein Bruch mit dem Potential, eine Fangemeinde zu polarisieren, wozu es allem Anschein nach aber nicht gekommen ist.</p>
<p>Ganz basal gedacht hat sich die kompositorische Herangehensweise Siebens dabei allerdings gar nicht so stark verändert, denn auch heute basiert die Musik primär auf dem Einsatz einer Violine und Matts Stimme, zuzüglich Loops und anderen Effekten. Dass die Violine mittlerweile ein elektronisches Gerät ist, das unter dem Namen Kev so etwas wie ein zweites Mitglied darstellt, und dass die Musik mittlerweile noch mehr wie die einer vollen Band klingt, steht natürlich auf einem anderen Blatt</p>
<p>Auch das vor kurzem erschienene Album &#8220;Brand New Dark Age&#8221; führt die in den vergangenen Jahren vollzogene Richtung fort und passt auch mit seinen konfrontativ kritischen Texten in die aktuelle Schaffensphase &#8211; und, soviel vorweg, in unsere Zeit. Das Album startet rau mit fordernden gebrochenen Rhythmen und einer gequälten Rockstimme, die man aber sogleich als die Matt Howdens erkennt, und auch an den Geigensoli, die wie gewohnt an Gitarrensoli erinnern, erkennt man auch den typischen Violinstil des Projektes. &#8220;Fuzzageddon&#8221; zeichnet mit seinen verschiedenen Tempo- und Richtungswechseln, die bisweilen fast an Mathrock, gelegentlich aber auch an Noisiges erinnern, das Porträt einer Zeit, die schon vor Jahren in der Dystopie angekommen ist. Das fieberhafte &#8220;Feel the fever&#8221; kommt vordergründig leichtfüßiger daher mit seinem dribbelnden Takten und den gelegentlichen Pizzicati, doch raues Saitengeschrubbe und eine apokalyptisch anmutende Stimme durch einen Lautsprecher lassen den eingängigen Rocksong, der von einer erwärmten Erde kündet, nicht weniger fatal wirken.</p>
<p>Spannungsvoll vorantastend, dabei aber ohne jede Spur von Schüchternheit, zeichnet &#8220;My tribe&#8221; mit fast monströsem Sprechgesang ein Porträt eines auf Abwege geratenen Kollektivs, das Menschen aus vielen Ländern vertraut erscheinen dürfte. Wie ein solcher Song sich wohl im UK der vergangenen Monate angefühlt haben mag? In all den rauen Klängen und dem Lärm, der wie der in einen Strahl gebündelte Sound von Sirenen, berstendem Glas und tausend Schreien klingt, ist trotzdem über die Melodie eindeutig Sieben erkennbar. &#8220;There is a Zed&#8221; richtet seinen Blick nach Osten. In dem nach vorn preschenden Tempo und der zugleich gespenstisch langsamen Rezitation entsteht der Eindruck, dass es kaum Richtungen gibt, in denen noch eine Flucht lohnt, nur die zünftigen Rocksoli in der zweiten Hälfte lassen ein wenn auch zwiespältiges Gefühl von Vertrautheit aufkommen.</p>
<p>Mit der Zeit und vor allem nach mehrmaligem Hören zeichnen sich immer deutlicher markante und originelle Schwerpunkte in den einzelnen Songs heraus, die das Album zwar nach wie vor wie aus einem Guss und doch keinesfalls eindimensional erscheinen lassen. Es gibt luftigere Stücke wie &#8220;Stay the Hand&#8221;, die vielleicht sogar noch etwas folkiges anklingen lassen und mit einem ohrwurmartigen Gesang brillieren, andere dagegen erinnern in ihrer Effektunterlegtheit fast an düstere Elektroniker kanadischer Prägung, so z.B. &#8220;Programme of Entertainment&#8221;, eines von mehreren Stücken, die sich mal tänzelnd, mal hechelnd, mal als kraftstrotzende Rockbretter, technischen und medialen Fragwürdigkeiten unsere Zeit annehmen.</p>
<p>Das Album, dessen Titel leitmotivisch durch mehrere Songs geistert, endet mit der Ratlosigkeit verzweifelter Fragen und unguter Prognosen &#8211; Worten, mit denen man morgens in den Tag starten sollte: &#8220;What do I know of anything? When rivers and kindness flow. Unmissable. Unsayable. This dawning Modern Age smacks hard, hacks better nature. Has dangerous drivers. I fear for us all, this can only end one way. I fear for our world, for what we can never replace&#8221;. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Redroom</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_240821_165935_769.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3282707840/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Voices From Beyond: Compilation in Hommage an Lucio Fulci</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Jun 2023 05:07:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das polnische Santa Sangre-Magazin, das sich vor rund einem Jahr von einem Blog in einen Youtube-Kanal transformiert hat, bringt Mitte des Monats zum vierten Mal eine umfangreiche digital verfügbare Compilation heraus, deren Beiträge ein musikalisches Spektrum von experimenteller, postindustrieller Elektronik &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/08/voices-from-beyond-compilation-in-hommage-an-lucio-fulci/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das polnische Santa Sangre-Magazin, das sich vor rund einem Jahr von einem Blog in einen Youtube-Kanal transformiert hat, bringt Mitte des Monats zum vierten Mal eine umfangreiche digital verfügbare Compilation heraus, deren Beiträge ein musikalisches Spektrum von experimenteller, postindustrieller Elektronik über Dark Folk und Psychedelic bis zu dunkler, ambienter Dröhnung und einigem mehr abdecken. Der Name der Publikation lässt schon ein Interesse an unterschlagenen Filmen aus besseren Zeiten erahnen, und so wundert das Konzept von &#8220;Voices From Beyond&#8221; auch kaum, denn die neue Anthologie ist dem Werk des <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/santasangremusicmagazine.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-35948" title="santasangremusicmagazine" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/santasangremusicmagazine.jpg" alt="" width="853" height="960" /></a><span id="more-35946"></span></p>
<p>italienischen Regisseurs Lucio Fulci (1927-1996) gewidmet, der in den späten 50ern mit Kommödien begann, seinen Durchbruch in den Jahren um 1970 u.a. mit Giallofilmen (z.B. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Qu%C3%A4le_nie_ein_Kind_zum_Scherz">Don’t Torture a Duckling</a> 1972) und anderen Thrillern (u.a. <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nackt_%C3%BCber_Leichen">Una sull’altra</a> 1969) hatte, später dann auch und v.a. mit Zombifilmen, zum Teil als Fernseh-Produktionen, international bekannt wurde. Zu den Künstlerinnen und Künstlern zählen einige, die wiederholt Thema auf unseren Seiten waren, allem voran <a href="http://africanpaper.com/tag/temple-music/">Temple Music</a>, <a href="http://africanpaper.com/tag/the-gray-field-recordings/">The Gray Field Recordings</a> und <a href="http://africanpaper.com/tag/black-lesbian-fishermen/">Black Lesbian Fishermen</a>, ferner <a href="http://africanpaper.com/tag/ashtoreth/">Ashtoreth</a>, <a href="http://africanpaper.com/tag/pas-musique/">PAS Musique</a>, <a href="http://africanpaper.com/tag/sieben/">Sieben</a>, <a href="http://africanpaper.com/tag/lloyd-james/">Naevus</a>, <a href="http://africanpaper.com/tag/andrew-king/">Andrew King</a>, <a href="http://africanpaper.com/tag/david-e-williams/">David E. Williams</a> im Duett mit Carlo Baja Guarienti, <a href="http://africanpaper.com/tag/vortex/">Vortex</a> und <a href="http://africanpaper.com/tag/llovespell/">Llovespell</a>.</p>
<p><strong>@ <a href="https://www.facebook.com/events/906188613989135?">Facebook</a> | <a href="https://santasangremagazine.wordpress.com/">Home</a> | <a href="https://www.youtube.com/@santasangremagazine9463">Youtube</a></strong></p>
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		<title>INANIS YOAKE: How Things Seem</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Feb 2023 06:24:37 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Genau genommen ist Inanis Yoake ein Duo und besteht aus den beiden Gründern Simone Skeleton und Risa Hara. Die beiden gründeten die Band vor zwei Jahren in London und brachten kurze Zeit später ein Debüt heraus, auf dessen Sound irgendwo &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/02/18/inanis-yoake-how-things-seem/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/howthingsseem.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-32979" title="howthingsseem" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/howthingsseem-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Genau genommen ist Inanis Yoake ein Duo und besteht aus den beiden Gründern Simone Skeleton und Risa Hara. Die beiden gründeten die Band vor zwei Jahren in London und brachten kurze Zeit später <a title="Inanis Yoake debütieren auf SPQR" href="http://africanpaper.com/2020/12/05/inanis-yoake-debutieren-auf-spqr/">ein Debüt</a> heraus, auf dessen Sound irgendwo zwischen Post Punk-Nostalgie und der Feierlichkeit eines szenetauglichen Dark Folk nicht komplett, aber zum Teil auf die Mitwirkung renommierter Gäste wie <span id="more-32978"></span>Lloyd James und Tony Wakeford zurückging.</p>
<p>Gut zwei Jahre später steht nun der Nachfolger in den Regalen, und dieser ist insgesamt noch kollaborativer ausgefallen. Und da die diesmal mitwirkenden Künstler aus allen möglichen Ecken alternativer Undergroundmusik kommen, ist &#8211; trotz des erneut postpunkigen Schwerpunktes &#8211; eine gewisse Heterogenität Programm.</p>
<p>Das Album startet gleich mit einem Song, der so ein bisschen dass Inanis Yoake-Minimum zusammenfasst. Was mit einem Ambientdrone und einem leicht verfremdeten Piano startet, steigert sich immer mehr in einen 80slastige Wavesong mit der entsprechend pulsierenden Monotonie zu Kopfhänger-Pathos &#8211; eine Szenerie, in die sich noch eine Akustikgitarre als Neofolk-Referenz mischt. Bei &#8220;Nowhere&#8221;, das noch opulentere Keyboard-Passagen aufweist, steigert sich die Goth-angehauchte Stimmung zu einem Ohrwurm, bei dem am meisten der ernste Gesang Roberto Confortis im Gedächtnis hängen bleibt. Es gibt im Verlauf des Albums einige potenzielle Clubhits dieser Art, zum Teil (&#8220;Niente Resta&#8221; und &#8220;Miraggio&#8221;, bei dem Risas entrücktes Piano wie so oft den roten Faden bildet) in spanisch gesungen, was Assoziationen zu dem kraftvollen Elektropop von Comando Suzie erlaubt. Nach einem Auftakt aus melodischen Gitarren und erwartungsvollem Beckenrauschen erscheint &#8220;The Edge of Your Street&#8221; der dezent in den Hintergrund gemischte Gesang Tony Wakefords auf dem Plan, der hier auch den Bass beisteuert.</p>
<p>Sollte ich besondere Wegmarken benennen, dann wären es die Songs mit weiblichen Guestvocals. Neben &#8220;Abandoned&#8221;, das mit dem Gesang von Vivienne Cure fast etwas an eine tiefere Version von Eyeless in Gaza erinnert, sind das vor allem &#8220;The Abyss in You&#8221; und &#8220;In the Heart of Nothing&#8221;: hier übernimmt die Schlagzeugerin und Theaterfrau Emiko Ota neben einer verspielten Perkussion, die gelegentlich in entfesseltes Freakout mündet, auch den feierlich entrückten Gesang, der v.a. im Zusammenspiel mit der Violine von Matt Howden zu den Höhepunkten des Albums zählt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Dark Vinyl</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4113402486/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Sieben Live in Concert: Matt Howden mit digitalem Livealbum</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2021 06:55:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In den letzten Monaten hat mit Violine, Mikro, Loop-Pedal und anderem Equipment bewaffnete Matt Howden an die vierzig Studiokonzerte unter dem Motto Lockdown Sieben gespielt und über seinen FB-Videokanal gestreamt &#8211; kurz vor den Feiertagen erschien mit &#8220;Sieben Live in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/02/05/sieben-live-in-concert-matt-howden-mit-digitalem-livealbum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den letzten Monaten hat mit Violine, Mikro, Loop-Pedal und anderem Equipment bewaffnete Matt Howden an die vierzig Studiokonzerte unter dem Motto Lockdown Sieben gespielt und über seinen FB-Videokanal gestreamt &#8211; kurz vor den Feiertagen erschien mit &#8220;Sieben Live in Concert &#8211; Winter Solstice Special&#8221; ein digitales Live-Album mit fünfzehn Tracks aus verschiedenen Stationen seiner Diskografie. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/siebenliveinconcertwintersolsticespecial.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23592" title="siebenliveinconcertwintersolsticespecial" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/siebenliveinconcertwintersolsticespecial.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-23591"></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=494475914/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Lockdown Sieben: Matt Howden veröffentlicht den ersten Teil einer Serie von Live-Alben</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2020 06:23:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter dem Motto &#8220;Live Looped Lockdown&#8221; gibt Sieben-Mastermind Matt Howden derzeit jeden Freitag ein im Stream übertragenes Studiokonzert mit neuem und altem Material aus seiner umfangreichen Diskografie. Auf der Basis der ersten Performances entstand ein erstes Album, das als Download &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/05/25/lockdown-sieben-matt-howden-veroffentlicht-den-ersten-teil-einer-serie-von-live-alben/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter dem Motto &#8220;Live Looped Lockdown&#8221; gibt Sieben-Mastermind Matt Howden derzeit jeden Freitag ein im Stream übertragenes Studiokonzert mit neuem und altem Material aus seiner umfangreichen Diskografie. Auf der Basis der ersten Performances entstand ein erstes Album, das als Download erhältlich ist, weitere sechs sind für die nächste Zeit geplant. Gerade die Interpretationen älterer Stücke sind ein interessanter Missing Link zwischen den klassischen Sieben-Platten und dem aktuellen Stil.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/05/lockdownsiebenvolume1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-21255" title="lockdownsiebenvolume1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/05/lockdownsiebenvolume1.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><br />
<span id="more-21254"></span><a href="https://www.facebook.com/pg/TheMightySieben/videos/?ref=page_internal"><strong>Konzerte @ Facebook</strong> </a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1151642017/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SIEBEN: 2020 Vision</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2020 05:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Matt Howden hat mit seinem Projekt Sieben etwas gemacht, worin ihm wenige gefolgt sind &#8211; zumindest ist mir niemand bekannt, der die in der &#8220;Neuen&#8221; oder experimentellen Musik gängige Bearbeitung von Violinparts mit Loopeffekten derart konsequent in den Bereich des &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/05/23/sieben-2020-vision/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/2020-VISION-COVER-ART.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20827" title="6PP_DVP_1TRAY" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/2020-VISION-COVER-ART-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Matt Howden hat mit seinem Projekt Sieben etwas gemacht, worin ihm wenige gefolgt sind &#8211; zumindest ist mir niemand bekannt, der die in der &#8220;Neuen&#8221; oder experimentellen Musik gängige Bearbeitung von Violinparts mit Loopeffekten derart konsequent in den Bereich des Songwritings überführt hätte. Schon aus diesem Grund, mehr noch allerdings aufgrund der signifikanten Handschrift seiner Musik, wäre diese auch dann noch originell, wenn er dem schöngeistigen und immer leicht<span id="more-20826"></span> melancholisch eingefärbten &#8220;Folkpop&#8221; treu geblieben wäre, der Alben wie &#8220;Star Wood Brick Firmament&#8221; oder &#8220;Each Divine Spark&#8221; eine so große Beliebtheit beschert hat. Doch Howdens Pläne gehen seit einigen Jahren in eine andere Richtung, und so wendete sich seine Musik unter Beibehaltung wesentliche Techniken spätestens seit &#8220;The Old Magic&#8221; vom Pop zum Rock, zugleich nahm die nie wirklich marginale politische Seite Siebens einen größeren Raum ein, wurde deutlicher, punkiger, aggresiver.</p>
<p>Man kann sagen, dass &#8220;2020 Vision&#8221; so gesehen an das vor rund zwei Jahren erschienene &#8220;Crumbs&#8221; anknüpft, einem furiosen Rundumschlag gegen den damals aktuellen Stand der Dinge im UK. Doch ebenso wie die Zeit im Vereinigten Königreich auch seitdem nicht stehen geblieben ist, hat sich Sieben ein weiteres Mal gehäutet und wartet mit einigen Überraschungen auf. Eine ist Kev, seine neue fünfsaitige Kevlar-Violine, die hier den Status eines vollwertigen Bandmitgliedes erhält und als solches auch mit Ansagen nicht geschont wird: &#8220;We&#8217;re all Fucked, Kev&#8221; lautet der kompromisslose Titel des ebenso kompromisslosen Openers, und zu punkigem Uptempo, rockigen Soli, schwülheißem Summen und alarmierenden Sirenenklängen erörtern Matt und Kev die Übel der Zeit und Howden bekommt &#8211; nicht persönlich, aber als Angehöriger der Spezies Mensch &#8211; einen veritablen Abgesang zu hören. &#8220;Aufgeschmissen seid ihr, nicht ich&#8221;, scheint Kevs Devise zu sein und das Ende des Anthropozän und den Untergang der Menschheit scheint ihn nicht sonderlich zu kümmern &#8211; nicht weil er nicht weiß, dass er dem Menschen seine Existenz verdankt und ihn braucht, um gespielt zu werden, sondern weil es ihm an Sehnsucht und Begehren, am Wunsch zu bestehen fehlt. Künstliche Intelligenz will nichts.</p>
<p>Dieses Batteling und all die Hintergedanken zum Album müssen sich irgendwann im letzten Jahr abgespielt haben, lange vor Corona und den immer deutlicher zutage tretenden Folgen unseres Wirtschaftens, die das mettigelförmige Virus erkennen lässt, und auch in dieser Hinsicht erweist sich der apokalyptische Grundtenor des Albums und der Texte über soziale und ökologische Verwerfungen als visionär. Wie es sich für kraftvollen Rock mit endzeitlicher Message geziemt, ist die Stimmung dekadent: Mit groovigem Hämmern auf den Saiten und dem geloopten Stimmengewirr ist das immer dichter werdende &#8220;Enzosonbenzos&#8221; ein stetig aufgepumpter Ballon, aus dem die Luft am Ende entweicht wie die Farbe aus einem allzu strahlenden Bild. In &#8220;Reckoning Beckoning&#8221; takten geschlagene und gestrichene Rhythmen gegeneinander an und demonstrieren erneut, dass Rock oder Postpunk mit Geige nicht auf Levellers oder New Model Army, deren Konzerte Howden bereits eröffnet hat, hinauslaufen muss, denn hier übernimmt das Gerät ein ganzes Rock-Instrumentarium. Entpannte Grooves im Downtempo (&#8220;Death Tape Updated For 2020&#8243;), klassischer Rock mit weiblichen Gastvocals (&#8220;Vision&#8221;), treibende Ohrwurmstücke (&#8220;Come And Ride in The Cult Of Light&#8221;) und dystopische Kracher (&#8220;The Darkness You have Drawn&#8221;) reichen sich die Klinke in die Hand, in elektronischer ausgerichteten Tracks wie &#8220;You, My Cult Of Blight&#8221; erkennt man die Handschrift des ebenfalls beteiligten Maciek Frett (Job Karma), und zwischen ekstatischen Beats und röhrenden Riffs klingt hin und wieder sogar eine vertraute Folknuance an, so in &#8220;Berylsinperil&#8221;, in dem die Violine mal ganz klassische Ornamente webt.</p>
<p>&#8220;Times like this probably need an album with some positivity. Wish I’d known that before writing this one&#8221;, klagt Howden im Pressetext, aber ich denke, dass ihm hier die perfekte Gradwanderung gelungen ist, denn Endzeitstimmung funktionierte seit jeher am besten &#8220;with a grain of salt&#8221;, und wer derzeit ein Bedürfnis nach Eskapismus hat, ist bei Apocalypse Culture dieser Art ohnehin an der falschen Adresse. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.matthowden.com/">Redroom</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2533083478/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Sieben und Stein im Berliner Friedrichskeller</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/03/29/sieben-und-stein-im-berliner-friedrichskeller/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 Mar 2019 07:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Knapp vier Jahre nach seinem Auftritt in der Charlottenburger Friedenskirche kommt Geiger Matt Howden alias Sieben am 27. April erstmals wieder nach Berlin und bespielt die gediegenen Räume des Friedrichskellers mit einer Auswahl an Songs, die wie gewohnt nur auf &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/03/29/sieben-und-stein-im-berliner-friedrichskeller/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Knapp vier Jahre nach seinem Auftritt in der Charlottenburger Friedenskirche kommt Geiger Matt Howden alias Sieben am 27. April erstmals wieder nach Berlin und bespielt die gediegenen Räume des Friedrichskellers mit einer Auswahl an Songs, die wie gewohnt nur auf Stimme, Violine und Looptechnik basieren, auch wenn sie sich bisweilen nach einer ganzen Band anhören. Auf früheren Konzerten standen meist die eingängigeren Songs von Alben wie &#8220;Each Divine Spark&#8221; im Vordergrund, die einen melancholischen, leicht folkigen Popappeal hatten. Mittlerweile sind seine Sets aber auch mit den treibenderen, z.T. punkigen Tracks seiner jüngeren Longplayer &#8220;The Old Magic&#8221; und &#8220;Crumbs&#8221; durchsetzt. Für einen stimmungsvollen Auftakt sorgt diesmal die Darkfolk-Band Stein. Auswärtige sollten zeitig anreisen, denn der Veranstaltungsort liegt im Vorortbezirk Friedrichshagen (nicht Friedrichshain!) mit einer knappen Stunde Fahrzeit vom Hauptbahnhof, der direkt benachbarte Müggelsee ist ohnehin einen Extra-Ausflug wert.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/03/siebenstein.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17416" title="siebenstein" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/03/siebenstein.jpg" alt="" width="960" height="484" /></a><span id="more-17415"></span></p>
<p>Samstag, 27. April 2019<br />
Eilass: 18 Uhr<br />
Friedrichskeller-2017<br />
Bölschestraße 68<br />
12587 Berlin-Friedrichshagen</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/543842812776287/"><strong>Event @ FB mit VVK-Adresse</strong></a></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/tag/sieben/"><strong>Sieben @ African Paper</strong></a></p>
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		<title>SIEBEN: Crumbs</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Jul 2018 04:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Matt Howden war schon zufriedener mit seinem Land und seiner Zeit. Dieser Tage jedenfalls hadert er so sehr, dass er seinem Ärger, seiner Hoffnungslosigkeit, aber auch seiner Zuversicht ein kraftstrotzendes, raues, an manchen Stellen geradezu punkiges Sieben-Album namens &#8220;Crumbs&#8221; gewidmet &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/07/21/sieben-crumbs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/06/Crumbs-ALBUM-COVER.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15764" title="Crumbs ALBUM COVER" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/06/Crumbs-ALBUM-COVER-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Matt Howden war schon zufriedener mit seinem Land und seiner Zeit. Dieser Tage jedenfalls hadert er so sehr, dass er seinem Ärger, seiner Hoffnungslosigkeit, aber auch seiner Zuversicht ein kraftstrotzendes, raues, an manchen Stellen geradezu punkiges Sieben-Album namens &#8220;Crumbs&#8221; gewidmet hat.<span id="more-15763"></span></p>
<p>Moment mal, Sieben, Matt Howden &#8211; war das nicht der Geiger, den man immer mit anheimelndem Darkfolk in Verbindung brachte, der am laufenden Meter von herbstlicher Schwermut durchdrungene Songs produziert und, wie es sich für einen Spätromantiker gehört, Keats und Byron vertont hat? Jein, denn Folk war bei Sieben immer nur eine Komponente unter vielen, zwischen seinen schönen dunklen Popstücken fanden sich schon immer &#8211; v.a. auf &#8220;Desire Rites&#8221; &#8211; kämpferische Songs, und der Byron, den er porträtierte, war der sterbende Freiheitskämpfer im griechischen Missolonghi.</p>
<p>Zu &#8220;Crumbs&#8221; kann man sagen, dass es vom Stil her die Linie seit &#8220;The Old Magic&#8221; fortfährt, die einen deutlichen Bruch zur klassischen melodischen Phase, die von &#8220;Our Solitary Confinement&#8221; bis &#8220;Each Divine Spark&#8221; reichte, einleitet. Seitdem wurde der Sound trockener, grober, spröder, von den Melodien kann man ähnliches sagen, und der Druck, der über das angezogene Tempo in die nach wie vor repetitiven Songs kam, ist kaum zu überhören.</p>
<p>Ging es in &#8220;The Old Magic&#8221; und den vorausgegangenen EPs um Spuren des Primordialen im heutigen Nordeuropa, so ist &#8220;Crumbs&#8221; eine trocken disseitige Kampfansage an so manche Unart unserer Zeit, und wie es bei einem so druckvollen Album sein muss, zählen dazu einige Nachlässigkeiten, wie etwa die resignierte Zufriedenheit mit den Brosamen von den Tischen der Bonzen, die im Titelsong verhöhnt wird, aber auch die sich selbst als mutig feiernde, aber letztlich feige Untergangsstimmung der Dauerschwarzmaler, der im Opener &#8220;I will Ignore the Apocalypse&#8221; eine derbe und dreckige Absage erteilt wird. Und wer weiß, vielleicht steckt in dem Titel auch eine kleine Spitze gegenüber den Versuchen, Siebens seit jeher eigenwillige Musik in die Schublade &#8220;apokalyptischer&#8221; Musikgenres zu stecken.</p>
<p>Bei all dem wird keineswegs ein intellektueller Diskurs entfacht, sondern Wut, und wenn in &#8220;The Overlords are Back&#8221; ein Reset für unseren Planeten gefordert oder in &#8220;Here is the News&#8221; ein neuer kalter Krieg mit immer idiotischeren Machthabern an den zentralen Schaltstellen besungen wird, passt es ganz gut, dass es sich dabei um punkige Pogonummern handelt, bei denen die geloopte Violine verzerrt ertönt &#8211; wenn Howden sich in einem der textlastigeren Stücke als &#8220;Liberal Snowflake&#8221; präsentiert, wirkt das unter den Umständen fast ironisch, aber bei genauerem Hinhören wirkt auch dieses Bekenntnis zu sozialen Werten wie ein trotziger Akt. Zumal es inhaltlich sowieso passt.</p>
<p>Die Grundstimmung des Albums ist dynamisch und pulsierend, an einigen Stellen dreht Howden, verglichen mit früheren Aufnahmen, stark an der Geschwindigkeitsschraube &#8211; auch manchmal innerhalb der Songs, was für solide Verfremdung sorgt, und bei dem mit hypnotisch pochenden Beats, Rasseln und verfremdeter Stimme präsentierten &#8220;Is it dark enough?&#8221; erinnert Sieben fast ein wenig an den Techno mit Rockinstrumenten, wie ihn Bands wie <a href="http://africanpaper.com/2013/07/13/nisennenmondai-n/">Nisennenmondai</a> spielen. Rock im engeren Sinne findet sich in den zwei Bonusstücken mit Bandbegleitung, aber auch in der Soloversion des herausragenden &#8220;Coldbloods&#8221;, bei dem die Violine, wenn ich denn nichts überhöre, Riffs, Rocksoli, Rauschen und coole Midtemporhythmen im Alleingang hevorbringt. Und auch hier wieder wundert man sich über das, was schon immer überraschend war &#8211; nämlich dass Howden es schafft, mit wenigen Mitteln eine derartige Opulenz zu erzeugen.</p>
<p>Fest steht, dass The Mighty Sieben als satirischer Antiheld im Tweed-Suit in Bestform ist, und ich hoffe, dass das langsam mal eine etwas größeren Hörerschaft erreicht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.matthowden.com">Redroom</a></strong></p>
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		<title>V.A.: Where Words Fail, Music Speaks. For Ania</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/12/06/v-a-where-words-fail-music-speaks-for-ania/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2016 08:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Viele von uns älteren Semestern blicken bisweilen nostalgisch auf die Zeit zurück, als viele Spielarten dunkler Musik noch eine gut vor der Öffentlichkeit gehütete Einheit bildeten. Dunkle, industrielle Lärmorgien, ambient dröhnende Soundscapes, Rituelles und mystische Folksongs – es gab eine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/12/06/v-a-where-words-fail-music-speaks-for-ania/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/wherewordsfail.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13058" title="wherewordsfail" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/12/wherewordsfail-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Viele von uns älteren Semestern blicken bisweilen nostalgisch auf die Zeit zurück, als viele Spielarten dunkler Musik noch eine gut vor der Öffentlichkeit gehütete Einheit bildeten. Dunkle, industrielle Lärmorgien, ambient dröhnende Soundscapes, Rituelles und mystische Folksongs – es gab eine Zeit, in der das alles irgendwie zusammengehörte, eine eingeschworene Gemeinschaft mit all ihren Vor- und Nachteilen bildete und von der Außenwelt doch meistens ignoriert wurde. Mittlerweile hat beinahe alles seine eigene Subkultur, zugleich herrscht ein unübersehbares Angebot an oft nur noch<span id="more-13057"></span> vermeintlicher Undergroundmusik, deren Stilgrenzen immer mehr verschwimmen. Viele der alten Protagonisten sind längst zu neuen Ufern aufgebrochen. Ich gebe zu, dass ich die letzten beiden Punkte meist begrüße, und dennoch ist es eine Freude, so viele überwiegend kreative Vertreter aus der ganze Spannweite solcher Musik auf einer Compilation versammelt zu sehen.</p>
<p>Ich beginne ganz bewusst mit der Musik, um neben denen, die ohnehin am guten Zweck dieser Veröffentlichung – Ania Mehring, die Frau des Zoharum-Chefs und eine enge Freundin der Kuratoren und vieler der vertretenen Musiker, in der Behandlung ihrer Krebserkrankung finanziell zu unterstützen – interessiert sind, auch die anzusprechen, die auf der Suche nach guter postindustrieller Musik sind. Die vom polnischen Santa Sangre-Magazin zusammengestellte Anthologie „When Words Fail, Music Speaks“ enthält knapp sieben Stunden davon, und ich bekenne gleich, das keiner von uns sie bisher komplett hören konnte. Insofern soll die Compilation hier auch mehr vorgestellt als bewertet werden.</p>
<p>Hier also ein kurzer Abriss unserer Favoriten, angefangen bei den eher ambienten Beiträgen: Troum, die selten so entrückt klangen wie hier; Tor Lundvall mit einem exklusiven Track, entschleunigt, kristallin und wie so oft eine perfekte musikalische Entsprechung seiner beeindruckenden Bilder; Celer, der gleich ein ganzes One Track-Album beisteuert; etwas derangierter S.E.T.I. mit mysteriösem Glockenspiel. Den Ritualbereich decken in erster Linie Phurpa ab mit einem urig klingenden Ritual der alttibetischen Bön-Religion; ebenfalls auf diesen Kulturkreis referiert die deutsche Ritual-Ambient-Band Nam-khar; weniger Rituelles aus dieser Region steuert Rapoon in Form eines Raga bei. Rauer und atonaler gibt sich diesmal Niedowierzanie, ferner der vertrackte rhythmische Vortex von Micromelancolié, die bedrohliche Samplekollage von Monopium und die kalten Soundwellen von Cindytalk. Völlig im Industrial verortet das düster grollende Stück von Nordvargr und der Horror Rhythm Noise von Darkrad. 7JK alias Matt Howden und Maciek Frett leiten über in den songorientierten Teil mit einer zerfledderteren Version ihres „Starseed“, ein interessanter Folk/Industrial-Mix kommt von der Kollaboration zwischen Deutsch Nepal und Varunna. While Angels Watch, Mars, Albireon, Andrew King mit einem urigen Live-Mitschnitt, Naevus mit einem akustischen Joy Division-Cover, Urgeistein Tony Wakeford mit einem anrührenden Duett &#8211; sie alles haben einen unterschiedlichen Dark Folk-Einschlag und zeigen, wie vielschichtig dieses vermeintliche Genre doch ist. Zwei besondere Perlen stammen von Sieben und Ô Paradis: Howden hat mit seinem Hauptprojekt vor einiger Zeit das rockige Geigen und Loop-Stück „Hillfort Mindset“ aufgenommen, das hier in leichter Modifikation als „Brexit Requiem“ erscheint, und in der Tat hatte der Text über einen zwiespältige Verrammelungfanatismus (Thomas Bernhard) etwas prophetisches. Der Katalane Demian Recio klingt mit „La Belleza Esclava“ um einiges sperriger und elektronischer als man es nach dem letzten Album erwartet hätte.</p>
<p>Allein diese kleine Auswahl bezeugt die musikalische Bandbreite der <a href="https://wherewordsfail.bandcamp.com/album/where-words-fail-music-speaks-a-compilation-for-ania-mehring"><span style="text-decoration: underline;">Compilation, die man hier erwerben kann</span></a>, die genannten Namen sprechen für einen Qualitätsanspruch über dem gängingen Standard. Eine weitere Möglichkeit, Ania Mehrings Behandlung zu unterstützen, findet sich auf dieser <a href="https://www.facebook.com/events/1740948189513336/"><span style="text-decoration: underline;">Facebook-Seite</span></a>. (J.G./U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://santasangremagazine.wordpress.com/">Santa Sangre</a></strong></p>
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