“Gleichstellung heißt jetzt Gender Mainstreaming, Mundpropaganda heißt jetzt Viral Marketing, Rendezvous heißt jetzt Open-Talk, Reisebegleiter heißt jetzt Care&Wellness Manager…” Dass die Art, wie wir Dinge benennen, die Wirklichkeit dieser Dinge (mit)bestimmt, ist ein Gemeinplatz und dennoch zutreffend. Dennoch sind Umbenennungen und Überschreibungen nichts Schicksalhaftes, dass ohne das Zutun von Menschen, Institutionen und aktiv kultivierten Moden über uns kommt. Zudem sind den kreativen Handhabungen dieser Phänomene kaum Grenzen gesetzt, laden sie doch zur perspektivischen Überblendung und Verfremdung ein und fordern Spiel, Spott und Kritik geradezu heraus. Neben der Lust an schönen und ekligen, originellen und sinnbefreiten Kuriositäten geht es den Autoren des vorliegenden Lyrikbandes um das Quartett Benedikt Maria Kramer, Robert Mießner, Kai Pohl und Clemens Schittko auch um solches.
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