Die 18. Ausgabe des Berliner Abwärts!-Periodikums enthält literarische und berichtende Texte zu Themen wie Elvis Guevara, Armut und Mittellosigkeit, Fake News, New Yorker Jazz-Gedichte und Blues als Religionswissenschaft. Desweiteren vierzehn Totenscheine für Unsterbliche: Poly Styrene, Ian Curtis, John Balance, Joe Strummer, Adrian Borland, Jeffrey Lee Pierce, Epic Soundtracks, John Peel u.a. werden mit Nachrufen gewürdigt.
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Schlagwort-Archive: Kai Pohl
11. Ausgabe des Abwärts!-Magazins erschienen
Genesis P-Orridge und Jürgen Elsässer werden selten in einem Satz genannt, was nicht wunder nimmt, so unterschiedlich wie ihre Biografien und der Kurs ihrer Weltanschauungen verlaufen sind. Dass in den späten 70ern ein zumindest postalischer Kontakt zwischen den beiden bestand, ist verbrieft und dennoch weitgehend unbekannt. Die von Mitherausgeber Robert Mießner kurz umrissene und kommentierte Episode ist nur eines von vielen Themen der 11. Ausgabe des “Abwärts”, eines stets schön gestalteten Magazins, das tief in einer Ostberliner Gegenkultur verwurzelt ist, die sich seit Jahrzehnten in kein System pressen lässt. Neben Nachrufen auf Steve Mackay (The Stooges) und John Murphy (Last Dominion Lost und zahlreiche mehr) sowie kurzen Berichten zu Norman Westberg (Swans) und Column One gibt es viel Lesens- und Sehenswertes aus Literatur, Kunst und Politik.
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Kramer/Mießner/Pohl/Schittko et al.: my degeneration. the very best of WHO IS WHO (Texte 2004–2013)
“Gleichstellung heißt jetzt Gender Mainstreaming, Mundpropaganda heißt jetzt Viral Marketing, Rendezvous heißt jetzt Open-Talk, Reisebegleiter heißt jetzt Care&Wellness Manager…” Dass die Art, wie wir Dinge benennen, die Wirklichkeit dieser Dinge (mit)bestimmt, ist ein Gemeinplatz und dennoch zutreffend. Dennoch sind Umbenennungen und Überschreibungen nichts Schicksalhaftes, dass ohne das Zutun von Menschen, Institutionen und aktiv kultivierten Moden über uns kommt. Zudem sind den kreativen Handhabungen dieser Phänomene kaum Grenzen gesetzt, laden sie doch zur perspektivischen Überblendung und Verfremdung ein und fordern Spiel, Spott und Kritik geradezu heraus. Neben der Lust an schönen und ekligen, originellen und sinnbefreiten Kuriositäten geht es den Autoren des vorliegenden Lyrikbandes um das Quartett Benedikt Maria Kramer, Robert Mießner, Kai Pohl und Clemens Schittko auch um solches.
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