„Journey From Anywhere“ ist nach dem sehr limitierten „Origin of Silence“ von 2012 das zweite Album des aus Drew McDowall und Tres Warren (Psychic Ills) bestehenden Projekts. McDowall war von Mitte der 90er bis zum ersten Teil von „Musick to Play in the Dark“ Mitglied von Coil und musikalisch bewegt sich Compound Eye auch in einem ähnlichen Universum wie diese. Weiterlesen
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ÄÄNIPÄÄ: Through A Pre-Memory
Dass der ewige Drone inzwischen Einzug in viele Bereiche populärer Musik gefunden hat, daran ist Stephen O’Malley sicher nicht ganz unschuldig, gab es doch in den letzten Jahren keine Musikpublikation, in der nicht in jeder Ausgabe mindestens einmal ein Verweis auf Sunn O))) zu finden gewesen wäre. Dies und die Tatsache, dass Genres, die mit (scheinbar) einfachen und begrenzten Mitteln arbeiten, vielleicht noch einmal besonders viele anziehen und (vermeintlich) inspirieren, hat dazu geführt, dass die Zahl der Nachahmer inzwischen Legion ist (und manche von diesen vielleicht ebenfalls in eine Schweineherde ausgetrieben werden sollten). Weiterlesen
COH: Retro 2038
Schon in einem Interview, das ich vor einigen Jahren mit Ivan Pavlov führte, sprach er davon, „mit nichts [zu] beginnen und mit einem Chaos aus Klängen [zu] enden“, bezeichnete den Computer als ein Instrument, das „größere Freiheiten [als konventionelle Instrumente ]“ biete und unterstrich damit fortwährend das Schöpferische seiner Tätigleit. Zudem wurde im Gespräch immer wieder deutlich, mit welcher Begeisterung der gebürtige Russe Klänge erzeugte – „Method As Fun“ heißt ein Track auf „Retro 2038“ dann auch passenderweise und im Innern der CD-Hülle finden sich folgende Worte: „Contains no instrument samples, patches or other Additives 100% hand-made computer sound“. Weiterlesen
CINDYTALK: A Life Is Everywhere
Nicht wenige Bands der Postpunk-Ära kommen als lebende Tote zurück, zwängen sich in schwarze Klamotten, helfen vielleicht noch mit Kajal nach, um einen Auftritt auf dem jährlich in Leipzig stattfindenden Szenekarneval zu ergattern; Cindytalk gehen schon seit Jahren ihren eigenen (sehr eigenständigen) Weg und haben sich klanglich dabei (wieder einmal) neu erfunden. Die Elektronik, die das letzte verbliebene Mitglied Gordon Sharp seit einigen Jahren passenderweise auf Editions Mego veröffentlicht, lotet aus, was im Spannungsfeld von Mensch und Maschine klanglich alles möglich ist. Weiterlesen