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	<title>African Paper &#187; Fenny Compton</title>
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		<title>AVI C. ENGEL: Mote</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2025 02:42:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Avi C. Engel]]></category>
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		<description><![CDATA[Etwas Schwebendes liegt über den Liedern, als würden sie sich nur für einen Moment greifen lassen, bevor sie wieder zurück ins Unbestimmte gleiten. Genau dieses Changieren zwischen Vertrautem und Rätselhaftem prägt &#8220;Mote&#8221;, das neue Album von Avi C. Engel. Trotz &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/10/11/avi-c-engel-mote/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/mote.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47763" title="mote" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/mote-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Etwas Schwebendes liegt über den Liedern, als würden sie sich nur für einen Moment greifen lassen, bevor sie wieder zurück ins Unbestimmte gleiten. Genau dieses Changieren zwischen Vertrautem und Rätselhaftem prägt &#8220;Mote&#8221;, das neue Album von Avi C. Engel. Trotz der Reduktion auf Stimme und akustische Gitarre entspricht das Album dabei nur bedingt den gängigen Vorstellungen eines Singer Songwriter-Folk, vielmehr entfalten die <span id="more-47762"></span>Songs eine flächige, beinahe ambiente Qualität und offenbaren gleichsam organische Wärme und surreale Entrückung.</p>
<p>Schon das eröffnende &#8220;Nyx&#8221; gibt den Ton vor: zarte Gitarrenpickings, die wie ornamentale Fragezeichen in der Luft stehen und sich in dieser wieder auflösen, getragen von Engels sofort erkennbarer Stimme, somnambul und traumverloren. Später tritt ein hochtönendes, fast geisterhaftes Streicherinstrument hinzu – die Gudok, eine alte russische Bogenlaute. &#8220;Anything Might Happen&#8221; wirkt tastender und zugleich vitaler, fast wie ein kleiner Groove, in dem Textzeilen wie &#8220;I can&#8217;t&#8221; oder &#8220;anything might happen&#8221; den schillernden, schwer zu fassenden Charakter des Songs unterstreichen.</p>
<p>In &#8220;Rip Van Winkle&#8221; taucht ein historisches Motiv auf: die Figur aus Washington Irvings Erzählung, die nach zwanzig Jahren Schlaf in einer veränderten Welt erwacht. Engel greift die Idee des Übergangs zwischen Bewusstseinszuständen auf, zwischen Traum und Realität, begleitet von geerdeten, leicht tränendurchtränkten Streicherklängen. Noch geheimnisvoller wirkt &#8220;The Night is Old&#8221;, in dem die Gitarre fast barock anklingt und Tsinder Ash mit Klarinette und Gesang zu einem eindringlichen Duett beiträgt. Dunkler wird es mit &#8220;Ogre’s Banquet&#8221;, wo unterschwellige Gitarren und Melodica-Flächen (von Brad Deschamps, einem weiteren musikalischen Gast) eine schleichende Bedrohung andeuten. Die Lyrics beschwören die Selbstwahrnehmung als dem mythologischen Unhold Oger herauf – furchteinflößend und verletzlich zugleich. Der Titeltrack &#8220;Mote&#8221; wirkt dagegen beinahe wie ein Wiegenlied, gleichförmig und repetitiv, mit den leisen Gitarren von Liz Dimo, die dem Song eine zusätzliche Zartheit verleihen.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/25Aug29-Avi-071-Edit-web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-48018" title="25Aug29-Avi-071-Edit-web" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/25Aug29-Avi-071-Edit-web.jpg" alt="" width="2400" height="3200" /></a></p>
<p>&#8220;Tinderbox&#8221; entfaltet mit sanftem Picking, subtiler Percussion und wieder der Gudok eine Atmosphäre zwischen pastoraler Ruhe und morbiden Untertönen. Den Abschluss bildet &#8220;Luz&#8221;, in dem Engels Stimme so klar und zentral hervortritt wie nirgendwo sonst auf dem Album. Das Motiv des Lichts – &#8220;a flask of light from the world before&#8221; – beschließt den traumwandlerischen Zyklus, der mit dem Einbruch der Nacht begonnen hatte.</p>
<p>So ergibt sich ein Werk, das von strömendem Gesang, lieblichen Gitarren und der besonderen Klangfarbe der Gudok getragen wird. Viele Stücke erinnern an Tagträumereien eines Kindes, das am Abend noch wach liegt und seinen Fantasien nachhängt, bevor es in den Schlaf hinübergleitet. &#8220;Mote&#8221; hält diesen Schwebezustand fest zwischen Traum, Erinnerung und einer Welt, die sich immer wieder neu verwandelt.</p>
<p>Foto: Tanja Tiziana</p>
<p><strong>Label: Fenny Compton</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4258740457/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>RYAN SHIRLOW / DAVID COLOHAN: 7&#8243;</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Nov 2024 08:11:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[David Colohan]]></category>
		<category><![CDATA[Fenny Compton]]></category>
		<category><![CDATA[Ryan Shirlow]]></category>

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		<description><![CDATA[Im vergangenen April kam es zu einer Mondfinsternis, die in Teilen Nordamerikas den Himmel verdunkelte, ein Ereignis, das die beiden sowohl im Folk als auch in experimentierfreudigeren Gefilden beheimateten Musiker Ryan Shirlow und David Colohan zu einer kleinen zweiteiligen Komposition &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/11/30/ryan-shirlow-david-colohan-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/split.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43706" title="split" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/split-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im vergangenen April kam es zu einer Mondfinsternis, die in Teilen Nordamerikas den Himmel verdunkelte, ein Ereignis, das die beiden sowohl im Folk als auch in experimentierfreudigeren Gefilden beheimateten Musiker Ryan Shirlow und David Colohan zu einer kleinen zweiteiligen Komposition inspirierte. Das Resultat sind zwei intensive, mystisch aufgeladene Tracks, die vor einigen Wochen auf der <span id="more-43705"></span>Single &#8220;Through Me, You Pass / Through You, I See&#8221; erschienen sind und dazu einladen, sich zwischen Schatten und Licht zu verlieren.</p>
<p>Der erste, die A-Seite füllende Titel startet als schwebender, fast sakraler Klangteppich. Synthesizerklänge formen weiche, chorähnliche Flächen, die sich wie hohe Stimmen anhören, während Streicher die Szenerie subtil ausmalen. Statt traditionellem Gesang trägt ein rezitatives, fast künstliches Vocal-Arrangement die wenigen, doch eindringlichen Zeilen vor: &#8220;Through me, you pass/Through you, I see/When we resurface/It won’t be just to breathe&#8221;. Ryan Shirlows Stimme verleiht dem Text Tiefe und Ernsthaftigkeit, präsentiert sich ergriffen, aber ohne pathosbeladene Überhöhung. Die Lyrics wirken wie eine Meditation über Verbindung und Transformation, wobei das angesprochene Du im Raum der Interpretation schwebt: Ist es der Mond? Ein Mensch? Oder die Welt selbst?</p>
<p>Die zweite Seite nimmt uns mit in eine ganz andere klangliche Szenerie. Der anfängliche Ambientcharakter ist dunkler, rauer, mit flirrenden Streicherklängen, paukenartige Percussion und gezupfte Banjosaiten verleihen dem Stück eine folksonghafte Qualität, die nach und nach immer lebendiger wird. Die Streicher jauchzen freudig und bittersüß, während das Stück sich zu einem ausgelassenen Finale hin entwickelt. Der Chor kehrt zurück, diesmal euphorisch, jedoch mit einem Hauch von Wehmut, bevor Gitarrenstrumming den Track in einem feierlichen Abschluss erdet.</p>
<p>Während der erste Track introspektiv und meditativ bleibt, explodiert der zweite in einer Art musikalischen Feier und schafft so eine Balance zwischen nachdenklicher Tiefe und lebhafter Energie. Eine Bandcamp-Nutzerin beschreibt treffend: &#8220;The music exudes distance and grace of motion. Guitars, synthesizers, strings, banjo, some spoken word, and also choir vocals create a sense of mystery, wonder, and awe&#8221;.</p>
<p>Das kleine Release ist eine beeindruckende, vielschichtige Komposition, die gekonnt zwischen Ambient, Folk und einer hörspielartigen Dimension changiert. Die Musiker greifen die Ästhetik einer Mondfinsternis auf und übersetzen sie in eine musikalische Reflexion über Verbundenheit und Erneuerung, die sowohl als kontemplatives Hörerlebnis als auch als Einladung zur Ausgelassenheit zu begeistern weiß.</p>
<p><strong>Label: Fenny Compton</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=590671608/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>GREY MALKIN / KITCHEN CYNICS: We Are All Ghosts</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Feb 2024 06:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine der zuverlässigen musikalischen Konstanten der alles in allem nicht gerade von Stabilität geprägten zurückliegenden Jahre waren die gemeinsamen Singles, auf denen die beiden Schotten Grey Malkin, ehemals The Hare And The Moon, und Alan Davidson alias Kitchen Cynics in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/02/24/grey-malkin-kitchen-cynics-we-are-all-ghosts/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/02/cover.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-39730" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/02/cover-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine der zuverlässigen musikalischen Konstanten der alles in allem nicht gerade von Stabilität geprägten zurückliegenden Jahre waren die gemeinsamen Singles, auf denen die beiden Schotten Grey Malkin, ehemals The Hare And The Moon, und Alan Davidson alias Kitchen Cynics in verlässlicher Regelmäßigkeit ihrem Faible für spukhafte Folkballaden nachgehen &#8211; Liedern über verwunschene Orte und  <span id="more-39727"></span>mysteriöse Geistererscheinungen, die oft einen historischen Kern, manchmal aber auch einen literarischen Hintergrund haben. Dass die alten Stoffe dabei ihren Weg in neue sprachliche und musikalische Gewandungen finden, ist nur einer der vielen Faktoren, mit denen Malkin und der Küchenzyniker Traditionen dieser Art wirklich am Leben zu erhalten versuchen, anstatt ihnen ein nur museales Nachleben zu bescheren. Ihre bisweilen experimentelle Herangehensweise, die die Resultate auch z.B. für Freunde dunkler Ambientmusik interessant macht, und die völlige Abwesenheit von jedwedem nostalgischen Kitsch fällt dabei ebenso stark ins Gewicht.</p>
<p>Das Projekt nahm vor knapp vier Jahren seinen Anfang in der Single mit den beiden Songs &#8220;Babby&#8217;s Ghost&#8221; und &#8220;An Encounter by Moonlight&#8221;, zwei eigens verfasste Stücke, bei denen einmal ein historisch verbriefter Stoff über ein gemeinsam verunglücktes Ehepaar &#8211; hier begegnen sich Motive des Liebestodes und des Widergängers &#8211; umgesetzt wurde, während auf der zweiten Seite eine stark vom Sound Grey Malkins geprägte songhaft entrückte Interpretation einer Geschichte von Arthur Machen entstand.</p>
<p>Mit Davidsons fragiler und immer etwas spröde wirkender Stimme und einer ganzen Reihe an Blas-, Saiten- und anderen Instrumenten kam im darauffolgenden Jahr eine weitere 7&#8243; heraus, einer der Songs transformierte den Stoff von Algernon Blackwoods vielleicht bekannteste Novelle &#8220;The Willows&#8221; in ein von zittrig tremolierendem Dröhnen geprägtes surreales Märchen voll lieblich ornamentaler Saitenklänge. Über den anderen Song &#8220;The Melancholy Ghost of Powis House&#8221; <a title="KITCHEN CYNICS / GREY MALKIN: s/t 7″" href="http://africanpaper.com/2021/06/05/kitchen-cynics-grey-malkin-st-7/">hieß es auf unseren Seiten</a>: &#8220;Der Song [...] ist der Inbegriff des Verwunschenen – entspanntes Gitarrenpicking mit einer nur leicht wehmütigen Schlagseite und brüchig fragiler Gesang werden von cinematischen Synthies scheinbar in eine Dimension mit anderen Gesetzmäßigkeiten gerückt, die das passende Setting darstellt für die melancholische Reflexion über das Verblassen einer Erinnerung, die den umherirrenden Geist am Leben hält&#8221;. 2022 nahmen sich die beiden wieder einen historischen Stoff, wieder einen mysteriösen Unfall zum Thema, es geht um einen jungen Royal Flying Corps-Offizier, der (und dessen Maschine) nach seinem Absturz nahe des schottischen Dundee von vielen gesehen worden sein soll. Mit verhuschte Glöckchen und einigem mehr versetzen die beiden den Stoff &#8220;in eine surreale Parallelwelt, in der verwaschene Formen eiernde Bewegungen vollziehen und wieder in der sepiafarbenen Kulisse verschwinden, in der keine auch nur halbwegs scharfen Konturen Orientierung geben&#8221;, hieß es dazu <a title="KITCHEN CYNICS / GREY MALKIN: The Montrose Air Station Ghost / What Shall I Say 7″" href="http://africanpaper.com/2022/06/25/kitchen-cynics-grey-malkin-the-montrose-air-station-ghost-what-shall-i-say-7/">in unserer Besprechung</a>. Das in seiner lieblichen Verträumtheit keineswegs betuliche &#8220;What Shall I Say&#8221; auf der gleichen Single &#8220;referiert auf Szenen eines Filmklassikers, nämlich Jack Claytons auf Motiven von Henry James basierenden <em>The Innocents</em> von 1961, bei dem das Wiedergänger-Motiv mit dem der Besessenheit zu einem schaurigen Psychodrama verquickt wurde&#8221;. Im vorigen Jahr dann brachten die beiden <a title="KITCHEN CYNICS / GREY MALKIN: New Ghost in Town 7″" href="http://africanpaper.com/2023/09/16/kitchen-cynics-grey-malkin-new-ghost-in-town-7/">zwei ebenso schaurige Graveyard Poetry-Balladen </a>heraus, eine davon ist eine von Malkin textlich stark modifizierte Version des bekannten &#8220;Sweet William&#8221;-Stoffes auf einem Teppich hypnotisch geschrammelter Gitarren und spukhaftem Glockengebimmel.</p>
<p>Mein im Rahmen der Besprechung dazu geäußerter Wunsch, dass irgendwann ein umfangreiches Songbook vorliegen mag, um noch mehr Facetten dieses Motivkomplexes Rechnung zu tragen, ist vor kurzem wahr geworden, denn unter dem Titel &#8220;We Are All Ghosts&#8221; haben die beiden nun erstmals ein Album bzw. eine Compilation zu diesem Thema herausgebracht. Zwar fand ich es ein bisschen schade, dass neben den Stücken der Singles nur zwei neue Tracks vorliegen, doch &#8211; abgesehen von der Freude derer, die die bisherigen Veröffentlichungen verpasst haben &#8211; kommt die atmosphärische Vielgestaltigkeit ebenso wie der rote Faden der Veröffentlichung(en) auf Albumlänge besonders gut zur Geltung. Und ganz nebenbei lohnen auch die beiden neuen Songs selbst.</p>
<p>Das an den Anfang gesetzte &#8220;Mess John&#8221; ist mit seiner zwiespältig einlullenden Melodie und dem pastoralen Picking, durch dessen Gewebe die anrührenden Klänge von Flöten und Keyboard dringen, eines der eingängigsten Stücke des Duos. In diesem besingt Donaldson die Geschichte eines Priesters, eines alten Eiferers und Stänkerers, dessen Geist mit der gleichen Verbittertheit seinem Spuk nachgeht, mit der sein früheres Selbst auf alle irdischen Enttäuschungen reagierte. Durch einen interviewartigen Vortrag, bei dem die Gastmusikerin Margery Daw Erinenrungen an die fiktionale Figur wiedergibt, werden beide Sphären verknüpft. Ob es sich dabei um einen historischen Stoff handelt und inwiefern ein Bezug zu einem gleichnamigen, aber motivisch anders gearteten Gedicht von James Hogg besteht, ist mir nicht bekannt. Den Abschluss macht der Titelsong &#8220;We Are All Ghosts&#8221;, in dem beängstigendes Wolfsgeheul wie vom Wind verwehte Sirenen den Raum für angeregte Streicher öffnet &#8211; den sublimen Hintergrund für einen ergriffenen, hochtönend-klagenden Gesang, der abgeklärte Worte über den Tod, die einzige wirkliche Verpflichtung der Wesen und zugleich der konsequenteste Agent der Gleichbehandlung. Dass wir Geister sind, ist kein Privileg und auch kein Fehlen eines solchen, es ist universell. Schicksalsschwere Detonationen setzen zum Abschluss markante Ausrufezeichen hinter den Song und das ganze Album.</p>
<p>Derart finale musikalische und textliche Statements am Schluss eines Albums könnten auch den Abschluss eines Projektes implizieren, aber natürlich müssen sie das nicht. Die vorliegende Sammlung jedenfalls zeigt, wie viele kreative Möglichkeiten in derartigen Stoffen liegt, und das Malkin und Donaldson eine gute Hand dafür haben, die Geister sowohl in den Texten als auch in der Musik erscheinen zu lassen<span style="font-weight: 300;">. Vielleicht hat sich auch schon herumgesprochen, dass die beiden mit besagter Margery Daw ein weiteres Album aufgenommen haben, doch dazu mehr in nicht allzu ferner Zukunft. (U.S.)</span></p>
<p><strong>Label: Fenny Compton</strong></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/vWj-iAMVw9E?si=4chGrTW9Mgf7JHg3" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=947605844/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>MAUD THE MOTH / TRAJEDESALIVA: Bordando el Manto Terrestre</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Sep 2023 04:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf &#8220;Bordando el Manto Terrestre&#8221; vereinigen sich zwei Projekte von der iberischen Halbinsel, auf die ich eher zufällig gestoßen bin &#8211; die Initialzündung war der Beitrag der Sängerin und Pianistin Amaya López-Carromero alias Maud the Moth am Debüt der Band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/09/30/maud-the-moth-trajedesaliva-bordando-el-manto-terrestre/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/bordalando.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35914" title="bordalando" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/bordalando-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf &#8220;Bordando el Manto Terrestre&#8221; vereinigen sich zwei Projekte von der iberischen Halbinsel, auf die ich eher zufällig gestoßen bin &#8211; die Initialzündung war der Beitrag der Sängerin und Pianistin Amaya López-Carromero alias Maud the Moth am <a title="ÚATH: s/t" href="http://africanpaper.com/2023/04/22/uath-st/">Debüt der Band Uath</a> um den legendären Grey Malkin. Zusammen mit dem bereits seit 25 Jahren existierenden Duo Trajedesaliva entstand ein eigener musikalischer Kosmos, der folkige, dröhnende, hörspielartige und rezitative Elemente vereint.<span id="more-35913"></span></p>
<p>&#8220;Bornando el Manto Terrestre&#8221;, das auf deutsch so etwas wie &#8220;Den Mantel der Erde mit Stickerei verzieren&#8221; bedeutet, ist eine Hommage an die in Spanien geborene und während des zweiten Weltkrieges über Paris nach Mexiko geflohene Malerin Remedios Varo, deren Werke in ihrem späteren Heimatland als Kulturgut gelten. Ihre Arbeiten, die dem Surrealismus zugerechnet werden, zeigen figurative Traumgesichte, die in ihrer oft dunkeln Fantastik auch immer einen subtilen Humor durchscheinen lassen und die von Alchemie und einer oft linkshändigen, femininen Mystik beeinflusst sind.</p>
<p>Da das Album einen stark textlich-rezitativen Schwerpunkt hat und die verwendete Sprache Spanisch ist, entgeht einem ohne entsprechende Kenntnisse natürlich einiges &#8211; dass &#8220;Bornando&#8230;&#8221; aber auch ohne die entsprechenden Voraussetzungen interessant ist und Neugier auf seinen Stoff weckt, verdankt sich allein schon der intensiven Atmosphäre des Werks. Was dabei &#8211; v.a. wenn man bedenkt, dass es eine Kollaboration und keine auf einander eingespielte Band ist &#8211; von Beginn an beeindruckt, ist die Stimmigkeit, mit der die einzelnen Komponenten der Musik zusammenwirken. Im eröffnenden &#8220;Perdi Pie&#8221; arrangieren sich hochtönende und tief brummende Saitenstriche zu einem ungeschönten und doch berührenden Schwarzweiß-Szenario in Moll, das auch einen gewissen Drone-Doom-Charakter hat. Vor dieser Kulisse lässt Amaya zunächst einen lyrischen Sopran, später verhaltene Rezitation in den Raum fließen, in dem u.a. der Körper einer Raubkatze beschrieben wird. Die Melodie eines Klaviers lässt die ganze Szenerie endgültig wie eine Collage anmuten und bringt zugleich eine geerdete Ruhe hinein. Diese kann durchaus als Ruhe vor dem Sturm gesehen werden, denn im folgenden &#8220;Jardincito de Rosa y Tierra&#8221; sorgen pulsierende Harmoniumwellen für eine fast hymnische Wirkung und markant in den Äther gestoßenen Worten für einiges mehr an aufgewühlter Dynamik. &#8220;Habitantes del Desgarro&#8221; steigert das noch, denn hier geben eine aufgekratzte, fast infernalische Dröhnung und schicksalsschwere Tastenanschläge den Hintergrund ab für einen sich emporschwingenden klagenden Gesang.</p>
<p>In den meisten der darauffolgenden Stücke nehmen Orgelklänge einen größeren Raum ein und wechseln gekonnt zwischen einer sakralen Feierlichkeit und einer entgrenzten elektronischen Psychedelik. In &#8220;Cuerpo de Gato&#8221; treiben ihre hohen  Tonfolgen die rezitierende Stimme durch einen Telefonhörer oder etwas ähnlich verfremdendes, bis alles sich irgendwann in Rauch auflöst. In &#8220;Fruta Alrededor de una Vela&#8221; erscheinen die Orgelklänge noch fordernder, werden aber konterkariert von einem Klavier, dessen Spiel wie ein plätschernder Bergbach die Anspannung löst. Nach dem wehmütigen &#8220;Perla&#8221; und dem gewollt unsicher zwischen verschrecktem Knarren und lieblichem Bimmeln changierenden &#8220;Circolo roto&#8221; schließt das Album mit einem Instrumentalstück, das noch mal fast alle Register zieht und in seiner offenen Aufbruchstimmung wie selbstverständlich das Rattern einer alten Filmspule montiert. Und in der Tat mag man sich nach &#8220;Hilos de fantasia&#8221; fühlen wie beim Abspann eines lange verschollenen Films.</p>
<p><strong>Label: Woodford Halse</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=59416054/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>WIDOW&#8217;S WEEDS: The Corn Queen</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jun 2023 06:32:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit ihrer &#8220;music from beyond the grave&#8221; die vielleicht nicht beim ersten Hören sofort an Zombies erinnert, sind die aus Grey Malkin und den Daughters of Grief bestehenden Experimentalfolker Widow&#8217;s Weeds ein gutes Beispiel für das, was Alan Trench einmal &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/10/widows-weeds-the-corn-queen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/widowsweedsfennycompton.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35955" title="widowsweedsfennycompton" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/widowsweedsfennycompton-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit ihrer &#8220;music from beyond the grave&#8221; die vielleicht nicht beim ersten Hören sofort an Zombies erinnert, sind die aus Grey Malkin und den Daughters of Grief bestehenden Experimentalfolker Widow&#8217;s Weeds ein gutes Beispiel für das, was Alan Trench einmal &#8220;To fuck up tradition&#8221; genannt hat – eine durchaus positiv gemeinte Formulierung für Ansätze, musikalische Traditionen eben nicht museal zu verstehen, sondern ihnen durch unerhörte und unerwartete Interpretationen eine neue <span id="more-35953"></span>Vitalität jenseits eines nur noch nostalgischen Grabes zu geben.</p>
<p>Widow&#8217;s Weeds, die immer offen für Gastbeiträge sind und zuletzt noch Hidden Velvet als weiteres Mitglied anführten, verknüpfen traditionell überliefertes wie auch daran angelehntes eigenes Songmaterial mit einer Elektronik, die durchaus &#8220;groovig&#8221; trippelnde Züge annehmen kann und in ihren abstrahierteren Momenten das Songformat immer wieder sprengen. Ein interessantes Merkmal dabei ist, dass all dies nie auf Kosten einer durchaus lieblichen Sanftheit geht.</p>
<p>Eigens geschriebene Songs und <a title="WIDOW’S WEEDS: Long Lankin" href="http://africanpaper.com/2021/08/20/widows-weeds-long-lankin/">Traditionals wie &#8220;Long Lankin&#8221; oder &#8220;Barbara Allen&#8221; </a>scheinen bei Widow&#8217;s Weeds einen ähnlichen Stellenwert zu haben, und so ist auf ihrer neuen Single (deren limitierte Hardcover-Edition natürlich längst restlos ausverkauft ist) beides zu finden. &#8220;The Corn Queen&#8221;, dessen Titel schon auf den Kontext eines kalendarischen Zyklus, an dessen Endpunkt die Ernte steht, anzuspielen scheint, ist ein ritueller Ambientfolksong von hauchfeiner Schöngeistigkeit: Feierliches Pulsieren bringt strömemde, glitzernde Ambientwelten in Bewegung, eine sanfte weibliche Stimme schwebt trunken im Raum und ist keineswegs verlegen um die passende Melodramatik. Ratternde Perkussion (laut der Credits von Michael Warren) mischt die von entrücktem Bimmeln erfüllte Szenerie für kurze Momente auf, doch am Lauf der Dinge ändert sie nichts, die Besonderheiten des Stücks bewegen sich innerhalb eins paganen Weltverständnisses. Ganz zum Schluss weitet sich die an ein Jugendstilgemälde erinnernde Momentaufnahme des Textes ins Existenzielle und lässt die Bildwelt von Korn und Ernte für wenige Sekunden wie eine Allegorie auf den Weg allen Fleisches erscheinen.</p>
<p>Mit &#8220;Lyke Wake Dirge&#8221; ist auf der zweiten Seite ein sehr alter Folksong vertreten, der in der Vergangenheit immer wieder Musiker inspirierte: Pentangle, Steeleye Span, Alasdair Roberts und viele andere interpretierten ihn bereits und das italienische <a href="http://africanpaper.com/tag/lyke-wake/">New Wave-Projekt Lyke Wake</a> verdankt ihm seinen Namen. Sein Titel bedeutet Totenwache, und inhaltlich geht es &#8211; in einer Weise, die überraschend an das tibetische Bardo Tödrol erinnert &#8211; um den Weg, den ein Verstorbener auf dem Weg zum Purgatorium zurücklegt. Widow&#8217;s Weeds&#8217; Version sprudelt geradezu über an Details: Verrauschtes Glissando bahnt den Weg für surrende Saiten, schrille Hochtöner und dunkles Rumoren, Streicher schwingen sich empor, und hoch oben im Wind schwebt auch wieder die Stimme. Es ist ihre berührende und gleichzeitig hypnotisierende Gesangsmelodie, die im Zentrum steht, wenn nach etwa einer Minute der &#8220;eigentliche&#8221; Song beginnt, der wie ein fantastischer Wiedergänger seiner selbst scheint.</p>
<p>Die Musik von Widow&#8217;s Weeds ist selbst so ein fantastischer Wiedergänger einer Tradition, die dabei ist, sich immer wieder zu transformieren, und hier tut sie es in einer sehr vitalen Art. Welche Entwicklungen daraus noch entstehen können, mag in den Sternen stehen, aber es bleibt zu hoffen, dass die Band babei noch lange ein Wort mitzureden hat. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="Fenny Compton">Fenny Compton</a></strong></p>
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