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	<title>African Paper &#187; House of Mythology</title>
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		<title>CURRENT 93: In Menstrual Night</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Mar 2024 05:51:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das 1985 mit einem mehr als soliden Line-up (neben David Tibet waren das Bee, Diana Rogerson, Hilmar Örn Hilmarsson, Keiko Yoshida, Rose McDowall und Ruby Wallis, wobei man v.a. Stephen Stapletons finaler Abmischung Respekt zollen muss) aufgenomme und als Picture Disc auf United Dairies &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/03/09/current-93-in-menstrual-night/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/inmenstrualnight.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36774" title="inmenstrualnight" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/inmenstrualnight-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das 1985 mit einem mehr als soliden Line-up (neben David Tibet waren das Bee, Diana Rogerson, Hilmar Örn Hilmarsson, Keiko Yoshida, Rose McDowall und Ruby Wallis, wobei man v.a. Stephen Stapletons finaler Abmischung Respekt zollen muss) aufgenomme und als Picture Disc auf United Dairies veröffentlichte &#8220;In Menstrual Night&#8221; nahm im Frühwerk von Current 93 insofern eine Sonderstellung ein, dass es auf die harschen Lärmelenente, die auf &#8220;Nature Unveiled&#8221; oder &#8220;Dogs Blood Rising&#8221; zu hören sind, weitgehend verzichtet und seinen <span id="more-36771"></span>hörspielhaften Kollagen-Charakter auf subtilere Weise offenbart. Dabei fallen die beiden Stücke &#8220;Sucking up Souls&#8221; und &#8220;To Feed the Moon&#8221; aber kaum weniger beängstigend aus.</p>
<p>Das einundzwanzigminütige &#8220;Sucking up Souls&#8221; basiert überwiegend auf dem Einsatz von (in der Mehrheit weiblichen) Stimmen, die zu einer unentwirrbar wirkenden Kollage montiert sind. Dabei ist die Vielfalt der Performance von Gesang über Spoken Words bis zu gespenstischem Flüstern beeindruckend: Den Auftakt macht ein liturgisch anmutender Sopran, der sich schon bald mit anderen klassischen Gesängen überlappt und mit ihnen zusammen verquere Ornamente entstehen lässt. Der Loop einer bellenden Männerstimme, die man als Reminiszenz der abgründigeren Vorgängeralben verstehen könnte, bringt etwas Kantiges ins Bild, bis sie von einem dröhnenden Rumoren gepackt und in den Hintergrund gezogen wird. Rasselnde Ketten lassen einen neuen Abschnitt beginnen, in dem verwaschene Chöre den Hintergrund bilden für eine kindliche Stimme, die einen lyrischen Text rezitiert, bis alles verschwimmt und die liturgischen Gesänge wieder an die Oberfläche dringen. All diese immer wieder abtauchenden und in der einen oder anderen Weise wieder auftauchenden Motive scheinen stets auf der Suche nach einer adäquaten Form zu sein und müssen doch immer wieder ihre Auflösung erleben, die hier in einer Feinsinnigkeit inszeniert wird, die damals wahrscheinlich Standards gesetzt hatte.</p>
<p>Das die zweite Seite füllende &#8220;To Feed the Moon&#8221; wirkt im herkömmlichen Sinne &#8220;musikalischer&#8221;: Was mit dunkler Dröhnung und hellen, entrückten Klangtupfern startet, wird schnell zum melodischen Fundament für einen fast den ganzen Track durchziehenden tribalen Trommelrhythmus, der &#8211; das ist der einzige Wermutstropfen &#8211; immer etwas aufgeklebt wirkt, und zwischen dessen leicht aus den Fugen geratenen Anschlägen sich dann auch wieder Stimmen nach oben schleichen. Neben der kindlichen Stimme (wahrscheinlich Ruby Wallis), die eine Art Kehrreim aufsagt, ist dann auch Tibet etwas deutlicher zu hören. Im Unterschied zum ersten Track ist das Stück veränderlicher und mündet nach einer Phase relativer Ruhe in ein fast rockiges Szenario, das mit etwas Fantasie wie eine Vorstufe zu einem Stück wie &#8220;Panzer Ruin&#8221; klingt.</p>
<p>Die Soundkollagen als eine Art Archiv geträumter (und gestorbener) Träume zu sehen, ist eine durchaus naheliegende Assoziation, die Tibets Ideen zu dem Album entspricht, während Stapleton die Sounds als Geräusche eines nächtlichen Sanatoriums verstand. Natürlich öffnen Album- und Tracktitel weitere Assoziationen. <span style="font-weight: 300;">Über David Tibets Interesse am Menstruationszyklus ist viel geschrieben worden, und in der Tat tauchten damit verbundene Motive, auch in für Tibet typischer Verknüpfung mit anderen Themen, für lange Zeit immer wieder im Werk von Current 93 auf, und bis heute tragen Veröffentlichungen den Mond im Titel. Bei den beiden Stücken auf &#8220;In Menstrual Night&#8221;, in denen Seelen aufgesaugt und der Mond gefüttert wird, könnte man mutmaßen, dass eventuell G.I.Gurdjieff inspirierend war. In dessen kosmologischer Theorie gibt es die Vorstellung, dass der Mond, der wie alle Himmelskörper wie ein lebender Organismus beschrieben wird, in seinem Bestreben, selbst ein Planet zu werden, Energie aus der irdischen Biosphäre saugt. Besonders die Seelen der Menschen dienen ihm als Nahrung, und entziehen können diese sich dem Sog des Mondes nur durch einen enormen Fokus auf bestimmte esoterische Praktiken. Wer zu passiv und verführbar ist und dem hypnotischen Zauber des Trabanten erliegt, endet als Energiequelle für dessen Planetwerdung. Viele Interpreten haben diese Mythologie als Reflexion über feminine Energie gedeutet, was dann den Bogen zum Periodenzyklus schlägt &#8211; zur Frage, ob Tibet sich davon inspirieren ließ und wenn ja, wie tiefgehend, gibt es keine Belege. Wundern würde es nicht. </span></p>
<p>&#8220;In Menstrual Night&#8221;, in dessen CD-Version noch der Nightmare Culture-Track &#8220;KillyKillKilly (A Fire Sermon)&#8221; enthalten war, eröffnet einen interessanten Seitenpfad in der Diskografie von Current 93, der seine spätere Fortführung in Releases wie &#8220;Faust&#8221; und in den v.a. mit Andrew Liles produzierten EPs wie &#8220;The Moons At your Door&#8221; finden sollte &#8211; einer Musik, die vielleicht eine viel zentralere Rolle gespielt hätte und noch einige elaborierte Resultate hervorgebracht hätte, wäre das folkig eingefärbte Songformat nicht dazwischen gekommen. Da dies so nicht gekommen ist, sticht &#8220;In Menstrual Night&#8221; noch deutlicher hervor. House of Mythology gehen nun zu den Ursprüngen zurück und bringen als HomAleph eine neue limitierte Picture Disc des Albums heraus.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://en.spkr.media/en/Artists/Current-93/Current-93-In-Menstrual-Night.html">House of Mythology / HomAleph / SPKR<br />
</a></strong></p>
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		<title>CURRENT 93 / HÖH: Island</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Feb 2024 05:55:05 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Umbrüche und Richtungswechsel hat es in der Diskografie von Current 93 immer wieder gegeben, aber rückblickend fällt dies besonders ins Auge, wenn man die Jahre um 1990 betracht, als viele kaum einzuschätzen wussten, in welche Richtung es mit David Tibet &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/02/03/current-93-hoh-island/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/Island_HÖH_and_Current_93_album.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36637" title="Island_(HÖH_and_Current_93_album)" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/Island_HÖH_and_Current_93_album-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Umbrüche und Richtungswechsel hat es in der Diskografie von Current 93 immer wieder gegeben, aber rückblickend fällt dies besonders ins Auge, wenn man die Jahre um 1990 betracht, als viele kaum einzuschätzen wussten, in welche Richtung es mit David Tibet und seinen musikalischen Begleitern in den nächsten Jahren wohl gehen könnte. Das hatte natürlich auch damit zu tun, dass man zu dieser Zeit <span id="more-36635"></span>Current 93 einfach noch nicht jahrzehntelang kennen konnte und dass das Frühwerk der 80er Jahre noch relativ homogen war, aber es gab auch gerade in dieser Zeit besonders viele stilistische &#8220;Ungereimtheiten&#8221;.</p>
<p>Dass folkige Songstrukturen im Kosmos Tibets keine einmaligen Ausrutscher waren, ahnte man irgendwann, dennoch erschienen auch in dieser Zeit noch experimenteller ausgerichtete Arbeiten, wenngleich diese meist älter waren wie z.B. &#8220;The Dreammoves Of The Sleeping King&#8221; auf der CD-Version von &#8220;Earth Covers Earth&#8221;. 1992 beispielsweise folgte mit <a title="CURRENT 93: Thunder Perfect Mind 2LP" href="http://africanpaper.com/2018/01/20/current-93-thunder-perfect-mind-2lp/">&#8220;Thunder Perfect Mind&#8221;</a>, das einmal eines der größten Dark Folk-Referenzalben werden sollte, eines der zumindest hinsichtlich der Mehrheit der Songs eingängigsten Current 93-Alben auf den abstrakten psychedelischen Ambient von &#8220;The Sadness of Things&#8221;, das als Kollaboration mit Stephen Stapleton konzipiert war.</p>
<p>In genau diese Phase fiel auch die Veröffentlichung von &#8220;Island&#8221;, das tatsächlich auf der nordatlantischen Insel aufgenommen wurde und bei dem der Komponist Hilmar Örn Hilmarsson (HÖH) eine so große Rolle spielte, dass er im Unterschied zu den anderen Mitwirkenden auch als Interpret genannt wurde. Ihm verdankt sich auch, dass das Album von der instrumentalen Seite her einen Sound bekam, der in Tibets Diskografie für lange Zeit einzigartig bleiben sollte. Dominiert wird die Musik, von der ein Teil des Grundmaterials in anderer Form auch in Hilmarssons melancholischem Soundtrack zum Filmdrama <em>Children of Nature</em> Verwendung fand, von einem fast poptauglichen, aber meist ambient umgesetzten Keyboardsound, der die Signatur seiner Zeit trägt und sich weder um Rauheit bemüht, noch darum, organischer zu klingen als er war. Zusammen mit Tibet und den anderen Musikern hat Hilmarsson diesen aber zu einem Rahmen gestaltet, in dem die unterschiedlichsten Dinge stattfinden konnten, und so klang &#8211; vielleicht auch, weil das Material über einen längeren Zeitraum hinweg während verschiedener Islandreisen &#8211; am Ende kein Stück wie das nächste.</p>
<p>Wenn man sich schon etwas intensiver durch die Arbeiten von Current 93 gehört hat, dann fällt vielleicht auf, dass &#8220;Island&#8221; eines der wenigen Alben ist, die ohne ein vorspannartiges Intro auskommen. Vielmehr fällt man sprichwörtlich beim eröffnenden &#8220;Falling&#8221; ohne einleitendes Brimborium in eine von Handdrums und warmen Klangflächen beschallte nordische Parallelwelt, in deren halllastigem Soundsetting man sich so gemütlich fühlen kann wie in einem gut geheizten Haus mit Blick in eine winterliche Nacht. Einige Schreiber sprachen damals nicht ganz willkürlich von einer Weihnachtsplatte, von einer Schlagseite in Richtung New Age war die Rede und irgendwer zog sogar einen Vergleich zu Enya, doch dabei sollten einen das Erlöschen aller Sinneswahrnehmung und letztlich des Universums in Tibets Text aufhorchen lassen. Eine der beiden Sängerinnen, die hier zusammen mit ihm zu hören sind, ist Björk, deren Solokarriere in Pop-Dimensionen damals noch ein paar Jahre auf sich warten lassen sollte.</p>
<p>Es gibt einige Songs auf dem Album, bei denen die heimelige Seite besonders betont wird. Dazu zählt besonders &#8211; und v.a. im Kontrast zu dem verstörenden Text &#8211; die Version von &#8220;Fields of Rape&#8221;, das endzeitliche &#8220;To Blackened Earth&#8221; und auch das mit seinem chorartigen Background-Gesang großartige &#8220;Oh Merry-Go-Round&#8221;. &#8220;A Dream of a Shadow of Smoke&#8221; bewegt sich ebenfalls in dieser Stimmung und geht doch darüber hinaus: Nicht aufgrund der Vanitas-Symbolik des von dem Theologen Jeremy Taylor inspirierten Textes, der zu angenehm plätschernden Rhythmen und entrückten Synthietupfern die Existenz als halluzinierten Trip beschreibt und nur Asche und Staub real erscheinen lässt, denn dies sind Motive, die sich in unterschiedlicher Deutlichkeit durch das ganze Album ziehen. Eher weil all dies zum Höhepunkt des Stücks, wenn die zusammen mit Tibet singende Ása Hlín Svavarsdóttir vom &#8220;sound of rudderless ships&#8221; singt, ins Hymnenhafte ausgeweitet wird.</p>
<p>Um einiges weniger anheimelnd, dafür von einer erhabenen Dramatik sind Stücke wie &#8220;Passing Horses&#8221;, die von unheilschwangeren Orchestralsynthies untermalte Version von &#8220;Lament for my Suzanne&#8221; und &#8220;Anyway, People Die&#8221;. Gerade letzteres, von dem später auch eine kurze Akustikversion auftauchen sollte, ist mit seiner dunklen Dröhnung, für die Hilmarsson das abgründigste Grollen aus dem eigentlich so angenehmen Sound herausholt, und seinen rituellen Glöckchen der Höhepunkt des Albums. Das Bimmeln stammt hier von dem buddhistischen Lama Rig&#8217;dzin Rinpoche, von dem Tibet bereits eine längere Rezitation auf CD herausgebracht hatte. An der Stelle kann man hervorheben, dass neben den schon damals wichtigen Bildern und Denkfiguren christlicher Esoterik auch immer wieder Einflüsse buddhistischer Philosophie in den Texten zu finden waren, wobei Tibet mehr an den kosmologischen und eschatologischen Fragen interessiert zu sein schien als am Ethos. Erst Mitte der 90er waren diese Aspekte nicht mehr spürbar.</p>
<p>Während die ursprüngliche LP mit &#8220;Oh Merry-Go-Round&#8221; endet, enthielt bereits die damalsige CD-Version fünf weitere Songs, die man trotz weiterer knapp 25 Minuten Musik eher als Bonusmaterial betrachten sollte, denn die zusätzlichen Stücke weichen musikalische z.T. stark vom Stil des Albums ab und lassen zudem eine erkennbare Richtung vermissen. &#8220;Crowleymass Unveiled&#8221; ist eine Neufassung des 1987 auf einer EP erschienenen &#8220;Crowleymass&#8221;, das mit seinem Text über eine Weihnachtstravestie für im Geiste Thelemas erzogene Kinder ganz unterhaltsam ist, gleichwohl es musikalisch etwas an eine EBM-Band erinnert, die sich im Rap versucht. Der Song war als Jux gemeint, und ähnliches gilt vielleicht auch für &#8220;Paperback Honey&#8221;, bei dem Tibet zu Bossa Nova-Musik singt. &#8220;The Fall of Christopher Robin&#8221; dagegen, in dem der Junge aus A. A. Milnes <em>Winnie-the-Pooh</em>-Geschichten einen Teufelspakt eingeht, hat mit seinem manischen Sprechgesang durchaus beklemmende Seiten und ist wahrscheinlich für viele der relevanteste unter den Bonustracks. Das von Einar Örn auf Islandisch gesungene &#8220;Fields of Rape and Smoke&#8221; und die Instrumentalversion &#8220;Merry-Go-Round And Around&#8221; runden dann auch die CD im Geiste des Kernalbums ab.</p>
<p>Genau dieses wurde nun, wie sich in Fankreisen sicher umfassen herumgesprochen haben sollte, neu aufgelegt und erscheint zur Freude so mancher in Kürze auf Vinyl &#8211; ein im Grunde lange überfälliges Projekt, denn &#8220;Island&#8221; ist, unabhängig davon, wie man es im ganzen beurteilt, ein Ausnahmealbum in der Diskographie Tibets und auch Hilmarssons. Im <a title="Es ist besser, ein guter Heide als ein schlechter Christ zu sein: Interview mit Hilmar Örn Hilmarsson" href="http://africanpaper.com/2013/11/23/es-ist-besser-ein-guter-heide-als-ein-schlechter-christ-zu-sein-interview-mit-hilmar-orn-hilmarsson/">Interview, das wir vor einigen Jahren mit Hilmarsson führten</a>, erwähnte dieser das damals geplante zweite gemeinsame Album, das dann letztlich aber niemals realisiert wurde. Eine Art Entschädigung dafür könnte vielleicht das Album von Tibets Projekt <a title="HYPNOPAZŪZU: Create Christ, Sailor Boy" href="http://africanpaper.com/2016/09/10/hypnopazuzu-create-christ-sailor-boy/">Hypnopazuzu</a> sein, das ein Vierteljahrhundert später mit leicht anderer Instumentierung eine in Teilen ähnliche Atmosphäre erzeugte. Doch wirklich klingen wie &#8220;Island&#8221; kann vielleicht nur &#8220;Island&#8221; selbst. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://store.houseofmythology.com/product/119291">House of Mythology</a><br />
</strong></p>
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		<title>MICHAEL CASHMORE: The Sword Becomes A Shield (Symphony Number I)</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Mar 2023 05:27:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einer früheren Rezension schrieb ich einmal, dass der emotionale und ästhetische Kern von Michael Cashmores Kompositionen am ehesten in einer fragilen, zum Teil kindlich anmutenden Liebe zu kleinen Details zu finden ist, ferner in einer Vorliebe für einfache Strukturen, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/03/04/michael-cashmore-the-sword-becomes-a-shield-symphony-number-i/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/theswordbecameashield.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-34167" title="theswordbecameashield" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/theswordbecameashield-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In einer <a href="http://africanpaper.com/2011/09/04/marc-almond-michael-cashmore-feasting-with-panthers/">früheren Rezension</a> schrieb ich einmal, dass der emotionale und ästhetische Kern von Michael Cashmores Kompositionen am ehesten in einer fragilen, zum Teil kindlich anmutenden Liebe zu kleinen Details zu finden ist, ferner in einer Vorliebe für einfache Strukturen, deren <span id="more-34162"></span>Simplizität beim Hörer allerdings einiges an Weite und Offenheit voraussetzt. Seine Musik mochte pastoral oder schlafliedartig erscheinen, leicht zugänglich oder gar trivial war sie nie.</p>
<p>In den vergangenen Jahren, spätestens nach seinen verschiedenen Exkursionen in elektronische Musik, wurde es immer schwieriger, Cashmores Arbeit auf greifbare Stilelemente festzulegen. Mit dem vor kurzem digital erschienenen Album &#8220;The Sword Becomes A Shield&#8221; hat er sein erstes symphonisch aufgebautes Werk produziert, das er &#8211; nicht untypisch für seine Affinität zu sorgsamer Puzzlearbeit, aber sicher auch, um den finanziellen und organisatorischen Aufwand der Arbeit mit einem eigenen Orchester zu umgehen &#8211; aus eigenen Instrumentalbeiträgen und gut ausgewählten Zitaten von Archivmusik zusammengebaut hat. Damit liegt nun gewissermaßen ein neues Kapitel von Cashmores Musik vor, gleichsam ist dieses Album das erste seit längerer Zeit, das deutlicher an frühere Arbeiten anknüpft.</p>
<p>Ein kindliches Glockenspiel und eine nachdenklich pastorale Weise auf dem Piano eröffnen die Musik, die sich schon bald im Raum ausdehnt und diesen mit orchestralen Klängen ausfüllt, die die von Beginn an spürbare Besinnlichkeit in etwas trostreiches verwandeln. Das liebliche Glockenbimmeln scheint von Beginn an einer Art Leitmotiv der Musik zu sein und reicht weit zurück in den Erinnerungsfundus von Cashmores Arbeiten, es weckt kleine Deja-vus an seine Kompositionen für Current 93-Alben wie &#8220;Of Ruin Or Some Blazing Starre&#8221;. Der gut zwölfminütige Opener &#8220;Withdraw The Sword Of Mirrors I&#8221; ist kein Stück zum nebenbei hören, wenn man den Faden zwischen den unterschiedlichen Abschnitten &#8211; besänftigende Streicherparts, die kurzzeitig die Bühne ganz für sich haben, dann tieftönende, ernste, fragende Passagen von einer gewissen Wucht &#8211; nicht verlieren will und das Spiel mit Illusionen &#8211; wird der Sound mit der Zeit immer voller und breiter oder scheint es nur so? – mitspielen will.</p>
<p>Im Verlauf der Stücke scheinen neben dem Grundgerüst aus Piano, Streichern und Bläsern sowie dezenter Perkussion auch passagenweise Elektronik und – ohne Gewähr – der Klang von Idiophonen seinen Raum zu haben. Viele der damit erzeugten leitmotivischen Details kehren in vertrauter Regelmäßigkeit wieder, bisweilen deutlich, manchmal aber auch subtil in neue Strukturen eingebaut. Auch stimmungsmäßig wird ein gewisser Grundton durch alle vier Tracks hindurch gewahrt, auch dann, wenn zwischendrin eine unterschwellige Heiterkeit, ein Optimismus unter den ernsten Dingen, anklingen darf. Oder in den dramatischen Momenten, in denen wilde Pauken donnern, als ob jetzt noch einmal Gefahr lauere, bevor auch sie wieder wie alles andere in den friedvollen Fluss integriert werden.</p>
<p>Man kann das Album natürlich nicht ohne seinen inhaltlichen Überbau betrachten, gleichwohl die Formel von den Schwertern und den Schilden, die lediglich in den Titeln des Albums (und variiert in drei der vier rein instrumental gehaltenen Tracks) vorkommt, recht offen und andeutungshaft gehalten ist. Eine biblische Assoziationen weckende Bildlichkeit des Schutzes, der Absage an Gewalt (&#8220;It&#8217;s Blade Could Never Harm You&#8221;) und, auch wenn dies zugegebenermaßen eine recht spekulative Deutung ist, Narzissmus (das schon erwähnte &#8220;Withdraw The Sword Of Mirrors I&#8221;) klingt an und entfaltet mit der sanft-melancholischen Musik eine friedvolle und freundliche Atmosphäre. Und alles scheint in das Licht einer frohen und zugleich endzeitlichen Erwartung getaucht &#8211; &#8220;Until The Final Dawn&#8221; heißt ein weiteres Stück, dessen unterschwellige Inbrunst etwas kraftvolles in die wehmütigen Streicher- und Bläserparts bringt.</p>
<p>Ob diese Arbeit ihrem Untertitel gemäß eine Fortsetzung haben wird, steht vermutlich noch in den Sternen. In umgekehrter Richtung der Zeitachse knüpft das Album wie schon erwähnt an Vertrautes aus gerade den Phasen von Cashmores Diskografie an, die sicher einige als seine &#8220;klassische&#8221; Zeit ansehen &#8211; man denke z.B an das &#8220;Snow Leopard Winter&#8221;- Album von Nature and Organisation oder an einige Instrumentalparts der EP &#8220;The Snow Abides&#8221;. Von dieser bislang fragmentarischen Veröffentlichung ist für die nähere Zukunft eine vollständige Version geplant, und neben einigen anderen Qualitäten macht das vorliegende Album auch darauf gespannt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: House of Mythology</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230301_183240_921.sdocx--></p>
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		<title>Fire Worshipper: Neue Singe und neues Album von The Stargazer&#8217;s Assistant</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2023 06:50:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beinahe fünf Jahre nach dem Longplayer &#8220;Resurgam I, Resurgam II&#8221; bringt das aus David Smith (Guapo  u.a.), David Knight (Arkkon, UnicaZürn) und Michael J. York (Téléplasmiste, Current 93, The Witching Tale) bestehende Trio The Stargazer&#8217;s Assistant noch im Februar ein &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/01/23/fire-worshipper-neue-singe-und-neues-album-von-the-stargazers-assistant/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beinahe fünf Jahre nach dem Longplayer &#8220;Resurgam I, Resurgam II&#8221; bringt das aus David Smith (Guapo  u.a.), David Knight (Arkkon, UnicaZürn) und Michael J. York (Téléplasmiste, Current 93, The Witching Tale) bestehende Trio The Stargazer&#8217;s Assistant noch im Februar ein neues Album mit dem Titel &#8220;Fire Worshipper&#8221; heraus, das anscheinend ganz der Kraft des Feuers gewidmet ist. &#8220;It’s time to explore new alchemy and ascend from the depths&#8221;, heißt es seitens House of Mythology, bei <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/01/agneya.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-33466" title="agneya" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/01/agneya.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-33465"></span></p>
<p>denen das Album als LP und digital erscheinen wird, eine CD-Edition ist ebenfalls geplant. Die kompakte, in den unterschiedlichsten Klangfarben kratzende und dröhnende Single &#8220;Agneya&#8221;, benannt nach dem Sanskrit-Adjektiv für &#8220;entflammbar&#8221;, das zahlreiche weitere allegorische Bedeutungen trägt, ist bereits auf allen Streaming-Plattformen des Labels zu hören. Das Arkwork der Single stammt aus dem Werk &#8220;Bonfire Night&#8221; (2009) des Künstlers © Scott Batty.</p>
<p><a href="https://thestargazersassistant.bandcamp.com/track/agneya-single"><strong>@ Bandcamp</strong> </a></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/QKKJFplD6HU" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>CURRENT 93: If A City Is Set Upon A Hill</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2022 05:01:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alisdair Roberts]]></category>
		<category><![CDATA[Aloma Ruiz Boada]]></category>
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		<category><![CDATA[Rita Knuistingh Neven]]></category>

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		<description><![CDATA[Das neue Current 93-Album verweist mit dem auf den ersten Blick untypischen Fliesen-Artwork, auf denen der Mord Kains an Abel dargestellt ist, auf Current 93s „Rockalbum“ „Aleph At Hallucinatory Mountain“, auf dem es hieß: „In the beginning was the murderer“. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/04/02/current-93-if-a-city-i-set-upon-a-hill/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/04/578855310320221648717204-295x300.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29270" title="578855310320221648717204-295x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/04/578855310320221648717204-295x300-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Das neue <a href="http://africanpaper.com/tag/current-93/">Current 93-</a>Album verweist mit dem auf den ersten Blick untypischen<a href="https://www.delfttiles.com/"> Fliesen</a>-Artwork, auf denen der Mord Kains an Abel dargestellt ist, auf Current 93s „Rockalbum“ <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/current-93-aleph-at-hallucinatory-mountain/">„Aleph At Hallucinatory Mountain“</a>, auf dem es hieß: „In the beginning was the murderer“. Musikalisch-personell knüpft es stark an das 2018 erschienene Album <a href="http://africanpaper.com/2018/11/03/current-93-the-light-is-leaving-us-all/">„The Light Is Leaving Us All“ </a>an, wurde „If A City Is Set Upon A Hill“ doch in fast der gleichen Besetzung aufgenommen<span id="more-29269"></span> &#8211; im direkten Vergleich ist „If A City“ vielleicht etwas elegischer und mit seinen sieben Stücken und 37 Minuten Laufzeit recht kurz, dabei allerdings nicht weniger gehaltvoll.</p>
<p>Schaut man in die Entwicklung Current 93s, dann ist es sicher kein Zufall, dass viele der als Referenzwerke gesehenen Alben aus den 90ern, die nicht unerheblich zum Kultstatus des Projekts um David Tibet beigetragen haben, durch eine relativ stabile Kernbesetzung eingespielt wurden und darüberhinaus eine Vielzahl starker &#8211; solch ein Begriff mag bezogen auf Current 93 vielleicht etwas profan anmuten &#8211; Songs enthielten. Die Qualität der einzelnen Stücke trug dann auch sicher nicht unerheblich dazu bei, dass das 2018 erschienene „The Light Is Leaving Us All“ das vielleicht stärkste Album seit &#8220;Black Ships Ate The Sky&#8221; war.</p>
<p>Seit &#8220;The Light&#8230;&#8221;  erschienen die weitgehend instrumentalen, von Soundscapes durchzogenen Alben<a href="http://africanpaper.com/2019/04/06/current-93-invocations-of-almost/"> „Invocations Of Almost“</a>, „If A Star Turns Into Ashes“ sowie die beiden Soloalben Tibets (<a href="http://africanpaper.com/2021/04/17/david-tibet-ferelith-fontelautus/">„Ferelith“ und „Fontelautus“</a>), die in ihrer somnambulen (Alp-)Traumatmosphäre und atmosphärischen Dichte zumindest zum Teil an das Verstörende und Irritierende des Frühwerks anknüpften.</p>
<p>Das schon vorab veröffentlichte das Album eröffnende „If A City&#8230;“ legt den Ton, die Stimmung fest: Im Zusammenspiel von Drones, Klavier und Geige entsteht ein elegisch-melancholisches Stück und Tibet, der hier – wie schon auf seinen Soloalben – nur noch unter seinem Vornamen firmiert, intoniert: „If under G+D&#8217;s Wing/By the JawBone and HeeHaw/The donkey creeps silently/Through the door in the hall/Then plague and mice/And the woodlice stream&#8230;“. Wenn man einem Instrument eine tragende und zentrale Rolle zusprechen will, so dann sicher der von Aloma Ruis Boada gespielten Geige, die das gesamte Album prägt. Auf „There Is No Zodiac“ setzt der dezente Einsatz von E-Gitarre leicht dissonate Akzente. Auf dem dann folgenden „Joke Moon“ gibt es ein fantastisches Zusammenspiel von Alisdair Roberts wunderschön gezupfter Gitarre und der Violine. Auch auf „A Column Of Dust“ erzeugen Gitarre und Geige und der dramatische Gesang Tibets eine beeindruckende Atmosphäre &#8211; man möchte dem von ihm besungenen &#8220;Final Express Train&#8221; nicht unbedingt begegnen. „The Child, And Fire&#8221; erinnert mit seinen Pianopassagen entfernt an „Soft Black Stars“.</p>
<p>Textlich finden sich die thematischen Obsessionen, die das Werk Current 93s seit Jahr(zehnt)en prägen: Apokalyptische Szenarien werden entworfen: „It it rains razors, and murders, and slaughters“, „The Moon is dead now—Joke Moon!“, „A castle or Moloch“, „And the noise in your eyes/Has the rumours of wings/And the fly and the hornet/From the Scorpion RainBow“, „In the walls the colourful cartoons/Are covered with sores“), das Zusammenspiel von Profanem und Erhabenem („In time for tea, in time for end“), Nursery Rhymes („By the butcher, and the baker, /And the candlestick maker“, &#8220;Just memories stretched out/From nursery rhymes or spectres&#8221;), (der) Gott in all seiner Ambivalenz: „Vengence in His Eye/I AM THE LORD! – THE KILLER AND THE CREATOR“.</p>
<p>Muss man beim Titel des Albums vielleicht unweigerlich an die von John Winthrops aus der Bergpredigt (&#8220;<span data-offset="1">You </span><span data-offset="2">are </span><span data-offset="3">the</span><span data-offset="4"> light </span><span data-offset="5">of </span><span data-offset="6">the </span><span data-offset="7">world</span>. <span data-offset="8">A</span><span data-offset="9"> city </span><span data-offset="10">set </span><span data-offset="11">on </span><span data-offset="12">a </span><span data-offset="13">hill </span><span data-offset="14">cannot</span><span data-offset="15"> be </span><span data-offset="16">hidden</span>&#8220;) entlehnte Fortmulierung denken, der so eine zentrale Rolle beim Selbstverständnis der amerikanischen Nation zukommt, denken, erfährt man im Booklet, dass die Inspiration für das Album ein akkadischer Text namens <a href="https://www.goodreads.com/book/show/5141900-if-a-city-is-set-on-a-height-volume-1 ">„If A City Is Set Upon A Height“</a> ist. Passenderweise dankt Tibet im Booklet seinen Hebräisch-, Akkadisch-, Koptisch- und Ugaritischlehrern, erneut sein Interesse an (ur-)alten Sprachen, am <em>logos </em>betonend, der ja &#8220;im Anfang&#8221; war.</p>
<p>Letztlich ist es so erfreulich wie erstaunlich, dass nach dem fast 40-jährigen Bestehen Current 93s, &#8220;your favourite hallucinatory skipping-rope&#8221;, wie es auf dem Albumcover heißt, noch immer Alben entstehen, die beeindrucken können und beeindruckend sind und ein Spätwerk einläuten, das viel verspricht. (MG)</p>
<p>Label:<a href="https://houseofmythology.com/"> House Of Mythology</a></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/y4RzoH32Lso" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Charity-Compilation u.a. mit Current 93, Zu, Nick Blinko, Teleplasmiste, Ulver, Michael Cashmore</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Mar 2022 06:48:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[David Tibet]]></category>
		<category><![CDATA[HomAleph]]></category>
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		<description><![CDATA[House of Mythology und das mit David Tibet zusammen betriebene Label HoMAleph haben eine digitale Compilation zusammengestellt, deren Erlös der Arbeit des roten Kreuzes in der Ukraine zukommt. Vertreten sind 22 Tracks von Künstlerinnen und Künstlern des Labels, einige davon &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/03/03/charity-compilation-u-a-mit-current-93-zu-nick-blinko-teleplasmiste-ulver-michael-cashmore/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>House of Mythology und das mit David Tibet zusammen betriebene Label HoMAleph haben eine digitale Compilation zusammengestellt, deren Erlös der Arbeit des roten Kreuzes in der Ukraine zukommt. Vertreten sind 22 Tracks von Künstlerinnen und Künstlern des Labels, einige davon sind in den vorliegenden Versionen bislang unveröffentlicht. Die Compilation ist über Bandcamp erhältlich.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/03/slavaukraini.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-28876" title="slavaukraini" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/03/slavaukraini.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-28875"></span></p>
<p>&#8220;As we watch the terrible events unfold in Ukraine, HoM and HoMAleph feel we must do something. We have therefore compiled a mammoth (and we hope exciting) compilation for your listening pleasure, featuring unreleased and unrealised tracks kindly donated to this project by the likes of Current 93, Ulver, Nick Blinko, Youth, Michael Cashmore, Laniakea, Daniel O&#8217;Sullivan, Teleplasmiste, Samuel Joseph and The Guiding Hand, Alora Crucible, Stian Westerhus and many more. Please donate as much as you can and, of course, enjoy the music. All money will go to The International Committee of the Red Cross.&#8221; (HoM / HoMAleph)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1771859579/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Nature Unveiled: Klassiker von Current 93 auf Tape</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2021 15:54:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[David Tibet und Timothy Mark Lewis von House of Mythology bringen auf ihrem gemeinsamen HomAleph-Label &#8220;Nature Unveiled&#8221; auf Tape neu heraus. Das Album erschien 1984 auf L.A.Y.L.A.H. Antirecords als erster Longplayer von Current 93. Es ist eines der repräsentativen Alben &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/10/08/nature-unveiled-klassiker-von-current-93-auf-tape/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>David Tibet und Timothy Mark Lewis von House of Mythology bringen auf ihrem gemeinsamen HomAleph-Label &#8220;Nature Unveiled&#8221; auf Tape neu heraus. Das Album erschien 1984 auf L.A.Y.L.A.H. Antirecords als erster Longplayer von Current 93. Es ist eines der repräsentativen Alben der Frühwerks und enthielt in der Originalfassung mit &#8220;Ach Golgotha (Maldoror Is Dead)&#8221; und &#8220;The Mystical Body Of Christ in Chorazin (The Great In The Small)&#8221; zwei der bekanntesten der dunklen, sakral angehauchten und zum Teil noisigen Soundkollagen, die die erste Phase von Tibets Projekt charakterisieren. Die Tracklist ist identisch mit der CD-Version, die 1992 auf Durtro erschin und enthält die zusammen mit &#8220;Nature Unveiled&#8221; erschienene Split-7&#8243; mit Nurse With Wound, die drei Stücke der &#8220;LAShTAL&#8221; -EP sowie die beiden &#8220;Maldoror&#8221;-Live-Tracks aus Amsterdam. Das Tape erscheint zunächst 333mal am 1. Dezember. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/current.93-nature.unveiled-homalephmc01.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27294" title="current.93-nature.unveiled-homalephmc01" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/10/current.93-nature.unveiled-homalephmc01.jpg" alt="" width="800" height="655" /></a><span id="more-27293"></span></p>
<p>&#8220;This release will be the first time Nature Unveiled has been available on cassette since 1986. Our first edition of 333 copies comes housed in a solid red case with a clear front with transparent dark red, professionally-manufactured, cassettes plus a full-colour two-sided j-card, one side of which reproduces the original insert from the 1984 vinyl release. The cassette is then inserted into a manilla O-card which is HandStamped with a C93 logo. The cassette features all the tracks that were on the expanded 1992 Durtro CD edition, and has been ecsaticallyremastered for cassette by The Bricoleur / Bladud Flies!.&#8221; (David Tibet / HomAleph)</p>
<p><a href="https://en.houseofmythology.spkr.media/en/Artists/Current-93/Current-93-Nature-Unveiled-MC.html"><strong>@ House of Mythology</strong></a></p>
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		<title>DAVID TIBET: Ferelith / Fontelautus</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Apr 2021 03:11:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mark Valentine]]></category>

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		<description><![CDATA[Als in der Prä-Coronazeit, die sich inzwischen Äonen entfernt anfühlt, David Tibet zwei (von insgesamt fünf) Soloalben ankündigte, da war man schon etwas erstaunt, denn zum einen ist jedes Projekt, an dem Tibet beteiligt ist, durch seinen Vortrag, seine Texte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/04/17/david-tibet-ferelith-fontelautus/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/Ferelith3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25011" title="Ferelith" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/Ferelith3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als in der Prä-Coronazeit, die sich inzwischen Äonen entfernt anfühlt,<a href="http://africanpaper.com/tag/david-tibet/"> David Tibet</a> zwei (von insgesamt fünf) Soloalben ankündigte, da war man schon etwas erstaunt, denn zum einen ist jedes Projekt, an dem Tibet beteiligt ist, durch seinen Vortrag, seine Texte und Konzepte enorm stark von ihm geprägt, zum anderen benötigte er von Anfang an immer (musikalische) Partner, um seine Visionen klanglich umzusetzen.<span id="more-25010"></span> Das war zu Beginn, als die Stücke oft „a side long“ waren, wie es in den<a href="https://current931.bandcamp.com/album/emblems"> Linernotes einer frühen Compilation</a> hieß, <a href="http://africanpaper.com/tag/steven-stapleton/">Steven Stapleton</a> (eine Rolle, die in den letzten Jahren von <a href="http://africanpaper.com/tag/andrew-liles/">Andrew Liles</a> übernommen worden ist) und später dann die Reigen der Gitarristen, Pianisten etc., am konstantesten wohl in den 90ern<a href="http://africanpaper.com/tag/michael-cashmore/"> Michael Cashmore</a>, von dem im nächsten Monat ebenfalls ein Soloalbum bei<a href="http://africanpaper.com/tag/house-of-mythology/"> House of Mythology </a>erscheinen wird.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/Fontelantus.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25012" title="Fontelantus" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/Fontelantus-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist es durchaus sinnvoll, die beiden Alben gemeinsam zu besprechen, denn sowohl ästhetisch als auch musikalisch haben die beiden viel gemeinsam, sind insofern Zwillnge.</p>
<p>Ursprünglich erschienen „Ferelith“ und „Fontelatus“ 2020 auf Tibets eigenem kleinen Label <a href="https://www.cashensgap.com/">Cashen&#8217;s Gap</a> in je zwei limitierten Fassungen: Insgesamt wurden von jedem Album 170 Kopien veröffentlicht. Nun kommen die Alben bei House of Mythology als Vinyl und CD (und leicht verändertem Artwork) neu heraus.</p>
<p>Für Tibet war(en) Sprache(n) enorm wichtig, seine Beschäftigung mit alten und/oder untergegangen Sprachen wie dem Koptischen, Sumerischen oder Akkadischen prägten die Alben der letzten Jahre, in seinen Texte, die immer umfangreicher wurden, gab es immer wieder Verweise auf „grammar“, auf den Logos und insofern erstaunt es um so mehr, dass die beiden Soloalben fast komplett instrumental sind, zumindest Tibets Stimme absent ist. Sucht man Anknüpfungs- und Referenzpunkte bei den <a href="http://africanpaper.com/tag/current-93/">Current 93</a>-Arbeiten der letzten Jahren, dann vielleicht noch am ehesten bei den weniger songorientierten Alben, wie z.B. der letzten Veröffentlichung „If A Star Turns Into Ashes“. Infomationen, wer außer Tibet noch beteiligt war, fehlen, aber<a href="http://www.andrewliles.com/discography/"> offensichtlich </a>wurde er von Andrew Liles unterstützt.</p>
<p>Das Artwork mit seinen verschwimmenden und sich im Äther auflösenden Figuren und einem <a href="https://img.discogs.com/om488uNItFoyL_UsFX5j_fFpYWI=/fit-in/300x300/filters:strip_icc():format(jpeg):mode_rgb():quality(40)/discogs-images/R-15762641-1597332976-6439.jpeg.jpg">Ektoplasma ausströmenden</a> Tibet geben einen guten Hinweis auf die geisterhafte, somnambule Atmosphäre, die die jeweils zwei Stücke,<a href="https://www.discogs.com/David-Fontelautus/release/15762978"> „there is no Side A and no Side B—both sides are Side A and both sides are also Side B“</a>, durchziehen. „Ferelith“ verweist (wahrscheinlich) auf gleichnamigen (Schauer-)Roman von Lord Kilmarnock, dem Mark Valentine <a href="https://www.amazon.de/Ferelith-English-Lord-Kilmarnock-ebook/dp/B07CMNDG8Q/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;dchild=1&amp;keywords=ferelith&amp;qid=1618578926&amp;sr=8-1&amp;asin=B07CMNDG8Q&amp;revisionId=&amp;format=2&amp;depth=1">attestierte</a> „one of the strange great visions in the library of the Gothic“ zu sein und in dem es um die Liebe zu einem Geist geht. Man hört geisterhaft-entrückte Stimmen, denen ein Moment des Sakralen innewohnt, vielleicht läuten irgendwo im Nebel Glocken. Das ist nicht notwendig düstere Musik, aber sie ist kaum greifbar. Das andere Stück wird von einem an- und abschwellenden Melodieloop durchzogen. Der Name „Fontelantus“ entstammt eventuell Jonas Dennis&#8217; <a href="https://www.goodreads.com/book/show/41745544-subversion-of-materialism-by-credible-attestation-of-supernatural-occur?from_choice=false&amp;from_home_module=false"><em> Subversion of Materialism, by Credible Attestation of Supernatural Occurrences</em></a>. Hier findet man ähnlich flächige Sounds, kristallin und verschwommen, irgendwo meint man eine Geige zu hören und von der Stimmung ist das nicht ganz so weit entfernt von dem <a href="http://africanpaper.com/2020/11/21/william-basinski-lamentations/">letzten Album</a> William Basinskis. Ansonsten fallen einem The Caretaker ein, Begriffe wie Hauntology. Vielleicht ist das Ektoplasma-Musik, gechannelt aus dem Zwischenreich von Leben und Tod und bei der die Erzeuger abwesend zu sein scheinen. Musik, die in Anlehnung an Mark Fishers Studie <em>The Weird And The Eerie</em> insofern tatsächlich „eerie“ ist. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.houseofmythology.com/">House Of Mythology</a></strong></p>
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		<title>Sleep Has His House: Re-Issue des Current 93-Albums bei House of Mythology</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/08/04/sleep-has-his-house-re-issue-des-current-93-albums-bei-house-of-mythology/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Aug 2020 05:00:45 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Zusammen mit &#8220;Horsey&#8221; ist auch das 2000 erschienene Current 93-Album &#8220;Sleep Has His House&#8221; auf der Basis der ursprünglichen Master-Tapes und von The Bricoleur aufbereitet neu herausgekommen. &#8220;Sleep Has His House&#8221;, eines der wenigen Alben, bei denen ursprünglich die Schreibweise &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/08/04/sleep-has-his-house-re-issue-des-current-93-albums-bei-house-of-mythology/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zusammen mit &#8220;Horsey&#8221; ist auch das 2000 erschienene Current 93-Album &#8220;Sleep Has His House&#8221; auf der Basis der ursprünglichen Master-Tapes und von The Bricoleur aufbereitet neu herausgekommen. &#8220;Sleep Has His House&#8221;, eines der wenigen Alben, bei denen ursprünglich die Schreibweise Current Ninety Three verwendet wurde, entstand nach dem Tod von David Tibets Vater &#8211; die Trauer ist in vielen Texten der Songs spürbar, ganz direkt v.a. im anrührenden Titelsong, der zusammen mit &#8220;Niemandswasser&#8221; und &#8220;Good Morning, Great Moloch&#8221; zu den beliebtesten Songs der Band werden sollte und bis heute gerne als Zugabe bei Konzerten gespielt wird. Ebenfalls bekannt ist &#8220;Immortal Bird&#8221;, das vorab als Split-Single mit &#8220;Cripple and the Starfish&#8221; der damals am Beginn ihrer Karriere stehenden Antony and the Johnsons herauskam. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/08/current93sleephashishouse.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-21984" title="current93sleephashishouse" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/08/current93sleephashishouse.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-21983"></span>Musikalisch zeigen sich Current 93 hier von einer eher zurückgenommenen, auf&#8217;s Wesentliche konzentrierten Seite. Das den Sound prägende Instrument ist das Harmonium, dessen bedächtige Tonfolgen meist wie die begleitende Gitarre, Glockenspiel und anderes von Michael Cashmore eingespielt wurden. Ergänzt und ins leicht Surreale verschoben wurde dieses Klangbild von Stephen Stapletons durch Effekte, die in ihrer immer leicht tremolierenden Art bereits auf &#8220;Of Ruin Or Some Blazing Starre&#8221; vorkamen. In der Tendenz zur nur leicht melodisch eingefärbten Textrezitation knüpft Tibet mit seiner Stimmarbeit an das vorausgegangene &#8220;Soft Black Stars&#8221; an &#8211; eine Richtung, die auf dem kommenden &#8220;Hypnagogue&#8221;-Release noch verstärkt werden sollte. Neben den neun Tracks des Albums sind auf den neuen CD- und LP-Editionen zehn weitere (und jeweils unterschiedliche) Bonus-Tracks in Form meist unveröffentlichter Alternativ-Versionen enthalten.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=43046783/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Horsey: Re-Issue des Current 93-Klassikers mit Bonus-Material bei House of Mythology</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2020 05:49:24 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[House of Mythology]]></category>

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		<description><![CDATA[Die lange angekündigte Wiederveröffentlichung des 1990 herausgekommenen Current 93-Albums &#8220;Horsey&#8221; &#8211; ursprünglich &#8220;Horse&#8221; und um einige Tracks kürzer &#8211; ist nun bei House of Mythology erschienen. Obwohl mit dem Titelsong und dem eindringlichen Comus-Cover &#8220;Diana&#8221; einige der auf lange Sicht &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/08/03/horsey-re-issue-des-current-93-klassikers-mit-bonus-material-bei-house-of-mythology/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die lange angekündigte Wiederveröffentlichung des 1990 herausgekommenen Current 93-Albums &#8220;Horsey&#8221; &#8211; ursprünglich &#8220;Horse&#8221; und um einige Tracks kürzer &#8211; ist nun bei House of Mythology erschienen. Obwohl mit dem Titelsong und dem eindringlichen Comus-Cover &#8220;Diana&#8221; einige der auf lange Sicht beliebtesten Stücke der Band enthalten sind, nimmt &#8220;Horsey&#8221; eine Sonderstellung in der ohnehin sehr wandlungsreichen Diskografie der Band ein. Die LP, die zunächst in einer Box zusammen mit Nurse With Wounds &#8220;Lumb&#8217;s Sister&#8221;-Soundtrack und Sol Invictus&#8217; &#8220;Lex Talionis&#8221; herauskam wurde nur zu einer Hälfte mit David Tibets englischen Musikerfreunden aufgenommen, die an den vorausgehenden und nachfolgenden Arbeiten beteiligt waren und landläufig als World Serpent-Family bezeichnet wurden. Die anderen Tracks wurden mit Musikern der japanischen Band Magic Lantern Cycle aufgenommen, deren &#8220;Chimæra&#8221;-CD Tibet später auf Durtro herausbrachte. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/08/c93horsey.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-21960" title="c93horsey" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/08/c93horsey.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-21959"></span><br />
Current 93 hatte zu der Zeit bereits den lärmig-abstrakten Kollagenstil des Frühwerks hinter sich gelassen und eine neue musikalische Heimat im folkigen, weitgehend akustischen Songwriting gefunden, das mit der Zeit als Apocalyptic Folk apostrophiert werden sollte. Dies ist auch auf &#8220;Horsey&#8221; evident, gleichwohl der Sound der Platte um einiges sperriger anmutet als der auf Werken wie &#8220;Swasikas for Noddy&#8221;, &#8220;Earth Covers Earth&#8221; oder kurze Zeit später &#8220;Thunder Perfect Mind&#8221;. Außerdem finden sich hier Current 93s im Grunde einige Ausflüge in psychedelischen Noiserock, der weitaus räudiger war als die ungleich elaborierten Rockansätze im 2008 herausgebrachten &#8220;Aleph at Hallucinary Mountain&#8221;. Die aktuelle Version erscheint als Doppel-LP und Doppel-CD und ernthält (je nach Version z.T. unterschiedliches!) Bonusmaterial in Form unveröffentlichter Versionen der Songs.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2887931709/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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