Am 8. August erscheint bei Cold Spring eine besondere Wiederveröffentlichung: “Three Black Nights Of Little Black Bites” dokumentiert die einzigen existierenden Live-Aufnahmen von Marc And The Mambas, einem Projekt, das Anfang der Achtziger von Marc Almond noch während seiner Zeit bei Soft Cell ins Leben gerufen wurde. Die hier festgehaltenen Mitschnitte stammen von drei Konzerten im Duke of York’s Theatre im Londoner West End aus dem Jahr 1983 und gelten als künstlerischer Kulminationspunkt dieses kurzlebigen, aber einflussreichen Ensembles. Die Aufnahmen, ursprünglich 2012 auf Marc Almonds eigenem Label Strike Force Entertainment als CD/DVD-Kombination veröffentlicht und seit Langem vergriffen, erscheinen nun zum ersten Mal auf Vinyl, sorgfältig restauriert und neu gemastert von Martin Bowes. Grundlage waren VHS-Mitschnitte des verstorbenen Peter ‘Sleazy’ Christopherson (Throbbing Gristle, Coil), die als einzige erhaltene Zeugnisse der Live-Existenz der Mambas gelten. Die neue Edition erweitert die Trackliste der CD-Erstveröffentlichung um zwei bisher nur auf DVD enthaltene Songs: “Près Des Ramparts De Séville” mit ausdrucksintensivem Kabarettgesang von Annie Hogan und das Brel-Cover “Jacky”, das Almond Jahre später in einer elektronischeren Version auf seinem Album “Tenement Symphony herausbringen sollte.
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Archiv für das Jahr 2025
Über Klang: Umfangreiche Gruppenausstellung in Berlin
Für Kurzentschlossene empfehlen wir die heute eröffnende Die Ausstellung “Über Klang” in der Brotfabrik Galerie in Berlin-Weißensee. Die Veranstaltung widmet sich künstlerischen Arbeiten, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit dem Phänomen Klang auseinandersetzen. Zu sehen sind Objekte, Installationen, Videos, Zeichnungen, Malereien und musikalische Grafiken von insgesamt 16 Künstlerinnen und Künstlern aus dem Bezirk, namentlich Andreas Burger, Horst Dietzel, Daniela Fromberg, Stella Geppert, Cornelia Gutsche, Christian Kesten, Nadja Kracunovic, Brandon LaBelle, Tom Meier, Elke Mohr und Ingeborg Lockemann als Duo, Mirka Pawlik, DAG Przybilla, Inken Reinert, Stefan Roigk sowie Tim Tetzner.
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The Fall of Spring Blooms: Auftakt der Berliner Konzertreihe Confronting Shadows
Für spontan Entschlossene: Mit “The Fall of Spring Blooms” beginnt im Petersburg Art Space eine neue Veranstaltungsreihe unter dem Titel “Confronting Shadows”, die an die frühere “Confronting Noises”-Reihe anknüpft. Kuratiert von Noise à Noise-Gründer Soheil Soheili mit Unterstützung von bringt dieser erste Abend einige prägnante Stimmen der Berliner Experimental- und Noise-Szenen zusammen, darunter auch Acts, die bereits bei vergangenen Ausgaben beteiligt waren. Eröffnet wird der Abend von den Howling Mystics, einer Zusammenarbeit zwischen Alexandra Kopelian (alias Growthrings) und Margaret Unknown. Ihr Auftritt steht für ein Wechselspiel zwischen kontrolliertem Lärm und improvisatorischer Verdichtung.
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Reise der Schatten: Soundtrack von Anthony Pateras auf LP
Mit “Reise der Schatten” erscheint auf Hallow Ground gerade das neue Album von Anthony Pateras, komponiert als eigenständiger Soundtrack zum gleichnamigen Animationsfilm des Schweizer Künstlers Yves Netzhammer. Die 29 meist kurzen Stücke entfalten eine faszinierend entrückte Klangwelt: mal zart instrumentiert, mal orchestral, manchmal fast hörspielhaft und von undefinierbaren Geräuschen durchzogen, stets jedoch geprägt von einer anrührenden, manchmal märchenhaft anmutenden Atmosphäre. Pateras verbindet hier Elemente experimenteller Klangkunst mit Anleihen bei Folk und elektroakustischer Soundbearbeitung. Ausgangspunkt waren eigens in Basel aufgenommene Metallophonparts, ergänzt durch weitere internationale Aufnahmesessions mit Musiker*innen aus Berlin, Zürich, Sydney und dem irischen Castlemaine.
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KITCHEN CYNICS / MARGERY DAW / GREY MALKIN: To The Green Round
Die drei Schotten Alan Davidson alias Kitchen Cynics, Margery Daw und Grey Malkin sind mittlerweile fast so etwas wie ein eingespieltes Trio, und so entpuppt sich der aktuelle Longplayer – ein Tape, das das Attribut “long” tatsächlich verdient – “To The Green Round” als eine stimmige Mixtur aus avantgardistischem Folk, entrückten Klangtexturen und leiser, teils verstörender Magie, die sich über sechzehn Stücke hinweg Weiterlesen
MIKI YUI: As If
Miki Yui ist eine in Düsseldorf lebende japanische Musikerin und Künstlerin, die mit ihrem aktuellen Album “As If”, erschienen einmal mehr beim Schweizer Label Hallow Ground, erneut ihre seit Jahrzehnten beeindruckende Fähigkeit unter Beweis stellt, subtil hypnotische Klangtexturen zu entwerfen. Yuis Werk bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Sounddesign, elektronischer Komposition und Weiterlesen
Forming Haze: Retrospektive von The Crippled Flower
Mit “Forming Haze” erscheint am 2. Mai auf dem Düsseldorfer Label TAL eine Retrospektive der Band The Crippled Flower – einer kaum bekannten Formation, die Mitte der 1980er zwischen Post-Punk, New Wave und einer auffallend sanften, introspektiven Melodik ihren eigenen Weg suchte. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1985 und 1986 und wurden im Heimstudio auf Vierspurgerät produziert. Dass die Band stilistisch nicht festgelegt sein wollte, zeigt sich in der Vielfalt der Stücke – mal elektronisch flirrend, mal fast poppig, dann wieder fragmentarisch und rau.
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The Might of Stars Sublime: Dirk Serries mt neuem Album auf Audiophob
Mit “The Might of Stars Sublime” veröffentlicht der belgische Musiker Dirk Serries sein erstes Album auf dem Leipziger Label Audiophob. Aufgenommen mit elektrischer Gitarre und Effektgeräten, bewegt sich das Werk im Spannungsfeld zwischen warmer, vielfarbiger Klangschichtung und rauen, körnigen Texturen, oft mit einem spürbar melancholischen Unterton. Weiterlesen
Shoedazey: Neuer Longplayer von Karen Zanes
Mit “Shoedazey” erscheint dieser Tage der neue Longplayer von Karen Zanes, ein Album, das sich zwischen verspielter Leichtigkeit und nachdenklicher Zurückhaltung bewegt. Die Sängerin, Songschreiberin und Mehrfachinstrumentalistin aus Neuengland hat alle Stücke selbst geschrieben, arrangiert, eingespielt und produziert, begleitet wird sie punktuell von befreundeten Musikerinnen und Musikern, etwa von Sheila Bommakanti (Pedal-Steel-Gitarre) oder von Ben Hillier und Ben Hampson (Live-Drums). Die Drumloops auf einigen Tracks stammen von Laurent Wirz.
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David Eugene Edwards und Al Cisneros mit gemeinsamer EP
Mit ihrer ersten gemeinsamen Veröffentlichung legen David Eugene Edwards (Wovenhand, 16 Horsepower) und Al Cisneros (Sleep, OM) eine 10″-EP vor, die zwei dichte, eindringliche Instrumentalstücke enthält. Beide Musiker nähern sich hier von unterschiedlichen Seiten einem dunkel konturierten, rituell-psychedelischen Sound an, der trotz seiner reduzierten klanglichen Breite auch aufgrund seines Detailreichtums beeindruckt.
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Gonçalo Almeida, Barbara Togander und Vasco Trilla debütieren als Rapid Zen
Das neu gegründete Trio Rapid Zen, bestehend aus Kontrabassist Gonçalo Almeida, Sängerin und Turntable-Virtuosin Barbara Togander und Schlagzeuger und Percussionist Vasco Trilla, veröffentlicht dieser Tage sein Debütalbum. Auf “Fried Brains” kreieren sie eine dynamische und wechselhafte Mischung einzigartiger Musik, indem sie rhythmische Muster mit Klangexperimenten verschmelzen. Dies erreichen sie durch die Kombination von Turntable-Sampling und Scratching, die einen ganz eigenen Klang erzeugt und mit einer breiten Palette verschiedener Techniken an Kontrabass, einem zwischen Spannung und Eskalation changierenden Schlagzeug und einer markanten Stimmarbeit interagiert. Das Album erscheint als LP und digital bei Deflaz Records.
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Debütalbum des Sverre Sæbø Quintet auf Sauajazz
In den kommenden Tagen erscheint beim Label Sauajazz das Debütalbum des bereits durch Konzerte bekannten und beliebten Sverre Sæbø Quintet mit dem Titel “If, however, you have not lost your self control”. Der norwegische Bassist und Komponist Sverre Sæbø versammelt in seinem Quintett einige der markantesten jüngeren Stimmen der lokalen Szene: Aksel Røed, Heidi Kvelvane, Andreas H. Hatzikiriakidis und Amund Nordstrøm. Die Stücke wurden gezielt für diese Besetzung geschrieben und zeichnen sich durch eine Mischung aus verspielter Energie und struktureller Klarheit aus.
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Zone 19: Ali Balighi erforscht das 19-ED-System auf neuem Album
Mit “Zone 19: An Algorithmic Journey Through the 19-EDO Soundscape” setzt der in den USA lebende iranische Komponist Ali Balighi seine Auseinandersetzung mit alternativen Tonsystemen fort. Nach früheren Arbeiten im 12-EDO- und 24-EDO-System sowie mit persischen Modi widmet sich Balighi nun den 19 gleichstufig geteilten Oktavschritten, die ihm neue melodische und harmonische Möglichkeiten eröffnen. Das Album entstand in enger Zusammenarbeit mit eigens entwickelten Algorithmen: “By automating time-consuming tasks, artificial intelligence allowed me to focus on the aesthetic and structural aspects of the music,” erklärt Balighi. Dennoch bleiben die endgültigen Entscheidungen klar menschlich geprägt.
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Out Of The Blue: Neuer Longplayer von Tomo-Nakaguchi
In Kürze erscheint mit “Out Of The Blue” das neue digitale Album des japanischen Musikers und Klangkünstlers Tomo-Nakaguchi bei Audiobulb. In seiner dritten Veröffentlichung bei dem Label vertieft Nakaguchi seinen vielschichtigen Ansatz zwischen songhaft eingefärbten Experimenten, akustischer Texturarbeit und elektroakustischer Klangkomposition. Der in Yokohama lebende Künstler, verbindet auf dem neuen Album gezielt bearbeitete Gitarrenschichten mit Sampler, Field Recordings, manipulierten
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Katapult: Neue LP von Pierre Borel
Pierre Borels neues Album “Katapult” erscheint in Kürze bei Umlaut Records und ist eine Art Selbstversuch mit offenem Ausgang: ein Solo für Saxophon und Schlagzeug – gleichzeitig gespielt. In vier Stücken erkundet der Musiker, wie weit sich die Gleichzeitigkeit von Melodie, Rhythmus und Körperkoordination treiben lässt. Was zunächst wie eine technische Herausforderung wirkt, entwickelt sich, wie es vom Label heißt, zu einem fein ausbalancierten System aus Überlagerungen, Brüchen und punktgenauer Spannung.
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D. JACKMAN: Steadfast / JACKMAN: Scilence
Jetzt kommt die umfangreiche Organum Electronics /David Jackman-Subskriptionsreihe auf Die Stadt, die mit „Quietude“ Ende 2023 begonnen hatte, mit der Doppel-CD „Steadfast“ zu einem Ende. Bei vielen Besprechungen von Jackman-Material der letzten Jahre haben wir immer wieder thematisiert, dass die Hintergründe von seinen Arbeiten oftmals opak bleiben. „Jackman’s work is one clouded mystery“, schrieb der umtriebige Frans de Waard einmal passenderweise. Weiterlesen
9T ANTIOPE: Horror Vacui
Vor einigen Monaten bereits brachten 9T Antiope, das in Paris lebende Duo, das bekannt ist für seine dunklen desolaten Lärmwelten, in die in den letzten Jahren immer mehr klassische Instrumente Einzug gehalten haben, ein Konzeptalbum heraus, das sich dem Horror Vacui, dem Schrecken der Leerheit widmete. Dass das Cover so etwas wie ein heimelig-unheimliches Spukhaus nach Puppenhausmanier zeigt, und das ein solches auch immer wieder in den einzelnen Songs auftaucht, mag einen zunächst verwundern, denn bei der Frage nach dem, was einen in Weiterlesen
DRUHÁ SMRT: Dialectic of Thorn
Subtile Droneschichten, durchmischt mit einem mysteriösen Bimmeln, eröffnen eine spannungsgeladene Klanglandschaft, in die anrührende Streicher recht bald eine wehmütige Note einbringen. “The Effigy”, der Opener von Druhá Smrts “Dialectic of Thorn”, wirkt zunächst wie der Score eines Hörspiels, in welchem Geräusche, die wie Schritte anmuten, aber wohl auf rückwärts eingespielte Details zurückgehen, ein rätselhaftes Ambiente schaffen. Doch dann Weiterlesen
Leonie Roessler, Soheil Soheili, Simon Rose und Matthias Bauer im Berliner PAS
Im Rahmen eines Doppelkonzertabends im Petersburg Art Space treffen am 30. April zwei improvisierende Duos aufeinander, deren Ansätze sich durch unterschiedliche ästhetische Schwerpunkte auszeichnen. Der britische Saxophonist Simon Rose und der Berliner Kontrabassist Matthias Bauer – beide seit Jahrzehnten in der freien Szene aktiv – arbeiten mit spontanen Verdichtungen und Kontrasten. Ihr Zusammenspiel lebt vom Wechsel zwischen klanglicher Reduktion und eruptiven Ausbrüchen, ohne sich festen Formen zu unterwerfen. Neben zahlreichen anderen Aktivitäten ist der zunächst im Bereich Drama in Erscheinung getretene Rose durch seine Arbeit
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