Am Samstag, den 19. April, findet in Leipzig die siebte Ausgabe des NixNoise Festivals statt. Wie gewohnt steht der Abend im Zeichen experimenteller, radikaler Klangkunst, die – konträr um Namen der Veranstaltung – von harschem Noise über abstrakte elektronische Strukturen bis hin zu intensiven, rhythmischen Eskalationen reicht. Das Festival versammelt Künstlerinnen und Künstler, die sich auf unterschiedliche Weise mit Lärm, Verzerrung und dem was man klangliche Dekonstruktion nennen könnte, auseinandersetzen.
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Archiv für das Jahr 2025
Boredom And Other Evil Spirits: Catapult Elpam debütiert auf Cruel Nature
Ende des Monats erscheint das Debütalbum “Boredom And Other Evil Spirits” von Catapult Elpam, dem Projekt des rumänischen Künstlers und Musikers Stefan Alcaza, bei Cruel Nature Records. Alcaza begann 2012 mit der Musikproduktion und fand laut Label im Hip-Hop eine Alternative zur damaligen Mainstream-Musik in Rumänien. 2018 gründete er Catapult Elpam, um Hip-Hop mit unkonventionellen Klangkombinationen zu verbinden und den Fokus auf Sample-Manipulation statt auf Synthies zu legen. Das Album, das die Unsicherheiten der Post-Covid-Ära widerspiegelt, kombiniert aus dem Hip-Hop vertraute Rhythmen mit düsteren Atmosphären und originellen Samples.
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Now We Are Branches And Leaves: Digitales Album von øjeRum und Peter Knight
Am 14. März erscheint beim 12K das neue digitale One-Track-Album “Now We Are Branches And Leaves”, eine Kollaboration zwischen dem dänischen Musiker und Collage-Künstler øjeRum (Paw Grabowski) und dem australischen Trompeter und Komponisten Peter Knight. Die einstündige Komposition verbindet minimalistische, wiederkehrende Klaviermotive mit subtilen elektronischen Elementen und einer Trompete, deren melancholischer Ton sich in vielschichtige, leicht rauschende Texturen einfügt.
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Jiyun Park und Hye Young Sin im Berliner Madame Claude
Am Montag, den 24. März, sind Jiyun Park und Hye Young Sin im Rahmen des eXperimontag im Berliner Madame Claude zu erleben. Beide Künstlerinnen erforschen die Möglichkeiten experimenteller Klangerzeugung mit eigens entwickelten Instrumenten und unkonventionellen Materialien. Jiyun Park, in Seoul geboren und heute in Köln ansässig, erschafft ihre Sounds mit einem selbstgebauten Instrument – siehe Foto – aus Saiten, einer Kupferplatte, einem Transducer und einem Piezo-Mikrofon. Die daraus entstehenden akustischen und elektronischen Resonanzen formen ein sich stetig veränderndes Klangbild, das den Raum und dessen akustische Eigenschaften mit einbezieht.
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Sans Soleil: Puce Moment interpretieren Gagaku
Am 21. März 2025 erscheint das neue Album “Sans Soleil” des Duos Puce Moment bei Parenthèses Records. Pénélope Michel und Nicolas Devos, die beiden Köpfe hinter dem oftmals interdisziplinär ausgerichteten Projekt, verweben darauf traditionelle japanische Gagaku-Klänge mit Stimmeinsatz sowie elektroakustischen und elektronischen Elementen inklusive eines Theremin zu einem hypnotischen Ganzen von starker filmischer Intensität. Die Grundlage für dieses Werk bildeten Aufnahmen, die sie im Februar 2020 mit Musikerinnen und Musikern der Gagaku Music Society of Tenri in Japan machten, bei denen Instrumente wie Shô, Ryûteki, Hichiriki, Biwa, Sô, Taiko und Shôko, Kakko Verwendung fanden. Das Album umfasst sechs Stücke, die oftmals durch eine Balance zwischen kontemplativen Passagen und dynamischen Sequenzen bestechen. Das Album erscheint als limitierte CD und zum Download.
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All Kinds of Light: Neuer Longplayer von The Silent North
In einigen Tagen erscheint mit “All Kinds of Light” das neue Album von The Silent North als limitiertes Tape auf Cruel Nature Records. Hinter dem Projekt steckt der schottische Musiker Paul Russell, der seit 2022 elektronische und ambient geprägte Musik veröffentlicht. Sein Stil verbindet synthetische Klänge mit organischen Elementen wie Gitarre, Bass und Effektpedalen, wodurch die Kompositionen eine gewisse Wärme und Unmittelbarkeit erhalten.
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Liquids & Flesh: Gelbart mit neuer Soloveröffentlichung
Am 4. April erscheint mit “Liquids & Flesh” das erste Album von Adi Gelbart seit neun Jahren und damit zugleich die erste Veröffentlichung auf seinem neuen Label Egglike Records. Das Werk erscheint als LP und zum Download. Der Berliner Multiinstrumentalist, bekannt für seine eigenwillige Verbindung von Elektronik, akustischen Instrumenten und surrealen Arrangements, erweitert hier sein Klangspektrum um synthetische Stimmen: Sprachsynthese, algorithmische Modelle und Vocoder treffen auf analoge Geräte, Blasinstrumente, Cembalo und Zither.
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Valerie Renay, Mizuki Ishikawa, GubbiAnn, Lun Ário und andere im Berliner Hošek Contemporary
Am Mittwoch, den 26. März, präsentiert Hošek Contemporary in Berlin-Mitte einen Abend mit improvisierten und experimentellen Klanginstallationen. Der auf einem Schiff gelegene Veranstaltungsort bietet zwei Performances: Zunächst treten die Improvisations- und Klangkünstlerin Mizuki Ishikawa (Feedback, Objekte), die sich im Bereich von Noise, Ambient und Improvisation bewegende Künstlerin GubbiAnn (No-Input, DIY-Oszillatoren) und Lun Ário (Sampling, Stimme) gemeinsam auf. Anschließend folgt Valerie Renay mit Gästen, die Live-Elektronik, Stimme, Körper, Worte und “quantum dreams” in ihre
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Turmoil: Joss Turnbull mit neuem Album und Tour
Der Perkussionist Joss Turnbull veröffentlicht am 14. März sein zweites Soloalbum “Turmoil” bei Boomslang Records. Turnbull, bekannt für seine experimentelle Herangehensweise an die iranische Kelchtrommel Tombak, erweitert die klanglichen Möglichkeiten seines Instruments durch den Einsatz unkonventioneller Matrialien wie Gummibällen, Tremolo-Sticks und Folien sowie durch Live-Sampling und elektronische Effekte. Seine Musik bewegt sich zwischen Spannung und Offenheit, wobei er traditionelle Spielweisen mit Improvisation verbindet.
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DEAD BANDIT: Dead Bandit
Letztes Jahr hatten uns die Amerikaner von Dead Bandit mit ihrem zweiten Album „Memory Thirteen“ begeistert: „Auf 13 Stücken spielen die beiden eine teils durchaus reduzierte Musik, der oftmals eine somnambule, nokturne Stimmung innewohnt, die in Passagen aber dann auch immer wieder einen Sonnenaufgang (mehr als nur) erahnen lässt.“ Diese Stimmung in einem Spannungsfeld von dezent mysteriösen Momenten hin zu einer gewissen Leichtigkeit findet sich auch auf dem inzwischen dritten Album des Duos aus Chicago wieder. Weiterlesen
ADAM GOLEBIEWSKI / DAVE BROWN: Dogs Light
Es gibt Musiker, deren wesentliche Künste wie für einander geschaffen wirken und einmal zusammen in die Waagschale geworfen eine unglaublich stimmige Magie entfalten. So ist es auch bei “Dogs Light”, der mysteriös betitelten Kollaboration des Schlagzeugers und Improvmusikers Adam Gołębiewski mit dem auch als Candlesnuffer bekannten Gitarristen und Klangkünstler Dave Brown – das Weiterlesen
ARSHAN NAJAFI: Imaginary Crisis
Auf “Imaginary Crisis” erkundet der iranische Klangkünstler Arshan Najafi die Grenzen und Überlappungsbereiche zwischen Tönen, Geräuschen und Stille mit einem experimentierfreudigen Ansatz, der traditionelle Instrumente in ungewohnte Zusammenhänge stellt. Jedes Stück ist das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit den klanglichen Möglichkeiten von Synthies, Streich- und Tasteninstrumenten sowie deren elektronischer Verarbeitung, dabei werden Weiterlesen
Ripe: Neue LP der Postcards
Am 28. März erscheint “Ripe”, das fünfte Studioalbum der libanesischen Band Postcards, bei den Labels Ruptured und T3 Records. Das Trio aus Beirut, bestehend aus Sängerin und Gitarristin Julia Sabra, Schlagzeuger Pascal Semerdjian sowie Gitarrist und Bassist Marwan Tohme, hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2012 als fester Bestandteil der alternativen Musikszene weit über die Landesgrenzen hinaus etabliert. “Ripe” markiert eine Weiterentwicklung des charakteristischen Sounds der Band, indem es rohe Intensität mit atmosphärischen Klängen verbindet.
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Illrie: Gemeinsames Album von Bilayer und Sarah-Jane Summers
Ende des Monats veröffentlicht Aurora Records das neue Album “Illrie” des Duos Bilayer in Zusammenarbeit mit der schottischen Geigerin Sarah-Jane Summers. Bilayer, bestehend aus Hilde Marie Holsen (Trompete, Effekte) und Magnus Bugge (analoge Synthesizer), bewegt sich frei zwischen minimalen Arrangements und ungewöhnlichen Klängen. Ihre Musik zeichnet sich, wie vom Label angedeutet, durch eine flache Struktur aus, bei der alle Klänge gleichwertig sind und die Herkunft der Klangelemente bisweilen im Verborgenen bleibt. Sarah-Jane Summers, eine in Norwegen ansässige schottische Musikerin, bringt ihre Expertise in traditioneller und experimenteller Musik ein. Mit einem Master-Abschluss der Norwegischen Musikakademie und als Schülerin des renommierten Violinisten Donald Riddell verbindet sie traditionelle schottische Fiddle-Techniken mit zeitgenössischen Ausdrucksformen. “Illrie” besteht aus acht Tracks, die nach alten Dialektwörtern von der Küste Norwegens benannt sind, der Heimat von Holsen und Bugge. Beispiele hierfür sind “Skogavakse”, was die Baumgrenze bezeichnet, “Illrie” als Begriff für Schneesturm und “Nattsveve”, das Löwenzahn bedeutet. Die Stücke bewegen sich zwischen knarrenden Klängen, in denen die einzelnen Instrumente oft nicht klar zu erkennen sind, und wehmütig-melancholischen Passagen mit ambienten Elementen, die eine besondere Spannung erzeugen. “Illrie” erscheint auf CD und als Download.
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Månen, Armadillo: Neue LP von Building Instrument
Am 14. März erscheint mit “Månen, Armadillo” das neue Album des norwegischen Trios Building Instrument bei Hubro Music. Die Band um Mari Kvien Brunvoll, Åsmund Weltzien und Øyvind Hegg-Lunde verbindet darauf einmal mehr verspielte elektronische Elemente mit akustischen Instrumenten und einem feinen Gespür für Melodie und Atmosphäre. Elektronische Percussion, Synthies und Sampler spielen diesmal eine noch zentralere Rolle, was dem Label zufolge auch mit einem Kompositionsauftrag für das Ekko Festival 2022 zusammenhängt, der die Band stärker in diese Richtung führte. Die Stücke wurden zunächst gemeinsam entwickelt, dann in Einzelarbeit weiter ausgearbeitet und schließlich zusammen mit Produzent Jørgen Træen in Bergen finalisiert.
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Raoul Eden auf Europatour
Der französische Gitarrist Raoul Eden bricht gerade zu einer mehrwöchigen Tour durch fünf europäische Länder auf. Neben zahlreichen Terminen in Frankreich stehen auch einige Konzerte im deutschsprachigen Raum (Chemnitz) und im östlichen Umland (u.a. Krakau, Prag) auf dem Plan. Edens Musik, die bereits auf den zwei Soloalben “Anima” und “Incarnation” zu hören ist, bewegt sich u.a. zwischen
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Sympoietic Compilation auf Musica Dispersa mit Leonie Roessler, Ana Berkenhoff u.v.a.
Die “Sympoietic Compilation”, die auf Musica Dispersa Records erschienen ist, versammelt 16 Künstlerinnen aus unterschiedlichen geografischen und kulturellen Kontexten, die gemeinsam eine experimentelle elektronische Klangstruktur von z.T. rauer Unverblümtheit erschaffen. Das Konzept lehnt sich laut Begleittext an den von Donna Haraway geprägten Begriff der Sympoiesis an – ein Prozess, in dem nichts isoliert existiert, sondern sich alles in wechselseitiger Abhängigkeit entwickelt. Hier gibt es keine autarken Schöpferfiguren, sondern ein Zusammenspiel von Klängen, Texturen und Rhythmen, die sich fortwährend verändern. Sympoiesis ist also ein quasi anti-genieästhetisches Konzept, welches genau die Aspekte, die im alten Indien unter dem Begriff Bedingtes Entstehen (auf Sanskrit Pratitya Samutpada) als grundlegenden Mechanismus jedweden Entstehens von Phänomenen betrachtet wurden, aber gleichsam in der Wahrnehmung meist unter dem Radar ablaufen, u.a. im künstlerischen Medium gezielt anstrebt und als Handlungsimpulse postuliert.
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Tavare auf Europatour im Frühling
Ab dem kommenden Wochenende startet das aus Aidan Baker (Gitarre, Vocals), Tristen Bakker (Bass, Vocals) und Angela Muñoz (Drums, Vocals) bestehende Slowcore- und “Dirgepop”-Trio Tavare auf eine ausgedehte Tour durch insgesamt sieben Länder schwerpunktmäßig im nordöstlichen Zentrum Europas, es könnten noch einige Termine im Mai hinzukommen. Mit Berlin, Leipzig, Dresden, Cottbus und Hamburg stehen insgesamt sechs Stationen im deutschsprachigen Raum auf dem Plan. Tavare debütierten vergangenen Herbst mit der der Single “Ghosts”, die als Lathe Cut-7″ und digital über Champion Version erschien.
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Q Time Machine: Monumentales Album von Ehsan Saboohi
Im April erscheint mit “Q Time Machine” das neue umfangreiche Album von Ehsan Saboohi über Post Orientalism Music. Die Veröffentlichung setzt Auseinandersetzung des Komponisten mit nichtlinearen musikalischen Strukturen fort und greift auf ein von ihm entwickeltes System zurück, das in Echtzeit generierte Text-zu-Sprache-Elemente in die Komposition integriert. Im Zentrum steht, wie es in den Liner Notes heißt, ein experimenteller Umgang mit Zeit: Die Verarbeitung der Klangbausteine erfolgt über variable Parameter, die nicht nur technische Herausforderungen wie Netzwerkstabilität und Verzögerungen berücksichtigen, sondern diese gezielt in das Werk einbeziehen. Dabei entstehen fragmentierte und unvorhersehbare Entwicklungen, die von stets variieren.
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