Anfang Oktober sind die französischen Blind Delon im Berliner Cassiopeia zu sehen. Blind Delon verbinden Post-Punk, kalte Synthies und düstere Romantik mit clubtauglicher Härte. Ihre Songs wirken zugleich roh, elektronisch und emotional distanziert, irgendwo zwischen Melancholie und Abriss. Live bringt das Trio eine musikalische Ästhetik auf die Bühne, die an eine Zukunft aus Stahl und Nebel erinnert.
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10p Jazz: Volk Soup debütieren auf Cruel Nature Records
Mit “10p Jazz” legt das achtköpfige Kollektiv Volk Soup aus Leeds am 3. Oktober sein erstes vollständiges Album vor – ein vielschichtiges, energiegeladenes Werk, das mit kantiger Wucht und abrupten Brüchen durch Post-Punk, Noise-Rock und experimentelle Rhythmen stößt. Besonders im bereits vorab erschienenen Track “Reptilian Brain” zeigt sich, wie die Musik gleichzeitig aufgewühlt, wach und kraftvoll nach vorn drängt, dabei aber nicht ins Chaos abgleitet, sondern eine fast schon aufgeräumte Struktur behauptet.
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Múm und Hist Og im Berliner Lido
Mit „History of Silence“ melden sich múm nach längerer Studiopause zurück und stellen ihr neues Album im Herbst auch live in Berlin vor. Die isländische Formation, die seit Ende der 1990er für eine feinsinnig versponnene Verbindung aus Elektronik, organischen Klängen und kammermusikalischem Songwriting steht, widmet sich auf ihrer siebten Platte einmal mehr Themen Getrenntheit, Vergänglichkeit und Erinnerung.
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Rieko Okuda, Ignaz Schick, Beat Keller und das Reanimation Orchestra im Berliner Hošek Contemporary
Für Kurzentschlossene: Bei Hošek Contemporary treffen heute Abend im Rahmend er Reihe Improvised and Experimental zwei Ensembles der freien Improvisation aufeinander. Zunächst spielen Rieko Okuda (Electronics), Ignaz Schick (Turntables, Sampler) und Beat Keller (Feedbacker-Gitarre). Im zweiten Teil ist das
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Same: Michael Fischer, Philipp Quehenberger und Didi Kern debütieren als Phenomenal World
Gerade erscheint mit “Same” das erste Album von Phenomenal World zum Download, die LP folgt kommenden Monat bei Rock Is Hell Records. Das Trio, bestehend aus Michael Fischer (Feedback-Saxofon, Gesang), Philipp Quehenberger (Synthesizer) und Didi Kern (Schlagzeug), ist in der Wiener Szene längst kein unbeschriebenes Blatt. Nun bündeln die drei ihre Erfahrungen in einem gemeinsamen Projekt, das rohe Energie mit präziser Improvisation verbindet.
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Šablona: Albumdebüt der Combo Tepih auf Bruit Editions
Mit “Šablona” erscheint am in Kürze das Debütalbum des Quartetts Tepih als CD und zum Download über Bruit Editions. Das Ensemble vereint Samo Kutin (Drehleier), Gaudenz Badrutt (Elektronik), Tomaž Grom (Kontrabass, Elektronik) und Jonas Kocher (Akkordeon), der gerade beim gleichen Haus sein Soloalbum Archipelago” herausbringt. Alle Beteiligten haben zuvor bereits im Šalter Ensemble eng zusammengearbeitet.
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Premier Rapport: Gemeinsamer Longplayer von Quentin Rollet und François Galland
Mit “Premier Rapport” erscheint in Kürze das erste gemeinsame Album von RG, dem Duo aus Quentin Rollet und François Galland. Das Projekt RG, dessen Kürzel eigentlich aus den Initialen der beiden Teilnehmer besteht, in Frankreich allerdings unweigerlich an den Geheimdienst “Renseignements Généraux” erinnert, steht bei den beiden Musikern jedoch für das Gegenteil: ein offenes musikalisches Gespräch ohne Geheimnisse. Kennengelernt haben sie sich 2022 bei einer Improvisationssession im Pariser Club Chair de Poule, wo sofort eine besondere Verbindung spürbar war. Wenig später arbeiteten sie in einem choreografischen Projekt zusammen, ehe 2024 erste Studioaufnahmen entstanden. Ein Konzert im “Tony Collectif”, ergänzt durch intime Sessions im Studio, bildet nun die Grundlage von “Premier Rapport”.
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Døgnville: Neuer Longplayer des Liv Andrea Hauge Trios
Am 5. September erscheint mit “Døgnville” das dritte Album des Liv Andrea Hauge Trios bei Hubro. Der Titel, so erfährt man vom Label, greift den gleichnamigen norwegischen Ausdruck auf – der das Gefühl benennt, aus dem Takt zu geraten, wie bei einem Jetlag oder Schlafmangel. In dieser Zwischenzone zwischen Wachsein und Traum, zwischen Struktur und Unbestimmtheit entfaltet sich die Musik des Albums.
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Mirco Magnani, Nàresh Ran, Andres Marino und Amy & Her Quiet Experiments in Berlin
Am Donnerstag, den 4. September findet erstmals nach der Sommerpause wieder ein Konzertabend der Reihe Glass in Berlin-Kreuzberg statt. Munsha und Team präsentieren einen Abend zwischen introspektiver Elektronik, freier Improvisation und radikaler Klangforschung. Nàresh Ran zeigt mit “PRAESENS” ein dunkles, intimes Werk für Synthesizer und Stimme, das sich, wie man im Programmtext erfährt, bewusst den inneren Abgründen zuwendet.
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Breathless: André Vida erkundet ungewohnte Seiten des Saxophons
In den kommenden Tagen erscheint mit “Breathless” das neue Album des Saxophonisten und Komponisten André Vida bei Vidatone als LP. Das Werk markiert einen radikalen Paradigmenwechsel in seinem Schaffen: Zum ersten Mal verzichtet Vida vollständig auf den Einsatz des Atems im Spiel mit dem Tenorsaxophon. Stattdessen rückt er die Geräusche des Instruments selbst in den Vordergrund – das Klappen der Finger auf den Tasten, das Lösen der Lederpolster, die Resonanzen im Inneren des Korpus.
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A Danger To Ourselves: Neue LP von Lucrecia Dalt
Am 5. September erscheint mit “A Danger to Ourselves” das neue Album von Lucrecia Dalt bei RVNG Intl. Nach dem vielbeachteten Vorgänger “¡Ay!” widmet sich Dalt diesmal in konzentrierter Form den Ambivalenzen zwischenmenschlicher Nähe. Im Mittelpunkt stehen ihre Stimme, lyrische Reflexionen und ein vielschichtiges Zusammenspiel aus akustischer Instrumentierung, kollagenartiger Perkussion und subtiler elektronischer Bearbeitung.
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Radif of Iranian Music for Qanun: Nilufar Habibian mit Soundblock auf Post Orientalism Music
Mit “The Cultural Sound Blocks of Humanity Vol. 7 – Radif of Iranian Music for Qanun” erscheint am 16. Oktober erstmals ein digitales Album der iranischen Qanun-Spielerin Nilufar Habibian bei Post Orientalism Music. Die Veröffentlichung, die zahlreiche recht kurze Tracks enthält, ist Teil einer Reihe, in der zuvor bereits Instrumente wie Tar, Qopuz, Ney, Santur, Sitar und Kamanche im Kontext des iranischen Radif-Kanons vorgestellt wurden. Das Kanun, auch Qanun genannt, ist eine trapezförmige Kastenzither mit 63 bis 84 Saiten, die in Dreiergruppen gespannt und mit an den Fingern befestigten Plektren gezupft werden. Sein heller, facettenreicher Klang und die Möglichkeit, mittels kleiner Hebel Mikrotöne zu erzeugen, machen es zu einem zentralen Instrument in iranischer, arabischer und türkischer Kunstmusik. Es wird sowohl im Ensemble als auch solistisch eingesetzt und wird aufgrund seines Tonumfangs und seiner Spielweise oft mit dem Klavier verglichen.
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Ŋurru Wäŋa: Neue CD von Hand to Earth
Mit “Ŋurru Wäŋa” legt Hand to Earth, die Combo um Peter Knight, ein Album vor, das sich mit Heimat, Zugehörigkeit und Entfremdung auseinandersetzt und zwischen ambienten, folkigen Ansätzen im besten Sinne changiert. Die sechs zum eil sehr vokalorientierten Tracks entstanden während einer Tour und spiegeln die unterschiedlichen Hintergründe der Musiker wider. Dabei verbinden sie elektronische Klänge, Bläser, traditionelle Instrumente wie den Yidaki und Spoken Words, um eine vielschichtige Klanglandschaft zu schaffen.
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Klangdialog zwischen Berlin und Kopenhagen: Jan Jelinek und Mads Emil Nielsen mit Remixsingle
Das dänische Label Arbitrary veröffentlicht in den kommenden Tagen eine limitierte 7“, die die experimentelle Arbeit von Jan Jelinek und Mads Emil Nielsen in Form gegenseitiger Überarbeitungen verbindet. Auf der A-Seite interpretiert Jan Jelinek Nielsens bislang auf einer Compilation veröffentlichtes
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SALFORD ELECTRONICS: After The Rain
David Padbury hat sich jahrzehntelang am eher rabiaten Feld aus Power Electronics und Industrial abgearbeitet. Seit einigen Jahren nimmt er – im Projektnamen auf seine Heimatstadt verweisend – als Salford Electronics auf. Wies das 2017 auf Tesco veröffentlichte Album „Communique No. 2“ noch Spuren von Industrial auf, so näherten sich die zahlreichen (hauptsächlich digital verfügbaren) Alben und Tracks allerdings stärker einem tendenziell dunklen, Weiterlesen
THE SPECTRAL LIGHT: Obliteration
Das neue Album “Obliteration” von The Spectral Light, bestehend aus Amanda Votta, Neddal Ayad und Jon Free, ist ein düsteres, raues Werk, das sich mit fünf ausgedehnten, jeweils um die zehn Minuten langen Stücken gänzlich der Langsamkeit, Tieftönigkeit und atmosphärischen Verdichtung verschreibt. Alles wirkt hier abgründig und gespenstisch – eine Musik zwischen bröckelndem Lärm, zäher Wucht und einer zerfransten, melancholischen Schönheit. Weiterlesen
SARY MOUSSA: Wind, Again
Es gibt Musik, die nicht nach Einheit strebt, sondern gerade aus dem Zusammenprall unterschiedlicher Elemente ihre Spannung bezieht. “Wind, Again”, das neue Album von Sary Moussa, das der hier als Sazspieler auftretende Musiker zusammen mit einigen der großen Namen der libanesischen Experimentalszene – Julia Sabra (Piano, Hammond-Orgel), Paed Conca (Klarinette), Abed Kobeissi (Buzuq), Sary Moussa (Saz), Fadi Tabbal (Gitarre) und Pascal Semerdjian (Schlagzeug) – eingespielt hat, ist Weiterlesen
Die Wilde Jagd und Ensemble im Jenaer Kassablanka
Die Wilde Jagd kommt im November für ein besonderes Konzert nach Jena: Gemeinsam mit einem Quartett der Jenaer Philharmonie präsentiert das Projekt von Sebastian Lee Philipp im Kassablanca ein Programm, das Stücke aus mehreren Alben vereint. Die Besetzung bringt dabei ein spannendes Zusammenspiel aus Band und klassischem Ensemble auf die Bühne. Neben Philipp an Gitarre, Elektronik und Gesang stehen Schlagzeuger Manuel Chittka sowie die Cellistin und Sängerin Lih Qun Wong. Ergänzt wird das Trio durch Veronika Kinnunen (Querflöte), Alexander Brühl (Kontrabass), Gabriela Croitoru (Harfe) und Christian Götz (Viola).
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Reports of Debris: Retrospektive von Nigel Ayers und Nocturnal Emissions
Am 21. September erscheint mit “Reports of Debris” erstmals eine umfassende Zusammenstellung, die das Schaffen von Nigel Ayers sowohl als Solokünstler wie auch unter dem Namen Nocturnal Emissions dokumentiert. Die Veröffentlichung umfasst Arbeiten von den frühen 1980er-Jahren bis 2024 und bringt damit Stücke aus so unterschiedlichen Phasen wie den radikalen Noise-Produktionen der frühen Zeit, den rhythmusorientierten Industrial-Stücken und Ayers’ späteren, stärker ambient und rituell geprägten Aufnahmen zusammen.
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