„Pax Westphalica“ ist kein neues Studioalbum von [Multer], sondern ein am 19.02.1999 aufgenommener Auftritt in Münster, der nun als ein auf 200 Exemplare limitiertes weißes Vinyl, von Dirk Serries gemastered, bei Auf Abwegen veröffentlicht wird. Weiterlesen
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ASMUS TIETCHENS / THORSTEN SOLTAU: Lichthöfe
Zuletzt hatte uns der Hamburger Asmus Tietchens mit der jünsgten Veröffentlichung seines anagrammatischen Projekts Statische Musen begeistert und wir attestierten, er erschaffe „Musik, der man durchaus das Attribut wunderschön verleihen kann.“
Im Laufe seiner langen Karriere hat Tietchens neben seinen zahlreichen Soloalben auch immer wieder mit anderen zusammengearbeitet, deren Klangmaterial er be- und verarbeitete. Weiterlesen
ILLUSION OF SAFETY: Cancer
Das um Dan Burke gruppierte Projekt Illusion Of Safety hat auf vielen Veröffentlichungen in den letzten Jahrzehnten verschiedenste Formen des Postindustrials gespielt: von einem rabiaten, äußerst unangenehmen von Sprachsamples durchzogenen Album wie „Bad Karma“, das damals und heute vielleicht noch viel mehr eine angemessene Musik zur Zeit war bzw. ist, bis hin zu dem verhalteneren „New Rules, Same Game, Less Instruction“ auf Drone vor ein paar Jahren. Weiterlesen
PAUL SCHÜTZE: The Mosaic Of Starlight Slips Back Like The Lid Of An Opening Eye
Der gebürtige Australier Paul Schütze, der seit Jahren in England – lange London, nun an der Küste Kents - lebt, war in den letzten Jahrzehnten in vielen Bereichen künstlerisch tätig und beschreibt sich selbst als „artist composer performer“. Neben der Musik (Klanginstallationen, Soundtacks) hat er sich visuell betätigt (Filme, Fotografien) und sogar Parfüms konzipiert. Es entstanden sowohl Soloalben als auch Zusammenarbeiten, Weiterlesen
AUTONISTER: One
Ganz lapidar „One“ betitelt ist das erste Album des in Düsseldorf gegründeten Projekts Autonister, das aus Bernd Kastner, Siegfried Syniuga (die beide als Strafe für Rebellion, zuletzt verkürzt auf Strafe F.R. aufnehmen) und Detlef Klepsch von keit, ki lik il besteht. Ersterem Projekt attestierten wir hier noch anlässlich ihres ebenfalls auf Auf Abwegen erschienenen Albums „Soundless Spehre“: „Was bei Weiterlesen
STATISCHE MUSEN: Bubendey Memorialmusik auf eine Brache
Vor einiger Zeit beendete Asmus Tietchens sein selbst so bezeichnetes „death lounge project“ Hematic Sunsets mit einem „Adieu“. Hematic Sunsets war sicher stärker von Humor geprägt als seine unter eigenem Namen veröffentlichten Alben – so erfuhr man auf dem letzten Tonträger etwa etwas über Hodenbaden und Mikadotanz. Das erste Album des Nachfolgeprojekts Statische Musen hieß „Diskretion“ und wurde im Untertitel als „Funktionsmusik für Verrichtungsboxen“ verortet; der nun ein Jahr später erschienene Nachfolger „Bubendey“ ist dagegen „Memorialmusik auf eine Brache“.
Soundperformance und Vortrag: Julia Bünnagel und Till Kniola in Düsseldorf
Am 22 September findet im Düsseldorfer Atelier Nele Waldert ein Solo-Auftritt der Bildhauerin, Soundperformerin und Installationskünstlerin Julia Bünnagel statt, bei der durch Ansägen, Lackierung und andere Modifikationen bearbeitete Schallplatten als Klangerzeuger zum Einsatz kommen. Im Programmtext heißt es “Julia Bünnagel erschafft strukturelle Kompositionen, die sie aus makroskopischen Texturen zu Klanglandschaften verdichtet und ausladende Zustände von Noise und Beats entwickelt.
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STATISCHE MUSEN: Diskretion. Funktionsmusik für Verrichtungsboxen
Nach dem Ende des selbst so betitelten „death lounge project“ Hematic Sunsets mit dem Album „Aroma Club Adieu“ folgt mit Statische Musen ein weiteres ebenfalls aus weitgehend anagrammatischen Alter Egos Asmus Tietchens‘ (neben ihm Senta Steumisch, Suse Mittach sen. - M’Pei fällt da etwas heraus) bestehendes Projekt.
Der (Unter-)Titel des Albums wird in bierernster Diktion in den Linernotes erklärt: Weiterlesen
KONRAD KRAFT: Nifbin Circle
Nach „Oval“ erscheint auf Auf Abwegen mit „Nifbin Circle“ das neue Album von Konrad Kraft und das insgesamt vierte auf dem kleinen Kölner Label. Kraft, bürgerlich Detlef Funder, dessen Pseudonym auf Conrad Schnitzler und Kraftwerk verweist, beschreibt die Stücke als „tracks with rudimentary melodies and rhythms“, resultierend aus der Arbeit mit „two apps on the iPad, [which] provided the basic structures and the sound space“. Weiterlesen
COLIN ANDREW SHEFFIELD: Don’t Ever Let Me Know
Fünf Jahre nach „Repair Me Now“ veröffentlicht Colin Andrew Sheffield auf Auf Abwegen ein neues Soloalbum, dessen beide Tracks wie wie schon auf dem Vorgänger das Album recht symmetrisch erscheinen lassen, sind doch beide Seiten exakt 23 Minuten und 23 Sekunden lang. Über das (bearbeitete) Klangmaterial erfährt man: Weiterlesen
KALLABRIS: Red Circle
Das deutsche Einmannprojekt Kallabris ist seit der zweiten Hälfte der 80er aktiv, arbeitete früher auf der Basis von akustischen Instrumenen wie z.B. dem Akkordeon, und hat sowohl in kleinen als auch großen Formaten ein umfangreiches Werk an origineller Geräuschmusik veröffentlicht. Interessant ist, dass über die Jahre hinweg immer wieder von Rezipientenseite zur Beschreibung Weiterlesen
TERRY FOX: Labyrinth Of The Inner Ear
Der 2008 in Köln verstorbene Amerikaner Terry Fox war vor allem als Vertreter der Body Art und Konzeptkunst bekannt und war lange in der kalifornischen Bay Area tätig und benutzte (auch) immer wieder seinen Körper als Vehikel für Grenzerfahrungen, wie man der Beschreibung seines Versuchs zu schweben sehen kann: „The equipment he used included a white paper that covered the floor and an eleven-foot-square mound of earth in the center of the room. He stuck plastic tubes in it, each being Weiterlesen
TARKATAK: I II III IIII
„I II III IIII“ ist das erste neue Album von Tarkatak seit dem 2007 erschienen Album „Mormor“ auf Genesungswerk. Ende 2021 erschien ein starker Track auf einer Compilation. Die hier enthaltenen Aufnahmen entstanden zwischen den Jahren 2011 und 2021, geremixed wurden sie im Frühjahr 2021. Lutz Pruditsch, dessen Werk in den 80ern/90ern als Der Pilz stark von der Industrial Culture beeinflusst war und der das kleine Label Trümmer Kassetten betrieb, macht als Tarkatak eine ziemlich variantenreiche Musik, die sich im Drone verorten lässt. Weiterlesen
DIRK SERRIES / ASMUS TIETCHENS: Die Höfner Akten
Neben seinen zahlreichen Alben unter eigenem Namen hat der Hamburger Asmus Tietchens im Laufe der Jahrzehnte immer wieder mit einer ganzen Reihe von anderen Musikern Aufnahmen gemacht. Tietchens selbst sagte schon vor Jahren, dass es bei seinen Zusammenarbeiten „eigentlich immer um das Verändern von Sounds“ gehe, er „Material angeliefert bekomme und es dann bearbeite.“ Weiterlesen
Time Machines: Drew McDowall am 06. Mai in Köln
Nachdem der letztes Jahr in Köln geplante Auftritt pandemiebedingt abgesagt werden musste, kommt Drew McDowall im Rahmen des diesjährigen Acht Brücken-Festivals in die Domstadt, um noch einmal Coils Dronemeisterwerk Time Machines aufzuführen.
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STRAFE F. R.: Soundless Sphere
Es gibt Namen, die man gefühlt seit Ewigkeiten kennt. Das aus Bernd Kastner und Siegfried Michail Syniuga bestehende Düsseldorfer Duo begann 1979 unter dem damals noch längeren Namen Strafe Für Rebellion und brachte bis Mitte der 90er eine Reihe von Arbeiten heraus, bevor es still wurde. Weiterlesen
REYNOLS: Fire Music Reloaded
Die aus Argentinien stammende und seit der ersten Hälfte der 90er aktive Band Reynols hat ein umfangreiches Werk veröffentlicht, das zwischen Stilen und Genres hin- und herspringt: Von skurillem Noise-/Anti-Rock bis zu Drone. Das jetzt auf Auf Abwegen erschienene Album „Fire Music Reloaded“ ist eine vollständige Version der 2002 auf dem japanischen Weiterlesen
ASMUS TIETCHENS: Seuchengebiete 4
Der Hamburger Asmus Tietchens schätzt Serien, man denke etwa an die auf inzwischen sieben Teile angewachsene Mengenreihe. Auf den Alben der “Seuchengebiete”-Serie finden sich sogenannte Hydrophonien, Stücke, deren Basis das Geräusch von tropfendem Wasser ist. Der erste Teil erschien 1985, sechs Jahre später folgte Nummer zwei, 1997 auf Donna Klemms Label Artware Nummer drei. Schon in einem Interview im Jahre 2007 sprach Tietchens davon, an neuen Hydrophonien für einen vierten Teil zu arbeiten, jetzt erscheinen sechs neue Aufnahmen auf Auf Abwegen. Weiterlesen
JETZMANN: Use The Air
Die zwölf Stücke des Hamburger Musikers Horst Peterson (der u.a. bei Die Erde gespielt hat), die auf „Use The Air“ enthalten sind, entstanden über einen Zeitraum von 15 Jahren und waren urspünglich für Bühnenarbeiten konzipiert worden, für Choreographien, wobei darauf hingewiesen wird, dass es sich dabei nicht um „Tanzmusik“ im engeren Sinne gehandelt habe. Die Musik entstand manchmal durch die Integration von Feldaufnahmen (des Theaters etc.), Weiterlesen