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	<title>African Paper &#187; Comando Suzie</title>
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		<title>Mistress: Neue Single von Comando Suzie</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Mar 2023 02:59:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auf El Genio Equivocado ist gerade eine neue digitale Single der Wave-Combo Comando Suzie erschienen. Das Stück &#8220;Mistress&#8221; ist das erste Studio-Lebenszeichen der Katalanen seit ihrem vor zirka drei Jahren erschienenen Longplayer &#8220;Corazón o Plomo&#8221; und dem kurz darauf produzierten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/03/11/mistress-neue-single-von-comando-suzie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf El Genio Equivocado ist gerade eine neue digitale Single der Wave-Combo Comando Suzie erschienen. Das Stück &#8220;Mistress&#8221; ist das erste Studio-Lebenszeichen der Katalanen seit ihrem vor zirka drei Jahren erschienenen Longplayer <a title="COMANDO SUZIE: Corazon o Plomo" href="http://africanpaper.com/2021/01/09/comando-suzie-corazon-o-plomo/">&#8220;Corazón o Plomo&#8221;</a> und dem kurz darauf produzierten Track zu einer <a title="V.A.: El Hombre es el Animal" href="http://africanpaper.com/2021/06/25/v-a-el-hombre-es-el-animal/">Tribute-Anthologie zu Coil</a>. Was mit einer Alarmsirene beginnt und gleich darauf in Schwung kommt, entpuppt sich &#8211; nicht zum ersten Mal &#8211; als ein Song mit Ohrwurmqualität, auf den man<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/fotor_1678457881230.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-34408" title="fotor_1678457881230" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/fotor_1678457881230.jpg" alt="" width="719" height="711" /></a><span id="more-34406"></span></p>
<p>Mitte der 80er sehnsüchtig, aber vergeblich gewartet hat. Beim Label heißt es: &#8220;Commando Suzie sind eine Reise zurück in die Achtziger. Mit einer langen Karriere in der dunklen Szene Barcelonas porträtieren Comando Suzie wie keine anderen Licht und Schatten des urbanen Alltags, immer getaucht in eine ordentliche Portion Sarkasmus. Ihre Achtziger-Synthesizer und Drum-Machines und die unverwechselbare Stimme von Raúl Lopez laden ein, im Schatten des dunkelsten Pop zu tanzen&#8221;. Auf dem Fundament eines melodischen und rhythmischen Synthpop, der damals Wave und Elektro mit einer selten</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/comando202333-1-1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-34411" title="comando202333-1-1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/comando202333-1-1.jpg" alt="" width="1280" height="959" /></a></p>
<p>unverkitschten Europop-Variante versöhnt hätte, interagiert Raúl López&#8217;   gewohnt kraftvoller spanischer Gesang, der laut Label von &#8220;Liebe, Fetischismus und Disziplin&#8221; erzählt, mit Eva Grace&#8217; Begleitung und der E-Gitarre von Èric Palaudàries, der schon auf früheren Veröffentlichungen der Band mitgewirkt hatte. Die Single ist über die üblichen Plattformen erhältlich.</p>
<p><strong><a href="https://orcd.co/mistress">@ Linktree</a></strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230310_152154_990.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=3391306960/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Das Herz schlägt sogar im Abgrund: Interview mit der Geigerin und Komponistin Aloma Ruiz Boada</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2022 04:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor wenigen Wochen veröffentlichte die im Raum Barcelona beheimatete Geigerin und Komponisten Aloma Ruiz Boada ihr Debütalbum als Solomusikerin. &#8220;Septem Verba&#8221;, das sich inhaltlich mit den sieben letzten Worten Jesu am Kreuz befasst, ist ein beeindruckendes Werk und sticht aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/10/22/das-herz-schlagt-sogar-im-abgrund-interview-mit-der-geigerin-und-komponistin-aloma-ruiz-boada/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/Aloma_C_V.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-31687" title="Aloma_C_V" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/Aloma_C_V-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor wenigen Wochen veröffentlichte die im Raum Barcelona beheimatete Geigerin und Komponisten Aloma Ruiz Boada ihr Debütalbum als Solomusikerin. <a title="ALOMA RUIZ BOADA: Septem Verba" href="http://africanpaper.com/2022/10/08/aloma-ruiz-boada-septem-verba/">&#8220;Septem Verba&#8221;</a>, das sich inhaltlich mit den sieben letzten Worten Jesu am Kreuz befasst, ist ein beeindruckendes Werk und sticht aus den vielen Strings and Loops-Veröffentlichungen der letzten Jahrzehnte heraus. Wenn man seine Stärken ganz knapp auf <span id="more-31684"></span>den Punkt bringen wollte, dann könnte man vielleicht sagen dass hier das emotional Berührende und die ästhetische Weite, von der man sich als Hörer seiner eigenen Erkundung überlassen fühlen kann, in einer beinahe perfekten Balance gehalten sind. &#8220;Septem Verba&#8221; eröffnet einen heterotopischen Raum, in welchem die Hörerinnen und Hörer die Erfahrung von Verlassenheit, Schmerz, aber auch von einem entschlossenen Loslassen rituell nachempfinden können. In dem folgenden Interview sprechen wir mit der Künstlerin neben diesen Themen auch über ihre vielen anderen Aktivitäten im Kontext des Theaters und diverser zum Teil bekannter Musikgruppen. </strong></p>
<p><strong></strong> <a title="The heart beats even in the abyss: Interview with violinist and composer Aloma Ruiz Boada" href="http://africanpaper.com/2022/10/22/the-heart-beats-even-in-the-abyss-interview-with-violinist-and-composer-aloma-ruiz-boada/"><strong>English Version</strong></a> <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Vor kurzem hast du dein Soloalbum &#8220;Septem Verba&#8221; veröffentlicht, nachdem du in den letzten Jahren in verschiedenen Ensembles und Bands mitgewirkt hast. Ist diese Arbeit unter eigener Regie eine neue Erfahrung für dich oder hast du vorher schon solo gespielt?</strong></em></p>
<p>Ich habe schon früher an Projekten gearbeitet, bei denen ich die einzige Musikerin und Komponistin war, aber das war, als ich in Theater- und Tanzensembles spielte. &#8220;Septem Verba&#8221; ist mein Solodebüt. <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Was kannst du uns über die ersten Jahre deiner Karriere als Geigerin und Komponistin erzählen? </strong></em></p>
<p>Ich habe 2008 meinen Abschluss als Geigerin an der Escola Superior de Música de Catalunya gemacht. Seitdem habe ich in Sinfonie- und Kammerorchestern gespielt, sowohl als Tutti als auch als Solistin, sowie in kleineren Ensembles wie Streichquartetten und Klavier- und Violinduos. Obwohl meine Ausbildung vor allem in klassischer und zeitgenössischer Musik erfolgte, habe ich mich schon immer auch für andere Stile und andere Facetten interessiert, die über das Musizieren hinausgehen. Im Jahr 2003 begann ich mehrere Projekte mit dem Theaterregisseur Xavier Martínez Soler, dessen alternatives und zeitgenössisches Theater stets neue Sprachen und sehr interessante und inspirierende Perspektiven der darstellenden Kunst erforscht. Obwohl ich nicht der einzige Musiker war, war dies mein erster Einstieg in die Kreation von Musikstücken oder Klangwelten und als Mitglied eines Ensembles für darstellende Künste. Die Arbeit mit Xavi war auch meine erste Erfahrung mit einer experimentellen Sprache jenseits des klassischen Stils. 2015 begann ich mit der erstaunlichen und innovativen Tänzerin und Choreografin für zeitgenössischen Tanz Eulàlia Bergadà Serra zu arbeiten. Ihre Projekte gaben mir die Möglichkeit, mein kreatives Komponieren weiterzuentwickeln, insbesondere als ich begann, Loop- und Effektpedale zu verwenden. Zu dieser Zeit war ich auch in der Cal Teatre Company, die Kinder- und Familienshows aufführt, die auf einer erforschenden und reflektierenden Sicht der Fantasiewelt von Kindern basieren. Dank ihnen fand ich eine Verbindung zu einer unschuldigeren, naiven kreativen Seite. <em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/alomaruizboada1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-31688" title="alomaruizboada1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/alomaruizboada1.jpg" alt="" width="3872" height="2592" /></a>Du spielst seit einigen Jahren auch in experimentelleren Musikgruppen wie Current 93. Ist dieser Bandkontext auch etwas, das du von Anfang an gemacht hast, oder ist das eher zufällig passiert?</strong></em></p>
<p>Bevor ich 2012 anfing, mit Current 93 zu spielen, hatte ich mich bereits mit Xavi Martinez Soler auf eine experimentellere Musiksprache eingelassen, aber auch auf Jams im Folk-Stil. Es war eine Kombination, die mich in dieser Art von Musik bereichert hat, aber Current 93 war für mich die erste Band, die sich mit diesem Stil beschäftigte. <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Wie lange haben die Ideen und die Musik von &#8220;Septem Verba&#8221; gebraucht, um sich zu entwickeln und bis zum endgültigen Stadium zu reifen?</strong></em></p>
<p>Ich beschäftige mich schon seit Jahren leidenschaftlich mit diesen Ideen und hatte schon überlegt, etwas über die Septem Verba zu machen, die sieben letzten Worte, die Jesus am Kreuz sagte, aber erst 2018 beschloss ich, mit der konzeptionellen, emotionalen und klanglichen Recherche zu beginnen, die zu diesem Album führte. Ich begann allmählich zu erforschen, was jedes der sieben Worte zu mir sagte, sie neu zu interpretieren und sie durch eine Seele, die sie durchläuft, in Besitz zu nehmen. Um all diese Erfahrungen und Emotionen auf die musikalische Ebene zu bringen, begann ich zusätzlich zu den Effektpedalen, die ich bereits besaß, die Musikprogrammierung und die Computertechnik mit Midi-Controllern und Loopern zu erforschen, was mir mehr Freiheit und kreative Möglichkeiten gab. Es dauerte ziemlich lange, bis ich mich mit diesen neuen Werkzeugen zurechtfand. Im März 2020 hatte ich eine Menge davon im Griff, und als der Lockdown und die Pandemie es endlich zuließen, konnte ich alle Tracks fertigstellen und die Aufnahmen und den Mix machen. Kurze Zeit später habe ich alles Demian Recio übergeben, damit er es mastert. Er ist ein brillanter Musiker mit immenser Erfahrung, und es war ein sehr reibungsloser Prozess. Danach begannen wir, mit Raúl und Eva vom Label <a href="http://victima10.com/wordpress/">Grabaciones Sentimentales</a> zusammenzuarbeiten, die mich unterstützten und mir viel Hilfe bei der Verwaltung und Veröffentlichung des Albums leisteten und auch die Verbindung zu Hidden Track Records für die rechtlichen und anderen Aspekte darstellten. Eva *Grace* Galdón war eine der ersten Personen, denen ich die Musik gab, nachdem ich sie fertiggestellt hatte. Sie kann ihre ganze Weisheit und Mystik mit einem perfekten Stil für &#8220;Septem Verba&#8221; in Sprache übersetzen, also schlug ich ihr vor, mit mir an diesem Projekt zu arbeiten und einen Text zu schreiben, der von jedem Track inspiriert ist. Das Ergebnis sind <a href="http://victima10.com/wordpress/index.php/artistas/aloma-ruiz-boada/">sieben außergewöhnliche literarische Perlen</a>, die aus ihrer Beziehung zu Septem Verba hervorgegangen sind. Damals, im Jahr 2020, begann ich auch den gesamten Prozess des Album-Artworks mit Gerardo Masanti, einem vielseitigen und äußerst kreativen Künstler, der die Sprache der Bilder sehr gut beherrscht. Ich teilte ihm meine Idee mit, aus verschiedenen Inspirationsquellen zu schöpfen. Eine davon war das Farbspektrum der Steine Tigerauge und Lapislazuli. Diese Mineralien waren mir in meinem Leben sehr wichtig, und ich interessierte mich auch für die Dualität der charakteristischen Töne jedes Steins: Blau/Braun und Himmel/Erde. Die zweite Quelle waren die Glasfenster in Kirchen, um die herum das Kunstwerk entstand. Dies ist ein architektonisches Merkmal, das mich fasziniert, und ich mag das Konzept der Buntglasfenster als Eintrittspunkt für Gottes Licht, um die Dunkelheit zu erhellen; Gottes Botschaft durch Licht. In der Bedeutung von &#8220;Septem Verba&#8221; sah ich sie als die ursprünglichen Fragmente eines Juwels, die durch einen harten Aufprall in tausend Stücke zerbrochen wurden. Diese Scherben wurden aufgesammelt und wieder zusammengesetzt, um ein neues Stück zu schaffen, was eine Parallele zu Tod und Auferstehung darstellt. Es war eine echte Suche, die Gerardo mit einem großartigen Kunstwerk abschließen konnte. <em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/portada-septem-verba-3000-x-3000.jpg"><img class="alignright size-large wp-image-31689" title="portada septem verba 3000 x 3000" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/portada-septem-verba-3000-x-3000-1024x1024.jpg" alt="" width="584" height="584" /></a></strong></em></p>
<p><em><strong>Wie der Titel &#8220;Septem Verba&#8221; andeutet, beziehen sich die Stücke stark auf die Kreuzigung Christi, und die meisten Titel bestehen aus Versen aus dem Lukas-Evangelium, die von dieser Episode berichten. Gab es einen bestimmten Impuls, der dich dazu brachte, dieses Sujet in deiner Musik zu erforschen?</strong></em></p>
<p>Obwohl ich nicht religiös bin, berühren mich die Sieben letzten Worte, die Jesus kurz vor seinem Tod sagte, sehr. Für mich symbolisieren diese Worte den Höhepunkt des menschlichen Gefühls des Leidens und der Verletzlichkeit, da sie von der Person gesagt wurden, die sich als Sohn Gottes fühlte. Verlassenheit, Schmerz, Traurigkeit, Enttäuschung, Einsamkeit auf dem Höhepunkt. Es gibt keine Grenzen mehr, wenn du denkst, dass Gott als dein Vater und du als Messias dich verlassen hast, nachdem du dich ganz und gar für ihn geopfert hast. Ich wollte diese Gefühle wirklich verarbeiten und sie mit Hilfe der Musik erkunden. Ich war auch sehr an der Idee des Opfers als Akt der Hingabe an den Glauben und die Hoffnung in diesem Kapitel der Bibel interessiert, wo das Annehmen von Leiden ein fester Bestandteil des Opferprozesses ist. <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Ist das Album als eine Art Zyklus konzipiert? Die glockenartigen Klänge im ersten und letzten Stück implizieren vielleicht so etwas wie eine Schwelle, durch die man einen bestimmten Erfahrungsraum betritt und wieder verlässt&#8230; Wenn du dem zustimmst, welche Art von Erfahrung kann dieser heterotopische Raum (für dich und für die Hörer) bieten?</strong></em></p>
<p>Für mich symbolisiert dieses Album das Opfer von Tod und Auferstehung in einer Reise durch die sieben Tracks des Albums. Es ist ein Ritual, das von einer sterbenden, erschöpften, traurigen, verlassenen und müden Seele vollzogen wird, die sich in dieses menschliche Leiden und diesen Schmerz vertieft und sich ihm stellt, indem sie zu seiner eigentlichen Essenz wird, und die sich dem Glauben und der Hoffnung hingibt, als reiferes, weiseres Wesen zurückzukehren, das sich dem Leiden und dem Schmerz stellen, sie akzeptieren und sich mit ihnen versöhnen kann. Der gesamte Prozess der Aufopferung wird zur Heilung als inhärente Lektion des Lebens. Deshalb enthält jeder Track etwas, das den Herzschlag, das Leben darstellt. Das Herz schlägt sogar im Abgrund. In diesem Zusammenhang stehen die Glocken für den Tod, die Stimme Gottes. Sie wird im ersten Stück (&#8220;Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?&#8221;) als Beginn des Rituals angekündigt und eingeführt, in einem Dialog zwischen den Glocken/Gott/Tod und der Violine, in dem die Stimme der Seele durch das Leiden gebrochen wird. Gegen Mitte der Reise, auf dem Stück lV (&#8220;Ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein&#8221;), während die geopferte Seele das Paradies mit ihrem Herzen streichelt, das Licht, den Frieden genießt, für immer an diesem Ort sein möchte&#8230; trifft sie plötzlich, wie ein kalter Luftzug, wieder das Leid und lässt sie in den Abgrund stürzen. Die Glocken beginnen zu läuten, wie ein Messer, das in sein Herz sticht, um ihn an den bevorstehenden Tod zu erinnern. Nach drei Glockenschlägen fragt die Violine, die Stimme der Seele, mit einer gewissen Wut und Hilflosigkeit wiederholt Gott: &#8220;Warum? Warum geht das Leiden weiter&#8221;? (dieses Motiv wird in Titel VI weiter entwickelt). Im letzten Stück (&#8220;In deine Hände lege ich meinen Geist&#8221;) verkünden die Glocken, dass die Zeit gekommen ist, die Zeit, sich dem Tod, Gott zu ergeben, diesmal im Dialog mit der Violine. Schließlich übergibt sich die Seele, deren Stimme heiser und gebrochen ist von dem, was sie durchgemacht hat, allein, mit dem letzten Atemzug des Leidens, an Gott. Ich sehe das Stück also nicht als Zyklus, sondern eher als kathartisches Ritual, als einen Raum, aus dem man verändert herauskommt, wenn man hineingegangen ist. <iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/q9YRzJRq4F4" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe> <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Während dein Hauptinstrument die Geige ist, gibt es auf dem Album auch eine Menge Effekte, Mischungen und vielleicht andere elektronische Details. Hat die Zusammenarbeit mit Demian Recio einen starken Einfluss darauf gehabt? Wie war die Zusammenarbeit bei den Stücken?</strong></em></p>
<p>Demian Recio ist ein Musiker, den ich sehr bewundere. Elektronische und akustische Klänge voller Gefühl, Zartheit und Kraft zusammen mit Texten reiner Poesie schaffen eine einzigartige und wunderbare musikalische Persönlichkeit. Einflüsse wie Demians Musik sind in meiner kreativen Vorstellungskraft präsent, wenn ich meine eigene Sprache erforsche und kreiere. Als ich den endgültigen Mix aller Tracks hatte, gab ich ihn Demian für sein Feedback, weil ich seine Erfahrung als Musiker und Produzent seiner eigenen Alben mit Ô Paradis und anderer sehr schätze. Wir haben vor allem an der Gesamtlautstärke des Mixes der einzelnen Tracks gearbeitet, denn bei meinen klassischen Einflüssen war die Lautstärkeschwelle zwischen dem niedrigsten und dem lautesten Pegel zu breit. Ich wollte, dass das Endergebnis so nah wie möglich an dem Original bleibt, das ich ihm gegeben hatte, denn während des gesamten Prozesses der Kreation, Aufnahme, Produktion und Abmischung war ich besessen von der Suche nach dem spezifischen Klang jeder Stimme, jeder Schicht, jedes Elements und jeder Klangebene in jedem Moment. Mit seiner Erfahrung und Magie war Demian in der Lage, die Lautstärken anzupassen und den ursprünglichen Klang beizubehalten, ja sogar zu verbessern. <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Wie ist zum Beispiel der Klang eines sehr elektronischen Stücks wie &#8220;Pater dimitte illus&#8230;&#8221; entstanden?</strong></em></p>
<p>In diesem Stück (&#8220;Vater, vergib ihnen, sie wissen nicht, was sie tun&#8221;), obwohl Jesus diese sehr mitfühlenden Worte über die Menschen sagte, die ihn auf dem Weg zur und während der Kreuzigung verurteilten, folterten, misshandelten und verhöhnten, empfindet die Seele, die sich dem Ritual unterzieht, das während des Albums durchgeführt wird, tiefe Wut und Zorn gegenüber den Menschen, gegenüber ihrer potenziellen Fähigkeit, anderen Schmerz und Leid zuzufügen. Sie hat das Bedürfnis, all diese Wut herauszulassen, die Wut selbst zu sein und sich bis zum letzten Tropfen auszukotzen, indem sie die verrückte Schlussmelodie schreit, die auf dem Dies Irae-Motiv basiert. Sie spuckt die Wut aus, um sich mit dem Menschen zu versöhnen. Mit sich selbst.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/alomaruizboada2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-31691" title="alomaruizboada2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/alomaruizboada2.jpg" alt="" width="1000" height="667" /></a> In diesem Zusammenhang brauchte Track V aggressivere, explosivere und gewalttätigere Klänge als die anderen Stücke des Albums. Bei der elektrischen Geige experimentierte ich mit Pedalen für verschiedene Arten von Verzerrung, Overdive und Delay, sowohl für das Zupfen als auch für die Schlussmelodie. Bei der Basslinie, die von Anfang an dabei ist, habe ich mit dem Ableton-Programm ebenfalls nach einem verzerrten und aggressiven Sound gesucht, der zusammen mit dem Beat das rhythmisch beschleunigte, wütende Atmen und Schlagen des Herzens beinhaltet. <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Bist du auch von anderen Werken der (liturgischen und anderen) Musik inspiriert, die sich mit diesem speziellen Thema befassen?</strong></em></p>
<p>Ich höre oft orthodoxe Gesänge, und sie haben mich wahrscheinlich beim Aufbau und der Suche nach Spiritualität durch Melodien beeinflusst, die mit einem Pedalpunkt verbunden sind, der für einige dieser Gesänge sinnbildlich ist. Arien aus der Oper, die mir sehr am Herzen liegen, mögen auch bei der Suche nach Lyrik in den Melodien der Violine, der Stimme der Seele, eine Rolle gespielt haben. <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Du hast zwei weitere musikalische Quellen als Teile der Kompositionen verwendet. Während sich der Choral &#8220;Vexilla Regis&#8221; ebenfalls auf das Motiv des Kreuzes bezieht, stammt die Arie aus Camille Saint-Saens&#8217; Oper Samson y Delilah aus einem anderen biblischen Kontext. Siehst du die Verbindung eher auf einer ästhetischen Ebene?</strong></em></p>
<p>Ich hatte schon andere Arbeiten gemacht, bei denen ich meine Musik mit Samples von Chören und Stimmen gemischt habe, und es hat mir sehr gut gefallen, also wollte ich mit dieser Idee auf diesem Album weiter experimentieren. Ich fand den gregorianischen Gesang &#8220;Vexilla Regis&#8221; als Teil von Track I konzeptionell und ästhetisch interessant, als Dialog mit den anderen Klängen und Melodien, da er sich auf das Kreuz Jesu als Frauenchor bezieht, und um die sakrale und intime Klangfülle zu verstärken, die für diesen Track charakteristisch ist. Die Arie &#8220;Mon coeur s&#8217;ouvre á ta voix&#8221; aus der Oper <em>Samson und Delilah</em> von Camille Saint-Saëns habe ich unter anderem deshalb in Track III aufgenommen, weil sie eines meiner Lieblingsstücke ist. Lange Zeit habe ich es mir immer wieder angehört, fast wie besessen. Es ist sehr wertvoll für mich, und ich wollte, dass es in irgendeiner Weise Teil dieses Projekts ist. Außerdem passte diese Arie sehr gut in den Hintergrund dieses Stücks. Sitio (&#8220;Mich dürstet&#8221;), das Wort, das Jesus am Kreuz sagte, als er durstig war. Anstelle von Wasser gaben ihm die Römer einen in Essig getränkten Schwamm, um die Wunden in seinem Mund zu stechen. Dies symbolisiert den Durst/die Sehnsucht Jesu nach seinem Tod und der anschließenden Auferstehung, den Durst/die Sehnsucht nach dem Ende des Leidens. Parallel dazu versucht Delila mit dieser Arie Samson zu verführen und dazu zu bringen, sich in sie zu verlieben, um das Geheimnis seiner Stärke zu enthüllen. In diesem Spiel der Verführung benutzt Delilah den Gesang, um Samson zu bitten, sie zu lieben, ihrem Ruf nach Liebe zu folgen. Sehnsucht nach Liebe, Durst nach Liebe. Sitio. Die geopferte Seele des Albums &#8220;Septem Verba&#8221; dürstet nach Liebe, sie dürstet nach Tod und Auferstehung, sie dürstet nach Heilung, ein Durst, der bisher nur mit Essig gestillt wurde. <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Gibt es Ideen für die Aufführung von &#8220;Septem Verba&#8221; in einem Live-Kontext? Was wäre dein Lieblingsort / Kontext, um diese Musik auf die Bühne zu bringen?</strong></em></p>
<p>Ich bin derzeit auf der Suche nach Veranstaltungsorten, an denen ich &#8220;Septem Verba&#8221; live spielen kann. Für mich ist es wichtig, &#8220;Septem Verba&#8221; zu spielen, weil es der Live-Ausdruck des Rituals ist, aus dem das Album entstanden ist. Das Septem Verba-Ritual live erleben zu können, ist die Fortsetzung und der Höhepunkt des bisherigen Prozesses. Mir schweben Räume vor, in denen die Stille die Musik begleitet. Idealerweise würde ich es gerne in Kirchen aufführen, aber das sind nicht die einzigen Orte, die ich im Auge habe. <em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/aloma_bn.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-31693" title="aloma_bn" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/aloma_bn-207x300.jpg" alt="" width="207" height="300" /></a></strong></em></p>
<p><em><strong>Wie du schon sagst, hast du in der Vergangenheit mehr in Gruppen mit anderen Musikern oder in einem Theaterkontext gespielt. War die Aufnahme eines Soloalbums eine Herausforderung für dich?</strong></em></p>
<p>Der Start meiner Solokarriere war eine echte Herausforderung. Es war ziemlich entmutigend, zum ersten Mal vor einer leeren Leinwand zu stehen, aber mein unbändiger Drang, es zu tun, trieb mich Schritt für Schritt voran. Das Angebot des Labels Grabaciones Sentimentales, mein Album bei ihnen zu veröffentlichen, hat ebenfalls einen großen Anteil daran, dass ich mich dieser Herausforderung gestellt habe, in der Hoffnung, dass sie sich in irgendeiner Weise verwirklichen lässt. Sie haben von Anfang an an mich geglaubt, und dank ihnen hat dieses Album das Licht der Welt erblickt. <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Siehst du eine direkte Auswirkung deiner Gruppenerfahrungen auf deinen Ansatz als Solomusikerin?</strong></em></p>
<p>Es macht mir sehr viel Spaß, zu spielen, zu kreieren und die Bühne mit anderen Künstlern zu teilen. Der Kontakt mit anderen Energien bereichert und verbindet. Jedes künstlerische Gruppenprojekt formt mich als Mensch und Musiker. Im Laufe der Jahre entwickelt man seine eigene innere Sprache, auch in der Interaktion mit anderen Künstlern. Die Suche nach dem eigenen inneren Klang, die Entdeckung von Werkzeugen wie Loop- und Effektpedalen, Körperlichkeit, Raum und Bewegung, vor allem in den Tanz- und Theaterprojekten, an denen ich beteiligt war, sind durch die Zeit hindurch architektonische Merkmale, die in den musikalischen Kreationen präsent sind. All diese Erfahrungen weckten in mir das Bedürfnis, meine eigene Sprache in völliger Freiheit zu erforschen, aus meinen Inspirationen, meinen Intuitionen, meinen Strukturen zu schöpfen und mich noch tiefer mit meinem innersten Wesen zu verbinden. Es war eine Einsamkeit, Introspektion und Intimität, die ich wirklich brauchte. <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Ich denke, dass dein Beitrag zu Current 93′s neuestem Album und den jüngsten Konzerten sehr fruchtbar ist. Was ist das Inspirierendste an der Zusammenarbeit mit David und den anderen Musikern?</strong></em></p>
<p>Die Current 93-Familie ist erstaunlich, auf menschlicher, emotionaler, künstlerischer, musikalischer und poetischer Ebene. Zu ihr zu gehören und all dies zu erleben, erfüllt mich mit Freude. Und in der magischen Atmosphäre, die mit ihnen allen geschaffen wurde, fließt alles, wenn es darum geht, meinen Teil beizutragen und Melodien mit der Geige zu erschaffen und all die Schönheit aufzusaugen, die von der Current 93-Familie ausgeht. <em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Ich hoffe, du planst, deine Soloarbeit fortzusetzen. Was sind die nächsten Schritte auf deinem Plan?</strong></em></p>
<p>Erstens, nach Konzerten zu suchen und &#8220;Septem Verba&#8221; oft und an vielen Orten live erleben zu können. Parallel dazu möchte ich weiterhin mit meiner geliebten Geige und all dem Zubehör wie Pedalboards, Loops, Midis und so weiter nach Klängen und Emotionen suchen, so dass ich bereits über das nächste Album nachdenke. Es könnte eine Weile dauern, bis es fertig ist, aber die Saat ist gelegt.</p>
<p>Fotos © Dani Álvarez und Eva Grace Galdón</p>
<p>Interview: Uwe Schneider <strong></strong></p>
<p><strong>Aloma Ruiz Boada @ <a href="https://grabacionessentimentales.bandcamp.com/album/septem-verba">Grabaciones Sentimentales</a> | <a href="https://www.discogs.com/artist/6770417-Aloma-Ruiz-Boada">Discogs</a> | <a href="https://www.youtube.com/channel/UCJR5a3a7fn9bpp7WMndH9FA/videos">Youtube</a> | <a href="https://open.spotify.com/artist/6V4kxTDFbRXWAagTv916JK">Spotify</a></strong> <iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/eyjIU2BkBnc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>The heart beats even in the abyss: Interview with violinist and composer Aloma Ruiz Boada</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Oct 2022 04:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[A few weeks ago, Catalan violinist and composer Aloma Ruiz Boada released her debut album as a solo musician. &#8220;Septem Verba&#8221;, which deals with the seven last words of Jesus on the cross, is an impressive work and stands out &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/10/22/the-heart-beats-even-in-the-abyss-interview-with-violinist-and-composer-aloma-ruiz-boada/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/Aloma_C_V.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-31687" title="Aloma_C_V" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/Aloma_C_V-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>A few weeks ago, Catalan violinist and composer Aloma Ruiz Boada released her debut album as a solo musician. <a title="ALOMA RUIZ BOADA: Septem Verba" href="http://africanpaper.com/2022/10/08/aloma-ruiz-boada-septem-verba/">&#8220;Septem Verba&#8221;</a>, which deals with the seven last words of Jesus on the cross, is an impressive work and stands out from the many Strings and Loops releases of the last decades. If one wanted to sum up its qualities very succinctly, then one could perhaps say that here the emotionally touching and the aesthetic expanse, of which the listener can feel abandoned to <span id="more-31682"></span>his own exploration, are held in an almost perfect balance. &#8220;Septem Verba&#8221; opens up a heterotopic space in which listeners can ritually recreate the experience of abandonment, pain, but also of a determined letting go. In the following interview, we talk with the artist not only about these topics but also about her many other activities in the context of theatre and various music groups, some of which are well-known.</strong></p>
<p><a title="Das Herz schlägt sogar im Abgrund: Interview mit der Geigerin und Komponistin Aloma Ruiz Boada" href="http://africanpaper.com/2022/10/22/das-herz-schlagt-sogar-im-abgrund-interview-mit-der-geigerin-und-komponistin-aloma-ruiz-boada/"><strong>German Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Just a couple of days ago, you released your solo album Septem Verba after contributing to various ensembles and bands in the past years. Is this work under your own direction a new experience for you or did play solo before?</strong></em></p>
<p>I&#8217;d worked on projects before where I was the only musician and composer, but that was when I was in theatre and dance companies. &#8220;Septem Verba&#8221; is my solo debut.</p>
<p><em><strong>What can you tell us about the initial years of your career as a violinist and composer? It&#8217;s known that you played for theat companies for quite some years&#8230;</strong></em></p>
<p>I graduated as a violinist from the Escola Superior de Música de Catalunya in 2008. Since then I&#8217;ve played in symphony and chamber orchestras, both as tutti and soloist, as well as in smaller ensembles such as string quartets and piano and violin duos.<br />
Although my training was predominantly in classical and contemporary music, I&#8217;ve always been interested in other styles and other facets beyond performing.<br />
In 2003 I embarked on several projects with the theatre director Xavier Martínez Soler, whose theatre is alternative and contemporary, always exploring new languages and very interesting and inspiring performing arts perspectives. Although I wasn&#8217;t the only musician, this was my first inroad into creating musical pieces or sound environments and as a member of a performing arts company. Working with Xavi was also my first experience of an experimental language beyond the classical style.<br />
In 2015, I started working with the amazing and innovative dancer and contemporary dance choreographer Eulàlia Bergadà Serra. Her projects gave me the chance to develop my creative composing further, especially when I started using loop and effects pedals.<br />
At that time I was also in the Cal Teatre Company, which does children&#8217;s and family shows based on an exploratory and reflective view of the imaginary world of children. Thanks to them I found a connection to a more innocent, naive creative side.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/alomaruizboada1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-31688" title="alomaruizboada1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/alomaruizboada1.jpg" alt="" width="3872" height="2592" /></a></p>
<p><em><strong>You also play in experimental music groups like Current 93 for some years now. Is this band context also something you did from the beginning, or did it happen more incidentally?</strong></em></p>
<p>Before I started playing with Current 93 in 2012, I&#8217;d already got into more experimental language with Xavi Martinez Soler, as well as more folk-style jams. It was a combination that enriched me in this type of music, but Current 93 was the first band per se with this style.</p>
<p><em><strong>How long did the ideas and the music of Septem Verba take to develop and ripen up to it&#8217;s final stage?</strong></em></p>
<p>I&#8217;ve been passionate about it for years and had been considering doing something on the Septem Verba, the Seven Last Words that Jesus said on the cross, but it was in 2018 when I decided to start the conceptual, emotional and sound research that led to the album. I gradually started delving into what each of the Seven Words said to me, reinterpreting them and taking ownership of them through a soul that would run through them.<br />
To take all these experiences and emotions to the musical level, in addition to the effect pedals I already had, I started exploring music programming and computing with midi controllers and loopers, which gave me more freedom and creative options. It took me quite a long time to get to grips with these new tools. By March 2020, I had a lot of it under my belt and when lockdown and the pandemic finally permitted, I was able to finalise all the tracks and do the recording and mixing.<br />
Not long after that I gave it all to Demian Recio for him to master it. He&#8217;s a brilliant musician with immense experience and it was a very smooth process.<br />
After that, we started working with Raúl and Eva from the record label Grabaciones Sentimentales, who supported me and gave me a lot of help with managing and releasing the album, as well as being the link to Hidden Track Records for the legal and other aspects.<br />
Eva *Grace* Galdón was one of the first people I gave the music to once I&#8217;d finished it. She can translate her entire whole of wisdom and mysticism into language with a perfect style for Septem Verba, so I suggested she work with me on this project with a text inspired by each track. The outcome is seven extraordinary literary gems that have come out of her relationship with Septem Verba.<br />
At that time in 2020 I also started the whole album artwork process with Gerardo Masanti, a multifaceted and highly creative artist with a huge command of the plastic arts. I told him my idea to draw on several sources of inspiration. One was the colour spectrum of tiger eye and lapis lazuli stones. These minerals were really important to me at one point in my life, and I was also interested in the duality of the characteristic tones of each stone: blue/brown and heaven/earth. The second was stained glass windows in churches to build the artwork around. This is an architectural feature that fascinates me, and I like the concept of stained glass windows as the entry point of God&#8217;s light to illuminate the darkness; God&#8217;s message through light. Within the meaning of Septem Verba I saw them as the original fragments of a jewel that have been shattered into a thousand pieces by a hard impact. These shards were gathered up and put together again to create a new piece, paralleling death and resurrection. It was a real quest that Gerardo managed to culminate with a great work of art.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/portada-septem-verba-3000-x-3000.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-31689" title="portada septem verba 3000 x 3000" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/portada-septem-verba-3000-x-3000.jpg" alt="" width="3000" height="3000" /></a></p>
<p><em><strong>As the title &#8220;Septem Verba&#8221; suggests, the pieces strongly refer to the crucifixion of Christ, and most track titles consist of verses from the Gospel of Luke reporting this episode. Was there a certain impulse that lead you to explore this sujet in your music?</strong></em></p>
<p>Although I&#8217;m not religious, the Seven Last Words that Jesus said just before he died move me deeply.<br />
For me, these words symbolise the height of the human feeling of suffering and vulnerability as they were said by the person who felt himself to be the Son of God. Abandonment, pain, sadness, disappointment, loneliness at its peak. There is no limit beyond this if you think that God, as your father and you as the Messiah, has abandoned you after sacrificing yourself for him wholly and utterly.<br />
I really wanted to work on these feelings and explore them through music.<br />
I was also very interested in the idea of sacrifice as an act of surrender to faith and hope from this chapter of the Bible, where accepting suffering is an inherent part of the process of sacrifice.</p>
<p><em><strong>Is the album conceived as a kind of cycle? The bell-like sounds in the first and last piece perhaps imply something like a threshold through which one enters and exits a certain experiential space&#8230;If you agree with this, what kind of experience can this heterotopic space provide (for you and for the listeners)?</strong></em></p>
<p>For me this album symbolises the sacrifice of death and resurrection in a journey through the seven tracks on the album. It&#8217;s a ritual carried out by a soul who is dying, exhausted, sad, abandoned, tired, who delves into and faces up to this human suffering and pain, becoming its actual essence, and who surrenders to faith and hope to come back as a more mature, wiser Being who can face, accept and reconcile with suffering and pain. The whole process of sacrifice becomes healing as an inherent lesson of life. That is why each track contains something that represents the heartbeat, life, living. The heart beats even in the abyss.<br />
In this context, the bells represent death, the voice of God. It is announced and introduced in the first track (My God, My God, why have you forsaken me?) as the beginning of the ritual, in a dialogue between the bells/God/death and the violin, where the soul&#8217;s voice is broken by suffering. Towards the middle of the journey, on track lV (I say to you, today you will be with me in Paradise), while the sacrificed soul is caressing Paradise with her heart, savouring the light, the peace, wanting to be in this place forever&#8230; suddenly, like a breath of cold air, suffering hits her again, sending her plummeting into the abyss. The bells start ringing, like a knife stabbing his heart to remind him of impending death. After three bells, the violin, the voice of the soul, with a degree of anger and helplessness, repeatedly asks God, “Why? Why does the suffering go on? (this motif is further developed in track VI).  By the last track (Into your hands I commit my spirit), the bells are announcing that the time has come, the time has come to surrender to death, to God, this time in a dialogue with the violin. Finally, alone, the soul, whose voice is hoarse and broken by what she has been through, surrenders to God, at the last breath of suffering.<br />
So rather than a cycle, I see it more as a cathartic ritual, a space that you come out of changed from when you went in.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/eyjIU2BkBnc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Whereas your main instrument is the violin, there&#8217;s also a lot of effects, mixing and perhaps other electronic details on the album. Did working with Demian Recio leave a strong effect on this? How was your cooperation on the pieces?</strong></em></p>
<p>Demian Recio is a musician I truly admire. Electronic and acoustic sounds replete with feeling, delicacy and strength together with lyrics of pure poetry create a unique and wonderful musical personality. Influences like Demian&#8217;s music are in my creative imagination when I&#8217;m investigating and creating my own particular language.<br />
When I had the final mix of all the tracks, I gave it to Demian for his feedback because I really value his track record as a musician and producer of his own albums like Ô Paradis and others. We mainly worked on the overall volume of the mix of each track, because with my classical influences, the volume threshold between the lowest and loudest level was too wide. I wanted the final result to sound as close as possible to the original I&#8217;d given him because throughout the process of creating, recording, producing and mixing that I did, I was obsessive in the search for the specific sound of each voice, each layer, each element and sound plane in every moment. With his experience and magic, Demian was able to adjust the volumes and keep the original sound, even to enhance it.</p>
<p><em><strong>How for instance did the sound of a very electronic piece like &#8220;Pater dimitte illus&#8230;&#8221; develop?</strong></em></p>
<p>On this track (Father, forgive them, they know not what they do), although Jesus said these very compassionate words about the people who were judging, torturing, mistreating and jeering him on the way to and during the crucifixion, the soul who undergoes the ritual carried out during the album feels deep anger and rage towards human beings, towards their potential capacity to cause pain and suffering in others. She feels the need to get all this rage out, to be the rage itself and vomit herself to the last drop by screaming the crazy final melody based on the Dies Irae motif. She is spitting out rage to reconcile herself with the human being. With herself.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/alomaruizboada2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-31691" title="alomaruizboada2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/alomaruizboada2.jpg" alt="" width="1000" height="667" /></a><br />
In this context, track V needed more aggressive, explosive and violent sounds than the other tracks on the album. With the electric violin I was experimenting with pedals for various types of distortion, overdive and delay, both for the plucking and the final melody. With the Ableton programme, the bass line that features from the beginning also has the search for a more distorted and aggressive sound behind it, and together with the beat holds the more rhythmically accelerated, more furious breathing and beating of the heart.</p>
<p><em><strong>Did you also draw influence from other works of (liturgical and other) music that dealt with this particular subject?</strong></em></p>
<p>I often listen to orthodox chants and they&#8217;ve probably influenced me in building and finding spirituality through melodies connected to a pedal point, which are emblematic of some of these chants. Arias from opera, a genre so dear to me, may also have been present in the search for lyricism in the melodies of the violin, the voice of the soul.</p>
<p><em><strong>You used two other musical sources as parts of the compositions. As the chorale &#8220;Vexilla Regis&#8221; also refers to the motif of the Cross, the aria from Camille Saint-Saens&#8217; opera Samson y Delilah originates in a different biblical context. Do you see the connection more on an aesthetic level?</strong></em></p>
<p>I&#8217;d done other work mixing my music with samplers from choirs and voices and I had really liked it, so I wanted to continue experimenting with this idea on this album.<br />
I thought the Gregorian chant “Vexilla Regis” was conceptually and aesthetically interesting as part of track I, as a dialogue with the other sounds and melodies, since it refers to the Cross of Jesus as a female choir, and to reinforce the sacred and intimate sonority that is characteristic of this track.<br />
With regard to the aria &#8220;Mon coeur s&#8217;ouvre á ta voix&#8221;, from Camille Saint-Saëns&#8217; <em>Samson and Delilah</em> opera, I put it in track III partly because it is one of my favourite pieces. For a long time I listened to it over and over kind of obsessively. It&#8217;s very precious to me and I wanted it to be part of this project in some way. Also, this aria really fitted in to the background of this track. Sitio (I thirst), the word that Jesus said on the cross when he was thirsty. Instead of water, the Romans gave him a sponge soaked in vinegar to sting the wounds in his mouth. This symbolises the thirst/desire that Jesus had for his death and consequent resurrection, the thirst/desire for the end of suffering. In parallel, Delilah tries to seduce and make Samson fall in love with her with this aria, to reveals the secret of his strength. In this game of seduction Delilah uses song to beg Samson to love her, to answer her call of love. Desire for love, thirst for love. Sitio. The sacrificed soul of the Septem Verba album is thirsty for love, thirsty for death and resurrection, thirsty for healing, a thirst that had so far only been met with vinegar.</p>
<p><em><strong>Are there any ideas for performing Septem Verba in a live context? What would be your favorite place / context to bring this music on stage?</strong></em></p>
<p>I&#8217;m currently looking for venues where I can play Septem Verba live. For me it&#8217;s important to perform Septem Verba because it&#8217;s the live expression of the ritual that the album stems from. Being able to experience the Septem Verba ritual live is the continuation and culmination of the process so far.<br />
I have in mind spaces where silence accompanies music. Ideally, I would like to perform it in churches, but they&#8217;re not the only places I am looking at.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/aloma_bn.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-31693" title="aloma_bn" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/aloma_bn-207x300.jpg" alt="" width="207" height="300" /></a>As you said, you preferred to play in in groups with other musicians or in a theatre context in the past. Was recording a solo album a challenge for you?</strong></em></p>
<p>Launching my solo career has been a real challenge. It was quite daunting to face a blank canvas for the first time but my fierce need to do it drove me on step after step. The record label Grabaciones Sentimentales’ proposal to release my album with them was also a big part in taking on this challenge, with the enthusiasm that it could be materialised in some way. They believed in me from the outset and thanks to them this album has seen the light.</p>
<p><em><strong>Do you see a direct effect of these group experiences on your approach as a solo musician?</strong></em></p>
<p>I get a great deal out of playing, creating, sharing the stage with other artists. Being in contact with other energies enriches and unites. Every group artistic project shapes me as a person and musician. Over the years you develop your own inner language, including by interacting with other artists. The quest for your personal inner sound; discovering tools like loop and effect pedals; corporality, space and movement, above all in the dance and theatre projects I was involved in, are architectural features through time that are present in your musical creations. All these experiences stirred my need to explore my own language with total freedom, to create from my inspirations, my intuitions, my structures, connecting even more deeply to my most intimate essence. It was a solitude, introspection and intimacy that I really needed.</p>
<p><em><strong>I think that your contribution to Current 93&#8242;s newest album and the recent concerts is very fruitful. What is the most inspiring thing in working with David and the other musicians?</strong></em></p>
<p>The Current 93 family is amazing, on the human, emotional, artistic, musical and poetic levels. Belonging to it and experiencing all this fills me with joy. And in the magical atmosphere created with all of them, everything flows when it comes to doing my bit and building melodies with the violin, soaking up all the beauty that radiates from the Current 93 family.</p>
<p><em><strong>I hope that you plan to go on with your solo work. What are the next steps on your schedule?</strong></em></p>
<p>Firstly, to look for concerts and be able to experience Septem Verba live many times and in many places. In parallel I really want to continue investigating and looking for sounds and emotions with my beloved violin and all the accoutrements of pedalboards, loops, midis and so on, so I&#8217;m already thinking about the next album. It may take a while to finish but the seed has been planted.</p>
<p>Fotos © Dani Álvarez and Eva Grace Galdón</p>
<p>Interview: Uwe Schneider</p>
<p><strong>Aloma Ruiz Boada @ <a href="https://grabacionessentimentales.bandcamp.com/album/septem-verba">Grabaciones Sentimentales</a> | <a href="https://www.discogs.com/artist/6770417-Aloma-Ruiz-Boada">Discogs</a> | <a href="https://www.youtube.com/channel/UCJR5a3a7fn9bpp7WMndH9FA/videos">Youtube</a> | <a href="https://open.spotify.com/artist/6V4kxTDFbRXWAagTv916JK">Spotify</a></strong></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/q9YRzJRq4F4" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>ALOMA RUIZ BOADA: Septem Verba</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Oct 2022 01:17:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ernste, feierliche Glocken begleiten einen Lichtstrahl, der durch einen großen abgedunkelten Raum dringt und auf eine breite Leinwand trifft. Eine Violine zieht lange Striche über diese Leinwand, Striche, die sich nach einiger Zeit in eine unbestimmte Weite auflösen. Dass diese &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/10/08/aloma-ruiz-boada-septem-verba/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/09/septemverba.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-31374" title="septemverba" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/09/septemverba-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ernste, feierliche Glocken begleiten einen Lichtstrahl, der durch einen großen abgedunkelten Raum dringt und auf eine breite Leinwand trifft. Eine Violine zieht lange Striche über diese Leinwand, Striche, die sich nach einiger Zeit in eine unbestimmte Weite auflösen. Dass diese Weite, diese Transzendenz nichts Unsicheres hat, unterstreichen schon bald die liturgischen Gesänge, die wie ein letzter fehlender Teil in die Szenerie montiert worden sind und ein Gefühl von Geborgenheit entstehen lassen. <span id="more-31371"></span></p>
<p>Alles in dieser Musik strebt nach oben, selbst wenn das monotone Pulsieren einsetzt, welches das Motiv der Glocken wieder aufgreift. Das vielleicht zentrale Moment, das reine Gefühl, bricht sich am Ende Bahn durch die einfachen melodischen Ornamente auf den höheren Seiten der Violine. In diesem merkwürdigen Zwischenbereich bewegt sich das erste Stück auf Aloma Ruiz Boadas Album &#8220;Septem Verba&#8221;. Sein Titel &#8220;Eloi, Eloi, lama sabactani?&#8221; (dt: &#8220;Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?&#8221;) entstammt dem Markus-Evangelium des Neuen Testaments und führt mitten in einen der dramatischsten und zugleich rätselhaftesten Stoffe der Religionsgeschichte, die Kreuzigung Christi und die letzten Worte des Erlösers.</p>
<p>&#8220;Septem Verba&#8221; ist das auf Violine und Elektronik basierende Solodebüt der katalanischen Geigerin und Komponistin Aloma Ruiz Boada, die in ihrer Heimatregion um Barcelona bereits seit Jahren als Theatermusikerin von sich reden macht und auch schon in einigen lokalen Bands – u.a. <a href="http://africanpaper.com/2021/03/13/o-paradis-liquido/">Ô Paradis</a> und <a title="COMANDO SUZIE: Corazon o Plomo" href="http://africanpaper.com/2021/01/09/comando-suzie-corazon-o-plomo/">Comando Suzie</a> – zu hören war, und die einem internationalen Publikum sicher seit einigen Jahren als Mitglied von Current 93 bekannt ist. Gerade dem jüngsten Album <a title="CURRENT 93: If A City Is Set Upon A Hill" href="http://africanpaper.com/2022/04/02/current-93-if-a-city-i-set-upon-a-hill/">&#8220;If a City Is Set Upon A Hill&#8221;</a> hat sie mit ihren wehmütigen Violinparts auch ihren eigenen Stempel aufgedrückt. &#8220;Septem Verba&#8221; ist ein zyklisch aufgebautes Werk, das sich, wenn man nach den Titeln geht, ganz den letzten Worten des gekreuzigten Christus widmet, wie sie in den drei synoptischen Evangelien und v.a. bei Lukas festgehalten werden, und auch der Gesang im Opener entstammt mit &#8220;Vexilla Regis&#8221; einem Choral mit Passionsbezug. Es ist ein emotional ungemein berührendes Werk geworden, dessen zum Teil recht unterschiedliche Tracks dem Hörer keinen Leerlauf gönnen.</p>
<p>Es mag eine ganze Weile dauern, bis man &#8220;Septem Verba&#8221; so weit verarbeitet hat, dass man über so etwas wie einen stimmungsmäßigen roten Faden sprechen kann. Eine gewisse Emporgehobenheit fast aller Stücke offenbart sich allerdings schon früh. Dabei ist es ganz gleich, ob es sich um getragene Komponenten handelt, wie das kurz vor dem Finale für Besinnung und Dramatik gleichsam sorgende &#8220;Consummatum est&#8221; mit seinem berührenden Solo, oder um pulsierende, hypnotische Stücke wie &#8220;Mulier ecce filius tuus, ecce mater&#8221;, bei dem das Verhältnis zwischen elektronischer Bearbeitung und akustischen Violinparts zunächst zugunsten der Elektronik auszufallen scheint. In einem Setting knapp über dem Erdboden bringt eine Geigenmelodie wieder reines Gegühl ins Spiel, und wie bei klassischer Minimal Music kommen immer wieder neue perkursive Details und Streichermotive hinzu. Es scheinen die wunderschönen melodischen Ornamente zu sein, die dem Stück die dornengespickte Krone aufsetzen. Ähnliches kann man von &#8220;Sitio&#8221; sagen, zumindest vordergründig, aber hier überraschen beinahe abrupte Wendungen in Gangart, Melodie und Klangfarben. Letztlich nimmt das nicht Wunder, denn bereits die Arie aus Camille Saint-Saëns&#8217; Oper <em>Samson und Delilah</em>, die zu Beginn als verwehtes Sample zu hören ist, gibt dem Song eine breite Polysemie.</p>
<p>Nach &#8220;Amen dico tibi hodie mecum eris in paradiso&#8221;, das in ruhiger Spannung das Glockenmotiv des Anfangs wieder aufgreift und in seiner wartenden Struktur einiges an Aufruhr und Dramatik zulässt, beginnt mit &#8220;Pater dimitte illis, non enim sciunt, quid faciunt&#8221; das vielleicht ungewöhnlichste Stück. Sicher nicht ganz ohne den Einfluss des an der Aufnahme beteiligten Demian Recio beginnt das Stück fast wie Elektro Clash und entpuppt sich als kompaktes, poppig-treibendes Stück, das wie eine Klang gewordene Bereitschaft mit gelassenem Mut durch gefahrvolle Stationen braust, bis zur rauen Klimax eines elektrifizierten Geigensolo. Das finale “Pater in manus tuas commendo spiritum meum” (dt: “Vater in deine Hände, ich empfehle meinen Geist”) ist einigen sicher schon von der <a title="Single und Album der Geigerin Aloma Ruiz Boada" href="http://africanpaper.com/2021/11/22/single-und-album-der-geigerin-aloma-ruiz-boada/">letztjährigen Single-Auskopplung</a> bekannt. Hier scheint die ganze Vielfalt aus Andächtigkeit und Aufruhr noch einmal komprimiert zu sein.</p>
<p>Man könnte viel zu &#8220;Septem Verba&#8221; sagen: Man könnte seine beeindruckende Tiefe gerade bei einem Debüt hervorheben, die Frage nach einer traumartigen Struktur stellen, Vergleiche zu einigen Arbeiten Max Richters ziehen oder einen theologischen Diskurs bemühen. &#8220;Septem Verba&#8221; allerdings ist ein Werk, das zum pathosfreien Schweigen einläd, und nur so kann man es immer wieder neu erkunden und entdecken. (U.S.)<br />
<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_220926_110218_394.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=989332042/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Compilation auf Nøvak u.a. mit Comando Suzie und Ô Paradis</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2021 03:16:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das in Barcelona beheimatete Label Nøvak feiert gerade seinen sechsten Geburtstag mit einer üppigen Download-Compilation seiner wichtigsten Acts. Die Auswahl von 2El Oltro Lado (Nøvak, 2015-2021)&#8221; bewegt sich im vielfarbiges Grenzland zwischen Elektropop, New Romantic, Post Punk-Ansätzen und experimentierfreudigen Klangkünsten. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/04/02/compilation-auf-novak-u-a-mit-comando-suzie-und-o-paradis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das in Barcelona beheimatete Label Nøvak feiert gerade seinen sechsten Geburtstag mit einer üppigen Download-Compilation seiner wichtigsten Acts. Die Auswahl von 2El Oltro Lado (Nøvak, 2015-2021)&#8221; bewegt sich im vielfarbiges Grenzland zwischen Elektropop, New Romantic, Post Punk-Ansätzen und experimentierfreudigen Klangkünsten. Regelmäßigen Lesern unserer Seiten sind in jedem Fall Ô Paradis und Comando Suzie bekannt &#8211; beide waren u.a. auf der <a title="COÀGUL / COMANDO SUZIE / ESCAMA SERRADA / Ô PARADIS: La Nueva Guardia" href="http://africanpaper.com/2018/07/07/coagul-comando-suzie-escama-serrada-o-paradis-la-nueva-guardia/">&#8220;La Nueva Guardia&#8221;</a>-Split vertreten. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/elotrolado.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-24814" title="elotrolado" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/elotrolado.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-24813"></span></p>
<p>Ô Paradis steuern den Mix eines Tracks vom jüngsten Album <a title="Ô PARADIS: Liquido" href="http://africanpaper.com/2021/03/13/o-paradis-liquido/">&#8220;Liquido&#8221;</a> bei, Comando Suzie präsentieren einen enorm tanzbaren (und bisher unbekannten) Popsong und besingen darin das Wundermittel, das schwermütige Winterschläfer in rasende Kraftmaschinen verwandelt &#8211; zumindest beim ersten Versuch. Die anderen Acts &#8211; Des Âmes Libres, Mauri, Javier Hernando u.v.a. &#8211; harren in unserem Sprachraum ihrer baldigen und verdienten Entdeckung.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1589496059/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1589496059/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=3291497627/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1589496059/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2018287034/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>COMANDO SUZIE: Corazon o Plomo</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2021 03:27:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal ist es eine besonders interessante Erfahrung, fremdsprachliche Musik zu hören, gerade wenn die Texte in einer Sprache gesungen sind, von der man immer ein paar Fetzen versteht, ohne dass man sich einen Reim auf den Gesamtzusammenhang machen könnte. Meist &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/01/09/comando-suzie-corazon-o-plomo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/comandosuziecorazonoplomo.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23589" title="comandosuziecorazonoplomo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/comandosuziecorazonoplomo-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Manchmal ist es eine besonders interessante Erfahrung, fremdsprachliche Musik zu hören, gerade wenn die Texte in einer Sprache gesungen sind, von der man immer ein paar Fetzen versteht, ohne dass man sich einen Reim auf den Gesamtzusammenhang machen könnte. Meist schnappt man noch ein paar Hintergrundinformationen auf, die Stimmung, die sich in Melodien, Rhythmen, Klangfarben und natürlich dem Gesang abzeichnet, tut ihr übriges, und schon kann man gar nicht mehr umhin, die Musik auch<span id="more-23588"></span> über ihre echten oder vermeindlichen Inhalte sprechen zu lassen. Dabei muss man aber selbst einen ordentlichen Teil der kreativen &#8220;Arbeit&#8221; leisten.</p>
<p>In &#8220;Corazon o Plomo&#8221;, dem neuen Album der katalanichen Comando Suzie geht man auf eine Reise, die am Pier eines mediterranen Hafens beginnt, der Seewind weht Erinnerungen herbei, oder sind es die Whatsapp-Nachrichtungen zweier Liebender? Kurz darauf flaniert man küssend durch die Hotspots von Barcelona und landet auf einem Neofolk-Konzert. Umweht von üppigem Myrrheduft erscheinen Fermando Rey und Catherine Deneuve und ziehen einen in die von Krankheit und Neurosen stickige Luft von Buñuels Tristana, doch schon bald fühlt man sich der Erde so fern wie der Stierstern Aldebaran. Liebe und Tod, wahre Schönheit, fliegende Funken flickern auf, und es ist ein bisschen wie wenn man ein Tagebuch in einer fremden Sprache ließt, das geöffnet auf einem Tisch liegt. Die Reise geht weiter nach Bilbao, nach Kopenhagen, Turin, Stockholm und Berlin zu Nicos Grab im Grunewald. Was am Ende bleibt, ist eine Feier der Lebensfreude, des Joie de vivre. Kein Score würde besser zu dieser imaginären Reise passen wie der von der Erinnerung an New Romantic durchdrungene Elektropop Comando Suzies, der feinsinnig ist in seiner entrückten Wehmut und in seiner kraftvollen Kantigkeit zugleich frei vom gelackten Bübchenstolz der meisten Synthiebands unserer Tage &#8211; eine Musik, über die wie bereits im Interview mit Raul Lopez, dem Sänger und Musiker hinter dem Namen sprachen. An &#8220;Corazon o Plomo&#8221; bastelte er bereits seit fast vier Jahren, und es ist als eine Art Sequel seines Debüts &#8220;El Hombre Sentimental&#8221; gedacht, dessen Themen um Liebeslust und Liebesleid hier nach zehn Jahren erneut angegangen werden.</p>
<p>Wer frühere Aufnahmen, v.a. das Vorgängeralbum <a href="http://africanpaper.com/2016/11/19/commando-suzie-principios-y-salidas/">&#8220;Principias y Salidas&#8221;</a> kennt, wird Lopez Sound besonders in den ersten Tracks wie &#8220;Espigón&#8221;, aber auch später in &#8220;En La Frente&#8221; und dem Goth-angehauchten &#8220;Y todo saldrá bien&#8221; wiedererkennen, in den Refrains zum Mitsingen und den kraftvollen, z.T. monumentalen Synthies. Schnell merkt man jedoch, dass sich unter der eingängigen Oberfläche einiges mehr ereignet. Ungewöhnliche Objekte erzeugen Rhythmus im atemlosen &#8220;Nubecita y tormenta&#8221;, in &#8220;Huele a mirra&#8221; kontrastieren die nur leicht melodisch eingefärbten Spoken Words mit dem tanzbaren Takt, während chansongetränkte Synthies bunte Tupfer an eine Weiße Wand malen. Hoch klingelnde Synthies lassen sanfte schwarze Sterne am Firmament aufleuchten, wie es einem Song wie &#8220;Aldebarán&#8221; gebührt, und stets hat man das Gefühl, das in den Melodien etwas durch unsere Welt schleicht und sich umsieht. In einigen Stücken, vielleicht am meisten in &#8220;Belleza Real&#8221; macht Raul etwas ganz eigenes, indem er, meist am Ende der Strophen, sein Gesangstempo verschnellert und wie von einer inneren Notwendigkeit getrieben noch ganz viele Worte in die Verse packt und so in der Atemlosigkeit noch mehr emotionales Charisma entstehen lässt.</p>
<p>&#8220;Belleza Real&#8221; ist auch eines der Stücke, bei denen der Beitrag der anderen Musiker deutlich wird, zumindest schien das gesamplete Stimmenchaos, das unter der Oberfläche durchscheint und dem Popcharakter des Songs noch eine Portion Tiefe gibt, statt ihn in Hektik zu ertränken, auch die Handschrift Demian Recios (Ô Paradis) zu tragen, der als Mitmusiker einiges beigetragen hat. Vielleicht kann man hier auch eine Spur des Industrial finden, an den viele seltsamerweise wegen des Bandnamens denken, und <a href="http://africanpaper.com/2018/07/07/coagul-comando-suzie-escama-serrada-o-paradis-la-nueva-guardia/">in ausgewählten Momenten der Vergangenheit</a> habe sich solche Spuren tatsächlich Bahn gebrochen. Im Downtempo von &#8220;Saltan Chispas&#8221;, dessen Worte wie die Wellen einer sanften Brandung hervorgestoßen werden, fügt sich die unprätentiöse Geige <a href="http://africanpaper.com/tag/aloma-ruiz-boada/">Aloma Ruiz Boada</a>s (Current 93) perfekt ein. Der größte Beitrag kommt allerdings von Rauls Partnerin Eva Grace, die weitere Synthieparts beisteurt sowie das weibliche Element durch ihren Gesang, der sich in mehreren Songs als Backing Vocals einfügt und in &#8220;Aviones&#8221; einen größeren Raum erhält.</p>
<p>Schon beim versöhnlichen Abspann von &#8220;Joie de vivre&#8221; könnte man registrieren, dass viele Melodien aus &#8220;Corazon o Plomo&#8221; im Kopf bereits ein Eigenleben entwickelt haben und einen lange begleiten. Das freilich sollte nicht davon abhalten, das Album erneut aufzulegen. (U.S.)</p>
<p>Label: El Genio Equivocado</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=472624037/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>It’s hard and tender at the same time. Interview mit Comando Suzie</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/12/12/it%e2%80%99s-hard-and-tender-at-the-same-time-interview-mit-comando-suzie/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2020 03:14:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Raúl López vor rund fünfzehn Jahren sein Projekt Comando Suzie aus der Taufe hob, ahnte er wahrscheinlich kaum, dass er einem musikalischen Retrotrend zuvor kam, denn zur Mitte der Nullerjahre feierten die hippen Hochglanzmagazine noch einträchtig Postrock und Studentenfolk &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/12/12/it%e2%80%99s-hard-and-tender-at-the-same-time-interview-mit-comando-suzie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/comandosuzietop.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23378" title="cof" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/comandosuzietop-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als Raúl López vor rund fünfzehn Jahren sein Projekt Comando Suzie aus der Taufe hob, ahnte er wahrscheinlich kaum, dass er einem musikalischen Retrotrend zuvor kam, denn zur Mitte der Nullerjahre feierten die hippen Hochglanzmagazine noch einträchtig Postrock und Studentenfolk als die postmoderne Avantgarde der Stunde &#8211; erst Jahre später sollte mit Boy Hasher u.v.a. newwavig angehauchter Electropop durch die Postillen geistern, den das<span id="more-23298"></span> katalanische Projekt längst in eine unkonventionelle Form gegossen hat. Nicht nur seine in Spanisch gesungenen markanten Texte, die ihm den Ruf eines &#8220;Mediterranien Crooner&#8221; einbrachten, heben ihn ihn aus der Masse ähnlich arbeitender Musiker heraus. López brachte eine langjährige Erfahrung als Musiker und Sänger im Gothic und Postpunk-Underground Barcelonas mit sich und verkörpert bis heute die poppigere Seite jener undefinierbaren lokalen Musikkultur, in der einem Namen wie Ô Paradis, Escama Serrada, Circe und Coagul begegnen und die mit Novy Svet und Niedowierzanie schon einige Auswärtige ins Land gezogen hat. Die experimentelle Aura dieses Dunstkreises ist auch bei Comando Suzie unter der Oberfläche spürbar, und in einigen Songs tritt sie plötzlich ganz offen zu Tage, ebenso wie ein gut dosierter doppelbödiger Humor, den man auch ohne Spanischkenntnisse bemerken kann. Wir sprachen mit Raul über sein neues Album &#8220;Corazón o Plomo&#8221;, über Hintergründe und Neubesetzungen, die Arbeit mit Partnerin Eva und die Sensibilität, die es braucht, um eine Musik wie die Comando Suzies zu erschaffen. Vorhang auf für einen der vielversprechendsten Geheimtipps dunkler elektronischer Popmusik.</strong></p>
<p><a title="It’s hard and tender at the same time. Interview with Comando Suzie" href="http://africanpaper.com/2020/12/12/it%e2%80%99s-hard-and-tender-at-the-same-time-interview-with-comando-suzie/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Dein neues Album wird bald herauskommen. Wie zufrieden bist du mit dem Ergebnis?</strong></em></p>
<p>Es ist nun schon ein Jahr her, seit das Album fertig wurde, genau genommen&#8230;! Aber aufgrund der Pandemie, eines neuen Plattenlabels und anderer Faktoren verzögerte sich die Veröffentlichung. Jetzt wird es hoffentlich bald das Licht der Welt erblicken. Ich glaube, das Album enthält einige der besten Songs, die ich je geschrieben habe, und einige Arrangements und Details, die dem Album ein ganz eigenes Lebensgefühl geben.</p>
<p><em><strong>Der Titel des Albums ist &#8220;Corazón o Plomo&#8221;, was &#8220;Herz oder Blei&#8221; bedeutet. Bei uns steht Blei meist für eine Kugel oder für etwas schweres. Gibt es dahinter eine Geschichte?</strong></em></p>
<p>Einige Zeit bevor ich mit dem Schreiben der Songs begann, sah ich mir eine spanische Fernsehserie namens &#8220;Narcos&#8221; an, in der Pablo Escobar immer wieder &#8220;Plata o plomo&#8221; sagte, was so etwas Bedrohliches bedeutet wie &#8220;Gib mir das Geld oder du bekommst eine Kugel&#8221;. Aus irgendeinem Grund erinnerte mich das an ein Lied einer spanischen Band namens Astrud, wo es im Refrain heißt: &#8220;Ich sage dir, du sollst mich lieben (oder du musst mich lieben)&#8221;, in einer bedrohlichen, verzweifelten Art. Es gibt etwas von dieser Verzweiflung in dem Album, wie in einem klassischen Film-Drama, und ich dachte, der Titel &#8220;Corazón o plomo&#8221; würde irgendwie passen, denn es ist hart und zart zugleich, bitter und süß&#8230; so wie das Leben und die Liebe.</p>
<p><em><strong>Wenn du es mit &#8220;Principios Y Salidas&#8221; vergleichst, siehst du da eine Weiterführung oder mehr einen Neuanfang?</strong></em></p>
<p>&#8220;Principios Y Salidas&#8221; war einfacher in Bezug auf Text, Musik und Produktion. Es sollte bewusst retro klingen, und nur eines der Lieder handelt von Liebe und Beziehungen. &#8220;Corazón o Plomo&#8221; ist irgendwie eine Fortsetzung des zweiten Albums &#8220;El hombre sentimental&#8221;, obwohl es eine Entwicklung in Bezug auf die Arrangements und die Produktion gibt. PYS wurde vollständig von mir komponiert und arrangiert, während man bei &#8220;Corazón o Plomo&#8221; auch deutlich die Handschrift von Eva Grace und Demian Recio erkennen kann.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/wiuIvHYy5Yc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Es wird der erste Longplayer mit Eva Grace a.k.a. Gracia Auguri sein, aber ihr seid zuvor schon zusammen live aufgetreten und habt in dem Line-up an der &#8220;Nuova Guardia&#8221;-Compilation teilgenommen. Wie würdest du eure gemeinsame Chemie beschreiben? Schreibt ihr zusammen an den Songs?</strong></em></p>
<p>Comando Suzie war immer mein persönliches Projekt. Seit den Anfängen, also seit 2006, sind viele Leute gekommen und gegangen, aber sowohl Musik als auch Texte stammen von mir, und ich bin derjenige, der das letzte Wort hat (damit bin ich also ein Tyrann). Natürlich haben die meisten Musiker und Produzenten, die mit mir zusammengearbeitet haben, gute Ideen in das Projekt eingebracht (oder es zumindest versucht). Eva Grace ist eine großartige Sängerin und sie ist brillant auf der Bühne, aber ich kann das Schreiben der Songs von Comando Suzie einfach mit niemandem teilen. Es ist einfach zu persönlich&#8230; aber Eva hat oft Ideen wie &#8220;du solltest hier ein paar Streicher hinzufügen&#8221;, &#8220;dieser Klang ist zu tief&#8221;, &#8220;lass mich eine Mundharmonika aufnehmen&#8221;, und sie hat meistens Recht. Wir haben Pläne für ein anderes gemeinsames Projekt, eines, bei dem ich kein Diktator bin, haha.</p>
<p><em><strong>Eva hat vorher bereits Musik gespielt, u.a. in einer Cabaret-Gruppe. Was denst du, ist ihr wichtigster Beitrag zu Comando Suzie?</strong></em></p>
<p>Eva hat in der Vergangenheit in einigen Bands gesungen und Bass gespielt und war als Schauspielerin im Theater und Kabarett tätig. Sie spielt auch Gitarre und hat eine so beeindruckende Kultur, wenn es um Musik geht. Sie ist eine brillante Persönlichkeit und hat ein wirklich beeindruckende Präsenz auf der Bühne. Sie fügt die weibliche Seite hinzu, die ich mir immer in Comando Suzie gewünscht habe, vor allem bei den Live-Auftritten.</p>
<p><em><strong>Es sind noch weitere Leute beteiligt wie z.B. dein Freund Demian von <strong>Ô</strong> Paradis. Was kannst du uns über die Arbeit an dem Album erzählen?</strong></em></p>
<p>Demian unterstützte mich bei der Aufnahme des ersten Comando-Albums 2006. Abgesehen von unserer engen Freundschaft ist Ô Paradis zweifellos einer meiner Lieblingskünstler, und ich wusste von Anfang an, dass ich mit ihm in &#8220;Corazón o Plomo&#8221; zusammenarbeiten wollte. Sobald ich die Demos fertig hatte, schickte ich sie ihm und gab ihm völlige Freiheit, beliebige Arrangements hinzuzufügen oder zu ändern, was immer er wollte. Am Ende wurden einige der Songs praktisch genau die, die ich in meinem Kopf hatte, andere daggen wurden von Demians Magie berührt und wurden etwas ganz anderes als der übliche Comando-Sound, was ich wirklich schätze.</p>
<p>Es gibt außerdem eine besondere Zusammenarbeit mit Aloma Ruiz Boada (Current 93), die in einem der Stücke Violine spielt.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200311_174113_1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23380" title="cof" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200311_174113_1.jpg" alt="" width="2976" height="3968" /></a></p>
<p><em><strong>Ja, und es gibt wohl noch Santi Capote, der Gitarre spielt, ein ziemlich unbekannter Name hier bei uns. Er hat auch den Remix eines Songs für Bandcamp gemacht, und ich glaube, du hast für ihn auch einmal einen Mix gemacht. Was kannst du über ihn erzählen? Werdet ihr in Zukunft öfter zusammenarbeiten?</strong></em></p>
<p>Santi Capote war Teil eines Madrider Duos namens Ellos (Jene), das von den späten 90ern bis zu ihrer Auflösung 2015 ziemlich berühmt wurde. Ich war immer ein großer Fan der Band, und als Santi nach Barcelona zog, lernte ich ihn kennen. Er ist nicht nur ein brillanter Gitarrist und Komponist, sondern besitzt auch ein Mastering-Studio, und so bat ich ihn, &#8220;Principios y Salidas&#8221; zu mastern. Ein paar Jahre später beschloss ich, Barcelona zu verlassen und nach Terrassa zu ziehen, und merkwürdigerweise fand ich heraus, dass Santi dasselbe getan hatte. Da wir 10 Minuten voneinander entfernt wohnen, dachte ich, es wäre eine fantastische Idee, ihm den Mix und das Mastering von &#8220;Corazón o Plomo&#8221; anzuvertrauen. Während des Prozesses nahm er einige Synthesizer und Gitarren auf, und da kam mir die Idee zu dem Remix. Natürlich würde ich bei zukünftigen Arbeiten gerne wieder mit ihm zusammenarbeiten.</p>
<p><em><strong>Lass uns ein bisschen über die Vorgeschichte Comando Suzies reden, du hast ja bereits in den 90ern in verschiedenen Bands gespielt. Wer waren diese Bands und wie klangen sie?</strong></em></p>
<p>Ich erinnere mich, dass ich in Bands war und Musik gemacht habe, seit mein Vater mir 1989 einen Synthesizer gekauft hat. Einige von ihnen machten elektronische Musik, andere Gothic Rock und Darkwave. Die erste &#8220;ernsthafte&#8221; Band, in der ich Keyboard spielte, war eine Gothic Rock- und Post-Punk-Band namens Messiah Of Pain. Dort fing ich an, Songs zu schreiben. Sie hatten einen sehr Christian Death, Sisters Of Mercy und Fields of the Nephilim-Stil. Jedenfalls starteten der Gitarrist und ich bald darauf unser eigenes Projekt namens Rememberance, das Elektronik und Gitarren in der Art einiger Bands aus Deutschland kombinierte, wie z.B. Girls Under Glass (wir waren die Vorgruppe bei ihrem Gig in Barcelona), The Eternal Afflict, The Fair Sex, The Invincible Spirit oder auch Bands aus anderen Ländern wie The Cassandra Complex.</p>
<p>Letztlich unterschieben wir einen Verterag mit dem deutschen Label Sounds of Delight und nahmen in einem “echten” Studio auf. Wir waren tatsächlich ziemlich erfolgreich in der Gothic und Darkwave-Szene damals.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/lopezCS.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-23381" title="lopezCS" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/lopezCS.png" alt="" width="1483" height="998" /></a></p>
<p><em><strong>Wie bist du damals zu Wave, Post Punk oder Synthiemusik gekommen? Gab es in Barcelona eine größere Musikszene dieser Art?</strong></em></p>
<p>Ich schätze, es fing alles wie bei vielen anderen Leuten an: Eines Tages hört man Depeche Mode und The Cure im Radio, und das Leben ist nicht mehr was es war. Dann entdeckt man, dass es in den 80er Jahren in Spanien eine ganze Reihe wunderbarer Bands gab, wie La Mode, Aviador Dro, Los Pegamoides oder Parálisis Permanente. Danach überreicht dir ein Klassenkamerad eine Kassette mit The Sisters Of Mercy und Front 242, du nimmst sie mit in irgendeinen dunklen Club der Stadt, und von diesem Moment an bist du ein Teil der Gothic-Szene, entdeckst immer mehr Bands und lernst viele Leute kennen, denn es gab nur wenige Clubs in Barcelona, und jeder kannte jeden. Es war in den späten 80er und frühen 90er Jahren, als ich anfing, mich für Darkwave zu interessieren. Das war eine Übergangszeit, in der die größten Dark und New Romantic-Bands, die Clubs und die Mode im Niedergang begriffen waren. Die Clubs spielten noch Musik von Bands wie Front 242, Virgin Prunes, Sex Gang Children, Borghesia, Pankow, à,GRUMH oder The Invincible Spirit, aber zur gleichen Zeit tauchten in Deutschland neue Bands auf, die mich total faszinierten. Ich spreche von der ganzen Explosion von Elektro-Gothic-Bands wie Project Pitchfork, Deine Lakaien, Das Ich, In Strict Confidence, The Fair Sex, Dance or Die, etc.</p>
<p><em><strong>Wann wurde Comando Suzie aus der Taufe gehoben? Es war dann wohl von Anfang an dein Projekt&#8230;</strong></em></p>
<p>Obwohl ich lange Zeit Keyboard gespielt und Sachen komponiert habe, hatte ich noch nie gesungen. Die Sache begann ganz plötzlich, damals 2006, nachdem ich zu einem Konzert einer lokalen Band namens Tarántula gegangen war, das wirklich mein Leben verändert hatte. Die Darkwave-Szene und die Musik im Allgemeinen langweilten mich ein bisschen, und dieses Konzert brachte für mich etwas von der Faszination zurück, die ich Anfang der 90er Jahre für die deutschen Bands empfand, vielleicht war es sogar noch intensiver. Und fast zufällig, sozusagen als Scherz, beschloss ich, über jedes Mitglied von Tarántula einen Song zu schreiben, und ich lud sie alle auf MySpace hoch, damit sich meine Freunde darüber amüsieren konnten. Bald darauf wurde ich vom italienischen Label Punch Records kontaktiert, und Tairy lud mich ein, eine CD aufzunehmen und am ersten Festival teilzunehmen, das das Label in Leipzig organisierte, zusammen mit Bands wie Novy Svet, Ait!, Ô Paradis, Wermut, Thomas Nöla, Mushroom Patience&#8230;</p>
<p>Comando Suzie war von Anfang an ein sehr persönliches Projekt, eine Möglichkeit, mich auszudrücken, ohne Angst vor den Meinungen der Leute zu haben.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/Ez6-lbnPwKY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Ich mag den Namen Comando Suzie mit seiner zwiespältigen Unbestimmtheit. Ich weiß, dass es &#8220;cooler&#8221; ist, ein Geheimnis um einen Bandnamen zu machen, aber wie kam es dazu?</strong></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">OK, ich erzähle dir, wie absurd es war, als es zu dem Namen kam. Novy Svet lebten zu dieser Zeit in der Nähe von Barcelona, und an den Wochenenden aßen wir zusammen mit Jürgen, Frl. Tost, Demian von Ô Paradis und Sergio von Escama Serrada in einer Pizzeria in der Nähe meiner Wohnung zu Abend. Novy Svet hatten ein Nebenprojekt namens Unidad Sasao, und so kam ich nach einigen Flaschen Lambrusco auf die Idee, dass ich, wenn ich jemals eine Band hätte, sie ähnlich nennen würde, wie Comando Sasao oder Comando Susi (Susanna war der Name meiner damaligen Partnerin). Dann hatte Frl. Tost vorgeschlagen, dass es auf Deutsch viel besser klingen würde, &#8220;Suzie&#8221;. Und das ist die Geschichte hinter dem Namen&#8230;</span></span></span></p>
<p><strong>Für mich hat deine Musik immer etwas Hypnotisches, das mit einer tiefen Melancholie verbunden ist. Ist das generell eine Haltung, die dir vertraut ist?</strong></p>
<p>Ich bin ein derart melancholischer Mensch, dass ich versuche, all das zu vermeiden, um nicht in einen tiefen Brunnen zu fallen, aus dem ich nicht mehr entkommen kann. Diese Tür öffne ich nur, wenn ich Songs schreibe, und dann schließe ich sie sofort wieder.</p>
<p><em><strong>Trotz deiner Arbeit mit Repetition und zum Teil einfachen Mustern wirkt deine Musik auf mich niemals minimalistisch. Vielleicht ist es die emotionale Seite, die sie vital und opulent erscheinen lässt. Wie denkst du darüber?</strong></em></p>
<p>Ich liebe einfache Muster in der Musik. Tatsächlich mag ich Einfachheit im Allgemeinen, und ich habe immer geglaubt, dass weniger oft mehr ist. Ich mag zum Beispiel Hip-Hop-Beats und auch minimalistische Electronica-Rhythmen. Ich denke, der Kontrast zwischen diesen kalten und einfachen Beats und meinem Gesangsstil, der so leidenschaftlich und wortreich ist, und den Texten, die eher denen eines klassischen Songswriters ähneln, sind die Dinge, die Comando Suzie von einer typischen Minimal Electro-Band unterscheiden.</p>
<p><em><strong>Wie kommt es bei dir zu Ideen für neue Liede, passiert so etwas beim Experimentieren im Studio oder eher zufällig?</strong></em></p>
<p>Normalerweise komponiere ich, während ich Keyboards mit einem Klaviersound spiele, auf der Suche nach der Struktur eines Liedes. Ich spiele mit Akkorden, aber manchmal entsteht das auch aus einem rhythmischen Muster oder aus einem bestimmten Synthiesound. Meistens mache ich zuerst die Musik und füge später den Text hinzu, aber kommt auch vor, dass mir sowohl ein Text als auch Musik plötzlich beim Motorradfahren in den Sinn kommen, und dann muss ich, sobald ich nach Hause komme, ins Studio eilen.</p>
<p><em><strong>Im Laufe der Zeit haben bei Comando Suzie immer wieder andere Leute mitgewirkt, trotzdem gibt es ein fortwährendes Element oder eine Art bleibende Signatur. Was ist für dich der rote Faden, der sich durch alle Aktivitäten der Band zieht?</strong></em></p>
<p>Wie ich schon sagte hat jede Person, die jemals mit Comando im Studio oder live dabei war, Ideen beigesteuert. Es gibt nur eine Sache, die ich niemals akzeptieren würde, und das sind alle Änderungsvorschläge zu meinen Texten.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200311_173210.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23379" title="edf" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200311_173210.jpg" alt="" width="3968" height="2976" /></a></p>
<p><em><strong>Gibt es ein Album, das du als dein wichtigstes betrachtest?</strong></em></p>
<p>Mein Lieblingsalbum ist das zweite, &#8220;El Hombre Sentimental&#8221;, weil es, abgesehen vom neuen Album, das persönlichste ist, was die Dinge betrifft, die ich in den Texten erkläre, und es ist die perfekte Mischung aus Elektronik und organischeren Klängen.</p>
<p><em><strong>Einige der neuen Stücke sind bereits auf Bandcamp und Youtube zu hören, z.B. das Lied &#8220;Espigón&#8221;. Der Text bezieht sich, wie schon im früheren Song &#8220;Fotos&#8221;, auf so etwas wie die Liebe im Zeitalter der digitalen Medien, und für mich erschien er fast wie ein Ausschnitt aus einem Film im Stil von Eric Rohmer. Betrachtest du dich selbst als Geschichtenerzähler?</strong></em></p>
<p>Auf jeden Fall. Was ich vom ersten Album an mache, ist, Geschichten über Dinge zu erzählen, die um mich herum passieren, über meine Freunde, Bekannten, die Gesellschaft&#8230; Es macht mir wirklich Spass, eine Geschichte, die mehr oder weniger Sinn macht, in 3 oder 4 Minuten zu verdichten. Natürlich bekomme ich auch sehr viele Ideen aus Dingen, die ich in den sozialen Medien sehe oder lese.</p>
<p><em><strong>Im Video und im Titel scheinen Orte eine Rolle zu spielen, und der Zoom trägt den Betrachter durch die ganze Szenerie. Beziehst du dich auf Orte, die mit deiner eigenen Biografie verbunden sind?</strong></em></p>
<p>Als ich in Barcelona lebte, liebte ich es, Zeit am Strand zu verbringen und durch die Wellenbrecher zu laufen. Das ist das Einzige, was ich manchmal von der Stadt vermisse. Ein Teil des Videos wurde während der Quarantäne aufgenommen, damals im März, deshalb sieht der Strand menschenleer und irgendwie phantasmagorisch aus, und der Rest sind ältere Bilder, die ich auf meinem Telefon hatte.</p>
<p><em><strong>Übrigens, was ist das für ein Ort mit den Hochhäusern am Anfang des Clips? Ich fühlte mich fast wie in einem Jess-Franco-Film&#8230;</strong></em></p>
<p>Diese Gebäude befinden sich in einem Gebiet namens Diagonal Mar, in der Nähe des Strandes und des Parc del Fòrum, wo das Festival Primavera Sound stattfindet. Ich mag diese Gebäude, weil sie etwas Beunruhigendes haben, aber gleichzeitig fühlt man sich von ihnen angezogen und kann einfach nicht aufhören, sie anzustarren.</p>
<p><em><strong>&#8220;Nubecita y Tormenta&#8221; bedeutet &#8220;Wolke und Sturm&#8221; und behandelt ein Thema, auf das sich auch Coagul bezogen hat: Die schnellen Verschiebungen und Veränderungen, die eine Stadt wie Barcelona in diesen Tagen durchmacht. Im Text hört man von den Innenstadtbezirken Gracia und Poble Sec. Was hat dich zu diesem Lied inspiriert?</strong></em></p>
<p>Es ist eine Art Tour durch das nächtliche Barcelona, mit seinen endlosen Stunden voller Clubs, Musik, Gesichter und allerlei Exzessen, und wie andere Songs des Albums ist es irgendwie eine Art Abschied von einer Stadt, die ich in ihrer höchsten Intensität erlebt habe, und einem Ort, an dem ich so viele Abenteuer und Missgeschicke erlebt habe, die mich emotional erschöpft haben.</p>
<p><em><strong>Du bist vor einiger Zeit in die Nachbarstadt Terrassa nördlich von Barcelona, gezogen, Evas Geburtsort. War das eine spontane Entscheidung, und hat der neue Ort Einfluss auf dein Songwriting?</strong></em></p>
<p>Sowohl Eva als auch ich waren mit einem ähnlichen Punkt in unserem Leben konfrontiert. Wir hatten das Gefühl, dass unser Leben in der Großstadt zu Ende ging, und so beschlossen wir, nach Terrassa zu ziehen, wo es ruhiger zughet und ein langsamerer Rhythmus vorherrscht. Terrassa ist viel kleiner, es gibt weniger kulturelle Veranstaltungen, keine Touristen, keine Hipster, keine experimentellen Musikclubs&#8230; es fühlt sich ein bisschen wie in einem Dorf an, und das hat natürlich seinen Einfluss auf das Songwriting. Vielleicht werden die nächsten Texte ein bisschen anders sein, ein bisschen introspektiver, wer weiß?</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/PiSiJ3nmYyM" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Vor zwei Jahren war Comando Suzie neben Coagul, Escama Serrada und O Paradis Teil der schon erwähnten Compilation &#8220;La Nuova Guardia&#8221;. War es hauptsächlich eine Feier eurer Freundschaften oder auch eine Art Hommage an den &#8220;katalanischen Underground&#8221;?</strong></em></p>
<p>Beides! Auch wenn wir musikalisch recht unterschiedlich sind, gibt es etwas Gemeinsames, das alle vier Bands verbindet, und es ist dieser mediterrane Pop-Folk-Industrial-Geist, der von Novy Svet gesäht wurde in der Zeit, als sie in L&#8217;Ametlla del Vallès lebten.</p>
<p><em><strong>Eure Interpretation des Kinderlieds &#8220;Como la Luna&#8221; ist für CS ganz außergewöhnlich, da sie eher experimentell ist, und für mich passte sie ganz gut zu der damals unruhigen Situation bei euch in der Gegend. Worum geht es in dem Lied?</strong></em></p>
<p>Nun, es war Evas Idee, eine Coverversion dieses Kinderliedes zu machen, und alle Arrangements in dem Lied sind von ihr selbst, deshalb hat es einen anderen Klang als die üblichen Comando-Lieder, denn sie wollte etwas Experimentelleres ausprobieren. Es ist ein Lied, das wir als Kinder gesungen haben. Es geht darum, so hoch wie der Mond zu sein, aber wir waren total überrascht, als uns auffiel, dass der Text von Soldaten handelt, die aus den Gefechten in Katalonien kommen. Also ja, es hat irgendwie mit der politischen Situation zu tun, und seltsamerweise fügten wir nachträglich einige Worte hinzu, in denen der damalige spanische Präsident über die Katalanen sprach, und nur wenige Tage später trat er zurück. Wir haben also viel gelacht, als wir dachten, dass wir vielleicht unbewusst eine Art Zauberspruch geschaffen hatten.</p>
<p><em><strong>Heutzutage sollte man mit zukünftigen Plänen und Wünschen vorsichtig sein, aber natürlich haben wir alle welche. Gibt es bereits Pläne für Comando Suzie im Jahr 2021?</strong></em></p>
<p>Ich habe vor einigen Jahren aufgehört, langfristige Pläne zu schmieden, und jetzt sogar noch mehr. Ich hoffe lediglich, dass ich die neue Schallplatte in die Hände bekomme und einige Auftritte wie früher machen kann, mit Menschen, die ohne Maske lächeln.</p>
<p><em>(Interview: U.S., Übersetzung U.S. und N. Seckel)</em></p>
<p>Fotos: Mònica de Miguel und Eva Grace</p>
<p><strong>Comando Suzie  @  <a href="https://comandosuzie.bandcamp.com/">Bandcamp</a>   |   <a href="https://www.discogs.com/de/artist/860863-Comando-Suzie">Discogs</a>   |   <a href="https://www.facebook.com/comandosuzie/">Facebook</a>   |   <a href="https://www.instagram.com/comando_suzie/">Instagram</a><br />
</strong></p>
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		<title>It’s hard and tender at the same time. Interview with Comando Suzie</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Dec 2020 03:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[When Raúl López launched his project Comando Suzie some fifteen years ago, he probably had no idea that he was anticipating a musical retro trend, because in the mid-90s the hip glossy magazines were still pushing post-rock and student folk &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/12/12/it%e2%80%99s-hard-and-tender-at-the-same-time-interview-with-comando-suzie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/comandosuzietop.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23378" title="cof" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/comandosuzietop-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>When Raúl López launched his project Comando Suzie some fifteen years ago, he probably had no idea that he was anticipating a musical retro trend, because in the mid-90s the hip glossy magazines were still pushing post-rock and student folk as the post-modern avant-garde of the hour. Years later, when Boy Hasher and an array of other new wave influenced pop groups haunted the realm of music, the Catalan project has long since<span id="more-23295"></span> cast a style like this in an unconventional form with Spanish vocals and touchingly beautiful melodies. Not only his distinctive lyrics, which earned him the reputation of a &#8220;Mediterranean Crooner&#8221;, make him stand out from the mass of similarly working musicians. López brought with him many years of experience as a musician and singer in Barcelona&#8217;s gothic and post-punk underground and still embodies the more poppy side of that indefinable local music culture in which names like O Paradis, Escama Serrada, Circe and Coagul pop up and which has already attracted a number of foreigners like Novy Svet and Niedowierzanie. The experimental aura of this neighbourhood is also subliminally tangible in Comando Suzie, and in some songs it suddenly comes to the surface, as well as a well-dosed ambiguous humour that can be noticed even without knowledge of Spanish. We talked with Rául about his new album &#8220;Corazón o Plomo&#8221;, about backgrounds and new line-ups, his work with partner Eva and the sensitivity it takes to create music like Comando Suzie. Curtain up for one of the most promising insider tips of dark electronic pop music.</strong></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>As I heard, your forthcoming album will be released soon. Are you still working on it or is it already finished? How happy are you with the result?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">It’s been a year now since the album was finished, actually&#8230;! But due to the pandemic, a change of record label and other matters the release was delayed. Now it’s about to see the light, hopefully. I believe the album contains some of the best songs I’ve ever written, and some arrangements and details that give a different feel to it.</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>The title will be &#8220;Corazón o Plomo&#8221;, which means &#8220;Heart or Lead&#8221;. It&#8217;s an interesting phrase, and in our language, lead often stands for a bullet, or for something heavy. Is there a story behind it?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Some time before beginning to write the songs I watched a Spanish TV series called “Narcos”, in which Pablo Escobar said over and over “Plata o plomo”, meaning something menacing like “Give me the money or you’ll get a bullet”. For some reason, that reminded me of a song by a Spanish band called Astrud where the chorus are: “I’m telling you to love me (or you have to love)!”, in a kind of menacing, desperate way. There’s some of that despair in the album, like in a classic drama film, and I thought the title “Corazón o plomo” somehow fitted, because it’s hard and tender at the same time, bitter and sweet&#8230;just like life is, and love.</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>When you compare it to &#8220;Principios Y Salidas&#8221;, do you see a continuation or more the beginning of something new?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">&#8220;Principios Y Salidas&#8221; was more simple about lyrics, music and production. It was meant to sound deliberately retro and only one of the songs is about love and relationships. “Corazón o Plomo” is somehow a continuation of the second album, “El hombre sentimental”, although there’s an evolution as for arrangements and production. PYS was entirely composed and arranged by me, while in “Corazón o Plomo” one can clearly notice the hand of Eva Grace and Demian Recio.</span></span></span></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/wiuIvHYy5Yc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>It will be the first full-length release with Eva Grace a.k.a. Gracia Auguri as a band member, but you already played together live and participated on the &#8220;Nuova Guardia&#8221;-Compilation. How would you describe the chemistry of your duo cooperation? Du you write the songs together?</strong></span></span></em></p>
<p>Comando Suzie has always been my own personal projet. Since the beginning, back in 2006, lots of people have come and gone in the band, but both music and lyrics are made by me, and I’m the one who has the last word (I’m such a tyrant with that). Of course, most of the musicians and producers that have collaborated with me have brought good ideas to the project (or at least have tried to).</p>
<p>Eva Grace is a great singer and she is brilliant on stage, but I just cannot share the writing of the songs of Comando Suzie with anyone. It’s just too personal&#8230;but Eva usually gives ideas like: “you should add some strings here”, “that sound is too low”, “let me record a harmonica”, and she is mostly right.</p>
<p>We have plans to make a different project together, one in which I’m not a dictator, haha.</p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Eva played music before, so for instance in a cabaret group. What would you say is her biggest contribution to Comando Suzie?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Eva sang and played bass in some bands in the past, and has been an actress in theater and cabaret. She also plays guitar and has such an impressive music culture. She’s such a brilliant personality and has a really mighty image on stage. She adds the female side I’ve always wanted to be present in Comando Suzie, especially in the live acts.</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>There are some further participants like your friend Demian of O Paradis. What can you tell us about the work on the album?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Demian helped me with the recording of the first album of the Comando, back in 2006. Aside from our great friendship, Ô Paradis is no doubt one of my favorite artists, and I knew from the beginning I wanted to work with him in “Corazón o Plomo”, thus, as soon as I finished the demos, I sent them to him and gave him total freedom to add any arrangements or changing whatever he wanted to. In the end, some of the songs stayed virtually the same I had planned in my mind, but others were touched by Demian’s magic, becoming something totally different from the usual sound of the Comando, which I really appreciate.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">There is also a special collaboration of Aloma Ruiz Boada (Current 93) playing violin in one of the songs.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200311_174113_1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23380" title="cof" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200311_174113_1.jpg" alt="" width="2976" height="3968" /></a></span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>You have Santi Capote playing guitar, quite a new name over here. He also made a fizzy remix of the song for Bandcamp, and I think you remixed his music too. What can you tell us about him? Will you cooperate more in the future?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Santi Capote was part of a duo from Madrid called Ellos (Them) that became pretty famous from the late 90’s until they split off in 2015. I was always a huge fan of the band, and when Santi moved in to Barcelona, I got to meet him. Apart from being a brilliant guitar player and composer, he owns a mastering studio, and so I asked him to master Principios y Salidas. A couple of years later, I decided to leave Barcelona and moved in to Terrassa, and curiously enough, I found out that Santi has done the same. Since we’re living 10 minutes from each other, I thought it’d be a fantastic idea to have him as collaborator in the mix and master of Corazón o Plomo. He recorded some synths and guitars during the process, and there’s were the idea of the remix came up. Of course, I’d love to collaborate with him again in future works.</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Let&#8217;s talk a bit about the prehistory of Comando, as you have played in other bands already in the 90s. Who were these groups, and how did they sound?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Well, what I recall is having been in bands and play music ever since my father bought me a synth, back in 1989, so I’ve been in quite a lot of bands since then. Some of them were electronic music bands, and others were Gothic Rock and Darkwave. The first “serious” band I was involved with playing keyboards was a Gothic Rock and Post Punk band called Messiah Of Pain. There&#8217;s were I began writing songs. They had a very Christian Death, Sisters Of Mercy and Fields of the Nephilim style. Anyway, soon after that, the guy who played guitar and I started our own project called Rememberance combining electronics and guitars in the way of some bands in Germany such as Girls Under Glass (whom we were the support band in their gig in Barcelona), The Eternal Afflict, The Fair Sex, The Invincible Spirit, and also non German like The Cassandra Complex.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">In fact, we ended up signing a contract with a German label called Sound of Delight and got to record in a “real” studio. We actually had a lot of success among the Gothic scene and Darkwave at the time.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/lopezCS.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-23381" title="lopezCS" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/lopezCS.png" alt="" width="1483" height="998" /></a></span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>How did you got interested in Wave, Post Punk or Synthie music in that days? Was there a bigger music community of that sort in Barcelona?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">I guess it all started like with many other people: one day you listen to Depeche Mode and The Cure on the radio, and your life changes. Then you discover that in the 80’s there was a bunch of marvelous bands in Spain, such as La Mode, Aviador Dro, Los Pegamoides or Parálisis Permanente. After that, a class mate hands you a tape with The Sisters Of Mercy and Front 242, takes you to some dark club in the city, and from that moment you get involved in the goth scene, discover more and more bands and get to know a lot of people, since there were only a few clubs in Barcelona and everyone knew each other. It was actually in the late 80’s and early 90’s when I started to get interested in the Darkwave. That was a time of transition where the biggest dark and New Romantic bands, the clubs and the fashion were in decadence. The clubs were still playing music by bands like Front 242, Virgin Prunes, Sex Gang Children, Borghesia, Pankow, à,GRUMH or The invincible Spirit, but at same time, in Germany new bands were appearing that totally fascinated me. I’m talking about all that explosion of electo-gothic bands like Project Pitchfork, Deine Lakaien, Das Ich, In Strict Confidence, The Fair Sex, Dance or Die, etc.</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>When was Comando Suzie actually born? Was it mainly your brainchild, or more a band thing in the beginning?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">In spite of having played keyboards and composed for a long time, I had never sung before. The thing started all of a sudden, back in 2006, after going to a life-changing concert of a local band called Tarántula. I was a bit bored with the dark scene, and with music in general, and that concert meant to me something like the fascination I felt with the German bands in the early 90’s, or even more intense than that. And almost by accident, kind of as a joke, I decided to write a song about every member of Tarántula, and I uploaded them all in MySpace so that my friends could have a laugh. Soon after that I was contacted by the Italian label Punch Records, with Tairy inviting me to record a CD and join the first festival organized by the label in Leipzig, along with bands like Novy Svet, Ait!, Ô Paradis, Wermut, Thomas Nöla, Mushroom Patience&#8230;</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Comando Suzie has been, from the beginning, a very personal project, a way for me to express myself, never afraid of people’s opinions.</span></span></span></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/Ez6-lbnPwKY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>I love the name Comando Suzie with its ambiguous connection between the harsh and the sweet, and the fact that all this stays rather unclear. I know that it&#8217;s considered cool to be secretive about a band name, but is there an idea behind it?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">OK, I’m going to tell you about how absurd it was the choosing of that name. Novy Svet were living near Barcelona at that time, and on the weekends we used to have dinner together with Jurgen, Frl. Tost, Demian of Ô Paradis and Sergio of Escama Serrada in a pizza restaurant close to my place. Novy Svet had a side project called Unidad Sasao, so after some bottles of Lambrusco I came up with the idea that if I ever had a band, I’d call it something similar, like Comando Sasao, or Comando Susi (Susanna was the name of my partner at that time). Then Frl. Tost suggested that it would sound much better in German, “Suzie”. And that’s the story behind the name&#8230;</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>For me, there is always something hypnotic in your music, which is combined with a serene melancholy. Would you say that this is an attitude to life which is familiar to you?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">I’m such a melancholic person that I try to avoid it in order not to fall into a deep well that I couldn’t escape from. I only open that door when I write songs, and then I close it at once. </span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Despite your use of repetition and sometimes simple patterns, I never regard your music minimalistic. Maybe it&#8217;s the emotional side that makes it appear vital and opulent. How do you think about it?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">I love simple patterns in music. As a matter of fact, I like simplicity in general, and have always believed that less in more. For instance, I really like hip hop drums, and also minimalist electronica rhythms. I guess the contrast between those cold and simple beats and my style of singing, so passionate and wordly, and the lyrics, which are closer to those of a classic songwriter are the things that make Comando Suzie different from a typical minimal electro band.</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>When it comes to the initial ideas for new songs, do they usually come when you&#8217;re playing with your equipment, or do they rather appear suddenly?</strong></span></span></em></p>
<p>I usually compose while playing keyboards with a piano sound, searching for the structure of the song playing with chords, but sometimes I get a song from a rhythm pattern, or a synthesizer sound. Mostly, I first make the music, and later add lyrics, but also there’re times when both lyrics and music come up to my mind suddenly while riding my motorbike, and then I have to rush to the studio as soon I as get home.</p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>The participants in CS have always changed over the years, still there is a continuing element or kind of a signature that stays. What is for you the red thread that leads through all the activities of your band?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">As I said, every person that’s ever been in the studio or live with the Comando has contributed with some ideas. There’s only one thing I’d never accept, and is any suggestions or asking for any changes in my lyrics.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200311_173210.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23379" title="edf" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/IMG_20200311_173210.jpg" alt="" width="3968" height="2976" /></a></span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>When you look at your backcatalogue, is there one album which you see as your most quintessential one?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">My favorite one is the second album, “El Hombre Sentimental”, because it’s the most personal of all (aside the new album) rearding the things I explain in the lyrics, and it&#8217;s the perfect mixture of electronics and more kind of organic sounds.</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Some of the new pieces are already out on Bandcamp and Youtube, so the song &#8220;Espigón&#8221;. The lyrics, like in the earlier song &#8220;Fotos&#8221;, refer to something like love in the age of digital media, and to me it almost appeared like a slice from an Eric Rohmer style movie. Do you see yourself as a storyteller?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Absolutely. What I’ve been doing from the first album is telling stories about things that happen around me, about my friends, acquaintances, society&#8230; I really enjoy condensing a story which makes more or less sense in 3 or 4 minutes. Of course I also get a great deal of ideas from things I see or read in the social media.</span></span></span></p>
<p><em><strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">I</span></span></strong><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>n the video and the title, places seem to play a role, and the zoom carries the viewer through the whole scenery. Do you refer to places connected to your own biography?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">When I was living in Barcelona I used to love spending time on the beach and walk trough the breakwaters. That’s the only thing I sometimes miss from the city. Part of the video was recorded during the confinement, back in March, that’s why the beach looks deserted and kind of phantasmagoric, and the rest are older images I had on my phone.</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>By the way, which is the place with the high rise buildings at the beginning of the clip? I almost felt like in a Jess Franco film&#8230;</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Those buildings are located in an area called Diagonal Mar, next to the beach and the Parc del Fòrum, where the Primavera Sound festival takes place. I like those buildings because there’s something unsettling about them, but at the same time one feels attracted by them and just can’t stop staring at them.</span></span></span></p>
<p><em>“<span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Nubecita y Tormenta” means &#8220;Cloud and Storm&#8221; and deals with a topic that Coagul also has referred to: The fast shifts and changes that a city like Barcelona is undergoing these days. In the lyrics you hear about the inner city disctricts Gracia and Poble Sec. What inspired you to this song?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">It’s a kind of night tour through Barcelona, with its endless nights full of clubs, music, faces and all kind of excess, and like other songs in the album, it’s somehow a way to say goodbye to a city I have lived in its highest intensity, and a place where I’ve experienced so many adventures and misadventures that left me emotionally worn out. </span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>You moved to the neighbouring town of Terrassa north of Barcelona, Eva&#8217;s birthplace. Was this a spontaneous decision, and does the new place influences your songwriting?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Both Eva and I found ourselves facing a similar moment in our lives. We felt our lives in the big city had come to an end, and so we decided to move in to Terrassa, where we have a more quiet life, a slower rhythm. Terrassa is much smaller, with less cultural events, no tourists, no hipsters, no experimental music clubs&#8230;it feels a bit as if living in a village and this is something that has an influence when it comes to writing songs. Maybe the next lyrics will be a bit different, a bit more introspective, who knows?</span></span></span></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/PiSiJ3nmYyM" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Two years ago you participated on the mentioned Compilation &#8220;La Nuova Guardia&#8221; alongside Coagul, Escama Serrada and O Paradis. Was it mainly a celebration of your friendships, or also some sort of a hommage to Catalan underground?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Both, even if we’re musically different, there’s something common that unite all four bands, and it’s that Mediterranean Pop-Folk-Industrial spirit which seed was planted by Novy Svet in the times they were living in L’Ametlla del Vallès.</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Your interpretation of the children song &#8220;Como la Luna&#8221; is quite exceptional for CS, as it&#8217;s rather experimental, and for me it fit quite well to the troubled situation in your place at that time. What&#8217;s the song about?</strong></span></span></em></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Well, it was Eva’s idea to make a cover of that children’s song, and all the arrangements in the song are made by her, so that’s the reason it has a different sound from the usual Comando songs, since she wanted to try something more experimental. It’s a song we used to sing when we were kids, and we remembered it talked about being as tall as the moon, but were totally surprised when we discovered that the lyrics talk about about soldiers coming from fighting in Catalonia. So yes, it somehow has to do with the political situation, and curiously enough, we added some words backwards of the Spanish president at the time speaking about Catalan people, and only a few days later he resigned. So, we laughed a lot thinking that maybe we had created some kind of magic spell unconsciously.</span></span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>These days one should be careful with future plans and wishes, but of cause we all have some. Are there already plans for Comando Suzie in 2021?</strong></span></span></em></p>
<p>I stopped making plans in the long term some years ago, and now, even more. I’m merely hoping to get my hands on the new vinyl and get to make some gigs the way they used to be, with people smiling with no masks.</p>
<p><em>(Interview: U.S., Translation U.S. und N. Seckel)</em></p>
<p>Fotos: Mònica de Miguel and Eva Grace</p>
<p><strong>Comando Suzie  @  <a href="https://comandosuzie.bandcamp.com/">Bandcamp</a>   |   <a href="https://www.discogs.com/de/artist/860863-Comando-Suzie">Discogs</a>   |   <a href="https://www.facebook.com/comandosuzie/">Facebook</a>   |   <a href="https://www.instagram.com/comando_suzie/">Instagram</a></strong></p>
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		<title>COÀGUL / COMANDO SUZIE / ESCAMA SERRADA / Ô PARADIS: La Nueva Guardia</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jul 2018 04:25:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Musikalische Communities, die sich an einem bestimmten Ort, um ein Label oder innerhalb eines Freundeskreises herausbilden, sind eine interessante Sache, v.a. wenn sich bei all den dort entstehenden Erzeugnissen ein roter Faden finden lässt &#8211; mehr allerdings noch, wenn dieser &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/07/07/coagul-comando-suzie-escama-serrada-o-paradis-la-nueva-guardia/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/07/lanuevaguardia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15862" title="lanuevaguardia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/07/lanuevaguardia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Musikalische Communities, die sich an einem bestimmten Ort, um ein Label oder innerhalb eines Freundeskreises herausbilden, sind eine interessante Sache, v.a. wenn sich bei all den dort entstehenden Erzeugnissen ein roter Faden finden lässt &#8211; mehr allerdings noch, wenn dieser Faden nicht in oberflächlichen Merkmalen wie Genrezugehörigkeit oder bestimmten inhaltlichen Schwerpunkten zu finden ist, sondern irgendwie vage und doch spürbar in der Luft liegt. <span id="more-15861"></span></p>
<p>Die &#8220;neue Garde&#8221;, die sich auf der vorliegenden Veröffentlichung präsentiert, besteht aus vier mittlerweile schon recht renommierten Acts, die alle in Katalonien beheimatet sind und meist in der einen oder anderen Form schon zusammen gearbeitet haben. Die musikalische Bandbreite der je drei Songs pro Band reicht von lärmigen Soundscapes bis hin zu eingängigem, melancholisch eingefärbtem Pop. Und dennoch gibt es eine tiefere, schwer greifbare Ebene, auf der die beteiligten Musiker mehr als nur freundschaftlich verbunden sind.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/2016/05/28/my-own-quest-is-a-transmission-of-energy-interview-mit-marc-ocallaghan-von-coagul/">Coàgul</a>, das rituelle Electro-Projekt des umtriebigen Marc O&#8217;Callaghan, eröffnet die Sammlung mit drei in unterschiedlichem Tempo nach vorn preschenden Tracks, die schon von den Titeln her &#8211; &#8220;Bandera Negra&#8221;, &#8220;Bandera Blanca&#8221;, &#8220;Bandera Vermella&#8221; &#8211; eine Art Triptychon bilden. Alle basieren auf Gesängen, die vermutlich von alten Platten gesamplet sind und in unterschiedlichen Graden verfremdet wurden. Einmal scheint es ein gemischter Chor zu sein, einmal ein launiges Volkslied und einmal ein trunkenes Mann-Frau-Duett. Ein kompromissloser, harscher Takt zwischen Downtempo und Noise-Stakkato setzt irgendwann ein und verbreitet zusammen mit weiteren Sprachsamples und sirenenhaften Synthies eine alarmistische Stimmung. O&#8217;Callaghans Gesang lugt dabei immer wieder zwischen den Soundbrocken hervor und betritt doch nie den vorderen Bühnenbereich. Man würde an den Stil von Bands wie Pankow denken, wären die Stücke songartiger, doch die zirkuläre Struktur verbreitet eine ganz eigene Hypnotik.</p>
<p>Mit <a href="http://africanpaper.com/2016/11/19/commando-suzie-principios-y-salidas/">Comando Suzie</a> geht die Reise von Fuße des Tibidabo ins nördlich gelegene Terrassa, und musikalisch könnte der Bruch vom verzerrten, rhythmischen Ritualsound zu dem eingängigen Synthie-Wohlklang von Eva Grace und Raúl López nicht sein. Die harmonischen Klänge von &#8220;100 Copias&#8221; tendieren fast ein bisschen zum Lounge, López&#8217; waviger Bariton singt eine berührende Melodie, in akzentuierten Momenten hört man weibliche Backing Vocals, und nur zwischen den Zeilen ist eine Abgeklärtheit zu spüren, in der sich vielleicht die Essenz des Stücks verbirgt. &#8220;Viernes Romántico&#8221;, der tanzbarste der drei CS-Songs, entfaltet ein noch breiteres Spektrum an schwermütiger Euphorie. Aus der Reihe tanzt der martialische Kracher &#8220;Como la Luna&#8221; mit seinen Snaredrum-Wirbeln und seinen kühlen Shouts über Könige und Soldaten, den man beinahe für einen Kommentar zur jüngeren politischen Situation des Landes halten könnte. Trotz seines dramatischen Textes ist der Song ein Kinderlied aus dem 18. Jahrhundert, das hier auf eine surreale Art &#8211; man meint im Hintergrund die Mad Woman in the Attic Charlotte Brontës zu hören &#8211; zu sich selbst gekommen scheint.</p>
<p>Die zweite Seite von &#8220;La Nueva Guardia&#8221; ist zwei Musikern vorbehalten, die ohnehin stark verbrüdert sind. Sergio Mendez alias Escama Serrada und Ô Paradis-Sänger Demian leben beide im beschaulichen L&#8217;Amettla del Vallès und unterstützen sich seit Jahren bei Aufnahmen, und <a href="http://africanpaper.com/2013/12/23/o-paradis-escama-serrada-la-corte-del-rey-pescadorla-reina-esta-mala/">die bei Tourette erschienene Doppel-EP</a> ließ die beiden bereits wie zwei Kehrseiten einer Medaille erscheinen. Rein stilistisch ist ihre Musik aber recht unterschiedlich.</p>
<p>Im introhaften &#8220;Ansiedad&#8221; Escama Serradas huschen diverse Klangfragmente durch den Raum, aufwühlende Detonationen lösen sich auf in vibrierenden Raumklangspielereien, und im sich stetig steigernden Pulsieren macht sich ein leichter Anflug von etwas Organischem vor der kühl maschinellen Kulisse bemerkbar. Mendez Projekt ist im Schnitt das &#8220;experimentellste&#8221; der hier vertretenen, fast überrascht es deshalb, dass im folgenden &#8220;Antisocial&#8221; Takte nach Cold Wave-Art und gewollt leiernder, schwermütiger Gesang anklingen. Das rauere und eisige &#8220;El Frio Suelo&#8221;, das bereits wie ein Finale wirkt, steigert all dies noch, konterkariert die verrauschten Vocals und die Downtempo-Rhythmen aber gegen Ende mit dem &#8220;folkigen&#8221; Mandolinen-Gastspiel von <a href="http://africanpaper.com/tag/niedowierzanie/">Léo a.k.a. Niedowierzanie</a>.</p>
<p>Bei dem fast aggressiven, elektronischen Dröhnen zu Beginn von &#8220;Pasado&#8221; fragt sich der eine oder andere vielleicht, ob das wirklich <a href="http://africanpaper.com/2016/03/26/das-opium-der-schonheit-interview-mit-demian-von-o-paradis/">Ô Paradis</a> ist, der natürlich schon früher (&#8220;La Boca del Infierno&#8221; ist nur ein Beispiel) nicht nur sanft und eingängig klang. Wenn sich erst der entspannte Triphop-Takt und Demians warme Stimme bemerkbar machen, ist der magische Realismus des international vielleicht bekanntesten der vier Projekte kaum mehr zu verkennen. Die drei Stücke bilden eine kleine Zeitreise, und das zentrale &#8220;Presente&#8221; scheint mir der Höhepunkt zu sein &#8211; aufgewühltes Synthiewabern wie aus einer anderen Welt, grobkörnige Flächen und ein altmodischer Harmoniumklang kreieren ein hypnotisch entrücktes Hier und Jetzt, in dem ich gern verweilen würde. &#8220;Futuro&#8221; gibt mit fatalistischem Gesang, einer verwehten Pianospur und hintergründigem Rumoren einen offenen und ehrlich anmutenden Ausblick und Ausklang.</p>
<p>Ein gewisser Fatalismus, eine Schwermut, die doch immer vital daherkommt und in eine verhaltene Lebensfreude getaucht ist &#8211; vielleicht ist dies, mehr noch als der eine oder andere raue Flächensound, der sich in allen Beiträgen findet, das am meisten verbindende Element. Mit etwas Fantasie könnte man es &#8220;die perfekte Mischung aus Apokalypse und Dolce Vita nennen&#8221;, ein Slogan, mit dem Alexander Götzke einmal im Equinoxe Magazin die Musik von Nový Svět beschrieb.</p>
<p>Ich erwähne die Wiener Band, die selbst ein paar Jahre in L&#8217;Amettla residierte, nicht grundlos, denn in den Treppenhäusern des Untergrunds hat sich ohnehin schon das Gerücht verbreitet, dass die Liebe aller Beteiligten zu Nový Svět die Veröffentlichung wie mit einem unsichtbaren Band zusammenhält. Nový Svět, die musikalisch immer schwer greifbar waren und so vielgestaltig wie die hier vertretenen Stücke, standen und stehen mit allen dieser neuen Garde im Kontakt. Zusammen mit Ô Paradis entstanden seinerzeit zwei gemeinsame Alben, wiederholt gab es Gastspiele auf den jeweiligen Platten, selbst in den letzten Jahren, in dem die Wiener eine zwar immer noch rege, aber dennoch merkwürdig geisterhafte Existenz führen. Von Coàgul erschien ein Tape auf Nekofutschata, dem Hauslabel der Band. Alle hier betrachten die Wiener als wichtigen Einfluss für ihr eigenes Schaffen, und u.a. waren es auch Nový Svět, welche die katalonische Musikszene auch überregional etwas bekannter gemacht haben.</p>
<p>Für Neueinsteiger mag dies eine Fußnote sein, aber es ist in jedem Fall eine, der es nachzugehen lohnt, und auch von der vier Bands auf &#8220;La Nueva Guardia&#8221; gibt es einiges zu entdecken. Einen besseren Einstieg als das vorliegende Album dürfte es wohl nicht geben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://novakrecs.bandcamp.com/"><strong>Nøvak</strong> Records</a></strong></p>
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