Faust treten bald in der Berliner Venue Neue Zukunft auf und bringen dabei die energiegeladene Radikalität ihres aktuellen Albums “Blickwinkel” mit auf die Bühne. Das im Herbst vergangenen Jahres erschienene Werk ist eine Weiterführung der ursprünglichen Faust-Idee – ein offenes Kollektiv unter der Leitung von Gründungsmitglied Zappi Diermaier, das Veränderung nicht nur zulässt, sondern zum Prinzip macht. Mit dabei sind Musikerinnen und Musiker wie Jochen Arbeit und Andrew Unruh von den Einstürzenden Neubauten, Dirk Dresselhaus alias Schneider TM sowie
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Krautrock Eruption: Sampler und Buch zur elektronischen Seite des Krautrock
Die Compilation “Krautrock Eruption – An Introduction To German Electronic Music 1970-1980″ erscheint in einigen Wochen bei Bureau B und versammelt Stücke von Künstlern wie Conrad Schnitzler, Faust, Cluster, Harald Grosskopf und sogar Asmus Tietchens. Sie basiert auf einer Auswahl von zwölf Alben aus der von Wolfgang Seidel zusammengestellten Diskografie, die im gleichnamigen Buch enthalten ist. Die Zusammenstellung präsentiert, wie aus dem Untertitel hervorgeht, weniger das Krautrock-Phänomen in seiner Gesamtheit, sondern rückt dessen elektronische und experimentelle Aspekte in den Fokus. Dabei zeigt sie die Bandbreite dieser Musik zwischen minimalistischen Strukturen, freien Improvisationen und frühen Formen elektronischer Klanggestaltung.
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Faust, Sunroof und Chandra Shukla im Berliner Silent Green
Am Donnerstag den 13. April treten faust (ehemals Faust) in ihrem aktuellen Line-up, zu dem neben Zappi Diermaier und Günther Wüsthof nun auch Sonja Kosche, Elke Drapatz, Jochen Arbeit und Andrew Unruh (Einstürzenden Neubauten), Dirk Dresselhaus (Schneider TM) und der Hamburger Uwe Bastiansen gehören, im Berliner Silent Green auf. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe Sonic Morgue statt.
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IRMLER / OSTERHELT: Die Gesänge des Maldoror
Maldoror ist der Archetypus des Rächers, und seine Rache ist universell. Sie richtet sich gegen den Schöpfergott und die Krone dieser Schöpfung, den Menschen, den er als Ungeziefer beschreibt. Selbst ein gefallener Engel, stößt ihn v.a. die selbstgefällige Scheinheiligkeit der Menschen ab, die Moral predigen und doch voll böser, engherziger Gedanken sind, die Gemeinschaft predigen und doch jeder für sich im eigenen Saft schmoren und sich nur ihren Illusionen von Liebe hingeben, die er zu entlarven und auszumerzen trachtet. Weiterlesen
JOCHEN ARBEIT & HUAN: s/t
Mit Jochen Arbeit und Víctor Hurtado alias Huan treffen zwei erfahrene Klangzauberer auf einander, die schon lange in unterschiedlichen Konstellationen aktiv sind. Arbeit, der erstmals mit Die Haut von sich reden machte, seit knapp zwanzig Jahren bei den Einstürzenden Neubauten die Gitarre spielt und neben vielen weiteren Aktivitäten mit Julia Kent, Palumbo und Beauchamp dröhnt und mit Mueran Humanos rockt, sollte hierzulande jedem Freund ausgefallener Musik bekannt sein. Sein katalanischer Kollege Hurtado ist jedoch nicht minder Weiterlesen
IRMLER / EINHEIT: Bestandteil
Zum dritten mal nun hat sich das ohnehin recht kollaborationsfreudige Duo Hans Joachim Irmler (erstmals mit Faust in Erscheinung getreten) und F.M. Einheit (früher bei den Einstürzenden Neubauten) zusammen ins Studio begeben und in einer längeren Reihe an Jam-Sessions ein beeindruckendes Album entstehen lassen. Den spontanen, tendenziell improvisierten Charakter spürt man an allen Ecken und Enden, trotz allem ist „Bestandteil“ aber auch ein kollagenartiges Werk, das seinen einzelnen Komponenten viel Raum gibt und immer wieder bestimmte Klänge besonders exponiert. Dies verführt natürlich leicht dazu, den Weiterlesen
TREATISE (Excerpt) // Neue Musik – A Tribute to Cornelius Cardew mit Manfred Miersch, N.U. Unruh, Zappi Diermaier, Kakawaka, Ulrike Brand, Ulrike Stöve
Unter der Leitung von Manfred Miersch findet am 13. Dezember im Berliner Acker Stadt Palast die Uraufführung eines Auszuges von Cornelius Cardews Partitur “Treatise” statt. “Cornelius Cardew (* 07.05.1936 ; † 13.12.1981) war ein Schüler Karlheinz Stockhausens, als Improvisationsmusiker war Cardew Mitglied des britischen Ensembles AMM und er war aktiver politisch engagierter Maoist: anläßlich eines Berlin-Aufenthaltes komponierte er den “Bethaniensong”, der seinen Einsatz für die Einrichtung einer Kinderklinik im ehemals leerstehenden Bethanien-Krankenhaus in Berlin-Kreuzberg unterstützen sollte. Die ungeklärten Umstände von Cardews Unfalltod geben bis heute zu Spekulationen Anlass.
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DÄLEK: From Filthy Tongue of Gods and Griots
Fraglos könnte ein Hiphop-Kenner ganz andere Sachen zu diesem lange vergriffenen Klassiker sagen, und gut möglich, dass es andere Alben dieser Art gibt, die mich ähnlich oder mehr beeindruckt hätten, wäre ihnen ein ebensolcher Sprung über szeneinterne Wahrnehmungsgrenzen gelungen wie Dälek mit ihrem Zweitwerk, das kurz nach der Jahrtausendwende auf Mike Pattons Ipecac-Label erschienen ist. Schnell war die Combo aus Newark, New Jersey, in aller Munde, kollaborierte mit „exotischen“ Bands wie Faust und Zu. Während die regulären Alben meines Erachtens immer noch Weiterlesen
IRMLER & LIEBEZEIT: Flut
Jaki Liebezeit, den man vor allem als CAN-Drummer kennt, dessen Wurzeln aber im Jazz liegen, begreift Notation und alles schriftlich Festgelegte in der Musik als enges Korsett, das den freien Fluss von Klängen, die nur scheinbar repetitiven Mustern folgen, zum Versiegen bringt: „Musical bars are like prison bars“, heißt es im Booklet des mit Hans Joachim Irmler (Faust) aufgenommenen Albums, das den bezeichnenden Titel „Flut“ trägt. „Flut“, das nur auf Orgel und Schlagzeug basiert, entstand im letzten Sommer in drei kurzen Sessions im Allgäuer Städtchen Scheer, unweit dem Donauufer. Weiterlesen
Stadtfischflex (u.a. Uwe Bastiansen, N.U. Unruh, Zappi Diermaier, Kakawaka) und Psykisk Tortur am 15.05. im Bei Ruth, Berlin
Uwe Bastiansen, ehemaliger Gitarrist der Punkband Abwärts, gründete Anfang der 90er das Projekt Stadtfisch. Unter “Projekt” muss man sich in dem Fall jedoch etwas vorstellen, das im Unterschied zur herkömmlichen Begriffsverwendung nur wenig mit einer etwas offener gestalteten Band oder einem Einzelmusiker, der nicht unter seinem bürgerlichen Namen firmieren will, zu tun hat. Stadtfisch ist ein Überbegriff für nahezu alle Aktivitäten, denen Bastiansen in Eigenregie nachgeht. Dabei kann es sich um Musik, Filme,
Performances und mehr handeln, bei den häufig flukturierenden Mitagierenden ist die Grenze zwischen Mitgliedschaft und Kollaboration fließend und thematisch gibt es kaum verlässliche Konstanten, selbst die wiederkehrende Referenz an Fluxus und Dada scheint sich eher aus einem allgemeinen Interesse heraus zu ergeben. Stadtfischflex ist Bastiansens flexibles – sprich: offenes und immer wieder wechselndes Ensemble an Mitmusikern. Beim Berliner Konzert am 15. Mai zählen dazu:
Uwe Bastiansen (ex-Abwärts)
N.U. Unruh (Einstürzende Neubauten, Beating the Drum)
Zappi Diermaier (Faust)
Kakawaka
Hoshiko Yamane (Tangerine Dream)
Luca Andrioli (Ulan Bator)
Kim Kiesling